{"id":71889,"date":"2020-02-08T17:41:35","date_gmt":"2020-02-08T15:41:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71889"},"modified":"2020-02-08T17:41:35","modified_gmt":"2020-02-08T15:41:35","slug":"x-b-89-18-besteuerung-der-pensionszahlungen-an-ehemalige-mitarbeiter-der-europaeischen-weltraumorganisation-esa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-89-18-besteuerung-der-pensionszahlungen-an-ehemalige-mitarbeiter-der-europaeischen-weltraumorganisation-esa\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;89\/18 &#8211; Besteuerung der Pensionszahlungen an ehemalige Mitarbeiter der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.6.2019, X B 89\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.060619.XB89.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung der Pensionszahlungen an ehemalige Mitarbeiter der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die Pensionsleistungen der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA) stellen Ruhegelder nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG dar.<\/p>\n<\/p>\n<p>(Best&auml;tigung der Senatsrechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 22.11.2006 &#8211; X R 29\/05, BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402 und vom 23.02.2017 &#8211; X R 24\/15, BFHE 257, 140, BStBl II 2017, 636)<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 15.05.2018 &#8211; 12 K 2592\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die verheirateten Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurden in den Streitjahren 2009 bis 2015 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger, der von 1976 bis 2003 bei dem Operationszentrum der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA) besch&auml;ftigt war, erhielt in den Streitjahren eine &quot;retirement pension&quot;, die der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in den Einkommensteuerbescheiden f&uuml;r die Streitjahre als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit i.S. von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erfasste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &#8211;nach erfolglosem Einspruchsverfahren&#8211; erhobene Klage, mit welcher die Kl&auml;ger im Wesentlichen eine Besteuerung der ESA-Zahlungen als Renten i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG anstrebten, wies das Finanzgericht (FG) ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, der Kl&auml;ger habe von der ESA Pensionszahlungen erhalten. Nach dem ab dem 1.&nbsp;Juli 1974 geltenden Pensionssystem habe der Kl&auml;ger einen Anspruch auf Altersversorgungsleistungen nur gegen seinen fr&uuml;heren Arbeitgeber. Denn die &quot;retirement pension&quot; sei allein von einer mindestens zehnj&auml;hrigen Besch&auml;ftigung bei der ESA und dem Erreichen der Altersgrenze, nicht jedoch von der H&ouml;he eigener Beitragsleistungen abh&auml;ngig. Nach den fr&uuml;heren Gehaltsabrechnungen des Kl&auml;gers seien zwar &#8211;nach Abzug einer internen Steuer&#8211; Mitarbeiterbeitr&auml;ge (&quot;staff members&#8216; contribution&quot;) abgezogen worden. Letztere h&auml;tten aber lediglich den Zweck, &uuml;ber den 1991 eingerichteten Pensionspufferfonds (&quot;Pension Buffer Fund&quot; &#8211;PBF&#8211;) sp&auml;tere Haushaltsjahre bei der ESA zu entlasten, w&uuml;rden aber nicht zum Aufbau einer individualisierten Altersvorsorge angelegt. Im &Uuml;brigen sei auch der hilfsweise gestellte Antrag auf Steuerfreistellung von einem Drittel der Versorgungsbez&uuml;ge unter Einbeziehung dieser Betr&auml;ge in den Progressionsvorbehalt unbegr&uuml;ndet, da es hierf&uuml;r &#8211;anders als bei den Aktivbez&uuml;gen&#8211; bei den Renten und Ruhegeh&auml;ltern an einer gesetzlichen Grundlage fehle. Insbesondere seien die Altersversorgungsleistungen auch nicht zu einem Drittel noch nicht ausgezahlte Aktivbez&uuml;ge des Kl&auml;gers aus seiner fr&uuml;heren T&auml;tigkeit. Der Kl&auml;ger habe in den Jahren seiner aktiven T&auml;tigkeit f&uuml;r die ESA nur einen Anspruch auf die um die Abz&uuml;ge gek&uuml;rzten Gehaltsbetr&auml;ge gehabt, au&szlig;erdem sei sein Anspruch auf die &quot;retirement pension&quot; unabh&auml;ngig von den fr&uuml;heren Gehaltsk&uuml;rzungen entstanden. Der Umstand, dass der Kl&auml;ger nach seinen Darlegungen nicht auf Bez&uuml;ge habe verzichten d&uuml;rfen, habe nicht dazu gef&uuml;hrt, dass die ESA seine Bez&uuml;ge nicht habe k&uuml;rzen bzw. nicht in einem geringeren Umfang habe auszahlen d&uuml;rfen. Schlie&szlig;lich liege auch keine verfassungswidrige Doppelbesteuerung vor, da der Kl&auml;ger keine Beitr&auml;ge zu seiner Alterssicherung erbracht habe, die bereits der Einkommensbesteuerung in einem Mitgliedstaat unterlegen h&auml;tten. Im &Uuml;brigen habe der Kl&auml;ger in den Streitjahren einen Steuerausgleich (&quot;Tax Adjustment&quot;) in H&ouml;he von jeweils &uuml;ber 10.000&nbsp;EUR erhalten, welcher zum teilweisen Ausgleich der Besteuerung der Ruhegeh&auml;lter durch den Wohnsitzstaat bestimmt sei. Damit sei eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung des Kl&auml;gers im Vergleich zu den Beziehern einer Leib- oder Altersrente zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer gegen die Nichtzulassung der Revision gerichteten Beschwerde machen die Kl&auml;ger geltend, die Revision sei wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen. Das FA tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist &#8211;bei bestehenden Bedenken bez&uuml;glich der Einhaltung der Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO)&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung rechtfertigt keine Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht der Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so hat er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert; nicht ausreichend ist eine Fragestellung, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt. Des Weiteren muss die Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darlegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (vgl. nur Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;216\/13, BFH\/NV 2014, 1888, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen wird die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hinsichtlich der ersten von den Kl&auml;gern formulierten Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Verst&ouml;&szlig;t es gegen die in Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 des &Uuml;bereinkommens zur Gr&uuml;ndung einer europ&auml;ischen Weltraumorganisation (&#8218;Convention of the European Space Agency&#8216;) i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 des Protokolls &uuml;ber die Vorrechte und Immunit&auml;ten der ESA als v&ouml;lkerrechtlichem Vertrag seitens der Bundesrepublik Deutschlands der ESA gew&auml;hrten Immunit&auml;t ihres Verm&ouml;gens von jeder Form des Zugriffs durch einen Dritten als Ausdruck der staatengleichen Souver&auml;nit&auml;t der ESA, wenn das nationale Steuerrecht nur dann eine strukturelle und inhaltliche &Uuml;bereinstimmung mit dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem der Bundesrepublik Deutschland annimmt, wenn die zur Altersversorgung der Bediensteten einbehaltenen Beitr&auml;ge auf einen Dritten, also auf eine au&szlig;erhalb der durch das v&ouml;lkerrechtliche &Uuml;bereinkommen gesch&uuml;tzten Organisation stehende Rechtsperson &uuml;bertragen werden?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>ist weder deren Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit noch deren Kl&auml;rungsf&auml;higkeit in einem zuk&uuml;nftigen Revisionsverfahren hinreichend dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allein die &#8211;f&uuml;r alle vier Rechtsfragen gleicherma&szlig;en getroffene&#8211; Aussage, der Bundesfinanzhof (BFH) habe bislang lediglich &uuml;ber die ertragsteuerliche Behandlung der Alterseink&uuml;nfte bei der Europ&auml;ischen Patentorganisation (EPO), bei den Vereinten Nationen (VN) und bei der NATO entschieden, ein h&ouml;chstrichterliches Urteil zur Besteuerung der Altersbez&uuml;ge ehemaliger Besch&auml;ftigter der ESA existiere nicht, gen&uuml;gt den Darlegungsanforderungen ebenso wenig wie das weitere Vorbringen, die vorhandenen Entscheidungen des X.&nbsp;Senats des BFH seien ausschlie&szlig;lich auf Grundlage des nationalen Einkommensteuergesetzes ergangen, ohne dabei die Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats des BFH zur Bedeutung v&ouml;lkerrechtlicher Vereinbarungen f&uuml;r die Anwendung des nationalen Steuerrechts zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlen Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;ger dazu, inwieweit die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig sein soll. Insbesondere haben sie nicht aufgearbeitet, in welcher Weise durch die nationale Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte der (vormals) Besch&auml;ftigten die &quot;Immunit&auml;t des Verm&ouml;gens der ESA&quot; betroffen sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von den Kl&auml;gern in Bezug genommene Art.&nbsp;IV Abs.&nbsp;2 der Anlage&nbsp;I &quot;Vorrechte und Immunit&auml;ten&quot; des &Uuml;bereinkommens zur Gr&uuml;ndung einer Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (BGBl II 1976, 1882&nbsp;f.) lautet wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Das Eigentum und die sonstigen Verm&ouml;genswerte der Organisation genie&szlig;en ohne R&uuml;cksicht darauf, wo sie sich befinden, Immunit&auml;t von jeder Form der Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und Zwangsverwaltung. Sie genie&szlig;en ebenfalls Immunit&auml;t von jedem beh&ouml;rdlichen Zwang und jeder vorl&auml;ufigen gerichtlichen Ma&szlig;nahme, sofern diese nicht zur Verhinderung oder Untersuchung von Unf&auml;llen, an denen der Organisation geh&ouml;rende oder f&uuml;r Sie betriebene Kraftfahrzeuge beteiligt sind, vor&uuml;bergehend notwendig sind.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts dieses Inhalts der Regelung hat das FA zutreffend darauf hingewiesen, dass die nationale Besteuerung weder eine Zwangsma&szlig;nahme im vorstehenden Sinne darstelle noch das Eigentum oder sonstige Verm&ouml;gen der Organisation ESA &uuml;berhaupt betroffen sei, da die Besteuerung erst zum Zeitpunkt der Auszahlung der Ruhegehaltszahlungen beim ehemals Bediensteten stattfinde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bez&uuml;glich der weiteren Rechtsfragen (Fragen zwei und drei)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;F&uuml;hren Ma&szlig;nahmen einer mit v&ouml;lkerrechtlicher Souver&auml;nit&auml;t ausgestatteten internationalen Organisation zur Separierung und Abgrenzung des f&uuml;r die Altersversorgung ihrer ehemaligen Bediensteten vorgesehenen Verm&ouml;gens, z.B. in Form eines zweckgebundenen Sonderverm&ouml;gens wie den Pension Buffer Fund der ESA, das zudem dem Zugriff der F&uuml;hrungseinheit (hier: Des Generaldirektors der ESA) entzogen ist und f&uuml;r das zus&auml;tzlich die Mitgliedstaaten der Organisation garantieren, zu den seitens der BFH-Rechtsprechung (BFH vom 05.04.2017, X&nbsp;R&nbsp;50\/14, BStBl II Seite&nbsp;1187) geforderten inhaltlichen und strukturellen &Uuml;bereinstimmungen mit dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem der Bundesrepublik Deutschland?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">und&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Ist die interne Steuer, die eine internationale Organisation wie die ESA auf das Einkommen ihrer aktiven Bediensteten erhebt, als steuerliche Vorbelastung des w&auml;hrend der aktiven Dienstzeit bezogenen Einkommens anzuerkennen, sodass es im Falle einer Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 EStG zu einer verfassungsrechtlichen unzul&auml;ssigen Doppelbesteuerung (vgl. BVerfG v. 14.10.2010&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvR&nbsp;367\/07) kommen w&uuml;rde?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>ist ebenfalls schon deren Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit nicht dargelegt, da nicht begr&uuml;ndet wird, inwieweit ihre Beantwortung zu Zweifeln Anlass gibt. Im Zusammenhang mit den Fragestellungen sind zahlreiche BFH-Entscheidungen ergangen, ohne dass die Beschwerde deren Inhalt im Einzelnen dargelegt und sodann herausgearbeitet h&auml;tte, aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtslage nicht eindeutig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus fehlt es an der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, wenn die in Rede stehende Rechtsfrage bereits durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, welche eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH erfordern (vgl. Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;34\/06, BFH\/NV 2007, 1703, unter 1.a). So liegt der Fall hier.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat sich zu den von der Beschwerde aufgeworfenen Fragestellungen in seinen Urteilen vom 23.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;24\/15 (BFHE 257, 140, BStBl II 2017, 636) &#8211;betreffend Frage zwei&#8211; und vom 22.&nbsp;November 2006&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;29\/05 (BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402) sowie im Beschluss vom 22.&nbsp;Juli 2015&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;172\/14 (BFH\/NV 2015, 1390) &#8211;betreffend Frage drei&#8211; in der Weise ge&auml;u&szlig;ert, dass sie zu verneinen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Urteil in BFHE 257, 140, BStBl II 2017, 636, hat der Senat u.a. ausgef&uuml;hrt, ebenso wie bei den seit 1974 geschaffenen Versorgungssystemen der NATO, der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) und der ESA sei auch bei der EPO das f&uuml;r die Altersversorgung der Bediensteten vorgesehene Kapital rechtlich im Verm&ouml;gen der jeweiligen Organisation geblieben; den Bediensteten sei nicht etwa ein unmittelbarer und unentziehbarer Rechtsanspruch gegen einen vom Arbeitgeber verschiedenen Dritten einger&auml;umt worden (unter II.1.c&nbsp;bb). Die Altersversorgungssysteme der EPO und der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung seien nicht vergleichbar. Der entscheidende Unterschied liege darin, dass der jeweilige Arbeitgeber eines rentenversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten mit der Zahlung des Rentenversicherungsbeitrags nicht nur organisatorisch, sondern auch rechtlich den Zugriff auf diesen Betrag verliere. Demgegen&uuml;ber verblieben die dem Reservefonds der EPO zugef&uuml;hrten Betr&auml;ge rechtlich im Verm&ouml;gen dieser Organisation (unter II.1.d&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Urteil in BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402, hat der Senat dargelegt, dass die Versorgungsbez&uuml;ge nach dem Pensionssystem der NATO nicht auf eigenen Beitragsleistungen des bezugsberechtigten ehemaligen Bediensteten beruhten (unter II.4.). Bei der ESA wie der NATO handele es sich &#8211;so der Senat im Beschluss in BFH\/NV 2015, 1390&#8211; um Koordinierte Organisationen, die jeweils r&uuml;ckwirkend f&uuml;r die Zeit ab 1.&nbsp;Juli 1974 ein einheitliches Pensionssystem f&uuml;r ihre in den Ruhestand tretenden Bediensteten eingef&uuml;hrt h&auml;tten. Nach diesem System w&uuml;rden die Ruhegeh&auml;lter bei allen koordinierten Organisationen (ESA, Europarat, NATO, OECD, Westeurop&auml;ische Union und Europ&auml;isches Zentrum f&uuml;r mittelfristige Wettervorhersage) aus dem laufenden Haushalt der einzelnen Organisation gezahlt (Rz&nbsp;17). Die Pensionsleistungen der ESA stellten Ruhegelder nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG dar, da eigene Beitr&auml;ge f&uuml;r die Zeit nach Einf&uuml;hrung des einheitlichen Pensionssystems mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Juli 1974 nicht vorl&auml;gen (Rz&nbsp;19&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sind aber &#8211;nach den vorstehend genannten BFH-Entscheidungen&#8211; keine eigenen Beitr&auml;ge zur Altersvorsorge gegeben, so scheidet die von den Kl&auml;gern behauptete Doppelbesteuerung aus, da eine solche nur vorliegen kann, wenn die steuerliche Belastung der &#8211;hier gerade nicht vorliegenden&#8211; Vorsorgeaufwendungen h&ouml;her ist als die steuerliche Entlastung der Altersbez&uuml;ge (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;April 2017&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;50\/14, BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bez&uuml;glich der vierten Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Sind v&ouml;lkerrechtliche Vereinbarungen (wie z.B. die Staff Regulations, Rules and Instructions der ESA als Bestandteil des &#8218;&Uuml;bereinkommens zur Gr&uuml;ndung einer Europ&auml;ischen Weltraumorganisation&#8216;) ihrem Wortlaut nach auszulegen mit der Folge, dass eine vom Wortlaut abweichende Interpretation, die zur Fiktion einer zwar nach nationalem Recht m&ouml;glichen, nach der Rechtsverfassung der als souver&auml;n anerkannten internationalen Organisation jedoch tats&auml;chlich nicht gegebenen Rechtslage (Gehaltsk&uuml;rzung anstelle von Gehaltsverwendung) f&uuml;hrt, nicht zul&auml;ssig ist?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>sind in der Beschwerdeschrift wiederum keine substantiierten Ausf&uuml;hrungen vorhanden, inwieweit diese Rechtsfrage &#8211;vor allem unter Ber&uuml;cksichtigung der bereits vorhandenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung&#8211; (erneut) kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und kl&auml;rungsf&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist in der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung bereits gekl&auml;rt (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2015&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;28\/14, BFH\/NV 2016, 919), dass v&ouml;lkerrechtliche Vereinbarungen und die darin enthaltenen Begriffe prim&auml;r autonom nach Ma&szlig;gabe v&ouml;lkerrechtlicher Grunds&auml;tze auszulegen sind, so dass zun&auml;chst der Wortlaut der Regelung ma&szlig;gebend ist (BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung wegen Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Revisionszulassung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO setzt voraus, dass das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH, das Bundesverfassungsgericht, der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;57\/11, BFH\/NV 2012, 1307, m.w.N., Rz&nbsp;2, 3, sowie vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2018&nbsp;&#8212; X&nbsp;B&nbsp;44\/17, BFH\/NV 2018, 637, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist eine Divergenz zu den in der Beschwerde zitierten BFH-Entscheidungen weder von den Kl&auml;gern ausreichend dargetan worden noch liegt eine solche vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem angef&uuml;hrten BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919 wird kein (abweichender) abstrakter Rechtssatz des FG gegen&uuml;bergestellt, vielmehr das angefochtene FG-Urteil in den f&uuml;r ma&szlig;geblich gehaltenen Punkten lediglich wiedergegeben. Dar&uuml;ber hinaus bleibt uner&ouml;rtert, inwieweit der den Entscheidungen jeweils zugrundeliegende Sachverhalt vergleichbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die behauptete Abweichung ist auch nicht gegeben:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So war in dem BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919 allein streitig, ob die gezahlte Invalidit&auml;tszulage als Gehalt und Bezug i.S. von Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 des Protokolls &uuml;ber die Vorrechte und Immunit&auml;ten der Europ&auml;ischen Patentorganisation (Immunit&auml;tenprotokoll &#8211;PPI&#8211;) steuerfrei zu stellen oder als steuerpflichtige Rente und Ruhegehalt i.S. von Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 PPI anzusehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber geht es im Streitfall weder um eine Invalidit&auml;tszulage, die &#8211;nach dem BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919&#8211; nicht als steuerpflichtige Rente bzw. steuerpflichtiges Ruhegehalt i.S. von Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 PPI anzusehen ist, noch um die Frage der Steuerfreistellung, sondern um (steuerpflichtige) Pensionszahlungen und deren einkommensteuerrechtliche Qualifizierung. Diesbez&uuml;glich ist hervorzuheben, dass sich die im BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919 vorgenommene Auslegung &#8211;anders als hier&#8211; ausschlie&szlig;lich auf Art.&nbsp;16 PPI, also eine v&ouml;lkerrechtliche Vereinbarung bezogen hatte. Im angefochtenen Urteil beschr&auml;nkt sich die Pr&uuml;fung demgegen&uuml;ber auf die Einordnung des Sachverhalts unter &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG oder &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG. Lediglich in diesem Rahmen sind die einkommensteuerrechtlich gepr&auml;gten Begriffe der Gehaltsverwendung bzw. Gehaltsk&uuml;rzung bedeutsam. Wie der Begriff &quot;Gehaltsk&uuml;rzung&quot; in einem anderen Zusammenhang zu verstehen sein mag, ist vorliegend nicht ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch bez&uuml;glich des BFH-Urteils in BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187, ist eine Abweichung weder dargetan noch gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist nicht ersichtlich, dass das FG einen abweichenden Rechtssatz gebildet h&auml;tte, zumal es sich &#8211;worauf das FA zutreffend hinweist&#8211; im Rahmen der Obersatzbildung (vgl. S.&nbsp;7 und 8 der Urteilsausfertigung) ausdr&uuml;cklich auf die (angebliche) Divergenzentscheidung &quot;BFH-Urteil in BStBl II 2017, 1187&quot; gest&uuml;tzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Divergenz liegt aber nicht schon dann vor, wenn ein Gericht von den Rechtsgrunds&auml;tzen der BFH-Rechtsprechung ausgeht und lediglich eine unzutreffende Anwendung der Grunds&auml;tze auf den Einzelfall ger&uuml;gt wird. Es wird dann lediglich ein materiell-rechtlicher, nicht zur Revisionszulassung f&uuml;hrender Fehler ger&uuml;gt (vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Februar 2017&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;48\/16, BFH\/NV 2017, 629, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist ein Fehler bei der Rechtsanwendung auch nicht gegeben. Vielmehr hat das FG in &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats, die insbesondere auf den BFH-Urteilen in BFHE 257, 140, BStBl II 2017, 636 und in BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187 beruht, entschieden. Au&szlig;erdem ist darauf hinzuweisen, dass in dem der angeblichen Divergenzentscheidung in BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187 zugrundeliegenden Sachverhalt Altersbez&uuml;ge des United Nations Joint Staff Pension Fund zu beurteilen waren, der &#8211;im Gegensatz zum PBF&#8211; eine rechtliche Selbst&auml;ndigkeit besitzt. Er ist nicht nur organisatorisch, finanziell und justiziell gegen&uuml;ber den VN verselbst&auml;ndigt, zu seinen Mitgliedern z&auml;hlen zudem neben den VN eine Reihe weiterer internationaler Organisationen (BFH-Urteil in BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus diesem Grunde liegt auch die von der Beschwerde angef&uuml;hrte Abweichung vom Senatsurteil in BFHE 257, 393, BStBl II 2017, 1187 in Bezug auf die Vorbelastung der Aufwendungen nicht vor. Im Streitfall sind &#8211;wie dargelegt&#8211; keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge gegeben, deren nur begrenzte Abziehbarkeit zu einer Doppelbesteuerung f&uuml;hren k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Schlie&szlig;lich ist eine Divergenz auch bez&uuml;glich der Ablehnung der hilfsweise beantragten (teilweisen) Steuerfreistellung unter Einbeziehung des steuerfreien Teils in den Progressionsvorbehalt weder in der gebotenen Form &#8211;es fehlt die Gegen&uuml;berstellung tragender abstrakter Rechtss&auml;tze und eine Aussage zur Vergleichbarkeit der Sachverhalte&#8211; dargelegt, noch liegt sie der Sache nach vor. Soweit die Kl&auml;ger wiederum aus dem BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 919 eine v&ouml;lkerrechtliche Bindung f&uuml;r den Streitfall ableiten wollen, ist erneut darauf hinzuweisen, dass sich die Qualifizierung der Eink&uuml;nfte hier nach einkommensteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen richtet (s. oben II.2.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.6.2019, X B 89\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.060619.XB89.18.0 Besteuerung der Pensionszahlungen an ehemalige Mitarbeiter der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA) Leits&auml;tze NV: Die Pensionsleistungen der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA) stellen Ruhegelder nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG dar. (Best&auml;tigung der Senatsrechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 22.11.2006 &#8211; X R 29\/05, BFHE 216, 124, BStBl II 2007, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-89-18-besteuerung-der-pensionszahlungen-an-ehemalige-mitarbeiter-der-europaeischen-weltraumorganisation-esa\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;89\/18 &#8211; Besteuerung der Pensionszahlungen an ehemalige Mitarbeiter der Europ&auml;ischen Weltraumorganisation (ESA)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71889\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}