{"id":71629,"date":"2020-01-10T20:09:16","date_gmt":"2020-01-10T18:09:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71629"},"modified":"2020-01-10T20:09:16","modified_gmt":"2020-01-10T18:09:16","slug":"i-r-32-17-einkuenftekorrekturen-nach-par-1-abs-1-astg-bei-teilwertabschreibungen-auf-unbesichert-im-konzern-begebenen-darlehensforderungen-und-bei-buchwertuebertragung-von-wirtschaftsguetern-auf-ausla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-32-17-einkuenftekorrekturen-nach-par-1-abs-1-astg-bei-teilwertabschreibungen-auf-unbesichert-im-konzern-begebenen-darlehensforderungen-und-bei-buchwertuebertragung-von-wirtschaftsguetern-auf-ausla\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;32\/17 &#8211; Eink&uuml;nftekorrekturen nach &sect; 1 Abs. 1 AStG bei Teilwertabschreibungen auf unbesichert im Konzern begebenen Darlehensforderungen und bei Buchwert&uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern auf ausl&auml;ndische Tochtergesellschaften"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.6.2019, I R 32\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.190619.IR32.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eink&uuml;nftekorrekturen nach &sect; 1 Abs. 1 AStG bei Teilwertabschreibungen auf unbesichert im Konzern begebenen Darlehensforderungen und bei Buchwert&uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern auf ausl&auml;ndische Tochtergesellschaften<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die fehlende Darlehensbesicherung geh&ouml;rt grunds&auml;tzlich zu den nicht fremd&uuml;blichen &quot;Bedingungen&quot; i.S. des &sect; 1 Abs. 1 AStG. Gleiches gilt f&uuml;r Art. 9 Abs. 1 OECD-MustAbk (hier: Art. 9 Abs. 1 DBA-USA 1989 und Art. 5 DBA-Frankreich 1959, Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 27.02.2019 &#8211; I R 73\/16, BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394). F&uuml;r eine am Bilanzgewinn orientierte Darlehensverzinsung gilt nichts anderes.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ausreichung unbesicherter Darlehen durch fremde Dritte an die Konzernobergesellschaft ist nicht geeignet, die W&uuml;rdigung des einer (Tochter-)Gesellschaft einger&auml;umten Darlehens am Ma&szlig;stab einer fremd&uuml;blichen Kreditgew&auml;hrung zu ersetzen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Art. 9 Abs. 1 OECD-MustAbk (hier: Art. 9 Abs. 1 DBA-USA 1989 und Art. 5 DBA-Frankreich 1959) beschr&auml;nkt den Korrekturbereich des &sect; 1 Abs. 1 AStG nicht auf sog. Preisberichtigungen, sondern erm&ouml;glicht auch die Neutralisierung der gewinnmindernden Ausbuchung einer Darlehensforderung oder einer Teilwertabschreibung hierauf (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 27.02.2019 &#8211; I R 73\/16, BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394).<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Einer Eink&uuml;nftekorrektur nach &sect; 1 Abs. 1 AStG steht bei Tochtergesellschaften aus Drittstaaten das Unionsrecht nicht entgegen (Senatsurteil vom 27.02.2019 &#8211; I R 51\/17, BFHE 264, 292). Ob im Zusammenhang mit Tochtergesellschaften aus EU-Mitgliedstaaten einer Korrektur nach &sect; 1 Abs. 1 AStG der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz des Unionsrechts entgegensteht, bestimmt sich nach einer Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des jeweiligen Einzelfalls. Dabei sind das wirtschaftliche Eigeninteresse und die Finanzierungsverantwortung auf der einen Seite sowie die strukturelle N&auml;he zur Eigenkapitalausstattung und die &Auml;nderung des Verm&ouml;gens- und Liquidit&auml;tsstatus des Darlehensgebers auf der anderen Seite zu ber&uuml;cksichtigen (Senatsurteil vom 27.02.2019 &#8211; I R 73\/16, BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394).<\/p>\n<\/p>\n<p>5. Das Vorliegen einer &quot;gesellschaftsvertraglichen Vereinbarung&quot; i.S. des &sect; 1 Abs. 4 AStG i.d.F. des StVergAbG ist unter Heranziehung des f&uuml;r die ausl&auml;ndische Tochtergesellschaft ma&szlig;gebenden materiellen Gesellschaftsrechts zu beurteilen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beteiligten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 22.02.2017 &#8211; 13 K 493\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Eink&uuml;nftekorrekturen nach &sect;&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Au&szlig;ensteuergesetz) i.d.F. des Gesetzes zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen (Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz) vom 16.05.2003 (BGBl I 2003, 660, BStBl I 2003, 321) &#8211;AStG&#8211; sowie die Umqualifizierung von Zinsen in verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) nach &sect;&nbsp;8a des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerkl&auml;rung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz (Korb&nbsp;II-Gesetz) vom 22.12.2003 (BGBl I 2003, 2840, BStBl I 2004, 14) &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine inl&auml;ndische Kapitalgesellschaft, war im Streitjahr (2005) an in- und ausl&auml;ndischen Gesellschaften beteiligt. Die Kl&auml;gerin und mit dieser gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;14&nbsp;ff. KStG verbundene Organgesellschaften gew&auml;hrten verschiedenen nachgeordneten &#8211;in Frankreich und den USA ans&auml;ssigen und jeweils nicht organschaftlich verbundenen&#8211; Gesellschaften Darlehen. Diese waren &uuml;berwiegend festverzinst. In einem Fall wurde statt eines festen Zinssatzes als Gegenleistung eine j&auml;hrliche Beteiligung in H&ouml;he von 12,5&nbsp;% am Bilanzgewinn der nachgeordneten Gesellschaft, begrenzt durch einen H&ouml;chstbetrag in H&ouml;he von 25&nbsp;% des Darlehensvolumens, festgeschrieben. Sicherheiten wurden sowohl im Fall der festverzinslichen Darlehen wie des variablen Darlehens nicht vereinbart. Im Streitjahr schrieb die Kl&auml;gerin diese Darlehen gewinnmindernd in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin im Streitjahr Wirtschaftsg&uuml;ter zu Buchwerten auf eine maltesische Tochterkapitalgesellschaft, deren Alleingesellschafterin sie war, und brachte die Anteile an dieser Gesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;4 des im Streitjahr geltenden Umwandlungssteuergesetzes ebenfalls zu Buchwerten im Rahmen einer Kapitalerh&ouml;hung gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten in eine weitere in Malta ans&auml;ssige Kapitalgesellschaft ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich erzielten die Kl&auml;gerin und deren Organgesellschaften im Streitjahr Zinseinnahmen aus Darlehensforderungen gegen verschiedene ausl&auml;ndische nachgeordnete Gesellschaften in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) rechnete die Gewinnminderungen aufgrund der Teilwertabschreibungen au&szlig;erbilanziell wieder hinzu, erh&ouml;hte den Bilanzansatz f&uuml;r die &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter um &#8230;&nbsp;EUR und behandelte die Zinseinnahmen in voller H&ouml;he als steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte &uuml;berwiegend Erfolg (Urteil des Finanzgerichts &#8211;FG&#8211; K&ouml;ln vom 22.02.2017&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;493\/12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil des FG K&ouml;ln insoweit aufzuheben, als es die Klage abgewiesen hat, den Bescheid f&uuml;r 2005 &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer vom 13.09.2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer auf Null festgesetzt wird, sowie den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.12.2005 vom 13.09.2013 dergestalt zu &auml;ndern, dass der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte um &#8230;&nbsp;EUR gemindert wird und der verbleibende Verlustvortrag entsprechend h&ouml;her festgestellt wird sowie die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, die Revision der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckzuweisen sowie das Urteil des FG K&ouml;ln aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionen der Beteiligten sind begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hren zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die tatrichterlichen Feststellungen der Vorinstanz reichen nicht aus, um beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die Gewinnminderungen, die auf den Teilwertabschreibungen der Darlehen und auf dem Buchwertansatz der auf die maltesische Tochtergesellschaft &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter beruhen, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG au&szlig;erbilanziell zu korrigieren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Hinsichtlich der gewinnmindernden Teilwertabschreibungen auf die Darlehen kommt eine au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Werden Eink&uuml;nfte eines Steuerpflichtigen aus Gesch&auml;ftsbeziehungen mit einer ihm nahestehenden Person dadurch gemindert, dass er im Rahmen solcher Gesch&auml;ftsbeziehungen zum Ausland Bedingungen vereinbart, die von denen abweichen, die voneinander unabh&auml;ngige Dritte unter gleichen oder &auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen vereinbart h&auml;tten, so sind seine Eink&uuml;nfte unbeschadet anderer Vorschriften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG so anzusetzen, wie sie unter den zwischen unabh&auml;ngigen Dritten vereinbarten Bedingungen angefallen w&auml;ren. Gesch&auml;ftsbeziehung in diesem Sinne ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG jede den Eink&uuml;nften zugrunde liegende schuldrechtliche Beziehung, die keine gesellschaftsvertragliche Vereinbarung ist und entweder beim Steuerpflichtigen oder bei der nahestehenden Person Teil einer T&auml;tigkeit ist, auf die die &sect;&sect;&nbsp;13, 15, 18 oder 21 des Einkommensteuergesetzes (EStG) anzuwenden sind oder im Fall eines ausl&auml;ndischen Nahestehenden anzuwenden w&auml;ren, wenn die T&auml;tigkeit im Inland vorgenommen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die im Streit stehenden Darlehensverh&auml;ltnisse sind Gesch&auml;ftsbeziehungen i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG, zu deren Bedingungen die Nichtbesicherung der Anspr&uuml;che geh&ouml;rt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausf&uuml;hrungen in dem Senatsurteil vom 27.02.2019&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;73\/16 (BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394, Rz&nbsp;21) Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zu der Frage, ob die fehlende Besicherung der Darlehensr&uuml;ckzahlungsforderung dem entspricht, was fremde, nicht mit den nachgeordneten Gesellschaften verbundene Darlehensgeber (ex ante) vereinbart h&auml;tten, hat das FG keine Feststellungen getroffen. Es hat sich &#8211;aus seiner Sicht konsequent&#8211; mit der Fremdvergleichsproblematik nicht n&auml;her befasst, weil es der bisherigen Senatsrechtsprechung (Urteile vom 17.12.2014&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;23\/13, BFHE 248, 170, BStBl II 2016, 261, und vom 24.06.2015&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;29\/14, BFHE 250, 386, BStBl II 2016, 258) gefolgt ist. Dieser Rechtsprechung zufolge sollte unter der Geltung der Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 des Musterabkommens der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD-Musterabkommen &#8211;OECD-MustAbk&#8211;) nachgebildeten Bestimmungen, zu denen auch die im Streitfall einschl&auml;gigen Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und einiger anderer Steuern vom 29.08.1989 (BGBl II 1991, 355, BStBl I 1991, 95) &#8211;DBA-USA 1989&#8211; sowie Art.&nbsp;5 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz&ouml;sischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und &uuml;ber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern vom 21.07.1959 (BGBl II 1961, 398, BStBl I 1961, 343) &#8211;DBA-Frankreich 1959&#8211; geh&ouml;ren, eine Eink&uuml;nftekorrektur nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG nur dann m&ouml;glich sein, wenn der zwischen den verbundenen Unternehmen vereinbarte Preis seiner H&ouml;he (seiner Angemessenheit) nach dem Fremdvergleichsma&szlig;stab nicht standhalte. An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat indessen nicht fest. Vielmehr erm&ouml;glicht der Korrekturbereich des Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 OECD-MustAbk auch die Neutralisierung der gewinnmindernden Ausbuchung einer Darlehensforderung oder einer Teilwertabschreibung hierauf. Zur Begr&uuml;ndung wird wiederum auf das Senatsurteil in BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394, Rz&nbsp;24&nbsp;ff. Bezug genommen. F&uuml;r Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 DBA-USA 1989 sowie Art.&nbsp;5 DBA-Frankreich 1959 ergibt sich insoweit nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Pr&uuml;fung anhand dessen, was fremde Dritte vereinbart h&auml;tten (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG), ist auch nicht aus anderen Gr&uuml;nden entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) W&auml;re ein fremder Dritter als Darlehensgeber in der Situation der Kl&auml;gerin oder der Organgesellschaften nicht bereit gewesen, die Darlehen an die jeweiligen Gesellschaften auszureichen, w&uuml;rde der sog. R&uuml;ckhalt im Konzern die Tatbestandsm&auml;&szlig;igkeit nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG nicht hindern. Der Topos des sog. Konzernr&uuml;ckhalts beschreibt lediglich den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmen der Unternehmensverflechtung und bringt die &Uuml;blichkeit zum Ausdruck, innerhalb eines Konzerns Kreditanspr&uuml;che nicht wie unter Fremden abzusichern. Eine fremd&uuml;bliche (werthaltige) Besicherung des R&uuml;ckzahlungsanspruchs im Sinne einer aktiven Einstandsverpflichtung kann allein in den Einflussnahmem&ouml;glichkeiten des beherrschenden Gesellschafters auf den Darlehensnehmer jedoch nicht gesehen werden. Auch insoweit wird auf das Senatsurteil in BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394, Rz&nbsp;13, 18 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ferner w&auml;re die Eink&uuml;nfteminderung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG durch (&quot;dadurch&quot;) die fehlende Besicherung eingetreten. Zur weiteren Begr&uuml;ndung wird gleichfalls auf das Senatsurteil in BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394, Rz&nbsp;23 verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich widerstreitet auch das Unionsrecht nicht einer Eink&uuml;nftekorrektur nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die grunds&auml;tzlich auch im Verkehr mit Drittstaaten gesch&uuml;tzte Kapitalverkehrsfreiheit (Art.&nbsp;56 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft i.d.F. des Vertrags von Nizza zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, der Vertr&auml;ge zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaften sowie einiger damit zusammenh&auml;ngender Rechtsakte, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 2002, Nr.&nbsp;C&nbsp;325, 1, &#8211;EG&#8211;; jetzt Art.&nbsp;63 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union i.d.F. des Vertrags von Lissabon zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union und des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2008, Nr.&nbsp;C&nbsp;115, 47, &#8211;AEUV&#8211;) wird von der insoweit vorrangig anzuwendenden Niederlassungsfreiheit verdr&auml;ngt (Senatsurteile vom 06.03.2013&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;10\/11, BFHE 241, 157, BStBl II 2013, 707; vom 19.07.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;87\/15, BFHE 259, 435). Sie w&auml;re im &Uuml;brigen auch wegen der sog. Stand-still-Klausel des Art.&nbsp;57 Abs.&nbsp;1 EG (jetzt Art.&nbsp;64 Abs.&nbsp;1 AEUV) nicht anwendbar (vgl. Senatsurteil vom 27.02.2019&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;51\/17, BFHE 264, 292).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) F&uuml;r die in Frankreich ans&auml;ssigen Darlehensnehmerinnen stellt eine Regelung wie diejenige des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;fr&uuml;her: Europ&auml;ischer Gerichtshof&#8211; (EuGH) eine zur Wahrung der ausgewogenen Aufteilung der Besteuerungsbefugnis zwischen den Mitgliedstaaten gerechtfertigte Beschr&auml;nkung der Niederlassungsfreiheit (Art.&nbsp;43 EG, jetzt Art.&nbsp;49 AEUV) dar (EuGH-Urteil Hornbach-Baumarkt vom 31.05.2018&nbsp;&#8211; C-382\/16, EU:C:2018:366, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2018, 580). Soweit der EuGH mit dieser Entscheidung f&uuml;r die unentgeltliche &Uuml;bernahme von Garantie- und Patronatszusagen im Rahmen seiner Erw&auml;gungen zur Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit erkannt hat, dass das wirtschaftliche Eigeninteresse der Konzernobergesellschaft an ihren Beteiligungsgesellschaften sowie die gewisse Verantwortung als Gesellschafterin bei der Finanzierung dieser Gesellschaften Gesch&auml;ftsabschl&uuml;sse unter nicht fremd&uuml;blichen Bedingungen rechtfertigen (&quot;erkl&auml;ren&quot;) und damit einer Berichtigung nach &sect;&nbsp;1 AStG entgegenstehen k&ouml;nnen, kommt diese Einschr&auml;nkung vorliegend nicht zum Tragen. Der Senat hat in seinem Urteil in BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394, Rz&nbsp;35 ausgef&uuml;hrt, dass dann, wenn die Ausreichung von Fremdkapital durch einen Gesellschafter eine unzureichende Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital ausgleicht und diese Finanzierung die Voraussetzung daf&uuml;r ist, dass die darlehensempfangende Gesellschaft die ihr zugedachte wirtschaftliche Funktion (weiter) erf&uuml;llen kann, eine unterschiedliche Behandlung von Einlage und Darlehensverzicht mit R&uuml;cksicht auf den unionsrechtlich anerkannten Geltungsanspruch der Gewinnabgrenzung nach Ma&szlig;gabe fremd&uuml;blicher Bedingungen ausgeschlossen ist. Nichts anderes kann f&uuml;r den Streitfall gelten, soweit es um die Darlehen geht, die an die in Frankreich ans&auml;ssigen Gesellschaften ausgereicht wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die Gewinnminderung, die auf der &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter zu Buchwerten auf die maltesische Tochtergesellschaft beruht, kommt ebenfalls eine au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Voraussetzung hierf&uuml;r ist &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; eine Eink&uuml;nfteminderung, die durch eine nicht fremd&uuml;bliche Bedingung im Rahmen einer Gesch&auml;ftsbeziehung zum Ausland veranlasst ist. Gesch&auml;ftsbeziehung in diesem Sinne ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG wiederum jede den Eink&uuml;nften zugrunde liegende schuldrechtliche Beziehung, die keine gesellschaftsvertragliche Vereinbarung ist und entweder beim Steuerpflichtigen oder bei der nahestehenden Person Teil einer T&auml;tigkeit ist, auf die die &sect;&sect;&nbsp;13, 15, 18 oder 21 EStG anzuwenden sind oder im Fall eines ausl&auml;ndischen Nahestehenden anzuwenden w&auml;ren, wenn die T&auml;tigkeit im Inland vorgenommen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat keine ausreichenden Feststellungen dazu getroffen, ob die &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter auf die maltesische Tochtergesellschaft auf einer solchen Gesch&auml;ftsbeziehung beruht. Der Annahme einer Gesch&auml;ftsbeziehung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG steht nicht entgegen, dass die Kl&auml;gerin die Wirtschaftsg&uuml;ter verdeckt in die maltesische Tochtergesellschaft eingelegt hat. Eine verdeckte Einlage ist gegeben, wenn der Gesellschafter oder eine ihm nahestehende Person aus Gr&uuml;nden, die im Gesellschaftsverh&auml;ltnis wurzeln, eine Einlage erbringt, ohne eine wertad&auml;quate Gegenleistung zu erhalten. Diese Voraussetzung liegt hier vor. Zwar sind die Anteile der Kl&auml;gerin an der maltesischen Tochtergesellschaft durch die Einlage der Wirtschaftsg&uuml;ter wertvoller geworden. Nach st&auml;ndiger Senatsrechtsprechung f&uuml;hrt diese Wertsteigerung jedoch nicht zu einem greifbaren Verm&ouml;gensvorteil und ist daher nicht als Gegenleistung, sondern lediglich als Wertreflex zu beurteilen (z.B. Senatsurteil vom 04.03.2009&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;32\/08, BFHE 224, 410, BStBl II 2012, 341, m.w.N.). Allerdings ist das Verh&auml;ltnis zwischen einer verdeckten Einlage und einer Gesch&auml;ftsbeziehung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach einer Auffassung schlie&szlig;en sich verdeckte &#8211;dem Gesellschaftsverh&auml;ltnis zuzuordnende&#8211; Einlagen und Gesch&auml;ftsbeziehungen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG auch nach &Auml;nderung durch das Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz gegenseitig aus (Bernhardt\/ van&nbsp;der&nbsp;Ham\/Kluge, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2007, 717, 719).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &uuml;berwiegender Ansicht, die sich auf die Formulierung der &quot;gesellschaftsvertraglichen Vereinbarung&quot; bezieht, sind nur diejenigen Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle auszuklammern, die einen formal-rechtlichen Niederschlag im Gesellschaftsvertrag gefunden und zus&auml;tzlich zu einer materiell-rechtlichen &Auml;nderung der Organisationsstruktur der Gesellschaft gef&uuml;hrt haben (z.B. Bl&uuml;mich\/Pohl, &sect;&nbsp;1 AStG Rz&nbsp;188&nbsp;f.; Kaminski in Strunk\/Kaminski\/ K&ouml;hler, AStG\/DBA, &sect;&nbsp;1 AStG Rz&nbsp;1464; Kraft, Au&szlig;ensteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;631; T.&nbsp;Schmidt, Au&szlig;ensteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;10; a.A. G&uuml;nkel\/Lieber, IStR 2004, 229, 231: Aufnahme in den Gesellschaftsvertrag ausreichend). Die sp&auml;tere &Auml;nderung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG durch das Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 22.12.2014 &#8211;Zollkodexanpassungsgesetz&#8211; (BGBl I 2014, 2417, BStBl I 2015, 58) sei insofern nur von klarstellender Bedeutung (Bl&uuml;mich\/Pohl, &sect;&nbsp;1 AStG Rz&nbsp;188&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch nach Auffassung des Senats schlie&szlig;t eine verdeckte Einlage den Tatbestand der Gesch&auml;ftsbeziehung i.S. des &sect;&nbsp;1 AStG nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Weder der Gesetzeswortlaut des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG, der eine &quot;schuldrechtliche Beziehung, die keine gesellschaftsvertragliche Vereinbarung ist&quot; voraussetzt, noch die Gesetzesbegr&uuml;ndung, wonach es &quot;f&uuml;r das Bestehen einer Gesch&auml;ftsbeziehung (&#8230;) keine Bedeutung [hat], ob sie betrieblich oder gesellschaftsrechtlich veranlasst ist&quot; (BTDrucks 15\/119, S.&nbsp;53), lassen eine solche Schlussfolgerung zu. Vielmehr sollen insbesondere auch &quot;die unentgeltliche oder teilentgeltliche Gew&auml;hrung anderer Leistungen einer inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft an ihre (&#8230;) ausl&auml;ndische Tochtergesellschaft&quot; zu den Gesch&auml;ftsbeziehungen geh&ouml;ren &quot;unabh&auml;ngig davon, ob sie fehlendes Eigenkapital der Tochtergesellschaft ersetzen oder die wirtschaftliche Bet&auml;tigung dieser Gesellschaft st&auml;rken sollen&quot; (BTDrucks 15\/119, S.&nbsp;53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entscheidend ist daher, ob der im Streit stehenden &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter von der Kl&auml;gerin auf die maltesische Tochtergesellschaft eine gesellschaftsvertragliche Vereinbarung zugrunde liegt. Dies setzt wiederum voraus, dass die &Uuml;bertragung nicht nur (formal) zu den gesellschaftsvertraglichen Abreden geh&ouml;rt, sondern auch zu einer &Auml;nderung der Gesellschafterstellung der Kl&auml;gerin (z.B. &Auml;nderung der Beteiligungsh&ouml;he oder der Beteiligungsrechte) f&uuml;hrt. Die blo&szlig;e Aufnahme der Abrede in den Gesellschaftsvertrag kann bereits deshalb nicht gen&uuml;gen, weil sie das Merkmal der Gesch&auml;ftsbeziehungen und damit den Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 AStG in das Belieben der Beteiligten stellen w&uuml;rde (vgl. auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 05.11.2003&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;55\/99, BFHE 205, 30, BStBl II 2004, 706, zur Auslegung von Willenserkl&auml;rungen; a.A. G&uuml;nkel\/ Lieber, IStR 2004, 229, 231).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) wurde die &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter nicht im Gesellschaftsvertrag geregelt. Hierauf kommt es jedoch nach dem Vorstehenden nicht an. Entscheidend ist vielmehr, wie die &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter unter Heranziehung des f&uuml;r die auf Malta ans&auml;ssige Tochtergesellschaft geltenden maltesischen Gesellschaftsrechts auf einer (ggf. erg&auml;nzenden) gesellschaftsvertraglichen Abrede beruht, die mit einer &Auml;nderung der materiellen Gesellschafterstellung verbunden war (vgl. auch Senatsurteil vom 27.04.2000&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;58\/99, BFHE 192, 428, BStBl II 2001, 168 zur &quot;Kapitalr&uuml;cklage&quot; im ausl&auml;ndischen Handels- und Gesellschaftsrecht). Dies hat das FG jedoch nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Feststellungen zum maltesischen Gesellschaftsrecht im Rahmen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;4 AStG sind auch nicht aus anderen Gr&uuml;nden entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar ist &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG &quot;unbeschadet anderer Vorschriften&quot; anzuwenden und es k&auml;me m&ouml;glicherweise auch eine Korrektur &uuml;ber den Bilanzansatz der &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem Teilwert nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG in Betracht (vgl. zum Meinungsstand: Bl&uuml;mich\/Ehmcke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz 1423; Eckstein in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1735; F&uuml;ger\/Rieger, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 628, 630; Gosch\/Roser, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;117; Korn\/Strahl in Korn, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;539; Neumann in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1308; BeckOK&nbsp;EStG\/Oellerich, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;3052; Schmidt\/Kulosa, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;752; KKB\/ Teschke\/C.&nbsp;Kraft, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;403; Werndl in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;M&nbsp;15). Dies w&uuml;rde jedoch zu einer Sofortbesteuerung von in der Bundesrepublik Deutschland entstandenen und nicht realisierten Wertzuw&auml;chsen und damit zu einer Steuerbelastung f&uuml;hren, die nach der Rechtsprechung des EuGH zur Wahrung des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatzes durch eine Stundungsm&ouml;glichkeit abzumildern w&auml;re (vgl. EuGH-Urteile DMC vom 23.01.2014&nbsp;&#8211; C-164\/12, EU:C:2014:20, HFR 2014, 271; National Grid Indus vom 29.11.2011&nbsp;&#8211; C-371\/10, EU:C:2011:785, HFR 2012, 226). Eine solche Stundungsm&ouml;glichkeit sieht die Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG indes nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die unentgeltliche &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter entspr&auml;che nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) auch nicht dem, was ein fremder, nicht durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis mit der maltesischen Gesellschaft verbundener Dritter vereinbart h&auml;tte. Zudem w&auml;re eine Eink&uuml;nfteminderung &#8211;hier: keine Realisierung der stillen Reserven&#8211; i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG durch (&quot;dadurch&quot;) die unentgeltliche &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich w&uuml;rde auch das Unionsrecht einer Eink&uuml;nftekorrektur nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG nicht widerstreiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der EuGH &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; im Urteil Hornbach-Baumarkt (EU:C:2018:366, Rz&nbsp;56, HFR 2018, 580) im Rahmen seiner Erw&auml;gungen zur Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit erkannt, dass wirtschaftliche Gr&uuml;nde den Abschluss von Gesch&auml;ften unter nicht fremd&uuml;blichen Bedingungen rechtfertigen k&ouml;nnen. Auch sei es Sache des nationalen Gerichts, zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob dem Steuerpflichtigen die M&ouml;glichkeit einger&auml;umt wurde, Beweise f&uuml;r die wirtschaftlichen Gr&uuml;nde des in Frage stehenden Gesch&auml;fts beizubringen (EuGH-Urteil Hornbach-Baumarkt, EU:C:2018:366, Rz&nbsp;57, HFR 2018, 580). Nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat die Kl&auml;gerin jedoch keinen sachbezogenen wirtschaftlichen Grund f&uuml;r die unentgeltliche &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das angefochtene Urteil beruht auf anderen rechtlichen Beurteilungen. Es ist daher aufzuheben. Die Sache ist an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, um es diesem zu erm&ouml;glichen, die erforderlichen Feststellungen zum maltesischen Gesellschaftsrecht sowie zum Fremdvergleich der unbesicherten Darlehen nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei Letzterem wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass im Fall der am Bilanzgewinn orientierten variablen Darlehensverzinsung keine abweichenden Ma&szlig;st&auml;be zur Fremd&uuml;blichkeit gelten. Insbesondere wird zu pr&uuml;fen sein, ob ein fremder Dritter angesichts der konkreten Ertragssituation der darlehensnehmenden Gesellschaft bereit gewesen w&auml;re, eine entsprechende Vereinbarung einzugehen. Im Rahmen der Feststellungen zum Fremdvergleich wird das FG zudem zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass die Ausreichung unbesicherter Darlehen durch fremde Dritte an die Konzernobergesellschaft eine W&uuml;rdigung des einer (Tochter-)Gesellschaft einger&auml;umten Darlehens am Ma&szlig;stab der fremd&uuml;blichen Kreditgew&auml;hrung nicht ersetzen kann. Der Senat weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass sich der Fremdvergleich an der konkreten darlehensnehmenden (Tochter-)Gesellschaft &#8211;und insbesondere deren Ertragssituation&#8211; zu orientieren hat und deshalb die Konzern&uuml;blichkeit der fehlenden Anspruchsbesicherung (dazu Senatsurteil vom 21.12.1994&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;65\/94, BFHE 176, 571) nicht deren Fremd&uuml;blichkeit begr&uuml;nden kann (vgl. Senatsurteil in BFHE 263, 525, BStBl II 2019, 394).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Weiter wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass die Klage auch gegen den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.12.2005 zul&auml;ssig ist und die von der Kl&auml;gerin sowie den Organgesellschaften erzielten Zinseinnahmen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG au&szlig;er Ansatz zu lassen und insoweit nur 5&nbsp;% gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG dem Einkommen wieder hinzuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG bleiben Bez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2, 9 und 10 Buchst.&nbsp;a EStG bei der Ermittlung des Einkommens au&szlig;er Ansatz. Von diesen Bez&uuml;gen gelten jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG 5&nbsp;% als Ausgaben, die nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen. Bei den Zinseinnahmen der Kl&auml;gerin sowie der Organgesellschaften handelt es sich um vGA nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F., die zu den sonstigen Bez&uuml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG z&auml;hlen (vgl. Senatsurteile vom 20.08.2008&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 222, 500, BStBl II 2010, 142; vom 18.03.2009&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2009, 1613).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. sind Verg&uuml;tungen f&uuml;r Fremdkapital, das eine Kapitalgesellschaft nicht nur kurzfristig von einem Anteilseigner erhalten hat, der zu einem Zeitpunkt im Wirtschaftsjahr wesentlich am Grund- oder Stammkapital beteiligt war, auch verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen, wenn die Verg&uuml;tungen insgesamt mehr als 250.000&nbsp;EUR betragen und wenn eine nicht in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist (Nr.&nbsp;1) oder eine in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist und soweit das Fremdkapital zu einem Zeitpunkt des Wirtschaftsjahrs das Eineinhalbfache des anteiligen Eigenkapitals des Anteilseigners &uuml;bersteigt, es sei denn die Kapitalgesellschaft h&auml;tte dieses Fremdkapital bei sonst gleichen Umst&auml;nden auch von einem fremden Dritten erhalten k&ouml;nnen (Nr.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG 2002 n.F. sind nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) erf&uuml;llt. Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass das Kapital ausl&auml;ndischen Gesellschaften gew&auml;hrt wurde. Die Rechtsfolgen des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F. treten unabh&auml;ngig davon ein, ob die gezahlten Verg&uuml;tungen die jeweilige Bemessungsgrundlage der ausl&auml;ndischen kapitalempfangenden Kapitalgesellschaft nicht gemindert haben (a.A. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 15.07.2004, BStBl I 2004, 593, Rz&nbsp;27). Eine derartige Einschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F. kommt angesichts des eindeutigen Wortlauts nicht in Betracht (ebenso Benecke\/Schnitger, IStR 2004, 44; Booten\/Schnitger\/Rometzki, DStR 2005, 907; Grotherr, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2004, 411, 414; Mensching\/Bauer, BB 2003, 2429, 2430; a.A. Gosch, KStG, 1.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;18; Pung\/D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/ M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;8a KStG (vor URefG 2008), Rz&nbsp;274).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. setzt &quot;Verg&uuml;tungen f&uuml;r Fremdkapital, das eine Kapitalgesellschaft nicht nur kurzfristig von einem Anteilseigner erhalten hat&quot;, voraus. Die Norm verlangt nach ihrem Wortlaut mithin keine &#8211;unbeschr&auml;nkte oder beschr&auml;nkte&#8211; Steuerpflicht der kapitalempfangenden Gesellschaft (Benecke\/Schnitger, IStR 2004, 44; Grotherr, BB 2004, 411, 414; ebenso Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Demgegen&uuml;ber rechtfertigen weder die Gesetzeshistorie des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F. noch die Regelung des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 KStG 2002 n.F. eine gegen&uuml;ber dem eindeutigen Gesetzeswortlaut einschr&auml;nkende Auslegung. Ausweislich der Gesetzesbegr&uuml;ndung sollte der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F. &quot;k&uuml;nftig auch auf beschr&auml;nkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften erstreckt&quot; (BTDrucks 15\/1518, S.&nbsp;14; BRDrucks 560\/03, S.&nbsp;16) sowie mit der Regelung des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 KStG 2002 n.F. &quot;z.B. beschr&auml;nkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften&quot; erfasst werden (BTDrucks 15\/1518, S.&nbsp;15; BRDrucks 560\/03, S.&nbsp;17). Dieses gesetzgeberische Ziel der Ausdehnung des Anwendungsbereichs auch auf beschr&auml;nkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften wurde jedoch durch den Wortlaut der Neuregelung erreicht und zwingt nicht zu einer einschr&auml;nkenden Auslegung (a.A. Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.6.2019, I R 32\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.190619.IR32.17.0 Eink&uuml;nftekorrekturen nach &sect; 1 Abs. 1 AStG bei Teilwertabschreibungen auf unbesichert im Konzern begebenen Darlehensforderungen und bei Buchwert&uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern auf ausl&auml;ndische Tochtergesellschaften Leits&auml;tze 1. Die fehlende Darlehensbesicherung geh&ouml;rt grunds&auml;tzlich zu den nicht fremd&uuml;blichen &quot;Bedingungen&quot; i.S. des &sect; 1 Abs. 1 AStG. Gleiches gilt f&uuml;r Art. 9 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-32-17-einkuenftekorrekturen-nach-par-1-abs-1-astg-bei-teilwertabschreibungen-auf-unbesichert-im-konzern-begebenen-darlehensforderungen-und-bei-buchwertuebertragung-von-wirtschaftsguetern-auf-ausla\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;32\/17 &#8211; Eink&uuml;nftekorrekturen nach &sect; 1 Abs. 1 AStG bei Teilwertabschreibungen auf unbesichert im Konzern begebenen Darlehensforderungen und bei Buchwert&uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern auf ausl&auml;ndische Tochtergesellschaften<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71629","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71629\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}