{"id":7616,"date":"2012-12-02T16:12:20","date_gmt":"2012-12-02T14:12:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7616"},"modified":"2012-12-02T16:12:20","modified_gmt":"2012-12-02T14:12:20","slug":"x-b-64-09-nachzahlungszinsen-trotz-einkommensbesteuerung-gezogener-zinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-64-09-nachzahlungszinsen-trotz-einkommensbesteuerung-gezogener-zinsen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;64\/09 &#8211; Nachzahlungszinsen trotz Einkommensbesteuerung gezogener Zinsen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.1.2010, X B 64\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Nachzahlungszinsen trotz Einkommensbesteuerung gezogener Zinsen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren die Zulassung der Revision gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) Nachzahlungszinsen von 6 % f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig erachtet und einen Billigkeitserlass abgelehnt hat, obwohl die Kl&auml;ger die mit Hilfe des Nachzahlungsbetrages erwirtschafteten Zinsen bereits versteuert haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Grund der &Auml;nderung eines Feststellungsbescheids hatte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) im Jahre 2007 den Einkommensteuerbescheid 1994 ge&auml;ndert. Hieraus folgten eine Einkommensteuernachzahlung von 20.954,78 EUR und &#8211;rechnerisch unstreitig&#8211; Zinsen nach &sect; 233a i.V.m. &sect; 238 der Abgabenordnung (AO) von 13.722 EUR. Die Kl&auml;ger haben im Einspruchs- und Klageverfahren erfolglos vorgetragen, sie h&auml;tten das Kapital, das sie zun&auml;chst wegen der niedrigeren Einkommensteuerfestsetzung nicht abf&uuml;hren mussten, zinsbringend angelegt und die Zinsen versteuert. Zumindest in dieser H&ouml;he sei der Verm&ouml;gensvorteil bereits abgesch&ouml;pft. Die weitere Verzinsung stelle eine Doppelbelastung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Nichtzulassungsbeschwerde machen die Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) sowie ein Bed&uuml;rfnis nach Fortbildung des Rechts nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO geltend. Es sei kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob es die verfassungskonforme Auslegung des &sect; 233a AO gebiete, bei der Festsetzung von Nachzahlungszinsen weitergehende Steuerzahlungen mindernd zu ber&uuml;cksichtigen, die bereits als Einkommensteuer auf aus dem Nachzahlungsbetrag herr&uuml;hrende Eink&uuml;nfte festgesetzt und entrichtet worden seien, hilfsweise, ob festgesetzte Nachzahlungszinsen deshalb zumindest teilweise aus sachlichen Billigkeitsgr&uuml;nden zu erlassen seien, weil die in der vorbezeichneten Fallkonstellation entrichteten (zus&auml;tzlichen) Einkommensteuern sowohl den Liquidit&auml;tsvorteil bei dem Steuerpflichtigen als auch den Zinsnachteil beim Fiskus h&auml;tten entfallen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die von den Kl&auml;gern aufgeworfenen Rechtsfragen besitzen keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage fehlt, wenn sie bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt oder aus anderen Gr&uuml;nden eindeutig ist oder wenn die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat (vgl. u.a. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27. Januar 2006 II B 6\/05, BFH\/NV 2006, 908, sowie Senatsbeschluss vom 16. Januar 2007 X B 38\/06, BFH\/NV 2007, 757). So verh&auml;lt es sich hier sowohl hinsichtlich der Zinsfestsetzung als auch hinsichtlich des Billigkeitserlasses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Rechtsfortbildungsrevision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 Alternative 1 FGO ein Spezialfall der Grundsatzrevision ist (vgl. BFH-Beschluss vom 19. April 2007 III B 36\/06, BFH\/NV 2007, 1518), kommt diese aus demselben Grunde nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die streitige Verzinsung entspricht dem Gesetz und ist von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger f&uuml;hren zu Recht aus, dass die in &sect; 233a AO angeordnete Verzinsung in typisierender Weise allein an die objektive M&ouml;glichkeit ankn&uuml;pft, dass Zinsvorteile entstehen. Ob der Steuerpflichtige tats&auml;chlich Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteile erlangt hat, ist prinzipiell unerheblich (vgl. Senatsurteil vom 20. September 1995 X R 86\/94, BFHE 178, 555, BStBl II 1996, 53; BFH-Urteile vom 11. Juli 1996 V R 18\/95, BFHE 180, 524, BStBl II 1997, 259; vom 23. Oktober 2003 V R 2\/02, BFHE 203, 410, BStBl II 2004, 39, sowie Senatsbeschluss vom 30. Oktober 2001 X B 147\/01, BFH\/NV 2002, 505, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nicht einschl&auml;gig ist die in &sect; 233a Abs. 2a AO vorgesehene Ausnahme f&uuml;r die auf ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis oder einen Verlustabzug zur&uuml;ckzuf&uuml;hrende Steuerfestsetzung, mit der der Gesetzgeber dem Umstand Rechnung getragen hat, dass in bestimmten F&auml;llen kein Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteil entstanden ist und auch nicht entstehen konnte (vgl. dazu BFH-Urteil vom 2. Juli 1997 I R 25\/96, BFHE 183, 33, BStBl II 1997, 714, unter II. 2. a bis c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine ge&auml;nderte Steuerfestsetzung auf Grund der &Auml;nderung eines Grundlagenbescheids ist damit nicht vergleichbar. Sie entspricht, soweit es darum geht, Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteile zu nutzen, der &Auml;nderung eines Steuerbescheids auf Grund neuer Erkenntnisse &uuml;ber Besteuerungsgrundlagen, was dadurch best&auml;tigt wird, dass die Kl&auml;ger unstreitig solche Vorteile gezogen haben. Folgerichtig erfasst &sect; 233a Abs. 2a AO die &Auml;nderung eines Steuerbescheids nach &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist die Existenz von Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteilen dem Grunde nach f&uuml;r die Zinsfestsetzung unerheblich, so bedeutet das notwendig, dass auch die H&ouml;he etwaiger Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteile unerheblich ist (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2002, 505).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folgerichtig ist dann, dass auch das weitere Schicksal dieser Vorteile, namentlich die Frage, inwieweit sie wirtschaftlich dem Steuerpflichtigen verbleiben, f&uuml;r den Zinsfu&szlig; unerheblich ist. Es kommt damit auch nicht darauf an, ob und in welcher H&ouml;he auf die Fruchtziehung Einkommensteuer zu entrichten ist und entrichtet wurde. Die Einkommensteuer, die der Steuerpflichtige auf seine etwaigen Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteile entrichtet, ist neben Art und Umfang der gezogenen Fr&uuml;chte (etwa dem erzielten effektiven Kapitalzins) einer von mehreren Faktoren, die die H&ouml;he dieser Zins- und Liquidit&auml;tsvorteile beeinflussen. Als ein solcher Faktor ist sie f&uuml;r den Zinsfu&szlig; nach &sect; 238 Abs. 1 Satz 1 AO ebenso unerheblich wie alle anderen die Liquidit&auml;tsvorteile beeinflussenden Faktoren, auch wenn es sich um eine Steuer handelt. Die Einkommensteuer hat andere Voraussetzungen als die Verzinsung nach &sect; 233a AO und verfolgt andere Zwecke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Verrechnung der auf die Fr&uuml;chte entrichteten Einkommensteuerbestandteile mit den Zinsen nach &sect; 233a AO w&auml;re in der Sache daher, wie das FG zutreffend erkannt hat, eine unzul&auml;ssige Ber&uuml;cksichtigung der im Einzelfall erzielten Zins- oder Liquidit&auml;tsvorteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es w&auml;re im &Uuml;brigen widerspr&uuml;chlich, wenn auf der einen Seite der Steuerpflichtige, der aus dem w&auml;hrend des Zinslaufs vorhandenen Liquidit&auml;tsvorteil keine oder nur geringe Fr&uuml;chte gezogen hat, 6 % Zinsen p.a. nach &sect; 233a AO zahlen m&uuml;sste &#8211;was nach dem Gesetz zweifelsfrei ist und was auch die Kl&auml;ger nicht bestreiten&#8211;, w&auml;hrend auf der anderen Seite der Steuerpflichtige, der in den Genuss von Fr&uuml;chten gekommen ist und selbst nach Entrichtung von Einkommensteuer unter Anwendung des Spitzensteuersatzes diese teilweise beh&auml;lt, der Zinspflicht nach &sect; 233a AO ganz oder teilweise entgehen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat hat keine Zweifel, dass &sect; 233a AO mit der darin angelegten Typisierung verfassungsgem&auml;&szlig; ist. Er sieht keinen Anlass zu einem von Wortlaut und Sinn und Zweck der Vorschrift abweichenden Verst&auml;ndnis und daher auch unter verfassungsrechtlichen Aspekten keine zu kl&auml;rende Grundsatzfrage. Die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Verzinsungsregelung des &sect; 233a AO wurde erst k&uuml;rzlich vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erneut best&auml;tigt (siehe Beschluss vom 3. September 2009 1 BvR 2539\/07, BFH\/NV 2009, 2115).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;ger eine &#8211;wohl mit Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes nicht vereinbare&#8211; Ungleichbehandlung darin sehen, dass der Fiskus unbegrenzt Vorteile des Steuerschuldners absch&ouml;pfen k&ouml;nne, w&auml;hrend er selbst unabh&auml;ngig von seinem Vorteil oder dem Verlust des Steuerschuldners h&ouml;chstens 6 % Zinsen zahlen m&uuml;sse, ist diese Annahme teils unzutreffend, teils unerheblich. Unzutreffend ist sie insoweit, als der in &sect; 238 Abs. 1 Satz 1 AO vorgeschriebene Zinsfu&szlig; gerade gleicherma&szlig;en typisierend f&uuml;r und gegen den Steuerpflichtigen wie den Steuergl&auml;ubiger gilt. Unerheblich ist sie insoweit, als der Steuergl&auml;ubiger davon unabh&auml;ngig Einkommensteuer erheben kann. Nach &sect; 3 Abs. 1 AO sind Steuern bestimmte Geldleistungen an &ouml;ffentlich-rechtliche Gemeinwesen. Die unterschiedliche Behandlung des Steuerschuldners und des Steuergl&auml;ubigers liegt folglich in der Natur der Sache.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Aus den unter 1. ausgef&uuml;hrten Gr&uuml;nden entsprechen die Ausf&uuml;hrungen des FG zu der Frage des Erlasses wegen sachlicher Unbilligkeit ebenso dem geltenden Recht. Die Zinsfestsetzung entspricht der gesetzgeberischen Wertung und Typisierung (siehe dazu auch Beschluss des BVerfG in BFH\/NV 2009, 2115).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Festgesetzte Nachzahlungszinsen sind erst dann wegen sachlicher Unbilligkeit zu erlassen, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Steuerpflichtige durch die versp&auml;tete Steuerfestsetzung keinen Vorteil erlangt hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 180, 524, BStBl II 1997, 259, sowie Senatsbeschluss in BFH\/NV 2002, 505). Da vorliegend feststeht, dass die Kl&auml;ger solche Vorteile erlangt haben, ist die Zinsfestsetzung nicht sachlich unbillig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.1.2010, X B 64\/09 Nachzahlungszinsen trotz Einkommensbesteuerung gezogener Zinsen Tatbestand 1&nbsp; I. 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