{"id":71840,"date":"2020-01-31T12:22:46","date_gmt":"2020-01-31T10:22:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71840"},"modified":"2020-01-31T12:22:46","modified_gmt":"2020-01-31T10:22:46","slug":"iv-r-59-16-unternehmensidentitaet-kein-ruhender-gewerbebetrieb-im-gewerbesteuerrecht-fortbestehen-der-unternehmensidentitaet-bei-einer-besitzpersonengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-59-16-unternehmensidentitaet-kein-ruhender-gewerbebetrieb-im-gewerbesteuerrecht-fortbestehen-der-unternehmensidentitaet-bei-einer-besitzpersonengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;59\/16 &#8211; Unternehmensidentit&auml;t &#8211; Kein &quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot; im Gewerbesteuerrecht &#8211; Fortbestehen der Unternehmensidentit&auml;t bei einer Besitzpersonengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.10.2019, IV R 59\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.301019.IVR59.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Unternehmensidentit&auml;t &#8211; Kein &quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot; im Gewerbesteuerrecht &#8211; Fortbestehen der Unternehmensidentit&auml;t bei einer Besitzpersonengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust i.S. des &sect; 10a GewStG geht unter, wenn zum Schluss des Erhebungszeitraums zwar eine die einkommensteuerrechtliche Existenz des Betriebs unber&uuml;hrt lassende Betriebsunterbrechung (&quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot;) gegeben ist, gewerbesteuerrechtlich hiermit aber die werbende T&auml;tigkeit nicht nur vor&uuml;bergehend unterbrochen bzw. eine andersartige werbende T&auml;tigkeit aufgenommen wird. Es entf&auml;llt die f&uuml;r die Verlustfeststellung erforderliche Unternehmensidentit&auml;t.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei einer Besitzpersonengesellschaft besteht die Unternehmensidentit&auml;t jedenfalls so lange fort, als sie mit der n&auml;mlichen Betriebskapitalgesellschaft sachlich und personell verflochten bleibt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 29.09.2016 &#8211; 10 K 1180\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist die R-GmbH als Gesamtrechtsnachfolgerin der K-GmbH &#038; Co. KG (K-KG). An der K-KG waren als alleinige Komplement&auml;rin &#8211;ohne verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ige Beteiligung&#8211; die V-GmbH, als alleinige Kommanditistin die Kl&auml;gerin beteiligt. Alleinige Anteilseignerin der V-GmbH war wiederum die Kl&auml;gerin. Die K-KG hatte ein abweichendes Wirtschaftsjahr; es endete jeweils zum 30.06. Die V-GmbH ist mit Wirkung vom 29.06.2011 aus der K-KG ausgeschieden. Damit ist die K-KG liquidationslos erloschen und deren Verm&ouml;gen durch Anwachsung auf die Kl&auml;gerin als Gesamtrechtsnachfolgerin &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der K-KG umfasste bis zum 30.06.2005 die Produktion von &#8230; nach eigenen Entw&uuml;rfen sowie den Handel mit sonstigen Produkten der R-Gruppe. Es wurden durchschnittlich 55&nbsp;Arbeitnehmer besch&auml;ftigt und j&auml;hrliche Umsatzerl&ouml;se von ca. 6 bis 7&nbsp;Mio.&nbsp;EUR erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Wirtschaftsjahr 2005 bestand der deutsche Teilkonzern der R-Gruppe (mit Sitz in den USA) aus einer Vielzahl inl&auml;ndischer operativer Kommanditgesellschaften. Im Jahr 2005 fasste die Konzernf&uuml;hrung den Plan, die deutschen operativen Kommanditgesellschaften der R-Gruppe zu restrukturieren. Ziel war es, die verschiedenen Aktivit&auml;ten der einzelnen operativen Kommanditgesellschaften soweit wie m&ouml;glich auf die Kl&auml;gerin als einzige Gesellschaft zu konzentrieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden s&auml;mtliche Gesch&auml;ftsbetriebe der Kommanditgesellschaften &#8211;mit Ausnahme des Gesch&auml;ftsbetriebs der K-KG&#8211; im Wege der erweiterten Anwachsung zum 30.06.2005 auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen. Die gewerbesteuerrechtlichen Verlustvortr&auml;ge der untergegangenen Kommanditgesellschaften wurden in der Folgezeit von der Kl&auml;gerin genutzt. Grund f&uuml;r das Fortbestehen der K-KG war, dass vor einer Anwachsung auf die Kl&auml;gerin zun&auml;chst ihr Grundverm&ouml;gen, insbesondere ihr Betriebsgrundst&uuml;ck in M, auf welchem eine Fabrik f&uuml;r &#8230; betrieben wurde, ver&auml;u&szlig;ert werden sollte. Der Gesch&auml;ftsbetrieb der K-KG sollte bis zum Verkauf des betreffenden Grundverm&ouml;gens an die Kl&auml;gerin verpachtet werden. Nach dem Verkauf des Grundverm&ouml;gens sollte dann die K-KG ebenfalls auf die Kl&auml;gerin anwachsen. Nach Angaben der Kl&auml;gerin war der Abschluss des Betriebspachtvertrags lediglich als &quot;Zwischenl&ouml;sung&quot; im Rahmen der Restrukturierung gedacht. Dieser Betriebspachtvertrag wurde mit Wirkung ab dem 01.07.2005 (&Uuml;berlassungsstichtag) abgeschlossen. Hiernach wurde das Anlageverm&ouml;gen der K-KG an die Kl&auml;gerin verpachtet. Das Umlaufverm&ouml;gen der K-KG wurde zum &Uuml;berlassungsstichtag an die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert und &uuml;bertragen. Zudem gingen die Arbeitsverh&auml;ltnisse mit den Arbeitnehmern der K-KG nach &sect;&nbsp;613a des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs auf die Kl&auml;gerin &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Betriebspachtvertrag wurde am 30.06.2006 aufgehoben. Hintergrund hierf&uuml;r war nach Angaben der Kl&auml;gerin das Interesse, die Unternehmensstrukturen weiter zu vereinfachen, nachdem man zur Erkenntnis gelangt sei, dass sich der Verkauf des Grundverm&ouml;gens der K-KG wohl l&auml;nger als zun&auml;chst erwartet hinziehen w&uuml;rde, und die Kl&auml;gerin den bestehenden Betriebspachtvertrag angesichts der beabsichtigten Vereinfachung nicht l&auml;ngerfristig habe fortf&uuml;hren wollen. Im Zuge der Aufhebung des Betriebspachtvertrags vereinbarten die Vertragsparteien die &Uuml;bertragung des Anlageverm&ouml;gens auf die Kl&auml;gerin, die hierf&uuml;r eine Zahlung von 100.000&nbsp;EUR an die K-KG leistete. Das Betriebsgrundst&uuml;ck mit dem aufstehenden Fabrikationsbetrieb vermietete die K-KG mit Mietvertrag vom 01.07.2006 fortan an die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte mit dem unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen Bescheid vom 19.07.2007 &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts (Verlustfeststellungsbescheid) auf den 31.12.2005 den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust der K-KG nach &sect;&nbsp;10a des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) auf 2.511.698&nbsp;EUR fest. In dem Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag (Gewerbesteuermessbescheid) 2006 wurde bei Ermittlung des Gewerbeertrags von dem Gewerbeertrag (vor Verlustabzug) in H&ouml;he von 177.737&nbsp;EUR ein gleich hoher Teilbetrag des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts abgezogen, so dass der Gewerbesteuermessbetrag 2006 auf 0&nbsp;EUR festgesetzt wurde. In dem Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 war ein vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust in H&ouml;he von 2.333.961&nbsp;EUR festgestellt<em>.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2008\/2009 fand bei der K-KG eine Au&szlig;enpr&uuml;fung statt, die u.a. die Gewerbesteuer 2004 bis 2006 umfasste. Der Pr&uuml;fer kam zu dem Ergebnis, dass der auf den 31.12.2005 festgestellte vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust untergegangen sei, weil ab dem Beginn des Wirtschaftsjahrs 2005\/2006 eine Unternehmensidentit&auml;t nicht mehr bestehe; der Wechsel von einem Produktions- zu einem verm&ouml;gensverwaltenden Unternehmen lasse diese Voraussetzung f&uuml;r den Verlustabzug entfallen. Das FA folgte dieser Auffassung und hob mit Bescheid vom 14.07.2009 die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.12.2005 auf. Der Gewerbesteuermessbetrag 2006 wurde mit &Auml;nderungsbescheid vom 16.07.2009 auf 5.785&nbsp;EUR festgesetzt. Au&szlig;erdem wurde der Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 mit Bescheid vom 14.07.2009 aufgehoben, weil zum Ende des vorangegangenen Erhebungszeitraums kein vortragsf&auml;higer Verlust mehr bestanden habe. Der Bescheid vom 14.07.2009, der die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.12.2006 aufhob, wurde bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der die Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 aufhebende Bescheid vom 14.07.2009 und der ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheid 2006 vom 16.07.2009 waren Gegenstand des von der Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der K-KG vor dem Finanzgericht (FG) K&ouml;ln gef&uuml;hrten Rechtsstreits 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10. Das FG gab der Klage mit Urteil vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 teilweise statt. Es hob den die Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 aufhebenden Bescheid vom 14.07.2009 auf, weil die Frage der Unternehmensidentit&auml;t erst im Verfahren betreffend den Gewerbesteuermessbescheid des nachfolgenden Verlustabzugsjahrs 2006 zu pr&uuml;fen sei. Den ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid 2006 vom 16.07.2009 beurteilte das FG hingegen als rechtm&auml;&szlig;ig, weil der im Anrechnungsjahr 2006 bestehende Gewerbebetrieb (Verpachtungsunternehmen) nicht mit dem im Verlustentstehungsjahr existierenden Gewerbebetrieb (Produktions-\/Vertriebsunternehmen) identisch gewesen sei. Es h&auml;tten nacheinander wirtschaftlich verschiedene T&auml;tigkeiten vorgelegen. Das FG-Urteil vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 wurde rechtskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem vorliegenden Revisionsverfahren liegt der Bescheid des FA vom 05.06.2012 zugrunde, mit dem der Antrag der Kl&auml;gerin vom 07.05.2012 abgelehnt wurde, den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust der K-KG auf den 31.12.2006 mit dem auf den 31.12.2005 festgestellten Wert von 2.511.698&nbsp;EUR festzustellen. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FA in dem Ablehnungsbescheid vom 05.06.2012 aus, dass zwar als Folge des FG-Urteils vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 wieder eine Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 in H&ouml;he von 2.511.698&nbsp;EUR bestanden habe und dieser Bescheid auch Grundlagenbescheid f&uuml;r die Verlustfeststellung des Folgejahrs sei. Aus dem Urteil ergebe sich aber auch, dass der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust im Jahr 2006 infolge Wegfalls der Unternehmensidentit&auml;t untergegangen sei. Der hiergegen eingelegte Einspruch blieb erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 20.03.2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen von der Kl&auml;gerin erhobene Klage hatte Erfolg. Das Klageverfahren ruhte zun&auml;chst im Anschluss an die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 20.01.2016 bis zur Rechtskraft des klageabweisenden FG-Urteils 10&nbsp;K&nbsp;2481\/13 vom gleichen Tage. In dem Klageverfahren 10&nbsp;K&nbsp;2481\/13 hatte die Kl&auml;gerin begehrt, aufgrund des Betriebspachtvertrags und dessen Beendigung am 30.06.2006 den auf den 31.12.2006 festgestellten Gewerbeverlust der Kl&auml;gerin um den auf den 31.12.2005 festgestellten Gewerbeverlust der K-KG (2.511.698&nbsp;EUR) zu erh&ouml;hen. Nachdem die Kl&auml;gerin die gegen das FG-Urteil vom 20.01.2016&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;2481\/13 eingelegte Revision (vormaliges Az. des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;: IV&nbsp;R&nbsp;15\/16) zur&uuml;ckgenommen hatte, wurde das hier streitige Verfahren fortgesetzt. Mit Urteil vom 29.09.2016&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1180\/13 verpflichtete das FG das FA unter Aufhebung des Ablehnungsbescheids vom 05.06.2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20.03.2013, den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust der K-KG auf den 31.12.2006 auf 2.511.698&nbsp;EUR festzustellen. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG aus, dass zwar die von der K-KG bis zum 30.06.2005 ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit nicht mit der vom 01.07.2005 bis 30.06.2006 betriebenen identisch gewesen sei. Der Gewerbeverlust gehe aber erst dann unter, wenn keine (erneute) Unternehmensidentit&auml;t entstehen k&ouml;nne. So sei bei einem ruhenden Gewerbebetrieb (unter fortbestehender Unternehmeridentit&auml;t) die M&ouml;glichkeit gegeben, dass der Betrieb fortgef&uuml;hrt werde. Ebenso sei im Streitfall aufgrund der Verpachtungssituation nicht ausgeschlossen gewesen, dass zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt wieder eine Unternehmensidentit&auml;t entstehen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, die es auf eine Verletzung materiellen Rechts st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 29.09.2016&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1180\/13 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 24.10.2019 hat der Vorsitzende des erkennenden Senats darauf hingewiesen, dass nach Aktenlage im Verwaltungsverfahren (auch) die Frage thematisiert worden sei, ob zwischen der K-KG und der Kl&auml;gerin eine Betriebsaufspaltung vorgelegen habe. Die Beteiligten haben sich hierzu ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Infolge des rechtskr&auml;ftigen FG-Urteils vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 und der damit wieder wirksam gewordenen Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 in H&ouml;he von 2.511.968&nbsp;EUR ist das FA zwar nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) verpflichtet, den Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 hieran entsprechend anzupassen (dazu I.). Diese Anpassung konnte nicht nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO mit der Begr&uuml;ndung versagt werden, bei der K-KG sei die Unternehmensidentit&auml;t durch den &Uuml;bergang von einem Produktions-\/Vertriebsunternehmen auf ein Verpachtungsunternehmen entfallen und damit der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust der K-KG untergegangen. Denn dieser Vorgang h&auml;tte &#8211;was nicht geschehen ist&#8211; bereits im Verlustfeststellungsverfahren des Erhebungszeitraums 2005 ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen (dazu II.). Die Vorentscheidung ist aber aufzuheben, weil das FG bei Pr&uuml;fung der Frage, ob bei der K-KG die Unternehmensidentit&auml;t im Erhebungszeitraum 2006 entfallen ist, von fehlerhaften Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen ist (dazu III.). Die Sache ist nicht spruchreif. Der erkennende Senat kann die vorbezeichnete Frage mangels ausreichender tats&auml;chlicher Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen (dazu IV.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO liegen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Vorschrift ist ein Steuerbescheid zu erlassen, aufzuheben oder zu &auml;ndern, soweit ein Grundlagenbescheid (&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 AO), dem Bindungswirkung f&uuml;r diesen Steuerbescheid zukommt, erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert wird. Diese Vorschrift ist auf Feststellungsbescheide sinngem&auml;&szlig; anzuwenden (&sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2005 ist Grundlagenbescheid f&uuml;r den Verlustfeststellungbescheid auf den 31.12.2006 (z.B. BFH-Urteil vom 28.02.2001&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;77\/00, BFH\/NV 2001, 1293, unter II.2.; Suchanek\/Hesse in Wendt\/Suchanek\/M&ouml;llmann\/Heinemann, GewStG, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;199). Der auf den 31.12.2005 festgestellte vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust flie&szlig;t als vorgetragener Gewerbeverlust ohne materielle Pr&uuml;fung &#8211;sowohl der H&ouml;he als auch grunds&auml;tzlich der Abzugsf&auml;higkeit dem Grunde nach (vgl. Bl&uuml;mich\/Hofmeister, &sect;&nbsp;35b GewStG Rz&nbsp;50)&#8211; als Feststellungsgrundlage in den Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 ein. Die rechtskr&auml;ftige finanzgerichtliche Aufhebung (FG-Urteil vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10) des Aufhebungsbescheids vom 14.07.2009 f&uuml;hrte dazu, dass die Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 in H&ouml;he von 2.511.698&nbsp;EUR erneut wirksam wurde. Danach war das FA verpflichtet, den Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 an diesen Grundlagenbescheid anzupassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Korrektur der Verlustfeststellung auf den 31.12.2006 ist nicht infolge Ablaufs der Feststellungsfrist ausgeschlossen. Denn der Ablauf der Feststellungsfrist ist nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 i.V.m. Abs.&nbsp;3 AO gehemmt. Die Zwei-Jahres-Frist des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 AO zur Umsetzung der Korrektur im Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2006 (Folgebescheid) begann mit Rechtskraft des FG-Urteils vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 zu laufen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 14.01.2003&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;108\/01, BFHE 201, 6, BStBl II 2003, 335, unter II.4.b). Da die Kl&auml;gerin mit ihrem Schreiben vom 07.05.2012 innerhalb dieser Zwei-Jahres-Frist einen Antrag auf entsprechende &Auml;nderung der Verlustfeststellung auf den 31.12.2006 gestellt hat, ist der Ablauf der Feststellungsfrist nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;3 AO gehemmt (Klein\/R&uuml;sken, AO, 14. Aufl., &sect;&nbsp;171 Rz&nbsp;96b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO gebotene Korrektur war nicht deshalb nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO zu versagen, weil bei der K-KG der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust ggf. infolge Wegfalls der Unternehmensidentit&auml;t durch den &Uuml;bergang von einem Produktions-\/Vertriebsunternehmen auf ein Verpachtungsunternehmen zum 30.06.\/01.07.2005 untergegangen sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r die Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids zugunsten des Steuerpflichtigen vor, so sind nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO, soweit die &Auml;nderung reicht, zuungunsten und zugunsten des Steuerpflichtigen solche materiellen Fehler zu berichtigen, die nicht Anlass der Aufhebung oder &Auml;nderung sind (&sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO). Materielle Fehler sind alle Fehler einschlie&szlig;lich offenbarer Unrichtigkeiten i.S. des &sect;&nbsp;129 AO, die zur Festsetzung einer Steuer f&uuml;hren, die von der kraft Gesetzes entstandenen Steuer abweicht (&sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;3 AO). Diese Regelungen gelten f&uuml;r Feststellungsbescheide sinngem&auml;&szlig; (&sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;177 AO; vgl. BFH-Urteil vom 11.04.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;22\/16, Rz&nbsp;18). Der Fehlerbegriff umfasst jede objektive Unrichtigkeit des Steuerbescheids (Feststellungsbescheids) ohne R&uuml;cksicht darauf, ob sie auf tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden oder falscher Rechtsanwendung beruht (BFH-Urteil vom 18.12.1991&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;38\/90, BFHE 167, 1, BStBl II 1992, 504, unter 3.b; Klein\/R&uuml;sken, a.a.O., &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;11). Ein materieller Fehler i.S. des &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;3 AO liegt auch dann vor, wenn er nicht bereits Gegenstand einer fr&uuml;heren Steuerfestsetzung (Feststellung) gewesen ist. Entscheidend ist allein, dass im Augenblick der Aufhebung\/&Auml;nderung ein nicht eigenst&auml;ndig korrigierbarer materieller Fehler vorliegt (z.B. BFH-Urteil vom 03.03.2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;35\/09, Rz&nbsp;22, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Als gegenzurechnender materieller Fehler ist im Streitfall der Untergang des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts infolge Wegfalls der Unternehmensidentit&auml;t in Betracht zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;10a GewStG wird der ma&szlig;gebende Gewerbeertrag bis zu einem Betrag in H&ouml;he von 1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR um die Fehlbetr&auml;ge gek&uuml;rzt, die sich bei der Ermittlung des ma&szlig;gebenden Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume nach den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;7 bis 10 GewStG ergeben haben, soweit die Fehlbetr&auml;ge nicht bei der Ermittlung des Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume ber&uuml;cksichtigt worden sind (Satz&nbsp;1). Die H&ouml;he der vortragsf&auml;higen Fehlbetr&auml;ge ist gesondert festzustellen (Satz&nbsp;6). Vortragsf&auml;hige Fehlbetr&auml;ge sind die nach der K&uuml;rzung des ma&szlig;gebenden Gewerbeertrags nach Satz&nbsp;1 und 2 zum Schluss des Erhebungszeitraums verbleibenden Fehlbetr&auml;ge (Satz&nbsp;7; eingef&uuml;gt mit R&uuml;ckwirkung durch Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;2, Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;c des Jahressteuergesetzes 2008 vom 20.12.2007, BGBl I 2007, 3150).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die K&uuml;rzung des Gewerbeertrags um Verluste aus fr&uuml;heren Erhebungszeitr&auml;umen setzt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH die Unternehmens- und Unternehmeridentit&auml;t voraus (BFH-Urteil vom 07.09.2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 255, 266, BStBl II 2017, 482, Rz&nbsp;20, m.w.N.). Dabei ist &uuml;ber die Frage eines (anteiligen) Untergangs des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts (Fehlbetrags) infolge eines (anteiligen) Wegfalls der Unternehmensidentit&auml;t im Verlustfeststellungsbescheid des Erhebungszeitraums zu entscheiden, in dem der hierf&uuml;r ma&szlig;gebliche Umstand eingetreten ist, nicht erst im Gewerbesteuermessbescheid des (nachfolgenden) Verlustabzugsjahrs (dazu grundlegend BFH-Urteil in BFHE 255, 266, BStBl II 2017, 482, Rz&nbsp;20&nbsp;ff.; vgl. auch BFH-Urteil vom 04.05.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;2\/14, BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;28, m.w.N.; Suchanek\/Hesse in Wendt\/Suchanek\/M&ouml;llmann\/Heinemann, a.a.O., &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;37&nbsp;f., 203&nbsp;f.; anderer Ansicht FG K&ouml;ln, Urteil vom 15.02.2012&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &Uuml;bertragen auf den Streitfall bedeutet dies, dass ein etwaiger Untergang des Fehlbetrags durch den &Uuml;bergang von einem Produktions-\/Vertriebsunternehmen auf ein Verpachtungsunternehmen bereits in dem Verlustfeststellungsverfahren des Erhebungszeitraums 2005 h&auml;tte ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage des Wegfalls der Unternehmensidentit&auml;t beurteilt sich ausschlie&szlig;lich nach Ma&szlig;gabe der von der K-KG tats&auml;chlich ausge&uuml;bten (werbenden) T&auml;tigkeit (dazu ausf&uuml;hrlich unter B.III.1.a der Gr&uuml;nde). Damit k&auml;me es ma&szlig;geblich darauf an, in welchem Erhebungszeitraum die K-KG ihre bisher ausge&uuml;bte (werbende) T&auml;tigkeit als Produktions-\/Vertriebsunternehmen (dauerhaft) eingestellt h&auml;tte, weil hiermit die Unternehmensidentit&auml;t entfallen w&auml;re. Nach den f&uuml;r den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat die K-KG ihre Verpachtungst&auml;tigkeit bereits am 01.07.2005 (&Uuml;berlassungsstichtag) aufgenommen. Danach w&auml;re ein etwaiger Fortfall der Unternehmensidentit&auml;t bereits mit Ablauf des 30.06.2005, d.h. zum Ende des der Gewerbeertragsermittlung f&uuml;r den Erhebungszeitraum 2005 zugrundeliegenden Wirtschaftsjahrs 2004\/2005 (01.07.2004 bis 30.06.2005) eingetreten (vgl. auch &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG, &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;, &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 GewStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zugleich steht aufgrund der bestandskr&auml;ftigen (rechtskr&auml;ftigen) Verlustfeststellung auf den 31.12.2005 bindend fest, dass der Fehlbetrag in H&ouml;he von 2.511.698&nbsp;EUR durch den bezeichneten Vorgang nicht untergegangen ist, selbst wenn hiermit materiell-rechtlich die Unternehmensidentit&auml;t entfallen sein sollte. Es ist daher auch ohne Bedeutung, ob die Unternehmensidentit&auml;t trotz des beschriebenen Vorgangs deshalb fortbestanden haben k&ouml;nnte, weil eine betriebsbedingte (auch strukturelle) Anpassung der gewerblichen Bet&auml;tigung an ver&auml;nderte wirtschaftliche Verh&auml;ltnisse (vgl. dazu BFH-Urteil vom 12.01.1983&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;177\/80, BFHE 138, 90, BStBl II 1983, 425, unter 2.) oder eine vor&uuml;bergehende Betriebsunterbrechung i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 GewStG vorgelegen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Gleichwohl ist das FG-Urteil aufzuheben. Das FG ist bei Pr&uuml;fung der Frage, ob die Korrektur wegen eines im Erhebungszeitraum 2006 eingetretenen Untergangs des Fehlbetrags nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO zu versagen ist, von fehlerhaften Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im streitigen Korrekturverfahren bleibt zu pr&uuml;fen, ob die Unternehmensidentit&auml;t bei der K-KG infolge der mit Ablauf des 30.06.2006 erneut eingetretenen &#8211;ihre T&auml;tigkeit betreffenden&#8211; &Auml;nderungen, insbesondere der zu diesem Zeitpunkt erfolgten Aufhebung des Betriebspachtvertrags entfallen sein k&ouml;nnte (wegen der Zuordnung dieses Vorgangs zum Erhebungszeitraum 2006 vgl. die hierauf entsprechend anwendbaren Ausf&uuml;hrungen unter B.II.3. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei Pr&uuml;fung der Unternehmensidentit&auml;t gelten f&uuml;r Personengesellschaften &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht nur f&uuml;r origin&auml;r gewerblich t&auml;tige, sondern auch f&uuml;r gewerblich gepr&auml;gte i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG (dazu grundlegend BFH-Urteil in BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;30&nbsp;f.)&#8211; folgende Grunds&auml;tze:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unternehmensidentit&auml;t bedeutet, dass der im Anrechnungsjahr bestehende Gewerbebetrieb identisch ist mit dem Gewerbebetrieb, der im Jahr der Entstehung des Verlusts bestanden hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil in BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;33, m.w.N.). Unter Gewerbebetrieb ist in diesem Zusammenhang die tats&auml;chlich ausge&uuml;bte gewerbliche Bet&auml;tigung zu verstehen. Ob diese die gleiche (wirtschaftlich identisch) geblieben ist, muss nach dem Gesamtbild der T&auml;tigkeit unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer wesentlichen Merkmale wie insbesondere der Art der Bet&auml;tigung, des Kunden- und Lieferantenkreises, der Arbeitnehmerschaft, der Gesch&auml;ftsleitung, der Betriebsst&auml;tten sowie der Zusammensetzung des Aktivverm&ouml;gens beurteilt werden (z.B. BFH-Urteil in BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;34, m.w.N.). Bei einer Personengesellschaft ist hierbei auf die von ihr ausge&uuml;bte werbende T&auml;tigkeit abzustellen (BFH-Urteil in BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;35). Die Personengesellschaft kann nacheinander mehrere Betriebe unterhalten. Die Unternehmensidentit&auml;t kann daher auch dadurch wechseln, dass sie ihre urspr&uuml;ngliche werbende T&auml;tigkeit einstellt und eine anders gelagerte werbende T&auml;tigkeit aufnimmt (BFH-Urteil in BFHE 258, 470, BStBl II 2017, 1138, Rz&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hieraus ergibt sich, dass die Unternehmensidentit&auml;t &#8211;ebenso wie die Unternehmeridentit&auml;t (vgl. dazu BFH-Urteil vom 11.10.2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;3\/09, BFHE 239, 130, BStBl II 2013, 176, Rz&nbsp;15)&#8211; in dem Zeitraum zwischen Anrechnungsjahr und Verlustentstehungsjahr ununterbrochen bestanden haben muss. Der (unver&auml;nderte) Fortbestand des Fehlbetrags setzt daher voraus, dass die Unternehmensidentit&auml;t zum Schluss des Erhebungszeitraums noch besteht. Es reicht nicht aus, wenn der Gewerbebetrieb im Anrechnungsjahr wieder mit dem des Verlustentstehungsjahrs identisch ist, in der Zwischenzeit aber die werbende T&auml;tigkeit nicht nur vor&uuml;bergehend unterbrochen oder eine andersartige werbende T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wurde. In solchen F&auml;llen kann zwar eine den einkommensteuerrechtlichen Fortbestand des Betriebs unber&uuml;hrt lassende Betriebsunterbrechung &#8211;auch als &quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot; bezeichnet (vgl. Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;653)&#8211; gegeben sein (heute: &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b Satz&nbsp;1 EStG). Gewerbesteuerrechtlich entf&auml;llt jedoch die Unternehmensidentit&auml;t, es sei denn, es liegt eine (nur) betriebsbedingte Anpassung der werbenden T&auml;tigkeit an ver&auml;nderte wirtschaftliche Verh&auml;ltnisse oder eine vor&uuml;bergehende Betriebsunterbrechung i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 GewStG vor. Das Gewerbesteuerrecht kennt keinen &quot;ruhenden Gewerbebetrieb&quot; im Sinne des einkommensteuerrechtlichen Begriffsverst&auml;ndnisses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Besitzpersonengesellschaft im Rahmen einer bestehenden Betriebsaufspaltung &uuml;bt eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 EStG aus; eine gewerbliche Pr&auml;gung i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG w&auml;re &uuml;berlagert (BFH-Urteil vom 20.08.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;26\/13, BFHE 251, 53, BStBl II 2016, 408, Rz&nbsp;11). Ein etwaiger Fortfall der Unternehmensidentit&auml;t beurteilt sich auch bei einer derartigen Gesellschaft im Ausgangspunkt danach, ob die von ihr ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit nach dem Gesamtbild unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer wesentlichen Merkmale die gleiche (wirtschaftlich identisch) geblieben ist. Denn die Besitzpersonengesellschaft und die Betriebskapitalgesellschaft sind im Grundsatz gewerbesteuerrechtlich kein einheitliches, sondern getrennt zu behandelnde Unternehmen (BFH-Urteil vom 28.05.1968&nbsp;&#8211; IV&nbsp;340\/64, BFHE 93, 91, BStBl II 1968, 688, unter 1.a). Gleichwohl ist der Senat der Auffassung, dass bei einer Besitzpersonengesellschaft die Unternehmensidentit&auml;t jedenfalls so lange fortbesteht, als sie mit der n&auml;mlichen Betriebskapitalgesellschaft sachlich und personell verflochten bleibt. Denn f&uuml;r diesen Fall &uuml;bt die Besitzpersonengesellschaft aufgrund genannter Verflechtungen gegen&uuml;ber dem n&auml;mlichen &quot;Kunden&quot; (Vertragspartner) ununterbrochen eine nutzungs&uuml;berlassende T&auml;tigkeit aus, die sich nach ihrem Gesamtbild als die wirtschaftlich identische (origin&auml;r) gewerbliche T&auml;tigkeit darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Danach ist das FG bei dieser Pr&uuml;fung von fehlerhaften Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG musste hierbei zwar keine Bindungen an den Inhalt anderer Bescheide beachten. Denn der Gewerbesteuermessbescheid 2006 ist f&uuml;r den Verlustfeststellungsbescheid dieses Erhebungszeitraums kein Grundlagenbescheid i.S. des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 AO, soweit das Merkmal der Unternehmensidentit&auml;t betroffen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 255, 266, BStBl II 2017, 482, Rz&nbsp;23&nbsp;ff.). Es ist daher unerheblich, dass das FG im Klageverfahren 10&nbsp;K&nbsp;1830\/10 die Unternehmensidentit&auml;t zu Unrecht im Verfahren betreffend den Gewerbesteuermessbescheid 2006 gepr&uuml;ft und verneint hat. Ebenso bezieht sich die Bindungswirkung des Verlustfeststellungsbescheids auf den 31.12.2005 nicht auf Umst&auml;nde, die sich erst im Folgejahr 2006 ereignen und die Abzugsf&auml;higkeit des festgestellten Fehlbetrags ggf. im Folgejahr entfallen lassen (vgl. BFH-Urteil vom 11.10.2012&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;38\/09, BFHE 240, 90, BStBl II 2013, 958, Rz&nbsp;14, 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der Auffassung des FG soll der Fehlbetrag aber erst dann untergehen, wenn keine (erneute) Unternehmensidentit&auml;t entstehen kann. Im Streitfall habe diese M&ouml;glichkeit &#8211;wie bei einem ruhenden Gewerbebetrieb&#8211; bestanden. So sei aufgrund der Verpachtungssituation nicht ausgeschlossen gewesen, dass zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt wieder eine Unternehmensidentit&auml;t entstehen werde. Es reiche aus, wenn erst im Jahr der potentiellen Verlustverrechnung die Unternehmer- und Unternehmensidentit&auml;t kumuliert vorl&auml;gen. Diese Ausf&uuml;hrungen sind rechtsfehlerhaft. Entgegen der Rechtsauffassung des FG reicht eine derartige M&ouml;glichkeit gerade nicht aus, einen Fehlbetrag i.S. des &sect;&nbsp;10a GewStG fortzuschreiben. Vielmehr setzt der Fortbestand des Fehlbetrags voraus, dass (auch) die Unternehmensidentit&auml;t ununterbrochen gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG hat bisher nicht gepr&uuml;ft, ob die zum 30.06.\/01.07.2006 eingetretenen &#8211;die T&auml;tigkeit der K-KG betreffenden&#8211; &Auml;nderungen die Unternehmensidentit&auml;t entfallen lie&szlig;en. Der Senat kann diese Pr&uuml;fung mangels ausreichender tats&auml;chlicher Feststellungen des FG nicht selbst vornehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Anwendung der oben dargestellten Rechtgrunds&auml;tze (vgl. unter B.III.1.c der Gr&uuml;nde) w&auml;re zwar die Unternehmensidentit&auml;t nicht im Erhebungszeitraum 2006 entfallen, wenn durch den &Uuml;bergang von einem Produktions-\/Vertriebsunternehmen auf ein Verpachtungsunternehmen zum 30.06.\/01.07.2005 zwischen der K-KG (Besitzpersonengesellschaft) und der Kl&auml;gerin (Betriebskapitalgesellschaft) eine Betriebsaufspaltung begr&uuml;ndet worden w&auml;re, die trotz der erneuten &Auml;nderung ihrer T&auml;tigkeit zum 30.06.\/01.07.2006 &uuml;ber diesen Zeitpunkt hinaus fortbestanden h&auml;tte. Es fehlen aber tats&auml;chliche Feststellungen zur Frage, ob die K-KG mit der Kl&auml;gerin ab dem 01.07.2005 und &uuml;ber den 01.07.2006 hinaus personell verflochten war. Dem FG wird Gelegenheit gegeben, diese Pr&uuml;fung und die hierf&uuml;r erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V. Der Senat gibt f&uuml;r den zweiten Rechtsgang &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; nachstehende Hinweise:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei Pr&uuml;fung einer etwaigen Betriebsaufspaltung zwischen der K-KG als Besitzpersonengesellschaft und der Kl&auml;gerin als Betriebskapitalgesellschaft ist Folgendes zu beachten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat hat keine Zweifel daran, dass die erforderliche sachliche Verflechtung zwischen der K-KG und der Kl&auml;gerin vorgelegen hat. Jedenfalls war das bereits zum 01.07.2005 im Rahmen des Betriebspachtvertrags der Kl&auml;gerin zur Nutzung &uuml;berlassene und &#8211;nach Aufhebung des Betriebspachtvertrags&#8211; ab dem 01.07.2006 weiter an die Kl&auml;gerin vermietete Fabrikationsgrundst&uuml;ck f&uuml;r diese Gesellschaft eine funktional wesentliche Betriebsgrundlage (zum Abstellen allein auf funktionelle Erfordernisse des Betriebsunternehmens z.B. BFH-Urteil vom 26.05.1993&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;78\/91, BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718, unter&nbsp;2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die personelle Verflechtung l&auml;sst sich nicht mit dem Argument ablehnen, die Kl&auml;gerin werde von anderen Personen als die K-KG beherrscht. Insoweit verweist der erkennende Senat auf sein Urteil vom 08.09.2011&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;44\/07 (BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136), dem ein mit dem Streitfall vergleichbarer Sachverhalt zugrunde gelegen hat. &Uuml;bertr&auml;gt man die in diesem Urteil zur personellen Verflechtung dargestellten Grunds&auml;tze auf den Streitfall, so bedeutet dies: Ist eine Kapitalgesellschaft Rechtstr&auml;gerin des Betriebsunternehmens (hier die R-GmbH als Kl&auml;gerin) und zugleich Mehrheitsgesellschafterin der Besitzpersonengesellschaft (hier der K-KG), liegt die f&uuml;r eine Betriebsaufspaltung erforderliche enge personelle Verflechtung (jedenfalls dann) vor, wenn die Gesellschafter der Besitzpersonengesellschaft f&uuml;r den Abschluss und die Beendigung des Miet-\/Pachtvertrags bez&uuml;glich der funktional wesentlichen Betriebsgrundlage gemeinsam zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung befugt sind und dabei mit Stimmenmehrheit nach Anteilen am Kapital der Gesellschaft entscheiden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die personelle Verflechtung ist entscheidend, dass die Geschicke des Besitzunternehmens in den wesentlichen Fragen durch die Person oder Personen bestimmt werden, die auch hinter dem Betriebsunternehmen stehen. Gleiches gilt, wenn dies durch das Betriebsunternehmen selbst geschieht. Zu den wesentlichen Fragen geh&ouml;ren insbesondere die hinsichtlich der wesentlichen Betriebsgrundlagen bestehenden Nutzungs&uuml;berlassungsvertr&auml;ge (BFH-Urteil in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;25, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei Anwendung der bisherigen Grunds&auml;tze der BFH-Rechtsprechung w&auml;re eine personelle Verflechtung nicht schon deshalb gegeben, weil die Kl&auml;gerin sowohl unmittelbar als alleinige Kommanditistin als auch mittelbar &uuml;ber eine 100&nbsp;%-ige Tochterkapitalgesellschaft &#8211;die V-GmbH als Komplement&auml;rin&#8211; an der K-KG beteiligt gewesen ist. Denn der BFH geht (bisher) davon aus, dass die Beteiligung am Besitzunternehmen &uuml;ber eine 100&nbsp;%-ige Tochterkapitalgesellschaft keine personelle Verflechtung begr&uuml;ndet (sog. Abschirmwirkung, z.B. BFH-Urteile vom 27.08.1992&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;13\/91, BFHE 169, 231, BStBl II 1993, 134, unter II.2.a; in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;24; vom 16.09.1994&nbsp;&#8211; III&nbsp;R&nbsp;45\/92, BFHE 176, 98, BStBl II 1995, 75, unter II.3.e&nbsp;aa&nbsp;(2); anderer Ansicht z.B. Schmidt\/Wacker, EStG, 38. Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;835; Krumm in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;96; Bl&uuml;mich\/Bode, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;613; Stoschek\/Sommerfeld, Deutsches Steuerrecht 2012, 215, 217); die Tochterkapitalgesellschaft ist eine Nur-Besitzgesellschafterin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Danach liegt bei der Beteiligung von Nur-Besitzgesellschaftern an der Besitzpersonengesellschaft keine personelle Verflechtung vor, wenn im Besitzunternehmen das Einstimmigkeitsprinzip gilt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;25). Sie besteht hingegen bei nicht mehrheitlich beteiligten Nur-Besitzgesellschaftern dann, wenn f&uuml;r die Beschlussfassung in der Besitzpersonengesellschaft das einfache Mehrheitsprinzip gilt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Bei einer KG geh&ouml;rt insbesondere die Aufhebung des Miet-\/Pachtvertrags &uuml;ber die &uuml;berlassene wesentliche Betriebsgrundlage (hier das Fabrikationsgrundst&uuml;ck) zu den Gesch&auml;ften, die &uuml;ber den gew&ouml;hnlichen Betrieb eines Handelsgesch&auml;fts (vgl. &sect;&nbsp;164 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;) hinausgehen (BFH-Urteil in BFHE 169, 231, BStBl II 1993, 134, unter II.2.b). Der Kommanditist &#8211;hier die Kl&auml;gerin&#8211; hat in diesen F&auml;llen nicht nur ein Widerspruchsrecht, sondern es ist nach &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 HGB ein Gesellschafterbeschluss erforderlich (Baumbach\/Hopt\/Roth, HGB, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;164 Rz&nbsp;2; vgl. auch BFH-Urteil vom 07.12.1999&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;50,&nbsp;51\/96, BFH\/NV 2000, 601, unter II.1.b&nbsp;cc). Danach gilt f&uuml;r derartige Gesch&auml;fte im Grundsatz das Einstimmigkeitsprinzip. Abweichend vom Einstimmigkeitsprinzip kann (und wird oftmals) im Gesellschaftsvertrag einer KG geregelt sein, dass die Beschlussfassung der Gesellschafter mit einfacher Stimmenmehrheit nach Anteilen am Kapital erfolgt. F&uuml;r die Gesch&auml;fte des t&auml;glichen Lebens ist hingegen keine Zustimmung des Kommanditisten erforderlich (vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 07.10.2002&nbsp;&#8211; IV&nbsp;A&nbsp;6-S 2240-134\/02, BStBl I 2002, 1028, unter II.3.). Die Komplement&auml;rin entscheidet insoweit allein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der BFH geht zwar davon aus, dass eine personelle Verflechtung bereits dann fehlt, wenn an der Besitzgesellschaft ein Nur-Besitzgesellschafter beteiligt ist und das Einstimmigkeitsprinzip auch die laufende Verwaltung der vermieteten Wirtschaftsg&uuml;ter einschlie&szlig;t (BFH-Urteil vom 21.01.1999&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;96\/96, BFHE 187, 570, BStBl II 2002, 771, unter 1.). Der hieraus abzuleitende Grundsatz, wonach die an beiden Unternehmen beteiligte Person ihren gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen in der Besitzpersonengesellschaft auch im Hinblick auf die laufende Verwaltung der Nutzungs&uuml;berlassung durchsetzen k&ouml;nnen muss, ist aber eingehalten, wenn der Mehrheitsgesellschafter der Besitzpersonengesellschaft personenidentisch mit dem Rechtstr&auml;ger des Betriebsunternehmens ist. Denn der Mehrheitsgesellschafter kann dann in seiner Eigenschaft als Rechtstr&auml;ger des Betriebsunternehmens verhindern, dass der (gesch&auml;ftsf&uuml;hrende) Nur-Besitzgesellschafter innerhalb der laufenden Verwaltung der Nutzungs&uuml;berlassung nachteilige Vertrags&auml;nderungen vornimmt (BFH-Urteil in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) &Uuml;bertragen auf den Streitfall bedeutet dies, dass eine personelle Verflechtung bereits dann gegeben w&auml;re, wenn nach dem Gesellschaftsvertrag der K-KG deren Gesellschafter (die V-GmbH und die Kl&auml;gerin) &uuml;ber den Abschluss und die Beendigung des Pacht-\/ Mietvertrags hinsichtlich des Fabrikationsgrundst&uuml;cks mit der Stimmenmehrheit nach Anteilen am Kapital entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sollte sich im zweiten Rechtsgang hingegen ergeben, dass die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung nicht vorgelegen haben und die K-KG &#8211;wovon die Beteiligten bisher offensichtlich ausgegangen sind&#8211; eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewesen ist, bleibt zu pr&uuml;fen, ob die mit Ablauf des 30.06.2006 bei der K-KG eingetretenen &#8211;ihre T&auml;tigkeit betreffenden&#8211; &Auml;nderungen so wesentlich gewesen sind, dass nach dem Gesamtbild die ab dem 01.07.2006 ausge&uuml;bte werbende T&auml;tigkeit nicht mehr mit der ab dem 01.07.2005 bis 30.06.2006 (Verpachtungsunternehmen) ausge&uuml;bten wirtschaftlich identisch gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>VI. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.10.2019, IV R 59\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.301019.IVR59.16.0 Unternehmensidentit&auml;t &#8211; Kein &quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot; im Gewerbesteuerrecht &#8211; Fortbestehen der Unternehmensidentit&auml;t bei einer Besitzpersonengesellschaft Leits&auml;tze 1. Der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust i.S. des &sect; 10a GewStG geht unter, wenn zum Schluss des Erhebungszeitraums zwar eine die einkommensteuerrechtliche Existenz des Betriebs unber&uuml;hrt lassende Betriebsunterbrechung (&quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot;) gegeben ist, gewerbesteuerrechtlich hiermit aber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-59-16-unternehmensidentitaet-kein-ruhender-gewerbebetrieb-im-gewerbesteuerrecht-fortbestehen-der-unternehmensidentitaet-bei-einer-besitzpersonengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;59\/16 &#8211; Unternehmensidentit&auml;t &#8211; Kein &quot;ruhender Gewerbebetrieb&quot; im Gewerbesteuerrecht &#8211; Fortbestehen der Unternehmensidentit&auml;t bei einer Besitzpersonengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71840\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}