{"id":72302,"date":"2020-05-02T18:33:29","date_gmt":"2020-05-02T16:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72302"},"modified":"2020-05-02T18:33:29","modified_gmt":"2020-05-02T16:33:29","slug":"ix-r-1-18-abzug-von-schuldzinsen-bei-herstellung-und-anschliessender-teilweiser-veraeusserung-eines-mehrfamilienhauses-zuordnung-von-darlehenszinsen-zu-den-einkuenften-aus-vermietung-und-verpachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-1-18-abzug-von-schuldzinsen-bei-herstellung-und-anschliessender-teilweiser-veraeusserung-eines-mehrfamilienhauses-zuordnung-von-darlehenszinsen-zu-den-einkuenften-aus-vermietung-und-verpachtung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;1\/18 &#8211; Abzug von Schuldzinsen bei Herstellung und anschlie&szlig;ender teilweiser Ver&auml;u&szlig;erung eines Mehrfamilienhauses; Zuordnung von Darlehenszinsen zu den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2020, IX R 1\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2020:U.040220.IXR1.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzug von Schuldzinsen bei Herstellung und anschlie&szlig;ender teilweiser Ver&auml;u&szlig;erung eines Mehrfamilienhauses; Zuordnung von Darlehenszinsen zu den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die anteilige Zuordnung von Darlehen zu den Herstellungskosten eines Geb&auml;udes, das teilweise vermietet und teilweise ver&auml;u&szlig;ert werden soll, ist nach denjenigen Kriterien zu beurteilen, die die Rechtsprechung zu anteilig fremdvermieteten und anteilig selbstgenutzten Geb&auml;uden entwickelt hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Schuldzinsen und den Herstellungskosten eines k&uuml;nftig der Eink&uuml;nfteerzielung aus Vermietung und Verpachtung dienenden Geb&auml;udeteils liegt in diesen F&auml;llen nur vor, wenn die Herstellungskosten des sp&auml;ter vermieteten Geb&auml;udeteils sowie diejenigen des sp&auml;ter ver&auml;u&szlig;erten Geb&auml;udeteils getrennt ermittelt und entsprechend ausgewiesen werden und der Steuerpflichtige sodann mit den als Darlehen empfangenen Mitteln tats&auml;chlich jene Aufwendungen begleicht, die der Herstellung des zur Vermietung bestimmten Geb&auml;udeteils konkret zuzurechnen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 06.04.2017 &#8211; 2 K 196\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, in welchem Umfang die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) Schuldzinsen als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus der Vermietung von zwei Wohnungen geltend machen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger werden als Ehegatten im Streitjahr zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 03.11.2009 erwarben sie das Grundst&uuml;ck Flurst&uuml;ck-Nr.&nbsp;000 in A. Die Aufwendungen der Kl&auml;ger f&uuml;r Grund und Boden betrugen 88.307,98&nbsp;EUR, welche &uuml;ber ein unter dem 22.12.2009 bei der Bank&nbsp;X (Luxemburg) aufgenommenes Darlehen Nr.&nbsp;1 &uuml;ber 135.090&nbsp;CHF (Gegenwert bei Auszahlung =&nbsp;90.000&nbsp;EUR) finanziert wurden; als Verwendungszweck war hierzu aufgef&uuml;hrt: &quot;Anteilige Finanzierung Neubau &#8230;(in)&#8230; A, &#8211; fremdgenutzt &#8211; Wohneigentum, eingetragen im Grundbuch von A Blatt Nr.&nbsp;1 + Blatt Nr.&nbsp;2 + Blatt Nr.&nbsp;3.&quot; Das Darlehen Nr.&nbsp;1 wurde nach dem Streitzeitraum durch ein am 16.11.2014 bei der Bank Y aufgenommenes Darlehen Nr.&nbsp;2 &uuml;ber 112.000&nbsp;EUR abgel&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Zeit vom 20.09.2010 bis 01.06.2011 errichteten die Kl&auml;ger auf dem Grundst&uuml;ck ein Geb&auml;ude mit drei Wohnungen. Die Herstellungskosten f&uuml;r das Geb&auml;ude beliefen sich auf 424.828,12&nbsp;EUR, die Kosten f&uuml;r die Au&szlig;enanlagen auf 7.006,47&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 24.11.2010 teilten die Kl&auml;ger das Wohngrundst&uuml;ck gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 des Wohnungseigentumsgesetzes wie folgt auf:<br \/>Untergeschoss (Wohnung Nr.&nbsp;1): 245\/1&nbsp;000&nbsp;Miteigentumsanteil<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Erdgeschoss (Wohnung Nr.&nbsp;2 mit Garage): 381\/1&nbsp;000&nbsp;Miteigentumsanteil<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Dachgeschoss (Wohnung Nr.&nbsp;3 mit Garage): 374\/1&nbsp;000&nbsp;Miteigentumsanteil<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Teilung lag eine Abgeschlossenheitsbescheinigung der Stadt&nbsp;B vom 12.08.2010 zugrunde. F&uuml;r die Wohnungen wurden im Grundbuch von A eigene Grundbuchbl&auml;tter (Wohnung Nr.&nbsp;1: Blatt&nbsp;1; Wohnung Nr.&nbsp;2 mit Garage: Blatt&nbsp;2; Wohnung Nr.&nbsp;3 mit Garage: Blatt&nbsp;3) angelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 24.11.2010 ver&auml;u&szlig;erten die Kl&auml;ger die Eigentumswohnung Nr.&nbsp;3 mit Garage an ihre Tochter (T) zum Kaufpreis von 150.000&nbsp;EUR. Der vereinbarte Kaufpreis wurde von T in drei Raten bezahlt. Die Kl&auml;ger verpflichteten sich, die Eigentumswohnung bis sp&auml;testens 31.08.2011 bezugsfertig und entsprechend der Teilungserkl&auml;rung samt Baupl&auml;nen, entsprechend der erteilten Baugenehmigung und entsprechend den anerkannten Regeln der Baukunst fertigzustellen. Der &Uuml;bergang von Besitz und Genuss, Lasten und Abgaben sollte auf den dem Zeitpunkt der Bezugsfertigstellung folgenden Monatsersten erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Finanzierung des Bauvorhabens nahmen die Kl&auml;ger unter dem 30.09.2010 bei der Bank&nbsp;Y ein Darlehen Nr.&nbsp;3 &uuml;ber 160.000&nbsp;EUR auf; als Verwendungszweck war hierzu aufgef&uuml;hrt: &quot;Anteilige Finanzierung Neubau &#8230;(in)&#8230; A, &#8211; fremdgenutzt &#8211; Wohneigentum, eingetragen im Grundbuch von A Blatt Nr.&nbsp;1 + Blatt Nr.&nbsp;2 + Blatt Nr.&nbsp;3.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beglichen s&auml;mtliche Baurechnungen &uuml;ber das Baukonto Nr.&nbsp;xxx bei der Bank&nbsp;Y. Eine Aufteilung der Herstellungskosten bzw. eine Zurechnung auf die sp&auml;ter im Eigentum der Kl&auml;ger verbliebenen Eigentumswohnungen und die an die T ver&auml;u&szlig;erte Eigentumswohnung nahmen die Kl&auml;ger nicht vor; vielmehr beglichen sie die Baurechnungen jeweils in einem Betrag. Auf das Baukonto Nr.&nbsp;xxx flossen ausweislich der im finanzgerichtlichen Verfahren vorgelegten vollst&auml;ndigen Kontounterlagen sowohl die Darlehensmittel aus dem Kredit bei der Bank&nbsp;Y &uuml;ber 160.000&nbsp;EUR als auch Eigenmittel sowie die Kaufpreisraten der T. Im Gegenzug wurden s&auml;mtliche Handwerkerrechnungen sowie der Kapitaldienst der Darlehen &uuml;ber das Baukonto bezahlt; private Zahlungen wurden nicht vom Baukonto geleistet. Die Fertigstellung des Objekts erfolgte zum 01.06.2011.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre (2012 und 2013) rechneten die Kl&auml;ger die aufgenommenen Darlehen insgesamt den beiden vermieteten Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 zu und behandelten dementsprechend die hierf&uuml;r entrichteten Zinsen in voller H&ouml;he als sofort abziehbare Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) teilte die Zinsaufwendungen auf die vorhandenen Wohnungen entsprechend den jeweiligen Miteigentumsanteilen auf und ber&uuml;cksichtigte in den Einkommensteuerbescheiden f&uuml;r 2012 vom 25.07.2014 und f&uuml;r 2013 vom 10.07.2015, zuletzt ge&auml;ndert unter dem 03.08.2015, nur die auf die beiden vermieteten Wohnungen entfallenden Zinsaufwendungen in H&ouml;he von 3.628&nbsp;EUR (2012) und 2.700&nbsp;EUR (2013) als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung. Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2018, 1409 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. Das FG entschied, dass die von den Kl&auml;gern geltend gemachten Darlehenszinsen nur anteilig &#8211;soweit sie auf die beiden vermieteten Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 entfielen&#8211; als Werbungskosten abziehbar seien. Denn der Werbungskostenabzug setze voraus, dass der Steuerpflichtige die Anschaffungskosten im Rahmen seiner Finanzierungsentscheidung dem ein eigenst&auml;ndiges Wirtschaftsgut bildenden Geb&auml;udeteil gesondert zuordne und die so zugeordneten Anschaffungskosten mit Geldbetr&auml;gen aus den daf&uuml;r aufgenommenen Darlehen bezahle. Erfolge, wie im Streitfall, eine einheitliche Abrechnung und Bezahlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten f&uuml;r das gesamte (und mithin die ver&auml;u&szlig;erte Wohnung Nr.&nbsp;3 umfassende) Objekt, sei davon auszugehen, dass auch die Darlehensmittel nach dem Verh&auml;ltnis der Miteigentumsanteile verwendet worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wenden sich die Kl&auml;ger mit der Revision. Sie vertreten die Auffassung, die K&uuml;rzung der von den Kl&auml;gern gezahlten Schuldzinsen um den auf die an die T ver&auml;u&szlig;erte Wohnung entfallenden Miteigentumsanteil (374\/1&nbsp;000) sei rechtsfehlerhaft. Denn einerseits h&auml;tten die Kl&auml;ger (nur) die aufgenommenen Fremdmittel (sowie weitere Eigenfinanzierungsmittel) f&uuml;r die Erstellung der ihnen verbliebenen und sp&auml;ter vermieteten Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 verwendet, w&auml;hrend in die Herstellung der ver&auml;u&szlig;erten Wohnung Nr.&nbsp;3 (nur) der von der T gezahlte Kaufpreis geflossen sei. Aber auch jenseits einer solchen getrennten Betrachtung sei zu beachten, dass die Kl&auml;ger den Erl&ouml;s aus der &#8211;nach &sect;&nbsp;23 des Einkommensteuergesetzes (EStG) steuerbar&#8211; ver&auml;u&szlig;erten Wohnung Nr.&nbsp;3 vollst&auml;ndig reinvestiert h&auml;tten; nach Ma&szlig;gabe der von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Surrogationsbetrachtung seien daher die Schuldzinsen in voller H&ouml;he abziehbar. Demgegen&uuml;ber sei die Rechtsprechung zur anteiligen Abzugsf&auml;higkeit von Schuldzinsen entsprechend dem Nutzungsverh&auml;ltnis bei teilweise vermieteten und teilweise selbstgenutzten Wohngeb&auml;uden auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar, da eine Selbstnutzung durch die Kl&auml;ger im Streitfall gar nicht vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil des FG und die Einspruchsentscheidung vom 21.12.2015 aufzuheben und die angefochtenen Einkommensteuerbescheide 2012 vom 25.07.2014 und 2013 vom 03.08.2015 dahin zu &auml;ndern, dass die Einkommensteuer 2012 auf 5.198&nbsp;EUR und die Einkommensteuer 2013 auf 3.846&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA vertritt die Auffassung, dass das FG zutreffend von einer nur anteiligen Abziehbarkeit der von den Kl&auml;gern in den Streitjahren geleisteten Schuldzinsen ausgegangen sei. Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Schuldzinsen bei teilweise zur Erzielung von Eink&uuml;nften und teilweise selbstgenutzten Geb&auml;udeteilen sei entsprechend anzuwenden, wenn eine Wohnung w&auml;hrend der Bauphase ver&auml;u&szlig;ert w&uuml;rde und die Ber&uuml;cksichtigung dieses steuerlichen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;7 EStG &quot;steuerlich irrelevant&quot; sei. Die Surrogationsbetrachtung sei im Streitfall nicht anzuwenden, da die ma&szlig;geblichen Schuldzinsen schon dem Grunde nach nicht auf ein Darlehen geleistet worden seien, das zur Finanzierung einer vollumf&auml;nglich der Vermietung dienenden Immobilie aufgenommen und tats&auml;chlich verwendet worden sei. F&uuml;r eine Zuordnungsentscheidung reiche es nicht aus, wenn die H&ouml;he des Darlehens und die H&ouml;he der Herstellungskosten des zur Eink&uuml;nfteerzielung genutzten Geb&auml;udes identisch seien, wenn diese nicht nach anteiligen Herstellungskosten getrennt beglichen worden seien. Der durch den Verkauf an die T erzielte Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s sei der privaten Verm&ouml;gensebene und mithin den Eigenmitteln der Kl&auml;ger zuzuordnen; aufgrund der Vermischung von Fremd- und Eigenmitteln auf dem Baukonto k&ouml;nnten die in den Streitjahren geleisteten Schuldzinsen mithin nur anteilig zum Werbungskostenabzug zugelassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht die von den Kl&auml;gern getragenen Schuldzinsen nur anteilig zum Abzug als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG sind Schuldzinsen als Werbungskosten abziehbar, soweit sie mit einer bestimmten Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. So verh&auml;lt es sich, wenn sie f&uuml;r ein Darlehen geleistet worden sind, das tats&auml;chlich zum Erzielen von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung verwendet worden ist. Der wirtschaftliche Zusammenhang mit einer bestimmten Einkunftsart kann grunds&auml;tzlich nicht durch einen blo&szlig;en Willensakt des Steuerpflichtigen begr&uuml;ndet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dient ein Geb&auml;ude nicht nur dem Erzielen von Eink&uuml;nften (etwa aus Vermietung und Verpachtung), sondern anteilig auch der (nicht steuerbaren) Selbstnutzung, und werden die Darlehensmittel lediglich teilweise zur Eink&uuml;nfteerzielung verwandt, so sind die f&uuml;r den Kredit entrichteten Zinsen nur anteilig als Werbungskosten abziehbar. In vollem Umfang sind sie nur dann zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Steuerpflichtige ein Darlehen mit steuerrechtlicher Wirkung gezielt einem bestimmten, der Eink&uuml;nfteerzielung dienenden Geb&auml;udeteil zuordnet, indem er mit den als Darlehen empfangenen Mitteln tats&auml;chlich die Aufwendungen begleicht, die der Herstellung dieses Geb&auml;udeteils konkret zuzurechnen sind. Einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Schuldzinsen und den gesondert zugerechneten Herstellungskosten hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung bei anteilig fremdvermieteten und anteilig selbstgenutzten Geb&auml;uden mithin nur dann bejaht, wenn die Herstellungskosten tats&auml;chlich mit den daf&uuml;r aufgenommenen Darlehensmitteln bezahlt worden sind. Demgegen&uuml;ber hat die Rechtsprechung eine gesonderte Zuordnung von Darlehen zu den Herstellungskosten eines sp&auml;ter fremdvermieteten Teils abgelehnt, wenn der Steuerpflichtige die Kosten der Errichtung des gesamten Geb&auml;udes einheitlich abgerechnet hat, ohne die auf den vermieteten Geb&auml;udeteil entfallenden Herstellungskosten gesondert auszuweisen und zu bezahlen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.04.2002&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;65\/98, BFH\/NV 2002, 1154, unter II.1., Rz&nbsp;10; vom 25.03.2003&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;22\/01, BFHE 202, 171, BStBl II 2004, 348, unter II.1., Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese zu anteilig fremdvermieteten und anteilig selbstgenutzten Geb&auml;uden entwickelten Rechtsprechungsgrunds&auml;tze sind entsprechend anzuwenden auf die gesonderte Zuordnung von Darlehen zu den (anteiligen) Herstellungskosten eines Geb&auml;udes, das &#8211;wie im Streitfall&#8211; teilweise dem Erzielen von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung sowie teilweise dem Erzielen von sonstigen Eink&uuml;nften dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar sind in F&auml;llen, in denen ein Geb&auml;ude anteilig vermietet und anteilig einkommensteuerbar ver&auml;u&szlig;ert werden soll, die f&uuml;r das Darlehen zur Finanzierung der (gesamten) Geb&auml;udeherstellungskosten entrichteten Zinsen in jedem Fall steuerrechtlich erheblich; denn sie dienen anteilig dem Erzielen von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung bzw. dem Erzielen von sonstigen Eink&uuml;nften. In vollem Umfang bei <em>einer<\/em> Einkunftsart &#8211;hier bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung&#8211; sind die Darlehenszinsen indes nur dann zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Steuerpflichtige das Darlehen mit steuerrechtlicher Wirkung dem der Eink&uuml;nfteerzielung aus Vermietung und Verpachtung dienenden Geb&auml;udeteil zugeordnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist die anteilige Zuordnung von Darlehen zu den Herstellungskosten eines Geb&auml;udes, das einerseits dem Erzielen von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung und andererseits auch dem Erzielen von sonstigen Eink&uuml;nften dient, nach denselben Kriterien zu beurteilen, die der Senat zu anteilig fremdvermieteten und anteilig selbstgenutzten Geb&auml;uden entwickelt hat (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2002, 1154, und in BFHE 202, 171, BStBl II 2004, 348).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Schuldzinsen und den Herstellungskosten eines der Eink&uuml;nfteerzielung aus Vermietung und Verpachtung dienenden Geb&auml;udeteils sieht der Senat in solchen F&auml;llen daher nur dann als gegeben an, wenn die Herstellungskosten des sp&auml;ter vermieteten Geb&auml;udeteils sowie diejenigen des sp&auml;ter ver&auml;u&szlig;erten Geb&auml;udeteils getrennt ermittelt und entsprechend ausgewiesen werden und der Steuerpflichtige sodann mit den als Darlehen empfangenen Mitteln tats&auml;chlich (nur) jene Aufwendungen begleicht, die der Herstellung des zur Vermietung bestimmten Geb&auml;udeteils konkret zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werden die als Darlehen empfangenen Mittel demgegen&uuml;ber zusammen mit zur Herstellung des Immobilienobjekts ben&ouml;tigten weiteren Eigenmitteln des Steuerpflichtigen sowie dem vom Erwerber des sp&auml;ter ver&auml;u&szlig;erten Geb&auml;udeteils geleisteten Kaufpreis &#8211;welcher im Zeitpunkt der Einzahlung dem Grunde nach ebenfalls zu Eigenmitteln des Steuerpflichtigen wird&#8211; auf einem einheitlichen (&quot;Bau&quot;-)Konto vorgehalten, tritt eine Vermischung von Darlehensmitteln mit Eigenmitteln des Steuerpflichtigen ein, welche eine gezielte Zuordnung des Darlehens zu dem zur sp&auml;teren Fremdvermietung bestimmten Geb&auml;udeteil ausschlie&szlig;t (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 07.07.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;20\/04, BFH\/NV 2006, 264; vom 01.04.2009&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;35\/08, BFHE 224, 533, BStBl II 2009, 663).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werden von den auf dem einheitlichen Baukonto vorgehaltenen Darlehens- und Eigenmitteln sodann die Herstellungskosten des gesamten Geb&auml;udes einheitlich beglichen, fehlt es &#8211;jenseits der bereits eingetretenen Vermischung von Finanzierungsmitteln unterschiedlicher Herkunft auf dem Baukonto&#8211; &uuml;berdies an der nach der Rechtsprechung des BFH erforderlichen objektbezogenen Aufteilung der Kosten und Zahlung entsprechend der Darlehenszuordnung (BFH-Urteile in BFH\/NV 2006, 264, und in BFHE 224, 533, BStBl II 2009, 663).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diesem Ergebnis steht die Rechtsprechung des erkennenden Senats zur Durchleitung eines Darlehensbetrags durch ein privates Kontokorrentkonto (vgl. BFH-Urteile vom 09.05.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;45\/15, BFH\/NV 2017, 1036; vom 25.01.2001&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;27\/97, BFHE 195, 135, BStBl II 2001, 573) nicht entgegen. Zwar hat der Senat in den genannten Urteilen eine Vermischung von Fremd- und Eigenmitteln, welche auf einem privaten Kontokorrentkonto regelm&auml;&szlig;ig stattfindet, in Ausnahmef&auml;llen als f&uuml;r die Zuordnung eines Darlehensbetrags zu den Finanzierungskosten unsch&auml;dlich angesehen. Vorliegend hat das FG indes keine Sachverhaltsumst&auml;nde festgestellt, die eine Anwendung dieser &#8211;auf die den genannten Urteilen zugrunde liegenden Ausnahmef&auml;lle beschr&auml;nkten&#8211; Rechtsprechung auf den Streitfall rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Grunds&auml;tzen folgend hat das FG den von den Kl&auml;gern begehrten vollst&auml;ndigen Schuldzinsenabzug zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von den Kl&auml;gern im Streitjahr tats&auml;chlich geleisteten Schuldzinsen entfallen auf Darlehen, die in steuerrechtlicher Hinsicht nicht wirksam den zur Fremdvermietung bestimmten Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 zugeordnet worden sind. Denn die Herstellungskosten der Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 sowie die der ver&auml;u&szlig;erten Wohnung Nr.&nbsp;3 wurden von den Kl&auml;gern schon nicht getrennt ermittelt und entsprechend ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies wurden die auf dem Baukonto vorgehaltenen Mittel ungeachtet deren Herkunft aus eigenem Verm&ouml;gen sowie aus den aufgenommenen Darlehen unterschiedslos zur Begleichung der Herstellungskosten der fremdvermieteten Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 sowie der ver&auml;u&szlig;erten Wohnung Nr.&nbsp;3 verwendet; es fehlt insoweit auch an einer tats&auml;chlichen Zahlung entsprechend einer zuvor vorgenommenen steuerlich relevanten Darlehenszuordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist es unerheblich, dass die Kl&auml;ger den von der T entrichteten Kaufpreis f&uuml;r die Wohnung Nr.&nbsp;3 reinvestiert und (anteilig) zur Finanzierung der Herstellungskosten der Wohnungen Nrn.&nbsp;1 und 2 verwendet haben. Gelingt schon die urspr&uuml;ngliche Darlehenszuordnung nicht, kommt &#8211;wie das FA zutreffend in seiner Revisionserwiderung eingewandt hat&#8211; eine Surrogation im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung des Immobilienobjekts nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da die Darlehensmittel mithin lediglich teilweise zur Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung verwendet worden sind, sind die hierf&uuml;r entrichteten Zinsen auch nur anteilig bei diesen Eink&uuml;nften als Werbungskosten abziehbar. Der vom FG insoweit angesetzte Aufteilungsma&szlig;stab unter Ber&uuml;cksichtigung der auf die jeweiligen Wohnungen entfallenden Miteigentumsanteile ist aus revisionsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden; sie bilden das Verh&auml;ltnis der jeweiligen Wohn- und Nutzfl&auml;chen der im Geb&auml;ude befindlichen Wohnungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2020, IX R 1\/18ECLI:DE:BFH:2020:U.040220.IXR1.18.0 Abzug von Schuldzinsen bei Herstellung und anschlie&szlig;ender teilweiser Ver&auml;u&szlig;erung eines Mehrfamilienhauses; Zuordnung von Darlehenszinsen zu den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Leits&auml;tze 1. 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