{"id":71625,"date":"2020-01-10T20:09:04","date_gmt":"2020-01-10T18:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71625"},"modified":"2020-01-10T20:09:04","modified_gmt":"2020-01-10T18:09:04","slug":"xi-b-15-18-nichtzulassungsbeschwerde-betriebsausgabenabzug-bei-veranstaltungen-auf-einem-schiff-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-15-18-nichtzulassungsbeschwerde-betriebsausgabenabzug-bei-veranstaltungen-auf-einem-schiff-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;15\/18 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde; Betriebsausgabenabzug bei Veranstaltungen auf einem Schiff; Grunds&auml;tzliche Bedeutung; Divergenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.2.2019, XI B 15\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.200219.XIB15.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde; Betriebsausgabenabzug bei Veranstaltungen auf einem Schiff; Grunds&auml;tzliche Bedeutung; Divergenz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Der Begriff des &quot;Geschenks&quot; i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG ist gekl&auml;rt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 23.06.1993 &#8211; I R 14\/93, BFHE 171, 521, BStBl II 1993, 806; vom 17.02.2010 &#8211; I R 79\/08, BFH\/NV 2010, 1307).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Das Abzugsverbot des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG kommt nicht zur Anwendung, wenn die Verwendung eines Schiffes zu Unterhaltungs- oder sportlichen Zwecken oder zur unangemessenen Repr&auml;sentation aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden ausscheidet, weil das Schiff als &quot;schwimmender Besprechungsraum&quot; oder reines Transportmittel genutzt wird (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 03.02.1993 &#8211; I R 18\/92, BFHE 170, 537, BStBl II 1993, 367; vom 02.08.2012 &#8211; IV R 25\/09, BFHE 238, 132, BStBl II 2012, 824).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 9. November 2017 13 K 3518\/15 K wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) ist ein eingetragener Verein, der einen Zusammenschluss von &#8230;&nbsp;Unternehmen aus der Z-Wirtschaft bildet und im Streitjahr alleiniger Gesellschafter der Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) war. Diese (&#8230;) erbringt insbesondere f&uuml;r Mitglieder des Kl&auml;gers Dienstleistungen aller Art zur Sicherung und Erhaltung positiver wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen f&uuml;r Reiseb&uuml;ros und verwandte Unternehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einmal im Jahr findet die Jahrestagung des Kl&auml;gers einschlie&szlig;lich der Mitgliederversammlung statt. Vom &#8230; bis &#8230; (Freitag bis Sonntag) f&uuml;hrten die Kl&auml;ger gemeinsam die Jahrestagung durch, anl&auml;sslich derer ein Firmenjubil&auml;um gefeiert wurde und an der &#8230;&nbsp;Vereinsmitglieder, &#8230;&nbsp;externe Gesch&auml;ftspartner und &#8230;&nbsp;eigene Arbeitnehmer teilnahmen. Die Veranstaltung fand in einem Hotel in X statt und umfasste am Samstag zwischen 16:00&nbsp;Uhr und 22:30&nbsp;Uhr auch eine Fahrt auf dem Rhein. Der Kl&auml;ger buchte diesbez&uuml;gliche Aufwendungen f&uuml;r eine Mitgliederversammlung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, die Kl&auml;gerin Aufwendungen f&uuml;r eine Jahrestagung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger zun&auml;chst jeweils erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung zur K&ouml;rperschaftsteuer. Aufgrund von Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei den Kl&auml;gern lie&szlig; das FA jeweils 30&nbsp;% von Bewirtungsanteilen, aufgrund angenommenen Eventcharakters sog. Eventanteile der Veranstaltung und auf die jeweiligen Betr&auml;ge entfallende Vorsteuern nicht zum Abzug als Betriebsausgaben zu (Kl&auml;ger &#8230;&nbsp;EUR, Kl&auml;gerin &#8230;&nbsp;EUR). Es erlie&szlig; f&uuml;r das Streitjahr gegen den Kl&auml;ger am 4.&nbsp;Dezember 2014 und gegen die Kl&auml;gerin am 8.&nbsp;Juni 2015 entsprechende &Auml;nderungsbescheide &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer. Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger wies das FA mit jeweiliger Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Oktober 2015 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster gab den Klagen durch Urteil vom 9.&nbsp;November 2017&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3518\/15 im Wesentlichen statt, da die Jubil&auml;umsveranstaltung ganz &uuml;berwiegend beruflichen Zwecken und der beruflichen Kontaktpflege gedient habe. Soweit die sog. Eventanteile Bewirtungen betrafen, unterwarf es die Aufwendungen den Abzugsbeschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, im &Uuml;brigen lie&szlig; es den Betriebsausgabenabzug uneingeschr&auml;nkt zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Beschwerde des FA wegen Nichtzulassung der Revision, mit der es die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) sowie den &quot;Versto&szlig; gegen Denkgrunds&auml;tze&quot; geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Soweit Zulassungsgr&uuml;nde i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gend dargetan wurden, liegen solche nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA sieht es als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig an, &quot;ob allein in der Anwesenheit und dem fachlichen Austausch und der Kontaktpflege von branchenangeh&ouml;rigen Eingeladenen auf einer Jubil&auml;umsveranstaltung eine hinreichend konkrete Gegenleistung gesehen werden kann, die die Annahme eines Geschenkes ausschlie&szlig;t&quot;. Soweit diese Rechtsfrage angesichts der vorhandenen Rechtsprechung noch der Kl&auml;rung bedarf, w&auml;re sie in einem anschlie&szlig;enden Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den vom FA in Bezug genommenen Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18.&nbsp;Februar 1982 IV&nbsp;R&nbsp;46\/78 (BFHE 135, 206, BStBl II 1982, 394) und vom 17.&nbsp;Februar 2010 I&nbsp;R&nbsp;79\/08 (BFH\/NV 2010, 1307) ist der Begriff des &quot;Geschenks&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG gekl&auml;rt (vgl. auch BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Juni 1993 I&nbsp;R&nbsp;14\/93, BFHE 171, 521, BStBl II 1993, 806).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG ist &quot;unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalles&quot; (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) zu dem Ergebnis gelangt, &quot;dass der fachliche Austausch der Teilnehmer, die Kontaktpflege und der berufliche Charakter der Veranstaltung deutlich im Vordergrund standen. &#8230; Das &#8218;Rahmenprogramm&#8216; hatte demgegen&uuml;ber lediglich eine untergeordnete Bedeutung, dem kein eigener -unentgeltlicher- Erlebniswert zukam. Das &#8218;Rahmenprogramm&#8216; ging nicht &uuml;ber die Bewirtung und die Schaffung des dazugeh&ouml;rigen Ambientes hinaus&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vom FA aufgeworfene Rechtsfrage, &quot;ob Veranstaltungen von Branchenangeh&ouml;rigen auf einem Wasserfahrzeug bereits ein derartiger Eventcharakter zukommt, dass sie unter den Begriff der &#8218;&auml;hnlichen Zwecke&#8216; i.S.d. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 [Satz]&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG fallen und damit zu einem typisierenden Abzugsverbot f&uuml;hren&quot;, bedarf nicht der Kl&auml;rung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der BFH hat bereits mit Urteilen vom 3.&nbsp;Februar 1993 I&nbsp;R&nbsp;18\/92 (BFHE 170, 537, BStBl II 1993, 367) und vom 2.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;25\/09 (BFHE 238, 132, BStBl II 2012, 824) entschieden, dass sich das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG nicht auf die betreffenden Aufwendungen erstreckt, wenn die Verwendung eines Schiffes zu Unterhaltungs- oder sportlichen Zwecken oder zur unangemessenen Repr&auml;sentation aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden ausscheidet, weil das Schiff als &quot;schwimmender Besprechungsraum&quot; oder reines Transportmittel genutzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach der Beweisaufnahme und der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des FG haben touristische Aspekte oder ein eventueller unentgeltlicher Erlebniswert auch am Nachmittag bzw. Abend w&auml;hrend der Schiffsfahrt keine Rolle gespielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) hat das FA nicht hinreichend dargetan (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es hat zwar als vom FG aufgestellten Rechtssatz bezeichnet, dass &quot;in der Anwesenheit und dem fachlichen Austausch und der Kontaktpflege von branchenangeh&ouml;rigen Eingeladenen auf einer Jubil&auml;umsveranstaltung &#8230; eine konkrete Gegenleistung gesehen werden [k&ouml;nne], die die Annahme eines Geschenkes ausschlie&szlig;e&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FG damit von einem Rechtssatz des BFH-Urteils vom 18.&nbsp;August 2005 VI&nbsp;R&nbsp;32\/03 (BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30) abgewichen sei, hat das FA indes nicht aufgezeigt. Der BFH f&uuml;hrt in seiner Entscheidung in BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30 (unter II.2.b, Rz&nbsp;35) aus, dass nach nunmehr st&auml;ndiger Rechtsprechung ebenso wie bei den Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben auch f&uuml;r den Arbeitslohn das Veranlassungsprinzip ma&szlig;geblich ist; ergibt die W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls, dass sich die Reise nahezu ausschlie&szlig;lich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweist, liege insgesamt kein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Dies &uuml;bertragen auf die Frage der Abziehbarkeit von Betriebsausgaben im Streitfall hat das FG erkannt, dass der fachliche Austausch der Teilnehmer, die Kontaktpflege und der berufliche Charakter der Veranstaltung deutlich im Vordergrund standen und das &quot;Rahmenprogramm&quot; demgegen&uuml;ber lediglich eine untergeordnete Bedeutung hatte, dem kein eigener unentgeltlicher Erlebniswert zukam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit das FA den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06 (BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672) sowie das BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;51\/10 (BFHE 241, 360, BStBl II 2013, 808) als weitere Divergenzentscheidungen zitiert, hat es eine zur Zulassung der Revision f&uuml;hrende Abweichung nicht herausgearbeitet. Vielmehr bem&auml;ngelt das FA, dass das FG in der angefochtenen Vorentscheidung &quot;die Rechtsprechung dazu umfangreich aufgef&uuml;hrt, im Anschluss jedoch nicht angewendet&quot; habe. Es geht ferner entgegen der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) im Streitfall von einer Veranstaltung aus, die gemischte Ziele verfolgt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Abweichung des FG im Rechtsgrunds&auml;tzlichen ist damit nicht dargetan, sondern vielmehr aufgezeigt, dass das FA die Vorentscheidung f&uuml;r materiell-rechtlich unzutreffend h&auml;lt. Dies stellt jedoch grunds&auml;tzlich keinen Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO dar und vermag die Zulassung der Revision nicht zu begr&uuml;nden (z.B. Senatsbeschluss vom 9.&nbsp;Mai 2017 XI&nbsp;B&nbsp;13\/17, BFH\/NV 2017, 1198, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO ist die Revision zur Sicherung der Rechtseinheit zwar auch dann zuzulassen, wenn die angefochtene Entscheidung des FG in einem Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur wiederhergestellt werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Dezember 2017 VI&nbsp;B&nbsp;53\/17, BFH\/NV 2018, 338, Rz&nbsp;14, m.w.N.). Diese Voraussetzung ist erf&uuml;llt bei einem offensichtlichen materiellen oder formellen Rechtsfehler von erheblichem Gewicht, der die Entscheidung der Vorinstanz als willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzwidrig erscheinen l&auml;sst. Solches ist aber weder vorgetragen noch ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit der R&uuml;ge, die Beweisw&uuml;rdigung des FG sei fehlerhaft, kann ein Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO regelm&auml;&szlig;ig nicht begr&uuml;ndet werden; die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung des BFH im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 26.&nbsp;April 2018 XI&nbsp;B&nbsp;117\/17, BFH\/NV 2018, 953, Rz&nbsp;45; vom 15.&nbsp;Mai 2018 I&nbsp;B&nbsp;114\/17, BFH\/NV 2018, 1092, Rz&nbsp;11). Daher k&ouml;nnten auch die behaupteten Verst&ouml;&szlig;e des FG gegen Erfahrungss&auml;tze und Denkgesetze nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;B&nbsp;15\/13, BFH\/NV 2014, 352).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.2.2019, XI B 15\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.200219.XIB15.18.0 Nichtzulassungsbeschwerde; Betriebsausgabenabzug bei Veranstaltungen auf einem Schiff; Grunds&auml;tzliche Bedeutung; Divergenz Leits&auml;tze 1. NV: Der Begriff des &quot;Geschenks&quot; i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG ist gekl&auml;rt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 23.06.1993 &#8211; I R 14\/93, BFHE 171, 521, BStBl II 1993, 806; vom 17.02.2010 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-15-18-nichtzulassungsbeschwerde-betriebsausgabenabzug-bei-veranstaltungen-auf-einem-schiff-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;15\/18 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde; Betriebsausgabenabzug bei Veranstaltungen auf einem Schiff; Grunds&auml;tzliche Bedeutung; Divergenz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71625\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}