{"id":72238,"date":"2020-04-13T13:53:02","date_gmt":"2020-04-13T11:53:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72238"},"modified":"2020-04-13T13:53:02","modified_gmt":"2020-04-13T11:53:02","slug":"xi-r-42-18-zum-betriebsausgabenabzug-der-an-einen-pensionsfonds-entrichteten-leistungen-beim-sog-kombinationsmodell-und-zum-finanzierungsendalter-bei-unterschiedlichen-pensionsaltern-nach-entgeltumwan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-42-18-zum-betriebsausgabenabzug-der-an-einen-pensionsfonds-entrichteten-leistungen-beim-sog-kombinationsmodell-und-zum-finanzierungsendalter-bei-unterschiedlichen-pensionsaltern-nach-entgeltumwan\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;42\/18 &#8211; Zum Betriebsausgabenabzug der an einen Pensionsfonds entrichteten Leistungen beim sog. Kombinationsmodell und zum Finanzierungsendalter bei unterschiedlichen Pensionsaltern nach Entgeltumwandlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2019, XI R 42\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.201119.XIR42.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Betriebsausgabenabzug der an einen Pensionsfonds entrichteten Leistungen beim sog. Kombinationsmodell und zum Finanzierungsendalter bei unterschiedlichen Pensionsaltern nach Entgeltumwandlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kommt es im Rahmen des sog. Kombinationsmodells dazu, dass der bereits erdiente Teil einer Versorgungsanwartschaft (sog. Past-Service) auf einen Pensionsfonds &uuml;bergeht und der noch zu erdienende Teil (sog. Future-Service) zugleich auf eine Unterst&uuml;tzungskasse &uuml;bertragen wird, k&ouml;nnen die an den Pensionsfonds zur &Uuml;bernahme der bestehenden Versorgungsverpflichtung oder Versorgungsanwartschaft entrichteten Leistungen nach &sect; 4e Abs. 3 Satz 3 EStG als Betriebsausgaben nicht im Umfang der in der Steuerbilanz insgesamt aufzul&ouml;senden Pensionsr&uuml;ckstellung abgezogen werden, sondern nur soweit die Aufl&ouml;sung dieser R&uuml;ckstellung auf den bereits erdienten Teil der Anwartschaft entf&auml;llt (Parallelentscheidung zu BFH-Urteil vom 20.11.2019 &#8211; XI R 52\/17).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei verschiedenen gegen&uuml;ber einem Arbeitnehmer im Rahmen einer Entgeltumwandlung jeweils erteilten Pensionszusagen mit jeweils unterschiedlichen Pensionsaltern nach Wahl des Berechtigten ist hinsichtlich des jeweiligen Finanzierungsendalters auf den in den einzelnen Zusagen festgelegten Leistungszeitpunkt abzustellen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 07.11.2018 &#8211; 4 K 2332\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide und Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2006 bis 2008 jeweils vom 24.03.2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30.11.2015 sind nach Ma&szlig;gabe der Entscheidungsgr&uuml;nde zu &auml;ndern.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der jeweiligen Steuer und des jeweiligen Gewerbesteuermessbetrags wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu 96\/100 und der Beklagte zu 4\/100 zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine AG, hatte sowohl ihrem Vorstand als auch leitenden Angestellten arbeitgeberfinanzierte Versorgungsleistungen zugesagt und allen Angestellten arbeitnehmerfinanzierte Versorgungsleistungen durch Entgeltumwandlung angeboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung zum 01.12.2006 &uuml;bernahm die (A), ein Pensionsfonds, sowohl die bereits begonnenen Altersrenten der nicht mehr aktiv Besch&auml;ftigten als auch den erdienten Teil der Altersrenten (sog. Past-Service) der noch aktiv Besch&auml;ftigten, denen die Kl&auml;gerin unmittelbar Versorgungsleistungen zugesagt hatte. Den nicht erdienten Teil der Altersrenten (sog. Future-Service) der noch aktiv Besch&auml;ftigten &uuml;bernahm eine Unterst&uuml;tzungskasse. Die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r die Pensionsverpflichtung gebildete R&uuml;ckstellung, die zum 31.12.2005 mit einem Teilwert in H&ouml;he von 769.625&nbsp;EUR angesetzt war, l&ouml;ste die Kl&auml;gerin im Jahr 2006 auf. Das an A f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Verpflichtungen entrichtete Entgelt &uuml;berstieg den aufgel&ouml;sten R&uuml;ckstellungsbetrag um 306.580&nbsp;EUR. Dieser Betrag sollte auf der Grundlage eines Antrags der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG vom 29.11.2006 in den folgenden zehn Wirtschaftsjahren anteilig als Betriebsausgabe abgezogen werden. In den Jahren 2007 und 2008 &uuml;bernahm A auch den bis 2006 erdienten Teil der Zusagen auf Hinterbliebenen- und Berufsunf&auml;higkeitsrenten der aktiven Vorst&auml;nde und der leitenden Angestellten; den nicht erdienten Teil &uuml;bernahm eine Unterst&uuml;tzungskasse. Die f&uuml;r die Hinterbliebenen- und Berufsunf&auml;higkeitsrenten gebildete R&uuml;ckstellung i.S. des &sect;&nbsp;6a EStG &uuml;berstieg die an A in den Jahren 2007 und 2008 entrichteten Entgelte in H&ouml;he von 175.318&nbsp;EUR bzw. 158.532&nbsp;EUR um 64.127&nbsp;EUR (&Uuml;bertragung 2007) und 73.569&nbsp;EUR (&Uuml;bertragung 2008); in H&ouml;he des jeweiligen Unterschiedsbetrags ergab sich ein Gewinn. Im Jahr 2009 erfolgte eine Nachschusszahlung an A in H&ouml;he von 928.643&nbsp;EUR, die den Bilanzgewinn der Kl&auml;gerin minderte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Angebot der Kl&auml;gerin, durch Entgeltumwandlung einen Altersvorsorgeanspruch mit Kapitalwahlrecht zu erwerben, konnten die Besch&auml;ftigten j&auml;hrlich neu f&uuml;r einen bestimmten Teil ihres Gehalts annehmen und erhielten daf&uuml;r einen Anspruch auf Versorgungsleistung. Das mindestens 60&nbsp;Jahre und h&ouml;chstens 70&nbsp;Jahre betragende Endalter konnten die Angestellten jeweils neu (d.h. auch abweichend von den in den Vorjahren gew&auml;hlten Endaltern) bestimmen. Der von der Kl&auml;gerin beauftragte Versicherungsmathematiker berechnete die Pensionsr&uuml;ckstellung f&uuml;r durch Entgeltumwandlung entstandene Zusagen mit dem Teilwert nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 EStG, mindestens aber mit dem Barwert der unverfallbaren k&uuml;nftigen Pensionsleistung. Dabei legte er &#8211;anders als f&uuml;r die arbeitgeberfinanzierten Zusagen&#8211; als Endalter nicht 65&nbsp;Jahre, sondern den jeweils j&auml;hrlich im Rahmen der Entgeltumwandlung vereinbarten Leistungsbeginn bzw. Wahlrechtszeitpunkt zugrunde. Die Kl&auml;gerin bildete entsprechende R&uuml;ckstellungen in ihren Steuerbilanzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 (Streitjahre) zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer die Streitjahre umfassenden Au&szlig;enpr&uuml;fung, in deren Verlauf die Kl&auml;gerin erstmals die Anwendung des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG auch auf die in den Streitjahren an A erfolgten Zahlungen f&uuml;r die &Uuml;bernahme der arbeitgeberfinanzierten Anwartschaften auf Hinterbliebenen- und Invalidenrente sowie f&uuml;r die Nachschusszahlung beantragt hatte, beanstandeten die Pr&uuml;fer die H&ouml;he des Ausgleichspostens nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG sowie die der verbliebenen Pensionsr&uuml;ckstellungen. Nach ihrer Ansicht erlaubt &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG den Betriebsausgabenabzug im Jahr der &Uuml;bertragung nur insoweit, als bereits erdiente Anspr&uuml;che bei der Auslagerung auf einen Pensionsfonds betroffen sind. Hinsichtlich der Ermittlung der Pensionsr&uuml;ckstellungen gingen die Pr&uuml;fer ferner davon aus, dass das jeweilige Pensionsalter f&uuml;r jeden einzelnen Angestellten nur einheitlich f&uuml;r alle Versorgungszusagen bestimmt werden k&ouml;nne. F&uuml;r Angestellte, die zugleich eine arbeitgeberfinanzierte Pensionsanwartschaft h&auml;tten, sei das insoweit geltende Endalter (65&nbsp;Jahre) auch f&uuml;r die arbeitnehmerfinanzierten Anspr&uuml;che anzusetzen. F&uuml;r Angestellte, die nur eine arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage h&auml;tten, sei das Endalter der jeweils ersten Entgeltumwandlung dieser Person ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;hrten zu einer Erh&ouml;hung des Ausgleichspostens i.S. des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG um 340.716&nbsp;EUR (2006), 34.652&nbsp;EUR (2007), 16.783&nbsp;EUR (2008) und 881.926&nbsp;EUR (2009) sowie zu einer K&uuml;rzung der Pensionsr&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von 10.087&nbsp;EUR (2006), 788&nbsp;EUR (2007), 940&nbsp;EUR (2008) und 3.467&nbsp;EUR (2009).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA &auml;nderte dementsprechend die die Streitjahre betreffenden Bescheide &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer, Solidarit&auml;tszuschlag und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, die im Zusammenhang mit der K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung durchzuf&uuml;hren sind, sowie die Gewerbesteuermessbescheide (&Auml;nderungsbescheide vom 24.03.2015). Die hiergegen eingelegten Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin hatten keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 30.11.2015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Hessische Finanzgericht (FG) gab der insgesamt als zul&auml;ssig erachteten Klage mit dem Begehren, die Gewinne f&uuml;r die Streitjahre um 344.646&nbsp;EUR (2006) und 34.463&nbsp;EUR (2007) sowie 16.793&nbsp;EUR (2008) herabzusetzen bzw. um 46.751&nbsp;EUR (2009) zu erh&ouml;hen, mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2019, 904 ver&ouml;ffentlichtem Urteil vom 07.11.2018&nbsp;&#8211; 4&nbsp;K&nbsp;2332\/15 in vollem Umfang statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, dass im Rahmen des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG entsprechend der ge&auml;nderten Verwaltungsauffassung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 10.07.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;C&nbsp;6 &#8211;&nbsp;S&nbsp;2144\/07\/10003, BStBl&nbsp;I 2015, 544, Rz&nbsp;6) auf die am vorangegangenen Bilanzstichtag gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung abzustellen sei. Entgegen der Verwaltungsauffassung (BMF-Schreiben in BStBl&nbsp;I 2015, 544, Rz&nbsp;7) d&uuml;rfe nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG aber nicht nur ein Teil einer aufzul&ouml;senden Pensionsr&uuml;ckstellung, sondern der gesamte Aufl&ouml;sungsbetrag mit dem Betrag der Betriebsausgaben, die in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren zu verteilen sind, verrechnet werden. Im &Uuml;brigen sei auch die von der Kl&auml;gerin in ihren Steuerbilanzen vorgenommene Ber&uuml;cksichtigung der individuellen Endalter der jeweils j&auml;hrlich durch Entgeltumwandlung finanzierten Versorgungszusagen nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es bringt im Wesentlichen vor, die Vorentscheidung gehe unzutreffend davon aus, dass die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a EStG gebildete R&uuml;ckstellung nur den in der Vergangenheit erdienten Teil der Anwartschaft abbilde. Die Leistungen an einen Pensionsfonds k&ouml;nnten nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG im Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung nur in H&ouml;he der aufzul&ouml;senden R&uuml;ckstellung als Betriebsausgaben abgezogen werden, soweit der Aufl&ouml;sungsbetrag dem erdienten Teil der Versorgungsanwartschaft entspreche, der auf einen Pensionsfonds &uuml;bertragen worden sei. Im &Uuml;brigen seien die Leistungen erst in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren gleichm&auml;&szlig;ig verteilt als Betriebsausgaben abzuziehen. Auf Vertrauensschutz k&ouml;nne sich die Kl&auml;gerin nicht berufen. Zwar werde im BMF-Schreiben vom 26.10.2006&nbsp;&#8211; V&nbsp;B&nbsp;2 &#8211;&nbsp;S&nbsp;2144&nbsp;&#8211;&nbsp;57\/06 (BStBl&nbsp;I 2006, 709) unter dem Beispiel der Rz&nbsp;8 die nach &sect;&nbsp;6a EStG gebildete R&uuml;ckstellung in vollem Umfang aufgel&ouml;st. Eine allgemeine Aussage, dass bei einer &Uuml;bertragung des erdienten Teils einer Anwartschaft auf einen Pensionsfonds die Pensionsr&uuml;ckstellung vollst&auml;ndig aufzul&ouml;sen sei, lasse sich aus diesem Beispiel aber nicht ableiten. Bei mehreren Zusagen zugunsten eines Berechtigten komme nur ein einheitliches Pensionsalter zum Ansatz, da jeder Berechtigte tats&auml;chlich nur einmal und zu einem bestimmten Zeitpunkt aus den Diensten des Arbeitgebers ausscheiden k&ouml;nne. Die Festlegung des rechnerischen Pensionsalters sei grunds&auml;tzlich mit der erstmaligen Bilanzierung der Pensionszusage getroffen. Zwar gelte das Vorsichtsprinzip nach &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r die Steuerbilanz. Jedoch stelle &sect;&nbsp;6a EStG als ein in sich geschlossenes System zur Ermittlung der steuerrechtlichen Pensionsr&uuml;ckstellungen eine Spezialnorm dar, die das handelsrechtliche Vorsichtsprinzip verdr&auml;nge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie meint, es treffe zwar zu, dass der Teilwert einer Pensionsr&uuml;ckstellung nach &sect;&nbsp;6a EStG betragsm&auml;&szlig;ig nicht an die erdiente Anwartschaft ankn&uuml;pfe. &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG stelle jedoch auf die gesamte aufzul&ouml;sende R&uuml;ckstellung ab. Au&szlig;erdem beansprucht sie im Hinblick auf die in den BMF-Schreiben vom 05.08.2002&nbsp;&#8211; IV&nbsp;C&nbsp;4&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;2222&nbsp;&#8211;&nbsp;295\/02 (BStBl&nbsp;I 2002, 767) und in BStBl&nbsp;I 2006, 709 vertretene Verwaltungsauffassung Vertrauensschutz. Hinsichtlich des ma&szlig;geblichen Pensionsalters bei der Entgeltumwandlung bringt sie ferner vor, dass nicht auf den Zeitpunkt des voraussichtlichen Ausscheidens aus dem Unternehmen, sondern auf den jeweils vereinbarten Leistungsbeginn abzustellen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BMF ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) dem Revisionsverfahren beigetreten. Einen eigenen Antrag hat es nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Entscheidung in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Klage rechtsfehlerhaft als zul&auml;ssig angesehen, soweit sie das Streitjahr 2009 betrifft (dazu&nbsp;1.). Im &Uuml;brigen ist das FG in der Sache zwar zutreffend davon ausgegangen, dass im Rahmen von &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes bei der Ermittlung der als Betriebsausgaben sofort abzugsf&auml;higen Leistungen auf die am vorangegangenen Bilanzstichtag gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung abzustellen ist. Es hat jedoch zu Unrecht dahin erkannt, dass hierbei im Streitfall die Pensionsr&uuml;ckstellung vollumf&auml;nglich verrechnet werden kann (dazu&nbsp;2.). Hingegen hat das FG rechtsfehlerfrei zum Finanzierungsendalter bei verschiedenen, gegen&uuml;ber einem Berechtigten erteilten Pensionszusagen mit unterschiedlichen vertraglich festgelegten Pensionsaltern entschieden, dass insoweit jeweils auf den in den einzelnen Zusagen vereinbarten Leistungszeitpunkt abzustellen ist (dazu&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage ist unzul&auml;ssig, soweit sie das Streitjahr 2009 betrifft, f&uuml;r das die Kl&auml;gerin eine Erh&ouml;hung des Einkommens und somit eine Erh&ouml;hung der angefochtenen Festsetzungen begehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO ist eine Anfechtungsklage nur zul&auml;ssig, wenn der Kl&auml;ger geltend macht, durch den angefochtenen Verwaltungsakt in seinen Rechten verletzt zu sein. Daran fehlt es in der Regel, wenn &#8211;wie hier die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr 2009&#8211; der Kl&auml;ger die Festsetzung einer h&ouml;heren als der im angefochtenen Verwaltungsakt festgesetzten Steuer begehrt (vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.01.2007&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;75\/05, BFH\/NV 2007, 1506, Rz&nbsp;11; vom 08.06.2011&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;79\/10, BFHE 234, 101, BStBl&nbsp;II 2012, 421, Rz&nbsp;9; vom 25.04.2018&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;64\/15, BFH\/NV 2018, 831, Rz&nbsp;18; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es ist anerkannt, dass hinsichtlich Bilanzierungsfragen wegen der Auswirkungen auf vorangegangene und sp&auml;tere Jahre auf den richtigen Bilanzansatz auch dann geklagt werden kann, wenn sich in einzelnen Jahren daraus eine &#8211;an sich mangels Beschwer i.S. des &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO nicht anfechtbare&#8211; Erh&ouml;hung der Steuer ergibt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12.12.1972&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;39\/67, BFHE 108, 278, BStBl&nbsp;II 1973, 323, Rz&nbsp;9; in BFH\/NV 2018, 831, Rz&nbsp;20; jeweils m.w.N.). Im Streitfall liegt ein mit diesen F&auml;llen vergleichbarer Sachverhalt indes nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG vorgesehene und im Grundsatz au&szlig;erbilanzielle Verteilung von Betriebsausgaben wird zwar mit Ausgleichsposten und somit (quasi-) bilanziell abgebildet. Ein aus Sicht der Kl&auml;gerin zu hoch angesetzter Ausgleichsposten im Wirtschaftsjahr der &Uuml;bernahme einer bestehenden Versorgungsverpflichtung oder Versorgungsanwartschaft durch einen Pensionsfonds kann sich bei dem nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG vorgesehenen Abzug der gleichm&auml;&szlig;ig verteilten Betriebsausgaben in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren f&uuml;r die Kl&auml;gerin jedoch nicht nachteilig auswirken. Denn in den bezeichneten Folgejahren ergeben sich aus der Aufl&ouml;sung des insoweit h&ouml;heren Ausgleichspostens entsprechende h&ouml;here Gewinnminderungen von einem Zehntel dieses Betrags. Dies ist f&uuml;r die Kl&auml;gerin nicht von Nachteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes ergibt sich nicht aus dem BFH-Urteil vom 27.09.2017&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;53\/15 (BFHE 260, 45, BStBl&nbsp;II 2018, 702, Rz&nbsp;17). Danach entf&auml;llt die Beschwer i.S. des &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO nicht dadurch, dass sich aufgrund der Rechtsauffassung des Kl&auml;gers zu einem anderen (weiteren) Streitpunkt f&uuml;r das betreffende Streitjahr eine gegenl&auml;ufige Gewinnminderung ergeben w&uuml;rde. So liegt der Fall hier aber nicht. Anders w&auml;re es im &Uuml;brigen nur, wenn beide Streitpunkte inhaltlich in einer Weise miteinander verkn&uuml;pft w&auml;ren, dass ein Obsiegen in dem ersten Streitpunkt zwangsl&auml;ufig auch zu einem Obsiegen im zweiten Streitpunkt f&uuml;hren m&uuml;sste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da der Senat nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO auch im Revisionsverfahren nicht &uuml;ber das Klagebegehren hinausgehen darf, bleibt es dabei, dass die Klage f&uuml;r das Streitjahr 2009 als unzul&auml;ssig zur&uuml;ckzuweisen ist, selbst wenn die Behandlung der in 2009 geleisteten Nachzahlung rechtsfehlerhaft w&auml;re. Es ist mithin im Streitfall nicht zu entscheiden, ob notwendige Nachsch&uuml;sse in die laufende Zehnjahresverteilung einzubeziehen sind (vgl. dazu z.B. Ahrend\/F&ouml;rster\/R&ouml;&szlig;ler, Steuerrecht der betrieblichen Altersversorgung, Bd.&nbsp;II, Teil&nbsp;5a Rz&nbsp;275; s.a. &#8211;konkret zur vorinstanzlichen Entscheidung&#8211; Amann, EFG 2019, 904).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bei der Ermittlung der als Betriebsausgaben sofort abzugsf&auml;higen Leistungen sind im Rahmen des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG die aufzul&ouml;senden Pensionsr&uuml;ckstellungen mit den an einen Pensionsfonds geleisteten Beitr&auml;gen nur zu verrechnen, soweit die jeweilige Aufl&ouml;sung auf der konkreten &Uuml;bertragung beruht, die im Streitfall nur den sog. Past-Service umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;1 EStG in der f&uuml;r die verbleibenden Streitjahre geltenden Fassung d&uuml;rfen Beitr&auml;ge an einen Pensionsfonds i.S. des &sect;&nbsp;112 des Versicherungsaufsichtsgesetzes &#8211;seit 01.01.2016 i.S. des &sect;&nbsp;236 des Versicherungsaufsichtsgesetzes&#8211; von dem Unternehmen, das die Beitr&auml;ge leistet (Tr&auml;gerunternehmen), als Betriebsausgaben abgezogen werden, soweit sie auf einer festgelegten Verpflichtung beruhen oder der Abdeckung von Fehlbetr&auml;gen bei dem Fonds dienen. Beitr&auml;ge in diesem Sinne d&uuml;rfen als Betriebsausgaben nicht abgezogen werden, soweit die Leistungen des Fonds, wenn sie vom Tr&auml;gerunternehmen unmittelbar erbracht w&uuml;rden, bei diesem nicht betrieblich veranlasst w&auml;ren (&sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hiervon abweichend kann der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall die Kl&auml;gerin&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG auf Antrag die insgesamt erforderlichen Leistungen an einen Pensionsfonds zur teilweisen oder vollst&auml;ndigen &Uuml;bernahme einer bestehenden Versorgungsverpflichtung oder Versorgungsanwartschaft durch den Pensionsfonds erst in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren gleichm&auml;&szlig;ig verteilt als Betriebsausgaben abziehen. Dieser Antrag ist nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG unwiderruflich; der jeweilige Rechtsnachfolger ist an ihn gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist eine Pensionsr&uuml;ckstellung (&sect;&nbsp;6a EStG) gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen, ist &#8211;wie &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG bestimmt&#8211; &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG mit der Ma&szlig;gabe anzuwenden, dass die Leistungen an den Pensionsfonds im Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung in H&ouml;he der aufgel&ouml;sten R&uuml;ckstellung als Betriebsausgaben abgezogen werden k&ouml;nnen; (nur) der die aufgel&ouml;ste R&uuml;ckstellung &uuml;bersteigende Betrag ist in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren gleichm&auml;&szlig;ig verteilt als Betriebsausgabe abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Verteilung des Betriebsausgabenabzugs auf zehn Wirtschaftsjahre nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG korrespondiert unmittelbar mit &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;66 EStG. Danach sind &#8211;was den Arbeitnehmer betrifft&#8211; u.a. Leistungen eines Arbeitgebers an einen Pensionsfonds zur &Uuml;bernahme bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften durch den Pensionsfonds steuerfrei, wenn ein Antrag nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 EStG gestellt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die in den Streitjahren an den Pensionsfonds erbrachten Beitr&auml;ge der Kl&auml;gerin w&auml;ren als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig, weil &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht&#8211; die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt und Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass das Abzugsverbot nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;2 EStG mangels betrieblicher Veranlassung ausgel&ouml;st werden w&uuml;rde, nicht ersichtlich sind. Da die Kl&auml;gerin zur Erreichung der Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;66 EStG im Interesse ihrer beg&uuml;nstigten Arbeitnehmer zudem unwiderruflich i.S. des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG beantragt hat, den Betriebsausgabenabzug zu verteilen, und Pensionsr&uuml;ckstellungen i.S. des &sect;&nbsp;6a EStG gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen waren, k&ouml;nnen die Leistungen der Kl&auml;gerin an den Pensionsfonds nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz 3 EStG bereits im jeweiligen Streitjahr in H&ouml;he der jeweils aufzul&ouml;senden R&uuml;ckstellung als Betriebsausgaben abgezogen werden, w&auml;hrend nur der &uuml;bersteigende Betrag in den dem Wirtschaftsjahr der &Uuml;bertragung folgenden zehn Wirtschaftsjahren gleichm&auml;&szlig;ig verteilt als Betriebsausgabe abzuziehen ist. Dies ist dem Grunde nach zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Ermittlung der als Betriebsausgaben sofort abzugsf&auml;higen Leistungen i.S. des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG ist &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; auf die am vorangegangenen Bilanzstichtag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a EStG gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung abzustellen, die infolge der &Uuml;bertragung einer Versorgungsverpflichtung oder Versorgungsanwartschaft aufzul&ouml;sen ist. Die zuletzt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a EStG gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung ist f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG weder bis zum unterj&auml;hrigen &Uuml;bertragungsstichtag fortzuschreiben noch ist sie auf diesen Zeitpunkt zu erstellen. Der Senat verweist zur Vermeidung von Wiederholungen auf sein Urteil vom 20.11.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;52\/17, das in einem Parallelverfahren ergangen und zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zu Unrecht hat das FG dagegen entschieden, dass die Pensionsr&uuml;ckstellungen, auch soweit sie wegen der den sog. Future-Service betreffenden &Uuml;bertragungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse aufzul&ouml;sen sind, nach &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG mit dem von der Kl&auml;gerin an den Pensionsfonds f&uuml;r die &Uuml;bernahme des bereits erdienten Anspruchs ihrer beg&uuml;nstigten Arbeitnehmer geleisteten Beitr&auml;ge verrechnet werden k&ouml;nnen. Denn f&uuml;r die Ermittlung des sofort abzugsf&auml;higen Einmalbetrags an den Pensionsfonds i.S. des &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG sind f&uuml;r die Situation des sog. Kombinationsmodells nicht die in der Steuerbilanz insgesamt aufzul&ouml;senden Pensionsr&uuml;ckstellungen anzusetzen, sondern nur der Betrag, der auf den an einen Pensionsfonds &uuml;bertragenen Teil der Verpflichtung entf&auml;llt. Der Senat hat die daf&uuml;r ma&szlig;geblichen Grunds&auml;tze in seinem Urteil vom 20.11.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;52\/17 dargelegt, auf das zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Kl&auml;gerin kann sich nicht mit Erfolg auf eine diesem Ergebnis entgegenstehende sog. Selbstbindung der Verwaltung berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auf die Frage, ob &#8211;wie die Kl&auml;gerin im Kern meint&#8211; dem BMF-Schreiben in BStBl&nbsp;I 2006, 709 (Rz&nbsp;8) eine allgemeine Aussage dahingehend zu entnehmen ist, dass die nach &sect;&nbsp;6a EStG gebildete R&uuml;ckstellung bei &Uuml;bertragung von Verpflichtungen auf einen Pensionsfonds in allen F&auml;llen vollst&auml;ndig aufzul&ouml;sen sei, kommt es nicht an. Selbst wenn die Finanzverwaltung vor Erlass des BMF-Schreibens in BStBl&nbsp;I 2015, 544 (Rz&nbsp;6) diese Auffassung vertreten haben sollte, h&auml;tte dies keinen bindenden Charakter, weil es sich lediglich um eine norminterpretierende Verwaltungsanweisung gehandelt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Norminterpretierende Verwaltungsanweisungen, die die gleichm&auml;&szlig;ige Auslegung und Anwendung des Rechts sichern sollen, k&ouml;nnen im Allgemeinen weder eine einer Rechtsnorm vergleichbare Bindung aller Rechtsanwender noch eine Bindung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben herbeif&uuml;hren. Eine von den Gerichten zu beachtende Selbstbindung der Verwaltung besteht nur als Ausfluss von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes ausnahmsweise in dem Bereich der der Verwaltung vom Gesetz einger&auml;umten Entscheidungsfreiheit, also im Bereich des Ermessens, der Billigkeit und der Typisierung oder Pauschalierung (vgl. BFH-Urteile vom 26.04.1995&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;81\/93, BFHE 178, 4, BStBl&nbsp;II 1995, 754; vom 07.12.2005&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;123\/04, BFH\/NV 2006, 1097; vom 04.02.2010&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;1\/09, BFH\/NV 2010, 1244; vom 11.11.2010&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;16\/09, BFHE 232, 34, BStBl&nbsp;II 2011, 966; vom 10.11.2011&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;34\/10, BFH\/NV 2012, 803, Rz&nbsp;21; vom 05.09.2013&nbsp;&#8211; XI&nbsp;R&nbsp;4\/10, BFHE 243, 60, BStBl&nbsp;II 2014, 95, Rz&nbsp;40; vom 03.07.2014&nbsp;&#8211; V&nbsp;R&nbsp;1\/14, BFHE 246, 562, BFH\/NV&nbsp;2014, 2014, Rz&nbsp;33). Ein derartiger Spielraum steht der Finanzverwaltung bei Anwendung von &sect;&nbsp;4e Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG aber nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat dagegen zu Recht dahin erkannt, dass hinsichtlich des Finanzierungsendalters bei verschiedenen gegen&uuml;ber einem Arbeitnehmer erteilten Pensionszusagen mit jeweils unterschiedlichen Pensionsaltern nach Wahl des Berechtigten jeweils auf den in den einzelnen Zusagen vereinbarten Leistungszeitpunkt abzustellen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r jedes Wirtschaftsgut ist &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; nach dem Grundsatz der Einzelbewertung (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 HGB, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG) jede Pensionsverpflichtung einzeln zu bewerten. Daraus folgt, dass Pensionszusagen grunds&auml;tzlich nicht pauschal f&uuml;r die gesamte Gruppe der Beg&uuml;nstigten bewertet werden d&uuml;rfen, sondern regelm&auml;&szlig;ig der Wert jeder einzelnen unmittelbaren Pensionsverpflichtung festzustellen ist, wobei in der Bilanz nur die Summe aller eingegangenen Verpflichtungen ausgewiesen wird (vgl. Dommermuth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6a EStG Rz&nbsp;12; Gosch in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch wenn auf dieser Grundlage jede Pensionsverpflichtung als Wirtschaftsgut f&uuml;r sich zu behandeln ist, gilt die Anwartschaft einer Person auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung als einheitlicher Anspruch und einheitliches Wirtschaftsgut, weil nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 EStG f&uuml;r &quot;eine&quot; Pensionsverpflichtung nur &quot;eine&quot; Pensionsr&uuml;ckstellung gebildet werden darf (vgl. BFH-Beschluss vom 03.02.1993&nbsp;&#8211; I&nbsp;B&nbsp;50\/92, BFH\/NV 1993, 541).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es ist bereits h&ouml;chstrichterlich entschieden, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG f&uuml;r die Berechnung des Teilwerts der Pensionsr&uuml;ckstellung die Jahresbetr&auml;ge zugrunde zu legen sind, die vom Beginn des Wirtschaftsjahres, in dem das Dienstverh&auml;ltnis begonnen hat, bis zu dem in der Pensionszusage vorgesehenen Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalles rechnungsm&auml;&szlig;ig aufzubringen sind (vgl. BFH-Urteil vom 11.09.2013&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;72\/12, BFHE&nbsp;244, 236,&nbsp;BStBl II&nbsp;2016, 1008, Rz&nbsp;14; BFH-Beschluss vom 26.11.2014&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;2\/14, BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hat ein Arbeitnehmer mehrere Versorgungszusagen erhalten, die unterschiedliche vertragliche Pensionsalter vorsehen, folgt daraus, dass nicht von einer einheitlichen Versorgungszusage ausgegangen werden kann. Die Anwartschaft einer Person auf Altersversorgung gilt nur dann als einheitlicher Anspruch, wenn nicht &#8211;wie im Streitfall&#8211; Zusagen i.S. des &sect;&nbsp;6a EStG vorliegen, die jeweils als eigenst&auml;ndig zu werten sind. F&uuml;r die Berechnung der Pensionsr&uuml;ckstellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz 2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG kommt es auf den einzelnen Leistungszeitpunkt der Anspr&uuml;che auf Altersrente an; das ist der in der Pensionszusage vereinbarte Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls. Sind bei mehreren Zusagen aufgrund der jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen unterschiedliche Zeitpunkte f&uuml;r den Eintritt des Versorgungsfalls vorgesehen, die jeweils ma&szlig;geblich sind, liegen eigenst&auml;ndige Zusagen vor. Auf das vertraglich vorgesehene Ende der Betriebszugeh&ouml;rigkeit kommt es indes nicht an. Bei Vorliegen mehrerer Zusagen zugunsten eines Berechtigten mit unterschiedlichen Endaltern kann mithin kein einheitliches Pensionsalter zum Ansatz kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auf dieser Grundlage ist durch Auslegung zu ermitteln, ob tats&auml;chlich im konkreten Einzelfall (mehrere) unterschiedliche Zeitpunkte gelten sollen (vgl. dazu etwa Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;16; Veit\/Hainz, Deutsche Steuer-Zeitung 2014, 600). Bei der den Streitfall betreffenden Entgeltumwandlung konnten die Besch&auml;ftigten j&auml;hrlich neu bestimmen, ob sie einen Teil ihres Gehalts in einen Anspruch auf Versorgungsleistung umwandeln wollen, und sie konnten f&uuml;r diesen Anspruch den Zeitpunkt des Versorgungseintritts abweichend von den in den Vorjahren gew&auml;hlten Endaltern innerhalb eines zeitlichen Korridors jeweils neu festlegen. Die jeweilige Festlegung des Zeitpunkts des Leistungseintritts nach Wahl des jeweiligen Arbeitnehmers l&auml;sst keinen Raum, um durch Auslegung ein einheitliches Endalter zu ermitteln. Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass jeweils unterschiedliche Zeitpunkte gelten sollen. Mithin trifft es nicht zu, dass &#8211;wie das FA meint&#8211; f&uuml;r Angestellte, die zugleich eine arbeitgeberfinanzierte Pensionsanwartschaft haben, auch f&uuml;r die arbeitnehmerfinanzierten Anspr&uuml;che stets auf ein rechnerisches Endalter von 65&nbsp;Jahren abzustellen ist. F&uuml;r die Annahme des FA, dass f&uuml;r Angestellte, die nur eine arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage haben, das vorgesehene Endalter der jeweils ersten Entgeltumwandlung ma&szlig;geblich sein soll, besteht danach ebenso wenig eine Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Vorentscheidung konnte danach keinen Bestand haben. Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist nach Ma&szlig;gabe der Entscheidungsgr&uuml;nde stattzugeben. Im &Uuml;brigen ist sie abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Berechnung der jeweiligen Steuer und des jeweiligen Gewerbesteuermessbetrags wird nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2019, XI R 42\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.201119.XIR42.18.0 Zum Betriebsausgabenabzug der an einen Pensionsfonds entrichteten Leistungen beim sog. Kombinationsmodell und zum Finanzierungsendalter bei unterschiedlichen Pensionsaltern nach Entgeltumwandlung Leits&auml;tze 1. Kommt es im Rahmen des sog. Kombinationsmodells dazu, dass der bereits erdiente Teil einer Versorgungsanwartschaft (sog. 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