{"id":75836,"date":"2023-05-20T10:24:30","date_gmt":"2023-05-20T08:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=75836"},"modified":"2023-05-20T10:24:30","modified_gmt":"2023-05-20T08:24:30","slug":"nichtzulassungsbeschwerde-zulassung-zur-fortbildung-des-rechts-anforderungen-an-die-begruendung-bfh-beschluss-vom-03-mai-2023-ix-b-10-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/nichtzulassungsbeschwerde-zulassung-zur-fortbildung-des-rechts-anforderungen-an-die-begruendung-bfh-beschluss-vom-03-mai-2023-ix-b-10-22\/","title":{"rendered":"Nichtzulassungsbeschwerde: Zulassung zur Fortbildung des Rechts; Anforderungen an die Begr\u00fcndung &#8211; BFH-Beschluss vom 03. Mai 2023, IX B 10\/22"},"content":{"rendered":"\n<p>ECLI:DE:BFH:2023:B.030523.IXB10.22.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH IX. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>FGO \u00a7 115 Abs 2 Nr 2 Alt 1, FGO \u00a7 116 Abs 3 S 3<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend FG D\u00fcsseldorf, 02. Dezember 2021, Az: 15 K 1653\/20 E<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>NV: Die Darlegung des Zulassungsgrunds der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts verlangt substantiierte Ausf\u00fchrungen zur Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit einer hinreichend bestimmten \u2011\u2011abstrakt beantwortbaren\u2011\u2011 Rechtsfrage, die im konkreten Rechtsfall voraussichtlich kl\u00e4rbar\/kl\u00e4rungsf\u00e4hig (entscheidungserheblich) ist und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Beschwerde des Kl\u00e4gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts D\u00fcsseldorf vom 02.12.2021 &#8211; 15 K 1653\/20 E wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl\u00e4ger zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul\u00e4ssig.<\/li><li>Das Vorbringen des Kl\u00e4gers und Beschwerdef\u00fchrers (Kl\u00e4ger), der sich auf den Revisionszulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung \u2011\u2011FGO\u2011\u2011) beruft, gen\u00fcgt nicht den gesetzlichen Anforderungen des \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO.<\/li><li>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO hat der Beschwerdef\u00fchrer im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde die Voraussetzungen der von ihm geltend gemachten Zulassungsgr\u00fcnde aus dem Katalog des \u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 bis 3 FGO darzulegen. Die Darlegung des Zulassungsgrunds der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts verlangt substantiierte Ausf\u00fchrungen zur Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit einer hinreichend bestimmten \u2011\u2011abstrakt beantwortbaren\u2011\u2011 Rechtsfrage, die im konkreten Rechtsfall voraussichtlich kl\u00e4rbar\/kl\u00e4rungsf\u00e4hig (entscheidungserheblich) ist und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Hierzu muss sich der Beschwerdef\u00fchrer mit der einschl\u00e4gigen Rechtsprechung, insbesondere des BFH, sowie den \u00c4u\u00dferungen im Schrifttum auseinandersetzen. Dabei sind Ausf\u00fchrungen erforderlich, aus denen sich ergibt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr\u00fcnden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 23.10.2019&nbsp;&#8211; IX&nbsp;B&nbsp;54\/19, BFH\/NV 2020, 219, Rz&nbsp;4; Gr\u00e4ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9.&nbsp;Aufl., \u00a7&nbsp;116 Rz&nbsp;38).<\/li><li>2. Diesen Anforderungen gen\u00fcgt die Nichtzulassungsbeschwerde nicht. Der Kl\u00e4ger legt nicht dar, dass die im vorliegenden Verfahren streitige Frage der Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht bei \u00fcber mehr als zehn Jahre andauernden Bauma\u00dfnahmen zweifelhaft oder umstritten ist. Es fehlt jegliche Auseinandersetzung mit der einschl\u00e4gigen Rechtsprechung sowie \u00c4u\u00dferungen im Schrifttum. Insbesondere setzt sich der Kl\u00e4ger nicht mit der BFH-Entscheidung vom 31.01.2017&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;17\/16 (BFHE 257, 85, BStBl II 2017, 633) auseinander. Danach ist bei einem langj\u00e4hrigen Leerstand und fehlender Betriebsbereitschaft einer Immobilie es nicht zu beanstanden, wenn das Finanzgericht nach einer Gesamtw\u00fcrdigung aller Tatsachen vom Fehlen der Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht ausgeht. Vielmehr wendet sich der Kl\u00e4ger in seiner Beschwerdebegr\u00fcndung gegen die materielle Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung. Die R\u00fcge fehlerhafter Rechtsanwendung vermag die Zulassung der Revision gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO grunds\u00e4tzlich nicht zu begr\u00fcnden.<\/li><li>3. Von einer Darstellung des Sachverhalts und einer weiter gehenden Begr\u00fcndung wird gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/li><li>4. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECLI:DE:BFH:2023:B.030523.IXB10.22.0 BFH IX. 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