{"id":72295,"date":"2020-05-02T18:33:23","date_gmt":"2020-05-02T16:33:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72295"},"modified":"2020-05-02T18:33:23","modified_gmt":"2020-05-02T16:33:23","slug":"x-r-33-34-18-voraussetzungen-der-mittelbaren-altersvorsorgezulageberechtigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-34-18-voraussetzungen-der-mittelbaren-altersvorsorgezulageberechtigung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;33,&nbsp;34\/18 &#8211; Voraussetzungen der mittelbaren Altersvorsorgezulageberechtigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2019, X R 33, 34\/18; X R 33\/18; X R 34\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.031219.XR33.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Voraussetzungen der mittelbaren Altersvorsorgezulageberechtigung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Die zugunsten von Pflichtmitgliedern ausl&auml;ndischer Alterssicherungssysteme geltende &Uuml;bergangsregelung des &sect; 52 Abs. 24c EStG 2010 (heute &sect; 10a Abs. 6 EStG) setzt voraus, dass der Berechtigte Altersvorsorgebeitr&auml;ge zugunsten eines vor dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrags leistet. Es gen&uuml;gt nicht, wenn er zwar einen solchen Vertrag &#8211;beitragsfrei&#8211; unterh&auml;lt, die Beitr&auml;ge aber auf einen erst nach dem Stichtag abgeschlossenen Vertrag leistet.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Ein Pflichtmitglied eines ausl&auml;ndischen Alterssicherungssystems, das einen vor dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrag unterh&auml;lt, ist dem Grunde nach unmittelbar zulageberechtigt. Ein Anspruch auf Altersvorsorgezulage aufgrund mittelbarer Zulageberechtigung ist damit ausgeschlossen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Verfahren X R 33\/18 und X R 34\/18 werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revisionen des Kl&auml;gers gegen die Urteile des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 05.11.2018 &#8211; 10 K 10106\/17 und 10 K 10107\/17 werden als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten der Revisionsverfahren hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wohnt in der Bundesrepublik Deutschland und ist in &Ouml;sterreich als Arbeitnehmer t&auml;tig. Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung leistet er nur in &Ouml;sterreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 03.04.2009 schloss der Kl&auml;ger einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag (Vertrag&nbsp;1) mit dem Anbieter&nbsp;1. Auf diesen Vertrag leistete er zwar in den Jahren 2009 und 2010, nicht aber in den Streitjahren 2011 und 2012 Beitr&auml;ge. Am 29.10.2010 schloss er einen weiteren zertifizierten Altersvorsorgevertrag (Vertrag&nbsp;2) mit dem Anbieter&nbsp;2. Hierauf leistete der Kl&auml;ger in den Streitjahren Beitr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anbieter&nbsp;1 stellte f&uuml;r den Kl&auml;ger &#8211;aufgrund einer von diesem erteilten Dauervollmacht&#8211; f&uuml;r die Streitjahre in Bezug auf den Vertrag&nbsp;1 jeweils einen Zulageantrag unter dem Gesichtspunkt der mittelbaren Zulageberechtigung. Dabei wurde die Frage nach einer ausl&auml;ndischen Pflichtversicherung verneint. Die Zulageantr&auml;ge f&uuml;r den Vertrag&nbsp;2 wurden hingegen unter dem Gesichtspunkt der unmittelbaren Zulageberechtigung gestellt. In diesen Antr&auml;gen hie&szlig; es, der Kl&auml;ger sei in der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert; eine ausl&auml;ndische Pflichtversicherung bestehe nicht. Aufgrund der Zulageantr&auml;ge zahlte die Beklagte und Revisionsbeklagte (Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen &#8211;ZfA&#8211;) f&uuml;r jedes der Streitjahre eine Zulage von 754&nbsp;EUR zugunsten des Vertrags&nbsp;2 aus. Der Vertrag&nbsp;1 blieb wegen des Nachrangs der dort geltend gemachten mittelbaren Zulageberechtigung unber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der sp&auml;teren &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulageberechtigung wurde der ZfA die fehlende inl&auml;ndische Rentenversicherungspflicht des Kl&auml;gers bekannt. Sie forderte die Zulagen vom Anbieter&nbsp;2 zur&uuml;ck. Der Kl&auml;ger beantragte daraufhin die f&ouml;rmliche Festsetzung der Altersvorsorgezulage f&uuml;r 2011 und 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit den im vorliegenden Verfahren angefochtenen Bescheiden setzte die ZfA die Zulagen f&uuml;r die Streitjahre jeweils auf 0&nbsp;EUR fest. Die Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte die ZfA aus, der Kl&auml;ger geh&ouml;re mangels Pflichtversicherung in der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung nicht zu den in &sect;&nbsp;10a des Einkommensteuergesetzes (EStG) genannten Personen. Zwar falle der Vertrag&nbsp;1 unter die Vertrauensschutzregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;63a i.V.m. Abs.&nbsp;24c S&auml;tze&nbsp;2 und 4 des EStG in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG a.F.) &#8211;heute &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 EStG&#8211;, da die Pflichtmitgliedschaft des Kl&auml;gers im &ouml;sterreichischen gesetzlichen Alterssicherungssystem vor 2010 begr&uuml;ndet und auch der Vertrag&nbsp;1 vor 2010 abgeschlossen worden sei. Auf diesen Vertrag habe der Kl&auml;ger aber keine Beitr&auml;ge geleistet, so dass eine Zulage nicht gew&auml;hrt werden k&ouml;nne. Der Vertrag&nbsp;2 sei hingegen erst nach dem Stichtag der gesetzlichen Vertrauensschutzregelung abgeschlossen worden und daher ungeachtet der darauf geleisteten Beitr&auml;ge nicht f&ouml;rderf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den anschlie&szlig;enden Klageverfahren behauptete der Kl&auml;ger, ihm sei aufgrund einer gesetzlichen &Auml;nderung geraten worden, &quot;den Vertrag umzustellen und Wohnriester abzuschlie&szlig;en&quot;. Er habe daraufhin den Vertrag&nbsp;1 in den Vertrag&nbsp;2 &quot;eingebracht&quot; und umgeschrieben. Damit erf&uuml;lle auch der Vertrag&nbsp;2 die Voraussetzungen der Vertrauensschutzregelung. Im &Uuml;brigen sei seine Ehefrau (E) in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, so dass er die Altersvorsorgezulage hilfsweise auch unter dem Gesichtspunkt der mittelbaren Zulageberechtigung begehre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klagen ab (Entscheidungen der Finanzgerichte 2019, 353). Eine Zulage f&uuml;r den Vertrag&nbsp;1 k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden, weil der Kl&auml;ger darauf keine Beitr&auml;ge geleistet habe. Der Vertrag&nbsp;2 erf&uuml;lle die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c Satz&nbsp;4 EStG a.F. nicht, weil er nicht vor dem 01.01.2010 abgeschlossen worden sei. Dass die vom Kl&auml;ger behauptete Einbringung oder Umschreibung des Vertrags&nbsp;1 stattgefunden haben k&ouml;nnte, sei nicht ersichtlich. Vielmehr h&auml;tten beide Vertr&auml;ge auch in den Streitjahren nebeneinander bestanden. Hierf&uuml;r spreche entscheidend, dass f&uuml;r beide Vertr&auml;ge Zulageantr&auml;ge gestellt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger sei auch nicht mittelbar zulageberechtigt. Denn er erf&uuml;lle mit dem Vertrag&nbsp;1 alle Voraussetzungen der unmittelbaren Zulageberechtigung; der Zulagegew&auml;hrung stehe lediglich der Umstand entgegen, dass er den erforderlichen Mindesteigenbeitrag nicht geleistet habe. Eine mittelbare Zulageberechtigung setze nach &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG aber voraus, dass dieser Ehegatte nicht unmittelbar zulageberechtigt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seinen Revisionen behauptet der Kl&auml;ger weiterhin, er habe den Vertrag&nbsp;1 im Jahr 2010 auf den Vertrag&nbsp;2 umgeschrieben und die Beitr&auml;ge in den neuen Vertrag &quot;eingebracht&quot;. Beide Vertr&auml;ge seien als Einheit zu betrachten. Zumindest sei dies sein eindeutiger Wille gewesen; er habe vom Fortbestehen des Vertrags&nbsp;1 nichts gewusst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls sei er mittelbar zulageberechtigt. Hierf&uuml;r komme es nur darauf an, dass keine unmittelbare Zulageberechtigung bestehe. Aus welchem Grund dies der Fall sei, sei unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die angefochtenen Urteile und die Einspruchsentscheidungen vom 05.04.2017 aufzuheben und die ZfA zu verpflichten, unter &Auml;nderung der Bescheide vom 30.11.2016 Altersvorsorgezulage f&uuml;r 2011 und 2012 in H&ouml;he von jeweils 754&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA beantragt,<br \/>die Revisionen zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie h&auml;lt die vorinstanzlichen Urteile f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verbindung der beiden Revisionsverfahren beruht auf &sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Die Verfahren betreffen dieselben Sachverhalts- und Rechtsfragen; an ihnen sind dieselben Personen beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionen sind unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend entschieden, dass weder f&uuml;r den Vertrag&nbsp;1 noch f&uuml;r den Vertrag&nbsp;2 eine Zulage gew&auml;hrt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit dem Vertrag&nbsp;1 ist der Kl&auml;ger in den Streitjahren nicht zulageberechtigt, weil er hierauf im ma&szlig;geblichen Zeitraum keine Beitr&auml;ge geleistet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG werden die Grund- und Kinderzulage gek&uuml;rzt, wenn der Zulageberechtigte nicht den Mindesteigenbeitrag leistet. Die H&ouml;he des Mindesteigenbeitrags ergibt sich aus &sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 bis 5 EStG; dabei ist mindestens ein Sockelbetrag von 60&nbsp;EUR j&auml;hrlich zu leisten (&sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;4 und 5 EStG). Die K&uuml;rzung der Zulage ermittelt sich nach dem Verh&auml;ltnis der Altersvorsorgebeitr&auml;ge zum Mindesteigenbeitrag (&sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 EStG). Da der Kl&auml;ger in den Streitjahren auf den Vertrag&nbsp;1 Altersvorsorgebeitr&auml;ge von 0&nbsp;EUR geleistet hat, betr&auml;gt der K&uuml;rzungs-Prozentsatz 100&nbsp;% und der Zulageanspruch daher 0&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger ist auch mit dem Vertrag&nbsp;2 &#8211;auf den er unstreitig Beitr&auml;ge in einer den Mindesteigenbeitrag &uuml;bersteigenden H&ouml;he geleistet hat&#8211; in den Streitjahren nicht zulageberechtigt. Einem Zulageanspruch steht entgegen, dass der Kl&auml;ger nicht zu dem in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG genannten Personenkreis geh&ouml;rt (dazu unten a), mit diesem Vertrag auch nicht unter die vertrauenssch&uuml;tzende &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r Pflichtmitglieder ausl&auml;ndischer gesetzlicher Alterssicherungssysteme f&auml;llt (unten b) und das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise eine Einbringung des &#8211;bestandsgesch&uuml;tzten&#8211; Vertrags&nbsp;1 in den Vertrag&nbsp;2 verneint hat (unten&nbsp;c). Auch die Voraussetzungen einer mittelbaren Zulageberechtigung sind nicht erf&uuml;llt (unten&nbsp;d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Anspruch auf Altersvorsorgezulage haben die in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG genannten Personen (&sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG). Zu diesem Personenkreis geh&ouml;rt der Kl&auml;ger nicht. Insbesondere ist er nicht in der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Dies ist zwischen den Beteiligten auch unstreitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Voraussetzungen der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung, die zugunsten von Pflichtmitgliedern ausl&auml;ndischer Alterssicherungssysteme geschaffen worden ist, sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis einschlie&szlig;lich 2009 erfasste &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG allgemein Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung und unterschied dabei nicht zwischen inl&auml;ndischen und ausl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherungssystemen. Zum 01.01.2010 wurde die &#8211;bis heute geltende&#8211; Beschr&auml;nkung auf Pflichtmitglieder der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung eingef&uuml;hrt (Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften vom 08.04.2010, BGBl I 2010, 386). Im Hinblick darauf wurden durch dasselbe Gesetz &Uuml;bergangsregelungen geschaffen, die das Vertrauen der Pflichtmitglieder ausl&auml;ndischer Alterssicherungssysteme in die weitere F&ouml;rderf&auml;higkeit eines von ihnen vor der Gesetzes&auml;nderung abgeschlossenen Vertrags sch&uuml;tzen sollten (zum Hintergrund dieser Gesetzes&auml;nderung vgl. Senatsurteil vom 24.08.2016&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFH\/NV 2017, 300, Rz&nbsp;16&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;63a EStG a.F. gilt &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG entsprechend f&uuml;r die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG a.F. genannten Personen, sofern sie unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig sind oder f&uuml;r das Beitragsjahr nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt werden. Nach der in Bezug genommenen Norm des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c Satz&nbsp;2 EStG a.F. stehen f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;10a EStG den in der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten die Pflichtmitglieder in einem ausl&auml;ndischen gesetzlichen Alterssicherungssystem gleich, wenn diese Pflichtmitgliedschaft mit einer Pflichtmitgliedschaft in einem inl&auml;ndischen Alterssicherungssystem nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 oder Satz&nbsp;3 EStG a.F. vergleichbar ist und vor dem 01.01.2010 begr&uuml;ndet wurde. Diese Voraussetzungen sind beim Kl&auml;ger erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c Satz&nbsp;4 EStG a.F. bei den in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG a.F. genannten Personen nur diejenigen Beitr&auml;ge als Altersvorsorgebeitr&auml;ge zu ber&uuml;cksichtigen, die vom Berechtigten zugunsten seines vor dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrags geleistet wurden. Da der Kl&auml;ger den Vertrag&nbsp;2 erst am 29.10.2010 abgeschlossen hat, erf&uuml;llen die darauf geleisteten Beitr&auml;ge die Voraussetzungen der &Uuml;bergangsregelung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Richtigkeit dieser &#8211;in gleicher Weise schon von der ZfA und dem FG vorgenommenen&#8211; Subsumtion unter die gesetzlichen Regelungen wird vom Kl&auml;ger im Revisionsverfahren nicht mehr beanstandet. Der Senat hat zudem bereits entschieden, dass die einfachgesetzliche Regelungslage mit Verfassungs- und Unionsrecht vereinbar ist (Urteil in BFH\/NV 2017, 300, Rz&nbsp;28&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat festgestellt, dass der Kl&auml;ger den &#8211;bestandsgesch&uuml;tzten&#8211; Vertrag&nbsp;1 weder in den Vertrag&nbsp;2 &quot;eingebracht&quot; hat noch der Vertrag&nbsp;1 auf den Vertrag&nbsp;2 &quot;umgeschrieben&quot; worden ist. Damit kann sich der f&uuml;r den Vertrag&nbsp;1 geltende Bestandsschutz im Streitfall schon aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden nicht im Vertrag&nbsp;2 fortsetzen, ohne dass der Senat noch dazu Stellung nehmen m&uuml;sste, ob eine solche Einbringung oder Umschreibung eines Altvertrags in rechtlicher Hinsicht &uuml;berhaupt zur Beg&uuml;nstigung eines erst nach dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrags im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung f&uuml;hren k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO ist der Bundesfinanzhof an die in dem angefochtenen Urteil getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen gebunden, es sei denn, dass in Bezug auf diese Feststellungen zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsgr&uuml;nde vorgebracht sind. Dies ist nicht der Fall. Der Kl&auml;ger wiederholt lediglich seine Behauptung, den Vertrag&nbsp;1 auf den Vertrag&nbsp;2 umgeschrieben bzw. darin eingebracht und anschlie&szlig;end nur noch einen einzigen Vertrag weitergef&uuml;hrt zu haben. Jedenfalls sei ihm dies so erkl&auml;rt worden und es sei sein Wille gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber hat das FG festgestellt, beide Vertr&auml;ge h&auml;tten in den Streitjahren nebeneinander bestanden. Hierf&uuml;r hat es das &#8211;geradezu zwingende&#8211; Argument angef&uuml;hrt, der Kl&auml;ger, vertreten durch die jeweiligen Anbieter, habe f&uuml;r beide Vertr&auml;ge jeweils gesonderte Zulageantr&auml;ge gestellt. Ob Dritte den Kl&auml;ger m&ouml;glicherweise fehlerhaft beraten haben, ist f&uuml;r das &#8211;im vorliegenden Verfahren allein ma&szlig;gebende&#8211; zulagerechtliche Verh&auml;ltnis zwischen dem Kl&auml;ger und der ZfA ohne Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ebenso hat das FG zutreffend eine mittelbare Zulageberechtigung des Kl&auml;gers verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Leben Ehegatten nicht dauernd getrennt, haben sie ihren Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt u.a. in einem Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union und ist nur ein Ehegatte nach &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigt, so ist auch der andere Ehegatte zulageberechtigt, wenn ein auf seinen Namen lautender Altersvorsorgevertrag besteht (&sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Selbst wenn man unterstellt, dass E in der inl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, w&auml;re der Kl&auml;ger in den Streitjahren schon aus Rechtsgr&uuml;nden nicht mittelbar zulageberechtigt. Voraussetzung f&uuml;r die von ihm begehrte mittelbare Zulageberechtigung w&auml;re gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG a.F., dass nur E, nicht aber er selbst &quot;nach Satz&nbsp;1 beg&uuml;nstigt&quot; w&auml;re. Die damit in Bezug genommene Vorschrift des &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigt wiederum &quot;die in &sect;&nbsp;10a Absatz&nbsp;1 genannten Personen&quot;. Der Kl&auml;ger ist zwar nicht direkt in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG a.F. genannt (dazu vgl. bereits oben a). Da er schon vor dem 01.01.2010 Pflichtmitglied in einem ausl&auml;ndischen gesetzlichen Alterssicherungssystem war, steht er gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;24c Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;10a EStG aber den inl&auml;ndischen Pflichtversicherten gleich (vgl. oben&nbsp;b). Damit erf&uuml;llt auch der Kl&auml;ger selbst &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; grunds&auml;tzlich alle Voraussetzungen der unmittelbaren Zulageberechtigung. Der entsprechende Zulageanspruch f&uuml;r den Vertrag&nbsp;1 ist daher im Streitfall nicht an den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG gescheitert, sondern allein daran, dass der Kl&auml;ger nicht den erforderlichen Mindesteigenbeitrag geleistet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf die Senatsrechtsprechung zu Beamten, die die nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG erforderliche Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung nicht erteilt hatten, kann sich der Kl&auml;ger nicht berufen. Dort hat der Senat ausgef&uuml;hrt, entscheidend f&uuml;r die mittelbare Zulageberechtigung sei, dass der Anspruchsteller nicht selbst nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigt sei (Urteil vom 25.03.2015&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;20\/14, BFHE 249, 475, BStBl II 2015, 709, Rz&nbsp;39); eine solche Beg&uuml;nstigung ist vorliegend aber gerade gegeben. Auch die dortigen Ausf&uuml;hrungen zum Normzweck und zum Willen des Gesetzgebers sind in der zitierten Entscheidung ausdr&uuml;cklich nur auf F&auml;lle bezogen, in denen &quot;eine verfahrensrechtliche Voraussetzung des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG nicht erf&uuml;llt wird&quot; (so Senatsurteil in BFHE 249, 475, BStBl II 2015, 709, Rz&nbsp;44). Das Revisionsvorbringen des Kl&auml;gers, es sei f&uuml;r die mittelbare Zulageberechtigung unerheblich, aus welchem Grund kein unmittelbarer Zulageanspruch bestehe, erweist sich danach als unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2019, X R 33, 34\/18; X R 33\/18; X R 34\/18ECLI:DE:BFH:2019:U.031219.XR33.18.0 Voraussetzungen der mittelbaren Altersvorsorgezulageberechtigung Leits&auml;tze 1. NV: Die zugunsten von Pflichtmitgliedern ausl&auml;ndischer Alterssicherungssysteme geltende &Uuml;bergangsregelung des &sect; 52 Abs. 24c EStG 2010 (heute &sect; 10a Abs. 6 EStG) setzt voraus, dass der Berechtigte Altersvorsorgebeitr&auml;ge zugunsten eines vor dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrags &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-34-18-voraussetzungen-der-mittelbaren-altersvorsorgezulageberechtigung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;33,&nbsp;34\/18 &#8211; Voraussetzungen der mittelbaren Altersvorsorgezulageberechtigung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-72295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72295"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72295\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}