{"id":71935,"date":"2020-02-15T18:06:32","date_gmt":"2020-02-15T16:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71935"},"modified":"2020-02-15T18:06:32","modified_gmt":"2020-02-15T16:06:32","slug":"vi-r-1-18-vorab-entstandene-werbungskosten-bei-doppelter-haushaltsfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-1-18-vorab-entstandene-werbungskosten-bei-doppelter-haushaltsfuehrung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;1\/18 &#8211; Vorab entstandene Werbungskosten bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2019, VI R 1\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.231019.VIR1.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorab entstandene Werbungskosten bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Aufwendungen f&uuml;r eine Wohnung sind nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG i.V.m. &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG nur dann als vorab entstandene Werbungskosten einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung abziehbar, wenn der Steuerpflichtige endg&uuml;ltig den Entschluss gefasst hat, die Wohnung zuk&uuml;nftig im Rahmen einer steuerlich anzuerkennenden doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zu nutzen. Ob dies der Fall ist, ist aufgrund einer Gesamtw&uuml;rdigung der objektiven Umst&auml;nde des Einzelfalls zu entscheiden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 01.06.2017 &#8211; 3 K 3278\/14 aufgehoben und die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) war seit 1998 als &#8230;&auml;rztin (Ober&auml;rztin) an einer Klinik in X t&auml;tig, sp&auml;testens ab dem Jahr 2000 in einem unbefristeten Arbeitsverh&auml;ltnis. Seit dem Jahr 1998 bewohnte sie in X eine 2&nbsp;1\/2-Zimmer-Wohnung mit einer Gr&ouml;&szlig;e von 65&nbsp;qm. Die monatliche Miete betrug zuletzt 760,62&nbsp;EUR warm.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 2010 brachte die Kl&auml;gerin eine Tochter zur Welt. Im Juni 2010 beantragte sie Elternzeit f&uuml;r den Zeitraum vom &#8230; .07.2010 bis zum &#8230; .03.2012. Im Dezember des Streitjahres (2011) beantragte sie die Verl&auml;ngerung der Elternzeit bis zum &#8230; .03.2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Geburt ihrer Tochter zog die Kl&auml;gerin zu ihrem Lebensgef&auml;hrten (L) nach Y. Die Wohnung in X k&uuml;ndigte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ende des Jahres 2010 zogen die Kl&auml;gerin und L zusammen nach Z, wo L eine Stelle antrat. Seit Anfang des Streitjahres war die Kl&auml;gerin in Z als &#8230;&auml;rztin an einer Klinik in Teilzeit t&auml;tig und beendete ihre Habilitation. In X betreute die Kl&auml;gerin im Streitjahr noch ein zu Ende gehendes Forschungsprojekt. Sie hielt sich deshalb an etwa zwei Tagen pro Monat in ihrer dortigen Wohnung auf. Eink&uuml;nfte aus der Betreuung des Forschungsprojekts erzielte die Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von September 2010 bis April 2012 vermietete die Kl&auml;gerin ein Zimmer ihrer Wohnung in X nacheinander an zwei Untermieter. In dem nicht untervermieteten Zimmer befanden sich weiterhin M&ouml;bel der Kl&auml;gerin. F&uuml;r die Wohnung wandte die Kl&auml;gerin im Streitjahr &#8211;nach Abzug der Einnahmen aus der Untervermietung&#8211; noch 5.563,30 EUR auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 2012 schloss die Kl&auml;gerin mit der A-Klinik einen Arbeitsvertrag &uuml;ber eine Vollzeitstelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin ab dem 01.04.2012. Mit Schreiben vom &#8230; .04.2012 k&uuml;ndigte sie ihre Wohnung in X. Im Dezember 2012 k&uuml;ndigte die Kl&auml;gerin auch ihr dortiges Arbeitsverh&auml;ltnis zum Ablauf der Elternzeit. Im Laufe des Jahres 2013 verlegten die Kl&auml;gerin und L ihre gemeinsame Familienwohnung nach A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufwendungen f&uuml;r die Wohnung in X machte die Kl&auml;gerin beim Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auch im Einspruchsverfahren erfolglos als Werbungskosten geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1580 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Wohnung in X zu Unrecht als Werbungskosten anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin kann die fraglichen Aufwendungen nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitjahr geltenden Fassung als Werbungskosten abziehen, wie das FG im Ergebnis zutreffend entschieden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift sind Werbungskosten auch notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer aus beruflichem Anlass begr&uuml;ndeten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung entstehen, und zwar unabh&auml;ngig davon, aus welchen Gr&uuml;nden die doppelte Haushaltsf&uuml;hrung beibehalten wird. Eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterh&auml;lt, besch&auml;ftigt ist und auch am Besch&auml;ftigungsort wohnt (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besch&auml;ftigungsort i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG ist der Ort der langfristig und dauerhaft angelegten Arbeitsst&auml;tte (Senatsurteil vom 16.11.2017&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;31\/16, BFHE 260, 143, BStBl II 2018, 404, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung sind im vorliegenden Fall nicht erf&uuml;llt. Denn die Kl&auml;gerin hatte nach dem vom FG f&uuml;r den Senat bindend festgestellten Sachverhalt (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) im Streitjahr keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte (mehr) in X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin befand sich im Streitjahr in Elternzeit. W&auml;hrend der Elternzeit ruhte ihr Arbeitsverh&auml;ltnis mit der Klinik in X kraft Gesetzes; die Elternzeit f&uuml;hrte zur Befreiung der Kl&auml;gerin von ihrer Arbeitspflicht als Arbeitnehmerin (s. Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht\/Gallner, 19.&nbsp;Aufl., 2019, BEEG &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;10; Gaul, in: Henssler\/Willemsen\/ Kalb, Arbeitsrechtskommentar, 8.&nbsp;Aufl., 2018, BEEG vor &sect;&sect;&nbsp;15 bis 21 Rz&nbsp;3, m.w.N.). Dementsprechend suchte die Kl&auml;gerin die Klinik in X im Streitjahr im Rahmen ihres Arbeitsverh&auml;ltnisses nicht mehr nachhaltig, fortlaufend und immer wieder auf. Die Kl&auml;gerin musste aufgrund der Elternzeit im Streitjahr keine Arbeitsleistungen mehr f&uuml;r die Klinik erbringen. Die Klinik war nicht (mehr) der ortsgebundene Mittelpunkt ihrer beruflichen T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin hatte in X auch wegen der Betreuung des Forschungsprojekts keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte\/Betriebsst&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG hat nicht festgestellt, dass die Kl&auml;gerin ihre T&auml;tigkeiten im Rahmen des Forschungsprojekts als Arbeitnehmerin der Klinik in X erbracht hat. Eine &#8211;grunds&auml;tzlich m&ouml;gliche&#8211; Vereinbarung &uuml;ber eine Teilzeitbesch&auml;ftigung w&auml;hrend der Elternzeit hatte die Kl&auml;gerin mit der Klinik in X nach den Feststellungen des FG nicht getroffen. Solches hat die Kl&auml;gerin auch selbst nicht behauptet. Sie tr&auml;gt lediglich vor, das Forschungsprojekt sei Teil ihrer nichtselbst&auml;ndigen Arbeit f&uuml;r die Klinik in X gewesen, ohne dies allerdings n&auml;her zu substantiieren und zu belegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Kl&auml;gerin war im Rahmen des Forschungsprojekts auch nicht als Arbeitnehmerin eines anderen Arbeitgebers t&auml;tig. Nach ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung stand die Kl&auml;gerin im Streitjahr lediglich in einem Arbeitsverh&auml;ltnis zu der Klinik in Z.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Das FG hat auch nicht festgestellt, dass die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin im Rahmen des Forschungsprojekts Teil ihrer Habilitation war und die Aufwendungen f&uuml;r die Wohnung in X daher unter diesem Gesichtspunkt als (vorab entstandene) Werbungskosten abziehbar sein k&ouml;nnten (s. dazu Senatsurteile vom 07.08.1967&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;25\/67, BFHE 90, 32, BStBl III 1967, 778, und vom 19.09.2012&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;78\/10, BFHE 239, 80, BStBl II 2013, 284). Ebenso wenig hat die Vorinstanz festgestellt, dass die Kl&auml;gerin durch ihre T&auml;tigkeit in dem Forschungsprojekt die Grundlage f&uuml;r eine zuk&uuml;nftige Besch&auml;ftigung schaffen wollte (s. dazu Th&uuml;ringer FG, Urteil vom 11.05.2017&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;408\/15, EFG 2017, 1152).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Die Kl&auml;gerin erzielte ausweislich ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung auch sonst keine Einnahmen in Zusammenhang mit der Betreuung des Forschungsprojekts, insbesondere keine aus selbst&auml;ndiger Arbeit. Daher scheidet ein Betriebsausgabenabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG wegen einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung ebenfalls aus (s. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.03.2010&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;48\/07, Rz&nbsp;12&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Wohnung in X jedoch rechtsfehlerhaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG als Werbungskosten zum Abzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aufwendungen f&uuml;r eine (Zweit-)Wohnung sind als Kosten der Lebensf&uuml;hrung grunds&auml;tzlich nicht beruflich veranlasst (Senatsurteil in BFHE 260, 143, BStBl II 2018, 404, Rz&nbsp;20). Dies gilt f&uuml;r Unterkunftskosten nach der Rechtsprechung des BFH &#8211;wenn der Regelungsgegenstand des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG wie im Streitfall betroffen ist&#8211; auch dann, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine steuerlich anzuerkennende doppelte Haushaltsf&uuml;hrung nicht erf&uuml;llt sind (BFH-Urteile vom 13.03.1996&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;58\/95, BFHE 180, 136, BStBl II 1996, 315; vom 22.04.1998&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;59\/97, BFH\/NV 1998, 1216; vom 28.08.2014&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;22\/14, Rz&nbsp;19; in BFHE 260, 143, BStBl II 2018, 404, Rz&nbsp;22, und vom 16.01.2018&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;2\/16, Rz&nbsp;36). Denn &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG ist lex specialis zu &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG (Geserich, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;G&nbsp;5, G&nbsp;7; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;326; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mietet ein Steuerpflichtiger eine Wohnung an, ohne dass die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung vorliegen, kann er die Aufwendungen daher grunds&auml;tzlich nicht &quot;ersatzweise&quot; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abziehen (s. Senatsurteile in BFHE 260, 143, BStBl II 2018, 404, Rz&nbsp;22, und vom 16.01.2018&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;2\/16, Rz&nbsp;36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Wohnung in X zu Unrecht als Werbungskosten anerkannt. Denn es hat den Werbungskostenabzug rechtsfehlerhaft auf &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gest&uuml;tzt, obwohl die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG, der &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 1 EStG in seinem Regelungsbereich als Spezialvorschrift verdr&auml;ngt, nicht vorlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin kann die Aufwendungen f&uuml;r die Wohnung in X auch nicht als vorab entstandene (vergebliche) Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG steuermindernd geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aufwendungen, die anfallen, bevor Einnahmen erzielt werden, k&ouml;nnen nach st&auml;ndiger Rechtsprechung als vorab entstandene Werbungskosten abgezogen werden, sofern ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher (Veranlassungs-)Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird. Ein solcher Abzug ist von dem Zeitpunkt an gegeben, zu dem sich anhand objektiver Umst&auml;nde feststellen l&auml;sst, dass der Entschluss, Eink&uuml;nfte einer bestimmten Einkunftsart zu erzielen, endg&uuml;ltig gefasst (z.B. BFH-Urteile vom 01.12.2015&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;9\/15, BFHE 252, 401, BStBl II 2016, 335, Rz&nbsp;20; vom 19.08.2004&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;103\/01, BFH\/NV 2005, 48, und vom 02.12.2005&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;63\/03, BFHE 212, 118, BStBl II 2006, 329) und zwischenzeitlich nicht wieder aufgegeben worden ist (BFH-Urteil vom 09.07.2013&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;21\/12, Rz&nbsp;14; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;95). Die Aufwendungen k&ouml;nnen als vergebliche Werbungskosten selbst dann abziehbar sein, wenn es entgegen den Planungen des Steuerpflichtigen nicht zu Einnahmen kommt, sofern nur eine erkennbare Beziehung zu den angestrebten Eink&uuml;nften besteht (BFH-Urteil in BFHE 252, 401, BStBl II 2016, 335, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG sind aber auch dann zu beachten, wenn die Aufwendungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung als vorab entstandene (vergebliche) Werbungskosten geltend gemacht werden. Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG sind Aufwendungen f&uuml;r eine Wohnung daher nur dann als vorab entstandene (und wie im Streitfall auch vergebliche) Werbungskosten abziehbar, wenn der Steuerpflichtige endg&uuml;ltig den Entschluss gefasst hat, die Wohnung zuk&uuml;nftig im Rahmen einer steuerlich anzuerkennenden doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zu nutzen (zu vorab entstandenen Werbungskosten f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer s.a. Senatsurteil in BFHE 212, 118, BStBl II 2006, 329, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die blo&szlig;e Behauptung, dass bestimmte Aufwendungen aus beruflichem Anlass entstanden sind, gen&uuml;gt insoweit nicht (Senatsurteil in BFH\/NV 2005, 48, m.w.N.). Ob Aufwendungen der beruflichen Sph&auml;re oder der Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen sind, entscheidet sich nach st&auml;ndiger Rechtsprechung vielmehr unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen kommt die Anerkennung der Aufwendungen f&uuml;r die Wohnung in X als vorab entstandene (vergebliche) Werbungskosten nicht in Betracht. Auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) konnte sich der Senat nicht davon &uuml;berzeugen, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr endg&uuml;ltig den Entschluss gefasst hatte, die Wohnung in X zuk&uuml;nftig im Rahmen einer steuerlich anzuerkennenden doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zu nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FG angenommen, die Kl&auml;gerin habe die Wohnung in X aus beruflichen Gr&uuml;nden vorgehalten. Diese W&uuml;rdigung ist aber nicht durch die tats&auml;chlichen Feststellungen gedeckt. Vielmehr reichen diese nach den oben dargelegten Ma&szlig;st&auml;ben zur Begr&uuml;ndung des Werbungskostenabzugs im Streitfall nicht aus. Die Kl&auml;gerin unterhielt in X zu keinem Zeitpunkt eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung. Bis zum Beginn ihrer Elternzeit hatte sie ihre einzige Wohnung in X am Ort ihrer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte. Noch vor Beginn des Streitjahres zog die Kl&auml;gerin zusammen mit ihrem Lebensgef&auml;hrten nach Z, wo dieser eine Stelle antrat und die Kl&auml;gerin w&auml;hrend ihrer Elternzeit eine Arbeit an einer Klinik aufnahm. Die Kl&auml;gerin orientierte sich somit bereits vor Beginn des Streitjahres trotz des fortbestehenden Arbeitsverh&auml;ltnisses mit der Klinik in X in beruflicher Hinsicht um. Dies belegt auch die weitere Entwicklung. Denn die Kl&auml;gerin trat im Jahr 2012 eine Stelle in A an und k&uuml;ndigte ihr Arbeitsverh&auml;ltnis in X. Im Laufe des Jahres 2013 verlegten die Kl&auml;gerin und L ihre gemeinsame Familienwohnung dann ebenfalls nach A. Die regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte der Kl&auml;gerin befand sich somit jeweils an dem Ort, an dem sie auch die gemeinsame Familienwohnung mit L unterhielt, zun&auml;chst in Z und anschlie&szlig;end in A. Selbst wenn die Kl&auml;gerin im Streitjahr also noch die Absicht gehabt haben sollte, wieder in X zu arbeiten, folgt daraus noch nicht, dass sie auch endg&uuml;ltig entschlossen war, ihre dortige Mietwohnung als Zweitwohnung zu nutzen, um von dort zu ihrer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte zu gelangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Kl&auml;gerin die Wohnung in X &uuml;ber einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren lediglich vorhielt, ohne sie jemals im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung genutzt zu haben. Da Aufwendungen f&uuml;r das Innehaben einer (Zweit-)Wohnung &#8211;wie oben bereits dargelegt&#8211; grunds&auml;tzlich Kosten der Lebensf&uuml;hrung sind, spricht auch der lange Zeitraum des blo&szlig;en Vorhaltens der Wohnung gegen den bereits im Streitjahr endg&uuml;ltig gefassten Entschluss der Kl&auml;gerin, in der Wohnung in X eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im Streitfall zu beurteilende Sachverhalt unterscheidet sich auch wesentlich von dem Sachverhalt, &uuml;ber den das FG M&uuml;nster mit Urteil vom 12.06.2019&nbsp;&#8211; 7&nbsp;K&nbsp;57\/18&nbsp;E (EFG 2019, 1278) zu entscheiden hatte. Es kann daher dahinstehen, ob das Urteil des FG M&uuml;nster in EFG 2019, 1278 &uuml;berhaupt mit den Grunds&auml;tzen der Senatsrechtsprechung in Einklang steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2019, VI R 1\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.231019.VIR1.18.0 Vorab entstandene Werbungskosten bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung Leits&auml;tze NV: Aufwendungen f&uuml;r eine Wohnung sind nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG i.V.m. &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG nur dann als vorab entstandene Werbungskosten einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung abziehbar, wenn der Steuerpflichtige endg&uuml;ltig den Entschluss gefasst &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-1-18-vorab-entstandene-werbungskosten-bei-doppelter-haushaltsfuehrung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;1\/18 &#8211; Vorab entstandene Werbungskosten bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71935\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}