{"id":71724,"date":"2020-01-18T17:16:58","date_gmt":"2020-01-18T15:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71724"},"modified":"2020-01-18T17:16:59","modified_gmt":"2020-01-18T15:16:59","slug":"x-b-40-19-pflicht-des-gerichts-zur-entgegennahme-von-unterlagen-die-ein-beteiligter-anbietet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-40-19-pflicht-des-gerichts-zur-entgegennahme-von-unterlagen-die-ein-beteiligter-anbietet\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;40\/19 &#8211; Pflicht des Gerichts zur Entgegennahme von Unterlagen, die ein Beteiligter anbietet"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.12.2019, X B 40\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.111219.XB40.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Pflicht des Gerichts zur Entgegennahme von Unterlagen, die ein Beteiligter anbietet<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Der Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs beinhaltet u.a., dass der Beteiligte eines gerichtlichen Verfahrens das Recht hat, sich vor dem Erlass der Entscheidung zu dem Sachverhalt zu &auml;u&szlig;ern, der der Entscheidung zugrunde gelegt wird. Daraus folgt zugleich, dass das Gericht derartige &Auml;u&szlig;erungen entgegennehmen muss.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Die Anforderungen des &sect; 79b Abs. 1 Satz 1 FGO sind erf&uuml;llt, wenn der Kl&auml;ger dem FG so viele sachverhaltsm&auml;&szlig;ige Erl&auml;uterungen gibt, dass das Gericht die Streitpunkte wenigstens in ihren Grundz&uuml;gen erkennen kann und so in die Lage versetzt wird, ggf. in einer zweiten Stufe der Klagekonkretisierung von der in &sect; 79b Abs. 2 FGO vorgesehenen M&ouml;glichkeit Gebrauch zu machen und zu &quot;bestimmten Vorg&auml;ngen&quot; n&auml;here Sachverhaltserl&auml;uterungen zu verlangen. Daraus ergibt sich, dass die Streitkomplexe bis zur Erkennbarkeit &quot;bestimmter Vorg&auml;nge&quot; erl&auml;utert werden m&uuml;ssen, um den Anforderungen des &sect; 79b Abs. 1 FGO zu gen&uuml;gen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Auch nach dem Ablauf einer wirksam gesetzten Ausschlussfrist berechtigt &sect; 79b Abs. 3 FGO das Gericht nicht dazu, versp&auml;tete vorgelegte Unterlagen nicht einmal entgegenzunehmen und sich dadurch selbst au&szlig;erstande zu setzen, sich die von &sect; 79b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO zwingend vorausgesetzte &Uuml;berzeugung von der Verz&ouml;gerung des Rechtsstreits &uuml;berhaupt erst bilden zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 08.01.2019 &#8211; 8 K 8169\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) war im Streitjahr 1999 Medizinstudent im Praktischen Jahr sowie Doktorand. Er wurde einzeln zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.12.2006 reichte er seine Einkommensteuererkl&auml;rung 1999 ein. Darin machte er einen Verlust aus einem gewerblichen Wertpapierhandel in H&ouml;he von insgesamt 537.405&nbsp;DM sowie &#8211;betragsm&auml;&szlig;ig aufgegliederte&#8211; vorweggenommene Werbungskosten zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 42.751&nbsp;DM geltend. Nachweise zu den erkl&auml;rten negativen Eink&uuml;nften sind in den &#8211;dem Senat vorliegenden&#8211; Einkommensteuerakten nicht enthalten. Diese Akten enthalten auch keine Hinweise darauf, dass der Kl&auml;ger Nachweise eingereicht haben k&ouml;nnte, die der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wieder zur&uuml;ckgesandt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem angefochtenen Bescheid vom 16.12.2011 stellte das FA den verbleibenden Verlustvortrag f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit auf 3.597&nbsp;DM fest. In einer Anlage zum Bescheid erl&auml;uterte es, welche Werbungskosten es anerkannt hatte. Zu den weiteren als Werbungskosten geltend gemachten Betr&auml;gen vertrat es die Auffassung, es handele sich um Kosten der privaten Lebensf&uuml;hrung. Den begehrten gewerblichen Verlust stellte das FA nicht fest. Hierzu verwies es darauf, dass der An- und Verkauf von Wertpapieren nicht unter &sect;&nbsp;15 des Einkommensteuergesetzes (EStG), sondern unter &sect;&nbsp;23 EStG falle. Insoweit bat das FA den Kl&auml;ger, innerhalb der Einspruchsfrist Nachweise &uuml;ber den An- und Verkauf von Wertpapieren einzureichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger legte Einspruch ein, den er aber nicht begr&uuml;ndete. Das FA wies den Einspruch am 04.05.2015 zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Klage wurde zun&auml;chst nicht begr&uuml;ndet. Das Finanzgericht (FG) setzte dem Kl&auml;ger mit einem am 15.09.2015 zugestellten Schreiben&nbsp;&nbsp;eine bis zum 23.10.2015 laufende Ausschlussfrist zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens (&sect;&nbsp;65 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie eine Frist zur Angabe der Tatsachen, durch deren Ber&uuml;cksichtigung oder Nichtber&uuml;cksichtigung sich der Kl&auml;ger beschwert f&uuml;hle (&sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem am 23.10.2015 beim FG eingegangenen Schriftsatz erkl&auml;rte der Kl&auml;ger, er begehre den Ansatz von Verlusten aus dem Wertpapierhandel in H&ouml;he von 537.405&nbsp;DM. Er habe diese T&auml;tigkeit hauptberuflich und nachhaltig betrieben. Die H&ouml;he des Verlusts sei im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung belegt worden und d&uuml;rfte unstreitig sein. Falls die H&ouml;he des Verlusts streitig sein sollte, werde er die Unterlagen &quot;nochmals&quot; einreichen. Hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit w&uuml;rden &uuml;ber die bereits mit der Einkommensteuererkl&auml;rung bezeichneten Werbungskosten von 42.751&nbsp;DM hinaus nunmehr weitere Werbungskosten von 15.000&nbsp;DM geltend gemacht. Nachweise oder andere Unterlagen waren diesem Schreiben nicht beigef&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 21.12.2017 bat das FG den Kl&auml;ger &#8211;ohne n&auml;here Spezifizierung&#8211;, &quot;den Klagevortrag zu erg&auml;nzen und zu begr&uuml;nden&quot;. Der Kl&auml;ger reagierte hierauf nicht. Mit Schreiben vom 22.08.2018 teilte das FG dem Kl&auml;ger mit, im Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung bzw. im Rahmen einer umfassenden Er&ouml;rterung bestehe die Gelegenheit, weiter vorzutragen. Allerdings seien in mehreren Verfahren Ausschlussfristen gesetzt worden, die weiteren Vortrag pr&auml;kludiert haben d&uuml;rften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 08.01.2019 &uuml;bergab der Kl&auml;ger der Einzelrichterin, der das FG den Rechtsstreit zur Entscheidung &uuml;bertragen hatte, einen Schriftsatz vom 07.01.2019, in dem mehrfach auf eine noch einzureichende ge&auml;nderte Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1999 sowie auf noch einzureichende Belege Bezug genommen wurde. Ferner behauptete er, im Rahmen seines Wertpapierhandels auch f&uuml;r Dritte t&auml;tig geworden zu sein, eine Provision erhalten und seine Gesch&auml;fte &uuml;berwiegend fremdfinanziert zu haben. Er begehrte nunmehr die Feststellung vortragsf&auml;higer Verluste in H&ouml;he von 555.192&nbsp;DM bei &sect;&nbsp;15 EStG und 66.935&nbsp;DM bei &sect;&nbsp;19 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab. Hinsichtlich eines Wertpapierhandels habe der Kl&auml;ger seine Behauptungen zur Ausgestaltung seiner T&auml;tigkeit nicht nachgewiesen. Ein Verlust aus Wertpapiergesch&auml;ften k&ouml;nne auch nicht nach &sect;&nbsp;23 EStG ber&uuml;cksichtigt werden, da der Kl&auml;ger keine Unterlagen eingereicht habe, die zur Ermittlung eines solchen Verlusts geeignet w&auml;ren. Die geltend gemachten Werbungskosten zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit seien weder der H&ouml;he nach noch hinsichtlich der erforderlichen Abgrenzung zu den Kosten der Lebensf&uuml;hrung nachgewiesen. Soweit die im Schriftsatz vom 07.01.2019 geltend gemachten Betr&auml;ge &uuml;ber das innerhalb der Ausschlussfrist bezeichnete Klagebegehren hinausgingen, seien sie pr&auml;kludiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger, die Sache wegen Verfahrensm&auml;ngeln an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liegt ein vom Kl&auml;ger geltend gemachter Verfahrensmangel vor, auf dem die Entscheidung des FG beruhen kann (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wie vom Kl&auml;ger ger&uuml;gt, hat das FG sowohl dessen Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) als auch die Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) verletzt, indem es in der m&uuml;ndlichen Verhandlung abgelehnt hat, die vom Kl&auml;ger angebotenen Unterlagen entgegenzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Behauptungen des Kl&auml;gers &uuml;ber den Ablauf der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG (dazu unten a), die der Senat als zutreffend unterstellt (unten b), hat das FG den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r sowie seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt (unten c). Der Ablauf der gesetzten Ausschlussfristen rechtfertigt die Vorgehensweise des FG nicht (unten d). Der Kl&auml;ger hat sein Recht, diese Verfahrensm&auml;ngel zu r&uuml;gen, nicht verloren (unten e). Auch die von ihm selbst vorgetragene Bereitschaft des FG, letztlich die Steuererkl&auml;rung entgegenzunehmen, l&auml;sst unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls die Geh&ouml;rsverletzung nicht entfallen (unten f). Der Annahme einer formgerechten Darlegung der Geh&ouml;rsr&uuml;ge steht im Streitfall &#8211;anders als das FA meint&#8211; nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger im Beschwerdeverfahren nicht vorgetragen hat, welchen Inhalt die vom FG nicht entgegengenommenen Unterlagen im Einzelnen hatten (unten g).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger behauptet in seiner Beschwerdebegr&uuml;ndung, er habe in der m&uuml;ndlichen Verhandlung versucht, der Richterin einen Schriftsatz vom 07.01.2019 sowie eine aktualisierte Einkommensteuererkl&auml;rung 1999 mitsamt der als Nachweis dienenden Belege zu &uuml;bergeben. Die Richterin habe dies unter Hinweis auf den Ablauf der Pr&auml;klusionsfristen zun&auml;chst vollst&auml;ndig abgelehnt, letztlich aber den Schriftsatz entgegen genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner eidesstattlichen Versicherung vom 24.04.2019, die der Kl&auml;ger f&uuml;r Zwecke des beim FG gestellten Protokollberichtigungsantrags abgegeben hat, hat der Kl&auml;ger den Ablauf der m&uuml;ndlichen Verhandlung wie folgt dargestellt: &quot;Sobald die Kl&auml;gerseite das Wort (erstmals in dieser m&uuml;ndlichen Verhandlung) durch die Richterin erhielt, teilte ich der Richterin mit, dass ich alle Schrifts&auml;tze vom 07.01.2019 und vom 27.04.2018 nebst Anlagen (aktualisierte vollst&auml;ndige Einkommensteuererkl&auml;rungen aus 2018) f&uuml;r alle Verfahren 8&nbsp;K&nbsp;8169\/15 (ESt&nbsp;1999) &#8230; mitgebracht habe und ihr &uuml;berreichen m&ouml;chte, f&uuml;r 2001 und 2002 nebst der Erg&auml;nzungsschreiben. Ich verwies darauf, dass die o.g. Schrifts&auml;tze vom 07.01.2019 und vom 27.04.2018 Erg&auml;nzungen zu Klagebegr&uuml;ndungen und Antragstellungen beinhalteten. Gleichsam bat ich die Richterin um steuerliche Ber&uuml;cksichtigung all dieser mitgebrachten Schrifts&auml;tze und aktualisierter, vollst&auml;ndiger Steuererkl&auml;rungen in allen verhandelten Verfahren, was sie unter Verweis auf versp&auml;tetes Vorbringen dieser Dokumente ablehnte. Auf meine unmittelbare Frage, ob der BFH dies genauso sehe, erwiderte die Richterin, dass der BFH dies genauso sehe. Als N&auml;chstes fragte mich die Richterin, ob ich dennoch wenigstens die o.g. Schrifts&auml;tze und aktualisierten Steuererkl&auml;rungen einreichen m&ouml;chte &#8211; also eine Einreichung weiterhin ohne steuerliche Ber&uuml;cksichtigung. Durch mein un&uuml;bersehbares, nachhaltiges und f&uuml;r alle Beteiligten erkennbaren Kopfsch&uuml;tteln sowie durch mein wiederholtes &quot;nein&quot;-Sagen brachte ich fortw&auml;hrend bis zum Abschluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung zum Ausdruck, dass ich mit der Ablehnung der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung aller o.g. mitgebrachten Unterlagen in allen verhandelten Verfahren nicht einverstanden war.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im gerichtlichen Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung hei&szlig;t es hierzu lediglich: &quot;Der Kl&auml;ger &uuml;berreicht einen Schriftsatz vom 07.01.2019. Der Beklagtenvertreter erh&auml;lt eine Abschrift.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat unterstellt trotz des weitestgehenden Schweigens des vom FG aufgenommenen Protokolls zu diesen &#8211;gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;160 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung (ZPO) protokollierungspflichtigen&#8211; Vorg&auml;ngen, dass sich die m&uuml;ndliche Verhandlung hinsichtlich der versuchten (und letztlich gelungenen) &Uuml;bergabe des Schriftsatzes vom 07.01.2019 sowie der versuchten &Uuml;bergabe der ge&auml;nderten Einkommensteuererkl&auml;rung 1999 und der dazugeh&ouml;rigen Belege so abgespielt hat, wie der Kl&auml;ger es in seiner eidesstattlichen Versicherung beschrieben hat (vgl. zu einem &auml;hnlichen Fall Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.12.2010&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;107\/10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r, dass die eidesstattliche Versicherung des Kl&auml;gers den Verlauf dieses Teils der m&uuml;ndlichen Verhandlung zutreffend wiedergibt, spricht, dass das FA in seiner Beschwerdeerwiderung ebenfalls ausf&uuml;hrt, der Kl&auml;ger habe im Zuge der m&uuml;ndlichen Verhandlung &quot;Beweismittel in Form eines Schriftsatzes vom 07.01.2019 und einer aktualisierten Einkommensteuererkl&auml;rung 1999 nebst Belegen&quot; beigebracht. Das FG habe diese Unterlagen mit Ausnahme des Schriftsatzes als pr&auml;kludiert zur&uuml;ckgewiesen. Auch das FG hat in seinem Beschluss &uuml;ber die Ablehnung der Antr&auml;ge auf Tatbestandsberichtigung und Urteilserg&auml;nzung vom 07.03.2019 das entsprechende Vorbringen &#8211;im Gegensatz zu weiteren, hier nicht interessierenden Behauptungen des Kl&auml;gers&#8211; nicht etwa als inhaltlich unzutreffend bezeichnet, sondern insoweit lediglich ausgef&uuml;hrt, nachtr&auml;gliche Erg&auml;nzungen und Erl&auml;uterungen des Sachverhalts seien im Rahmen eines Tatbestandsberichtigungsantrags nicht vorgesehen. Zudem erw&auml;hnt das FG im angefochtenen Urteil eine &quot;weitere Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1999&quot; sowie &quot;noch weiter einzureichende Belege&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der verfassungsrechtliche Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs beinhaltet u.a., dass der Beteiligte eines gerichtlichen Verfahrens das Recht hat, sich vor dem Erlass der Entscheidung zu dem Sachverhalt zu &auml;u&szlig;ern, der der Entscheidung zugrunde gelegt wird (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29.11.1989&nbsp;&#8211; 1&nbsp;BvR&nbsp;1011\/88, BVerfGE 81, 123, unter B.I.). Daraus folgt zugleich, dass das Gericht derartige &Auml;u&szlig;erungen entgegennehmen muss. Ebenso zwingt auch die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) das Gericht, Unterlagen, die der Kl&auml;ger vorlegen will, entgegenzunehmen und zu w&uuml;rdigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Anders als das FG offenbar meint, haben ihm die gesetzten Fristen nach &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO im Streitfall nicht die Befugnis verliehen, die Entgegennahme der Unterlagen zu verweigern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Anforderungen des &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 FGO (dazu unten aa) und des &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO (unten bb) hatte der Kl&auml;ger innerhalb der ihm vom FG jeweils gesetzten Fristen gen&uuml;gt (unten cc). Damit war dem FG eine Berufung auf die Pr&auml;klusionsfristen verwehrt (unten&nbsp;dd). Abgesehen davon berechtigt &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 FGO das Gericht nicht dazu, versp&auml;tet vorgelegte Unterlagen nicht einmal entgegenzunehmen und sich dadurch selbst au&szlig;erstande zu setzen, sich die von &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO zwingend vorausgesetzte &Uuml;berzeugung von der Verz&ouml;gerung des Rechtsstreits &uuml;berhaupt erst bilden zu k&ouml;nnen (unten ee).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO kann der Vorsitzende oder der Berichterstatter einen Kl&auml;ger, dessen Klage nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO entspricht, zu der erforderlichen Erg&auml;nzung innerhalb einer bestimmten Frist, die ausschlie&szlig;ende Wirkung hat, auffordern. Eine ausreichende Bezeichnung des Klagebegehrens erfordert, dass der Kl&auml;ger substantiiert darlegt, inwiefern der angefochtene Verwaltungsakt rechtswidrig ist und ihn in seinen Rechten verletzt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 26.11.1979&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;1\/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99). Wie weit das Klagebegehren im Einzelnen zu substantiieren ist, h&auml;ngt von den Umst&auml;nden des Falles ab (BFH-Urteil vom 14.06.2000&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;18\/99, BFH\/NV 2001, 170, m.w.N.). Entscheidend ist, ob das Gericht durch die Angaben des Kl&auml;gers in die Lage versetzt wird, zu erkennen, worin die den Kl&auml;ger treffende Rechtsverletzung nach dessen Ansicht liegt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.04.2001&nbsp;&#8211; VII&nbsp;B&nbsp;325\/00, BFH\/NV 2001, 1227, und vom 17.01.2002&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;114\/01, BFHE 198, 1, BStBl II 2002, 306). Kommt der Kl&auml;ger einer auf der Grundlage des &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO wirksam gesetzten Ausschlussfrist nicht nach, ist seine Klage unzul&auml;ssig (BFH-Urteil vom 12.09.1995&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;78\/94, BFHE 178, 549, BStBl II 1996, 16, unter II.1.a, m.w.N.). Bezeichnet der Kl&auml;ger hingegen den Gegenstand des Klagebegehrens innerhalb der Ausschlussfrist, ist die gerichtliche Anordnung damit erf&uuml;llt; die Klage kann in einem solchen Fall regelm&auml;&szlig;ig auch nach Ablauf der Ausschlussfrist erweitert werden (BFH-Urteil in BFHE 178, 549, BStBl II 1996, 16, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO l&auml;sst es zu, dem Kl&auml;ger eine Frist zur Angabe der Tatsachen, durch deren Ber&uuml;cksichtigung oder Nichtber&uuml;cksichtigung im Verwaltungsverfahren er sich beschwert f&uuml;hlt, zu setzen. Diese Anforderungen sind erf&uuml;llt, wenn der Kl&auml;ger dem FG so viele sachverhaltsm&auml;&szlig;ige Erl&auml;uterungen gibt, dass das Gericht die Streitpunkte wenigstens in ihren Grundz&uuml;gen erkennen kann und so in die Lage versetzt wird, ggf. in einer zweiten Stufe der Klagekonkretisierung von der in &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 FGO vorgesehenen M&ouml;glichkeit Gebrauch zu machen und zu &quot;bestimmten Vorg&auml;ngen&quot; n&auml;here Sachverhaltserl&auml;uterungen &#8211;durch nunmehr speziellere Tatsachenangaben oder die Vorlage von Beweismitteln&#8211; zu verlangen. Daraus ergibt sich, dass die Streitkomplexe bis zur Erkennbarkeit &quot;bestimmter Vorg&auml;nge&quot; erl&auml;utert werden m&uuml;ssen, um den Anforderungen des &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO zu gen&uuml;gen (zum Ganzen vgl. Senatsbeschluss vom 08.03.1995&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;243-244\/94, BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417). Diese Regelung dient der Substantiierung der Beschwer, nicht aber der Angabe von Tatsachen schlechthin (BFH-Urteil vom 23.04.2003&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;22\/00, BFH\/NV 2003, 1198, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gericht kann Erkl&auml;rungen und Beweismittel, die erst nach Ablauf einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 FGO gesetzten Frist vorgebracht werden, beim Vorliegen der in &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 FGO genannten Voraussetzungen zur&uuml;ckweisen und ohne weitere Ermittlungen entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Kl&auml;ger hat der Aufforderung zur Bezeichnung des Klagebegehrens (&sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 FGO) mit seinen Ausf&uuml;hrungen in seinem innerhalb der Ausschlussfrist eingegangenen Schriftsatz vom 23.10.2015 entsprochen. Er hat sein Begehren in Bezug auf die geltend gemachten Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit betragsm&auml;&szlig;ig eingegrenzt und hinsichtlich der einzelnen Positionen &#8211;soweit sich sein Begehren im Rahmen des bereits mit der Einkommensteuererkl&auml;rung geltend gemachten Betrages hielt&#8211; auf die mit der Steuererkl&auml;rung eingereichte Aufgliederung verwiesen. Soweit er sein Begehren gegen&uuml;ber der Steuererkl&auml;rung erweitert hat, hat er die zugrunde liegenden Tatsachen wenigstens grob umrissen (Umzugspauschalen f&uuml;r drei Umz&uuml;ge, weitere Promotionskosten, Bewerbungskosten). In Bezug auf die Verluste aus einem gewerblichen Wertpapierhandel hat er ebenfalls einen konkreten Betrag benannt und rudiment&auml;re Behauptungen zum Sachverhalt vorgebracht. Dies gen&uuml;gt den Anforderungen des &sect;&nbsp;65 FGO. Hiervon ist ersichtlich auch das FG ausgegangen; andernfalls h&auml;tte es die Klage als unzul&auml;ssig verwerfen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zugleich hat der Kl&auml;ger mit seinen Ausf&uuml;hrungen im Schriftsatz vom 23.10.2015 auch die Anforderungen des &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO erf&uuml;llt. Er hat die beiden Streitkomplexe innerhalb der gesetzten Frist so erl&auml;utert, dass bestimmte Vorg&auml;nge erkennbar wurden. Das FG war danach in der Lage, die tats&auml;chlichen Streitpunkte in ihren Grundz&uuml;gen zu erkennen. Es h&auml;tte den Kl&auml;ger nun gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 FGO zur weiteren Konkretisierung seines Vortrages, zur Bezeichnung von Beweismitteln und zur Vorlage von Urkunden auffordern k&ouml;nnen. Hierauf hat es allerdings verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nachdem der Kl&auml;ger die vom FG gestellten Anforderungen innerhalb der ihm gesetzten Ausschlussfristen erf&uuml;llt hatte, fehlte es an einer verfahrensrechtlichen Grundlage f&uuml;r das FG, sich auf einen fruchtlosen Ablauf der Ausschlussfristen zu berufen und es dem Kl&auml;ger zu verwehren, seinen Sachvortrag zu erg&auml;nzen, hierzu Unterlagen nachzureichen und seine Klageantr&auml;ge zu erweitern. Es h&auml;tte vielmehr die Unterlagen entgegen nehmen und deren einkommensteuerrechtliche Relevanz pr&uuml;fen m&uuml;ssen. Es hat offenbar verkannt, dass eine Ausschlussfrist nach &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 FGO &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht gesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Unabh&auml;ngig davon berechtigt &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 FGO das Gericht auch nach dem Ablauf einer wirksam gesetzten Ausschlussfrist nicht dazu, versp&auml;tet vorgelegte Unterlagen nicht einmal entgegenzunehmen und sich dadurch selbst au&szlig;erstande zu setzen, sich die von &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO zwingend vorausgesetzte &Uuml;berzeugung von der Verz&ouml;gerung des Rechtsstreits &uuml;berhaupt erst bilden zu k&ouml;nnen. Ohne eine wenigstens kursorische W&uuml;rdigung versp&auml;tet abgegebener Erkl&auml;rungen bzw. eine wenigstens kursorische Durchsicht versp&auml;tet vorgelegter Unterlagen wird das FG regelm&auml;&szlig;ig nicht in der Lage sein, zu beurteilen, ob die versp&auml;tete Vorlage die Erledigung des Rechtsstreits verz&ouml;gert. Denn es ist nicht von vornherein ausgeschlossen, dass aufgrund erstmals vorgelegter Unterlagen &#8211;ob versp&auml;tet oder nicht&#8211; bestimmte Tatsachen unstreitig werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der Kl&auml;ger hat sein Recht, diese Verfahrensm&auml;ngel zu r&uuml;gen, nicht verloren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;295 ZPO, der &uuml;ber &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;1 FGO sinngem&auml;&szlig; auch im finanzgerichtlichen Verfahren anzuwenden ist (st&auml;ndige Rechtsprechung seit dem BFH-Beschluss vom 05.10.1967&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;29\/67, BFHE 90, 452, BStBl II 1968, 179), kann die Verletzung einer &#8211;verzichtbaren&#8211; Verfahrensvorschrift nicht mehr ger&uuml;gt werden, wenn der Beteiligte bei der n&auml;chsten m&uuml;ndlichen Verhandlung, die auf Grund des betreffenden Verfahrens stattgefunden hat, den Mangel nicht ger&uuml;gt hat, obgleich er erschienen und ihm der Mangel bekannt war oder bekannt sein musste. Der Begriff der &quot;n&auml;chsten m&uuml;ndlichen Verhandlung&quot; setzt nicht notwendig einen neuen Termin voraus. Vielmehr gen&uuml;gt daf&uuml;r auch eine Verhandlung, die sich &#8211;wie &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 ZPO es vorsieht&#8211; an eine Beweisaufnahme unmittelbar anschlie&szlig;t (Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 20.08.1987&nbsp;&#8211; 6&nbsp;B&nbsp;2\/87, Neue Juristische Wochenschrift 1988, 579, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend kann offenbleiben, ob &#8211;da lediglich ein einziger Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung ohne Beweisaufnahme stattgefunden hat&#8211; &sect;&nbsp;295 ZPO nach seinem Wortlaut &uuml;berhaupt einschl&auml;gig sein k&ouml;nnte. Jedenfalls h&auml;tte der Kl&auml;ger einer bestehenden R&uuml;geobliegenheit gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er hatte ausweislich seiner &#8211;vom Senat insoweit als wahr unterstellten&#8211; eidesstattlichen Versicherung nach der Zur&uuml;ckweisung der Unterlagen durch das FG zun&auml;chst gefragt, ob der BFH dies genauso sehe. Bereits hierin ist eine hinreichend deutliche R&uuml;ge der Verfahrensf&uuml;hrung durch das FG zu sehen. Dar&uuml;ber hinaus hat der Kl&auml;ger pers&ouml;nlich keinen Sachantrag, sondern lediglich einen Antrag auf Vertagung der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellt. Aus all dem ergibt sich mit der erforderlichen Deutlichkeit, dass er mit der vom FG erkl&auml;rten Zur&uuml;ckweisung seines Vorbringens in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht einverstanden war. Einer ausdr&uuml;cklichen R&uuml;ge bedurfte es nicht, zumal auch umgekehrt die Wirkung des &sect;&nbsp;295 ZPO nicht nur bei einem ausdr&uuml;cklichen, sondern auch bei einem konkludenten R&uuml;geverzicht eintritt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Auch die vom Kl&auml;ger in seiner eidesstattlichen Versicherung selbst vorgetragene Bereitschaft des FG, letztlich wenigstens die ge&auml;nderte Steuererkl&auml;rung entgegenzunehmen, l&auml;sst unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls die Geh&ouml;rsverletzung nicht entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung sowie aus der Sachverhaltsdarstellung des FA ergibt sich die Bereitschaft des FG, wenigstens die ge&auml;nderte Steuererkl&auml;rung entgegenzunehmen, ohnehin nicht. Allein der Kl&auml;ger hat dies in seiner eidesstattlichen Versicherung &#8211;nicht aber in der Beschwerdebegr&uuml;ndung&#8211; vorgetragen, jedoch zugleich erkl&auml;rt, trotz einer Einreichung w&auml;re eine steuerliche Ber&uuml;cksichtigung aus Sicht des FG nicht m&ouml;glich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r grunds&auml;tzlich schon dann erf&uuml;llt, wenn ein Gericht dem Beteiligten die <em>M&ouml;glichkeit<\/em> einr&auml;umt, sich zu den entscheidungserheblichen Tatsachen zu &auml;u&szlig;ern bzw. diese vorzutragen. Ein Geh&ouml;rsversto&szlig; kann daher mit dem Vorbringen, bestimmte Unterlagen seien dem Gericht trotz dessen ausdr&uuml;cklich bekundeter Bereitschaft zur Entgegennahme nicht vorgelegt worden, regelm&auml;&szlig;ig nicht dargelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall bestand aber die besondere Situation, dass eine &Uuml;bergabe der Unterlagen f&uuml;r den Kl&auml;ger infolge der &#8211;rechtlich unzutreffenden&#8211; &Auml;u&szlig;erungen der Richterin zu der aus ihrer Sicht gegebenen Pr&auml;klusionswirkung sinnlos war, weil das Gericht dem Kl&auml;ger deutlich vor Augen gef&uuml;hrt hatte, dass die Unterlagen f&uuml;r den Ausgang des Klageverfahrens unbeachtlich waren. Er musste davon ausgehen, dass die Richterin die Unterlagen keinesfalls ber&uuml;cksichtigen w&uuml;rde und hat &#8211;wie sich aus seinen Darlegungen schl&uuml;ssig ergibt&#8211; allein infolge dieses Umstandes auf deren &Uuml;bergabe verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Der Annahme einer formgerechten Darlegung der Geh&ouml;rsr&uuml;ge steht im Streitfall &#8211;anders als das FA meint&#8211; nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger im Beschwerdeverfahren nicht vorgetragen hat, welchen Inhalt die vom FG nicht entgegengenommenen Unterlagen im Einzelnen hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Kl&auml;ger zutreffend ausf&uuml;hrt, ist nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH (Beschluss vom 03.09.2001&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;3\/98, BFHE 196, 39, BStBl II 2001, 802) bei der &#8211;gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO grunds&auml;tzlich nicht unter einem Kausalit&auml;tsvorbehalt stehenden&#8211; Geh&ouml;rsr&uuml;ge danach zu differenzieren, ob sich der Geh&ouml;rsversto&szlig; auf das Gesamtergebnis des Verfahrens bezieht (dann sind weitere Ausf&uuml;hrungen entbehrlich) oder ob er nur einzelne Feststellungen betrifft (dann kann auf Darlegungen zur Kausalit&auml;t nicht verzichtet werden). Entscheidet ein Gericht beispielsweise vor Ablauf einer selbst gesetzten &Auml;u&szlig;erungsfrist, sind weitere Darlegungen zur Kausalit&auml;t dieses Geh&ouml;rsversto&szlig;es regelm&auml;&szlig;ig nicht erforderlich (BFH-Beschluss vom 03.02.2015&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;101\/14, BFH\/NV 2015, 696). So liegt es auch im Streitfall, in dem die vom FG f&auml;lschlicherweise angenommene Pr&auml;klusionswirkung ebenfalls das &quot;Gesamtergebnis des Verfahrens&quot; betraf, da der Kl&auml;ger bis zur m&uuml;ndlichen Verhandlung noch keinerlei Nachweise f&uuml;r seine Behauptungen vorgelegt hatte und dies erst in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nachgeholt werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r angezeigt, nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO zu verfahren, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.12.2019, X B 40\/19ECLI:DE:BFH:2019:B.111219.XB40.19.0 Pflicht des Gerichts zur Entgegennahme von Unterlagen, die ein Beteiligter anbietet Leits&auml;tze 1. NV: Der Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs beinhaltet u.a., dass der Beteiligte eines gerichtlichen Verfahrens das Recht hat, sich vor dem Erlass der Entscheidung zu dem Sachverhalt zu &auml;u&szlig;ern, der der Entscheidung zugrunde gelegt wird. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-40-19-pflicht-des-gerichts-zur-entgegennahme-von-unterlagen-die-ein-beteiligter-anbietet\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;40\/19 &#8211; Pflicht des Gerichts zur Entgegennahme von Unterlagen, die ein Beteiligter anbietet<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71724","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71724\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}