{"id":71642,"date":"2020-01-10T20:08:42","date_gmt":"2020-01-10T18:08:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71642"},"modified":"2020-01-10T20:08:42","modified_gmt":"2020-01-10T18:08:42","slug":"ix-b-41-19-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-fortbildung-des-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-41-19-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-fortbildung-des-rechts\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;41\/19 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung, Fortbildung des Rechts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.9.2019, IX B 41\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.120919.IXB41.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung, Fortbildung des Rechts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die Rechtsfrage, ob Schuldzinsen f&uuml;r ein zur Anschaffung eines Mietobjekts aufgenommenes Darlehen als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abzugsf&auml;hig sind, wenn bei der sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung des Mietobjekts der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s verzinslich gestundet wird, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Sie ist bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 15.02.2019 &#8211; 8 K 3298\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision ist weder wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;, dazu unter 1.) noch zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO, dazu unter 2.) geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Rechtssache kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Die Rechtsfrage muss kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (Gr&auml;ber\/ Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;100, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt es an der erforderlichen Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, soweit der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) die Rechtsfrage aufwirft, ob Schuldzinsen f&uuml;r ein zur Anschaffung eines Mietobjekts aufgenommenes Darlehen als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abzugsf&auml;hig sind, wenn bei der sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung des Mietobjekts (&#8230;) ein Teil des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses gegen monatliche Ratenzahlung verzinslich gestundet wird. Diese Rechtsfrage ist bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt und so zu beantworten, wie es die Vorinstanz getan hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des Senats entf&auml;llt ein einmal begr&uuml;ndeter und zwischenzeitlich auch nicht aus anderen Gr&uuml;nden weggefallener wirtschaftlicher Veranlassungszusammenhang eines Darlehens mit Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht allein deshalb, weil die mit den Darlehensmitteln angeschaffte Immobilie ver&auml;u&szlig;ert wird. Vielmehr setzt sich der urspr&uuml;ngliche Veranlassungszusammenhang zwischen dem Darlehen und den Eink&uuml;nften aus der Vermietung &#8211;unabh&auml;ngig von der Ver&auml;u&szlig;erung und mithin auch unabh&auml;ngig von der Frage ihrer Steuerbarkeit&#8211; am Ver&auml;u&szlig;erungspreis fort (sog. Surrogationsbetrachtung). Daher sind nachtr&auml;gliche Schuldzinsen, die auf ein solches Darlehen entfallen, grunds&auml;tzlich auch nach einer Ver&auml;u&szlig;erung der Immobilie weiter als (nachtr&auml;gliche) Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen, wenn und soweit die Verbindlichkeiten durch den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s nicht getilgt werden k&ouml;nnen (sog. Grundsatz des Vorrangs der Schuldentilgung). F&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung nachtr&auml;glicher Schuldzinsen bei den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ist daher ma&szlig;geblich, was mit dem Ver&auml;u&szlig;erungspreis geschieht: Schafft der Steuerpflichtige damit eine neue Einkunftsquelle &#8211;etwa ein zur Vermietung bestimmtes Immobilienobjekt&#8211; an, besteht der Zusammenhang (ggf. anteilig in H&ouml;he des verwendeten Erl&ouml;ses) am neuen Objekt fort. Wird dagegen kein neues Objekt und auch keine anderweitige Einkunftsquelle angeschafft, kommt es darauf an, ob der Verkaufserl&ouml;s ausreicht, um das Darlehen abzul&ouml;sen. Ist dies der Fall, endet der wirtschaftliche Zusammenhang i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG mit der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob der Steuerpflichtige &#8211;worin er frei ist&#8211; tats&auml;chlich das Darlehen abl&ouml;st, oder ob er den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s anderweitig (privat) verwendet und das Darlehen bestehen l&auml;sst. Denn im letztgenannten Fall wird der grunds&auml;tzlich fortbestehende Veranlassungszusammenhang von einer privat motivierten Entscheidung &#8211;der Nichtabl&ouml;sung des Darlehens oder der anderweitigen Verwendung des Verkaufserl&ouml;ses&#8211; ersetzt. Ver&auml;u&szlig;ert der Steuerpflichtige demgegen&uuml;ber die vermietete Immobilie, reicht der Verkaufserl&ouml;s aber nicht aus, um ein hierf&uuml;r aufgenommenes Darlehen abzul&ouml;sen, bleibt der nicht abl&ouml;sbare Teil des (fortgef&uuml;hrten) Anschaffungsdarlehens im Zusammenhang mit den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.06.2012&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;67\/10, BFHE 237, 368, BStBl&nbsp;II 2013, 275, Rz&nbsp;22, 24; vom 11.02.2014&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 245, 131, BStBl&nbsp;II 2015, 633, Rz 14; vom 08.04.2014&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;45\/13, BFHE 244, 442, BStBl&nbsp;II 2015, 635, Rz&nbsp;14&nbsp;ff.; vom 06.12.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;4\/17, BFHE 260, 155, BStBl&nbsp;II 2018, 268, Rz&nbsp;22&nbsp;ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall ist das Finanzgericht (FG) im Wege der gebotenen Surrogationsbetrachtung zutreffend davon ausgegangen, dass der wirtschaftliche Zusammenhang des Hypothekendarlehens (Restvaluta im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung: 221.723,62&nbsp;EUR) mit den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zun&auml;chst an dem (die Restvaluta &uuml;bersteigenden) Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s (Gesamtkaufpreis: 320.000&nbsp;EUR) und sodann an der Forderung auf verzinsliche Kaufpreisraten (insgesamt 260.000&nbsp;EUR) fortbestanden hat. Denn damit hat der Kl&auml;ger eine anderweitige, steuerrechtlich bedeutsame Erwerbsgrundlage geschaffen, mit der er Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) erzielt (sog. Umwidmung; vgl. BFH-Urteil vom 01.10.1996&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;68\/94, BFHE 182, 312, BStBl&nbsp;II 1997, 454, zur Verwendung des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses f&uuml;r eine Festgeldanlage; vom 08.04.2003&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;36\/00, BFHE 202, 280, BStBl&nbsp;II 2003, 706, zur teilweisen Verwendung des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses zur Anschaffung einer neuen Immobilie; vom 17.08.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;23\/03, BFHE 211, 143, BStBl&nbsp;II 2006, 248, zur Surrogation eines Darlehens zur Finanzierung einer Rente, wenn die Rentenbetr&auml;ge wiederum einkunftsrelevant verwendet werden; s. auch Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;380). Dieser (neue) Veranlassungszusammenhang mit den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen &quot;&uuml;berlagert&quot; (s. Bl&uuml;mich\/Schallmoser, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;276, 295) den Zusammenhang des Darlehens mit den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem kann der Kl&auml;ger nicht mit Erfolg entgegenhalten, dass er wirtschaftlich zu einer Ver&auml;u&szlig;erung gegen Ratenzahlungsvereinbarung (mit festgeschriebenem Zinssatz) gezwungen gewesen sei. Denn Wirtschaftlichkeitserw&auml;gungen sind in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung (Bl&uuml;mich\/Schallmoser, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;295; derselbe in Spiegelberger\/Schallmoser, Immobilien im Zivil- und Steuerrecht, 3.&nbsp;Aufl.&nbsp;2018, Rz&nbsp;1.539). Auch in dem Abschluss der Ratenzahlungsvereinbarung ist eine neue Anlageentscheidung des Kl&auml;gers zu sehen. Es oblag seiner freien Entscheidung, ob er das Grundst&uuml;ck zu den vereinbarten Konditionen &#8211;und damit unter teilweiser Stundung des Kaufpreises&#8211; verkaufen wollte oder eben nicht (s. zu einem vergleichbaren Fall FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 10.07.2018&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1911\/17, Entscheidungen der Finanzgerichte 2018, 1541). Ob der Kl&auml;ger den erl&ouml;sten Kaufpreis f&uuml;r eine kurzfristige Festgeldanlage bei einer Bank verwendet (Senatsurteil in BFHE 182, 312, BStBl&nbsp;II 1997, 454) oder aber dem K&auml;ufer verzinslich stundet, macht &#8211;entgegen der Einsch&auml;tzung des Kl&auml;gers&#8211; wertungsm&auml;&szlig;ig keinen Unterschied.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit der Kl&auml;ger die weitere Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam h&auml;lt, ob Schuldzinsen f&uuml;r ein zur Anschaffung eines Mietobjekts aufgenommenes Darlehen als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abzugsf&auml;hig sind, wenn bei der sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung des Mietobjekts ein Teil des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses zinslos f&uuml;r ein Jahr (&#8230;) gestundet wird, fehlt es an der erforderlichen Kl&auml;rungsf&auml;higkeit der Rechtsfrage im Revisionsverfahren. Da bereits der verzinslich gestundete Teil des Kaufpreises (260.000&nbsp;EUR) die Restvaluta des Hypothekendarlehens (221.723,62&nbsp;EUR) &uuml;berstiegen hat, kommt es auf die Verwendung des zinslos gestundeten Kaufpreisteilbetrags von 30.000&nbsp;EUR nicht mehr an. Die Rechtsfrage ist f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits nicht erheblich (vgl. Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;150, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Des Weiteren bedarf es auch keiner Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn davon auszugehen ist, dass im Einzelfall Veranlassung besteht, Grunds&auml;tze und Leitlinien f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.06.2014&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1584, Rz&nbsp;35, und vom 24.07.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;25\/17, BFH\/NV 2017, 1591, Rz&nbsp;25). Dieser Zulassungsgrund setzt eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage voraus (BFH-Beschluss vom 13.11.2012&nbsp;&#8211; II&nbsp;B&nbsp;123\/11, BFH\/NV 2013, 255, Rz&nbsp;2, m.w.N.). Es gelten die zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung entwickelten Anforderungen entsprechend (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 03.02.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;53\/15, BFH\/NV 2016, 954, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch insofern fehlt es wiederum an der erforderlichen Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit bzw. Kl&auml;rungsf&auml;higkeit der Rechtsfrage (s.o.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiter gehenden Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.9.2019, IX B 41\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.120919.IXB41.19.0 Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung, Fortbildung des Rechts Leits&auml;tze NV: Die Rechtsfrage, ob Schuldzinsen f&uuml;r ein zur Anschaffung eines Mietobjekts aufgenommenes Darlehen als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abzugsf&auml;hig sind, wenn bei der sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung des Mietobjekts der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s verzinslich gestundet wird, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. 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