{"id":73673,"date":"2021-04-06T12:43:28","date_gmt":"2021-04-06T10:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=73673"},"modified":"2021-04-06T12:43:28","modified_gmt":"2021-04-06T10:43:28","slug":"aufwendungen-fuer-einen-sog-schulhund-als-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/aufwendungen-fuer-einen-sog-schulhund-als-werbungskosten\/","title":{"rendered":"Aufwendungen f\u00fcr einen sog. Schulhund als Werbungskosten"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Urteil vom 14. Januar 2021, VI R 15\/19<\/h1>\n\n\n\n<p>ECLI:DE:BFH:2021:U.140121.VIR15.19.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH VI. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>EStG \u00a7 9 Abs 1 S 1 , EStG \u00a7 9 Abs 1 S 3 Nr 6 , EStG \u00a7 12 Nr 1 S 2 , EStG VZ 2014 , EStG VZ 2015 , EStG VZ 2016<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend FG M\u00fcnster, 14. M\u00e4rz 2019, Az: 10 K 2852\/18 E<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>1. Aufwendungen f\u00fcr einen sog. Schulhund k\u00f6nnen bis zu 50 % als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften einer Lehrerin aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit abgezogen werden. Ein h\u00e4lftiger Werbungskostenabzug ist nicht zu beanstanden, wenn der Hund innerhalb einer regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnft\u00e4gigen Unterrichtswoche arbeitst\u00e4glich in der Schule eingesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Die Aufwendungen f\u00fcr die Ausbildung eines Schulhundes zum Therapiehund sind regelm\u00e4\u00dfig in voller H\u00f6he beruflich veranlasst und damit als Werbungskosten abziehbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts M\u00fcnster vom 14.03.2019 &#8211; 10 K 2852\/18 E wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tatbestand<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob Aufwendungen f\u00fcr einen sog. &#8222;Schulhund&#8220; Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit sind.<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) ist als Lehrerin an der A-Schule in B t\u00e4tig. Auf der Schulkonferenz vom \u2026 2014 wurde der Beschluss gefasst, einen Therapiehund zur Umsetzung der tiergest\u00fctzten P\u00e4dagogik anzuschaffen. An der Schule war zuvor ein Konzept der tiergest\u00fctzten P\u00e4dagogik erarbeitet worden. Die Kl\u00e4gerin schaffte daraufhin mit Kaufvertrag vom \u2026 2014 die am \u2026 2014 geborene H\u00fcndin C zum Preise von 1.600&nbsp;\u20ac an. Im Rahmen des Schulhundprogramms wurde die H\u00fcndin C von der Kl\u00e4gerin insbesondere im Unterricht eingesetzt. Zu diesem Zweck nahm die Kl\u00e4gerin sie nahezu arbeitst\u00e4glich mit in die Schule.<\/li><li>In den Steuererkl\u00e4rungen f\u00fcr die Streitjahre (2014 bis 2016) machte die Kl\u00e4gerin Aufwendungen f\u00fcr den Hund als Werbungskosten geltend. Diese setzten sich zusammen aus einer Abschreibung f\u00fcr die Anschaffung des Hundes auf acht Jahre, Aufwendungen f\u00fcr eine Tierhaftpflichtversicherung, Futtermittel, Hundepflege, Tierarzt und den Besuch einer Hundeschule sowie f\u00fcr die Ausbildung als Therapiehund. Die Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2014 auf 871,49&nbsp;\u20ac, im Jahr 2015 auf 5.063,71&nbsp;\u20ac (davon 1.750&nbsp;\u20ac f\u00fcr die Ausbildung zum Therapiehund zuz\u00fcglich Fahrtkosten in H\u00f6he von 111,60&nbsp;\u20ac) und im Jahr 2016 auf 7.607,60&nbsp;\u20ac (davon 1.908&nbsp;\u20ac f\u00fcr die Ausbildung zum Therapiehund zuz\u00fcglich Fahrtkosten in H\u00f6he von 321,60&nbsp;\u20ac).<\/li><li>Der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte die Ber\u00fccksichtigung dieser Aufwendungen als Werbungskosten ab. Zur Begr\u00fcndung ihres hiergegen eingelegten Einspruchs legte die Kl\u00e4gerin eine Bescheinigung der Schule vor. Darin ist ausgef\u00fchrt, die Kl\u00e4gerin habe die H\u00fcndin C als Schulhund im \u2026 2014 erworben und zum Therapiehund ausgebildet. Erg\u00e4nzend legte die Kl\u00e4gerin den Ausbildungsvertrag zur Therapiehundeausbildung vom \u2026 2014 sowie das Konzept zur Tiergest\u00fctzten P\u00e4dagogik an der A-Schule B vor. Ferner verwies sie darauf, dass die Hundesteuerbefreiung, die sie erhalten habe, nicht erteilt worden w\u00e4re, wenn die H\u00fcndin C nicht nachweislich zu dem angegebenen Zweck eingesetzt worden w\u00e4re.<\/li><li>Das FA wies den Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/li><li>Das Finanzgericht (FG) gab der hiergegen erhobenen Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2019, 886 ver\u00f6ffentlichten Gr\u00fcnden teilweise statt. Es ber\u00fccksichtigte die Kosten f\u00fcr die Ausbildung zum Therapiehund in voller H\u00f6he und die \u00fcbrigen Aufwendungen zu einem Drittel als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften der Kl\u00e4gerin aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit.<\/li><li>Mit der Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/li><li>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG M\u00fcnster vom 14.03.2019&nbsp;&#8211; 10&nbsp;K&nbsp;2852\/18&nbsp;E aufzuheben und die Klage insgesamt abzuweisen.<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin hat keinen Antrag gestellt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Revision des FA ist unbegr\u00fcndet und daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Aufwendungen der Kl\u00e4gerin f\u00fcr die H\u00fcndin C zu Recht teilweise als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften der Kl\u00e4gerin aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit ber\u00fccksichtigt.<\/li><li>1. Werbungskosten sind alle Aufwendungen, die durch den Beruf des Steuerpflichtigen veranlasst sind (z.B. Senatsurteil vom 23.03.2001&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;175\/99, BFHE 195, 225, BStBl II 2001, 585). Eine solche Veranlassung liegt vor, wenn ein objektiver Zusammenhang mit dem Beruf besteht und wenn die Aufwendungen subjektiv zur F\u00f6rderung des Berufs get\u00e4tigt werden (Senatsurteile vom 17.12.2002&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;137\/01, BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407, und vom 19.01.2017&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;37\/15, BFHE 257, 58, BStBl II 2017, 526, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/li><li>a) Ergibt die Pr\u00fcfung, dass Aufwendungen nicht oder in nur unbedeutendem Ma\u00dfe auf privaten, der Lebensf\u00fchrung des Steuerpflichtigen zuzurechnenden Umst\u00e4nden beruhen, so sind sie grunds\u00e4tzlich als Werbungskosten abzuziehen. Beruhen die Aufwendungen hingegen nicht oder in nur unbedeutendem Ma\u00dfe auf beruflichen Umst\u00e4nden, so sind sie nicht abziehbar (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.09.2009&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).<\/li><li>Ist der erwerbsbezogene Anteil nicht von untergeordneter Bedeutung, kann eine Aufteilung und ein Abzug des beruflich veranlassten Teils der Aufwendungen in Betracht kommen, sofern der den Beruf f\u00f6rdernde Teil der Aufwendungen sich nach objektiven Ma\u00dfst\u00e4ben zutreffend und in leicht nachpr\u00fcfbarer Weise abgrenzen l\u00e4sst (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672; Senatsbeschluss vom 24.09.2013&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;35\/11; Senatsurteile vom 08.07.2015&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;46\/14, BFHE 250, 392, BStBl II 2015, 1013, und vom 16.01.2019&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;24\/16, BFHE 263, 449, BStBl II 2019, 376). Bestehen keine Zweifel daran, dass ein abgrenzbarer Teil der Aufwendungen beruflich veranlasst ist, bereitet seine Quantifizierung aber Schwierigkeiten, so ist dieser Anteil unter Ber\u00fccksichtigung aller ma\u00dfgeblichen Umst\u00e4nde zu sch\u00e4tzen (\u00a7&nbsp;162 der Abgabenordnung, \u00a7&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO; Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).<\/li><li>b) Zu den Werbungskosten geh\u00f6ren auch Aufwendungen f\u00fcr Arbeitsmittel (\u00a7&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Arbeitsmittel sind alle Wirtschaftsg\u00fcter, die ausschlie\u00dflich oder doch nahezu ausschlie\u00dflich und unmittelbar zur Erledigung der dienstlichen Aufgaben dienen (Senatsurteile vom 23.10.1992&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;31\/92, BFHE 169, 350, BStBl II 1993, 193, und vom 08.11.1996&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;22\/96, BFH\/NV 1997, 341; Senatsbeschluss vom 30.06.2010&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45).<\/li><li>Bei Gegenst\u00e4nden, die auch im Rahmen der allgemeinen Lebensf\u00fchrung (\u00a7&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG) genutzt werden k\u00f6nnen, ist f\u00fcr die Einordnung als Arbeitsmittel der tats\u00e4chliche Verwendungszweck im Einzelfall entscheidend (Senatsurteile vom 19.02.2004&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;135\/01, BFHE 205, 220, BStBl II 2004, 958; vom 20.07.2005&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;50\/03, BFH\/NV 2005, 2185, und vom 20.05.2010&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;53\/09, BFHE 230, 317, BStBl II 2011, 723). Die G\u00fcter m\u00fcssen ausschlie\u00dflich oder zumindest weitaus \u00fcberwiegend beruflich zur Einnahmeerzielung genutzt werden. Eine geringf\u00fcgige private Mitnutzung ist unsch\u00e4dlich (Senatsurteil vom 21.10.1988&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;18\/86, BFHE 155, 310, BStBl II 1989, 356). Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist unter W\u00fcrdigung aller Umst\u00e4nde nach der tats\u00e4chlichen Zweckbestimmung, d.h. nach der Funktion des Wirtschaftsguts im Einzelfall, festzustellen (Senatsentscheidungen in BFHE 155, 310, BStBl II 1989, 356, und in BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45).<\/li><li>Diese Grunds\u00e4tze gelten auch f\u00fcr die Nutzung von Tieren (vgl. \u00a7&nbsp;90a des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs; Senatsurteil vom 10.09.1990&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;101\/86, BFH\/NV 1991, 234; Senatsbeschluss in BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45). Dient ein Hund neben beruflichen in nicht unerheblichem Umfang auch privaten Zwecken, handelt es sich nicht um ein Arbeitsmittel. Dies gilt auch, falls der Anlass f\u00fcr die Anschaffung im beruflichen Bereich gelegen haben sollte und er nicht angeschafft worden w\u00e4re, wenn nur eine private Nutzung beabsichtigt gewesen w\u00e4re. Liegt keine ausschlie\u00dfliche oder weitaus \u00fcberwiegende berufliche Nutzung vor, ist auch unbeachtlich, ob die berufliche Nutzung besonders erfolgreich ist (Senatsurteil in BFH\/NV 1991, 234; s.a. Senatsurteil vom 29.01.1960&nbsp;&#8211; VI&nbsp;9\/59&nbsp;U, BFHE 70, 435, BStBl III 1960, 163).<\/li><li>2. Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben h\u00e4lt die Vorentscheidung einer revisionsrechtlichen \u00dcberpr\u00fcfung stand.<\/li><li>a) Ausgehend von den angef\u00fchrten Rechtsgrunds\u00e4tzen ist die W\u00fcrdigung des FG, wonach ein Drittel der Aufwendungen f\u00fcr den Hund, bestehend aus einer zeitanteiligen Absetzung der Anschaffungskosten, Futter, Pflege, Tierhalterhaftpflichtversicherung, Tierarzt und Besuch der Hundeschule, beruflich veranlasst sei, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/li><li>Bei der H\u00fcndin C handelt es sich um ein Haustier, das in den Streitjahren mit im Haushalt der Kl\u00e4gerin lebte und &#8211;wie das FG bindend (\u00a7&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) festgestellt hat&#8211; nicht nahezu ausschlie\u00dflich beruflich, sondern in nicht unerheblichem Umfang auch privat Verwendung fand. Entsprechend hat das FG die H\u00fcndin C zu Recht nicht als Arbeitsmittel der Kl\u00e4gerin i.S. des \u00a7&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 EStG angesehen.<\/li><li>Nach den Feststellungen der Vorinstanz nutzte die Kl\u00e4gerin den Hund aber auch beruflich, indem sie ihn an ihren Unterrichtstagen, mithin nahezu arbeitst\u00e4glich, im Rahmen des Schulhundkonzepts in der Schule einsetzte. Angesichts des Umfangs von regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnf Arbeitstagen pro Woche war die berufliche Nutzung des Hundes nicht von untergeordneter Bedeutung. Da die berufliche Verwendung des Hundes in der Regel anhand der Unterrichtstage bemessen werden kann und damit nach objektiven Ma\u00dfst\u00e4ben in nachpr\u00fcfbarer Weise abgrenzbar ist, waren die Aufwendungen f\u00fcr die Haltung des Hundes aufzuteilen. Die durch das FG vorgenommene Sch\u00e4tzung des beruflichen Anteils der angefallenen Aufwendungen mit einem Drittel ist nach den Gegebenheiten des Streitfalls revisionsrechtlich keinesfalls zu beanstanden. Vielmehr erscheint es nach Auffassung des Senats vertretbar, bei einer erheblichen beruflichen Nutzung eines Schulhundes bis zu 50&nbsp;% der Aufwendungen f\u00fcr das Tier zum Werbungskostenabzug zuzulassen. Aus Vereinfachungsgr\u00fcnden ist ein h\u00e4lftiger Werbungskostenabzug jedenfalls nicht zu beanstanden, wenn der Hund innerhalb einer regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnft\u00e4gigen Unterrichtswoche arbeitst\u00e4glich in der Schule eingesetzt wird.<\/li><li>b) Ebenso h\u00e4lt die W\u00fcrdigung des FG, die Aufwendungen der Kl\u00e4gerin f\u00fcr die Ausbildung der H\u00fcndin C zum Therapiehund seien ausschlie\u00dflich beruflich veranlasst, einer revisionsrechtlichen \u00dcberpr\u00fcfung stand. Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass eine private Veranlassung insoweit nicht ersichtlich ist. Anders als der Besuch einer allgemeinen Hundeschule, diente die Therapiehundeausbildung nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (\u00a7&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) dem Erlernen spezieller F\u00e4higkeiten, um die H\u00fcndin C im Rahmen des Konzepts des tiergest\u00fctzten Unterrichts einzusetzen.<\/li><li>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urteil vom 14. Januar 2021, VI R 15\/19 ECLI:DE:BFH:2021:U.140121.VIR15.19.0 BFH VI. Senat EStG \u00a7 9 Abs 1 S 1 , EStG \u00a7 9 Abs 1 S 3 Nr 6 , EStG \u00a7 12 Nr 1 S 2 , EStG VZ 2014 , EStG VZ 2015 , EStG VZ 2016 vorgehend FG M\u00fcnster, 14. 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