{"id":71664,"date":"2020-01-10T20:07:42","date_gmt":"2020-01-10T18:07:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71664"},"modified":"2020-01-10T20:07:42","modified_gmt":"2020-01-10T18:07:42","slug":"viii-s-37-18-entnahmen-aus-dem-gesamthandsvermoegen-durch-einen-ungetreuen-mitunternehmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-s-37-18-entnahmen-aus-dem-gesamthandsvermoegen-durch-einen-ungetreuen-mitunternehmer\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;S&nbsp;37\/18 &#8211; Entnahmen aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen durch einen ungetreuen Mitunternehmer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.11.2019, VIII S 37\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:BA.131119.VIIIS37.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Entnahmen aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen durch einen ungetreuen Mitunternehmer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Unberechtigte Entnahmen eines Mitunternehmers aus dem bereits vorhandenen oder realisierten Gesellschaftsverm&ouml;gen f&uuml;hren wie Veruntreuungen durch einen Nichtgesellschafter bei der Mitunternehmerschaft zu einer Betriebsausgabe. Bei einer Personengesellschaft, die ihren Gewinn nach &sect; 4 Abs. 3 EStG durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung ermittelt, kommt die (korrespondierende) Aktivierung eines durch unberechtigte Entnahmen des ungetreuen Gesellschafters entstandenen Ersatzanspruchs nicht in Betracht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Vollziehung der f&uuml;r den Antragsteller in den Gewinnfeststellungsbescheiden f&uuml;r 2000 bis 2006 vom 07.02.2014 festgestellten Gewinnanteile wird ausgesetzt, soweit die in den Bescheiden festgestellten Betr&auml;ge die nach Ma&szlig;gabe der Gr&uuml;nde zutreffenden Gewinnanteile des Antragstellers &uuml;bersteigen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Vollziehung wird ohne Sicherheitsleistung mit Wirkung vom 26.04.2018 bis einen Monat nach Zustellung der Entscheidung &uuml;ber die Revision, bei Erledigung durch Erlass eines &Auml;nderungsbescheids bis einen Monat nach Bekanntgabe des &Auml;nderungsbescheids, sp&auml;testens jedoch bis einen Monat nach Eingang einer R&uuml;cknahmeerkl&auml;rung des Antragstellers ausgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Verfahrens hat der Antragsgegner zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die Zurechnung von Gewinnanteilen, die der Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Antragsteller (Antragsteller) als Gesellschafter der ehemaligen GbR nach einer Steuerfahndungspr&uuml;fung im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2006 zugerechnet erhalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Antragsteller in der Steuerberatungspraxis des ehemaligen Mitgesellschafters R als Arbeitnehmer und freier Mitarbeiter t&auml;tig gewesen war, gr&uuml;ndete er mit diesem die GbR. Die Gewinnermittlung der GbR erfolgte f&uuml;r alle Streitjahre im Wege der Einnahme-&Uuml;berschussrechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GbR wurde zum 28.02. des Streitjahres 2006 durch den Antragsteller im Streit mit R gek&uuml;ndigt und auf zwei Einzelpraxen aufgeteilt. Im Zuge der Trennung kam es zu Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Antragsteller und R &uuml;ber die Gewinnverteilung und die wechselseitigen Auseinandersetzungsanspr&uuml;che. Diese Streitigkeiten sind Gegenstand eines noch nicht abgeschlossenen zivilrechtlichen Verfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller erstattete am 28.08.2007 eine Selbstanzeige wegen der aus der GbR f&uuml;r ihn festgestellten Eink&uuml;nfte der Streitjahre. Gleiches tat R am 23.10.2007. Daraufhin f&uuml;hrte das Finanzamt f&uuml;r Steuerstrafsachen und Steuerfahndung (Steufa) bei der GbR eine Fahndungspr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2005 durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im abschlie&szlig;enden Bericht der Steufa vom 18.02.2010 wurden diverse Feststellungen zur H&ouml;he bislang nicht erfasster Betriebseinnahmen der GbR und zu zu Unrecht geltend gemachten Betriebsausgaben im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR in den Streitjahren getroffen. Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;a des Berichts der Steufa wies Einnahmenerh&ouml;hungen f&uuml;r Honorare aus, die in Form von Scheckeinl&ouml;sungen, Lastschrifteing&auml;ngen und Gutschriften auf Privatkonten des R vereinnahmt wurden. Ferner hatten Angestellte der GbR und R Honorareinnahmen in bar von Mandanten erhalten, die nicht als Betriebseinnahmen der GbR verbucht und zum Teil f&uuml;r Schwarzlohnzahlungen und eine sog. &quot;Kriegskasse&quot; der GbR verwendet wurden. R hatte Teile dieser Betr&auml;ge an sich genommen und f&uuml;r sich verwendet (Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;b des Steuerfahndungsberichts). Au&szlig;erdem hatte R der GbR zustehende Honoraranspr&uuml;che nicht abgerechnet, sondern mit Leistungen von Mandanten (z.B. Handwerkerleistungen und eines gastronomischen Betriebs) verrechnet, die er privat erhalten hatte, oder die Leistungen der GbR gegen&uuml;ber diesen Mandanten verbilligt abgerechnet (Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;c des Steuerfahndungsberichts). Unter Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;d wies der Bericht weitere falsch verbuchte Erl&ouml;se der GbR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steufa ordnete s&auml;mtliche Mehrgewinne aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung als laufende Betriebseinnahmen im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR ein und verteilte diese nach Zuweisung fester Vorabgewinne zu 40&nbsp;% auf den Antragsteller und zu 60&nbsp;% auf R.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellungsbescheide der GbR f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2005 wurden vom Beklagten, Revisionsbeklagten und Antragsgegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Anschluss an die Steuerfahndungspr&uuml;fung am 12.07.2010 entsprechend ge&auml;ndert. Das FA st&uuml;tzte die &Auml;nderung der Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2004 auf &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO); die &Auml;nderung f&uuml;r das Streitjahr 2005 auf &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2006 erging am 02.09.2008 ein gesonderter und einheitlicher Gewinnfeststellungsbescheid, der w&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Einspruchsverfahrens und aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung mehrfach, zuletzt durch Bescheid vom 08.11.2011 ge&auml;ndert wurde. In diesem Bescheid wurde ein laufender Gesamthandsgewinn der GbR in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festgestellt, von dem auf R ein Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und auf den Antragsteller in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR entfiel. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung wurde aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren wurde zwischen dem Antragsteller, der Beigeladenen (der Witwe und Erbin des verstorbenen R) und dem f&uuml;r die GbR zust&auml;ndigen Betriebsfinanzamt am 19.12.2013 eine tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung geschlossen. Die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung erstreckte sich nach den Ausf&uuml;hrungen unter Teil B.1. und B.2. auf die H&ouml;he der Ums&auml;tze und Einnahmen sowie der Betriebsausgaben\/Vorsteuerbetr&auml;ge der GbR. Ausdr&uuml;cklich ausgenommen wurden s&auml;mtliche Fragen zu den Umst&auml;nden der Gewinnverteilung und der Zurechnung des Gewinns der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; nach der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung noch w&auml;hrend des Einspruchsverfahrens am 07.02.2014 ge&auml;nderte Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre, in denen es die Ergebnisse der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung umsetzte. Das FA f&uuml;hrte in der Einspruchsentscheidung vom 13.02.2014 erg&auml;nzend aus, die Eink&uuml;nfte der GbR seien auf der ersten Stufe dem Antragsteller und R unter Ber&uuml;cksichtigung der unstreitigen Vorabgewinne zuzuweisen. Der Restgewinn sei zu 40&nbsp;% auf den Antragsteller und zu 60&nbsp;% auf R zu verteilen. Die Zurechnung s&auml;mtlicher Mehrgewinne der Au&szlig;enpr&uuml;fung bei R komme nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Klageerhebung beantragte der Antragsteller beim FA die Aussetzung der Vollziehung (AdV) der f&uuml;r sich festgestellten Gewinnanteile der Streitjahre und machte geltend, die aus den Ergebnissen der Steuerfahndung resultierenden Mehrergebnisse seien ausschlie&szlig;lich dem R als Eink&uuml;nfte zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA gew&auml;hrte mit Verf&uuml;gung vom 01.04.2014 teilweise AdV f&uuml;r den Zeitraum vom 17.03.2014 (der Anh&auml;ngigkeit der Klage) bis einen Monat nach Bekanntgabe der Entscheidung &uuml;ber die Klage oder bis einen Monat nach einer anderweitigen Erledigung des Klageverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragte daraufhin beim Finanzgericht (FG) f&uuml;r die Dauer des Klageverfahrens die AdV der vom FA nicht ausgesetzten Betr&auml;ge. Diesen Antrag wies das FG mit Beschluss vom 12.09.2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Es lie&szlig; die Beschwerde gegen den Beschluss nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens beim FG erreichten die Beteiligten dahingehend &Uuml;bereinstimmung, dass die f&uuml;r R und den Antragsteller f&uuml;r die einzelnen Streitjahre angesetzten Vorabgewinnbetr&auml;ge zutreffend seien und auf den verbleibenden Restgewinn ein allgemeiner Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel von 60&nbsp;% f&uuml;r R und 40&nbsp;% f&uuml;r den Antragsteller ma&szlig;geblich sei. Gegenstand des Rechtsstreits war inhaltlich danach nur noch, ob die in Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;a und Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;b des Steuerfahndungsberichts festgestellten Mehrgewinne, die R vereinnahmt hatte, als laufende Gesamthandsgewinne der GbR zu behandeln oder unter Minderung der laufenden Gesamthandsgewinne der GbR ausschlie&szlig;lich dem R als Sonderbetriebseinnahmen zuzurechnen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2018, 1176 im Einzelnen mitgeteilten Gr&uuml;nden teilweise statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hielt die angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheide teilweise f&uuml;r rechtswidrig. Die Lastschrifteinz&uuml;ge und Gutschriften von Honoraren auf Privatkonten des R (Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;a des Fahndungsberichts) sowie die von Mandanten zugunsten des privaten Verm&ouml;gensbereichs des R erbrachten Leistungen, f&uuml;r die Steuerberatungsleistungen der GbR gar nicht oder verbilligt abgerechnet worden seien (Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;c des Fahndungsberichts) seien unter Minderung des laufenden Gesamthandsgewinns der GbR als Sonderbetriebseinnahmen des R zu behandeln. R habe diese Gelder und Vorteile ohne Kenntnis und Zustimmung des Antragstellers &quot;am Gesamthandsverm&ouml;gen vorbei&quot; vereinnahmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der nicht als Einnahmen der GbR verbuchten Honorare, die Angestellte oder R in bar oder in Form von Schecks entgegengenommen h&auml;tten, komme eine Einordnung als Sonderbetriebseinnahmen des R hingegen nicht in Betracht. R und die Angestellten h&auml;tten diese Honorare f&uuml;r die GbR eingenommen. Es handele sich damit um Betriebseinnahmen, die der GbR zugeflossen seien. Soweit R Schecks auf privaten Konten eingel&ouml;st und Bargeld f&uuml;r private Zwecke aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen entnommen habe, l&auml;gen unberechtigte Entnahmen vor. Diese k&ouml;nnten in den Streitjahren nicht als Betriebsausgaben auf Ebene der GbR abgezogen werden. Es sei nach den Grunds&auml;tzen des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 16.10.2008&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;98\/06 (BFHE 223, 149, BStBl&nbsp;II 2009, 272) von einer darlehensweisen &Uuml;berlassung dieser Mittel an R auszugehen. Erst ein Ausfall der Darlehensforderung der GbR k&ouml;nne zu einer Betriebsausgabe der GbR f&uuml;hren. Ein solcher Ausfall der Darlehensforderung sei in den Streitjahren jedoch nicht eingetreten. Zudem st&uuml;nden der Ber&uuml;cksichtigung weiterer Betriebsausgaben der GbR auch die Bindungswirkung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung zur H&ouml;he des Gesamtgewinns der GbR und der Umstand entgegen, dass nur die Gewinnverteilung Gegenstand des Rechtsstreits gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an die Zustellung des FG-Urteils und die Revisionseinlegung beim BFH beantragte der Antragsteller beim FA erneut die AdV der Feststellung seiner Gewinnanteile f&uuml;r die Dauer des Revisionsverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entsprach das FA entsprechend dem Ergebnis des FG-Urteils nur zum Teil. Es setzte die Vollziehung der festgestellten Gewinnanteile des Antragstellers f&uuml;r die Streitjahre 2001 bis 2006 mit Wirkung vom 26.04.2018 bis einen Monat nach Zustellung der Entscheidung &uuml;ber die Revision, bei Erledigung durch Erlass eines &Auml;nderungsbescheids bis einen Monat nach Bekanntgabe des &Auml;nderungsbescheids, sp&auml;testens jedoch bis einen Monat nach Eingang einer R&uuml;cknahmeerkl&auml;rung des Antragstellers ohne Sicherheitsleistung teilweise aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"8\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"8\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\"><strong>Gewinnanteile des Antragstellers nach der Aussetzung des FA vom 15.10.2018<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2000<\/strong><br \/><strong>DM<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2001<\/strong><br \/><strong>DM<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2002<\/strong><br \/><strong>EUR<\/strong>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2003<\/strong><br \/><strong>EUR<\/strong>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2004<\/strong><br \/><strong>EUR<\/strong>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2005<\/strong><br \/><strong>EUR<\/strong>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\"><strong>2006<\/strong><br \/><strong>EUR<\/strong>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gesamthandsgewinn nach tats&auml;chlicher Verst&auml;ndigung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gesamthandsgewinn f&uuml;r die AdV laut FA<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewinnanteil des Antragstellers nach tats&auml;chlicher Verst&auml;ndigung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewinnanteil des Antragstellers laut AdV des FA vom 15.10.2018<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Vom FA ausgesetzt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;966&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;8.549&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;14.959&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;12.558&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;9.362&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.815&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragte mit Schreiben vom 20.11.2018 beim BFH daraufhin eine weiter gehende AdV. Zur Begr&uuml;ndung bezieht er sich auf seine Begr&uuml;ndung der Revision im anh&auml;ngigen Verfahren VIII&nbsp;R&nbsp;21\/18. Er r&uuml;gt ausschlie&szlig;lich die Verletzung materiellen Bundesrechts durch das FG. Dieses habe zu Unrecht nicht s&auml;mtliche in Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;a und Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;b des Fahndungsberichts aufgedeckten Mehrgewinne unter Minderung des laufenden Gewinns dem R als Sonderbetriebseinnahmen zugerechnet. Er m&uuml;sse Gewinne aufgrund der von R privat verwendeten Betr&auml;ge versteuern, ohne diese jemals erhalten zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht verneine das FG ferner, dass die unberechtigten Entnahmen des R zu einem Betriebsausgabenabzug der GbR in den Streitjahren f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vollziehung der Feststellungsbescheide vom 07.02.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 13.02.2014 f&uuml;r die Dauer des Revisionsverfahrens &uuml;ber die vom FA mit Verf&uuml;gung vom 15.10.2018 bewilligte AdV hinaus auch auszusetzen, soweit ihm folgende weitere Gewinnanteile zugewiesen worden seien, statt sie dem Mitgesellschafter R als Sonderbetriebseinnahmen zuzuweisen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zus&auml;tzlich auszusetzender Betrag des Gewinnanteils des Antragstellers<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2000<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.906,40&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2001<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">33.932,12&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2002<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">13.061,61 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2003<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">14.470,78 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2004<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">17.284,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">12.381,92 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2006<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">976,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>den Antrag zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe den Streitfall zutreffend zwischen den endg&uuml;ltig bei R verbliebenen Honorareinnahmen und Leistungen und den zun&auml;chst in das Gesamthandsverm&ouml;gen gelangten, nicht bei der GbR gebuchten Honorarzahlungen unterschieden. Es habe zu Letzteren festgestellt, dass ein erheblicher Teil dieser Betr&auml;ge nicht direkt von R vereinnahmt, sondern von Angestellten abgeholt oder an diese &uuml;bergeben worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antrag des Antragstellers ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der BFH ist mit Anh&auml;ngigkeit des Revisionsverfahrens VIII&nbsp;R&nbsp;21\/18 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum zust&auml;ndigen Gericht der Hauptsache geworden (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 29.09.1994&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;S&nbsp;5\/94, BFH\/NV 1995, 537).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat versteht den Antrag des Antragstellers in der Weise, dass er die AdV f&uuml;r den Zeitraum seit Ergehen des FG-Urteils bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens begehrt, soweit das FA die Aussetzung nicht gew&auml;hrt hat. Dieser Antrag ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Er stellt f&uuml;r den hier ausschlie&szlig;lich zu betrachtenden Verfahrensabschnitt des Revisionsverfahrens einen erstmaligen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 FGO dar. Auch die Zugangsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;4 FGO sind erf&uuml;llt. Der Antragsteller hat beim FA die AdV f&uuml;r die Dauer des Revisionsverfahrens beantragt, was dieses abgelehnt hat, soweit das FG die Klage abgewiesen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die besonderen Zul&auml;ssigkeitsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;6 Satz 2 FGO sind im Streitfall nicht zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;6 Satz 2 FGO kann der Beteiligte die &Auml;nderung oder Aufhebung eines gerichtlichen AdV-Beschlusses lediglich wegen ver&auml;nderter oder im urspr&uuml;nglichen Verfahren ohne Verschulden nicht geltend gemachter Umst&auml;nde beantragen. Die Vorschrift gilt auch, wenn zun&auml;chst &uuml;ber einen AdV-Antrag vom FG entschieden worden ist und nunmehr ein Beteiligter beim BFH als Gericht der Hauptsache i.S. des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO erneut einen (Folge-)Antrag stellt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.10.1999&nbsp;&#8211; I&nbsp;S&nbsp;4\/99, BFHE 190, 34, BStBl&nbsp;II 2000, 86; vom 08.03.2013&nbsp;&#8211; III&nbsp;S&nbsp;2\/12, BFH\/NV 2013, 960; vom 13.05.2015&nbsp;&#8211; X&nbsp;S&nbsp;9\/15, BFH\/NV 2015, 1099). Sie dient dem Zweck, nicht allein wegen eines zwischenzeitlich eingetretenen Zust&auml;ndigkeitswechsels eine Rechtsschutzm&ouml;glichkeit zu er&ouml;ffnen, die das Gesetz gegen&uuml;ber dem erstinstanzlichen Gericht versagt, und soll auch verhindern, dass die Beschr&auml;nkung der Beschwerde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;3 FGO durch einen Folgeantrag beim BFH als zust&auml;ndig gewordenem Gericht der Hauptsache umgangen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG im Beschluss vom 12.09.2014 im Anschluss an die teilweise Gew&auml;hrung der AdV durch das FA f&uuml;r das Klageverfahren zwar eine weiter gehende AdV abgelehnt. Da aber das FA f&uuml;r diesen Verfahrensabschnitt die AdV in gr&ouml;&szlig;erem Umfang als nunmehr f&uuml;r das Revisionsverfahren gew&auml;hrt hatte, entschied das FG in diesem Beschluss nur &uuml;ber solche Mehrgewinne nach der Fahndungspr&uuml;fung und deren Verteilung, die dem Antragsteller aufgrund nicht mehr anzuerkennender Betriebsausgaben f&uuml;r den an die Ehefrau des Antragstellers gezahlten Arbeitslohn, f&uuml;r Aufwendungen der GbR f&uuml;r Leistungen in den privaten Verm&ouml;gensbereich des Antragstellers und f&uuml;r Mehrgewinne aufgrund der Korrektur von Fehlbuchungen entstanden waren. Die Behandlung und Zurechnung dieser Einnahmen war nach dem Verfahrensverlauf im Zeitpunkt der Entscheidung des FG &uuml;ber die Klage nicht mehr streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem nunmehr beim BFH gestellten Antrag ist deshalb kein &quot;wiederholender Folgeantrag&quot; des Antragstellers i.S. des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 FGO zu sehen. Der vom FG ablehnend beschiedene Aussetzungsantrag bezog sich zeitlich nur auf den Verfahrensabschnitt des Klageverfahrens. Ein unter &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;6 Satz 2 FGO fallender &quot;wiederholender Folgeantrag&quot; zu dem bereits durch das FG beschiedenen Antrag ist daher im vorliegenden Antrag des Antragstellers nicht zu sehen, weil nunmehr &uuml;ber die Gew&auml;hrung der AdV ausschlie&szlig;lich f&uuml;r den Verfahrensabschnitt des Revisionsverfahrens und unter Ber&uuml;cksichtigung der vom FA f&uuml;r diesen Verfahrensabschnitt mit Verf&uuml;gung vom 15.10.2018 teilweise gew&auml;hrten AdV zu entscheiden ist (vgl. BFH-Beschluss vom 05.07.2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;S&nbsp;11\/10, BFH\/NV 2011, 1894, Rz&nbsp;11). Auch in sachlicher Hinsicht hat sich der Senat mit Sachverhalten zu befassen, die nicht Gegenstand der ablehnenden FG-Entscheidung vom 12.09.2014 waren, weil das FA insoweit f&uuml;r die Dauer des Klageverfahrens von sich aus die Vollziehung ausgesetzt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es bestehen im Umfang der vom FA nicht ausgesetzten Betr&auml;ge ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheide der Streitjahre. Bei summarischer Betrachtung ist damit zu rechnen, dass der Senat der Revision des Antragstellers stattgeben und die angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO zugunsten des Antragstellers &auml;ndern wird. Soweit R dem Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR Mittel entzogen hat, liegen unberechtigte Entnahmen vor, die in den Streitjahren als weitere Betriebsausgaben der GbR abzugsf&auml;hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO kann das Gericht der Hauptsache die Vollziehung aussetzen, wenn &#8211;bei summarischer Pr&uuml;fung&#8211; ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Verwaltungsakts bestehen oder wenn die Vollziehung f&uuml;r den Betroffenen eine unbillige, nicht durch &uuml;berwiegende &ouml;ffentliche Interessen gebotene H&auml;rte zur Folge h&auml;tte. Ist der angegriffene Steuerbescheid &#8211;hier die angefochtenen Feststellungen der ge&auml;nderten Feststellungsbescheide der Streitjahre&#8211; Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens, bestehen ernstliche Zweifel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 FGO, wenn unter Ber&uuml;cksichtigung der eingeschr&auml;nkten Pr&uuml;fungsm&ouml;glichkeiten des Revisionsgerichts, insbesondere der Bindung an die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO, ernstlich mit der Aufhebung oder &Auml;nderung der angefochtenen Feststellungsbescheide gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO zu rechnen ist. Das bedeutet, dass auf die Erfolgsaussichten des Revisionsverfahrens, bei voraussichtlicher Zur&uuml;ckverweisung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO auf die Erfolgsaussichten des dann beim FG fortzusetzenden Klageverfahrens abzustellen ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.08.2000&nbsp;&#8211; I&nbsp;S&nbsp;5\/00, BFH\/NV 2001, 314, Rz&nbsp;11; vom 19.03.2014&nbsp;&#8211; III&nbsp;S&nbsp;22\/13, BFH\/NV 2014, 856, Rz&nbsp;17; Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;69 Rz&nbsp;182). Im Falle einer Zur&uuml;ckverweisung bestehen ernstliche Zweifel allerdings auch dann, wenn sich aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG nicht absehen l&auml;sst, ob die Klage letztlich Erfolg haben wird (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2001, 314, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH kann ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen enthalten, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die in dem n&auml;mlichen Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen. Solche selbst&auml;ndigen Regelungen (Feststellungen) sind insbesondere die Qualifikation der Eink&uuml;nfte, das Bestehen einer Mitunternehmerschaft und wer an ihr beteiligt ist, die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns sowie dessen Verteilung auf die Mitunternehmer und die H&ouml;he eines Sondergewinns bzw. einer Sonderverg&uuml;tung. Keine selbst&auml;ndige Feststellung ist hingegen der sich aus den einzelnen Feststellungen ergebende Gesamtgewinn, der lediglich eine Rechengr&ouml;&szlig;e darstellt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 01.03.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;38\/15, BFHE 260, 543, BStBl&nbsp;II 2018, 587, Rz&nbsp;24&nbsp;ff., m.w.N.; vom 17.04.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;12\/16, BFHE 264, 306, Rz&nbsp;19). Da eine Klage gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid mithin verschiedene Zielsetzungen haben kann, kommt der Bestimmung des Begehrens des Antragstellers im Sinne einer rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung besondere Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Streitfall versteht der Senat das Begehren des Antragstellers im Klage-, im Revisionsverfahren und im vorliegenden Verfahren dahingehend, dass er im Umfang der noch streitigen Mehrergebnisse nach der Fahndungspr&uuml;fung sowohl die Feststellung zur H&ouml;he des zu verteilenden laufenden Gesamthandsgewinns der GbR als auch die Feststellung zur Verteilung dieses Gewinns angefochten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Bestimmung des Begehrens des Antragstellers kommt einer rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung besondere Bedeutung zu. Welche Besteuerungsgrundlagen der Antragsteller mit seiner Klage angreift und damit zum Gegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens gemacht hat, ist durch Auslegung der Klageschrift oder der darin ausdr&uuml;cklich in Bezug genommenen Schriftst&uuml;cke zu ermitteln (BFH-Urteil in BFHE 264, 306, Rz&nbsp;23, m.w.N.). Da der Antragsteller w&auml;hrend des gesamten Einspruchs- und Klageverfahrens verlangt hat, s&auml;mtliche der noch streitigen Mehrergebnisse nicht als nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel zu verteilende Mehrgewinne, sondern als Sonderbetriebseinnahmen des R zu beurteilen oder diesem als besondere Vorabgewinne zuzuweisen, hat er neben der Feststellung zur Verteilung des laufenden Gewinns stets auch die Feststellung zur H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns der GbR angefochten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Von diesem Verst&auml;ndnis ist auch das FG trotz teilweise widerspr&uuml;chlicher Ausf&uuml;hrungen in der Vorentscheidung ausgegangen, da es entschieden hat, der festgestellte laufende Gesamthandsgewinn der GbR sei zu erm&auml;&szlig;igen und darin erfasste Betriebseinnahmen seien ausschlie&szlig;lich dem R als Sonderbetriebseinnahmen zuzurechnen. H&auml;tte das FG die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns der GbR als nicht angefochten und bestandskr&auml;ftig beurteilt, h&auml;tte es nur die Frage entscheiden k&ouml;nnen, ob auf Grundlage des bestandskr&auml;ftig festgestellten Gesamthandsgewinns innerhalb der Gewinnverteilung der GbR ein besonderer Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei summarischer Betrachtung ist es zwar nicht ernstlich zweifelhaft, dass diejenigen nicht verbuchten Barhonorare und Scheckzahlungen, die Angestellte der GbR oder R f&uuml;r die GbR vereinnahmt haben, bei der GbR als Betriebseinnahmen im laufenden Gesamthandsgewinn und nicht als Sonderbetriebseinnahmen des R zu beurteilen sind (s. unten aa). Es ist aber ernstlich zweifelhaft, der GbR in den Streitjahren den Betriebsausgabenabzug zu versagen, soweit R sich Betr&auml;ge aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR f&uuml;r private Zwecke angeeignet hat (s. unten bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei summarischer Pr&uuml;fung ist die tats&auml;chliche und rechtliche W&uuml;rdigung des FG unter Abschnitt&nbsp;II. der Vorentscheidung nicht zu beanstanden, Betr&auml;ge aus Scheckeinl&ouml;sungen auf dem Privatkonto des R im Streitjahr 2001 (66.522,23&nbsp;DM, vgl. Bl.&nbsp;5 des FG-Urteils) und Barhonoraren, die von R und den Angestellten der GbR entgegengenommen wurden (vgl. Tz&nbsp;22 Buchst.&nbsp;b des Fahndungsberichts und Bl.&nbsp;6 des FG-Urteils), seien Betriebseinnahmen der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das FG hat in der Vorentscheidung auf Grundlage des BFH-Urteils vom 14.12.2000&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;16\/00 (BFHE 194, 151, BStBl&nbsp;II 2001, 238) rechtlich zwischen den der GbR zugeflossenen, aber nicht bei dieser verbuchten Betriebseinnahmen und &quot;am Gesamthandsverm&ouml;gen&quot; vorbei vereinnahmten Betr&auml;gen unterschieden, die nur als Sonderbetriebseinnahmen des R zu qualifizieren seien. F&uuml;r diese beiden &quot;Einnahmenkategorien&quot; hat es in tats&auml;chlicher Hinsicht zwischen der Einl&ouml;sung von Verrechnungsschecks auf einem Privatkonto des R und den an die Angestellten oder R &uuml;bergebenen Barhonoraren einerseits und andererseits den per Lastschrift oder Gutschrift von vornherein auf private Konten des R geleiteten Betr&auml;gen unterschieden. Zahlungen, f&uuml;r die R (oder die Buchhalterin der GbR, die Zeugin L) gegen&uuml;ber den Mandanten f&uuml;r den Lastschrifteinzug oder zur Gutschrifterteilung ein pers&ouml;nliches Konto des R angegeben hatte, sah das FG als durch R &quot;in die eigene Tasche&quot; geleitete Einnahmen an, die der GbR zustanden, und beurteilte diese als Sonderbetriebseinnahmen des R. Zahlungen, die durch die Angestellten der GbR oder R in bar entgegengenommen wurden, um sie f&uuml;r verdeckte Lohnzahlungen oder die &quot;Kriegskasse&quot; zu verwenden sowie Schecks &uuml;ber Honorarforderungen der GbR, die von R auf einem Privatkonto eingel&ouml;st wurden, beurteilte das FG als dem Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR zugeflossene Betriebseinnahmen, die R sich anschlie&szlig;end teilweise angeeignet habe. Diese Tatsachenw&uuml;rdigung des FG zum Ablauf der einzelnen Zahlungseing&auml;nge ist nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffen worden. Sie ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO f&uuml;r den Senat auch im Revisionsverfahren bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Auf dieser tats&auml;chlichen Grundlage bestehen bei summarischer Betrachtung in rechtlicher Hinsicht keine ernstlichen Zweifel daran, dass es sich bei den per Scheck und den in bar entgegengenommenen Honoraren um der GbR zugeflossene Betriebseinnahmen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betriebseinnahmen und -ausgaben i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind wirtschaftlich endg&uuml;ltig vereinnahmte Geldzu- und -abg&auml;nge (BFH-Urteil vom 16.12.2014&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;19\/12, BFHE 249, 74, BStBl&nbsp;II 2015, 643, Rz&nbsp;21). Entscheidend ist danach im Streitfall, ob die GbR als ma&szlig;gebliches Eink&uuml;nfteerzielungssubjekt die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die jeweiligen Geldbetr&auml;ge endg&uuml;ltig erlangt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Barbetr&auml;ge gelangen in den Verf&uuml;gungsbereich der GbR, indem sie an Personen gezahlt werden, die f&uuml;r die GbR zur Entgegennahme der Zahlung berechtigt sind (vgl. BFH-Urteil vom 20.02.1964&nbsp;&#8211; IV&nbsp;4\/61&nbsp;U, BFHE 79, 267, BStBl&nbsp;III 1964, 329, Rz&nbsp;7). Soweit die Barhonorare von den Angestellten im Auftrag der GbR vereinnahmt wurden, ist dies unzweifelhaft der Fall (BFH-Urteil vom 06.05.1976&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;79\/73, BFHE 119, 156, BStBl&nbsp;II 1976, 560, unter 1.). Gleiches gilt f&uuml;r die von R entgegengenommenen Schecks und Barhonorare, die dem Zweck dienten, verdeckte Lohnzahlungen zu finanzieren, oder die sog. &quot;Kriegskasse&quot; der GbR bildeten. R war als organschaftlicher Vertreter der GbR zur Entgegennahme von Schecks und Barzahlungen f&uuml;r die GbR berechtigt, die hierdurch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;718 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs in das Gesellschaftsverm&ouml;gen gelangen (Palandt\/Sprau, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 78.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;718 Rz&nbsp;3). Ein innerer Vorbehalt des R, Betr&auml;ge und Schecks nicht f&uuml;r die GbR, sondern f&uuml;r sich selbst entgegennehmen zu wollen, ist bei der organschaftlichen Vertretung unerheblich (BFH-Urteil vom 29.03.2000&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;99\/95, BFH\/NV 2000, 1188, unter II.3.a) und stellt die Erlangung der Verf&uuml;gungsmacht der GbR &uuml;ber diese Betr&auml;ge nicht in Frage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einnahmen aufgrund der so in den Verf&uuml;gungsbereich der GbR gelangten Barzahlungen und Verrechnungsschecks sind der GbR auch i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 EStG zugeflossen. Ein Scheckbetrag flie&szlig;t nicht erst mit Einl&ouml;sung des Schecks, sondern bereits mit dessen Hingabe zu, wenn der sofortigen Vorlage des Schecks keine zivilrechtlichen Abreden entgegenstehen, und wenn davon ausgegangen werden kann, dass die bezogene Bank im Falle der sofortigen Vorlage des Schecks den Scheckbetrag auszahlen oder gutschreiben wird (BFH-Urteil vom 30.10.1980&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;97\/78, BFHE 132, 410, BStBl&nbsp;II 1981, 305, unter 1.). Danach besteht aufgrund der Feststellungen des FG kein Zweifel an einem Zufluss auch der Scheckbetr&auml;ge im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Zutreffend ist auch die W&uuml;rdigung des FG, die zun&auml;chst in das Gesamthandsverm&ouml;gen gelangten Gelder, die R sich danach verschafft hat, seien zu Betriebseinnahmen der GbR geworden und keine Sonderbetriebseinnahmen des R. Sonderbetriebseinnahmen des ungetreuen Gesellschafters sind nur anzunehmen, wenn die der Gesellschaft an sich zustehenden Einnahmen &#8211;anders als hier&#8211; unmittelbar und endg&uuml;ltig in den Verf&uuml;gungsbereich des ungetreuen Gesellschafters gelangen und nicht zun&auml;chst auf Ebene der Gesellschaft vereinnahmt werden (BFH-Urteil in BFHE 194, 151, BStBl&nbsp;II 2001, 238, unter 3.b und 3.c; Kempermann, Finanz-Rundschau 2001, 408 (409)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat hat jedoch ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheide, soweit R die auf privaten Konten eingel&ouml;sten Scheckbetr&auml;ge und Barbetr&auml;ge der GbR f&uuml;r sich verwendet hat. F&uuml;r diese von R veruntreuten oder unterschlagenen Betr&auml;ge sind in den Streitjahren bei summarischer Betrachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO weitere Betriebsausgaben der GbR zu ber&uuml;cksichtigen, was auch den Gewinnanteil des Antragstellers mindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) L&auml;sst ein Gesellschafter Betr&auml;ge aus dem Verm&ouml;gen der Personengesellschaft, die ihren Gewinn durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung ermittelt, auf sein privates Bankkonto &uuml;berweisen und verbleiben die Zahlungen in seinem Verm&ouml;gen, handelt es sich um eine unberechtigte &quot;Entnahme&quot; aus dem Verm&ouml;gen der Gesellschaft, sofern nicht alle Gesellschafter zugestimmt haben. Diese unberechtigte &quot;Entnahme&quot; f&uuml;hrt zu einer Betriebsausgabe der Gesellschaft; ein korrespondierender (gegenl&auml;ufiger) Ersatzanspruch der Gesellschaft gegen den ungetreuen Gesellschafter ist bei der Einnahme-&Uuml;berschussrechnung nicht zu aktivieren. Da der Gesellschaft unfreiwillig Gesellschaftsverm&ouml;gen entzogen wird, ist dieser Fall ebenso zu behandeln, wie wenn ein Nichtgesellschafter den entsprechenden Betrag zu Lasten der GbR veruntreut h&auml;tte (BFH-Urteil in BFHE 194, 151, BStBl&nbsp;II 2001, 238, unter 3.b und 3.c). Erst wenn der Sch&auml;diger den Ersatzanspruch erf&uuml;llt, entstehen f&uuml;r die GbR Betriebseinnahmen, die auf s&auml;mtliche Gesellschafter nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel zu verteilen oder bei Aufl&ouml;sung der GbR als nachtr&auml;gliche Eink&uuml;nfte der Gesellschafter zu erfassen sind. Nach diesem Ma&szlig;stab sind der GbR in H&ouml;he der durch R veruntreuten Betr&auml;ge Betriebsausgaben in den Streitjahren entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Sichtweise des FG, es handele sich bei den veruntreuten Betr&auml;gen um unberechtigte Entnahmen, die in den Streitjahren zu Darlehensr&uuml;ckzahlungsanspr&uuml;chen der GbR f&uuml;hrten und erst bei Ausfall dieser Anspr&uuml;che eine Gewinnminderung bei der GbR bewirken k&ouml;nnten, entspricht diesen Vorgaben nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von den gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG betrieblich veranlassten Aufwendungen einer Personengesellschaft sind Aufwendungen der Gesellschaft (oder des Gesellschafters) abzugrenzen, die ihre Veranlassung im Gesellschaftsverh&auml;ltnis (z.B. aufgrund der Gewinnverteilungsabrede oder einer anderweitigen Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern) haben. Aufwendungen der Personengesellschaft, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst sind, sind keine Betriebsausgaben (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;425; vgl. auch zu Sonderbetriebsausgaben und den Ver&auml;u&szlig;erungskosten des Gesellschafters gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG BFH-Urteile vom 19.07.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;14\/16, BFHE 262, 124; vom 07.03.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;18\/17, BFHE 263, 348, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV.&nbsp;Senat des BFH beurteilt in seinem Urteil in BFHE 194, 151, BStBl&nbsp;II 2001, 238, unter 3.b und 3.c auch die vom ungetreuen Gesellschafter aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft veruntreuten oder unterschlagenen Betr&auml;ge als Aufwendungen der Gesellschaft, die vollst&auml;ndig betrieblich und nicht durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst sind, weil es sich um &quot;wie von einem Nichtgesellschafter&quot; veruntreute Betr&auml;ge handelt. Auf dieser Grundlage handelt es sich bei den der GbR von R entzogenen Betr&auml;gen um in den Streitjahren abgeflossene Betriebsausgaben der GbR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG st&uuml;tzt seine abweichende Betrachtung auf das in diesem Kontext nicht einschl&auml;gige BFH-Urteil in BFHE 223, 149, BStBl&nbsp;II 2009, 272. Dieses Urteil behandelt Geldabfl&uuml;sse aus einer Personengesellschaft in Form ausgekehrter Liquidit&auml;ts&uuml;bersch&uuml;sse und Personensteuern an deren Gesellschafter, welche auf einem Gesellschafterbeschluss beruhten (vgl. Rz&nbsp;12 des BFH-Urteils in BFHE 223, 149, BStBl&nbsp;II 2009, 272). Der IV.&nbsp;Senat des BFH ging folglich bei der Entscheidung jenes Streitfalls davon aus, dass es sich um durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis bedingte Mittelabfl&uuml;sse (Entnahmen) aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen handelte und formulierte insoweit Grunds&auml;tze, wie solche nicht mit dem Gesellschaftsvertrag konformen &Uuml;berentnahmen von Gesellschafterkapitalkonten mit Eigenkapitalcharakter und von schuldrechtlichen Gesellschafterkapitalkonten (&quot;Darlehenskonten&quot;) zu behandeln sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Dem Betriebsausgabenabzug im Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR steht keine korrespondierende Gewinnerh&ouml;hung aufgrund der Aktivierung eines zivilrechtlichen Ersatzanspruchs der GbR gegen R gegen&uuml;ber. Denn mangels einer Gewinnermittlung der GbR durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich in den Streitjahren besteht f&uuml;r einen solchen Anspruch keine Aktivierungspflicht (BFH-Urteil in BFHE 223, 149, BStBl&nbsp;II 2009, 272, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit das FG meint, der Anerkennung weiterer Betriebsausgaben der GbR stehe die Bindungswirkung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung entgegen, kann der Senat dem nicht beipflichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat die Zul&auml;ssigkeit tats&auml;chlicher Verst&auml;ndigungen grunds&auml;tzlich anerkannt. Zweck der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung ist es, zu jedem Zeitpunkt des Besteuerungsverfahrens hinsichtlich bestimmter Sachverhalte, deren Kl&auml;rung schwierig, aber zur Festsetzung der Steuer notwendig ist, den m&ouml;glichst zutreffenden Besteuerungssachverhalt i.S. des &sect;&nbsp;88 AO einvernehmlich festzulegen. Vergleiche &uuml;ber Steueranspr&uuml;che sind demgegen&uuml;ber wegen der Grunds&auml;tze der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit und Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung nicht m&ouml;glich (vgl. BFH-Urteil vom 03.12.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;43\/13, BFH\/NV 2016, 742, Rz&nbsp;45).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach konnte im Streitfall die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung zwar f&uuml;r streitig gebliebene einzelne Sachverhalte aus der Steuerfahndungspr&uuml;fung geschlossen werden und entfaltet hinsichtlich der betragsm&auml;&szlig;igen Auswirkungen dieser einzelnen Sachverhalte eine Bindungswirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung konnte aber weder die Rechtsfrage sein, ob ein der H&ouml;he nach nunmehr unstreitiger Mehrgewinn aus einem einzelnen Sachverhalt als Betriebseinnahme dem laufenden Gesamthandsgewinn der GbR oder den Sonderbetriebseinnahmen des R zuzuordnen ist, noch die Rechtsfragen, in welcher H&ouml;he der laufende Gesamthandsgewinn der GbR festzustellen ist oder ob Mittelabfl&uuml;sse aus der GbR an R, die keine Sonderbetriebseinnahmen sind, Betriebsausgaben der GbR sein konnten. Auf die Formulierung des Vorbehalts in der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung kommt es insoweit nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch verfahrensrechtlich ist der Abzug der Betriebsausgaben bei der GbR aus den von R veruntreuten und unterschlagenen Betr&auml;gen m&ouml;glich. Die angefochtenen Gewinnfeststellungsbescheide der Streitjahre wurden hinsichtlich der Feststellung zur H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns der GbR zum Teil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO und zum Teil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO zu Lasten der Feststellungsbeteiligten ge&auml;ndert. Bei summarischer Betrachtung k&ouml;nnen im Umfang der dem laufenden Gesamthandsgewinn zugeordneten Mehrgewinne jedenfalls gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;4 AO bislang nicht erfasste Betriebsausgaben der GbR ber&uuml;cksichtigt werden. Die Vorschrift ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO auch im Rahmen von Gewinnfeststellungsbescheiden anzuwenden und erm&ouml;glicht in Bezug auf eine einzeln eigenst&auml;ndig festzustellende Besteuerungsgrundlage (hier: die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns der GbR) gegenl&auml;ufige Fehlerkorrekturen (vgl. von Groll in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;177 AO Rz&nbsp;71, 92; s.a. BFH-Urteil vom 22.04.2015&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;24\/13, BFH\/NV 2015, 1334, Rz&nbsp;16, 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Vollziehung der angefochtenen Bescheide kann, soweit die festgestellten Gewinnanteile die nachfolgend genannten Betr&auml;ge &uuml;bersteigen, nur hinsichtlich der den Antragsteller betreffenden Anteile am Gewinn oder Verlust der Gesellschaft ausgesetzt werden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.10.1980&nbsp;&#8211; I&nbsp;S&nbsp;1\/80, BFHE 131, 455, BStBl&nbsp;II 1981, 99; vom 03.03.1998&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;62\/97, BFHE 185, 131, BStBl&nbsp;II 1998, 401). Hieraus ergeben sich im Ergebnis folgende Auswirkungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Vollziehung wird ohne Sicherheitsleistung ausgesetzt. Anhaltspunkte f&uuml;r eine Gef&auml;hrdung oder Erschwerung der Vollstreckung bestehen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.11.2019, VIII S 37\/18ECLI:DE:BFH:2019:BA.131119.VIIIS37.18.0 Entnahmen aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen durch einen ungetreuen Mitunternehmer Leits&auml;tze NV: Unberechtigte Entnahmen eines Mitunternehmers aus dem bereits vorhandenen oder realisierten Gesellschaftsverm&ouml;gen f&uuml;hren wie Veruntreuungen durch einen Nichtgesellschafter bei der Mitunternehmerschaft zu einer Betriebsausgabe. Bei einer Personengesellschaft, die ihren Gewinn nach &sect; 4 Abs. 3 EStG durch Einnahme-&Uuml;berschussrechnung ermittelt, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-s-37-18-entnahmen-aus-dem-gesamthandsvermoegen-durch-einen-ungetreuen-mitunternehmer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;S&nbsp;37\/18 &#8211; Entnahmen aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen durch einen ungetreuen Mitunternehmer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71664","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71664"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71664\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}