{"id":72397,"date":"2020-06-03T19:24:00","date_gmt":"2020-06-03T17:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=72397"},"modified":"2020-06-03T19:24:00","modified_gmt":"2020-06-03T17:24:00","slug":"xi-b-113-19-umsatzsteuerrechtliche-beurteilung-von-warenlieferungen-im-paneuropaeischen-versand-ueber-die-internetplattform-amazon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-113-19-umsatzsteuerrechtliche-beurteilung-von-warenlieferungen-im-paneuropaeischen-versand-ueber-die-internetplattform-amazon\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;113\/19 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Beurteilung von Warenlieferungen im paneurop&auml;ischen Versand &uuml;ber die Internetplattform Amazon"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2020, XI B 113\/19<br \/>ECLI:DE:BFH:2020:B.290420.XIB113.19.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzsteuerrechtliche Beurteilung von Warenlieferungen im paneurop&auml;ischen Versand &uuml;ber die Internetplattform Amazon<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Liefert ein Verk&auml;ufer Waren &uuml;ber die Internetseite der Amazon Services Europe s.a.r.l. (Amazon) im Rahmen des Modells &quot;Verkauf durch H&auml;ndler, Versand durch Amazon&quot; (auch &quot;fulfillment by <noindex>amazon<\/noindex>&quot; bzw. &quot;Paneurop&auml;ischer Versand durch Amazon&quot;), ist Leistungsempf&auml;nger der Warenlieferung des Verk&auml;ufers nicht Amazon, sondern der Endkunde, dem die Verf&uuml;gungsmacht am Gegenstand der Lieferung verschafft wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 11.10.2019 &#8211; 1 K 2693\/17 U wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Warenlieferungen, die in den Streitjahren (2014 bis 2016 sowie Januar bis Juni 2017) &uuml;ber die Internetseite der Amazon Services Europe s.a.r.l. (Amazon) mit Sitz im Gro&szlig;herzogtum Luxemburg (Luxemburg) im Rahmen des Modells &quot;Verkauf durch H&auml;ndler, Versand durch Amazon&quot; (auch &quot;fulfillment by amazon&quot; oder &quot;Paneurop&auml;ischer Versand durch Amazon&quot; genannt) abgewickelt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine B.V. mit Sitz im K&ouml;nigreich der Niederlande (Niederlande, NL), handelt mit Nahrungserg&auml;nzungsmitteln, Lebensmitteln f&uuml;r Di&auml;ten und Medizinprodukten. Sie verkauft ihre Produkte im Online-Handel innerhalb der Europ&auml;ischen Union (EU). Dazu besitzt sie ein niederl&auml;ndisches Lager in X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verkauf an deutsche Kunden erfolgt teilweise &uuml;ber eine eigene Internetseite der Kl&auml;gerin; die Waren werden dann direkt aus dem niederl&auml;ndischen Lager an die Kunden versandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Zum &uuml;berwiegenden Teil erfolgt der Warenverkauf jedoch &uuml;ber die Internetseiten von Amazon entsprechend dem &quot;Amazon Services Europe Business Solutions Vertrag&quot;. Dabei wurden die Waren im Streitzeitraum auf drei verschiedene Weisen angeboten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verkauf und Versand durch die Kl&auml;gerin<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verkauf durch die Kl&auml;gerin, Versand durch Amazon<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verkauf und Versand durch einen dritten Unternehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wurde die Option &quot;Verkauf durch die Kl&auml;gerin, Versand durch Amazon&quot; gew&auml;hlt, wurde den Kunden als Impressum und &quot;Info&quot; zum Verk&auml;ufer der Firmenname der Kl&auml;gerin, deren niederl&auml;ndische Rechtsform, deren Handelsregister-Nummer, deren niederl&auml;ndische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sowie deren niederl&auml;ndische Adresse angezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schildert den Ablauf der Warenlieferungen im Rahmen der Option &quot;Verkauf durch die Kl&auml;gerin, Versand durch Amazon&quot; wie folgt: Sie, die Kl&auml;gerin, sende ihre Waren aus den Niederlanden an diverse Logistikzentren von Amazon in der EU, wobei die Waren f&uuml;r deutsche Privatkunden &uuml;berwiegend in deutsche Logistikzentren geliefert w&uuml;rden. Bei den Logistikzentren in Deutschland handele es sich um Tochterunternehmen von Amazon. Diese lagerten die Ware f&uuml;r Amazon ein und stellten diese zum Verkauf an die Endkunden bereit. Ihr, der Kl&auml;gerin, sei teilweise nicht bekannt, in welchem Logistikzentrum sich die Ware befinde, weil Amazon die angelieferten Waren eigenst&auml;ndig auf andere Logistikzentren verteilen k&ouml;nne. Die Waren w&uuml;rden &uuml;ber Amazon direkt an die Privatkunden verkauft. Die Waren w&uuml;rden von Amazon f&uuml;r den Katalog fotografiert und Kundenanfragen &uuml;ber den Kundenservice von Amazon beantwortet. Amazon habe sich vertraglich ausdr&uuml;cklich vorbehalten, die Bewerbung der Produkte in eigener Gestaltung vorzunehmen und ggf. auch den Verkaufspreis teilweise zu gestalten. Der Verkauf finde ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Internetseiten von Amazon und deren Verkaufsprogramm statt, wie auch der Versand der Waren ohne Einwirkung der Kl&auml;gerin an den Endabnehmer und Privatkunden nach den Vorstellungen und dem Versandstatus des Amazon-Programms erfolge. Entscheidungen &uuml;ber den Verkauf und den Abnehmer treffe ausschlie&szlig;lich Amazon, auch der Versand erfolge ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Amazon Logistik-Kette. Die jeweiligen Kunden w&uuml;rden der Kl&auml;gerin zun&auml;chst nicht mitgeteilt. Etwaige R&uuml;cksendungen unterl&auml;gen ebenfalls den Programmbindungen von Amazon. Die retournierten Waren w&uuml;rden von Amazon zur&uuml;ckgenommen. Amazon entscheide eigenst&auml;ndig, wie mit den von dem Kunden beanstandeten Waren zu verfahren sei. Teilweise w&uuml;rden die Waren zur&uuml;ckgenommen und entweder zu verbilligten Preisen wieder in das Amazon-Programm aufgenommen oder (in geringem Umfang) mit Versandaufschl&auml;gen an die Kl&auml;gerin zur&uuml;ckgesandt. In einer Vielzahl von F&auml;llen gestatte Amazon den Kunden, die Waren zu behalten, und erstatte gleichwohl den Verkaufspreis. Nach der vertraglichen Vereinbarung &uuml;ber das Inkasso durch Amazon sei nicht nur die Einziehung des Kaufpreises, sondern auch die Einziehung von Umsatzsteuern vorgesehen, &uuml;ber die die Kl&auml;gerin von Amazon jedoch keine gesonderte Abrechnung erhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin reichte zun&auml;chst keine Umsatzsteuererkl&auml;rungen bei dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein, weil sie der Auffassung war, dass sie mit ihren Lieferungen &uuml;ber die Internetplattform von Amazon steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen an Amazon ausf&uuml;hre. Leistungsempf&auml;nger ihrer Warenlieferungen seien nicht die Endkunden, sondern sei Amazon mit Sitz in Luxemburg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sp&auml;ter reichte die Kl&auml;gerin Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 2014 bis 2016 ein, in denen sie steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen an Amazon erkl&auml;rte. Das FA folgte diesen Steuererkl&auml;rungen nicht, sondern unterwarf in den Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheiden vom 30.01.2017 (f&uuml;r 2014), 24.03.2017 (f&uuml;r 2015) und 19.06.2017 (f&uuml;r 2016) diese Ums&auml;tze der deutschen Umsatzsteuer zum erm&auml;&szlig;igten Steuersatz. Ebenso verfuhr das FA in den Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheiden vom 09.08.2017 bzw. 11.08.2017 f&uuml;r die Monate Januar bis Juni 2017. Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin blieben erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 04.10.2017). Das FA ging davon aus, dass die Kl&auml;gerin auch insoweit Lieferungen an deutsche Endkunden ausgef&uuml;hrt habe, als sie am Paneurop&auml;ischen Versand im Rahmen der Option &quot;Verkauf durch die Kl&auml;gerin, Versand durch Amazon&quot; bzw. &quot;fulfillment by amazon&quot; (Auftragsabwicklung durch Amazon) teilgenommen habe. Sie habe die Ware nicht an Amazon verkauft, so dass Amazon auch keine Vertragspartei des Kaufvertrags mit dem Endkunden werde. Darauf weise Amazon in den sehr umfangreichen Bedingungen hin. Amazon erbringe an die Verk&auml;ufer (d.h. die H&auml;ndler) als Leistungsempf&auml;nger elektronische Dienstleistungen. Die hierf&uuml;r von Amazon erhobenen Geb&uuml;hren unterl&auml;gen der Umsatzsteuer. Der Ort der sonstigen Leistungen von Amazon an die Kl&auml;gerin liege in den Niederlanden und die Umsatzsteuer f&uuml;r die sonstige Leistung von Amazon werde von der Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;ngerin geschuldet. Mit der Einlagerung der Waren in die Logistikzentren von Amazon f&uuml;hre die Kl&auml;gerin ein innergemeinschaftliches Verbringen aus. Die nach der Einlagerung get&auml;tigten Lieferungen an die inl&auml;ndischen Kunden seien steuerbar und im Rahmen der Versandhandelsregelung in Deutschland steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung lie&szlig; das FA bestehen, da die H&ouml;he der Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin weiter aufkl&auml;rungsbed&uuml;rftig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf wies die Klage mit Urteil vom 11.10.2019&nbsp;&#8211; 1&nbsp;K&nbsp;2693\/17&nbsp;U ab. Es entschied, die Kl&auml;gerin habe unter Einschaltung von Amazon als sog. Fulfillment-Dienstleister Lieferungen an deutsche Endkunden ausgef&uuml;hrt. Soweit die Ware von der Kl&auml;gerin zuvor in ein deutsches Logistikzentrum verbracht worden sei, sei die Lieferung an deutsche Kunden steuerpflichtig gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;6 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Leistungsempf&auml;nger sei der Endkunde. Der Kaufvertrag des Endkunden komme mit der Kl&auml;gerin zustande. Auch die &uuml;bermittelte Rechnung weise die Kl&auml;gerin als Verk&auml;uferin aus. Soweit die Kl&auml;gerin (zun&auml;chst) keine Kenntnis vom Zeitpunkt des Zustandekommens des Kaufvertrages und vom jeweiligen Vertragspartner habe, habe sie Amazon bevollm&auml;chtigt, mit Wirkung f&uuml;r und gegen sie Kaufvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en. Hierbei liege es in der Natur der Sache, dass der Vollmachtgeber unmittelbar keine Kenntnis von den tats&auml;chlich mit Wirkung f&uuml;r und gegen ihn geschlossenen Rechtsgesch&auml;ften habe. Im Rahmen der monatlichen Abrechnungen k&ouml;nne die Kl&auml;gerin jedoch die Details der Kaufvertr&auml;ge in ihrem bei Amazon online gef&uuml;hrten Abrechnungsbereich abrufen. Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus dem Amazon Services Europe Business Solutions Vertrag. Dieser sei nicht als schuldrechtlicher Kaufvertrag der Kl&auml;gerin mit Amazon &uuml;ber die von der Kl&auml;gerin in die Logistikzentren von Amazon verbrachten Waren anzusehen, sondern es handele sich um einen umfangreichen Dienstleistungsvertrag, aufgrund dessen Amazon im Namen der Kl&auml;gerin Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r diese abschlie&szlig;e, w&auml;hrend der Versand der Waren und das Inkasso durch Amazon in eigenem Namen, aber im Auftrag der Kl&auml;gerin erfolge. Die Leistungen von Amazon best&uuml;nden in der Einlagerung der Ware, der Versendung an die jeweilige Kundenadresse und ggf. in der Entgegennahme von Kunden-R&uuml;cksendungen. Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin nach dem Verbringen der Ware in ein Logistikzentrum von Amazon keinen unmittelbaren Einfluss mehr auf die Ware habe, f&uuml;hre nicht dazu, dass Amazon als Leistungsempf&auml;nger von Warenlieferungen anzusehen sei. Schuldrechtlicher Vertragspartner der Kl&auml;gerin sei stets der Endkunde, der lediglich &uuml;ber den Vertriebskanal, der von Amazon bereitgestellt werde, die Ware von der Kl&auml;gerin erwerbe. Dies &uuml;berlagere die fehlende unmittelbare Einwirkung auf die Ware, zumal von Amazon stets deutlich gemacht werde, dass Amazon die Dienstleistungen f&uuml;r den Auftraggeber erbringe. Entsprechend werde auch auf den Internetseiten von Amazon ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass der Verkauf durch die Kl&auml;gerin und nur der Versand durch Amazon erfolge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin Ware aus den Niederlanden in ein deutsches Logistikzentrum von Amazon verbracht habe, habe sie damit ein innergemeinschaftliches Verbringen verwirklicht. Dieses innergemeinschaftliche Verbringen in den Niederlanden sei dort gem&auml;&szlig; der dem deutschen &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;2 UStG vergleichbaren Vorschrift steuerfrei. In der Bundesrepublik Deutschland &#8211;Deutschland&#8211; (&sect;&nbsp;3d Satz&nbsp;1 UStG) finde ein innergemeinschaftlicher Erwerb (&sect;&nbsp;1a UStG) statt, bei dem die Kl&auml;gerin allerdings zum Vorsteuerabzug berechtigt sei (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG). Dies sei f&uuml;r die Kl&auml;gerin auch erkennbar gewesen, da unter F.15 des Amazon Services Europe Business Solutions Vertrages darauf hingewiesen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes ergebe sich im Ergebnis, soweit Waren der Kl&auml;gerin in ein Amazon Logistikzentrum in einem anderen Mitgliedstaat der EU verbracht worden seien. Denn die Lieferungen aus den anderen Mitgliedstaaten nach Deutschland seien aufgrund der Versandhandelsregelung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG ebenfalls in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig. Das Verbringen der Ware aus den Niederlanden in die anderen Mitgliedstaaten der EU habe zun&auml;chst zu einem innergemeinschaftlichen Verbringen in den Niederlanden mit sich daran anschlie&szlig;enden innergemeinschaftlichen Erwerben in den anderen Mitgliedstaaten der EU gef&uuml;hrt. Die Lieferungen der Waren an die deutschen Endkunden seien jedoch nicht in den anderen Mitgliedstaaten der EU steuerbar und steuerpflichtig, sondern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3c UStG in Deutschland. Die privaten Abnehmer der Kl&auml;gerin geh&ouml;rten zu dem in &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 UStG genannten Personenkreis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin keine Angaben zur Aufteilung der Ums&auml;tze gemacht, sondern nur den Gesamtumsatz beziffert habe, sei angesichts der H&ouml;he der Gesamtums&auml;tze trotz der gegenteiligen Behauptung der Kl&auml;gerin, davon auszugehen, dass die Lieferschwellen &uuml;berschritten wurden. Der Transport sei auch nicht durch die Abnehmer veranlasst worden, sondern sei nach dem Amazon Services Europe Business Solutions Vertrag im Auftrag der Kl&auml;gerin durch Amazon erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die H&ouml;he der Steuerfestsetzung sei nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision beantragt die Kl&auml;gerin, die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache sowie zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin Zulassungsgr&uuml;nde benannt hat, ist die Beschwerde unzul&auml;ssig, da es an Darlegungen i.S. des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) fehlt. Die Rechtssache hat au&szlig;erdem nicht offensichtlich eine grunds&auml;tzliche Bedeutung, da die Entscheidung des FG in Einklang mit der Auffassung in der Literatur steht und das vom FG gefundene Ergebnis sowohl durch den mit Wirkung zum 01.01.2021 eingef&uuml;gten Art.&nbsp;14a der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) als auch durch &sect;&nbsp;25e UStG best&auml;tigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache ist nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr&uuml;ndet, hat der Beschwerdef&uuml;hrer zur Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen eine hinreichend bestimmte, f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll. Hierzu ist schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darzulegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26.09.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;65\/17, BFH\/NV 2018, 240, Rz&nbsp;12&nbsp;f., m.w.N.). Insbesondere sind Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (vgl. BFH-Beschluss vom 01.03.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;51\/15, BFH\/NV 2016, 957, Rz&nbsp;8, m.w.N.). Allein der Vortrag, dass zu einer bestimmten Rechtsfrage noch keine Entscheidung des BFH vorliegt, rechtfertigt noch nicht die Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 12.06.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;71\/18, BFH\/NV 2019, 1329, Rz&nbsp;6, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Darlegungsanforderungen gen&uuml;gt die Beschwerde nicht. Die &#8211;weitgehend im Stile einer Revisionsbegr&uuml;ndung&#8211; abgefasste Beschwerdebegr&uuml;ndung enth&auml;lt bereits keine abstrakte Rechtsfrage, sondern Ausf&uuml;hrungen dazu, warum die Kl&auml;gerin meint, dass sie Lieferungen an Amazon und nicht an die deutschen Endkunden ausgef&uuml;hrt habe. Au&szlig;erdem geht die Kl&auml;gerin nicht auf &#8211;zu dem Problemkreis bereits vorliegende&#8211; Rechtsprechung (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 26.7.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;ZR&nbsp;20\/17, Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht 2018, 1059, Rz&nbsp;3, 20; s. dazu auch Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts M. Campos S&aacute;nchez-Bordona vom 28.11.2019 in der Rechtssache C-567\/18 Coty Germany GmbH gegen Amazon Services Europe S&agrave;rl, Amazon FC Graben GmbH, Amazon Europe Core S&agrave;rl, Amazon EU S&agrave;rl, EU:C:2019:1031, Rz&nbsp;56&nbsp;f., 60&nbsp;f.) und Literatur (z.B. Denker\/Trinks, Umsatz-Steuerberater &#8211;UStB&#8211; 2017, 54, 55&nbsp;f.; Hammerl\/Fietz, Neue Wirtschafts-Briefe 2017, 1753&nbsp;ff.) ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin h&auml;lt im Kern die Rechtsauffassung des FG f&uuml;r falsch und stellt die materielle Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Entscheidung in Frage. Dies vermag die Zulassung der Revision grunds&auml;tzlich nicht zu rechtfertigen (vgl. allgemein BFH-Beschl&uuml;sse vom 12.10.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;65\/18, BFH\/NV 2019, 129, Rz&nbsp;16; vom 13.03.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;97\/18, BFH\/NV 2019, 711, Rz&nbsp;9, s. auch unten unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Rechtssache hat auch nicht offensichtlich eine grunds&auml;tzliche Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar kann nach der Rechtsprechung des BFH von Darlegungen zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung abgesehen werden, wenn die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache offenkundig ist (vgl. BFH-Beschluss vom 09.05.1988&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;35\/87, BFHE 153, 378, BStBl II 1988, 725, Rz&nbsp;11; vom 19.10.1993&nbsp;&#8211; VII&nbsp;B&nbsp;154\/93, BFH\/NV 1994, 835, Rz&nbsp;9; vom 14.06.1996&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;197\/95, BFH\/NV 1996, 840, Rz&nbsp;2; vom 02.11.2004&nbsp;&#8211; X&nbsp;B&nbsp;59\/04, BFH\/NV 2005, 209, Rz&nbsp;19; vom 29.08.2007&nbsp;&#8211; IV&nbsp;B&nbsp;51\/06, juris, Rz&nbsp;1; Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;27). Offenkundigkeit wird angenommen, wenn eine Rechtsfrage seit l&auml;ngerer Zeit in der Literatur kontrovers diskutiert, vom BFH noch nicht gekl&auml;rt und f&uuml;r eine Vielzahl von Steuerpflichtigen von Bedeutung ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.06.1997&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;B&nbsp;72\/96, BFH\/NV 1997, 882, Rz&nbsp;5; vom 15.05.2007&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;166\/06, juris, Rz&nbsp;7; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;174). Aber auch bei offenkundiger grunds&auml;tzlicher Bedeutung ist zu fordern, dass der Beschwerdef&uuml;hrer die Rechtsfrage bezeichnet, die der Kl&auml;rung bedarf (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.11.1994&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;94\/94, juris, Rz&nbsp;2; vom 01.03.2007&nbsp;&#8211; VI&nbsp;B&nbsp;92\/06, BFH\/NV 2007, 1172, Rz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hieran fehlt es jedoch im Streitfall. Die Kl&auml;gerin hat bereits keine abstrakte Rechtsfrage aufgeworfen. Au&szlig;erdem wird eine solche abstrakte Rechtsfrage in der Literatur nicht kontrovers diskutiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) ein Unterfall des Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung ist, kommt die Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts aus denselben Gr&uuml;nden nicht in Frage (vgl. allgemein BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.12.2014&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;49\/14, BFH\/NV 2015, 363, Rz&nbsp;12; vom 24.07.2017&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2017, 1635, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ihr Begehren, die Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen, hat die Kl&auml;gerin ebenfalls nicht hinreichend begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Falls das Vorbringen der Kl&auml;gerin dahin zu verstehen sein sollte, dass sie vom Vorliegen einer Divergenz ausgeht, hat die Kl&auml;gerin keine tragenden abstrakten Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil einerseits und aus einer behaupteten Divergenzentscheidung andererseits herausgearbeitet und einander so gegen&uuml;ber gestellt, dass die behauptete Abweichung erkennbar wird (vgl. zu diesem Erfordernis BFH-Beschl&uuml;sse vom 05.07.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;17\/18, BFH\/NV 2018, 1139, Rz&nbsp;19&nbsp;f.; vom 13.03.2019&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;89\/18, BFH\/NV 2019, 945, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Begr&uuml;ndung die Behauptung zu entnehmen sein k&ouml;nnte, es liege ein schwerwiegender Rechtsanwendungsfehler des FG vor, hat die Kl&auml;gerin auch dies nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In der Beschwerdebegr&uuml;ndung muss bei Geltendmachung dieses Zulassungsgrundes substantiiert dargelegt werden, weshalb die Vorentscheidung unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist (vgl. BFH-Beschluss vom 14.08.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;2\/18, BFH\/NV 2019, 1, Rz&nbsp;18, m.w.N.). Darzulegen sind insbesondere der schwerwiegende Fehler, seine Offensichtlichkeit, seine Entscheidungserheblichkeit sowie seine Korrekturm&ouml;glichkeit im Revisionsverfahren (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.02.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;129\/17, BFH\/NV 2018, 641, Rz&nbsp;12; vom 26.04.2018&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;117\/17, BFH\/NV 2018, 953, Rz&nbsp;59).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Daran fehlt es hier. Mit den Angriffen der Kl&auml;gerin gegen die W&uuml;rdigung der Sach- und Rechtslage durch das FG wird kein zur Zulassung der Revision f&uuml;hrender besonders schwerer und offensichtlicher Fehler der Vorentscheidung geltend gemacht (vgl. allgemein BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.04.2016&nbsp;&#8211; XI&nbsp;B&nbsp;97\/15, BFH\/NV 2016, 1304, Rz&nbsp;25; in BFH\/NV 2018, 240, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Vorentscheidung ist au&szlig;erdem zutreffend. Sie stimmt in ihrer zivilrechtlichen Beurteilung mit der unter II.1.b zitierten Rechtsprechung des BGH und in ihrer umsatzsteuerrechtlichen Beurteilung mit der Auffassung in der Literatur &uuml;berein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r die Beurteilung des FG spricht au&szlig;erdem der mit Wirkung zum 01.01.2021 eingef&uuml;gte Art.&nbsp;14a MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;14a Abs.&nbsp;2 MwStSystRL i.d.F. der Richtlinie (EU) 2017\/2455 des Rates vom 05.12.2017 zur &Auml;nderung der Richtlinie 2006\/112\/EG und der Richtlinie 2009\/132\/EG in Bezug auf bestimmte mehrwertsteuerliche Pflichten f&uuml;r die Erbringung von Dienstleistungen und f&uuml;r Fernverk&auml;ufe von Gegenst&auml;nden (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union Nr.&nbsp;L&nbsp;348 vom 29.12.2017, S.&nbsp;7; s. dazu z.B. auch Kemper, Umsatzsteuer-Rundschau 2020, 56, 59) werden ab 01.01.2021 Steuerpflichtige, die die innergemeinschaftliche Lieferung von Gegenst&auml;nden durch einen nicht in der Gemeinschaft ans&auml;ssigen Steuerpflichtigen an eine nicht steuerpflichtige Person durch die Nutzung einer elektronischen Schnittstelle, beispielsweise eines Marktplatzes, einer Plattform, eines Portals oder &Auml;hnlichem, unterst&uuml;tzen, so behandelt, als ob sie diese Gegenst&auml;nde selbst erhalten und geliefert h&auml;tten. Zur Begr&uuml;ndung der Einf&uuml;hrung dieser fiktiven Lieferkommission ist im 7.&nbsp;Erw&auml;gungsgrund angef&uuml;hrt, dass ein Gro&szlig;teil der Fernverk&auml;ufe von Gegenst&auml;nden, die sowohl von einem Mitgliedstaat in einen anderen als auch aus Drittgebieten oder Drittl&auml;ndern in die Gemeinschaft erfolgen, durch die Nutzung einer elektronischen Schnittstelle, beispielsweise eines Marktplatzes, einer Plattform, eines Portals oder &Auml;hnlichem unterst&uuml;tzt wird, wobei h&auml;ufig auf Warenlager-Regelungen zur&uuml;ckgegriffen wird. Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnten bestimmen, dass eine andere Person als der Steuerschuldner der Mehrwertsteuer in solchen F&auml;llen gesamtschuldnerisch f&uuml;r die Zahlung der Mehrwertsteuer haften muss. Dies habe sich jedoch als unzureichend erwiesen, um eine wirksame und effiziente Erhebung der Mehrwertsteuer sicherzustellen. Zur Erreichung dieses Ziels und zur Verringerung des Verwaltungsaufwands f&uuml;r Verk&auml;ufer, Steuerverwaltungen und Erwerber sei es daher erforderlich, die Steuerpflichtigen, die Fernverk&auml;ufe von Gegenst&auml;nden durch die Nutzung einer solchen elektronischen Schnittstelle unterst&uuml;tzen, bei der Erhebung der Mehrwertsteuer auf diese Verk&auml;ufe einzubeziehen, indem vorgesehen wird, dass sie als die Personen gelten, die diese Verk&auml;ufe get&auml;tigt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies best&auml;tigt, dass auch aus Sicht des Richtliniengebers der Marktplatz-Betreiber nicht generell die Lieferung an den Endkunden ausf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Aus denselben Gr&uuml;nden spricht f&uuml;r die Beurteilung des FG auch &sect;&nbsp;25e UStG i.d.F. des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausf&auml;llen beim Handel mit Waren im Internet und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 11.12.2018 (BGBl I 2018, 2338). Damit werden seit 01.01.2019 zur Vermeidung von Umsatzsteuerausf&auml;llen die Betreiber eines elektronischen Marktplatzes f&uuml;r die nicht entrichtete Umsatzsteuer aus der Lieferung eines Unternehmers, die auf dem von ihm bereitgestellten Marktplatz rechtlich begr&uuml;ndet worden ist, unter den in &sect;&nbsp;25e UStG genannten weiteren Voraussetzungen in Haftung genommen (vgl. BTDrucks 19\/4455, S.&nbsp;27, 61&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Beschluss ergeht nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ohne weitere Begr&uuml;ndung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2020, XI B 113\/19ECLI:DE:BFH:2020:B.290420.XIB113.19.0 Umsatzsteuerrechtliche Beurteilung von Warenlieferungen im paneurop&auml;ischen Versand &uuml;ber die Internetplattform Amazon Leits&auml;tze Liefert ein Verk&auml;ufer Waren &uuml;ber die Internetseite der Amazon Services Europe s.a.r.l. (Amazon) im Rahmen des Modells &quot;Verkauf durch H&auml;ndler, Versand durch Amazon&quot; (auch &quot;fulfillment by amazon&quot; bzw. &quot;Paneurop&auml;ischer Versand durch Amazon&quot;), ist Leistungsempf&auml;nger der Warenlieferung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-113-19-umsatzsteuerrechtliche-beurteilung-von-warenlieferungen-im-paneuropaeischen-versand-ueber-die-internetplattform-amazon\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;113\/19 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Beurteilung von Warenlieferungen im paneurop&auml;ischen Versand &uuml;ber die Internetplattform Amazon<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-72397","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72397\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}