{"id":71634,"date":"2020-01-10T20:08:59","date_gmt":"2020-01-10T18:08:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71634"},"modified":"2020-01-10T20:08:59","modified_gmt":"2020-01-10T18:08:59","slug":"xi-r-2-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-10072019-xi-r-28-18-rechnungsangaben-beim-vorsteuerabzug-handelsuebliche-bezeichnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-2-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-10072019-xi-r-28-18-rechnungsangaben-beim-vorsteuerabzug-handelsuebliche-bezeichnung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;2\/18 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 10.07.2019 XI R 28\/18 &#8211; Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug &#8211; handels&uuml;bliche Bezeichnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.7.2019, XI R 2\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.100719.XIR2.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 10.07.2019 XI R 28\/18 &#8211; Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug &#8211; handels&uuml;bliche Bezeichnung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Parallelentscheidung zu XI R 28\/18:<\/p>\n<\/p>\n<p>1. NV: Zur Frage, welchen Anforderungen Rechnungsangaben zur Bezeichnung der Menge und der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde i.S. des Art. 226 Nr. 6 MwStSystRL gen&uuml;gen m&uuml;ssen, kann sich ein Unternehmer darauf berufen, dass die von ihm verwendeten Bezeichnungen &quot;handels&uuml;blich&quot; i. S. des &sect; 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 UStG sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Tatsacheninstanz muss &#8211;u.U. unter Zuhilfenahme eines Sachverst&auml;ndigen&#8211; ermitteln, welche Angabe der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde unter Ber&uuml;cksichtigung von Handelsstufe, Art und Inhalt des Gesch&auml;ftes und dem Wert der einzelnen Waren handels&uuml;blich ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 12.10.2017 &#8211; 1 K 2402\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, handelt mit Modeschmuck und Accessoires im sog. Niedrigpreissegment. Die Waren werden jeweils in gro&szlig;en Mengen eingekauft. Die Einkaufspreise je Artikel bewegen sich im unteren bis mittleren einstelligen Eurobereich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin machte in ihren Umsatzsteuervoranmeldungen f&uuml;r Dezember 2013 u.a. Vorsteuerabzugsbetr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR aus acht Rechnungen von vier Lieferanten und in ihrer Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r Januar 2014 Vorsteuerabzugsbetr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR aus zwei Rechnungen von zwei Lieferanten &uuml;ber die Lieferung von Modeschmuck und Accessoires geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die streitgegenst&auml;ndlichen Rechnungen enthalten die folgenden Angaben: Bezeichnung des Artikels (&quot;Kette&quot;, &quot;Ohrring&quot;, &quot;G&uuml;rtel&quot;, &quot;Handyzubeh&ouml;r&quot;, &quot;Schals&quot;, &quot;Geldb&ouml;rse&quot;, &quot;Ring&quot;, &quot;Armband&quot;, &quot;M&uuml;tze&quot;, &quot;Handschuhe&quot;, &quot;Krawatten&quot;, &quot;Uhr&quot;, &quot;Div. Modeschmuck (Armband, Ohrring, Kette, etc.)&quot; bzw. &quot;Jewellery&quot;, &quot;Hat&quot;, &quot;Tape&quot;, &quot;Plastic Gift&quot;, &quot;Paper Label&quot;, &quot;Cap&quot;, &quot;Scarf&quot;, &quot;Watch Box&quot;, &quot;Watch&quot;, &quot;Glove&quot;, &quot;Belt&quot; ), Netto-Einzelpreis je Artikel, Anzahl der gelieferten Artikel (im drei- und vierstelligen Bereich), Netto-Gesamtpreise, Umsatzsteuer und Rechnungsbetrag. Sonstige Belege &#8211;wie Bestellunterlagen, Lieferscheine, Korrespondenz mit den Lieferanten&#8211; liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen unzureichender Leistungsbeschreibungen lie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Vorsteuerabzug aus den streitgegenst&auml;ndlichen Rechnungen nicht zu und setzte die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r Dezember 2013 mit Bescheid vom 10.04.2014 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r Januar 2014 mit Bescheid vom 18.07.2014 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 03.11.2014 wies das FA die Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin gegen die Ablehnung der &Auml;nderung des Umsatzsteuervorauszahlungsbescheides f&uuml;r Dezember 2013 sowie gegen den Umsatzsteuervorauszahlungsbescheid f&uuml;r Januar 2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des dagegen anh&auml;ngigen Klageverfahrens stimmte das FA den zwischenzeitlich eingereichten Jahressteuererkl&auml;rungen vom 25.02.2015 (Umsatzsteuer 2013) und vom 23.12.2015 (Umsatzsteuer 2014) zu, die die streitigen Vorsteuerbetr&auml;ge nicht enthielten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Hessische Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 12.10.2017&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;2402\/14 (ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2018, 335) ab, da die streitgegenst&auml;ndlichen Rechnungen den Anforderungen zur Aus&uuml;bung des Vorsteuerabzugs mangels hinreichender Leistungsbeschreibungen nicht gen&uuml;gten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, dass f&uuml;r eine hinreichende Leistungsbeschreibung in einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Rechnung eine Beschaffenheitsbeschreibung dergestalt notwendig sei, dass die zu einer Identifizierung notwendigen und erforderlichen Merkmale beschrieben werden. Die blo&szlig;e Angabe einer Gattung stelle keine handels&uuml;bliche Bezeichnung dar. Diesbez&uuml;glich schlie&szlig;e man sich den Ausf&uuml;hrungen im Urteil des Hessischen FG vom 23.06.2015&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;1826\/12 (juris) zu Warenbezeichnungen bei Textileinzelh&auml;ndlern an. Diese &Uuml;berlegungen w&uuml;rden in gleicher Weise f&uuml;r den Handel mit Modeschmuck, Uhren und Accessoires gelten. Hinsichtlich der Handels&uuml;blichkeit einer Bezeichnung sei nicht nach verschiedenen Verkehrskreisen &#8211;n&auml;mlich dem Handel mit Waren im mittleren und oberen Preissegment einerseits, dem Handel mit Waren im Niedrigpreissegment andererseits&#8211; zu differenzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionsbegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin wurde am 13.03.2018 um 19:36&nbsp;Uhr per Fax an den Bundesfinanzhof (BFH) so &uuml;bermittelt, dass alle Seiten des Schriftsatzes aufgrund eines schmalen schwarzen Seitenstreifens teilweise unleserlich waren. Die Unterschrift war leserlich. Die Originalschrift ging mit Post am 15.03.2018 beim BFH ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einem diesbez&uuml;glichen Hinweis durch die Gesch&auml;ftsstelle des Senats beantragte der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 19.03.2018 vorsorglich Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und f&uuml;hrte aus, dass ihm nicht bekannt gewesen sei, dass das Fax-Ger&auml;t durch einen L&auml;ngsstreifen den Text teilweise verdeckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin macht mit ihrer Revision die Verletzung materiellen Rechts geltend. Das FG habe zu Unrecht &#8211;losgel&ouml;st von handels&uuml;blichen Gepflogenheiten&#8211; lediglich negativ abgegrenzt, was keine handels&uuml;bliche Bezeichnung sei. Zu ber&uuml;cksichtigen sei hier jedoch die jeweilige Handelsstufe und Gr&ouml;&szlig;e des Marktteilnehmers, da an kleineren Marktteilnehmern &#8211;mangels EDV-technischer Vernetzung&#8211; nicht die gleichen Anforderungen gestellt werden k&ouml;nnten, ohne dass eine unzul&auml;ssige Marktbeschr&auml;nkung vorl&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, unter Aufhebung der Vorentscheidung, der Einspruchsentscheidung vom 03.11.2014 und der als Festsetzung geltenden Steuererkl&auml;rungen vom 25.02.2015 sowie vom 23.12.2015 die Umsatzsteuer f&uuml;r 2013 auf &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r 2014 auf &#8230;&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen, hilfsweise, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es tr&auml;gt vor, dass unter Textilh&auml;ndlern eine Leistungsbeschreibung handels&uuml;blich sei, bei der die Eigenmarke, der Modelltyp, die Farbe und Gr&ouml;&szlig;e, die Schnittform oder das Material der Ware angegeben werde, da kein Einzelh&auml;ndler ein Interesse daran haben k&ouml;nne, das Risiko einzugehen, in nahezu unbegrenzter Menge einen immer gleichen Modeartikel zu erwerben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Revision ist nicht bereits wegen Vers&auml;umung der f&uuml;r die Revisionsbegr&uuml;ndung vorgeschriebenen Frist als unzul&auml;ssig zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist grunds&auml;tzlich innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des vollst&auml;ndigen Urteils zu begr&uuml;nden (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 FGO). Die Frist kann &#8211;wie vorliegend geschehen&#8211; auf einen vor ihrem Ablauf gestellten Antrag verl&auml;ngert werden (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das vor dem Ablauf der Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist beim BFH eingegangene Telefax hat diese Frist gewahrt, da aufgrund der vorliegenden Unterschrift die Schriftform nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO eingehalten war, es die Kl&auml;gerin und das angefochtene Urteil (vgl. &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) erkennen lie&szlig; und man hieraus die Angabe der Revisionsgr&uuml;nde i.S. des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 FGO inhaltlich ausreichend eindeutig (infolge leichthin ausdeutbarer Satzzusammenh&auml;nge) entnehmen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Darauf, ob Wiedereinsetzungsgr&uuml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;56 FGO ordnungsgem&auml;&szlig; glaubhaft gemacht wurden, kommt es somit nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist auch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FG zu Recht angenommen, dass die nach unionsrechtlichen Vorgaben notwendigen Rechnungsangaben im Rahmen ihres Kontrollzwecks auch dem Ausschluss der mehrfachen Abrechnung derselben Leistung dienen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.10.2002&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;9\/02, BFH\/NV 2003, 213, unter II.1., Rz&nbsp;15; vom 05.02.2010&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;31\/09, BFH\/NV 2010, 962, Rz&nbsp;8; BFH-Urteil vom 15.05.2012&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;32\/10, BFH\/NV 2012, 1836, Rz&nbsp;43). Allerdings gen&uuml;gt nach der nationalen Regelung in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) als Angabe der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde deren &quot;handels&uuml;bliche Bezeichnung&quot;. Die Feststellungen der Vorinstanz zur Handels&uuml;blichkeit der streitgegenst&auml;ndlichen Angaben tragen die Entscheidung nicht, so dass im zweiten Rechtsgang Ermittlungen dazu erforderlich sind, ob die von den Lieferanten verwendeten Bezeichnungen unter Ber&uuml;cksichtigung der Handelsstufe, Art und Inhalt der Lieferungen handels&uuml;blich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Unternehmer kann nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG die gesetzlich geschuldete Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen. Die Aus&uuml;bung des Vorsteuerabzugs setzt nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG voraus, dass der Unternehmer eine nach den &sect;&sect;&nbsp;14, 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt. Unionsrechtliche Grundlage ist insofern Art.&nbsp;178 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL), wonach der Steuerpflichtige, um das Recht auf Vorsteuerabzug aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen, eine Rechnung besitzen muss, die die in Art.&nbsp;226 MwStSystRL aufgef&uuml;hrten Angaben enth&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Um das Recht auf Vorsteuerabzug aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen, muss grunds&auml;tzlich die dem Unternehmer erteilte Rechnung ordnungsgem&auml;&szlig; sein und den Anforderungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 UStG entsprechen (BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1836, Rz&nbsp;37; vom 16.01.2014&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;28\/13, BFHE 244, 126, BStBl II 2014, 867, Rz&nbsp;10). Eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung hat daher nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG folgende Angaben zu enthalten: &quot;die Menge und die Art (handels&uuml;bliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenst&auml;nde oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind diese Anforderungen dahingehend auszulegen, dass die Rechnung Angaben tats&auml;chlicher Art enthalten muss, die die Identifizierung der abgerechneten Leistung erm&ouml;glichen, ohne dass dabei eine ersch&ouml;pfende Beschreibung der konkret erbrachten Leistungen erforderlich ist. Der Aufwand zur Identifizierung der Leistung muss dahingehend begrenzt sein, dass die Rechnungsangaben eine eindeutige und leicht nachpr&uuml;fbare Feststellung der Leistung, &uuml;ber die abgerechnet worden ist, erm&ouml;glichen. Was zur Erf&uuml;llung dieser Voraussetzung erforderlich ist, richtet sich nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls (vgl. BFH-Urteile in BFHE 244, 126, BStBl II 2014, 867, Rz&nbsp;12; vom 01.03.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;18\/17, BFHE 261, 187, Rz&nbsp;15&nbsp;f., jeweils m.w.N.). Mit der &#8211;aus der Vorg&auml;ngerregelung in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG i.d.F. bis zum 31.12.2003&#8211; &uuml;bernommenen Formulierung &quot;handels&uuml;bliche Bezeichnung&quot; (im Klammerzusatz) verweist &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG auf die (besonderen) Abrechnungsgepflogenheiten unter Kaufleuten (vgl. BFH-Beschluss vom 14.03.2019&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;3\/19, BFHE 263, 571, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unionsrechtliche Grundlage dieser Vorschrift ist f&uuml;r das Streitjahr Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;6 MwStSystRL. Hiernach m&uuml;ssen ausgestellte Rechnungen f&uuml;r Mehrwertsteuerzwecke u.a. &quot;Menge und Art der gelieferten Gegenst&auml;nde beziehungsweise Umfang und Art der erbrachten Dienstleistung&quot; enthalten. Eine Bezugnahme auf die Handels&uuml;blichkeit der verwendeten Bezeichnung enth&auml;lt der Wortlaut des Unionsrechts nicht (vgl. auch die englische Fassung: &quot;&#8230; nature of the goods supplied&quot; oder die franz&ouml;sische Fassung: &quot;&#8230; la nature des biens livr&eacute;s&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die formellen Anforderungen des Vorsteuerabzugs regeln die Modalit&auml;ten und die Kontrolle seiner Aus&uuml;bung sowie das ordnungsgem&auml;&szlig;e Funktionieren des Mehrwertsteuersystems (Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; Astone vom 28.07.2016&nbsp;&#8211; C-332\/15, EU:C:2016:614, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2017, 457, Rz&nbsp;47, m.w.N.). Insbesondere die Anforderungen des Art.&nbsp;226 MwStSystRL an die Angaben in einer Rechnung stellen formelle Voraussetzungen des Abzugsrechts dar (EuGH-Urteile Barlis 06&nbsp;&#8211; Investimentos Imobiliarios e Turisticos vom 15.09.2016&nbsp;&#8211; C-516\/14, EU:C:2016:690, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2016, 795, Rz&nbsp;41; Senatex vom 15.09.2016&nbsp;&#8211; C-518\/14, EU:C:2016:691, UR 2016, 800, Rz&nbsp;29; Paper Consult vom 19.10.2017&nbsp;&#8211; C-101\/16, EU:C:2017:775, Mehrwertsteuerrecht 2017, 991, Rz&nbsp;40; Vadan vom 21.11.2018&nbsp;&#8211; C-664\/16, EU:C:2018:933, HFR 2019, 65, Rz&nbsp;40; EuGH-Beschluss Mennica Wroc&#322;awska vom 13.12.2018&nbsp;&#8211;&nbsp;C-491\/18, EU:C:2018:1042, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dabei sollen die Angaben, die eine Rechnung enthalten muss, den Steuerverwaltungen es insbesondere erm&ouml;glichen, die Entrichtung der geschuldeten Steuer und das Bestehen des Vorsteuerabzugsrechts zu kontrollieren (vgl. EuGH-Urteile Barlis 06&nbsp;&#8211; Investimentos Imobiliarios e Turisticos, EU:C:2016:690, UR 2016, 795, Rz&nbsp;27, mit Verweis auf Schlussantr&auml;ge der Generalanw&auml;ltin Kokott vom 18.02.2016 zur Rechtssache C-516\/14, EU:C:2016:101, Rz&nbsp;46; Geissel und Butin vom 15.11.2017&nbsp;&#8211; C-374\/16 und C-375\/16, EU:C:2017:867, UR 2017, 970, Rz&nbsp;41; BFH-Urteil in BFHE 261, 187, Rz&nbsp;16). Dazu geh&ouml;rt auch, dass ausgeschlossen werden kann, dass eine Leistung mehrfach abgerechnet wird (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2003, 213, unter II.1., Rz&nbsp;15; in BFH\/NV 2010, 962, Rz&nbsp;8; BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 1836, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Regelm&auml;&szlig;ig d&uuml;rfte die nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben erforderliche Bezeichnung mit derjenigen &uuml;bereinstimmen, mit der auch der Hersteller die Waren &uuml;blicherweise in den Verkehr bringt und die damit handels&uuml;blich ist (so auch FG Hamburg, Urteil vom 30.09.2015&nbsp;&#8211; 5 K 85\/12, juris, Rz&nbsp;47; BeckOK&nbsp;UStG\/Weym&uuml;ller, 21. Ed. 24.04.2019, UStG &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;355.4). Denn eine &quot;handels&uuml;bliche Bezeichnung&quot; muss den Erfordernissen von Kaufleuten gen&uuml;gen, d.h. sie soll &#8212; ebenso wie f&uuml;r Umsatzsteuerzwecke &#8212; den Abgleich zwischen konkret gelieferter und in Rechnung gestellter Ware erm&ouml;glichen, um etwaige M&auml;ngel dem Verk&auml;ufer unverz&uuml;glich anzuzeigen, da die gelieferte Ware nach &sect;&nbsp;377 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs ansonsten als genehmigt gilt (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 263, 571, Rz&nbsp;18). Somit wird dem Klammerzusatz in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG im Regelfall nur erl&auml;uternde und indizielle Bedeutung zukommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Bereich des Vorsteuerabzugs k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten nach Art.&nbsp;273 MwStSystRL zwar weitere Verpflichtungen vorsehen, die sie f&uuml;r erforderlich erachten, um eine genaue Erhebung der Mehrwertsteuer sicherzustellen und um Steuerhinterziehung zu vermeiden. Diese M&ouml;glichkeit darf aber nicht dazu genutzt werden, zus&auml;tzlich zu den namentlich in Art.&nbsp;226 MwStSystRL genannten Pflichten weitere Pflichten in Bezug auf die Rechnungsstellung festzulegen (EuGH-Urteile Pannon G&eacute;p Centrum vom 15.07.2010&nbsp;&#8211; C-368\/09, EU:C:2010:441, UR&nbsp;2010, 693, Rz&nbsp;41; Polski Trawertyn vom 01.03.2012&nbsp;&#8211; C-280\/10, EU:C:2012:107, UR 2012, 366, Rz&nbsp;42; Evita-K vom 18.07.2013&nbsp;&#8211; C-78\/12, EU:C:2013:486, UR 2014, 475, Rz&nbsp;51; Barlis 06&nbsp;&#8211; Investimentos Imobiliarios e Turisticos, EU:C:2016:690, UR 2016, 795, Rz&nbsp;25; Geissel und Butin, EU:C:2017:867, UR 2017, 970, Rz&nbsp;36&nbsp;ff.). Daher m&uuml;ssen nach Art.&nbsp;226 MwStSystRL ausgestellte Rechnungen f&uuml;r Mehrwertsteuerzwecke nur die darin genannten Angaben enthalten (vgl. EuGH-Urteil Barlis 06&nbsp;&#8211; Investimentos Imobiliarios e Turisticos, EU:C:2016:690, UR 2016, 795, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dementsprechend ist der Klammerzusatz &quot;handels&uuml;bliche Bezeichnung&quot; in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG in &Uuml;bereinstimmung mit den o.g. Vorgaben unionsrechtskonform dahingehend auszulegen, dass dies keine zus&auml;tzliche &#8211;versch&auml;rfende&#8211; Voraussetzung f&uuml;r den Vorsteuerabzug darstellt. Insofern gen&uuml;gt jede Bezeichnung der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde den formellen Vorsteuerabzugsvoraussetzungen, die unter die unionsrechtliche Definition &quot;Menge und Art der gelieferten Gegenst&auml;nde&quot; f&auml;llt. Die Pr&uuml;fung, ob dies im jeweiligen Einzelfall erf&uuml;llt ist, obliegt der jeweiligen Tatsacheninstanz (EuGH-Urteil Barlis 06&nbsp;&#8211; Investimentos Imobiliarios e Turisticos, EU:C:2016:690, UR 2016, 795, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Auslegung entspricht auch dem Willen des Gesetzgebers, der durch &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG i.d.F. des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2003 (BGBl I 2003, 2645) die Vorgaben der sog. Rechnungsrichtlinie (Richtlinie 2001\/115\/EG des Rates vom 20.12.2001 zur &Auml;nderung der Richtlinie 77\/388\/EWG mit dem Ziel der Vereinfachung, Modernisierung und Harmonisierung der mehrwertsteuerlichen Anforderungen an die Rechnungsstellung) umsetzen wollte (BRDrucks 630\/03, 82; BTDrucks 15\/1562, 48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Verwendung der &quot;handels&uuml;blichen Bezeichnung&quot;, d.h. einer im Gesch&auml;ftsverkehr f&uuml;r einen Gegenstand allgemein bzw. &uuml;blicherweise verwendeten Bezeichnung (vgl. Erkenntnis des &Ouml;sterreichischen Verwaltungsgerichtshofs &#8211;&Ouml;VwGH&#8211; vom 23.02.2005&nbsp;&#8211; 2001\/14\/0002, abrufbar im &quot;Rechtsinformationssystem des Bundes&quot; unter www.ris.bka.gv.at; FG M&uuml;nster, Urteil vom 14.03.2019&nbsp;&#8211; 5&nbsp;K&nbsp;3770\/17&nbsp;U, EFG 2019, 1137, Rz&nbsp;67; Abschn.&nbsp;14.5 Abs.&nbsp;15 Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses) eine Vereinfachung im gesch&auml;ftlichen Verkehr darstellt und damit eventuell von den Mindestvorgaben des Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;6 MwStSystRL abweicht (vgl. Widmann in Schwarz\/ Widmann\/Radeisen, UStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;102), k&ouml;nnte sie f&uuml;r den Unternehmer &quot;g&uuml;nstiger&quot; sein. Dann ginge dies dem Unionsrecht vor, selbst wenn es dem Unionsrecht widersprechen w&uuml;rde (BFH-Urteile vom 25.11.2004&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;4\/04, BFHE 208, 470, BStBl II 2005, 415, unter II.4.c, Rz&nbsp;37, m.w.N.; vom 18.08.2005&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;42\/03, BFHE 211, 537, BStBl II 2006, 44, unter II.4., Rz&nbsp;41; vom 24.08.2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;25\/16, BFHE 259, 171, Rz&nbsp;14). Insofern kann der Klammerzusatz nicht v&ouml;llig unbeachtet bleiben (a.A. FG M&uuml;nster in EFG 2019, 1137, Rz&nbsp;66, 74). Vielmehr kommt ihm als nationalem &quot;Hilfsmerkmal&quot; eigenst&auml;ndige Bedeutung zu, da sich der Unternehmer darauf berufen kann, dass die Voraussetzungen nach nationalen Vorgaben erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hiergegen kann nicht eingewendet werden, dass Handelsgepflogenheiten nicht Gesetze auslegen k&ouml;nnten, sondern sich am Gesetz ausrichten m&uuml;ssten (so aber Kulmsee, EFG 2019, 1140), denn der Handel muss seine Bezeichnungen nicht anpassen, wenn der Gesetzgeber handels&uuml;bliche Bezeichnungen ausdr&uuml;cklich ausreichen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gemessen daran h&auml;lt die Vorentscheidung den Angriffen der Revision nicht stand und ist aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat den Sachverhalt zwar dahingehend gew&uuml;rdigt, dass die in den Rechnungen enthaltene blo&szlig;e Angabe einer Gattung (&quot;Kette&quot;, &quot;Ohrring&quot;, &quot;G&uuml;rtel&quot;, &quot;Handyzubeh&ouml;r&quot;, &quot;Schals&quot;, &quot;Geldb&ouml;rse&quot;, &quot;Ring&quot;, &quot;Armband&quot;, &quot;M&uuml;tze&quot;, &quot;Handschuhe&quot;, &quot;Krawatten&quot;, &quot;Uhr&quot;, &quot;Div. Modeschmuck (Armband, Ohrring, Kette, etc.)&quot; sowie &quot;Jewellery&quot;, &quot;Hat&quot;, &quot;Tape&quot;, &quot;Plastic Gift&quot;, &quot;Paper Label&quot;, &quot;Cap&quot;, &quot;Scarf&quot;, &quot;Watch Box&quot;, &quot;Watch&quot;, &quot;Glove&quot;, &quot;Belt&quot;) keine handels&uuml;bliche Bezeichnung darstelle. Allerdings ist diese W&uuml;rdigung f&uuml;r den Senat nicht bindend, da das FG bei seinen Erw&auml;gungen hierzu weder von zutreffenden Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen noch nachvollziehbar ist, auf welchen Ermittlungen und Erw&auml;gungen sie beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar obliegt die Subsumtion der im vorliegenden Streitfall verwendeten Bezeichnungen unter den Begriff &quot;handels&uuml;bliche Bezeichnung&quot; nach nationalem Verfahrensrecht dem FG (vgl. BFH-Beschluss vom 29.03.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;77\/15, BFH\/NV 2016, 1181, Rz&nbsp;22) und bindet den BFH als Sachverhaltsw&uuml;rdigung grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies gilt jedoch nur, wenn die vorinstanzliche Sachverhaltsw&uuml;rdigung frei von Verfahrensfehlern ist und weder Widerspr&uuml;che noch einen Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze enth&auml;lt und zumindest m&ouml;glich ist (BFH-Urteile vom 01.03.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;11\/14, BFHE 253, 438, BStBl II 2016, 753, Rz&nbsp;21; vom 13.06.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;2\/16, BFHE 262, 187, BStBl II 2018, 678, Rz&nbsp;7; vom 14.11.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;16\/17, BFHE 263, 71, Rz&nbsp;25, m.w.N.). Au&szlig;erdem hat der BFH im Rahmen der revisionsrechtlichen Kontrolle auch nachzupr&uuml;fen, ob das FG die f&uuml;r die Subsumtion bedeutsamen Begleitumst&auml;nde erforscht und zutreffend gew&uuml;rdigt hat (BFH-Urteile vom 28.08.2013&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;4\/11, BFHE 243, 41, BStBl II 2014, 282, Rz&nbsp;47; vom 03.08.2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;15\/17, BFHE 258, 566, Rz&nbsp;26; in BFHE 263, 71, Rz&nbsp;23&nbsp;f.; vom 14.02.2019&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;22\/17, BFHE 264, 83, BStBl II 2019, 350, Rz&nbsp;27, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall ist die Vorinstanz hinsichtlich der Handels&uuml;blichkeit der verwendeten Bezeichnungen bereits von nicht tragf&auml;higen Pr&auml;missen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen nimmt das FG auf &quot;Ermittlungen&quot; des Hessischen FG im Urteil vom 23.06.2015&nbsp;&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;1826\/12 (juris) zur Handels&uuml;blichkeit von Bezeichnungen im Einzelhandel Bezug und h&auml;lt diese auf Gro&szlig;h&auml;ndler f&uuml;r &uuml;bertragbar, da auch deren Waren mittelbar &uuml;ber weitere H&auml;ndler in den Einzelhandel gelangen w&uuml;rden. Allerdings ist bereits der Schluss aus den Bed&uuml;rfnissen des Einzelhandels darauf, was im Gro&szlig;handel &uuml;blich sei, bei der Feststellung der tats&auml;chlich im Gro&szlig;handel allgemein gebr&auml;uchlichen Bezeichnungen nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen geht es f&auml;lschlicherweise davon aus, dass nicht nach verschiedenen Verkehrskreisen &#8211;n&auml;mlich dem Handel mit Waren im mittleren und oberen Preissegment einerseits und dem Handel mit Waren im Niedrigpreissegment andererseits&#8211; zu differenzieren sei. Vielmehr ist die Handels&uuml;blichkeit einer Bezeichnung immer von den Umst&auml;nden des Einzelfalles, wie etwa der jeweiligen Handelsstufe, Art und Inhalt des Gesch&auml;ftes und insbesondere dem Wert der einzelnen Waren, abh&auml;ngig (vgl. &Ouml;VwGH, Erkenntnis vom 23.02.2005&nbsp;&#8211; 2001\/14\/0002). Insofern fehlt auch eine nachvollziehbare Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Annahme, Feststellungen bez&uuml;glich der Handels&uuml;blichkeit von Bezeichnungen im Textilgro&szlig;handel w&uuml;rden auf den Handel mit Modeschmuck, Uhren und Accessoires unmittelbar &uuml;bertragbar sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich hat das FG in keiner Weise dargelegt, aufgrund welcher Tatsachenermittlungen es zu dem Ergebnis kommt, dass die Bezeichnung im gegebenen Zusammenhang nicht als handels&uuml;blich angesehen werden kann. So fehlen Feststellungen dazu, welche Bezeichnungen und Mengenangaben statt den von den Lieferanten verwendeten handels&uuml;blich seien, wie die Gesch&auml;fte auf der Handelsstufe der Kl&auml;gerin abgewickelt werden und welche konkretere Beschreibungen allgemein gebr&auml;uchlich seien (vgl. &Ouml;VwGH, Erkenntnis vom 23.02.2005 &#8211; 2001\/14\/0002; Ruppe\/Achatz, Kommentar zum &ouml;sterreichischen Umsatzsteuergesetz, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit fehlt es im Streitfall an einer tragf&auml;higen Tatsachengrundlage f&uuml;r eine Sachverhaltsw&uuml;rdigung. Hierin liegt ein materiell-rechtlicher Fehler, der zur Aufhebung des Urteils f&uuml;hrt (vgl. z.B. allgemein BFH-Urteile vom 25.09.2014&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;10\/14, BFHE 247, 239, BStBl II 2015, 655, Rz&nbsp;28; vom 25.10.2016&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;54\/14, BFHE 256, 66, BStBl II 2017, 1216, Rz&nbsp;10, jeweils m.w.N.; vom 08.02.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;55\/14, BFH\/NV 2017, 1588, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist nicht spruchreif. Es kann aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG nicht darauf geschlossen werden, dass die in den streitgegenst&auml;ndlichen Rechnungen verwendete Angabe der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde unter Ber&uuml;cksichtigung von Handelsstufe, Art und Inhalt des Gesch&auml;ftes und dem Wert der einzelnen Waren nicht handels&uuml;blich ist und damit den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG gen&uuml;gt. Das FG wird somit im zweiten Rechtsgang die erforderlichen Ermittlungen zur handels&uuml;blichen Bezeichnung der gelieferten Gegenst&auml;nde &#8211;m&ouml;glicherweise unter Zuhilfenahme eines Sachverst&auml;ndigen&#8211; vorzunehmen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.7.2019, XI R 2\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.100719.XIR2.18.0 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 10.07.2019 XI R 28\/18 &#8211; Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug &#8211; handels&uuml;bliche Bezeichnung Leits&auml;tze Parallelentscheidung zu XI R 28\/18: 1. NV: Zur Frage, welchen Anforderungen Rechnungsangaben zur Bezeichnung der Menge und der Art der gelieferten Gegenst&auml;nde i.S. des Art. 226 Nr. 6 MwStSystRL gen&uuml;gen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-2-18-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-10072019-xi-r-28-18-rechnungsangaben-beim-vorsteuerabzug-handelsuebliche-bezeichnung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;2\/18 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 10.07.2019 XI R 28\/18 &#8211; Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug &#8211; handels&uuml;bliche Bezeichnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71634","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71634"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71634\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}