{"id":71897,"date":"2020-02-08T17:41:09","date_gmt":"2020-02-08T15:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71897"},"modified":"2020-02-08T17:41:09","modified_gmt":"2020-02-08T15:41:09","slug":"v-b-70-18-subunternehmer-im-umsatzsteuerrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-70-18-subunternehmer-im-umsatzsteuerrecht\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;70\/18 &#8211; Subunternehmer im Umsatzsteuerrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.11.2019, V B 70\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:B.261119.VB70.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Subunternehmer im Umsatzsteuerrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Auch bei einer Leistungserbringung durch Haupt- und Subunternehmer bestimmen sich Leistender und Leistungsempf&auml;nger &#8211;wie sonst auch&#8211; entsprechend st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh&auml;ltnis. Von dem Handeln des Subunternehmers im eigenen Namen gegen&uuml;ber dem Hauptunternehmer ist zu unterscheiden, dass der Subunternehmer, wenn er in unmittelbaren Kontakt zum Kunden des Hauptunternehmers tritt, als dessen Gehilfe erscheint und insoweit in dessen Namen handelt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 04.07.2018 &#8211; 6 K 2117\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist unbegr&uuml;ndet, da keiner der geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der Kl&auml;gerin formulierte Frage zu Subunternehmern ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin macht insoweit geltend, dass es von grunds&auml;tzlicher Bedeutung sei, ob &quot;ein Subunternehmer &#8230; bei einer Personenbef&ouml;rderung des Hauptunternehmers von Endverbrauchern &#8230; gegen&uuml;ber dem Endverbraucher nach au&szlig;en in Erscheinung treten und die Personenbef&ouml;rderung im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung ausf&uuml;hren [muss], damit ihm eine Personenbef&ouml;rderung als Subunternehmer als eigene Personenbef&ouml;rderung zugerechnet werden kann, und zwar an dem Leistungsort, wo der Hauptunternehmer die Personenbef&ouml;rderungsleistung erbringen soll&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bed&uuml;rfe &quot;einer grunds&auml;tzlichen eindeutigen Kl&auml;rung durch den BFH, ob bei Personenbef&ouml;rderungsleistungen eines Hauptunternehmers der Subunternehmer gegen&uuml;ber den Endverbrauchern (zu Bef&ouml;rdernden) nach au&szlig;en in Erscheinung treten muss, und dar&uuml;ber hinaus die Personenbef&ouml;rderung im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung ausf&uuml;hren muss, damit ihm diese als Subunternehmer am Ort seiner Leistung als eigene Personenbef&ouml;rderungsleistung zugerechnet werden kann&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die f&uuml;r eine grunds&auml;tzliche Bedeutung nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) erforderliche Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 05.07.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;17\/18, BFH\/NV 2018, 1139) liegt entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dem Begriff des Subunternehmers kommt im Umsatzsteuerrecht keine eigenst&auml;ndige Bedeutung zu. Er umschreibt unterschiedliche Fallgestaltungen, bei denen der Unternehmer (&quot;Hauptunternehmer&quot;) eine Leistung nicht selbst, sondern unter Einschaltung eines anderen Unternehmers (&quot;Subunternehmer&quot;) erbringt. Auch bei einer Leistungserbringung durch Haupt- und Subunternehmer bestimmen sich Leistender und Leistungsempf&auml;nger &#8211;wie sonst auch&#8211; entsprechend st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh&auml;ltnis (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 28.08.2014&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;49\/13, BFHE 247, 283, und vom 22.11.2018&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;65\/17, BFHE 263, 90). Ma&szlig;geblich ist, wer aus diesem Rechtsverh&auml;ltnis berechtigt und verpflichtet ist. Dies ist bei einem Handeln im eigenen Namen der Handelnde und beim Handeln im fremden Namen der &#8211;mit Vertretungsmacht&#8211; Vertretene (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10.08.2016&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;4\/16, BFHE 254, 458, BStBl II 2017, 135). Eine Leistungserbringung durch Haupt- und Subunternehmer setzt danach voraus, dass beide ein Rechtsverh&auml;ltnis zu ihrem jeweiligen Auftraggeber eingehen und dabei im Verh&auml;ltnis zum jeweiligen Auftraggeber im eigenen Namen t&auml;tig sind. Von diesem Handeln des Subunternehmers im eigenen Namen gegen&uuml;ber dem Hauptunternehmer ist zu unterscheiden, dass der Subunternehmer, wenn er in unmittelbarem Kontakt zum Kunden des Hauptunternehmers tritt, als dessen Gehilfe erscheint und insoweit in dessen Namen handelt. Es ist daher zwischen Innen- und Au&szlig;enverh&auml;ltnis zu unterscheiden. Im Innenverh&auml;ltnis zum Hauptunternehmer handelt der Subunternehmer bei der Erbringung seiner Leistung im eigenen Namen, w&auml;hrend er seine T&auml;tigkeit im Au&szlig;enverh&auml;ltnis zum Kunden des Hauptunternehmers in dessen Namen als dessen Erf&uuml;llungsgehilfe aus&uuml;bt. Somit leistet der durch den Hauptunternehmer eingeschaltete Subunternehmer umsatzsteuerrechtlich ausschlie&szlig;lich im Innenverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber seinem Auftraggeber, nicht aber im Au&szlig;enverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber dem Kunden des ihn beauftragenden Unternehmers (zutreffend Nieskens in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;603).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Bei der von ihr aufgeworfenen Rechtsfrage ber&uuml;cksichtigt die Kl&auml;gerin die vorstehenden Zusammenh&auml;nge des allgemeinen Umsatzsteuerrechts nicht. Sie ist als Subunternehmerin im Innenverh&auml;ltnis zu ihrem Auftraggeber im eigenen Namen t&auml;tig. Sie kann dabei zugleich bei einem unmittelbaren Kontakt zu den Kunden ihres Auftraggebers in dessen Namen handeln. Erforderlich ist dies aber nicht. Unabh&auml;ngig hiervon erbringt der Hauptunternehmer eine Personenbef&ouml;rderungsleistung, die &sect;&nbsp;3b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) unterliegt, wobei der Hauptunternehmer die Kl&auml;gerin f&uuml;r den inl&auml;ndischen Streckenanteil als Subunternehmer einsetzt, die insoweit die Bef&ouml;rderung &uuml;bernimmt, so dass auch sie als Subunternehmer eine Personenbef&ouml;rderungsleistung nach &sect;&nbsp;3b UStG erbringt. Insoweit ist keinerlei Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit erkennbar, die eine grunds&auml;tzliche Bedeutung rechtfertigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin formulierte Rechtsfrage zur Traktion ist im Streitfall nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin sieht es als grunds&auml;tzlich bedeutsam an, ob &quot;die Richtlinie 91\/440\/EWG, nach welcher ein Eisenbahnunternehmer im Rahmen einer internationalen Gruppierung &#8230; zumindest die Traktion sicherstellen muss, also im Wesentlichen die Bef&ouml;rderung des Gegenstandes &#8218;Zug&#8216; mit der Lok, dahingehend auch im Rahmen des einheitlichen europ&auml;ischen Mehrwertsteuersystems (&#8230;) als innerdeutsches Recht anzuwenden [ist], dass die Traktionsleistung eine Gegenstandsbef&ouml;rderung des Gegenstandes &#8218;Zug&#8216; ist, auch wenn in dem Zug Reisende bef&ouml;rdert werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit macht die Kl&auml;gerin geltend, dass es hierzu keinerlei Gerichtsentscheidungen g&auml;be. Vor einer Vertragsauslegung h&auml;tte das Finanzgericht (FG) diese Frage vorrangig beantworten m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Frage ist nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) An der erforderlichen Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage in einem Revisionsverfahren fehlt es, wenn sie auf der Grundlage der nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht entscheidungserheblich ist (BFH-Beschluss vom 08.12.2017&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;53\/17, BFH\/NV 2018, 338). Dabei erstreckt sich die Bindungswirkung auch auf eine &#8211;jedenfalls vertretbare&#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung, gegen die keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen vorgebracht sind (BFH-Beschluss vom 21.08.2013&nbsp;&#8211; III&nbsp;B&nbsp;122\/12, BFH\/NV 2013, 1798). Weitergehend ist der BFH auch an eine Vertragsauslegung gebunden, wenn sie den Auslegungsgrunds&auml;tzen der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs entspricht und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, so dass damit die Kl&auml;rungsf&auml;higkeit aufgeworfener Rechtsfragen entf&auml;llt (BFH-Beschluss vom 24.07.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2017, 1635; ebenso BFH-Beschluss vom 17.12.2009&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;113\/08, BFH\/NV 2010, 939).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall ist das FG bei seiner Entscheidung davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber dem Hauptunternehmer Personenbef&ouml;rderungsleistungen erbracht hat (FG-Urteil S.&nbsp;31&nbsp;ff.). Es hat dies insbesondere damit begr&uuml;ndet, dass das Interesse des Hauptunternehmers darauf gerichtet war, eine Gesamtleistung zu erlangen, die in dem verantwortungsvollen F&uuml;hren des Nachtzugs auf der inl&auml;ndischen Strecke entsprechend dem vereinbarten Fahrplan bestanden habe, so dass sich die Leistung der Kl&auml;gerin nicht auf blo&szlig;es &quot;Ziehen&quot; der vom Hauptunternehmer mit Passagieren besetzten Schlaf- und Liegewagen beschr&auml;nkt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung der von der Kl&auml;gerin mit ihrem Auftraggeber getroffenen Vereinbarungen w&auml;re im Streitfall in einem Revisionsverfahren f&uuml;r den erkennenden Senat bindend, da die Kl&auml;gerin hiergegen keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten R&uuml;gen vorgebracht hat (vgl. hierzu 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich ist es auch nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, ob &quot;es mit der Richtlinie 91\/440\/EWG bzw. der Nachfolgeregelung 2012\/23\/EU, auch im Rahmen des einheitlichen europ&auml;ischen Mehrwertsteuersystems (&#8230;) vereinbar [ist], wenn die Traktionsleistung, also im Wesentlichen Zugbef&ouml;rderung mit Lok &#8230; als Personenbef&ouml;rderungsleistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3b UStG subsumiert werden, weil mit dem Zug Reisende bef&ouml;rdert werden, aber als umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage daf&uuml;r nicht die ggf. anteiligen Erl&ouml;se aus Fahrkartenverk&auml;ufen herangezogen werden, sondern die Entgelte f&uuml;r Leistungen des einen Eisenbahnverkehrsunternehmens an das andere&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch insoweit fehlt es an der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit. Denn f&uuml;r die Bestimmung des Leistungsorts kommt es auf den Inhalt der erbrachten Leistung, nicht aber auf die Art und Weise der Entgeltbestimmung an. F&uuml;r die hier streitige Anwendung von &sect;&nbsp;3b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG folgt dies bereits daraus, dass diese Vorschrift f&uuml;r die Ortsbestimmung auf den Ort abstellt, an dem die Bef&ouml;rderung bewirkt wird, ohne dass es hierf&uuml;r auf das Entgelt betreffende Modalit&auml;ten ankommt. Damit ist eine unmittelbar aus dem Gesetz zu beantwortende Frage nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Hinblick auf die vorstehenden Gr&uuml;nde kommt auch keine Revisionszulassung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO zur Rechtsfortbildung oder Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung in Betracht. Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt ebenfalls das Vorliegen einer hinreichend bestimmten und im Allgemeininteresse liegenden kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus (BFH-Beschluss vom 01.03.2019&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;45\/18, BFH\/NV 2019, 545).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es liegt auch kein Verfahrensfehler (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) vor. Das FG hat keinen Beweisantrag unzul&auml;ssig &uuml;bergangen und hat daher auch nicht die Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Ablehnung der Beweiserhebung kam es nur darauf an, dass sich diese nicht hinreichend auf die von der Kl&auml;gerin konkret abgeschlossenen Vereinbarungen bezogen hat. Der Inhalt fremder Vertr&auml;ge ist hierf&uuml;r ohne Bedeutung. Das FG hat damit nicht zum Ausdruck gebracht, dass die Kl&auml;gerin den Inhalt fremder Vertr&auml;ge h&auml;tte kennen m&uuml;ssen, sondern vielmehr dargelegt, dass auch die (naheliegende) M&ouml;glichkeit eines abweichenden Vertragsinhalts gegen die beantragte Beweiserhebung spricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.11.2019, V B 70\/18ECLI:DE:BFH:2019:B.261119.VB70.18.0 Subunternehmer im Umsatzsteuerrecht Leits&auml;tze NV: Auch bei einer Leistungserbringung durch Haupt- und Subunternehmer bestimmen sich Leistender und Leistungsempf&auml;nger &#8211;wie sonst auch&#8211; entsprechend st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh&auml;ltnis. 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