{"id":73303,"date":"2020-11-13T18:01:41","date_gmt":"2020-11-13T16:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=73303"},"modified":"2020-11-13T18:01:46","modified_gmt":"2020-11-13T16:01:46","slug":"aenderung-eines-grunderwerbsteuerbescheids-nach-kaufpreisherabsetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/aenderung-eines-grunderwerbsteuerbescheids-nach-kaufpreisherabsetzung\/","title":{"rendered":"\u00c4nderung eines Grunderwerbsteuerbescheids nach Kaufpreisherabsetzung"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Urteil vom 22. Juli 2020, II R 15\/18<\/h1>\n\n\n\n<p>ECLI:DE:BFH:2020:U.220720.IIR15.18.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH II. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>AO \u00a7 175 Abs 1 S 1 Nr 2 , GrEStG \u00a7 16 Abs 3 , GrEStG \u00a7 16 Abs 4 , AO \u00a7 175 Abs 1 S 2<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend FG M\u00fcnchen, 11. April 2018, Az: 4 K 103\/18<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Herabsetzung der Gegenleistung i.S. des \u00a7 16 Abs. 3 GrEStG erm\u00f6glicht keine \u00c4nderung der festgesetzten Grunderwerbsteuer als r\u00fcckwirkendes Ereignis nach \u00a7 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Revision der Kl\u00e4gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M\u00fcnchen vom 11.04.2018 &#8211; 4 K 103\/18 wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl\u00e4gerin zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tatbestand<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 07.08.2007 erwarb die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) Grundverm\u00f6gen zum Kaufpreis von 49.547.500&nbsp;\u20ac. Der Kaufpreis war am 31.08.2007 in voller H\u00f6he zur Zahlung f\u00e4llig. Au\u00dferdem verpflichtete sich die Kl\u00e4gerin, die aufgrund des vom Grundst\u00fccksverk\u00e4ufer mit einem Dritten abgeschlossenen Vorerwerbvertrages anfallende Grunderwerbsteuer in H\u00f6he von 1.452.500&nbsp;\u20ac zu bezahlen, sowie die dem Verk\u00e4ufer im Zusammenhang mit der Erstellung von Due-Diligence-Berichten entstehenden Kosten anteilig zu erstatten.<\/li><li>Der urspr\u00fcnglich unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung erlassene Grunderwerbsteuerbescheid vom 11.09.2007 wurde durch Bescheid vom 15.11.2007 ge\u00e4ndert. Mit diesem setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Grunderwerbsteuer gegen die Kl\u00e4gerin ausgehend von einer Gegenleistung von 51.084.795&nbsp;\u20ac (Kaufpreis in H\u00f6he von 49.547.500&nbsp;\u20ac, \u00fcbernommene Grunderwerbsteuer aus dem Vorerwerb in H\u00f6he von 1.452.500&nbsp;\u20ac und dem Verk\u00e4ufer erstattete Kosten einer Due-Diligence in H\u00f6he von 84.795&nbsp;\u20ac) auf 1.787.967&nbsp;\u20ac herauf. Der Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung wurde aufgehoben.<\/li><li>Am 24.02.2009 wurde ein notariell beurkundeter Vergleich zwischen der Kl\u00e4gerin und dem Verk\u00e4ufer geschlossen, aufgrund dessen 2.113.499,72&nbsp;\u20ac des Kaufpreises am 25. und 26.02.2009 an die Kl\u00e4gerin zur\u00fcckgezahlt wurden. Mit Schreiben vom 13.09.2012 beantragte die Kl\u00e4gerin eine \u00c4nderung des Grunderwerbsteuerbescheids vom 15.11.2007 nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO), da der Grundst\u00fcckskaufpreis nachtr\u00e4glich gemindert worden sei.<\/li><li>Das FA lehnte am 11.10.2012 den Antrag mangels Vorliegens eines r\u00fcckwirkenden Ereignisses i.S. des \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO ab. Einen Antrag auf \u00c4nderung des Grunderwerbsteuerbescheids gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) habe die Kl\u00e4gerin zu sp\u00e4t gestellt.<\/li><li>Der Einspruch (Einspruchsentscheidung vom 16.04.2013) und die Klage hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f\u00fchrte in seiner Begr\u00fcndung im Wesentlichen aus, dass der Abschluss des Vergleichs im Streitfall kein Ereignis mit steuerlicher Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit darstelle, da auch die Aus\u00fcbung des Gestaltungsrechts der Minderung kein Ereignis sei, das auf den Zeitpunkt des Grundst\u00fcckserwerbs zur\u00fcckwirke. Eine Ber\u00fccksichtigung dieser Vereinbarung mit Wirkung f\u00fcr die Zukunft h\u00e4tte nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG erfolgen k\u00f6nnen. Jedoch habe die Kl\u00e4gerin vers\u00e4umt, den erforderlichen Antrag auf Herabsetzung der Grunderwerbsteuer innerhalb der Festsetzungsfrist zu stellen. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2018, 1461 ver\u00f6ffentlicht.<\/li><li>Mit ihrer Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen Rechts (\u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO).<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<br \/>die Vorentscheidung und den Ablehnungsbescheid vom 11.10.2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 16.04.2013 aufzuheben und den Bescheid vom 15.11.2007 dahingehend zu \u00e4ndern, dass die Grunderwerbsteuer auf 1.713.995&nbsp;\u20ac herabgesetzt wird.<\/li><li>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Revision ist unbegr\u00fcndet und daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Kl\u00e4gerin keinen Anspruch auf \u00c4nderung des bestandskr\u00e4ftigen Grunderwerbsteuerbescheids vom 15.11.2007 hat. Ein solcher ergibt sich weder aus \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO noch aus \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 GrEStG.<\/li><li>1. Ein Steuerbescheid ist zu \u00e4ndern, soweit ein Ereignis eintritt, das steuerliche Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit hat (r\u00fcckwirkendes Ereignis; \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO).<\/li><li>a) Zu den r\u00fcckwirkenden Ereignissen z\u00e4hlen alle rechtlich bedeutsamen Vorg\u00e4nge, aber auch tats\u00e4chliche Lebensvorg\u00e4nge, die steuerrechtlich &#8211;ungeachtet der zivilrechtlichen Wirkungen&#8211; in der Weise R\u00fcckwirkung entfalten, dass nunmehr der ver\u00e4nderte anstelle des zuvor verwirklichten Sachverhalts der Besteuerung zugrunde zu legen ist (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.05.2016&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;39\/14, BFHE 255, 286, BStBl II 2017, 63, Rz&nbsp;18, m.w.N.). Ein nachtr\u00e4gliches Ereignis mit steuerrechtlicher R\u00fcckwirkung muss demgem\u00e4\u00df zu einer \u00c4nderung des Sachverhalts f\u00fchren, den die Finanzbeh\u00f6rde bei der Steuerfestsetzung zugrunde gelegt hat, und nicht nur zu einer ver\u00e4nderten (rechtlichen) Beurteilung des n\u00e4mlichen Sachverhalts (vgl. BFH-Urteile vom 17.05.2017&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;60\/15, BFH\/NV 2017, 1299, Rz&nbsp;17, und vom 12.03.2019&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;2\/18, BFH\/NV 2019, 1073, Rz&nbsp;22, jeweils m.w.N.).<\/li><li>Eine \u00c4nderung des nach dem Steuertatbestand rechtserheblichen Sachverhalts kann insbesondere dann zu einer r\u00fcckwirkenden \u00c4nderung steuerrechtlicher Rechtsfolgen f\u00fchren, wenn Steuertatbest\u00e4nde an einen einmaligen Vorgang ankn\u00fcpfen (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH vom 19.07.1993&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.1.d; BFH-Urteil vom 11.07.2019&nbsp;&#8211; II&nbsp;R&nbsp;36\/16, BFHE 265, 430, BStBl II 2020, 391, Rz&nbsp;24).<\/li><li>b) Ob einer nachtr\u00e4glichen \u00c4nderung eines Sachverhalts r\u00fcckwirkende steuerrechtliche Bedeutung zukommt, ob mithin eine solche \u00c4nderung dazu f\u00fchrt, dass bereits eingetretene steuerrechtliche Rechtsfolgen mit Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit sich \u00e4ndern oder vollst\u00e4ndig entfallen, bestimmt sich allein nach dem jeweils einschl\u00e4gigen materiellen Recht. Nach diesem ist zu beurteilen, ob zum einen eine \u00c4nderung des urspr\u00fcnglich gegebenen Sachverhalts den Steuertatbestand \u00fcberhaupt betrifft und ob dar\u00fcber hinaus der nach \u00a7&nbsp;38 AO bereits entstandene materielle Steueranspruch mit steuerrechtlicher R\u00fcckwirkung noch ge\u00e4ndert werden oder entfallen kann (BFH-Urteile in BFHE 255, 286, BStBl II 2017, 63, Rz&nbsp;18; in BFH\/NV 2017, 1299, Rz&nbsp;20; in BFH\/NV 2019, 1073, Rz&nbsp;22, und in BFHE 265, 430, BStBl II 2020, 391, Rz&nbsp;24, jeweils m.w.N.).<\/li><li>Der Umstand, dass einem Ereignis ertragssteuerrechtlich R\u00fcckwirkung zukommt, ist somit f\u00fcr Zwecke der Grunderwerbsteuer nicht ausschlaggebend (vgl. BFH-Beschluss vom 04.11.2019&nbsp;&#8211; II&nbsp;B&nbsp;48\/19, BFH\/NV 2020, 182, Rz&nbsp;13).<\/li><li>c) Die Herabsetzung der Gegenleistung i.S. des \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 GrEStG erm\u00f6glicht nach der insoweit zwingenden gesetzlichen Systematik keine \u00c4nderung nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO. Das folgt aus \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 GrEStG und \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO und entspricht dem Grundsatz, dass die steuerrechtliche Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit autonom f\u00fcr das jeweilige materielle Steuergesetz zu beurteilen ist (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2020, 182, Rz&nbsp;16).<\/li><li>aa) \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 GrEStG l\u00e4sst als spezialgesetzliche Korrekturvorschrift zu \u00a7&nbsp;1 GrEStG unter den dort n\u00e4her aufgef\u00fchrten Voraussetzungen auf Antrag die \u00c4nderung einer Steuerfestsetzung zu, wenn die Gegenleistung nach Entstehung der Steuer herabgesetzt wird. Eine nachtr\u00e4gliche Herabsetzung der Gegenleistung erlaubt aber nur dann eine \u00c4nderung der Steuerfestsetzung, wenn die Herabsetzung innerhalb von zwei Jahren seit der Entstehung der Steuer stattfindet (\u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG) oder wenn die Herabsetzung (Minderung) aufgrund des \u00a7&nbsp;437 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches vollzogen wird (\u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 GrEStG). Tritt ein Ereignis ein, das nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 GrEStG die Aufhebung oder \u00c4nderung einer Steuerfestsetzung begr\u00fcndet, endet die Festsetzungsfrist (\u00a7\u00a7&nbsp;169 bis 171 AO) insoweit nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem Eintritt des Ereignisses (\u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 GrEStG).<\/li><li>bb) W\u00e4re ein Ereignis, das nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 bis 3 GrEStG die Aufhebung oder \u00c4nderung einer Steuerfestsetzung begr\u00fcndet, namentlich die Herabsetzung der Gegenleistung, ein r\u00fcckwirkendes Ereignis i.S. des \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO, liefe \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 GrEStG ausnahmslos leer. Denn mit dem Ende des Kalenderjahres einer Kaufpreisherabsetzung i.S. des \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 GrEStG w\u00fcrde dann die vierj\u00e4hrige Festsetzungsverj\u00e4hrung nach \u00a7&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO erneut beginnen. Damit bed\u00fcrfte es des \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 GrEStG nicht, wonach die Festsetzungsfrist (\u00a7\u00a7&nbsp;169 bis 171 AO) lediglich nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem Eintritt des Ereignisses endet. Eine Auslegung, mit der eine gesetzliche Vorschrift jeglichen Anwendungsbereich verl\u00f6re, widerspr\u00e4che der gesetzlichen Systematik, kann von Gesetzes wegen nicht gewollt sein und w\u00e4re offenkundig unzutreffend (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2020, 182, Rz&nbsp;19).<\/li><li>d) Ausgehend von diesen Grunds\u00e4tzen hat das FG zu Recht ausgef\u00fchrt, dass im Streitfall eine \u00c4nderung des Grunderwerbsteuerbescheids vom 15.11.2007 nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO nicht m\u00f6glich war, da die Herabsetzung des Kaufpreises durch notariell beurkundeten Vergleich vom 24.02.2009 kein r\u00fcckwirkendes Ereignis i.S. dieser Vorschrift darstellt.<\/li><li>e) Die \u00c4nderung des Bescheids kann auch nicht auf \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 GrEStG gest\u00fctzt werden.<\/li><li>Unstreitig hat die Kl\u00e4gerin den f\u00fcr \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 GrEStG notwendigen Antrag nicht innerhalb der Festsetzungsfrist gestellt. Da der steuerpflichtige Erwerb im August 2007 erfolgte und dem FA angezeigt wurde, begann die vierj\u00e4hrige Festsetzungsfrist (vgl. \u00a7&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) nach \u00a7&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO mit Ablauf des Jahres 2007 zu laufen und endete mit Ablauf des 31.12.2011. Ein sp\u00e4terer Ablauf der Festsetzungsfrist ergibt sich auch nicht aus \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 GrEStG, da die Herabsetzung des Kaufpreises durch den notariell beurkundeten Vergleich am 24.02.2009 sowie die R\u00fcckzahlung des anteiligen Kaufpreises am 25. und 26.02.2009 erfolgten und die Jahresfrist noch innerhalb der regul\u00e4ren Festsetzungsfrist ablief. Der von der Kl\u00e4gerin am 13.09.2012 gestellte Antrag war &#8211;zwischen den Beteiligten unstreitig&#8211; versp\u00e4tet.<\/li><li>2. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urteil vom 22. Juli 2020, II R 15\/18 ECLI:DE:BFH:2020:U.220720.IIR15.18.0 BFH II. Senat AO \u00a7 175 Abs 1 S 1 Nr 2 , GrEStG \u00a7 16 Abs 3 , GrEStG \u00a7 16 Abs 4 , AO \u00a7 175 Abs 1 S 2 vorgehend FG M\u00fcnchen, 11. April 2018, Az: 4 K 103\/18 Leits\u00e4tze Die Herabsetzung der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/aenderung-eines-grunderwerbsteuerbescheids-nach-kaufpreisherabsetzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u00c4nderung eines Grunderwerbsteuerbescheids nach Kaufpreisherabsetzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-73303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73303"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73303\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}