{"id":71989,"date":"2020-02-22T18:40:59","date_gmt":"2020-02-22T16:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=71989"},"modified":"2020-02-22T18:40:59","modified_gmt":"2020-02-22T16:40:59","slug":"ii-r-34-16-schenkungsteuer-beguenstigung-von-betriebsvermoegen-schenkung-eines-kommanditanteils-unter-vorbehaltsniessbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-16-schenkungsteuer-beguenstigung-von-betriebsvermoegen-schenkung-eines-kommanditanteils-unter-vorbehaltsniessbrauch\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Schenkungsteuer: Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Schenkung eines Kommanditanteils unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2019, II R 34\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.061119.IIR34.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Schenkungsteuer: Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Schenkung eines Kommanditanteils unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen nach &sect; 13a ErbStG i.d.F. des Jahres 2007 setzt voraus, dass der Gegenstand des Erwerbs bei dem bisherigen Rechtstr&auml;ger Betriebsverm&ouml;gen war und bei dem neuen Rechtstr&auml;ger Betriebsverm&ouml;gen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ist Gegenstand des Erwerbs eine Beteiligung an einer Personengesellschaft, muss der Erwerber Mitunternehmer werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Der Eigent&uuml;mer eines nie&szlig;brauchbelasteten Kommanditanteils kann Mitunternehmer sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Die &Uuml;bertragung der Steuerberechnung auf das Finanzamt im Tenor der finanzgerichtlichen Entscheidung setzt voraus, dass dem Finanzamt nur noch die Berechnung der Steuer verbleibt. Wertungs-, Beurteilungs- oder Entscheidungsspielr&auml;ume sind unzul&auml;ssig. Ein Zuwarten auf eine gesonderte Feststellung geht &uuml;ber die Steuerberechnung hinaus.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 24.08.2016 &#8211; 4 K 3250\/15 Erb aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht D&uuml;sseldorf zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war neben seiner Schwester zu jeweils 50&nbsp;% Kommanditist der A&nbsp;KG. Die A&nbsp;KG betreibt eine Spedition sowie Grundst&uuml;cksvermietung auch zu gewerblichen Zwecken und ist Eigent&uuml;merin einer Reihe von Grundst&uuml;cken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 28.12.2006 (&Uuml;bertragungsvertrag) &uuml;bertrug der Kl&auml;ger mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2006 unentgeltlich einen Teilkommanditanteil im Umfang von nominal 2.556,46&nbsp;EUR (5.000&nbsp;DM) an der A&nbsp;KG seinem am 01.07.1989 geborenen Sohn B. Dies entsprach 4&nbsp;% seiner Kommanditeinlage. Die &Uuml;bertragung sollte im Au&szlig;enverh&auml;ltnis (dinglich) erst mit der Eintragung des B als Kommanditist im Handelsregister wirksam werden. Dies geschah zum 01.10.2007. Der Kl&auml;ger &uuml;bernahm eine etwa anfallende Schenkungsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der &Uuml;bertragung wurde ein lebensl&auml;ngliches Nie&szlig;brauchrecht f&uuml;r den Kl&auml;ger vereinbart. Ihm standen alle Nutzungen und Ertr&auml;ge und alle Zahlungen der Gesellschaft an den Gesellschafter, insbesondere Sonderzahlungen und R&uuml;cklagen zu. Ferner trug er Lasten und Aufwendungen. Weiter erhielt er eine lebensl&auml;ngliche Stimmrechtsvollmacht f&uuml;r die Gesellschafterversammlungen der A&nbsp;KG. B verpflichtete sich, zu Lebzeiten des Kl&auml;gers keine Verf&uuml;gungen &uuml;ber den Gesellschaftsanteil zu treffen. Der Kl&auml;ger konnte die Schenkung nach seinem Ermessen u.a. dann ganz oder teilweise widerrufen, falls B die Vollmacht widerrufen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der am 29.10.2007 eingegangenen Steuererkl&auml;rung erkl&auml;rte B, der Freibetrag nach &sect;&nbsp;13a des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) i.d.F. des Haushaltbegleitgesetzes 2004 vom 29.12.2003 (ErbStG a.F.) werde in Anspruch genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) vorl&auml;ufigen Bescheid vom 21.10.2011 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger Schenkungsteuer fest. Im Betreff war angegeben &quot;&uuml;ber den Erwerb des B aus der Schenkung des Kl&auml;gers in &#8230; vom 31.12.2006&quot;. Die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. gew&auml;hrte das FA nicht. B habe kein Betriebsverm&ouml;gen erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein anderes Finanzamt f&uuml;hrte u.a. betreffend die Bedarfsbewertung der Grundst&uuml;cke auf den 31.12.2006 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durch. In der Folge trafen die Beteiligten durch Schriftwechsel eine tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung, in der sie abgesehen von nachgewiesenen Verkehrswerten die Sch&auml;tzung der Grundbesitzwerte mit 92&nbsp;% der festgestellten Verkehrswerte auf den Stichtag 31.12.2006 vereinbarten. In dem f&uuml;r endg&uuml;ltig erkl&auml;rten &Auml;nderungsbescheid vom 03.08.2015 setzte das FA die Schenkungsteuer ausgehend von dieser Verst&auml;ndigung f&uuml;r einen steuerpflichtigen Erwerb von 517.800&nbsp;EUR fest, ohne die Steuerbeg&uuml;nstigung zu ber&uuml;cksichtigen. Bei dem urspr&uuml;nglichen Betreff (Bezugnahme auf den Erwerb aus der Schenkung vom 31.12.2006) blieb es. Auch im Einspruchsverfahren versagte das FA die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a ErbStG a.F., da B mangels Mitunternehmerinitiative aufgrund des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchrechts sowie der vorbehaltenen Stimm- und Verwaltungsrechte und des auf ein Minimum reduzierten Unternehmerrisikos nicht Mitunternehmer der A&nbsp;KG geworden sei. Daher seien zwar Kommanditanteile &uuml;bertragen worden, die aber keine Mitunternehmerschaft begr&uuml;ndeten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage dem Grunde nach stattgegeben und hat die Ermittlung des Steuerbetrags nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auf das FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerverg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG a.F. sei zu gew&auml;hren. B sei Mitunternehmer der A&nbsp;KG geworden. Weder der Nie&szlig;brauchvorbehalt (dazu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.12.2009&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;44\/08, BFH\/NV 2010, 690) noch die Vereinbarungen betreffend die Stimm- und Verwaltungsrechte st&uuml;nden dem entgegen. Sie seien dem Kl&auml;ger nicht &uuml;bertragen worden, sondern nur Gegenstand einer unwiderruflichen Vollmacht. B habe die ihm als Kommanditisten zustehenden Stimm- und Verwaltungsrechte auch selbst wahrnehmen k&ouml;nnen, ohne dass hierf&uuml;r Sanktionen vorgesehen gewesen seien. B habe folglich Mitunternehmerinitiative besessen. Sein Mitunternehmerrisiko habe in dem Risiko des Verlustes seiner Einlage und in der M&ouml;glichkeit bestanden, an den Gewinnen aus der Aufl&ouml;sung stiller Reserven beteiligt zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings sei die Bewertung insoweit fehlerhaft, als zum einen die Steuer erst im Zeitpunkt der Eintragung des B im Handelsregister am 01.10.2007 entstanden und der Feststellungszeitpunkt daher nicht richtig sei. Zum anderen sei statt der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter der Kommanditanteil als Betriebsverm&ouml;gen zu bewerten. Einer Aussetzung des Verfahrens nach &sect;&nbsp;74 FGO bed&uuml;rfe es gleichwohl nicht. Der nur hinsichtlich des Freibetrags und des Bewertungsabschlags angefochtene Bescheid sei im &Uuml;brigen bestandskr&auml;ftig geworden. F&uuml;r die Ermittlung des Schenkungsteuerbetrags habe das FA jedoch noch nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO Feststellungsverfahren zu veranlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1727 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) und &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. Zwar seien die Feststellungen auf den zutreffenden Stichtag 01.10.2007 nachzuholen. Der angefochtene Bescheid sei aber im &Uuml;brigen rechtm&auml;&szlig;ig. B sei zwar Gesellschafter, nicht aber Mitunternehmer der A&nbsp;KG geworden. Die dem Kl&auml;ger vorbehaltenen Rechte gingen &uuml;ber den nach den Vorgaben des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ausgestalteten Nie&szlig;brauch hinaus. Sie belie&szlig;en dem B nur ein schwach ausgepr&auml;gtes Mitunternehmerrisiko und wiesen dem Kl&auml;ger bei verst&auml;ndiger Auslegung des Vertrags wom&ouml;glich doch eine Beteiligung an den stillen Reserven und sogar den Verlusten zu. Auch k&ouml;nne B keine Mitunternehmerinitiative mehr entfalten, nachdem er, &auml;hnlich wie dies der BFH mit Urteil vom 06.05.2015&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;34\/13 (BFHE&nbsp;250, 197, BStBl II 2015, 821) entschieden habe, die Aus&uuml;bung der Stimmrechte dem Kl&auml;ger umfassend &uuml;berlassen habe. Die Verkn&uuml;pfung von Vollmachtswiderruf und m&ouml;glichem Schenkungswiderruf habe B erheblich eingeengt. Die vermeintliche M&ouml;glichkeit zur eigenen Stimmrechtsaus&uuml;bung scheitere an der zun&auml;chst noch bestehenden Minderj&auml;hrigkeit des B. Allein die abstrakte M&ouml;glichkeit f&uuml;r B, trotz Vollmacht selbst t&auml;tig zu werden, k&ouml;nne nicht gen&uuml;gen, denn das Stimmrecht im Au&szlig;enverh&auml;ltnis bleibe dem Gesellschafter selbst im Falle eines Stimmrechtsverzichts wie in dem Sachverhalt in dem BFH-Urteil in BFHE&nbsp;250, 197, BStBl II&nbsp;2015, 821 stets erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bescheid sei schon nach &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;3 AO i.V.m. &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO wegen fehlender Erkennbarkeit des Besteuerungszeitpunktes mangels inhaltlicher Bestimmtheit (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO) nichtig. Mit einer weiteren 2007 wirksam gewordenen Schenkung habe der Kl&auml;ger auch einem weiteren Sohn einen Kommanditanteil zugewandt. Ferner h&auml;tten der Kl&auml;ger und seine Schwester jeweils beiden S&ouml;hnen des Kl&auml;gers weitere Kommanditanteile mit 2009 wirksam gewordenen Schenkungen zugewandt. Es bestehe Verwechselungsgefahr. Zudem benenne der angefochtene Bescheid als Zeitpunkt f&uuml;r die Entstehung der Steuer den 31.12.2006, w&auml;hrend tats&auml;chlich nach Ma&szlig;gabe des BFH-Urteils vom 30.11.2009&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;70\/06 (BFH\/NV&nbsp;2010, 900) die Steuer erst am 01.10.2007 entstanden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Sache sei die Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;13a ErbStG a.F. zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet mit der Ma&szlig;gabe, dass das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen ist (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Bescheids steht zwar nicht bereits Unbestimmtheit entgegen (dazu 1.). Die Schenkungsteuer f&uuml;r die am 01.10.2007 bewirkte Zuwendung kann jedoch &#8211;wie das FG zutreffend entschieden hat&#8211; dem Grunde nach unter Ber&uuml;cksichtigung der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. festzusetzen sein (dazu 2.). Der Senat vermag gleichwohl nicht abschlie&szlig;end zu entscheiden, weil keine Feststellungen zu der erforderlichen Erkl&auml;rung des Kl&auml;gers als Schenker vorliegen und die H&ouml;he der steuerpflichtigen Bereicherung noch zu ermitteln ist (dazu 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der angefochtene Bescheid bezeichnet den zu besteuernden Sachverhalt hinreichend genau.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Schriftliche Steuerbescheide m&uuml;ssen inhaltlich hinreichend bestimmt sein (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO). Erforderlich ist u.a. die Bezeichnung der festgesetzten Steuer nach Art und Betrag (&sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO). Mehrere Steuerf&auml;lle erfordern entweder eine Festsetzung in getrennten Steuerbescheiden oder &#8211;bei k&ouml;rperlicher Zusammenfassung in einem Schriftst&uuml;ck&#8211; die genaue Angabe, welche Lebenssachverhalte (Besteuerungstatbest&auml;nde) dem Steuerbescheid zugrunde liegen, sowie eine gesonderte Steuerfestsetzung f&uuml;r jeden einzelnen Lebenssachverhalt (Steuerfall). Die fehlende Angabe der besteuerten einzelnen Lebenssachverhalte f&uuml;hrt zur Nichtigkeit eines solchen Bescheids nach &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO (vgl. BFH-Urteil vom 30.08.2017&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;46\/15, BFHE&nbsp;259, 370,&nbsp;BStBl II&nbsp;2019, 38, Rz&nbsp;16, 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob diese Voraussetzungen erf&uuml;llt sind, ist im Wege der Auslegung unter Ber&uuml;cksichtigung der Auslegungsregeln der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB festzustellen. Entscheidend sind der erkl&auml;rte Wille der Beh&ouml;rde und der sich daraus ergebende objektive Erkl&auml;rungsinhalt der Regelung, wie ihn der Betroffene nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (vgl. BFH-Urteil vom 12.02.2014&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;46\/12, BFHE 244, 455, BStBl II 2014, 536, Rz&nbsp;25, zur Grunderwerbsteuer). Bei der Auslegung des Bescheids ist nicht allein auf dessen Tenor abzustellen, sondern auch auf den materiellen Regelungsgehalt einschlie&szlig;lich der f&uuml;r den Bescheid gegebenen Begr&uuml;ndung (vgl. BFH-Urteil vom 07.12.2016&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;21\/14, BFHE&nbsp;256, 381, BStBl II&nbsp;2018, 196, Rz&nbsp;26). Zweifel gehen zu Lasten der Beh&ouml;rde (vgl. BFH-Urteil vom 21.07.2011&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;7\/10, BFH\/NV 2011, 1835, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zur Auslegung eines Verwaltungsakts ist auch das Revisionsgericht befugt, wenn die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG hierzu ausreichen. Der BFH ist an die Auslegung eines Steuerfestsetzungsbescheids durch das FG nicht gebunden (vgl. BFH-Urteile vom 11.07.2006&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;10\/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96, unter II.3.b&nbsp;aa, und in BFH\/NV 2011, 1835, Rz&nbsp;17). Dem entsprechend kann das Revisionsgericht eine Auslegung auch dann vornehmen, wenn das FG &#8211;mangels entsprechender R&uuml;ge&#8211; sich mit dieser Thematik nicht befasst hat, gleichwohl, wie hier, die zur Beurteilung erforderlichen Dokumente festgestellt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben gen&uuml;gt der angefochtene Bescheid den formellen Anforderungen. Er benennt eine Schenkung des Kl&auml;gers an B vom 31.12.2006. Damit konnte allein die Schenkung gemeint sein, die auf dem Vertrag mit B vom 28.12.2006 beruhte, denn nur diese besa&szlig; wirtschaftliche Wirkung zum 31.12.2006. Eine Verwechselung mit einer Schenkung an den Bruder des B ist wegen der Namensnennung ausgeschlossen, wegen der Benennung des Datums der wirtschaftlichen Wirkung aber auch eine Verwechselung mit Schenkungen, die im Jahre 2009 wirksam wurden. Die Angabe des schenkungsteuerrechtlich zutreffenden Stichtags ist nicht erforderlich, da sie zur Identifikation des steuerpflichtigen Vorgangs im Streitfall nicht ben&ouml;tigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Uuml;bertragung des Kommanditanteils ist nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG mit dem Stichtag des Vollzugs am 01.10.2007 schenkungsteuerpflichtig. Die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a ErbStG a.F. f&uuml;r den Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen kann zu gew&auml;hren sein, da B Mitunternehmer der A&nbsp;KG geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 ErbStG a.F. bleiben Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftliches Verm&ouml;gen und Anteile an Kapitalgesellschaften i.S. des Abs.&nbsp;4 vorbehaltlich des Satzes&nbsp;2 insgesamt bis zu einem Wert von 225.000&nbsp;EUR au&szlig;er Ansatz beim Erwerb durch Schenkung unter Lebenden, wenn der Schenker dem Finanzamt unwiderruflich erkl&auml;rt, dass der Freibetrag f&uuml;r diese Schenkung in Anspruch genommen wird. Der nach Anwendung des Abs.&nbsp;1 verbleibende Wert des Verm&ouml;gens i.S. des Abs.&nbsp;4 ist mit 65&nbsp;% anzusetzen (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F.). Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG a.F. gelten der Freibetrag und der verminderte Wertansatz f&uuml;r inl&auml;ndisches Betriebsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;5 ErbStG a.F.) u.a. beim Erwerb eines ganzen Gewerbebetriebs, eines Teilbetriebs oder eines Anteils an einer Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Steuerverg&uuml;nstigungen sind nur zu gew&auml;hren, wenn das von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden erworbene Verm&ouml;gen durchgehend sowohl beim bisherigen als auch beim neuen Rechtstr&auml;ger den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG a.F. erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 10.12.2008&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFHE&nbsp;224, 144,&nbsp;BStBl II&nbsp;2009, 312, unter II.2.b). Der in dieser Vorschrift durch Bezugnahme auf &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 EStG verwendete Gesellschaftsbegriff ist ebenso wie im Hinblick auf &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 ErbStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 1997 vom 27.02.1997 i.V.m. &sect;&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Bewertungsgesetzes nicht zivilrechtlich, sondern ertragsteuerrechtlich zu verstehen (BFH-Urteil vom 01.09.2011&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFHE&nbsp;239, 137,&nbsp;BStBl II 2013, 210, Rz&nbsp;51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Erwerber einer Beteiligung an einer Personengesellschaft muss also aufgrund des Erwerbs Mitunternehmer geworden sein (BFH-Urteile vom 23.02.2010&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;42\/08, BFHE&nbsp;228, 184,&nbsp;BStBl II&nbsp;2010, 555, Rz&nbsp;11; in BFHE&nbsp;239, 137,&nbsp;BStBl II&nbsp;2013, 210, Rz&nbsp;54; vom 16.05.2013&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE&nbsp;241, 49,&nbsp;BStBl II&nbsp;2013, 635, Rz&nbsp;9; vom 01.10.2014&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;40\/12, BFH\/NV&nbsp;2015, 500, Rz&nbsp;22; vom 04.05.2016&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;18\/15, BFH\/NV&nbsp;2016, 1565, Rz&nbsp;22, 23, m.w.N.). Beh&auml;lt sich der Schenker Rechte &#8211;etwa einen Nie&szlig;brauch&#8211; an der Beteiligung vor, gilt nichts anderes. Die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG<span style=\"text-decoration:underline\"> a.F.<\/span> sind auch in einem solchen Fall nur dann zu gew&auml;hren, wenn der &uuml;bertragene Gesellschaftsanteil dem Bedachten die Stellung eines Mitunternehmers vermittelt (BFH-Urteile in BFH\/NV&nbsp;2015, 500, Rz&nbsp;22, und in BFHE&nbsp;250, 197, BStBl II&nbsp;2015, 821, Rz&nbsp;21). Ob der Gesellschafter Mitunternehmer geworden ist, ist nach den allgemeinen Kriterien (Vorliegen von Mitunternehmerinitiative und Mitunternehmerrisiko) zu pr&uuml;fen (vgl. etwa das BFH-Urteil vom 03.12.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;43\/13, BFH\/NV&nbsp;2016, 742, Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG kann nur sein, wer zivilrechtlich Gesellschafter einer Personengesellschaft ist oder &#8211;in Ausnahmef&auml;llen&#8211; eine diesem wirtschaftlich vergleichbare Stellung innehat. Kennzeichnend f&uuml;r den Mitunternehmer ist, dass er zusammen mit anderen Personen eine Mitunternehmerinitiative entfalten kann, ein Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt sowie die Absicht zur Gewinnerzielung hat (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.06.1984&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;4\/82, BFHE&nbsp;141, 405,&nbsp;BStBl II&nbsp;1984, 751, unter C.V.3.b, c&nbsp;bb; aufgenommen in st&auml;ndiger Rechtsprechung durch alle Senate des BFH, vgl. etwa BFH-Urteile in BFHE 250, 197,&nbsp;BStBl II&nbsp;2015, 821, Rz&nbsp;19, 20, m.w.N.; in BFH\/NV&nbsp;2016, 1565, Rz&nbsp;23; vom 22.06.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE&nbsp;259, 258, Rz&nbsp;32; vom 19.07.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;10\/17, BFH\/NV&nbsp;2018, 1268, Rz&nbsp;28; vom 16.05.2018&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;45\/16, BFHE&nbsp;261, 508, BStBl II&nbsp;2019, 60, Rz&nbsp;14; vom 20.09.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;39\/11, BFHE 262, 393, BStBl II&nbsp;2019, 131, Rz&nbsp;22; vom 13.02.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;24\/17, BFH\/NV&nbsp;2019, 597, Rz&nbsp;20-25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Beide Hauptmerkmale der Mitunternehmerstellung (Mitunternehmerrisiko und Mitunternehmerinitiative) k&ouml;nnen zwar im Einzelfall mehr oder weniger ausgepr&auml;gt sein. Sie m&uuml;ssen jedoch beide vorliegen. Ob dies zutrifft, ist unter Ber&uuml;cksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umst&auml;nde zu w&uuml;rdigen. Geht es um die Mitunternehmereigenschaft eines Kommanditisten, dann muss der Gesellschafter nach dem Gesellschaftsvertrag und der tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung zumindest eine Stellung haben, die nicht wesentlich hinter derjenigen zur&uuml;ckbleibt, die handelsrechtlich das Bild des Kommanditisten bestimmt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE&nbsp;141, 405, BStBl II&nbsp;1984, 751, unter C.V.3.c&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mitunternehmerrisiko bedeutet gesellschaftsrechtliche oder eine dieser wirtschaftlich vergleichbare Teilnahme am Erfolg oder Misserfolg eines gewerblichen Unternehmens. Dieses Risiko wird regelm&auml;&szlig;ig durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich eines Gesch&auml;ftswerts vermittelt. Ein Kommanditist tr&auml;gt ein solches Risiko, indem er einerseits am laufenden Gewinn, im Falle seines Ausscheidens und der Liquidation auch an den stillen Reserven (&sect;&sect;&nbsp;168, 161 Abs.&nbsp;2, 155 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB<span style=\"text-decoration:underline\">&#8212;<\/span>, &sect;&sect;&nbsp;738&nbsp;ff. BGB), andererseits nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;167 Abs.&nbsp;3 HGB am Verlust beteiligt ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.c&nbsp;cc&nbsp;(2)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mitunternehmerinitiative bedeutet vor allem Teilnahme an unternehmerischen Entscheidungen, wie sie z.B. Gesellschaftern oder diesen vergleichbaren Personen als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern, Prokuristen oder anderen leitenden Angestellten obliegen. Ausreichend ist indes schon die M&ouml;glichkeit zur Aus&uuml;bung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angen&auml;hert sind, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach &sect;&nbsp;716 BGB entsprechen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.c&nbsp;cc&nbsp;(1)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob die gesellschaftsrechtliche Position dem handelsrechtlichen Bild des Kommanditisten entspricht, ist unter Ber&uuml;cksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umst&auml;nde zu w&uuml;rdigen (BFH-Urteil vom 13.07.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFHE&nbsp;258, 459, BStBl II&nbsp;2017, 1133, Rz&nbsp;20). Aus der Formel &quot;nicht wesentlich zur&uuml;ckbleiben&quot; folgt allerdings auch, dass das handelsrechtliche Bild des Kommanditisten keine Mindestvoraussetzung darstellt, jenseits derer ein Kommanditist generell nicht mehr als Mitunternehmer angesehen werden kann (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2018, 1268, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So ist es f&uuml;r das Mitunternehmerrisiko unsch&auml;dlich, wenn der durch Eigenk&uuml;ndigung ausscheidende Kommanditist an den stillen Reserven und am Gesch&auml;ftswert des Unternehmens nicht beteiligt wurde (BFH-Urteil vom 07.11.2000&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;16\/97, BFHE&nbsp;193, 542, BStBl II&nbsp;2001, 186, unter 2.c&nbsp;aa). Sch&auml;dlich ist eine Beteiligung nur an den Verlusten (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.c&nbsp;dd&nbsp;(1); BFH-Urteil vom 28.10.1999&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;66-70\/97, BFHE&nbsp;190, 204, BStBl II&nbsp;2000, 183, unter II.1.a). Fehlende Beteiligung an den stillen Reserven kann (nur) durch eine besonders ausgepr&auml;gte Mitunternehmerinitiative und eine erhebliche Beteiligung am laufenden Betriebsergebnis ausgeglichen werden (BFH-Urteil vom 16.12.2003&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;6\/93, BFH\/NV&nbsp;2004, 1080, unter 2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entspricht das Mitunternehmerrisiko dem handelsrechtlichen Bild des Kommanditisten, reicht es f&uuml;r die Mitunternehmerinitiative aus, wenn die Initiativrechte nur in den Rechten als Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung und den Kontrollrechten des &sect;&nbsp;166 HGB bestehen. Der Ausschluss des Widerspruchsrechts nach &sect;&nbsp;164 HGB ist dann unsch&auml;dlich (BFH-Urteile vom 10.11.1987&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;166\/84, BFHE&nbsp;152, 325, BStBl II&nbsp;1989, 758, unter 2.b; vom 27.01.1994&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;114\/91, BFHE&nbsp;174, 219, BStBl II&nbsp;1994, 635, unter I.3.b; in BFH\/NV&nbsp;2018, 1268, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein Kommanditist kann auch noch Mitunternehmer sein, wenn der Kommanditanteil mit einem Nie&szlig;brauch belastet ist (BFH-Urteile vom 16.05.1995&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;18\/93, BFHE 178, 52, BStBl II&nbsp;1995, 714, unter 1.c&nbsp;cc; zum Mitunternehmerrisiko ferner BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2016, 742, Rz&nbsp;47; zur Mitunternehmerinitiative BFH-Urteile in BFHE&nbsp;224, 144, BStBl II&nbsp;2009, 312, unter II.2.c&nbsp;aa, und in BFH\/NV&nbsp;2010, 690, unter II.3.). Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG ist nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 AO regelm&auml;&szlig;ig der zivilrechtliche Gesellschafter (vgl. im Einzelnen BFH-Urteile in BFHE 259, 258, Rz&nbsp;32, 33, und vom 01.03.2018&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;15\/15, BFHE&nbsp;261, 231, BStBl II&nbsp;2018, 539, Rz&nbsp;32). Steuerrechtlich kann der Gesellschaftsanteil jedoch einem anderen zuzurechnen sein, wenn der andere die tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber das Wirtschaftsgut in der Weise aus&uuml;bt, dass er den Eigent&uuml;mer im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;en kann, &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (BFH-Urteile in BFHE&nbsp;259, 258, Rz&nbsp;34; in BFHE&nbsp;261, 231,&nbsp;BStBl II&nbsp;2018, 539, Rz&nbsp;32&nbsp;f.; in BFHE&nbsp;262, 393,&nbsp;BStBl II&nbsp;2019, 131, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Einzelnen hat der Senat eine Regelung, nach der die sog. &quot;Stimm- und Verwaltungsrechte&quot; dem Nie&szlig;braucher &uuml;berlassen waren und im Bereich der Grundlagengesch&auml;fte der Gesellschafter der Zustimmung des Nie&szlig;brauchers bedurfte, als noch ausreichend angesehen, dem Gesellschafter Mitunternehmerinitiative zu vermitteln, da umgekehrt auch der Nie&szlig;braucher im Bereich der Grundlagengesch&auml;fte mangels Stimmrechts nicht ohne den Gesellschafter handeln konnte (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2010, 690, Rz&nbsp;22, 23). Er hat jedoch den Kommanditisten mangels Mitunternehmerinitiative nicht mehr als Mitunternehmer betrachtet, wenn er die Aus&uuml;bung der Stimm- und Mitverwaltungsrechte dem Nie&szlig;braucher umfassend &uuml;berlassen hat und dies auch f&uuml;r die Grundlagengesch&auml;fte der Gesellschaft gilt (vgl. BFH-Urteile in BFHE&nbsp;224, 144, BStBl II&nbsp;2009, 312, unter II.2.c&nbsp;aa und unter II.2.c&nbsp;bb; in BFHE&nbsp;228, 184, BStBl II&nbsp;2010, 555, unter II.2.; in BFHE&nbsp;241, 49, BStBl II&nbsp;2013, 635, Rz&nbsp;14; in BFHE&nbsp;250, 197, BStBl II&nbsp;2015, 821, Rz&nbsp;23; in BFH\/NV&nbsp;2015, 500, Rz&nbsp;22; in BFH\/NV&nbsp;2016, 1565, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist B Mitunternehmer der A&nbsp;KG geworden und die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a ErbStG a.F. insoweit m&ouml;glich. B ist zivilrechtlich Eigent&uuml;mer des Kommanditanteils geworden und als solcher regelm&auml;&szlig;ig auch Mitunternehmer. Der Vorbehaltsnie&szlig;brauch des Kl&auml;gers steht der Mitunternehmerstellung des B nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) B ist Mitunternehmerrisiko verblieben, da er an den stillen Reserven beteiligt ist und die Verluste zu tragen hat. Den Vereinbarungen zwischen dem Kl&auml;ger und B hat das FG nichts Abweichendes entnommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) B hat auch Mitunternehmerinitiative, da er an der Aus&uuml;bung des Stimmrechts nicht gehindert ist. Die Stimmrechtsvollmacht erlaubt dem Kl&auml;ger lediglich die Aus&uuml;bung des Stimmrechts, solange und soweit B damit einverstanden ist. Zum einen ist die Vollmacht zwar auf Lebenszeit erteilt, aber widerruflich. Zum anderen hindert sie B als Vollmachtgeber nicht, die Stimmrechte weiterhin selbst auszu&uuml;ben. Die Bevollm&auml;chtigung bel&auml;sst das Recht bei dem bisherigen Rechtstr&auml;ger und schafft nur zus&auml;tzlich eine weitere Befugnis in der Person des Bevollm&auml;chtigten (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10.11.1951&nbsp;&#8211; II&nbsp;ZR&nbsp;111\/50, BGHZ 3, 354). Eine verdr&auml;ngende Vollmacht, die den Vollmachtgeber von der Rechtsaus&uuml;bung ausschlie&szlig;t, w&auml;re wegen Versto&szlig;es gegen &sect;&nbsp;137 Satz&nbsp;1 BGB unwirksam (vgl. Staudinger\/Kohler (2017) BGB &sect;&nbsp;137, Rz&nbsp;34, 35; Erman\/ Arnold, BGB, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;137 Rz&nbsp;6). Der Kommanditist, der Stimmrechtsvollmacht erteilt, bleibt Tr&auml;ger des Stimmrechts und ist im Verh&auml;ltnis zur Gesellschaft auch weiterhin zur Aus&uuml;bung seines Stimmrechts uneingeschr&auml;nkt in der Lage. B hatte sich auch nicht im Innenverh&auml;ltnis verpflichtet, sein Stimmrecht nicht auszu&uuml;ben, worin sich der Streitfall von der der BFH-Entscheidung in BFHE&nbsp;250, 197, BStBl II&nbsp;2015, 821 zugrunde liegenden Konstellation unterscheidet. Selbst in einem konkreten Konfliktfalle genie&szlig;t die Stimmrechtsbefugnis des B im Innen- und Au&szlig;enverh&auml;ltnis Vorrang. Ob er deshalb den Widerruf der Schenkung zu bef&uuml;rchten hat oder sich ggf. gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger schadenersatzpflichtig macht, ist unerheblich. Bis der Widerruf tats&auml;chlich erfolgt, was nicht prognostiziert werden kann, hat sein Stimmrecht jedenfalls Bestand. Die Verpflichtung des B, zu Lebzeiten des Kl&auml;gers keine Verf&uuml;gungen &uuml;ber den Kommanditanteil zu treffen oder diesbez&uuml;gliche Vereinbarungen zu treffen, entspricht lediglich der Regelung in &sect;&nbsp;1071 BGB und damit den Regeln des Nie&szlig;brauchs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da B zivilrechtlicher Eigent&uuml;mer des unentgeltlich &uuml;bertragenen Kommanditanteils geworden ist, kann im Streitfall dahinstehen, wie wirtschaftliches Eigentum an einem Kommanditanteil schenkungsteuerrechtlich zu behandeln w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat vermag gleichwohl nicht abschlie&szlig;end zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Den Feststellungen des FG ist nicht zu entnehmen, ob der Kl&auml;ger die f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Freibetrags erforderliche Erkl&auml;rung als Schenker nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG a.F. abgegeben hat und ggf. auf welchen Betrag oder Teilbetrag sich diese erstreckt. Diese Feststellung ist nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zudem steht die Bemessungsgrundlage der Schenkungsteuer nicht fest und kann auch nicht ohne Weiteres berechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das gilt schon deshalb, weil nicht festgestellt ist, auf welchen Betrag sich die etwaige Erkl&auml;rung des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG a.F. beziehen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zudem liegen keine Wertfeststellungen auf den zutreffenden Stichtag 01.10.2007 vor. Diese k&ouml;nnen nicht dahinstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Tenorierung, wie das FG sie im ersten Rechtsgang vorgenommen hat, fehlt es an Bestimmtheit. Die &Uuml;bertragung der Steuerberechnung nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO war nicht zul&auml;ssig. Sie setzt voraus, dass dem FA nur noch die Berechnung der Steuer verbleibt (Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;100 Rz&nbsp;42). Es darf keine Wertungs-, Beurteilungs- oder Entscheidungsspielr&auml;ume mehr geben. Sind noch Ermittlungen zur H&ouml;he der Bemessungsgrundlage anzustellen, kommt die &Uuml;bertragung der Steuerberechnung nicht in Betracht. Eine etwa erforderliche gesonderte Feststellung ist keine Berechnung, sondern eine verfahrensrechtlich besondere Ermittlung der Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine eigene Ermittlung der Bemessungsgrundlage ist dem Senat nicht m&ouml;glich. Auf den ma&szlig;gebenden Stichtag 01.10.2007 ist der Wert des Erwerbs festzustellen. Gegenstand des Erwerbs ist Betriebsverm&ouml;gen. Ungeachtet der Frage, inwieweit diese herangezogen werden k&ouml;nnen, liegen auch keine Bedarfsbewertungen f&uuml;r die zum Betriebsverm&ouml;gen der A KG geh&ouml;renden Grundst&uuml;cke auf diesen Stichtag vor. Die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung der Beteiligten kann der Besteuerung schon deshalb nicht zugrunde gelegt werden, weil sie sich auf den Stichtag 31.12.2006 bezieht und f&uuml;r den tats&auml;chlichen Stichtag ins Leere geht. Das FG hat zu Recht angemerkt, dass im Grundsatz noch Feststellungsverfahren durchgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssten. Falls der Streitfall nicht ohne solche &#8211;ggf. mit Hilfe einer weiteren tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung&#8211; unstreitig erledigt wird, hat das FG entweder eine Sch&auml;tzung nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;2 AO i.V.m. &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;5 AO vorzunehmen oder das Verfahren nach &sect;&nbsp;74 FGO auszusetzen (vgl. etwa BFH-Urteil vom 23.11.2011&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;64\/09, BFHE&nbsp;235, 185, BStBl II&nbsp;2012, 355, Rz&nbsp;31). Hieran &auml;ndert auch der Umstand nichts, dass der Kl&auml;ger im gerichtlichen Verfahren materiell-rechtlich nur die Frage der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a ErbStG a.F. dem Grunde nach thematisiert hat. Die Frage der Bemessungsgrundlage ist kein abtrennbarer Bestandteil, sondern eine Folgefrage, &uuml;ber die ohne Feststellungen nicht entschieden werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2019, II R 34\/16ECLI:DE:BFH:2019:U.061119.IIR34.16.0 Schenkungsteuer: Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Schenkung eines Kommanditanteils unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch Leits&auml;tze 1. Die Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen nach &sect; 13a ErbStG i.d.F. des Jahres 2007 setzt voraus, dass der Gegenstand des Erwerbs bei dem bisherigen Rechtstr&auml;ger Betriebsverm&ouml;gen war und bei dem neuen Rechtstr&auml;ger Betriebsverm&ouml;gen wird. 2. Ist Gegenstand des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-34-16-schenkungsteuer-beguenstigung-von-betriebsvermoegen-schenkung-eines-kommanditanteils-unter-vorbehaltsniessbrauch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Schenkungsteuer: Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Schenkung eines Kommanditanteils unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-71989","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71989\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}