{"id":72171,"date":"2020-03-29T17:45:41","date_gmt":"2020-03-29T15:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72171"},"modified":"2020-03-29T17:45:41","modified_gmt":"2020-03-29T15:45:41","slug":"vi-r-8-18-krankheitskosten-bei-einem-wegeunfall-zwischen-wohnung-und-erster-taetigkeitsstaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-8-18-krankheitskosten-bei-einem-wegeunfall-zwischen-wohnung-und-erster-taetigkeitsstaette\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;8\/18 &#8211; Krankheitskosten bei einem Wegeunfall zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2019, VI R 8\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.191219.VIR8.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Krankheitskosten bei einem Wegeunfall zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beseitigung oder Linderung von K&ouml;rpersch&auml;den, die durch einen Unfall auf einer beruflich veranlassten Fahrt zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte eingetreten sind, k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG als Werbungskosten abgezogen werden. Sie werden von der Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale nicht erfasst. Diese erstreckt sich nur auf fahrzeug- und wegstreckenbezogene Aufwendungen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 19.01.2018 &#8211; 5 K 500\/17 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer wird unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids des Beklagten vom 20.04.2017 auf den Betrag festgesetzt, der sich bei Anerkennung weiterer Werbungskosten in H&ouml;he von 2.402 EUR bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ergibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2014) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erlitt am 28.02.2013 auf dem Weg von ihrer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte (bis Veranlagungszeitraum 2013, ab Veranlagungszeitraum 2014 erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte; im Folgenden: erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte) zu ihrer Wohnung einen Autounfall. Hierdurch kam es u.a. zu schweren Verletzungen an Gesicht und Nase. Wenige Tage nach dem Unfall erfolgte eine Nasenbeinreposition.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ende M&auml;rz 2014 wurde bei einer klinischen Untersuchung der Kl&auml;gerin sodann u.a. ein asymmetrisches, verbreitertes Nasenbein, ein sehr unebener kn&ouml;cherner Nasenr&uuml;cken und eine Absenkung des knorpeligen Nasenkomplexes diagnostiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin unterzog sich daraufhin einer Nasenoperation, die mit einem station&auml;ren Aufenthalt in den &#8230; (K-Krankenhaus) vom 19.05. bis zum 25.05.2014 verbunden war. Die zust&auml;ndige Berufsgenossenschaft &uuml;bernahm als Tr&auml;ger der gesetzlichen Unfallversicherung die Kosten f&uuml;r die Operation nach den f&uuml;r den Sozialversicherungstr&auml;ger geltenden S&auml;tzen entsprechend der Fallpauschale. Die dar&uuml;ber hinausgehenden Kosten f&uuml;r die Nasenoperation zahlte die Kl&auml;gerin selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Aufwendungen des Wegeunfalls machte sie neben weiteren Behandlungs- und damit in Zusammenhang stehenden Fahrtkosten (insgesamt 2.402&nbsp;EUR) als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend<em>.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die Werbungskosten auch im Einspruchsverfahren nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2018, 1444 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2014 vom 20.04.2017 dahin zu &auml;ndern, dass die Einkommensteuer unter Anerkennung weiterer Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 2.402&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht entschieden, dass die Kl&auml;gerin die geltend gemachten Aufwendungen nicht als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit abziehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs liegen Werbungskosten vor, wenn zwischen den Aufwendungen und den steuerpflichtigen Einnahmen ein Veranlassungszusammenhang besteht (z.B. Senatsurteile vom 16.01.2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;24\/16, BFHE 263, 449, BStBl II 2019, 376, Rz&nbsp;8, und vom 20.01.2016&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;24\/15, BFHE 253, 326, BStBl II 2016, 744, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung sind Werbungskosten auch Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG. Zur Abgeltung dieser Aufwendungen ist nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift f&uuml;r jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte aufsucht, eine Entfernungspauschale f&uuml;r jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte von 0,30&nbsp;EUR anzusetzen, h&ouml;chstens jedoch 4.500&nbsp;EUR im Kalenderjahr; ein h&ouml;herer Betrag als 4.500&nbsp;EUR ist anzusetzen, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder ihm zur Nutzung &uuml;berlassenen Kraftwagen benutzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind durch die Entfernungspauschalen s&auml;mtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats fallen auch au&szlig;ergew&ouml;hnliche Kosten f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte (erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte) unabh&auml;ngig von ihrer H&ouml;he unter die Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG (Senatsurteil vom 20.03.2014&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;29\/13, BFHE 245, 196, BStBl II 2014, 849).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Rechtsprechung, die der &uuml;berwiegend im Schrifttum vertretenen Auffassung entspricht (z.B. Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;520; K&ouml;hler in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;971; Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;539; Oertel in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;73; Zimmer in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;901; Kettler, Deutsche Steuer-Zeitung 2002, 676), h&auml;lt der Senat auch unter Ber&uuml;cksichtigung der von den Kl&auml;gern vorgetragenen Einw&auml;nde nach nochmaliger Pr&uuml;fung fest. Sie gilt auch f&uuml;r die im Streitfall zu beurteilende Fassung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschalen erstreckt sich im Grundsatz auch auf Unfallkosten, soweit es sich um Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r &quot;die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot;, also um echte Wege- bzw. Fahrtkosten handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies ergibt sich sowohl aus dem Gesetzeswortlaut, der in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschalen auf &quot;s&auml;mtliche Aufwendungen&quot; erstreckt (Senatsurteil in BFHE 245, 196, BStBl II 2014, 849, Rz&nbsp;13), als auch aus der Systematik des Gesetzes, das in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze 2 und 3 EStG zwei &#8211;im Streitfall nicht einschl&auml;gige&#8211; abschlie&szlig;ende Ausnahmen regelt (Senatsurteil in BFHE 245, 196, BStBl II 2014, 849, Rz&nbsp;14). Hierf&uuml;r sprechen dar&uuml;ber hinaus Sinn und Zweck der Vorschrift. Die Einf&uuml;hrung der verkehrsmittelunabh&auml;ngigen Entfernungspauschalen zum Veranlagungszeitraum 2001 diente neben umwelt- und verkehrspolitischen Erw&auml;gungen auch dem jeder Typisierung innewohnenden Gedanken der Steuervereinfachung. So sollten durch die Abgeltung &quot;s&auml;mtlicher Aufwendungen&quot; insbesondere Rechtsstreitigkeiten zwischen den Steuerpflichtigen und dem Finanzamt &uuml;ber die Ber&uuml;cksichtigung besonderer Kosten, z.B. f&uuml;r Abholfahrten und au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Kosten (z.B. Unfallkosten) vermieden werden (BTDrucks 14\/4242, S.&nbsp;6; BTDrucks 14\/4435, S.&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger ergibt sich aus der historischen Auslegung nichts anderes. Der Finanzausschuss des Bundestages hatte in seiner Beschlussempfehlung vom 15.11.2000 (BTDrucks 14\/4631) zwar vorgeschlagen, den in den urspr&uuml;nglichen Gesetzentw&uuml;rfen zu &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG vorgesehenen Halbsatz, nach dem auch die Aufwendungen infolge eines Verkehrsunfalls durch die Entfernungspauschale abgegolten seien, zu streichen. Hierdurch sollte eine Schlechterstellung von PKW-Nutzern gegen&uuml;ber der urspr&uuml;nglich in den Gesetzentw&uuml;rfen vorgesehenen Regelung vermieden werden (BTDrucks 14\/4631, S.&nbsp;4 und S.&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass Unfallkosten generell zus&auml;tzlich zur Entfernungspauschale in Abzug gebracht werden k&ouml;nnen. Denn &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG enth&auml;lt auch in der vom Finanzausschuss vorgeschlagenen und sp&auml;ter Gesetz gewordenen Fassung die Regelung, dass durch die Entfernungspauschalen &quot;s&auml;mtliche Aufwendungen abgegolten&quot; sind. Der Wille des Finanzausschusses, Schlechterstellungen von PKW-Nutzern zu vermeiden, kann &uuml;ber den klaren Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG nicht hinweghelfen. Denn er hat im Gesetz selbst keinen Ausdruck gefunden (s.a. Senatsurteil in BFHE 245, 196, BStBl II 2014, 849, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus denselben Gr&uuml;nden kann auch der Hinweis der Kl&auml;ger auf die Begr&uuml;ndung des Entwurfs eines Gesetzes zur Fortf&uuml;hrung der Gesetzeslage bei der Entfernungspauschale (BTDrucks 16\/12099) kein anderes Ergebnis rechtfertigen. Zwar wird in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 11.12.2001 (BStBl I 2001, 994, Tz.&nbsp;3) und die BTDrucks 14\/4631 die Auffassung vertreten, dass Unfallkosten &quot;als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Aufwendungen wieder neben der Entfernungspauschale zu ber&uuml;cksichtigen&quot; seien (BTDrucks 16\/12099, S.&nbsp;8). Ein entsprechender Wille der Verfasser des Gesetzentwurfs hat im Gesetzestext aber wiederum keinen Niederschlag gefunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschalen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erstreckt sich jedoch nur auf &quot;Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG sowie f&uuml;r Familienheimfahrten i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;5 S&auml;tze 5 und 6 EStG, also auf die fahrzeug- und wegstreckenbezogenen Aufwendungen. Andere Aufwendungen, insbesondere Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beseitigung oder Linderung von K&ouml;rpersch&auml;den, die durch einen Unfall auf einer beruflich veranlassten Fahrt zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte eingetreten sind, werden von der Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale dagegen nicht erfasst. In Bezug auf diese Aufwendungen teilt der erkennende Senat daher die Auffassung der Finanzverwaltung, die &#8211;entgegen der Vorgehensweise des FA im Streitfall&#8211; den Abzug von Aufwendungen in Zusammenhang mit Unfallsch&auml;den zus&auml;tzlich zur Entfernungspauschale gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG zum Werbungskostenabzug zul&auml;sst (BMF-Schreiben in BStBl I 2001, 994, Tz.&nbsp;3, und vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz.&nbsp;4, sowie Amtliches Lohnsteuer-Handbuch 2014, H&nbsp;9.10 &quot;Unfallsch&auml;den&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Entfernungspauschale gilt &#8211;soweit es hier von Bedeutung ist&#8211; die Aufwendungen des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG ab. Dies sind die &quot;Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot;. Auf diese Regelung nimmt der Gesetzgeber auch in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG durch die Verwendung des Wortes &quot;Entfernungspauschalen&quot; Bezug. Die Abgeltungswirkung dieser Vorschrift kann sich daher auch nur auf solche Aufwendungen beziehen, die begrifflich zu den &quot;Aufwendungen &#8230; f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte&quot; geh&ouml;ren. F&uuml;r solche Aufwendungen ordnet &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG die oben bereits beschriebene umfassende Abgeltungswirkung an. Aufwendungen, die nicht die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte betreffen und die folglich nicht unter die Entfernungspauschale fallen, werden hingegen nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei den Aufwendungen f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte handelt es sich um sog. berufliche Mobilit&auml;tskosten (s. Senatsbeschluss vom 15.11.2016&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;4\/15, BFHE 256, 86, BStBl II 2017, 228, Rz&nbsp;14, m.w.N.). Dies zeigt sich auch in der wegstreckenbezogenen Bemessung der Entfernungspauschale, die sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG in der Regel nach der k&uuml;rzesten Stra&szlig;enverbindung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte richtet. Die Entfernungspauschale will die Fahrt- bzw. Wegekosten zur &Uuml;berwindung der Distanz zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte als regelm&auml;&szlig;ig notwendige Bedingung beruflicher T&auml;tigkeit erfassen (s. Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09.12.2008&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/07&nbsp;u.a., BVerfGE 122, 210, Rz&nbsp;73). Dies belegt auch die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs zur Einf&uuml;hrung der Entfernungspauschale (BTDrucks 14\/4242, S.&nbsp;5). Hiernach wurde die Entfernungspauschale insbesondere aus verkehrspolitischen Gr&uuml;nden eingef&uuml;hrt. Die Anhebung der Entfernungspauschale wurde mit den zus&auml;tzlichen Belastungen der Kraftfahrzeugbenutzer durch erh&ouml;hte Treibstoffkosten begr&uuml;ndet. An dieser Grundhaltung des Gesetzgebers hat sich bis heute nichts Wesentliches ge&auml;ndert, wie insbesondere die von 2021 bis 2026 befristete Anhebung der Entfernungspauschale durch das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht zeigt. Hierdurch sollen Steuerpflichtige, die einen besonders langen Arbeitsweg haben, entlastet werden, um so pauschalierend die sich durch die CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung ergebende Erh&ouml;hung der Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte teilweise auszugleichen (BTDrucks 19\/14338, S.&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beseitigung oder Linderung von K&ouml;rpersch&auml;den stellen demgegen&uuml;ber keine beruflichen Mobilit&auml;tskosten dar. Es handelt sich nicht um Aufwendungen f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte. Dies gilt auch dann, wenn die k&ouml;rperliche Beeintr&auml;chtigung, zu deren Beseitigung oder Linderung die betreffenden Aufwendungen get&auml;tigt werden, auf einer beruflich veranlassten Fahrt zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte eingetreten ist. Denn Aufwendungen zur Beseitigung oder Linderung von K&ouml;rpersch&auml;den sind weder fahrzeug- noch wegstreckenbezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG zu Unrecht entschieden, dass die Kl&auml;gerin die geltend gemachten Aufwendungen nicht neben der Entfernungspauschale als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend machen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den bindenden Feststellungen der Vorinstanz (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) beruhten die fraglichen Aufwendungen auf einem Verkehrsunfall, den die Kl&auml;gerin auf dem Weg von ihrer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte in ihrer Wohnung erlitt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kosten eines Verkehrsunfalls k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden, wenn sich der Unfall auf einer beruflich veranlassten Fahrt ereignet hat (Senatsurteil vom 25.03.1988&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;207\/84, BFHE 153, 337, BStBl II 1988, 706; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;110 &quot;Unfallkosten&quot;, m.w.N.). Fahrten des Arbeitnehmers von der Wohnung zu seiner ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte und zur&uuml;ck sind beruflich veranlasst (Senatsbeschluss vom 10.01.2008&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234, unter B.VI.1.c&nbsp;bb, m.w.N., zur regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach handelt es sich bei den fraglichen Aufwendungen der Kl&auml;gerin, deren H&ouml;he zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht, um Werbungskosten. Denn die Kl&auml;gerin erlitt die Verletzungen, deren Folgen sie durch die geltend gemachten Aufwendungen beseitigen lassen wollte, auf dem Weg zwischen ihrer ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte und ihrer Wohnung, den sie beruflich veranlasst zur&uuml;cklegte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die fraglichen Aufwendungen sind nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG durch die Entfernungspauschale abgegolten. Denn es handelte sich nicht um Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 EStG, sondern um Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2019, VI R 8\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.191219.VIR8.18.0 Krankheitskosten bei einem Wegeunfall zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte Leits&auml;tze Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beseitigung oder Linderung von K&ouml;rpersch&auml;den, die durch einen Unfall auf einer beruflich veranlassten Fahrt zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte eingetreten sind, k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG als Werbungskosten abgezogen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-8-18-krankheitskosten-bei-einem-wegeunfall-zwischen-wohnung-und-erster-taetigkeitsstaette\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;8\/18 &#8211; Krankheitskosten bei einem Wegeunfall zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-72171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72171\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}