{"id":72320,"date":"2020-05-16T18:27:32","date_gmt":"2020-05-16T16:27:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72320"},"modified":"2020-05-16T18:27:32","modified_gmt":"2020-05-16T16:27:32","slug":"ix-r-38-17-bewertung-der-angemessenheit-des-kaufpreises-von-mietwohngrundstuecken-im-privatvermoegen-anschaffungskosten-eines-gesellschafters-fuer-den-erwerb-seiner-gesellschafterstellung-ergaenzungsr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-38-17-bewertung-der-angemessenheit-des-kaufpreises-von-mietwohngrundstuecken-im-privatvermoegen-anschaffungskosten-eines-gesellschafters-fuer-den-erwerb-seiner-gesellschafterstellung-ergaenzungsr\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;38\/17 &#8211; Bewertung der Angemessenheit des Kaufpreises von Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen &#8211; Anschaffungskosten eines Gesellschafters f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung &#8211; Erg&auml;nzungsrechnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2019, IX R 38\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2019:U.291019.IXR38.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertung der Angemessenheit des Kaufpreises von Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen &#8211; Anschaffungskosten eines Gesellschafters f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung &#8211; Erg&auml;nzungsrechnung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine GbR ist f&uuml;r die Einkommensteuer insoweit Steuerrechtssubjekt, als sie in der gesamth&auml;nderischen Verbundenheit ihrer Gesellschafter Merkmale eines Besteuerungstatbestands verwirklicht, welche den Gesellschaftern f&uuml;r deren Besteuerung zuzurechnen sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Entsteht einem Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen GbR Aufwand f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung, sind diese Anschaffungskosten in einer separaten Erg&auml;nzungsrechnung zur &Uuml;berschussrechnung der Gesellschaft zu erfassen und auf die Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesamthandsverm&ouml;gens zu verteilen. Die steuerrechtliche Bewertung der in einer solchen Erg&auml;nzungsrechnung ausgewiesenen Rechnungsposten ist grunds&auml;tzlich nicht von der Handhabung in der Gesamthandsbilanz abh&auml;ngig.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. &Uuml;bernimmt der Erwerber mit einem Gesellschaftsanteil an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft auch das negative Kapitalkonto des Ver&auml;u&szlig;erers, geh&ouml;rt der Betrag des Kapitalkontos nur insoweit zu den Anschaffungskosten des Erwerbers, als dieser durch die &Uuml;bernahme tats&auml;chlich wirtschaftlich belastet wird. Die blo&szlig;e &Uuml;bernahme einer in diesem Zusammenhang bestehenden unbeschr&auml;nkten Haftung gen&uuml;gt hierf&uuml;r nicht.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Ist f&uuml;r die Anschaffung (von Bruchteilen) eines zum Gesamthandsverm&ouml;gen z&auml;hlenden Grundst&uuml;cks mit aufstehendem Geb&auml;ude ein Gesamtkaufpreis gezahlt worden, ist der Kaufpreis zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die AfA in Boden- und Geb&auml;udewert aufzuteilen und ggf. auf seine Angemessenheit zu &uuml;berpr&uuml;fen. Ein von den Vertragsbeteiligten vereinbarter und bezahlter Kaufpreis ist grunds&auml;tzlich auch der Besteuerung zugrunde zu legen, sofern er zum einen nicht nur zum Schein getroffen wurde sowie keinen Gestaltungsmissbrauch darstellt und zum anderen das FG auf der Grundlage einer Gesamtw&uuml;rdigung von den das Grundst&uuml;ck und das Geb&auml;ude betreffenden Einzelumst&auml;nden nicht zu dem Ergebnis gelangt, dass die vertragliche Kaufpreish&ouml;he oder -aufteilung die realen Wertverh&auml;ltnisse in grunds&auml;tzlicher Weise verfehlt und wirtschaftlich nicht haltbar erscheint.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin werden das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 01.03.2017 &#8211; 7 K 2053\/14 F und die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 12.06.2014 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27.05.2013 wird mit der Ma&szlig;gabe ge&auml;ndert, dass bei der gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte der Gesellschafterin F eine Erg&auml;nzungs-AfA von 14.096 EUR ber&uuml;cksichtigt wird und die von der Kl&auml;gerin selbst gezahlten Zinsen als voll abziehbar behandelt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid f&uuml;r 2008 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27.05.2013 wird mit der Ma&szlig;gabe ge&auml;ndert, dass bei der gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte der Gesellschafterin F eine Erg&auml;nzungs-AfA von 28.193 EUR ber&uuml;cksichtigt wird und die von der Kl&auml;gerin selbst gezahlten Zinsen als voll abziehbar behandelt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR; sie wurde 1997 durch die jeweils zu gleichen Teilen (1\/3) beteiligten Gesellschafter M, A und P errichtet. Zweck der Kl&auml;gerin ist es, eine in X belegene, denkmalgesch&uuml;tzte Immobilie zu sanieren und zu bewirtschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 16.05.1997 erwarb die Kl&auml;gerin das Immobilienobjekt in X, das entsprechend einer von der Verk&auml;uferin vertraglich &uuml;bernommenen Verpflichtung saniert wurde. Der Gesamtkaufpreis betrug 3.870.000&nbsp;DM (=&nbsp;1.978.699,58&nbsp;EUR); hiervon entfielen auf<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Grund und Boden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">411.020&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">(210.151,19 EUR)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10,62&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Geb&auml;ude:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">834.220&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">(426.529,91 EUR)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">21,56&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Umbau und Sanierung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.624.760&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(1.342.018,48 EUR)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;67,82&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit nicht datiertem privatschriftlichen Anteilskaufvertrag ver&auml;u&szlig;erten die Gesellschafter mit Wirkung zum 01.07.2007 insgesamt 94&nbsp;% ihrer GbR-Gesellschaftsanteile an eine Familienstiftung (F), zu deren Destinat&auml;ren sie selbst z&auml;hlen. M ver&auml;u&szlig;erte seinen gesamten Gesellschaftsanteil von 1\/3, A und P jeweils 30&nbsp;1\/3&nbsp;%; damit bleiben Letztere zu jeweils 3&nbsp;% an der Kl&auml;gerin beteiligt. Als Gesamtkaufpreis wurde ein Betrag von 1.936.904,40&nbsp;EUR vereinbart (Ziff.&nbsp;4.1 des Anteilskaufvertrags).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kaufpreis f&uuml;r die Gesellschaftsanteile wurde auf der Basis des von den Gesellschaftern angenommenen Werts des Immobilienobjekts in H&ouml;he von 2.060.536,60&nbsp;EUR berechnet; danach ermittelt sich der Kaufpreis f&uuml;r die im Umfang von 94&nbsp;% ver&auml;u&szlig;erten Anteile mit 1.936.904,40&nbsp;EUR. Von dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s entfielen auf M 686.845,52&nbsp;EUR und auf die beiden weiteren Gesellschafter jeweils 625.029,44&nbsp;EUR. Angerechnet auf den Kaufpreis wurden die anteiligen Darlehensverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin (1.258.660&nbsp;EUR bezogen auf 94&nbsp;%), da die F die Gesellschafter M, A und P nach Ziff.&nbsp;5 des Anteilskaufvertrags anteilig von ihren Verbindlichkeiten auf Grund der Finanzierungsvertr&auml;ge f&uuml;r das Immobilienobjekt freizustellen hatte. Der nach Abzug der Darlehensverbindlichkeiten verbleibende Betrag von 678.244,40&nbsp;EUR wurde als Barkaufpreis an die Gesellschafter ausgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis zur Anteilsver&auml;u&szlig;erung hatte die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Immobilienobjekt Sonderabschreibungen auf beg&uuml;nstigte Investitionen (Sanierungsma&szlig;nahmen) nach &sect;&sect;&nbsp;3, 4 des F&ouml;rdergebietsgesetzes im Umfang von 1.313.669,63&nbsp;EUR und (lineare) Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) nach &sect;&nbsp;7 des Einkommensteuergesetzes (EStG) auf die Geb&auml;udealtsubstanz im Umfang von 79.951,33&nbsp;EUR in Anspruch genommen. Der Buchwert des Immobilienobjekts zum 30.06.2007 betrug 666.915,64&nbsp;EUR. Auf die Anteilsver&auml;u&szlig;erung von 94&nbsp;% entfiel ein Buchwert zum &Uuml;bertragungsstichtag in H&ouml;he von 626.900&nbsp;EUR. In diesem Zusammenhang waren im Jahresabschluss der Kl&auml;gerin zum 31.12.2006 &quot;Forderungen gegen&uuml;ber Gesellschaftern&quot; mit einem Betrag von insgesamt 640.094,32 EUR &#8211;bezogen auf 100&nbsp;% der Anteile&#8211; ausgewiesen; nach den den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bindenden Feststellungen des Finanzgerichts (FG) handelte es sich hierbei bilanzrechtlich um den &quot;Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag&quot;, welcher &#8211;hinsichtlich der im Umfang von 94&nbsp;% verkauften Gesellschaftsanteile&#8211; nicht mehr durch die Altgesellschafter, sondern im Anschluss an die Anteilsver&auml;u&szlig;erung durch die F ausgeglichen wurde. Die Einzahlung der F wurde auf deren Kapitalkonto gutgeschrieben und mit dem anteiligen, bisher aufgelaufenen Verlust verrechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesellschaft brachte von dem vereinbarten Kaufpreis von 1.936.904,40&nbsp;EUR das anteilig &uuml;bernommene Finanzierungsdarlehen von 1.258.660&nbsp;EUR in Abzug. Die Forderungen gegen&uuml;ber Gesellschaftern wurden als &uuml;bernommene Gesellschafterdarlehen und damit als weiterer Kaufpreis der Anteile hinzugerechnet. Die sich hieraus ergebende Summe von 1.293.251,05&nbsp;EUR erfasste die Gesellschaft als zus&auml;tzliche Anschaffungskosten der Neugesellschafterin F in einer Erg&auml;nzungsrechnung und teilte den Betrag wie folgt auf:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Grund und Boden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">137.343,26&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10,62&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Geb&auml;ude:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">278.824,93&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">21,56&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Umbau und Sanierung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;877.082,86&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;67,82&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die auf Altbau und Sanierung bilanzierten zus&auml;tzlichen Anschaffungskosten werden auf eine Restnutzungsdauer von 492 Monaten abgeschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2007 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin laufende, zu verteilende Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von .\/.&nbsp;122.721&nbsp;EUR und Verluste aus der Erg&auml;nzungsrechnung in H&ouml;he von .\/.&nbsp;14.097&nbsp;EUR (insgesamt .\/. 136.818&nbsp;EUR). F&uuml;r das Streitjahr 2008 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin laufende, zu verteilende Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von .\/.&nbsp;73.295&nbsp;EUR und Verluste aus der Erg&auml;nzungsrechnung in H&ouml;he von .\/.&nbsp;28.193&nbsp;EUR, insgesamt .\/.&nbsp;101.488&nbsp;EUR. Unter dem 14.04.2010 erlie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Streitjahre, in denen die von der Kl&auml;gerin erkl&auml;rten Eink&uuml;nfte antragsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer im Jahr 2013 bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung kam die Pr&uuml;ferin des Finanzamts f&uuml;r Gro&szlig;- und Konzernbetriebspr&uuml;fung zu dem Ergebnis, dass die Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile an der Kl&auml;gerin zu unangemessen hohen Kaufpreisen erfolgt sei. Die historischen Anschaffungskosten aus 1997, anhand derer die Kaufpreise festgesetzt worden seien, entspr&auml;chen nicht (mehr) dem markt&uuml;blichen Wert zum 01.07.2007. Die Kl&auml;gerin habe in ihrer eigenen Wirtschaftlichkeitsberechnung als Anlage&nbsp;8 zum Jahresabschluss 2010 den aktuell erzielbaren Verkaufserl&ouml;s f&uuml;r die seinerzeit (im Umfang von 94&nbsp;%) ver&auml;u&szlig;erten Anteile mit nur noch 1.300.000&nbsp;EUR beziffert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Marktbericht 2011 des Gutachterausschusses der Stadt&nbsp;X habe der durchschnittliche Kaufpreis f&uuml;r sanierte und unsanierte Mehrfamilienh&auml;user im Jahr 2007 bei 613&nbsp;EUR pro qm Wohnfl&auml;che gelegen. Bei der hier ma&szlig;gebenden Wohnfl&auml;che von 908&nbsp;qm erg&auml;be sich f&uuml;r den Anteil von 94&nbsp;% ein Kaufpreis von 523.208&nbsp;EUR. Selbst bei einem maximalen Kaufpreis f&uuml;r sanierte Mehrfamilienh&auml;user 2011 von 1.343&nbsp;EUR pro qm Wohnfl&auml;che erg&auml;be sich nur ein Marktwert in H&ouml;he von 1.146.277&nbsp;EUR, der noch erheblich unter dem hier vereinbarten Kaufpreis liege. Die finanzierende Bank habe in dem Kreditvertrag vom 15.01.2009 ihren 80&nbsp;%-igen Beleihungswert f&uuml;r das Objekt mit 539.218&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt. Umgerechnet auf die Ver&auml;u&szlig;erung von 94&nbsp;% ergebe sich ein Wert von 633.581&nbsp;EUR. Vergleichbare Objekte seien 2012 bei Immobilienscout24 zu Preisen von 767&nbsp;EUR und 1.170&nbsp;EUR je qm Wohnfl&auml;che angeboten worden. Den Verkehrs-\/Marktwert des Objekts habe der Bausachverst&auml;ndige mit 950.000&nbsp;EUR eingesch&auml;tzt. Daher sei als angemessener Kaufpreis f&uuml;r die Anteilsver&auml;u&szlig;erung im Umfang von 94&nbsp;% nur ein Betrag in H&ouml;he von 893.000&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe die Kl&auml;gerin &uuml;berdies Forderungen gegen ihre Gesellschafter M, A und P zu 94&nbsp;% als &Uuml;bernahme von Gesellschafterdarlehen ber&uuml;cksichtigt und als Kaufpreisbestandteil gewertet. Eine Schuld&uuml;bernahme liege nicht vor. Daher handele es sich nicht um einen Kaufpreisbestandteil; die Einzahlung der F sei nur als Kapitaleinzahlung zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Gesellschaftsanteile an der Kl&auml;gerin zu einem unangemessen hohen Kaufpreis an die Neugesellschafterin F &uuml;bertragen worden seien, liege eine unentgeltliche Zuwendung der F an die Gesellschafter M, A und P vor, die nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG als Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen zu erfassen sei. Soweit die Neugesellschafterin F &uuml;ber einen angemessenen Kaufpreis hinaus die Finanzierung der Altgesellschafter &uuml;bernommen habe, st&uuml;nden diese Darlehensbetr&auml;ge in keinem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den erworbenen Grundst&uuml;cksanteilen. Vor diesem Hintergrund seien auch die von der F geltend gemachten Schuldzinsen zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte der Auffassung der Au&szlig;enpr&uuml;ferin und &auml;nderte unter dem 27.05.2013 die Feststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre entsprechend den Feststellungen im Betriebspr&uuml;fungs-Bericht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin hatten keinen Erfolg. Im Einspruchsverfahren legte die Kl&auml;gerin ein nach Ma&szlig;gabe der Bestimmungen der Wertermittlungsverordnung (WertV) vom 06.12.1988 (BGBl I 1988, 2209) von einem Sachverst&auml;ndigen f&uuml;r die Bewertung bebauter und unbebauter Grundst&uuml;cke erstelltes Gutachten vor, in dem der Sachwert des Immobilienobjekts zum 01.07.2007 mit 1.990.000&nbsp;EUR beziffert wurde. Das FA folgte den Ausf&uuml;hrungen des Sachverst&auml;ndigen in seinem Gutachten nicht und ging weiter davon aus, dass der vereinbarte Kaufpreis nicht dem Verkehrs- und Marktwert zum 01.07.2007 entspreche; dieser liege vielmehr bei 950.000&nbsp;EUR. Auch die Korrekturen der AfA und der Schuldzinsen seien zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Im Streitfall sei der Verkehrswert des Objekts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Bewertungsgesetzes (BewG) &#8211;unter Au&szlig;erachtlassung ungew&ouml;hnlicher oder pers&ouml;nlicher Verh&auml;ltnisse&#8211; auf der Grundlage der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19.05.2010 (BGBl I 2010, 639) zu sch&auml;tzen. Die Wertermittlung habe nicht nach dem Sachwertverfahren, sondern nach dem Ertragswertverfahren (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 BewG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;78 bis 82 BewG, &sect;&sect;&nbsp;17 bis 20 ImmoWertV) zu erfolgen, da der aus dem Objekt erzielbare Ertrag &#8211;wie dies bei Mietwohngrundst&uuml;cken &uuml;blicherweise der Fall sei&#8211; von vorrangiger Bedeutung sei. Vor diesem Hintergrund folgte das FG hinsichtlich der Wertermittlung des Immobilienobjekts den Ausf&uuml;hrungen eines im Zuge der Beweiserhebung nach Ma&szlig;gabe der ImmoWertV erhobenen Gutachtens des Gutachterausschusses f&uuml;r Grundst&uuml;ckswerte in der Stadt&nbsp;X vom 23.06.2016, mit dem der Verkehrswert zum Wertermittlungsstichtag 01.07.2007 &#8211;unter Zugrundelegung des Vergleichswert- und des Ertragswertverfahrens&#8211; mit 800.000&nbsp;EUR festgestellt wurde. Auf der Grundlage dieses Verkehrswerts habe, so das FG, das FA im Streitfall die AfA-Bemessungsgrundlage zutreffend ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision. In der Sache unzutreffend habe das FG im Streitfall die Angemessenheit des Ver&auml;u&szlig;erungspreises mithilfe eines auf dem Ertragswertverfahren basierenden Gutachtens des Gutachterausschusses f&uuml;r Grundst&uuml;ckswerte in der Stadt X unter Zugrundelegung von Vorschriften &uuml;ber die Einheitsbewertung gesch&auml;tzt; denn im Streitfall gehe es im Kern um die &Uuml;berpr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit des Ver&auml;u&szlig;erungsvorgangs zum Zwecke der Bestimmung der H&ouml;he einer verdeckten Destinat&auml;rsverg&uuml;tung (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG), welche allenfalls auf der Basis des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 BewG unter Heranziehung von Sachwertgesichtspunkten durchgef&uuml;hrt werden d&uuml;rfe. Dies habe das FG aber ebenso wenig ber&uuml;cksichtigt wie die Interessen der Neugesellschafterin F, welcher neben Ertragsgesichtspunkten auch an einer sicheren Kapitalanlage mit steuerfreiem Wertzuwachs gelegen war. Unter Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO nicht ber&uuml;cksichtigt habe das FG ferner den Vortrag der Kl&auml;gerin, wonach sanierte Altbauwohnungen in der N&auml;he des ma&szlig;geblichen Immobilienobjekts in den Jahren 2014 und 2016 zu Preisen zwischen 2.200&nbsp;EUR und 3.000&nbsp;EUR pro Quadratmeter angeboten worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene FG-Urteil vom 01.03.2017&nbsp;&#8211; 7&nbsp;K&nbsp;2053\/14&nbsp;F aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27.05.2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 12.06.2014 dahin zu &auml;ndern, dass bei der gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte der Gesellschafterin F eine Erg&auml;nzungs-AfA von 14.096&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wird und die von der Kl&auml;gerin selbst gezahlten Zinsen als voll abziehbar behandelt werden sowie den Bescheid f&uuml;r 2008 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 27.05.2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 12.06.2014 dahin zu &auml;ndern, dass bei der gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte der Gesellschafterin F eine Erg&auml;nzungs-AfA von 28.193&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wird und die von der Kl&auml;gerin selbst gezahlten Zinsen als voll abziehbar behandelt werden,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>hilfsweise, das angefochtene FG-Urteil vom 01.03.2017&nbsp;&#8211; 7&nbsp;K&nbsp;2053\/14&nbsp;F aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es vertritt die Auffassung, dass das FG den Verkehrswert des Immobilienobjekts zutreffend und in sachgerechter Weise auf der Basis des Gutachtens des Gutachterausschusses ermittelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Stattgabe der Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat verfahrensfehlerhaft die Gesellschafter M, A, P und F nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO zum Rechtsstreit beigeladen. Ferner hat das FG zu Unrecht die zugunsten der Kl&auml;gerin im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r die Gesellschafterin F zu ber&uuml;cksichtigende AfA im Erg&auml;nzungsverm&ouml;gen anteilig nicht als Werbungskosten bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung ber&uuml;cksichtigt; denn die Annahme, dass die Ver&auml;u&szlig;erung der Gesellschaftsanteile an der Kl&auml;gerin zu unangemessen hohen Kaufpreisen erfolgt sei, wird von den Feststellungen des FG nicht gedeckt. Auch die anteilige K&uuml;rzung der von der Kl&auml;gerin im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r die Gesellschafterin F geltend gemachten Schuldzinsen ist zu Unrecht erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Gesellschafter M, A, P und F waren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO notwendig beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im vorliegenden Rechtsstreit geht es um den Ansatz von Verlusten im Erg&auml;nzungsverm&ouml;gen, um die Ber&uuml;cksichtigung von Schuldzinsen, die anteilig auf die Gesellschafterin F entfallen und um die Bemessungsgrundlage f&uuml;r Absetzungen, die die F vorgenommen hat. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschafterin F gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO im Verfahren der gesonderten und einheitlichen Feststellung klagebefugt und mithin notwendig beizuladen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.04.2017&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;25\/15, BFH\/NV 2017, 1182; Leipold in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;60 FGO Rz&nbsp;70, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesellschafter A und P waren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO notwendig beizuladen, da die streitigen Feststellungen betreffend die Angemessenheit des Kaufpreises f&uuml;r das Immobilienobjekt sie i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO pers&ouml;nlich angehen (vgl. Leipold in HHSp, &sect;&nbsp;60 FGO Rz&nbsp;70, m.w.N.). Auch der (ehemalige) Gesellschafter M war notwendig beizuladen; seine Klagebefugnis folgt aus &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO sowie aus &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO (Leipold in HHSp, &sect;&nbsp;60 FGO Rz&nbsp;70, 71, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Unterlassen der notwendigen Beiladung durch das FG begr&uuml;ndet einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens, der vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist; das angefochtene Urteil ist schon deshalb aufzuheben. Die Beiladung selbst kann indes in der Revisionsinstanz nach &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO nachgeholt werden. Der Senat hat sein ihm in dieser Vorschrift einger&auml;umtes Ermessen dahin gehend ausge&uuml;bt, dass er von einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden abgesehen und die Beiladung durch Beschluss vom 31.07.2019 selbst vorgenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung sind Eink&uuml;nfte i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 7 EStG gesondert und einheitlich festzustellen, wenn daran mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen zuzurechnen sind. Dies ist bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung der Fall, wenn mehrere Personen gemeinschaftlich &#8211;in der Form einer Gesamthandsgemeinschaft&#8211; den Tatbestand der Vermietung und Verpachtung i.S. des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG verwirklichen und dadurch Eink&uuml;nfte erzielen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 11.04.2005&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/02, BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679, unter C.1. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Dies ist insbesondere &#8211;wie im Streitfall&#8211; bei einer verm&ouml;gensverwaltenden GbR gegeben (BFH-Urteile vom 07.04.1987&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;103\/85, BFHE 150, 124, BStBl II 1987, 707; vom 25.09.2018&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;35\/17, BFHE 262, 418, BStBl II 2019, 167, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die GbR ist f&uuml;r die Einkommensteuer insoweit Steuerrechtssubjekt, als sie in der gesamth&auml;nderischen Verbundenheit ihrer Gesellschafter Merkmale eines Besteuerungstatbestands verwirklicht, welche den Gesellschaftern f&uuml;r deren Besteuerung zuzurechnen sind (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.06.1984&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.III.3.a; BFH-Urteil vom 18.05.2004&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;42\/01, BFH\/NV 2005, 168). Solche Merkmale sind insbesondere die Verwirklichung des Tatbestands einer bestimmten Einkunftsart und das Erzielen von Gewinn oder &Uuml;berschuss im Rahmen dieser Einkunftsart. F&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung bedeutet dies, dass zu den Eink&uuml;nften der Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltenden Immobilien-GbR &#8211;unbeschadet eventueller zus&auml;tzlicher Sondereinnahmen und Sonderwerbungskosten des einzelnen Gesellschafters&#8211; die Anteile am &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten geh&ouml;ren, welche die GbR erzielt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;21 EStG); denn die Eink&uuml;nfte einer verm&ouml;gensverwaltenden GbR aus Vermietung und Verpachtung sind durch &Uuml;berschussrechnung zu ermitteln (vgl. BFH-Urteil vom 02.09.2014&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;52\/13, BFHE 247, 209, BStBl II 2015, 263).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entsteht einem Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen GbR Aufwand f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung, sind diese Anschaffungskosten in einer separaten Erg&auml;nzungsrechnung zur &Uuml;berschussrechnung der Gesellschaft zu erfassen und auf die Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesamthandsverm&ouml;gens zu verteilen. Die steuerrechtliche Bewertung der in einer solchen Erg&auml;nzungsrechnung ausgewiesenen Rechnungsposten &#8211;wie etwa der in der Erg&auml;nzungsrechnung zu ber&uuml;cksichtigenden AfA des betreffenden Gesellschafters&#8211; ist grunds&auml;tzlich nicht von der Handhabung in der Gesamthandsbilanz abh&auml;ngig (so zutreffend FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.11.2018&nbsp;&#8211; 3&nbsp;K&nbsp;1280\/18, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2019, 358, rechtskr&auml;ftig).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Bereich der Gewinnermittlung einer Mitunternehmerschaft werden Erg&auml;nzungsbilanzen gebildet, um Wertans&auml;tze in der Steuerbilanz (=&nbsp;Gesamthandsbilanz) der Mitunternehmerschaft f&uuml;r den einzelnen Mitunternehmer zu korrigieren. Bezugsgr&ouml;&szlig;en hierf&uuml;r sind einerseits das anteilige Eigenkapital an der Mitunternehmerschaft und andererseits die Anschaffungskosten bzw. die Tauschwerte der in die Mitunternehmerschaft eingebrachten Wirtschaftsg&uuml;ter (BFH-Urteil vom 22.10.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFHE 252, 68, BStBl II 2016, 919, m.w.N.). Im Falle des entgeltlichen Erwerbs eines Gesellschaftsanteils ist in der Erg&auml;nzungsbilanz das Kapitalkonto des Ver&auml;u&szlig;erers in der Gesellschaftsbilanz auf den Anschaffungspreis zu berichtigen (BFH-Urteile vom 19.02.1981&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;41\/78, BFHE 133, 510, BStBl II 1981, 730; vom 30.03.1993&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;63\/91, BFHE 171, 213, BStBl II 1993, 706); so sind insbesondere die Erwerbsaufwendungen des neuen Gesellschafters, soweit diese den Buchwert seines Kapitalkontos in der Bilanz der Gesellschaft &uuml;bersteigen, in einer Erg&auml;nzungsbilanz als Anschaffungskosten f&uuml;r die erworbenen Anteile an den einzelnen Wirtschaftsg&uuml;tern des Gesellschaftsverm&ouml;gens zu aktivieren (BFH-Urteil vom 25.04.1985&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;83\/83, BFHE 144, 25, BStBl II 1986, 350).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die im Bereich der Gewinnermittlung einer Mitunternehmerschaft geltenden Grunds&auml;tze sind im Fall des Erwerbs eines Anteils an einer verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen Personengesellschaft entsprechend anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung wendet die aufgezeigten Grunds&auml;tze auch bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG an; in diesen F&auml;llen sind die Anschaffungskosten des Gesellschafters f&uuml;r den Erwerb seiner mitunternehmerischen Beteiligung in einer steuerlichen Erg&auml;nzungsrechnung nach Ma&szlig;gabe der Grunds&auml;tze &uuml;ber die Aufstellung von Erg&auml;nzungsbilanzen zu erfassen, soweit sie in der betrieblichen Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung der Gesamthand nicht ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen (BFH-Urteil vom 24.06.2009&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;13\/07, BFHE 225, 402, BStBl II 2009, 993, m.w.N.; Desens\/Blischke, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;F&nbsp;36; s.a. H&nbsp;4.5&nbsp;(1) des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs 2016, Stichwort &quot;Erg&auml;nzungsrechnung&quot;). F&uuml;r die Beteiligung an einer verm&ouml;gensverwaltenden, den &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten ermittelnden GbR kann nichts anderes gelten; auch bei dieser Gesellschaftsform sind die Anschaffungskosten f&uuml;r einen entgeltlich erworbenen Gesellschaftsanteil in einer steuerlichen Erg&auml;nzungsrechnung zu erfassen, soweit sie in der &Uuml;berschussrechnung der Gesamthand nicht ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zwar fehlt es bei der verm&ouml;gensverwaltenden GbR &#8211;ebenso wie bei einer Personengesellschaft, die ihren Gewinn durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt&#8211; an einer Verpflichtung, B&uuml;cher zu f&uuml;hren und Abschl&uuml;sse zu machen und mithin in der Regel auch an einem Rechenwerk, aus dem sich die erforderlichen Korrekturen f&uuml;r den Wert der Beteiligung ergeben k&ouml;nnten. Doch auch insoweit besteht &#8211;im Interesse einer zutreffenden, einzelfallbezogenen Besteuerung nach dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip&#8211; die Notwendigkeit, eine vor&uuml;bergehende Modifikation der steuerlichen Gewinnverteilung hinsichtlich derjenigen Werte, die allein dem neuen Gesellschafter zuzuordnen sind, vorzunehmen (vgl. BFH-Urteile vom 29.10.1991&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;148\/85, BFHE 167, 309, BStBl II 1992, 647, und in BFHE 225, 402, BStBl II 2009, 993; FG Rheinland-Pfalz in EFG 2019, 358). Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Besteuerung von stillen Reserven, die nur bei dem Steuersubjekt, bei dem sich diese zuvor gebildet haben, erfasst werden d&uuml;rfen (vgl. Desens\/Blischke, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;F&nbsp;42). Nach Auffassung des Senats sind daher auch im Bereich der &Uuml;berschuss ermittelnden verm&ouml;gensverwaltenden GbR die Anschaffungskosten des neuen Gesellschafters in einer steuerlichen Erg&auml;nzungsrechnung zu erfassen und fortzuschreiben, soweit sie den Betrag des auf den neuen Gesellschafter &uuml;bergehenden Kapitalkontos &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Notwendigkeit zur Ber&uuml;cksichtigung von AfA hinsichtlich der in einer Erg&auml;nzungsrechnung des an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft beteiligten Gesellschafters zu erfassenden Anschaffungskosten folgt insoweit schon aus der gesetzlichen Bestimmung in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 EStG, wonach f&uuml;r die &Uuml;berschusseink&uuml;nfte auf die Anwendung des &sect;&nbsp;7 EStG verwiesen wird. Die Fortschreibung der so ausgewiesenen Anschaffungskosten geschieht dabei unabh&auml;ngig von der Handhabung bei der Gesamthand (vgl. BFH-Urteil vom 20.11.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;1\/11, BFHE 248, 28, BStBl II 2017, 34; FG Rheinland-Pfalz in EFG 2019, 358; Tiede in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;505).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Durch eine Erg&auml;nzungsrechnung wird der in der Gesamtrechnungslegung der Gesellschaft ermittelte &Uuml;berschussanteil des neuen Gesellschafters mit seinem Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen, wie er sich buchm&auml;&szlig;ig aus dem Kapitalkonto ergibt, au&szlig;erhalb der Gesamtrechnungslegung abgeglichen und ggf. modifiziert; eine darin liegende Durchbrechung der Einheitsbetrachtung ist im Hinblick auf die Regelung in &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO (sog. Bruchteilsbetrachtung) hinsichtlich der Anschaffungskosten des Gesellschafters gerechtfertigt, um die daraus resultierenden stillen Reserven zutreffend bei dem ma&szlig;geblichen Gesellschafter zu erfassen (in diesem Sinne auch Desens\/Blischke, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;F&nbsp;42). Nach diesen Grunds&auml;tzen f&uuml;hrt die Regelung in &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO bei der Personengesellschaft dazu, dass in der Erg&auml;nzungsrechnung die Anschaffungskosten des eintretenden Gesellschafters auf das Verm&ouml;gen der Gesellschaft zu verteilen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei einer Mitunternehmerschaft ist umstritten, ob in einer Erg&auml;nzungsbilanz lediglich der Teil der Anschaffungskosten f&uuml;r die Anteile an den einzelnen zum Gesellschaftsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter zu aktivieren ist, der &uuml;ber die in der Gesellschaftsbilanz ausgewiesenen und anteilig auf die Gesellschafter entfallenden Anschaffungskosten der Gesellschaft hinausgeht (Desens\/Blischke, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;F&nbsp;42 &#8211;zu Anschaffungskosten sowie F&nbsp;239&#8211; zu Herstellungskosten; Krumm in Kirchhof, EStG, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;251) oder ob die gesamten Anschaffungskosten auf die Aktiva der Gesellschaft zu verteilen, davon ausgehend die Absetzungsbetr&auml;ge zu berechnen und im Anschluss von dieser Summe die sich im Rahmen der Eink&uuml;nfteermittlung der Gesamthand ergebenden AfA-Betr&auml;ge abzuziehen sind, soweit sie auf den eingetretenen Mitunternehmer entfallen (HHR\/Tiede, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;505; Schmidt\/Wacker, EStG, 38.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;465; Freikamp, Der Betrieb 2015, 1063; Bolk, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2015, 472; s.a. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 19.12.2016&nbsp;&#8211; IV&nbsp;C&nbsp;6&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;2241\/15\/10005, BStBl I 2017, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft beziehen sich die Anschaffungskosten eines neu eintretenden Gesellschafters indes nicht nur auf die nicht im Rahmen der Eink&uuml;nfteermittlung der Gesellschaft ausgewiesenen Werte (stille Reserven), sondern auf den gesamten von ihm erworbenen Bruchteil an den gesamth&auml;nderisch gehaltenen Wirtschaftsg&uuml;tern. Vor diesem Hintergrund sind in der Erg&auml;nzungsrechnung eines neu eintretenden Gesellschafters auch seine gesamten Anschaffungskosten &#8211;und nicht lediglich seine &quot;Mehr&quot;-Anschaffungskosten&#8211; auszuweisen und nach den f&uuml;r ihn ma&szlig;geblichen Restnutzungsdauern abzuschreiben. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die auf den neu eintretenden Gesellschafter entfallende AfA der Gesamthand auch nicht von der f&uuml;r die Erg&auml;nzungsrechnung errechneten AfA abzuziehen (FG Rheinland-Pfalz in EFG 2019, 358; Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;465; Bolk, DStZ 2015, 474; vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2017, 34, &quot;Beispiel 1&quot;, zur Erg&auml;nzungsbilanz bei einer gewerblich t&auml;tigen Mitunternehmerschaft).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das im Rahmen eines Gesellschafterwechsels &uuml;bernommene Kapitalkonto einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft unterscheidet sich von dem origin&auml;r beim Altgesellschafter entstandenen Kapitalkonto in der Weise, dass das negative Kapitalkonto des &uuml;bernehmenden Gesellschafters im Gegensatz zum Altgesellschafter nicht durch die Zuweisung eines Verlustanteils auf der Grundlage der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung, sondern durch entgeltlichen Erwerb auf der Grundlage des &Uuml;bernahmevertrags entsteht (BFH-Urteil vom 08.03.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;16\/16, BFH\/NV 2017, 1306). Welche Aufwendungen zu den Anschaffungskosten f&uuml;r die &Uuml;bernahme eines Kapitalkontos, das durch Entnahmen oder Verlustzuweisungen negativ geworden ist, z&auml;hlen, bestimmt sich nach &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs (HGB). &Uuml;bernimmt der Erwerber mit einem Gesellschaftsanteil an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft auch das negative Kapitalkonto des Ver&auml;u&szlig;erers, geh&ouml;rt der Betrag des Kapitalkontos nur insoweit zu den Anschaffungskosten des Erwerbers, als dieser durch die &Uuml;bernahme tats&auml;chlich wirtschaftlich belastet wird. Die blo&szlig;e &Uuml;bernahme einer in diesem Zusammenhang bestehenden unbeschr&auml;nkten Haftung (s. hierzu Palandt\/Sprau, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 78.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;714 Rz&nbsp;11 und &sect;&nbsp;736 Rz&nbsp;6) gen&uuml;gt hierf&uuml;r nicht (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2017, 1306, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Werbungskosten sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung (&sect;&nbsp;21 EStG) abzuziehen, wenn sie durch sie veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abziehbaren Werbungskosten geh&ouml;rt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;7 EStG auch die AfA f&uuml;r ein zur Eink&uuml;nfteerzielung genutztes Geb&auml;ude. Bemessungsgrundlage sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 und 5 EStG). Welche Aufwendungen hierzu z&auml;hlen, ist unter R&uuml;ckgriff auf &sect;&nbsp;255 HGB zu bestimmen. Danach sind Anschaffungskosten u.a. die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Verm&ouml;gensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen (z.B. BFH-Urteile vom 06.10.2004&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;68\/01, BFHE 207, 24, BStBl II 2005, 324; vom 09.05.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;24\/16, BFHE 257, 429, BStBl II 2018, 168, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ist f&uuml;r die Anschaffung (von Bruchteilen) eines zum Gesamthandsverm&ouml;gen z&auml;hlenden Grundst&uuml;cks mit aufstehendem Geb&auml;ude ein Gesamtkaufpreis gezahlt worden, ist der Kaufpreis zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die AfA aufzuteilen. Zun&auml;chst sind Boden- und Geb&auml;udewert gesondert zu ermitteln und sodann die Anschaffungskosten nach dem Verh&auml;ltnis der beiden Wertanteile in Anschaffungskosten f&uuml;r den Grund- und Boden- und den Geb&auml;udeanteil aufzuteilen. Die Ermittlung von Boden- und Geb&auml;udewert schlie&szlig;t dabei die Pr&uuml;fung der Angemessenheit des Kaufpreises mit ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Rahmen der Ermittlung der AfA-Bemessungsgrundlage anhand einer vertraglichen Kaufpreisabrede ist ggf. zu pr&uuml;fen, ob nennenswerte Zweifel an der vertraglichen Absprache bestehen. Ein von den Vertragsbeteiligten vereinbarter und bezahlter Kaufpreis ist dabei grunds&auml;tzlich auch der Besteuerung zugrunde zu legen, sofern er zum einen nicht nur zum Schein getroffen wurde sowie keinen Gestaltungsmissbrauch darstellt und zum anderen das FG auf der Grundlage einer Gesamtw&uuml;rdigung von den das Grundst&uuml;ck und das Geb&auml;ude betreffenden Einzelumst&auml;nden nicht zu dem Ergebnis gelangt, dass die vertraglich vereinbarte Kaufpreish&ouml;he oder eine sich daran anschlie&szlig;ende Kaufpreisaufteilung die realen Wertverh&auml;ltnisse in grunds&auml;tzlicher Weise verfehlt und wirtschaftlich nicht haltbar erscheint. Besteht eine Diskrepanz zwischen dem von den Vertragsbeteiligten vereinbarten und bezahlten Kaufpreis und den objektiv am Markt erzielbaren Preisen bzw. Verkehrswerten, rechtfertigt es dies mithin nicht ohne weiteres, diese an die Stelle der vereinbarten Werte zu setzen oder die auf Grund und Geb&auml;ude entfallenden Anschaffungskosten zu sch&auml;tzen. Es handelt sich lediglich um ein Indiz daf&uuml;r, dass die vertragliche Preisabsprache ggf. nicht die realen Werte wiedergibt (vgl. BFH-Urteil vom 16.09.2015&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;12\/14, BFHE 251, 214, BStBl II 2016, 397).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r eine in diesem Zusammenhang erforderliche Sch&auml;tzung des Werts des gesamten Objekts sowie des Grund- und Boden- sowie des Geb&auml;udeanteils in den ma&szlig;geblichen Streitjahren kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH die WertV bzw. die ImmoWertV herangezogen werden (vgl. etwa BFH-Urteile vom 11.02.2003&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;13\/00, BFH\/NV 2003, 769, unter II.2.a, und vom 29.05.2008&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;36\/06, BFH\/NV 2008, 1668, unter II.2.; BFH-Beschluss vom 15.11.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;98\/16, BFH\/NV 2017, 292). Der Senat kann offenlassen, ob die Regelungen der ImmoWertV mit Blick auf die Anwendungsregelungen in &sect;&nbsp;24 Satz&nbsp;2 ImmoWertV und &sect;&nbsp;30 Satz&nbsp;1 WertV nur f&uuml;r Gutachten auf nach ihrem Inkrafttreten am 01.07.2010 gelegene Bewertungsstichtage Geltung beanspruchen k&ouml;nnen oder ob die ImmoWertV &#8211;auch vor dem Hintergrund des strikten Stichtagsprinzips im Bewertungsrecht und der veranlagungszeitraumbezogenen Norminterpretation im Einkommensteuerrecht&#8211; ungeachtet des Bewertungsstichtages f&uuml;r alle Gutachten, die nach ihrem Inkrafttreten erstellt werden, selbst dann Geltung beanspruchen k&ouml;nnte, wenn die Normen beider Verordnungen zu unterschiedlichen Ergebnissen f&uuml;hren w&uuml;rden (Letzteres wohl bejahend FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 22.11.2017&nbsp;&#8211; 3&nbsp;K&nbsp;3208\/14, EFG 2018, 436, nicht rechtskr&auml;ftig, Az. des BFH: II&nbsp;R&nbsp;1\/18; s. zu dieser Streitfrage auch Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.10.2017&nbsp;&#8211; 9&nbsp;B&nbsp;61\/16, Zeitschrift f&uuml;r deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht 2018, 162, m.w.N.). Denn jedenfalls im Ergebnis ist die im Streitfall erforderliche Sch&auml;tzung nach Ma&szlig;gabe des Vergleichswert-, des Ertragswert- oder des Sachwertverfahrens unter Ber&uuml;cksichtigung der hierzu ergangenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu ermitteln. Diese Ermittlung ist zwar Teil der Sachverhaltsfeststellung des FG, die f&uuml;r das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich bindend ist (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Der BFH als Revisionsgericht muss aber pr&uuml;fen, ob das FG dabei die zutreffende Methode angewandt hat (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2003, 769; vom 10.10.2000&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;86\/97, BFHE 193, 326, BStBl II 2001, 183, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen ist grunds&auml;tzlich die Kaufpreisaufteilung nach dem Sachwertverfahren angebracht; denn bei ihnen ist regelm&auml;&szlig;ig davon auszugehen, dass f&uuml;r den Erwerb neben Ertragsgesichtspunkten und der sicheren Kapitalanlage auch die Aussicht auf einen langfristigen steuerfreien Wertzuwachs des Verm&ouml;gens ausschlaggebend ist (BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 1668, und in BFH\/NV 2003, 769; BFH-Beschluss vom 23.06.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;132\/04, BFH\/NV 2005, 1798; Bl&uuml;mich\/ Schallmoser, &sect;&nbsp;21 EStG Rz&nbsp;246). Eine Bewertung anhand des Ertragswertverfahrens ist &#8211;ausnahmsweise&#8211; m&ouml;glich, wenn dieses aus Sicht des FG &#8211;welche hinreichend zu begr&uuml;nden w&auml;re&#8211; zum zutreffenderen Wert f&uuml;hrt und die tats&auml;chlichen Wertverh&auml;ltnisse besser abbildet (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 1668, unter II.2., und in BFH\/NV 2003, 769, unter II.2.a; BFH-Beschl&uuml;sse vom 23.06.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;117\/04, BFH\/NV 2005, 1813; in BFH\/NV 2017, 292). Lediglich bei zu B&uuml;ro- oder anderen gewerblichen Zwecken vermieteten Grundst&uuml;cken (sog. Gesch&auml;ftsgrundst&uuml;cke) bejaht die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung eher einen Vorrang des Ertragswertverfahrens (vgl. BFH-Urteil vom 02.02.1990 &#8211; III&nbsp;R&nbsp;173\/86, BFHE 159, 505, BStBl II 1990, 497; BFH-Beschluss vom 24.02.1999&nbsp;&#8211;&nbsp;IV&nbsp;B&nbsp;73\/98, BFH\/NV 1999, 1201; zur ausnahmsweise vorzunehmenden Bewertung von Mietwohngrundst&uuml;cken nach dem Ertragswertverfahren vgl. auch BFH-Urteil vom 25.05.2005&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;46\/04, BFH\/NV 2006, 261).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zu den bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigenden Werbungskosten z&auml;hlen auch Schuldzinsen, soweit diese mit dieser Einkunftsart im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Ein steuerrechtlich anzuerkennender wirtschaftlicher Zusammenhang von Schuldzinsen mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats gegeben, wenn ein objektiver Zusammenhang dieser Aufwendungen mit der &Uuml;berlassung eines Vermietungsobjekts zur Nutzung besteht und subjektiv die Aufwendungen zur F&ouml;rderung dieser Nutzungs&uuml;berlassung gemacht werden. Mit der erstmaligen (d.h. tats&auml;chlichen) Verwendung einer Darlehensvaluta zur Anschaffung eines Vermietungsobjekts wird die ma&szlig;gebliche Verbindlichkeit diesem Verwendungszweck unterstellt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 20.06.2012&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;67\/10, BFHE 237, 368, BStBl II 2013, 275, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen ma&szlig;geblichen materiell-rechtlichen Grunds&auml;tzen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung ist der Aufwand, der der Gesellschafterin F f&uuml;r den Erwerb ihrer Gesellschafterstellung in den Streitjahren entstanden ist, in einer Erg&auml;nzungsrechnung zur &Uuml;berschussrechnung der Gesellschaft zu erfassen und auf die Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesamthandsverm&ouml;gens zu verteilen. Die Sache ist spruchreif; die insoweit in der Erg&auml;nzungsrechnung zu ber&uuml;cksichtigenden Betr&auml;ge stehen fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die in der Erg&auml;nzungsrechnung der Gesellschafterin F ber&uuml;cksichtigte AfA ist der H&ouml;he nach nicht zu beanstanden; denn der von der Gesellschafterin F f&uuml;r den Erwerb ihrer Gesellschafterstellung gezahlte Kaufpreis war nicht &uuml;berh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Beteiligten f&uuml;r den Erwerb der GbR-Gesellschaftsanteile durch die Gesellschafterin F einen Gesamtkaufpreis in H&ouml;he von 1.936.904,40&nbsp;EUR vereinbart haben, ist dieser der Ermittlung der AfA-Bemessungsgrundlage zugrunde zu legen. Unbeschadet des Umstands, dass einer wesentlichen Diskrepanz zwischen einer vertraglichen Kaufpreisabrede und den objektiv am Markt erzielbaren Preisen lediglich Indizwirkung zukommt, ist eine solche entgegen der Auffassung des FG schon nicht feststellbar. Denn die Kl&auml;gerin hat durch Vorlage eines (nachtr&auml;glich) von einem Sachverst&auml;ndigen f&uuml;r die Bewertung bebauter und unbebauter Grundst&uuml;cke erstellten Gutachtens, in dem der Sachwert der Immobilie zum 01.07.2007 mit 1.990.000&nbsp;EUR beziffert wurde, nachgewiesen, dass der von den Beteiligten vereinbarte Kaufpreis dem Sachwert des das Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR ma&szlig;geblich pr&auml;genden Wirtschaftsguts weitgehend entsprach. Weder die vom Bausachverst&auml;ndigen des FA noch die vom Gutachterausschuss f&uuml;r Grundst&uuml;ckswerte in der Stadt X ermittelten Ertrags- und Vergleichswerte k&ouml;nnen die Angemessenheit der Kaufpreisvereinbarung indiziell in Frage stellen; denn die in den genannten Gutachten ermittelten Werte ber&uuml;cksichtigen nicht &#8211;auch nicht im Vergleichswege&#8211; den f&uuml;r Mietwohngrundst&uuml;cke nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung regelm&auml;&szlig;ig ma&szlig;geblichen Sachwert. Daher ist in diesen Gutachten schon die Wertermittlungsmethode unzutreffend gew&auml;hlt; sie k&ouml;nnen mithin nicht Grundlage f&uuml;r die vom FA erhobene Behauptung sein, der im Streitfall vereinbarte Kaufpreis sei unangemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass auch weder das Gutachten des Bausachverst&auml;ndigen noch das Gutachten des Gutachterausschusses f&uuml;r Grundst&uuml;ckswerte in der Stadt X die Denkmaleigenschaft des ma&szlig;geblichen Immobilienobjekts hinreichend ber&uuml;cksichtigt (zu den unterschiedlichen Modellen f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung der Denkmaleigenschaft s. etwa Jardin\/Roscher, Die Immobilienwertermittlung aus steuerlichen Anl&auml;ssen, 2019, Rz&nbsp;246&nbsp;ff.; zur beispielhaften Ber&uuml;cksichtigung eines pauschalen Wertzuschlags (in H&ouml;he von 20&nbsp;%) bei denkmalgesch&uuml;tzten Immobilien siehe Grundst&uuml;cksmarktbericht 2019 des Gutachterausschusses f&uuml;r Grundst&uuml;ckswerte in der Landeshauptstadt D&uuml;sseldorf, S.&nbsp;29). Demgegen&uuml;ber wird in dem von der Kl&auml;gerin vorgelegten Sachverst&auml;ndigengutachten der Denkmaleigenschaft zumindest durch eine verl&auml;ngerte Restnutzungsdauer Rechnung getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dar&uuml;ber hinaus ist die vom FG f&uuml;r die Wertermittlung zugrunde gelegte Bestimmung des &sect;&nbsp;9 BewG im Streitfall nur eingeschr&auml;nkt anwendbar, da diese ungew&ouml;hnliche und pers&ouml;nliche Verh&auml;ltnisse nicht ber&uuml;cksichtigt (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, 3 BewG). Im Streitfall ist die Frage der Angemessenheit des Kaufpreises jedoch unmittelbar auch Grundlage f&uuml;r die Annahme einer (verdeckten) Destinat&auml;rsverg&uuml;tung (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG), welche wirtschaftlich mit einer Gewinnaussch&uuml;ttung vergleichbar ist (Bl&uuml;mich\/Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;336, 339). Bei der Bewertung verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttungen sind indes auch ungew&ouml;hnliche oder pers&ouml;nliche Verh&auml;ltnisse zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sie ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter bei dem Gesch&auml;ft mit einem Nichtgesellschafter in Betracht gezogen h&auml;tte (Halaczinsky in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat die Kl&auml;gerin den im privatschriftlichen Anteilskaufvertrag vereinbarten, angemessenen Kaufpreis zutreffend der Ermittlung der AfA-Bemessungsgrundlage in der Erg&auml;nzungsrechnung der Gesellschafterin F zugrunde gelegt; die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die Positionen Grund und Boden, Geb&auml;ude und Sanierung ist zwischen den Beteiligten nicht streitig und begegnet nach Aktenlage auch keinen Bedenken. F&uuml;r die Annahme einer verdeckten Destinat&auml;rsverg&uuml;tung i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG, f&uuml;r die das FA die Beweislast tr&uuml;ge, besteht kein Anhalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Recht hat die Kl&auml;gerin in der Erg&auml;nzungsrechnung der Gesellschafterin F den Betrag des negativen, von den bisherigen Gesellschaftern vereinbarungsgem&auml;&szlig; nicht auszugleichenden negativen Kapitalkontos als deren Anschaffungskosten ber&uuml;cksichtigt. Nach den den BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG hat die Gesellschafterin F die Betr&auml;ge der negativen Kapitalkonten, die sie von den Altgesellschaftern &uuml;bernommen hat, ausgeglichen; sie ist insoweit tats&auml;chlich wirtschaftlich belastet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vor diesem Hintergrund sind auch die im Rahmen der Erg&auml;nzungsrechnung f&uuml;r die Gesellschafterin F geltend gemachten Zinsaufwendungen zu Unrecht nicht in voller H&ouml;he ber&uuml;cksichtigt worden. Die im Zuge der Anschaffung des Immobilienobjekts in X aufgenommenen, die Anschaffungs- und Herstellungskosten finanzierenden Darlehensbetr&auml;ge stehen nach wie vor in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung durch die Kl&auml;gerin. Soweit die Gesellschafterin F Gesellschaftsanteile an der verm&ouml;gensverwaltenden Kl&auml;gerin erworben hat, ist ihr ein von der Gesellschaft zur Finanzierung der Anschaffungskosten des zur Vermietung bestimmten Immobilienobjekts in X aufgenommenes und urspr&uuml;nglich durch diese Eink&uuml;nfteerzielung veranlasstes Darlehen anteilig zuzurechnen (vgl. BFH-Urteil vom 08.04.2014&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;45\/13, BFHE 244, 442, BStBl II 2015, 635).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.10.2019, IX R 38\/17ECLI:DE:BFH:2019:U.291019.IXR38.17.0 Bewertung der Angemessenheit des Kaufpreises von Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen &#8211; Anschaffungskosten eines Gesellschafters f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung &#8211; Erg&auml;nzungsrechnung Leits&auml;tze 1. Eine GbR ist f&uuml;r die Einkommensteuer insoweit Steuerrechtssubjekt, als sie in der gesamth&auml;nderischen Verbundenheit ihrer Gesellschafter Merkmale eines Besteuerungstatbestands verwirklicht, welche den Gesellschaftern f&uuml;r deren Besteuerung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-38-17-bewertung-der-angemessenheit-des-kaufpreises-von-mietwohngrundstuecken-im-privatvermoegen-anschaffungskosten-eines-gesellschafters-fuer-den-erwerb-seiner-gesellschafterstellung-ergaenzungsr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;38\/17 &#8211; Bewertung der Angemessenheit des Kaufpreises von Mietwohngrundst&uuml;cken im Privatverm&ouml;gen &#8211; Anschaffungskosten eines Gesellschafters f&uuml;r den Erwerb seiner Gesellschafterstellung &#8211; Erg&auml;nzungsrechnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-72320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72320\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}