{"id":72115,"date":"2020-03-15T16:59:00","date_gmt":"2020-03-15T14:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72115"},"modified":"2020-03-15T16:59:00","modified_gmt":"2020-03-15T14:59:00","slug":"ii-r-7-17-beginn-des-laufs-von-hinterziehungszinsen-bei-einer-durch-unterlassen-der-anzeige-begangenen-hinterziehung-von-schenkungsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-7-17-beginn-des-laufs-von-hinterziehungszinsen-bei-einer-durch-unterlassen-der-anzeige-begangenen-hinterziehung-von-schenkungsteuer\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;7\/17 &#8211; Beginn des Laufs von Hinterziehungszinsen bei einer durch Unterlassen der Anzeige begangenen Hinterziehung von Schenkungsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2019, II R 7\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.280819.IIR7.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Beginn des Laufs von Hinterziehungszinsen bei einer durch Unterlassen der Anzeige begangenen Hinterziehung von Schenkungsteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei einer durch Unterlassen der Anzeige begangenen Hinterziehung von Schenkungsteuer beginnt der Lauf der Hinterziehungszinsen zu dem Zeitpunkt, zu dem das FA bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Anzeige und Abgabe der Steuererkl&auml;rung die Steuer festgesetzt h&auml;tte.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Zeitpunkt f&uuml;r den Beginn des Zinslaufs kann unter Ber&uuml;cksichtigung der beim zust&auml;ndigen FA durchschnittlich erforderlichen Zeit f&uuml;r die Bearbeitung eingegangener Schenkungsteuererkl&auml;rungen bestimmt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24.11.2016 &#8211; 3 K 1627\/15 Erb aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Finanzgerichtsverfahrens tragen die Kl&auml;gerin zu 80 % und der Beklagte zu 20 %.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) reichte zusammen mit ihrem Ehemann am 25.03.2010 eine Selbstanzeige beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein. Darin erkl&auml;rte sie die schenkweise &Uuml;bertragung zweier Konten bei Schweizer Banken auf sich und ihren Ehemann nach, die ihre Mutter zum Stichtag 17.04.2007 bzw. 19.12.2007 auf die Ehegatten umgeschrieben hatte. Zudem erkl&auml;rte sie die ebenfalls schenkweise &Uuml;bertragung eines schweizerischen Grundst&uuml;cks von ihrer Mutter auf sich am 17.07.2008 nach. Am 11.04.2013 erlie&szlig; das FA gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Schenkungen vom 19.12.2007 (unter Ber&uuml;cksichtigung der Vorschenkung vom 17.04.2007) und vom 17.07.2008 (unter Ber&uuml;cksichtigung der Vorschenkungen vom 17.04.2007 und 19.12.2007) zwei Schenkungsteuerbescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 14.11.2013 f&uuml;r die Schenkung vom 17.07.2008 und vom 20.01.2014 f&uuml;r die Schenkung vom 19.12.2007 setzte das FA Hinterziehungszinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;235 der Abgabenordnung (AO) wegen hinterzogener Schenkungsteuer fest. Den Zinslauf berechnete es f&uuml;r die Schenkung vom 19.12.2007 ab dem 19.06.2008 und f&uuml;r die Schenkung vom 17.07.2008 ab dem 18.01.2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosen Einspruchsverfahren, die die Kl&auml;gerin wegen des nach ihrer Ansicht zu fr&uuml;hen Beginns des Zinslaufs f&uuml;hrte, erhob sie Klage vor dem Finanzgericht (FG). Im finanzgerichtlichen Verfahren ermittelte das FA anhand eines internen Controllingberichts eine Bearbeitungsdauer von Schenkungsteuerfestsetzungen beim FA im Jahr 2008 von durchschnittlich 7,1&nbsp;Monaten. Es &auml;nderte daraufhin mit Bescheiden vom 18.05.2016 den Beginn des Zinslaufs auf elf Monate nach dem jeweiligen Stichtag der Schenkung (Zinslaufbeginn f&uuml;r die Schenkung vom 19.12.2007 am 20.11.2008 und f&uuml;r die Schenkung vom 17.07.2008 am 18.06.2009). Dabei ging es von einer Anzeigefrist nach &sect;&nbsp;30 Abs.&nbsp;1 des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) von drei Monaten sowie einer auf acht Monate aufgerundeten Bearbeitungszeit aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG kam zu dem Ergebnis, dass der Zinslauf einen weiteren Monat sp&auml;ter beginne. Im &Uuml;brigen sei die Klage unbegr&uuml;ndet. Da anders als bei Veranlagungssteuern f&uuml;r die Schenkungsteuer mangels eines kontinuierlichen abschnittsbezogenen Veranlagungsverfahrens kein allgemeiner Veranlagungsschluss festgestellt werden k&ouml;nne, sei zur Anzeigefrist von drei Monaten und der Frist zur Abgabe der Steuererkl&auml;rung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG von mindestens einem Monat die durchschnittliche Bearbeitungsdauer des Finanzamts, das die Festsetzung der Schenkungsteuer durchzuf&uuml;hren habe, f&uuml;r die Berechnung des Zinslaufbeginns hinzu zu addieren. Ab diesem Zeitpunkt sei die Verk&uuml;rzung oder Erlangung des Steuervorteils nach &sect;&nbsp;235 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO eingetreten. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 628 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat am 24.01.2017 ge&auml;nderte Zinsbescheide erlassen, mit denen es das Urteil des FG umgesetzt hat (Zinslaufbeginn f&uuml;r die Schenkung vom 19.12.2007 am 20.12.2008 und f&uuml;r die Schenkung vom 17.07.2008 am 18.07.2009). Ferner hat es mit Zinsbescheiden vom 23.08.2019 einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk hinsichtlich der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der H&ouml;he des Zinssatzes von 0,5&nbsp;% pro Monat hinzugef&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung von &sect;&nbsp;235 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO. Diese Norm stelle wie &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 AO auf den Eintritt der Steuerverk&uuml;rzung als Vollendung der Tat ab. Beim Unterlassungsdelikt m&uuml;sse dabei auf einen fiktiven Moment abgestellt werden. Die Frage der Tatvollendung (Eintritt der Steuerverk&uuml;rzung) sei anlassbezogen zu beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hre zu einer Ungleichbehandlung zwischen der aktiven Tat und der Unterlassungstat, beim Zinsbeginn einer durch Unterlassen begangenen Schenkungsteuerhinterziehung auf die durchschnittliche Festsetzungsdauer statt auf die tats&auml;chliche Bearbeitungsdauer abzustellen. Denn h&auml;tte die Kl&auml;gerin &#8211;anders als im Streitfall&#8211; eine fehlerhafte Steuererkl&auml;rung abgegeben und h&auml;tte das FA die Schenkungsteuerfestsetzung erst nach mehr als drei Jahren durchgef&uuml;hrt, w&auml;re der Taterfolg erst mit Bekanntgabe der Steuerfestsetzung eingetreten und w&auml;ren erst ab diesem Zeitpunkt Hinterziehungszinsen angefallen. Ebenso liege eine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung in Bezug auf die Unterscheidung des Zinslaufs f&uuml;r Hinterziehungszinsen bei laufend veranlagten Steuern und nur einmal festzusetzenden Steuern vor. W&auml;hrend bei ersteren fast unstreitig auf den Abschluss der wesentlichen Veranlagungsarbeiten abgestellt werde, solle es im Rahmen der anlassbezogenen Steuern f&uuml;r die Vollendung auf die durchschnittliche Festsetzungsdauer ankommen. Aus den Controllingdaten der Finanzverwaltung k&ouml;nne zwar ermittelt werden, in welcher Zeit etwa 95&nbsp;% der Schenkungsteuerf&auml;lle abgearbeitet w&uuml;rden. Die pauschale Ber&uuml;cksichtigung einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer bei einer Tatbegehung durch Unterlassen sei aber keine sachgerechte Pauschalierung, da bei einem Einmalereignis wie der Schenkungsteuer mit der konkreten Bearbeitungsdauer ein transparenter Vergleichsma&szlig;stab zur Verf&uuml;gung stehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem sei die Festlegung der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer f&uuml;r den Zinsbeginn auch rechtssystematisch nicht haltbar. &sect;&nbsp;235 AO setze eine vollendete Steuerhinterziehung voraus. Die Feststellungslast daf&uuml;r trage das FA. Der Grundsatz in dubio pro reo sei zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Bescheid vom 23.08.2019 &uuml;ber die Festsetzung von Hinterziehungszinsen f&uuml;r die Schenkung vom 19.12.2007 dahin zu &auml;ndern, dass als Beginn des Zinslaufs der 05.04.2011 ber&uuml;cksichtigt wird, sowie den Bescheid vom 23.08.2019 &uuml;ber die Festsetzung von Hinterziehungszinsen f&uuml;r die Schenkung vom 17.07.2008 dahin zu &auml;ndern, dass als Beginn des Zinslaufs der 03.11.2011 ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein R&uuml;ckgriff auf die tats&auml;chliche Bearbeitungszeit sei nicht vertretbar. Die Kl&auml;gerin habe die aufgrund des Strafverfahrens au&szlig;ergew&ouml;hnlich lange Bearbeitungsdauer der Veranlagungsarbeiten selbst beeinflusst. Bei p&uuml;nktlicher und korrekter Erkl&auml;rungsabgabe w&auml;re die Durchlaufzeit &#8211;ohne Strafverfahren&#8211; mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit sehr viel k&uuml;rzer ausgefallen und h&auml;tte der durchschnittlichen Bearbeitungszeit entsprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG war aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). An die Stelle der Zinsbescheide vom 18.05.2016, &uuml;ber die das FG entschieden hat, sind w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zuletzt die Bescheide vom 23.08.2019 getreten. Diese sind nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden. Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.11.2018&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;34\/15, BFHE 263, 273, BStBl II 2019, 674, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG nach &sect;&nbsp;127 FGO bedarf es jedoch nicht, da sich aufgrund der &Auml;nderungsbescheide an den zwischen den Beteiligten streitigen Punkten im &Uuml;brigen nichts ge&auml;ndert hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 263, 273, BStBl II 2019, 674, Rz 13). Im Streitfall f&uuml;hren die &Auml;nderungsbescheide lediglich zu einer Reduzierung des Streitstoffs. Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nicht weg, da das finanzgerichtliche Urteil nicht an einem Verfahrensmangel leidet (vgl. BFH-Urteil vom 26.06.2019&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;58\/15, BFH\/NV 2019, 1222, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Die Klage ist unbegr&uuml;ndet und war daher abzuweisen. Die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung von Hinterziehungszinsen vom 23.08.2019 sind rechtm&auml;&szlig;ig und verletzen die Kl&auml;gerin nicht in ihren Rechten (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Das FA und das FG sind zutreffend davon ausgegangen, dass der Zinslauf jedenfalls nicht sp&auml;ter als am 20.12.2008 hinsichtlich der Schenkung vom 19.12.2007 und nicht sp&auml;ter als am 18.07.2009 hinsichtlich der Schenkung vom 17.07.2008 begonnen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;235 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO sind hinterzogene Steuern zu verzinsen. &sect;&nbsp;235 AO soll dem Nutznie&szlig;er einer Steuerhinterziehung den durch die Tat erlangten Vorteil, dass er die gesetzlich entstandene Steuer erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt zahlen muss, wieder entziehen und die Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung sicherstellen (vgl. BFH-Urteil vom 01.08.2001&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;48\/00, BFH\/NV 2002, 155, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;235 AO ist auch bei einer steuerbefreienden Selbstanzeige anwendbar. Denn die wirksame Selbstanzeige beseitigt als pers&ouml;nlicher Strafaufhebungsgrund nur die Straf- und damit Verfolgbarkeit der Tat (vgl. BFH-Urteil vom 29.04.2008&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;5\/06, BFHE 222, 1, BStBl II 2008, 844, unter II.2.&nbsp;b&nbsp;bb&nbsp;(2); Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;235 AO Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Voraussetzung des Zinsanspruchs ist eine vollendete Steuerhinterziehung. Der objektive und der subjektive Tatbestand des &sect;&nbsp;370 AO m&uuml;ssen erf&uuml;llt sein. Der Steuerschuldner muss eine der in &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 AO beschriebenen Tathandlungen mit Vorsatz begangen und dadurch Steuern verk&uuml;rzt haben (BFH-Urteil vom 12.07.2016&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;42\/14, BFHE 254, 105, BStBl II 2016, 868, Rz&nbsp;12). Eine Steuerhinterziehung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO begeht, wer die Finanzbeh&ouml;rden pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis l&auml;sst und dadurch Steuern verk&uuml;rzt. Steuern sind namentlich dann verk&uuml;rzt, wenn sie nicht, nicht in voller H&ouml;he oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden (&sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber die tats&auml;chlichen Voraussetzungen einer Steuerhinterziehung hat das FG nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 FGO nach freier &Uuml;berzeugung zu entscheiden. Die Feststellungslast tr&auml;gt das FA, da es sich um steuerbegr&uuml;ndende Tatsachen handelt. Der BFH ist nach den Grunds&auml;tzen des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an die tats&auml;chlichen Feststellungen gebunden (vgl. im Einzelnen BFH-Urteil in BFHE 254, 105, BStBl II 2016, 868, Rz&nbsp;13 bis 16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Lauf der Hinterziehungszinsen beginnt grunds&auml;tzlich u.a. mit dem Eintritt der Verk&uuml;rzung (&sect;&nbsp;235 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 AO), also mit der Tatvollendung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ergeht bei einer Steuerhinterziehung durch Unterlassen (&sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) kein Steuerbescheid, ist die Tat nach herrschender Meinung bei kontinuierlich abschnittsweise zu veranlagenden Steuern wie der Einkommensteuer erst vollendet und mithin die Steuer verk&uuml;rzt, wenn das zust&auml;ndige Finanzamt die Veranlagungsarbeiten f&uuml;r den betreffenden Zeitraum im Wesentlichen abgeschlossen hat. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt, zu dem bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Abgabe der Steuererkl&auml;rung auch der unterlassende T&auml;ter sp&auml;testens veranlagt worden w&auml;re (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 28.10.1998&nbsp;&#8211; 5&nbsp;StR&nbsp;500\/98, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1999, 669, m.w.N.; vom 13.05.2009&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;704\/08, juris, und vom 02.11.2010&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;544\/09, Neue Zeitschrift f&uuml;r Strafrecht 2011, 294, Rz&nbsp;77; BFH-Urteil vom 12.04.2016&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;24\/13, BFH\/NV 2016, 1537, Rz&nbsp;27; Rolletschke, Steuerstrafrecht, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;138; Meyer in Gosch, AO &sect;&nbsp;370 Rz&nbsp;189; Ransiek in Kohlmann, Steuerstrafrecht, &sect;&nbsp;370 AO, Rz&nbsp;413, jeweils m.w.N.; differenzierend die &#8211;in erster Linie den Zeitpunkt der Beendigung der Tat betreffenden&#8211; BGH-Beschl&uuml;sse vom 07.11.2001&nbsp;&#8211; 5&nbsp;StR&nbsp;395\/01, BGHSt 47, 138, BStBl II 2002, 259, unter II.1.a&nbsp;aa, und vom 19.01.2011&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;640\/10, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts- und Steuerstrafrecht &#8211;wistra&#8211; 2012, 484, Rz&nbsp;8, 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Falle einer Steuer, deren Festsetzung nicht kontinuierlich abschnittsbezogen nach Veranlagungszeitr&auml;umen, sondern anlassbezogen wie bei der Schenkungsteuer erfolgt, kann nicht festgestellt werden, wann im Wesentlichen die Bearbeitung der Steuererkl&auml;rungen und &#8211;festsetzungen abgeschlossen ist (vgl. BGH-Beschl&uuml;sse vom 25.07.2011&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;631\/10, BGHSt 56, 298, Rz&nbsp;41, und vom 08.07.2014&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;240\/14, HFR 2015, 408, Rz&nbsp;3; Rolletschke, Steuerstrafrecht, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;157; Wiese in Wannemacher, Steuerstrafrecht, 6.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;214 Rz&nbsp;519; Simon in Simon\/Wagner, Steuerstrafrecht, 4.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;457; Ebner, Verfolgungsverj&auml;hrung im Steuerstrafrecht, S.&nbsp;241; Rolletschke in Graf\/J&auml;ger\/Wittig, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2.&nbsp;Aufl., 900 AO, &sect;&nbsp;370 Rz&nbsp;487 und &sect;&nbsp;376, Rz&nbsp;48; Klein\/J&auml;ger, AO, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;376 Rz&nbsp;23a; Krumm in Tipke\/ Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;96; Weigell in Kuhn\/Weigell\/G&ouml;rlich, Steuerstrafrecht, 3.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;67, Rz&nbsp;218; Esskandari\/Bick, Erbschaft-Steuerberater 2012, 108, 112; Einemann, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge &#8211;ZEV&#8211; 2017, 316, 319).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar erm&ouml;glicht die umfangreiche Datenerfassung der Finanzverwaltung die Feststellung, wann Erkl&auml;rungen f&uuml;r derartige Steuern, die z.B. in einem konkreten Jahr eingegangen sind, weitgehend bearbeitet wurden. Dies entspricht aber nicht dem allgemeinen Veranlagungsschluss bei periodischen Steuern. Denn abschnittsbezogene Steuern entstehen in der Regel mit Ablauf des Veranlagungszeitraums (z.B. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes) und haben zudem eine weitgehend einheitliche Abgabefrist, durch die auf den Abschluss der Veranlagungsarbeiten f&uuml;r einen Veranlagungszeitraum hingewirkt wird. Bei der Schenkungsteuer ist hingegen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG ein konkreter Moment, der Zeitpunkt der Ausf&uuml;hrung der Schenkung, f&uuml;r die Entstehung der Steuer ma&szlig;geblich, mit der Folge, dass die Schenkungsteuer je nach Fallgestaltung zu unterschiedlichen Zeitpunkten entsteht. Insoweit gibt es keinen allgemeinen Veranlagungsschluss wie bei periodisch festzusetzenden Steuern (vgl. Rolletschke, Neue Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts-, Steuer- und Unternehmensstrafrecht &#8211;NZWiSt&#8211; 2018, 37&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r den Eintritt der Steuerverk&uuml;rzung ist bei der Schenkungsteuer als stichtagsbezogener Steuer der Zeitpunkt ma&szlig;gebend, zu dem das FA bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Anzeige und Abgabe der Steuererkl&auml;rung die Steuer festgesetzt h&auml;tte (vgl. BGH-Beschl&uuml;sse in HFR 2015, 408, Rz&nbsp;3, und vom 14.10.2015&nbsp;&#8211; 1&nbsp;StR&nbsp;521\/14, wistra 2016, 74, Rz&nbsp;21, jeweils zur Tabaksteuer; Rolletschke, Steuerstrafrecht, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;157; Rolletschke in Graf\/ J&auml;ger\/Wittig, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2.&nbsp;Aufl., 900 AO, &sect;&nbsp;370 Rz&nbsp;487&nbsp;f.; Rolletschke, NZWiSt 2018, 37, 38; Hilgers-Klautsch in Kohlmann, Steuerstrafrecht, &sect;&nbsp;370 AO, Rz&nbsp;1523, anders aber Rz&nbsp;1518; Krumm in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;96; Einemann, ZEV 2017, 316, 319). Wann dies der Fall ist, ist eine von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngige Tatfrage. Dabei kann der Zeitpunkt f&uuml;r den Beginn des Zinslaufs unter Ber&uuml;cksichtigung der beim zust&auml;ndigen FA durchschnittlich erforderlichen Zeit f&uuml;r die Bearbeitung eingegangener Schenkungsteuererkl&auml;rungen bestimmt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ist bei einer Steuerhinterziehung durch Unterlassen nicht auf die tats&auml;chliche Dauer der Festsetzung der hinterzogenen Schenkungsteuer abzustellen, insbesondere wenn diese durch steuerstrafrechtliche Untersuchungen oder andere hinterziehungsbedingte Umst&auml;nde beeinflusst ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So kann aufgrund der Ermittlungsma&szlig;nahmen oder der &Uuml;berpr&uuml;fung der Selbstanzeige eine Veranlagung zun&auml;chst zur&uuml;ckzustellen sein. Dementsprechend hie&szlig; es auch im Streitfall auf einer Mitteilung des Finanzamts f&uuml;r Steuerstrafsachen an das FA &uuml;ber die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die Kl&auml;gerin handschriftlich &quot;auf Bericht warten&quot;; die W&ouml;rter &quot;ggfs. bevorzugte Bearbeitung&quot; waren durchgestrichen. Dass die Veranlagung bei rechtzeitiger Anzeige und Erkl&auml;rung ebenso lange gedauert h&auml;tte wie im Fall einer versp&auml;teten Anzeige, ist Spekulation und nicht anhand von Tatsachen &uuml;berpr&uuml;fbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Anders als von der Kl&auml;gerin und teilweise der Literatur (Joecks in Joecks\/J&auml;ger\/Randt, Steuerstrafrecht, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;370, Rz&nbsp;337, krit. hingegen in &sect;&nbsp;376, Rz&nbsp;44&nbsp;f.; Gehm, Kompendium Steuerstrafrecht, 3.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;210&nbsp;f. zur Beendigung; Hilgers-Klautsch in Kohlmann, Steuerstrafrecht, &sect;&nbsp;370 AO, Rz&nbsp;1518; nur mit Ausf&uuml;hrungen zu kontinuierlich veranlagten Steuern Wiese in Wannemacher, Steuerstrafrecht, 6.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;212&nbsp;ff., Rz&nbsp;516&nbsp;ff.) ausgef&uuml;hrt wird, kann auch nicht nach dem Grundsatz &quot;in dubio pro reo&quot; auf den sp&auml;testen Zeitpunkt f&uuml;r den Zinsbeginn abgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Grundsatz setzt Zweifel des Tatrichters &uuml;ber tats&auml;chliche Gegebenheiten voraus (vgl. BGH-Beschluss in BGHSt 47, 138, BStBl II 2002, 259, unter II.1.b&nbsp;bb; ebenso Klein\/ J&auml;ger, AO, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;370 Rz&nbsp;201; Rolletschke, NZWiSt 2018, 37, 38; Ebner, Verfolgungsverj&auml;hrung im Steuerstrafrecht, S.&nbsp;241). Die Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts der Vollendung der durch Unterlassen begangenen Tat betrifft aber nicht den tats&auml;chlichen, sondern einen fiktiven Geschehensablauf. Die Festsetzung von Hinterziehungszinsen setzt zwar eine vollendete Steuerhinterziehung voraus, und dies verlangt die Erf&uuml;llung der einzelnen Tatbestandsmerkmale. Der Taterfolg bei Begehung einer Hinterziehung von Schenkungsteuer durch Unterlassen der Anzeige l&auml;sst sich aber nicht an einen konkreten Umstand, der auf die Tatvollendung hindeutet, ankn&uuml;pfen. Somit muss die Tatvollendung anhand der im Einzelfall gegebenen Tatsachen beurteilt werden. Bestehen hinsichtlich dieser Tatsachen keine Zweifel, ist f&uuml;r die Anwendung des Grundsatzes &quot;im Zweifel f&uuml;r den Angeklagten&quot; kein Raum. Zu Annahmen, f&uuml;r deren Vorliegen es an hinreichenden Anhaltspunkten fehlt, besteht kein Anlass (vgl. BGH-Beschluss in wistra 2012, 484, Rz&nbsp;9, m.w.N.). Ma&szlig;gebend f&uuml;r den Beginn des Zinslaufs ist danach der Zeitpunkt, zu dem nach &Uuml;berzeugung des Tatsachengerichts bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Anzeige und Abgabe der Steuererkl&auml;rung die Schenkungsteuer gegen den unterlassenden T&auml;ter festgesetzt worden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der BGH selbst hat bei der Frage, wann die Hinterziehung von Schenkungsteuer beendet ist, auf den Zeitpunkt der fr&uuml;hestm&ouml;glichen Bekanntgabe des Schenkungsteuerbescheids abgestellt und kam so auf eine Frist von vier Monaten nach der Schenkung. Er f&uuml;hrte zur Bearbeitungsdauer bei den Finanzbeh&ouml;rden aus, sie sei bei dieser fiktiven Steuerfestsetzung mit einem Monat anzusetzen, denn das Finanzamt k&ouml;nne gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;7 ErbStG die Abgabe einer Steuererkl&auml;rung binnen eines Monats verlangen, in welcher der Steuerpflichtige die Steuer selbst zu berechnen habe (BGH-Beschluss in BGHSt 56, 298, Rz&nbsp;41; &auml;hnlich Simon in Simon\/Wagner, Steuerstrafrecht, 4.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;457; krit. Krumm in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;96; Ebner, Verfolgungsverj&auml;hrung im Steuerstrafrecht, S.&nbsp;245).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Soweit die Kl&auml;gerin auf die Rechtsprechung zur aktiven Tatbegehung verweist, nach der eine vollendete Hinterziehung von Einkommensteuer erst vorliegt, wenn der unzutreffende Bescheid dem Steuerpflichtigen bekannt gegeben wird (BFH-Urteil in BFHE 222, 1, BStBl II 2008, 844, m.w.N.), f&uuml;hrt dies zu keiner anderen Bewertung. Ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes liegt nicht vor. Denn die Sachverhalte beider Begehungsarten sind nicht vergleichbar. Durch die Bekanntgabe des Steuerbescheids aufgrund einer rechtzeitigen, aber unrichtigen Erkl&auml;rung ist feststellbar, wann die nicht erkl&auml;rten Tatsachen bei der Steuerfestsetzung ber&uuml;cksichtigt worden w&auml;ren. Bei einer Tat durch Nichtabgabe irgendeiner Anzeige bzw. Erkl&auml;rung fehlt dieser Anhaltspunkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wer f&uuml;r eine versp&auml;tete Festsetzung von Steuern verantwortlich ist, ist unerheblich (vgl. BFH-Urteil vom 31.07.1996&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;82\/95, BFHE 180, 533, BStBl II 1996, 354, unter II.2.e). Denn &sect;&nbsp;235 AO soll den steuerlichen Vorteil beim Nutznie&szlig;er der Steuerhinterziehung absch&ouml;pfen. Hinterziehungszinsen stellen keine Strafe dar (vgl. BFH-Beschluss vom 30.10.2001&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;147\/01, BFH\/NV 2002, 505, unter 4.a, 4.&nbsp;Spiegelstrich, m.w.N. zu &sect;&nbsp;233a AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FA im Anschluss an die Entscheidung des FG den Beginn des Zinslaufs bei beiden Schenkungen jedenfalls nicht auf ein zu fr&uuml;hes Datum festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Feststellungen, die das FG zur Annahme des objektiven und subjektiven Hinterziehungstatbestandes veranlasst haben, sind ausreichend und von der Kl&auml;gerin nicht angegriffen worden. Nach &Uuml;berzeugung des FG bewirkte die Kl&auml;gerin, dass die geschuldete Schenkungsteuer (zun&auml;chst) nicht festgesetzt und dadurch verk&uuml;rzt wurde, indem sie es entgegen &sect;&nbsp;30 Abs.&nbsp;1 ErbStG pflichtwidrig unterlie&szlig;, die im Jahr 2007 und 2008 erhaltenen Schenkungen dem zust&auml;ndigen Finanzamt anzuzeigen, und dieses in Folge des Unterlassens keine Steuererkl&auml;rungen nach &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG anforderte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ferner ist das FG rechtsfehlerfrei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zinslauf jedenfalls nicht sp&auml;ter als zw&ouml;lf Monate nach der jeweiligen Schenkung begonnen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r seine Berechnung hat das FG die Anzeigefrist beim FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;30 Abs.&nbsp;1 ErbStG von drei Monaten, eine &#8211;nach &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und Abs.&nbsp;7 ErbStG mindestens vom FA zu gew&auml;hrende&#8211; Erkl&auml;rungsfrist von einem Monat sowie die durchschnittliche Bearbeitungsdauer beim beklagten FA herangezogen. Gegen die der Vorentscheidung zugrunde gelegte durchschnittliche Bearbeitungsdauer beim FA hat die Kl&auml;gerin keine Einw&auml;nde erhoben. Das FG konnte auf dieser Grundlage seine Entscheidung treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Besondere Umst&auml;nde des Einzelfalls, die daf&uuml;r spr&auml;chen, dass auch bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Anzeige und Erkl&auml;rung der Schenkungen die Festsetzungen der Schenkungsteuer nicht innerhalb der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer durchgef&uuml;hrt worden w&auml;ren, hat die Kl&auml;gerin nicht vorgebracht. Vielmehr trug sie im Einspruchsverfahren vor, die Schenkungen und deren steuerliche Behandlung wiesen keine erh&ouml;hten tats&auml;chlichen und rechtlichen Schwierigkeiten auf. Das FA verwies auf die Selbstanzeige, bei der eine Festsetzung in der Regel im Rahmen der Durchschnittszeiten erfolge. Die Kl&auml;gerin habe die aufgrund des Strafverfahrens au&szlig;ergew&ouml;hnlich lange Bearbeitungsdauer der Veranlagungsarbeiten selbst beeinflusst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG ist auf dieser Grundlage zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass das FA die Schenkungsteuer bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Anzeige innerhalb der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer festgesetzt h&auml;tte. Zugleich hat es festgestellt, dass die Bearbeitungsdauer bei aufgerundet acht Monaten gelegen hat. Dies ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Nach Hinzurechnung der Fristen des &sect;&nbsp;30 Abs.&nbsp;1 ErbStG sowie des &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. Abs.&nbsp;7 ErbStG hat es damit seiner Entscheidung jedenfalls keine zu fr&uuml;hen Zeitpunkte f&uuml;r den Zinslauf zugrunde gelegt. Soweit der BGH weitergehend f&uuml;r den Zeitpunkt der Beendigung bei nicht angezeigter Schenkung auf die fr&uuml;hestm&ouml;gliche Bekanntgabe abgestellt hat (BGH-Beschluss in BGHSt 56, 298) kommt es hierauf im Streitfall aufgrund des Verb&ouml;serungsverbots nach &sect;&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, 121 Satz&nbsp;1 FGO (vgl. BFH-Urteil vom 03.04.2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;15\/17, BFHE 264, 24, BStBl II 2019, 446, Rz&nbsp;25, m.w.N.) nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt f&uuml;r das finanzgerichtliche Verfahren aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO und f&uuml;r das Revisionsverfahren aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. BFH-Urteile vom 15.03.2017&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;10\/15, BFH\/NV 2017, 1153, Rz&nbsp;24, und in BFHE 264, 24, BStBl II 2019, 446, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2019, II R 7\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.280819.IIR7.17.0 Beginn des Laufs von Hinterziehungszinsen bei einer durch Unterlassen der Anzeige begangenen Hinterziehung von Schenkungsteuer Leits&auml;tze 1. 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