{"id":71833,"date":"2020-01-31T12:23:09","date_gmt":"2020-01-31T10:23:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71833"},"modified":"2020-01-31T12:23:09","modified_gmt":"2020-01-31T10:23:09","slug":"vii-r-31-18-saeumniszuschlaege-trotz-anzeige-der-masseunzulaenglichkeit-aufrechnung-nach-rueckkehr-ins-regulaere-insolvenzverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-31-18-saeumniszuschlaege-trotz-anzeige-der-masseunzulaenglichkeit-aufrechnung-nach-rueckkehr-ins-regulaere-insolvenzverfahren\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;31\/18 &#8211; S&auml;umniszuschl&auml;ge trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit &#8211; Aufrechnung nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2019, VII R 31\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.170919.VIIR31.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">S&auml;umniszuschl&auml;ge trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit &#8211; Aufrechnung nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. S&auml;umniszuschl&auml;ge entstehen gem&auml;&szlig; &sect; 240 Abs. 1 Satz 1 AO auch nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit kraft Gesetzes.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren sind die w&auml;hrend der Masseunzul&auml;nglichkeit geltenden Aufrechnungsverbote nicht mehr anzuwenden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 18.07.2018 &#8211; 2 K 1311\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;208 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Insolvenzordnung (InsO) S&auml;umniszuschl&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) angefallen sind und ob der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit diesen S&auml;umniszuschl&auml;gen gegen Umsatzsteuerguthaben der Masse aufrechnen konnte, nachdem die Masse wieder zul&auml;nglich geworden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen einer GmbH. Kurz nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens zeigte er am 06.06.2011 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;208 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO Masseunzul&auml;nglichkeit an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach gab der Kl&auml;ger Umsatzsteuererkl&auml;rungen ab, darunter am 05.08.2011 eine Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r Juni 2011 &uuml;ber &#8230;&nbsp;EUR unter der Massesteuernummer. Die Steuer wurde nicht entrichtet. Am 02.05.2012 korrigierte der Kl&auml;ger die Umsatzsteuerschuld auf 349,18&nbsp;EUR. Diese Schuld war durch eine vom FA am 07.12.2011 vorgenommene Umbuchung in H&ouml;he von 383,27&nbsp;EUR bereits getilgt worden, d.h. nach der Korrektur bestand insoweit keine Masseschuld mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 06.06.2012 fertigte ein Bearbeiter des FA einen die S&auml;umniszuschl&auml;ge betreffenden Aktenvermerk und &uuml;bermittelte diesen mit Telefax vom selben Tag dem Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juli 2012 zeigte der Kl&auml;ger dem Insolvenzgericht eine Verbesserung der finanziellen Verh&auml;ltnisse und das Ende der Masseunzul&auml;nglichkeit an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 09.07.2014 gab der Kl&auml;ger die Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 ab, aus der sich ein Guthaben von 1.558&nbsp;EUR ergab. Das FA stimmte dieser Voranmeldung zu, zahlte das Guthaben jedoch nicht aus, sondern buchte es auf die seiner Auffassung nach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit in der Zeit vom 06.08.2011 bis zum 05.05.2012 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR entstandenen S&auml;umniszuschl&auml;ge zur Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r Juni 2011 um.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folge erging auf Antrag des Kl&auml;gers u.a. der im Revisionsverfahren noch streitgegenst&auml;ndliche Abrechnungsbescheid vom 20.10.2014, in dem das FA die Entstehung von S&auml;umniszuschl&auml;gen zur Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r Juni 2011 und deren Aufrechnung mit dem Erstattungsbetrag aus der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 bejahte. Gegen diesen Bescheid legte der Kl&auml;ger Einspruch ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Einspruchsverfahrens gab er am 11.04.2016 die Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2014 ab, aus der sich eine Umsatzsteuerschuld von 1.549,68&nbsp;EUR und eine noch zu entrichtende Abschlusszahlung von 880,84&nbsp;EUR ergaben. Das FA stimmte der Erkl&auml;rung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor Abschluss des Einspruchsverfahrens erlie&szlig; das FA auf Antrag des Kl&auml;gers gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;227 AO im Juli 2016 die H&auml;lfte der S&auml;umniszuschl&auml;ge. Hierdurch verminderten sie sich von &#8230;&nbsp;EUR auf (mehr als 2.000&nbsp;EUR). Einspruch und Klage auf vollst&auml;ndigen Erlass blieben ohne Erfolg (Urteil des Finanzgerichts &#8211;FG&#8211; N&uuml;rnberg vom 19.06.2018&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;1310\/16). Die dagegen gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers wurde durch Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.09.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;68\/18 als unzul&auml;ssig verworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016, die noch einen weiteren Abrechnungsbescheid betraf, ber&uuml;cksichtigte das FA den h&auml;lftigen Erlass der S&auml;umniszuschl&auml;ge. Im &Uuml;brigen blieben die Einspr&uuml;che erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf erhob der Kl&auml;ger Klage und beantragte, beide Abrechnungsbescheide abzu&auml;ndern, und zwar den im Revisionsverfahren noch streitgegenst&auml;ndlichen Bescheid vom 20.10.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016 dahin, dass ein Guthaben in H&ouml;he von 1.558&nbsp;EUR aus der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit wies das FG die Klage ab. Es urteilte, dieser Abrechnungsbescheid sei rechtm&auml;&szlig;ig. Auf die angemeldete Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r Juni 2011 seien trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit S&auml;umniszuschl&auml;ge angefallen, mit denen das FA habe aufrechnen k&ouml;nnen. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 1690 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er ist der Auffassung, die Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit verhindere die Entstehung von S&auml;umniszuschl&auml;gen. Die Vorentscheidung widerspreche dem Prinzip der Gleichbehandlung der Gl&auml;ubiger. Sie billige dem Fiskus eine systemwidrige Sonderstellung zu, indem ihm ein Ausgleich f&uuml;r seinen Zinsnachteil zugesprochen werde, obwohl zivile Gl&auml;ubiger nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit mangels Verschuldens der Nichtzahlung keine Verzugszinsen verlangen k&ouml;nnten. Jedenfalls aber d&uuml;rfe das FA die S&auml;umniszuschl&auml;ge nicht erheben und nicht mit ihnen aufrechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung, soweit die Klage abgewiesen wurde, aufzuheben und den Abrechnungsbescheid vom 20.10.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016 dahin zu &auml;ndern, dass ein Guthaben von 1.558&nbsp;EUR f&uuml;r die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Das Urteil entspricht Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Abrechnungsbescheid vom 20.10.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016 den Kl&auml;ger nicht in seinen Rechten verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO ergeht u.a. dann ein Abrechnungsbescheid, wenn die Verwirklichung von Anspr&uuml;chen aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis (&sect;&nbsp;37 AO), von S&auml;umniszuschl&auml;gen (&sect;&nbsp;240 AO) und ihr Erl&ouml;schen (&sect;&nbsp;47 AO) durch Aufrechnung (&sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;387&nbsp;ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) streitig sind (vgl. z.B. Senatsurteil vom 19.03.2019&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;27\/17, BFHE 263, 483).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall liegen diese Voraussetzungen vor. Es sind die Verwirkung von S&auml;umniszuschl&auml;gen zur Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r Juni 2011 und das Erl&ouml;schen des Guthabens in H&ouml;he von 1.558&nbsp;EUR aus der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 durch Aufrechnung mit diesen S&auml;umniszuschl&auml;gen streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass w&auml;hrend der vor&uuml;bergehenden Masseunzul&auml;nglichkeit S&auml;umniszuschl&auml;ge angefallen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des F&auml;lligkeitstages entrichtet, entstehen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (grunds&auml;tzlich, &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO) f&uuml;r jeden angefangenen Monat der S&auml;umnis S&auml;umniszuschl&auml;ge in H&ouml;he von 1&nbsp;Prozent des abgerundeten r&uuml;ckst&auml;ndigen Steuerbetrags.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S&auml;umniszuschl&auml;ge fallen nach dem Gesetz unabh&auml;ngig davon an, ob eine Steuer zutreffend festgesetzt wird. Sie bleiben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO von einer Korrektur der Steuerfestsetzung (wie sie im Streitfall erfolgt ist) unber&uuml;hrt (BFH-Urteil vom 18.09.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;36\/16, BFHE 262, 297, BStBl&nbsp;II 2019, 87). Sie sind nicht mit Verzugszinsen des BGB gleichzusetzen, sondern ein Druckmittel eigener Art, das den Steuerpflichtigen zur rechtzeitigen Zahlung anhalten soll, sie haben also eine Druckfunktion (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 09.07.2003&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;57\/02, BFHE 203, 8, BStBl&nbsp;II 2003, 901, und Senatsurteil vom 13.01.2000&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;91\/98, BFHE 191, 5, BStBl&nbsp;II 2000, 246, Rz&nbsp;20&nbsp;f.). Sie dienen au&szlig;erdem dem Ausgleich f&uuml;r die unterbliebene oder versp&auml;tete Zahlung f&auml;lliger Steuern und f&uuml;r Verwaltungsaufwendungen, die bei den verwaltenden K&ouml;rperschaften dadurch entstehen, dass eine f&auml;llige Steuer nicht oder nicht fristgem&auml;&szlig; gezahlt wird. Sie haben somit also auch eine Ausgleichsfunktion. In dieser zweiten Funktion entsprechen S&auml;umniszuschl&auml;ge den Aussetzungs- (&sect;&sect;&nbsp;237, 238 AO) oder Stundungszinsen (&sect;&nbsp;234 AO), die unabh&auml;ngig von einem Verschulden des Steuerschuldners anfallen (vgl. etwa BFH-Beschluss vom 02.03.2017&nbsp;&#8211; II&nbsp;B&nbsp;33\/16, BFHE 257, 27, BStBl II 2017, 646, Rz&nbsp;32; BFH-Urteile vom 30.03.2006&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 212, 23, BStBl&nbsp;II 2006, 612, Rz&nbsp;17, und vom 18.04.1996&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;55\/95, BFHE 180, 516, BStBl&nbsp;II 1996, 561).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO kann trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit erf&uuml;llt sein. Wie bereits ausgef&uuml;hrt, entstehen S&auml;umniszuschl&auml;ge nach dieser Vorschrift kraft Gesetzes. Eine Vorschrift, wonach f&uuml;r die Dauer der Masseunzul&auml;nglichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;208&nbsp;ff. InsO entgegen &sect;&nbsp;240 AO keine S&auml;umniszuschl&auml;ge anfallen, gibt es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;251 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO enth&auml;lt einen Insolvenzvorbehalt f&uuml;r die Vollstreckung von Anspr&uuml;chen aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis, nicht f&uuml;r deren Entstehung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im regul&auml;ren Insolvenzverfahren k&ouml;nnen S&auml;umniszuschl&auml;ge anfallen, wenn Masseverbindlichkeiten nicht beglichen werden (vgl. &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO; Heuermann\/ Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;240 AO Rz&nbsp;97; Klein\/R&uuml;sken, AO, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;240 Rz&nbsp;49; Sinz in Uhlenbruck, Insolvenzordnung, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;38 Rz&nbsp;67&nbsp;ff., 71; BFH-Urteil in BFHE 180, 516, BStBl II 1996, 561, zur KO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;208 Abs.&nbsp;1 InsO f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;209 Abs.&nbsp;1 InsO lediglich dazu, dass sich die Rangfolge der Forderungen &auml;ndert. Die Vorschrift verbietet es dem Insolvenzverwalter jedoch nicht, sonstige Masseforderungen i.S. des &sect;&nbsp;53 InsO zu erf&uuml;llen, sondern regelt im Gegenteil, in welcher Reihenfolge sie zu berichtigen sind, also &#8211;soweit m&ouml;glich&#8211; erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen (vgl. Senatsurteil vom 16.12.2003&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;42\/01, BFH\/NV 2004, 908, Rz&nbsp;37, zur KO). Die &Auml;nderung der Rangfolge wird durch &sect;&nbsp;210 InsO abgesichert, wonach Altmassegl&auml;ubigern die Vollstreckung wegen einer Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;209 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 InsO untersagt ist. Hierdurch sollen die Fortsetzung der Verwaltung und Verwertung der Masse trotz Masseunzul&auml;nglichkeit erm&ouml;glicht und der Insolvenzverwalter gesch&uuml;tzt werden, dessen Pflicht zur Verwaltung und Verwertung der Masse fortbesteht (&sect;&nbsp;208 Abs.&nbsp;3 InsO) und dem dies nicht ohne Aussicht auf eine Entlohnung zugemutet werden kann. Diese Regelung dient einer geordneten Verm&ouml;gensverwertung w&auml;hrend der Zeit der Masseunzul&auml;nglichkeit mit dem Ziel einer Schuldentilgung bzw. Zahlung (soweit trotz Masseunzul&auml;nglichkeit m&ouml;glich), bezweckt also das Gegenteil eines Zahlungsverbots.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Grund f&uuml;r die Annahme des Kl&auml;gers, dass nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit entgegen dem Wortlaut des &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO keine S&auml;umniszuschl&auml;ge kraft Gesetzes entstehen, ist somit nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine systemwidrige Sonderstellung des Fiskus oder ein Widerspruch zum Prinzip der Gleichbehandlung der Gl&auml;ubiger ist nicht erkennbar. Zum einen k&ouml;nnen auch zivile Gl&auml;ubiger nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit einen Zinsanspruch haben, z.B. soweit der Insolvenzverwalter die Verteilungsmasse schuldhaft verz&ouml;gert aussch&ouml;pft (vgl. Ries in Uhlenbruck, a.a.O., &sect;&nbsp;210 Rz&nbsp;21). Zum anderen kann der Anfall der S&auml;umniszuschl&auml;ge im Erlassverfahren zu korrigieren sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen sind im Streitfall trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit S&auml;umniszuschl&auml;ge in der von der Vorentscheidung angenommenen H&ouml;he angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Infolge der Steueranmeldung unter der Massesteuernummer in der Umsatzsteuererkl&auml;rung vom 05.08.2011 ist f&uuml;r Juni 2011 eine Masseverbindlichkeit in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR entstanden; insoweit wird auf die Vorentscheidung Bezug genommen. Bedenken im Hinblick darauf, dass nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit grunds&auml;tzlich nur noch Feststellungsklagen statthaft sind (z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 03.04.2003&nbsp;&#8211; IX&nbsp;ZR&nbsp;101\/02, BGHZ 154, 358; vgl. au&szlig;erdem BFH-Urteil vom 29.08.2007&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 218, 432, BStBl&nbsp;II 2008, 322, Rz&nbsp;12&nbsp;f., und vom 29.01.2009&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;64\/07, BFHE 224, 24, BStBl&nbsp;II 2009, 682), bestehen nicht, da das FA keinen Steuerbescheid erlassen, sondern der Insolvenzverwalter die Steuer angemeldet hat. Zudem gilt das aus &sect;&nbsp;210 InsO abgeleitete Verbot der Leistungsklage nur f&uuml;r Altmasseschulden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;209 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 InsO (z.B. Kie&szlig;ner in Braun, Insolvenzordnung, 7.&nbsp;Aufl. 2017, &sect;&nbsp;210 InsO, Rz&nbsp;4) und nicht &uuml;ber die Dauer der Masseunzul&auml;nglichkeit hinaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Aktenvermerk vom 06.06.2012 und seiner &Uuml;bermittlung an den Kl&auml;ger folgt kein f&uuml;r diesen g&uuml;nstigeres Ergebnis. Die S&auml;umniszuschl&auml;ge waren am 06.06.2012 kraft Gesetzes schon in voller H&ouml;he entstanden. Die &Auml;u&szlig;erung einer Rechtsansicht ist kein Erl&ouml;schenstatbestand (&sect;&nbsp;47 AO). Selbst wenn das FA in dem Aktenvermerk also die Rechtsansicht ge&auml;u&szlig;ert h&auml;tte, nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit seien keine S&auml;umniszuschl&auml;ge mehr entstanden, w&auml;re dies irrelevant. Nach den Grunds&auml;tzen von Treu und Glauben k&ouml;nnte eine derartige &Auml;u&szlig;erung allenfalls Wirkung f&uuml;r die Zukunft, nicht aber f&uuml;r die Vergangenheit entfalten (so z.B. BFH-Beschluss vom 01.04.2015&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;63\/14, BFH\/NV 2015, 1001, Rz&nbsp;5, m.w.N.). Im &Uuml;brigen hat sich das FA am 06.06.2012 (zu diesem Zeitpunkt bestand Masseunzul&auml;nglichkeit) ausweislich der Akten nicht zur Entstehung von S&auml;umniszuschl&auml;gen ge&auml;u&szlig;ert, sondern lediglich zu deren Erhebung (vgl. &sect;&nbsp;210 InsO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016 dargestellte Berechnung der S&auml;umniszuschl&auml;ge, die das FG ausdr&uuml;cklich in seine Feststellungen einbezogen hat, begegnet keinen Bedenken. FA und FG haben insbesondere &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz 4 AO und das im Erlassverfahren ergangene Urteil des FG N&uuml;rnberg vom 19.06.2018&nbsp;&#8211; 2&nbsp;K&nbsp;1310\/16, an das die Beteiligten hinsichtlich des (nur) h&auml;lftigen Erlasses gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO gebunden sind, zutreffend ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach Anzeige der wiedererlangten Zul&auml;nglichkeit der Masse durch den Insolvenzverwalter im Juli 2012 konnte das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;389 BGB mit den w&auml;hrend der Dauer der angezeigten Masseunzul&auml;nglichkeit verwirkten S&auml;umniszuschl&auml;gen gegen die Masseforderung aus der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 aufrechnen. Die w&auml;hrend der Masseunzul&auml;nglichkeit zu ber&uuml;cksichtigenden Aufrechnungsverbote gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;95 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InsO, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Nrn. 1 bis 4 InsO analog oder &sect;&nbsp;210 InsO analog galten nicht mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Aufrechnung mit Anspr&uuml;chen aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis und gegen solche Anspr&uuml;che sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 AO die &sect;&sect;&nbsp;387 ff. BGB (unter Ber&uuml;cksichtigung etwaiger Besonderheiten der Aufrechnung von oder mit Steuerforderungen) sinngem&auml;&szlig; anzuwenden. &sect;&nbsp;387 BGB verlangt, dass zwei Personen einander Leistungen schulden und dass der Aufrechnende im Zeitpunkt der Aufrechnungserkl&auml;rung die ihm geb&uuml;hrende Leistung fordern und die ihm obliegende Leistung bewirken kann (Senatsurteil in BFHE 191, 5, BStBl&nbsp;II 2000, 246, Rz&nbsp;9&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall sind diese Voraussetzungen erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie dargelegt, wurden trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit S&auml;umniszuschl&auml;ge verwirkt. Diese sind &#8211;entsprechend der zugrundeliegenden Steuerschuld, d.h. der unter der Massesteuernummer f&uuml;r Juni 2011 angemeldeten Umsatzsteuer&#8211; gleichfalls eine Masseverbindlichkeit (vgl. z.B. Heuermann in HHSp, &sect;&nbsp;240 AO Rz&nbsp;97; K&ouml;gel in Gosch, AO &sect;&nbsp;240 Rz&nbsp;119). Nach dem Rechtsgedanken des &sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO bleiben sie das auch, wenn der Steuerbescheid (wie im Streitfall) sp&auml;ter aufgehoben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Masseforderung in Gestalt des Vorsteuerverg&uuml;tungsanspruchs in H&ouml;he von 1.558&nbsp;EUR ist infolge der Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 am 09.07.2014 und der vom FA hierzu sp&auml;testens in dem Abrechnungsbescheid vom 20.10.2014 erteilten Zustimmung entstanden (&sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Zeitpunkt des Erlasses des Abrechnungsbescheids am 20.10.2014 war auch noch kein Jahressteuerbescheid f&uuml;r 2014 ergangen; die Abgabe der (Jahres-)Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2014 erfolgte erst am 11.04.2016. Die F&auml;lligkeit der Vorauszahlungen und eine dadurch entstandene Aufrechnungslage bleiben im &Uuml;brigen erhalten, wenn zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt ein Jahressteuerbescheid ergeht (vgl. Senatsurteil vom 15.06.1999&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;3\/97, BFHE 189, 14, BStBl&nbsp;II 2000, 46, Rz&nbsp;28). Auch wenn sich die H&ouml;he der Umsatzsteuerschuld dann nach dem Jahressteuerbescheid richtet (BFH-Beschluss vom 22.08.1995&nbsp;&#8211; VII&nbsp;B&nbsp;107\/95, BFHE 178, 532, BStBl&nbsp;II 1995, 916) und die Masseforderung im Umsatzsteuer-Jahressteuerbescheid 2014 bei Erlass der Einspruchsentscheidung am 17.08.2016 niedriger war als im (unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden) Vorauszahlungsbescheid, wurde der Kl&auml;ger dadurch, dass in dem Abrechnungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung ein Erl&ouml;schen der S&auml;umniszuschl&auml;ge in H&ouml;he von 1.558&nbsp;EUR angenommen wurde, jedenfalls nicht in seinen Rechten verletzt. Insoweit wird auf die Vorentscheidung Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Aufrechnung wurde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;388 BGB nach Anzeige der wiedererlangten Zul&auml;nglichkeit der Masse durch den Insolvenzverwalter im Juli 2012 ordnungsgem&auml;&szlig; erkl&auml;rt. Die Erkl&auml;rung (vgl. BFH-Urteil vom 24.11.2011&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;13\/11, BFHE 235, 137, BStBl&nbsp;II 2012, 298, Rz&nbsp;28) ist sp&auml;testens mit dem Abrechnungsbescheid &uuml;ber die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r das zweite Quartal 2014 vom 20.10.2014 erfolgt, in dem das FA die rein intern wirkende Umbuchung (vgl. Klein\/R&uuml;sken, a.a.O., &sect;&nbsp;226 Rz&nbsp;64) mitteilte und best&auml;tigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach Anzeige der wiedererlangten Zul&auml;nglichkeit der Masse im Juli 2012 stand der Aufrechnung kein Aufrechnungsverbot mehr entgegen. Die w&auml;hrend der Masseunzul&auml;nglichkeit geltenden Aufrechnungsverbote sind nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren nicht mehr anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren ist nach &Uuml;berwindung der Masseunzul&auml;nglichkeit m&ouml;glich (Kie&szlig;ner in Frankfurter Kommentar zur Insolvenzordnung, 9.&nbsp;Aufl. 2018, &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;27&nbsp;ff.; Riedel in Graf-Schlicker, Kommentar zur Insolvenzordnung, 4.&nbsp;Aufl. 2014, &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;7; Ries in Uhlenbruck, a.a.O., &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;22; Weitzmann in Hamburger Kommentar zum Insolvenzrecht, 7.&nbsp;Aufl. 2019, &sect;&nbsp;208 InsO Rz&nbsp;14; Windel in Jaeger, Insolvenzordnung, &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;46; Oberlandesgericht&nbsp;&nbsp;Rostock, Urteil vom 10.10.2008&nbsp;&#8211; 5&nbsp;U&nbsp;173\/08, Neue Zeitschrift f&uuml;r Insolvenz- und Sanierungsrecht &#8211;NZI&#8211; 2008,750; a.A. wohl Arbeitsgericht Hamburg, Beschluss vom 02.02.2000&nbsp;&#8211; 67c&nbsp;IN&nbsp;157\/99, NZI 2000, 140). Dabei gen&uuml;gt mangels ausdr&uuml;cklicher gesetzlicher Regelung jedenfalls eine Anzeige an das Insolvenzgericht (actus contrarius, vgl. etwa Kie&szlig;ner, a.a.O., &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;28; Riedel, a.a.O., &sect;&nbsp;208 Rz&nbsp;7; Weitzmann, a.a.O., &sect;&nbsp;208 InsO Rz&nbsp;14). F&uuml;r die Annahme, dass f&uuml;r die R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren &#8211;die nur in Betracht kommt, wenn die f&uuml;r die Massegl&auml;ubiger g&uuml;nstige Aussicht besteht, dass s&auml;mtliche Masseverbindlichkeiten erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen&#8211; h&ouml;here H&uuml;rden gelten k&ouml;nnten als f&uuml;r die Einleitung eines Verfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;208&nbsp;ff. InsO, dessen Rechtsfolgen f&uuml;r die Altmassegl&auml;ubiger ung&uuml;nstig sind, gibt es keinen Grund.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen ist im Streitfall eine R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren erfolgt, nachdem der Kl&auml;ger im Juli 2012 dem Insolvenzgericht angezeigt hat, dass die Masse wieder zul&auml;nglich geworden ist. Erst danach ist die Aufrechnungslage entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren sind Aufrechnungsverbote analog &sect;&nbsp;95 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InsO oder &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 4 InsO (vgl. Senatsurteile vom 04.03.2008&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;10\/06, BFHE 220, 295, BStBl&nbsp;II 2008, 506, und vom 01.08.2000&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;31\/99, BFHE 193, 1, BStBl&nbsp;II 2002, 323) oder &sect;&nbsp;210 InsO (vgl. Senatsurteile in BFHE 220, 295, BStBl&nbsp;II 2008, 506, und in BFHE 193, 1, BStBl&nbsp;II 2002, 323; Runkel, Schnurbusch, NZI 2000, 49; Schmidt, NZI 1999, 442) nicht mehr zu rechtfertigen. Die Gefahr, dass die f&uuml;r die Verteilung der unzul&auml;nglichen Masse geltenden Rechtsregeln durch eine Aufrechnung unterlaufen werden k&ouml;nnten, besteht nicht mehr, wenn die Masse wieder zul&auml;nglich geworden ist und die Erf&uuml;llung s&auml;mtlicher Masseverbindlichkeiten erwartet werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den Senatsurteilen in BFHE 220, 295, BStBl&nbsp;II 2008, 506 und in BFHE 193, 1, BStBl&nbsp;II 2002, 323 oder dem BGH-Urteil vom 18.05.1995&nbsp;&#8211; IX&nbsp;ZR&nbsp;189\/94, BGHZ 130, 38, folgt nichts anderes. Die Urteile betrafen F&auml;lle, in denen die Masseunzul&auml;nglichkeit fortbestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Abrechnungsbescheids vom 20.10.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.08.2016 bestehen auch im &Uuml;brigen keine Bedenken (zu den Anforderungen vgl. etwa Senatsurteil in BFHE 263, 483).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2019, VII R 31\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.170919.VIIR31.18.0 S&auml;umniszuschl&auml;ge trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit &#8211; Aufrechnung nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren Leits&auml;tze 1. S&auml;umniszuschl&auml;ge entstehen gem&auml;&szlig; &sect; 240 Abs. 1 Satz 1 AO auch nach Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit kraft Gesetzes. 2. Nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren sind die w&auml;hrend der Masseunzul&auml;nglichkeit geltenden Aufrechnungsverbote nicht mehr anzuwenden. Tenor &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-31-18-saeumniszuschlaege-trotz-anzeige-der-masseunzulaenglichkeit-aufrechnung-nach-rueckkehr-ins-regulaere-insolvenzverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;31\/18 &#8211; S&auml;umniszuschl&auml;ge trotz Anzeige der Masseunzul&auml;nglichkeit &#8211; Aufrechnung nach R&uuml;ckkehr ins regul&auml;re Insolvenzverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71833","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71833"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71833\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}