{"id":71899,"date":"2020-02-08T17:41:24","date_gmt":"2020-02-08T15:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71899"},"modified":"2020-02-08T17:41:24","modified_gmt":"2020-02-08T15:41:24","slug":"iv-r-9-18-zwei-feststellungsbescheide-bei-atypisch-stiller-beteiligung-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-9-18-zwei-feststellungsbescheide-bei-atypisch-stiller-beteiligung-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;9\/18 &#8211; Zwei Feststellungsbescheide bei atypisch stiller Beteiligung einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.11.2019, IV R 9\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.071119.IVR9.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zwei Feststellungsbescheide bei atypisch stiller Beteiligung einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Es bedarf jeweils einer selbst&auml;ndigen gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r Unter- und Obergesellschaft, wenn Eink&uuml;nfte aus der atypisch stillen Beteiligung einer Personengesellschaft an einer Kapitalgesellschaft festgestellt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 23.06.2017 &#8211; 13 K 145\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger wird zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger, Revisionsbeklagten und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren zusammen mit F (Beigeladener zu 2.) Gesellschafter der B-GbR. Die B-GbR hatte auf gepachteten Fl&auml;chen eine Naturgolfanlage einschlie&szlig;lich eines Clubhauses errichtet und an die T-GmbH (Beigeladene zu 1.) verpachtet, deren Stammkapital je zur H&auml;lfte von den Kl&auml;gern gehalten wurde. Mit Vertrag vom 01.01.1997 beteiligte sich die B-GbR mit einer Einlage von 850.000&nbsp;DM als atypisch stille Gesellschafterin an der T-GmbH. Die Einlage wurde durch Umwandlung bestehender Darlehensforderungen geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die T-GmbH und atypisch stille Gesellschafter (T-asG) wurden f&uuml;r die Streitjahre 1997 bis 2001 gewerbliche Eink&uuml;nfte erkl&auml;rt, die sich aus den Ergebnissen der f&uuml;r die B-GbR eingereichten Sonderbilanzen (Verluste) und dem Jahresfehlbetrag der T-GmbH zusammensetzten. Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; gesondert und einheitlich fest, f&uuml;hrte allerdings als Mitunternehmer neben der T-GmbH die beiden Kl&auml;ger und F anstelle der B-GbR auf und rechnete diesen die Gesamthands- und Sondergewinne anteilig zu. Die Bescheide ergingen vorl&auml;ufig gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 der Abgabenordnung (AO) in Bezug auf das Nichtvorliegen einer Liebhaberei und unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;164 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund einer Pr&uuml;fungsanordnung vom 14.02.2003 betreffend die Jahre 1999 bis 2001, erweitert durch Pr&uuml;fungsanordnung vom 21.11.2003 auf die Jahre 1997 und 1998, f&uuml;hrte das FA eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durch. Gegen die Erweiterung der Pr&uuml;fungsanordnung hatte der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. am 27.11.2003 Einspruch eingelegt. Noch am gleichen Tag fand nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) ein Telefonat zwischen dem Kl&auml;ger zu&nbsp;1. und dem Pr&uuml;fer statt, in dem vereinbart wurde, dass die Unterlagen f&uuml;r 1997 und 1998 am 11.12.2003 beim Kl&auml;ger zu&nbsp;1. abgeholt werden. Als der Pr&uuml;fer am 11.12.2003 im Steuerb&uuml;ro des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. erschien, wurden ihm Vertr&auml;ge &uuml;bergeben und es kam zu einem Gespr&auml;ch, in dem die Gr&uuml;nde der Pr&uuml;fungserweiterung erl&auml;utert wurden. Au&szlig;erdem bat der Pr&uuml;fer um Aufgliederung der Ums&auml;tze f&uuml;r diese beiden Jahre. Im Januar 2004 wurden dem Pr&uuml;fer weitere Unterlagen zur Abholung angeboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Au&szlig;enpr&uuml;fung war das FA der Ansicht, weder die T-GmbH noch die B-GbR seien mit Gewinnerzielungsabsicht t&auml;tig gewesen, und hob mit Sammelbescheid vom 10.03.2006 s&auml;mtliche gesonderten und einheitlichen Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die T-asG gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ersatzlos auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter anderem gegen diese Aufhebungsbescheide erhoben die B-GbR und die T-asG nach erfolglosem Einspruch Klage. Mit dieser wurde nicht nur das Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht bestritten, sondern auch geltend gemacht, f&uuml;r das Jahr 1997 sei bei Ergehen des Aufhebungsbescheids Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG kam zu dem Ergebnis, dass Feststellungsverj&auml;hrung auch f&uuml;r 1997 nicht eingetreten sei, weil noch im Dezember 2003 Pr&uuml;fungshandlungen auch f&uuml;r 1997 vorgenommen worden seien, zumindest aber eine einvernehmliche Verschiebung des Pr&uuml;fungsbeginns auf das Jahr 2004 stattgefunden habe. Die B-GbR und die T-GmbH h&auml;tten mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt. Eine mitunternehmerische stille Gesellschaft an der T-GmbH sei aber nicht begr&uuml;ndet worden. Die in die Beteiligung umgewandelten Darlehen seien nicht werthaltig gewesen, so dass die stille Gesellschafterin mangels einer werthaltigen Einlage kein Mitunternehmerrisiko getragen habe. Stattdessen sei eine typisch stille Gesellschaft entstanden, aus der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gesondert und einheitlich festzustellen seien. Das FG hob deshalb die angefochtenen Bescheide auf und stellte negative Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen f&uuml;r die Streitjahre fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Nichtzulassung der Revision legte das FA Nichtzulassungsbeschwerde ein, der der Senat in Bezug auf die Klage der T-asG mit Beschluss vom 28.03.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;52\/17 stattgab. Das Verfahren wurde als Revisionsverfahren IV&nbsp;R&nbsp;9\/18 fortgef&uuml;hrt. Die zugleich eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde der B-GbR wurde verworfen. Innerhalb eines Monats nach Zustellung des Beschlusses &uuml;ber die teilweise Zulassung der Revision durch den erkennenden Senat legten auch die Kl&auml;ger Revision ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das Urteil des FG vom 23.06.2017&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;145\/11 aufzuheben und die Klage abzuweisen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Revision der Kl&auml;ger zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Kl&auml;ger beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das Urteil des FG vom 23.06.2017&nbsp;&#8211; 13&nbsp;K&nbsp;145\/11 und die Aufhebungsbescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1997 bis 2001 f&uuml;r die T-GmbH und atypische stille Gesellschafter vom 10.03.2006 sowie die Einspruchsentscheidung vom 29.04.2011 aufzuheben,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger r&uuml;gen eine Verletzung von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;179, 180 AO und &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 sowie &sect;&nbsp;7 EStG. Sie machen geltend, dass die gesonderten und einheitlichen Feststellungen der (negativen) Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft nicht h&auml;tten aufgehoben werden d&uuml;rfen. Zwischen der T-GmbH und der B-GbR sei wirksam eine mitunternehmerschaftliche atypisch stille Gesellschaft begr&uuml;ndet worden. Insbesondere habe die B-GbR als stille Gesellschafterin Mitunternehmerrisiko getragen. Die eingelegte Forderung sei nicht wertlos gewesen. Auch Gewinnerzielungsabsicht habe bei der atypisch stillen Gesellschaft vorgelegen. F&uuml;r 1997 habe schon wegen Eintritts der Feststellungsverj&auml;hrung kein Aufhebungsbescheid mehr erlassen werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben. Die Sache ist spruchreif und die Klage abzuweisen (I.). Die Revision der Kl&auml;ger ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Revision des FA f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage ist zwar zul&auml;ssig (a), h&auml;tte aber als unbegr&uuml;ndet abgewiesen werden m&uuml;ssen (b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwischen den Beteiligten besteht im Nachgang zu der Darlegung des Senates in dem Beschluss &uuml;ber die &#8211;abgelehnte&#8211; Aussetzung der Vollziehung vom 25.07.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;S&nbsp;4\/18 und den Er&ouml;rterungen im Rahmen der m&uuml;ndlichen Verhandlung kein Streit mehr dar&uuml;ber, dass die beiden Kl&auml;ger eine zul&auml;ssige Klage erhoben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Klage ist jedoch unbegr&uuml;ndet und h&auml;tte von dem FG abgewiesen werden m&uuml;ssen. Denn das FA hatte zu Recht die Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r die T-asG betreffend den Streitzeitraum aufgehoben. Der Aufhebung steht die Feststellungsverj&auml;hrung nicht entgegen (dazu unter aa). Die Gewinnfeststellungsbescheide waren aufzuheben, weil sie gegen&uuml;ber den unzutreffenden Feststellungsbeteiligten ergangen waren (bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zutreffend hat das FG entschieden, dass der Aufhebung keine Feststellungsverj&auml;hrung entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2, &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO begann die Feststellungsfrist f&uuml;r das Streitjahr 1997, bei dem alleine Streit &uuml;ber den Eintritt der Feststellungsverj&auml;hrung besteht, mit Ablauf des Jahres 1999, da die Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 1997 im Jahre 1999 bei der Finanzbeh&ouml;rde abgegeben wurde. Der Ablauf der regul&auml;ren Feststellungsfrist von vier Jahren (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) zum 31.12.2003 wurde jedoch wegen des Beginns der Au&szlig;enpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 AO noch im Jahr 2003 gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung i.S. des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO setzt voraus, dass neben dem &#8211;hier unstreitig erfolgten&#8211; Erlass einer f&ouml;rmlichen Pr&uuml;fungsanordnung tats&auml;chliche Pr&uuml;fungshandlungen f&uuml;r die in der Pr&uuml;fungsanordnung genannten Steuerarten und Besteuerungszeitr&auml;ume vorgenommen wurden, auch wenn dies nur stichprobenweise erfolgte. Bei der Pr&uuml;fungshandlung muss es sich um eine Ma&szlig;nahme handeln, die f&uuml;r den Steuerpflichtigen als Pr&uuml;fungshandlung erkennbar ist und geeignet erscheint, sein Vertrauen in den Ablauf der Verj&auml;hrungsfrist zu beseitigen. Darunter fallen Handlungen des Pr&uuml;fers zur Ermittlung des Steuerfalls. Als solche Handlungen kommen am Pr&uuml;fungsort das informative Gespr&auml;ch, das Verlangen nach Belegen und Unterlagen oder Ausk&uuml;nften, ggf. auch von Dritten, in Betracht (vgl. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26.04.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;76\/15, BFHE 258, 210, BStBl&nbsp;II 2017, 1159, Rz&nbsp;21&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG haben im Jahr 2003 solche Pr&uuml;fungshandlungen in Gestalt des Schreibens des Pr&uuml;fers vom 21.11.2003 und durch Ma&szlig;nahmen im Rahmen des Besuchs des Pr&uuml;fers im Steuerb&uuml;ro des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. am 11.12.2003 stattgefunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Unabh&auml;ngig davon wurde nach Feststellung und Auffassung des FG am 11.12.2003 auch eine Vereinbarung zwischen dem Kl&auml;ger zu&nbsp;1. und dem Pr&uuml;fer &uuml;ber ein Hinausschieben des Pr&uuml;fungsbeginns auf das Jahr 2004 getroffen, die die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der Senat ist an die Feststellungen des FG nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden, denn die Kl&auml;ger haben die Feststellungen nicht mit einer ordnungsm&auml;&szlig;igen Verfahrensr&uuml;ge angegriffen. Ihr Vorbringen beschr&auml;nkt sich auf die R&uuml;ge, das Urteil beruhe auf nicht hinreichenden Tatsachenfeststellungen und gehe von einem fehlerhaften Sachverhalt aus. Selbst wenn darin die R&uuml;ge zu sehen sein sollte, dass Vorschriften &uuml;ber das Verfahren verletzt worden seien, w&uuml;rde diese den Anforderungen des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b FGO nicht gen&uuml;gen und k&ouml;nnte deshalb der Bindungswirkung des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO nicht entgegenstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Gewinnfeststellungsbescheide waren aufzuheben, weil sie nicht gegen&uuml;ber den richtigen Feststellungsbeteiligten ergangen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Festzustellen waren die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die aus der T-GmbH und der B-GbR bestehende atypisch stille Gesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO werden die k&ouml;rperschaft- und einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte gesondert und einheitlich festgestellt, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Mehrere Personen sind an den Eink&uuml;nften beteiligt, wenn sie den Tatbestand der Einkunftserzielung in einer Gesellschaft oder Gemeinschaft erf&uuml;llen. Ist dies der Fall, so ist f&uuml;r jede Gesellschaft\/Gemeinschaft ein selbst&auml;ndiges gesondertes und einheitliches Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren (BFH-Urteile vom 21.10.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;43\/12, BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517, Rz&nbsp;23, 25, und vom 13.10.2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;20\/14, Rz&nbsp;30, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beteiligt sich eine Personengesellschaft (Obergesellschaft) atypisch still am Gewerbe einer Kapitalgesellschaft, so sind zun&auml;chst f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft (Untergesellschaft) als selbst&auml;ndiges Subjekt der Gewinnerzielung, Gewinnermittlung und der Eink&uuml;nftequalifikation die vom Inhaber des Handelsgesch&auml;fts und dem atypisch stillen Gesellschafter gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellen. Der Feststellungsbescheid hat Bindungswirkung f&uuml;r die Einkommen- und K&ouml;rperschaftsteuerbescheide der Gesellschafter. F&uuml;r eine atypisch stille Gesellschaft, die aus einer GmbH als Inhaberin des Handelsgesch&auml;fts und einer GbR als atypisch stiller Gesellschafterin besteht, sind in der Folge die in dem entsprechenden Grundlagenbescheid festgestellten Eink&uuml;nfte einerseits in den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid der GmbH und andererseits in den die GbR betreffenden weiteren Bescheid &uuml;ber eine gesonderte und einheitliche Feststellung von deren Eink&uuml;nften zu &uuml;bernehmen (vgl. BFH-Urteile vom 12.02.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;48\/11, Rz&nbsp;32, und in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine besondere gesonderte Feststellung nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze 2 und&nbsp;3 AO kommt nur in Betracht, wenn keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung des betroffenen Feststellungsbeteiligten besteht, sondern die mittelbare Beteiligung am Feststellungsgegenstand auf einer steuerrechtlichen Zuordnung beruht, wie etwa bei der echten Unterbeteiligung. Dies ist bei der atypisch stillen Beteiligung einer GbR an einer GmbH nicht der Fall (n&auml;her dazu BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517, Rz&nbsp;26, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Aufhebungsbescheid vom 10.03.2006 hat im Ergebnis zu Recht die Gewinnfeststellungsbescheide (ersatzlos) aufgehoben, denn diese hatten die unzutreffenden Feststellungsbeteiligten bezeichnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die aufgehobenen Gewinnfeststellungsbescheide hatten f&uuml;r die Feststellung der Eink&uuml;nfte einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211;bestehend aus der T-GmbH als Inhaberin des Handelsgewerbes und der B-GbR als atypisch still Beteiligte&#8211; fehlerhaft als Feststellungsbeteiligte neben der T-GmbH nicht die B-GbR, sondern deren Gesellschafter R (Kl&auml;ger zu 1.), E (Kl&auml;ger zu 2.) und F bezeichnet. Damit wurden in unzul&auml;ssiger Weise auf Ebene der Untergesellschaft &#8211;der T-asG&#8211; die Obergesellschafter (R, E und F) anstatt der Obergesellschaft erfasst. Aus den Feststellungen des FG ergibt sich jedoch unmissverst&auml;ndlich, dass der Vertrag &uuml;ber die Begr&uuml;ndung einer atypisch stillen Gesellschaft vom 01.01.1997 zwischen der T-GmbH und der B-GbR, nicht zwischen der T-GmbH und R, E und F geschlossen worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch bei Zugrundelegung der Rechtsansicht des FG, dass es sich bei der Beteiligung der B-GbR an der T-GmbH um eine typisch stille Beteiligung handele und deshalb Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG vorl&auml;gen, w&auml;ren die Gewinnfeststellungsbescheide der Jahre 1997 bis 2001 aufzuheben gewesen. Denn es h&auml;tte dann zum einen an einer gemeinschaftlichen Eink&uuml;nfteerzielung zwischen den &#8211;angenommenen&#8211; typisch still Beteiligten und der Inhaberin des Handelsgewerbes (T-GmbH) gefehlt, zum anderen h&auml;tte auch hier auf Grundlage der festgestellten vertraglichen Vereinbarungen ein Beteiligungsverh&auml;ltnis der T-GmbH nur zu der B-GbR, nicht zu deren Gesellschaftern bestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Grundlage der Feststellungen des FG steht fest, dass die Gewinnfeststellungsbescheide betreffend die Jahre 1997 bis 2001 unzutreffende Feststellungsbeteiligte bezeichneten. Die Bescheide waren im Zeitpunkt ihrer nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO m&ouml;glichen Aufhebung auch noch nicht verj&auml;hrt. Die gegen die Aufhebung gerichtete Klage ist deshalb abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da R und E die Kl&auml;ger des Verfahrens (dazu oben unter B.I.1.a) wie auch die zutreffenden Revisionsbeklagten sind, sind sie auch richtigerweise als die Revisionskl&auml;ger anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist zul&auml;ssig, auch wenn die Zulassung der Revision auf der Nichtzulassungsbeschwerde des FA beruht. Dass sich die Zulassung der Revision auch zu Gunsten eines anderen Verfahrensbeteiligten auswirkt, l&auml;sst sich aus &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 FGO folgern (BFH-Urteil vom 06.10.2010&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;29\/09, Rz&nbsp;27). Dort ist geregelt, dass mit der Zustellung der stattgebenden Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde f&uuml;r die &uuml;brigen Beteiligten die Revisions- und Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist beginnt. Diese Regelung liefe ins Leere, wenn die Revision anderer Beteiligter nicht statthaft w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist darauf gerichtet, die Aufhebungsbescheide vom 10.03.2006 zu beseitigen und dadurch das Wiederaufleben der Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre 1997 bis 2001 zu erreichen. Da diese Bescheide im Ergebnis zu Recht aufgehoben wurden und die Klage abzuweisen war (dazu oben unter B.I.), ist die Revision der Kl&auml;ger zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.11.2019, IV R 9\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.071119.IVR9.18.0 Zwei Feststellungsbescheide bei atypisch stiller Beteiligung einer Personengesellschaft Leits&auml;tze NV: Es bedarf jeweils einer selbst&auml;ndigen gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r Unter- und Obergesellschaft, wenn Eink&uuml;nfte aus der atypisch stillen Beteiligung einer Personengesellschaft an einer Kapitalgesellschaft festgestellt werden. Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-9-18-zwei-feststellungsbescheide-bei-atypisch-stiller-beteiligung-einer-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;9\/18 &#8211; Zwei Feststellungsbescheide bei atypisch stiller Beteiligung einer Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71899","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71899"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71899\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}