{"id":76446,"date":"2024-01-13T16:18:11","date_gmt":"2024-01-13T14:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=76446"},"modified":"2024-01-13T16:18:11","modified_gmt":"2024-01-13T14:18:11","slug":"versteuerung-von-earn-out-zahlungen-im-zusammenhang-mit-der-veraeusserung-eines-mitunternehmeranteils-bfh-urteil-vom-09-november-2023-iv-r-9-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/versteuerung-von-earn-out-zahlungen-im-zusammenhang-mit-der-veraeusserung-eines-mitunternehmeranteils-bfh-urteil-vom-09-november-2023-iv-r-9-21\/","title":{"rendered":"Versteuerung von &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; im Zusammenhang mit der Ver\u00e4u\u00dferung eines Mitunternehmeranteils &#8211; BFH-Urteil vom 09. November 2023, IV R 9\/21"},"content":{"rendered":"\n<p>ECLI:DE:BFH:2023:U.091123.IVR9.21.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH IV. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>EStG \u00a7 2 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG \u00a7 16 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG \u00a7 24 Nr 2, EStG \u00a7 16 Abs 2 S 1, AO \u00a7 175 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG VZ 2010 , BGB \u00a7 158 Abs 1, HGB \u00a7 252 Abs 1 Nr 4 Halbs 2<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend Finanzgericht Rheinland-Pfalz , 30. M\u00e4rz 2021, Az: 5 K 2442\/17<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>1. NV: Im Fall der Ver\u00e4u\u00dferung eines Mitunternehmeranteils sind neben dem Festkaufpreis zu leistende gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngige Kaufpreisbestandteile erst im Zeitpunkt des Zuflusses als nachtr\u00e4gliche Betriebseinnahmen zu versteuern. Sie erh\u00f6hen den im Jahr der Ver\u00e4u\u00dferung entstandenen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn nach \u00a7 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes nicht (Best\u00e4tigung der Rechtsprechung).<\/p>\n\n\n\n<p>2. NV: Dies gilt auch f\u00fcr sogenannte Earn-Out-Klauseln, bei denen das Entstehen der sich hieraus ergebenden variablen Kaufpreisbestandteile sowohl dem Grunde als auch der H\u00f6he nach ungewiss ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 30.03.2021 &#8211; 5 K 2442\/17 wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die au\u00dfergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tatbestand<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Streitig ist die steuerliche Behandlung variabler Kaufpreisbestandteile (sogenannte Earn-Out-Zahlungen) im Zusammenhang mit der Ver\u00e4u\u00dferung eines Mitunternehmeranteils nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) ist eine Personengesellschaft in der Rechtsform der GmbH &amp; Co. KG. Pers\u00f6nlich haftende Gesellschafterin der Kl\u00e4gerin ist die M&nbsp;GmbH, die am Verm\u00f6gen der Kl\u00e4gerin nicht beteiligt ist. Alleinige Kommanditistin war die Beigeladene, die zugleich 100&nbsp;% der Anteile an der M&nbsp;GmbH hielt. Diese Anteile waren dem Sonderbetriebsverm\u00f6gen der Beigeladenen bei der Kl\u00e4gerin zugeordnet.<\/li><li>Mit notariellem Vertrag vom xx.10.2010 ver\u00e4u\u00dferte die Beigeladene ihren Kommanditanteil an der Kl\u00e4gerin sowie s\u00e4mtliche Gesch\u00e4ftsanteile an der M&nbsp;GmbH an die R&nbsp;GmbH. Der Verkauf erfolgte mit der Ma\u00dfgabe, dass der Kommanditanteil im Wege der Sonderrechtsnachfolge mit schuldrechtlicher Wirkung zum Ablauf des 30.06.2010 (&#8222;\u00dcbertragungsstichtag&#8220;) auf die K\u00e4uferin \u00fcbergehen sollte. Die dingliche \u00dcbertragung des Kommanditanteils war aufschiebend bedingt durch die Zahlung des Kaufpreises und die Eintragung der K\u00e4uferin als Kommanditistin im Wege der Sonderrechtsnachfolge in das Handelsregister. Die Ver\u00e4u\u00dferung der Anteile an der Komplement\u00e4rin, der M&nbsp;GmbH, erfolgte wirtschaftlich zum \u00dcbertragungsstichtag.<\/li><li>Als fester Kaufpreis f\u00fcr den Kommanditanteil und die Gesch\u00e4ftsanteile an der M&nbsp;GmbH wurde ein Betrag von \u2026&nbsp;\u20ac vereinbart (Ziffer&nbsp;3.1 des Kaufvertrags), der in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac auf die Gesch\u00e4ftsanteile der M&nbsp;GmbH entfiel. Der Kaufpreis war am 15.10.2010 f\u00e4llig, nicht jedoch vor Sicherstellung des Eintritts der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der K\u00e4uferin als Kommanditistin in das Handelsregister. Zus\u00e4tzlich wurde unter Ziffer&nbsp;3.4 des Kaufvertrags folgende Vereinbarung getroffen:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#8222;Zus\u00e4tzlich zum Kaufpreis nach Ziff.&nbsp;3.1 erh\u00e4lt die Verk\u00e4uferin einen zus\u00e4tzlichen Kaufpreis in Form eines variablen Entgelts. Grundlage der Ermittlung des variablen Entgelts ist die in den Gesch\u00e4ftsjahren 2011, 2012 und 2013 erzielte Rohmarge, wobei Rohmarge als Nettoumsatz abz\u00fcglich der Materialeinstandskosten definiert ist. \u00dcbersteigt die erzielte Rohmarge in einem der vorgenannten Gesch\u00e4ftsjahre den Betrag von EUR&nbsp;\u2026, so erh\u00e4lt die Verk\u00e4uferin f\u00fcr das betreffende Gesch\u00e4ftsjahr einen Betrag von EUR&nbsp;533.000,00. Unterschreitet oder entspricht die Rohmarge in einem der vorgenannten Gesch\u00e4ftsjahre den bzw. dem Betrag von EUR&nbsp;\u2026, so erh\u00e4lt die Verk\u00e4uferin f\u00fcr das entsprechende Gesch\u00e4ftsjahr kein variables Entgelt. Im Bereich zwischen einer Rohmarge von EUR&nbsp;\u2026 und EUR&nbsp;\u2026 errechnet sich das variable Entgelt, welches die Verk\u00e4uferin erh\u00e4lt, linear zwischen EUR&nbsp;0,00 und EUR&nbsp;533.000,00. [\u2026].&#8220;<\/li><li>Unter Ziffer&nbsp;6 enthielt der Kaufvertrag zu Steuern und Abgaben folgende Regelungen:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#8222;6.1 Soweit sich, insbesondere auch aufgrund von Betriebspr\u00fcfungen, Verbindlichkeiten der Gesellschaft hinsichtlich Steuern, Sozialabgaben und anderer \u00f6ffentlicher Abgaben (jeweils einschlie\u00dflich Zinsen, Strafen, Vers\u00e4umniszuschl\u00e4gen und andere Nebenleistungen) f\u00fcr vor oder am \u00dcbertragungsstichtag beendete Veranlagungszeitr\u00e4ume ergeben, wird die Verk\u00e4uferin diese Betr\u00e4ge an die K\u00e4uferin zahlen. [\u2026]<br \/>6.2 Die K\u00e4uferin wird an die Verk\u00e4uferin alle von der Gesellschaft nach dem Stichtag erhaltenen Erstattungen (einschlie\u00dflich im Wege der Verrechnung) Steuern, Sozialabgaben und anderen \u00f6ffentlichen Abgaben zahlen, die sich auf vor oder am Stichtag beendete Veranlagungszeitr\u00e4ume beziehen. [\u2026]<br \/>6.3 Die Verk\u00e4uferin h\u00e4lt die K\u00e4uferin und die Gesellschaft von jeder etwaigen auf den Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn anfallenden Steuer frei. Dies gilt ohne Beschr\u00e4nkungen im \u00dcbrigen insbesondere f\u00fcr eine etwaige Gewerbesteuerlast.<br \/>6.4 Zahlungen nach Ziff.&nbsp;6.1 und 6.2 gelten als nachtr\u00e4gliche Kaufpreisreduzierung oder -erh\u00f6hung.&#8220;<\/li><li>In der Folge kam es auf Grundlage der Vereinbarung unter Ziffer&nbsp;3.4 des Kaufvertrags zu Kaufpreiszahlungen in H\u00f6he von 136.424&nbsp;\u20ac (2011), 426.500&nbsp;\u20ac (2012) beziehungsweise 252.895&nbsp;\u20ac (2013), die von der Beigeladenen in den betreffenden Veranlagungszeitr\u00e4umen als laufende Eink\u00fcnfte erfasst wurden.<\/li><li>In der Erkl\u00e4rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f\u00fcr 2010 erkl\u00e4rte die Kl\u00e4gerin Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac. Darin waren Gewinne der Beigeladenen aus der Ver\u00e4u\u00dferung des Kommanditanteils in H\u00f6he von 235.471,06&nbsp;\u20ac und aus der Ver\u00e4u\u00dferung der Gesch\u00e4ftsanteile an der M&nbsp;GmbH in H\u00f6he von 17.098,40&nbsp;\u20ac enthalten. Am 06.02.2012 erlie\u00df der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (Finanzamt \u2011\u2011FA\u2011\u2011) f\u00fcr die Kl\u00e4gerin einen erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00dfen Bescheid \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (Gewinnfeststellungsbescheid) f\u00fcr 2010. Der Bescheid stand unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung (\u00a7&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung \u2011\u2011AO\u2011\u2011).<\/li><li>Im Rahmen einer steuerlichen Au\u00dfenpr\u00fcfung f\u00fcr die Jahre 2010 bis 2014 gelangte der Betriebspr\u00fcfer zu der Auffassung, die auf Grundlage der Vereinbarung unter Ziffer&nbsp;3.4 des Kaufvertrags in den Jahren 2011 bis 2013 geleisteten Kaufpreiszahlungen in H\u00f6he von insgesamt 815.819&nbsp;\u20ac (&#8222;Earn-Out&#8220;) seien als nachtr\u00e4gliche Kaufpreiszahlungen gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO im Jahr der Ver\u00e4u\u00dferung (2010) zu ber\u00fccksichtigen. Der Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s sei um die auf die Erh\u00f6hung entfallende Gewerbesteuer zu reduzieren, da dieser Betrag nach den Regelungen des Kaufvertrags von der Beigeladenen als Verk\u00e4uferin zu tragen sei. Zudem minderten Beratungskosten im Zusammenhang mit der Ver\u00e4u\u00dferung in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac den Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s. Auf dieser Grundlage ermittelte der Betriebspr\u00fcfer einen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn f\u00fcr den Kommanditanteil in H\u00f6he von 816.838,80&nbsp;\u20ac sowie einen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn f\u00fcr die Anteile an der M&nbsp;GmbH in H\u00f6he von 17.098,40&nbsp;\u20ac. Der zuerst genannte Betrag setzte sich wie folgt zusammen:Festkaufpreis\u2026&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Kaufpreisanteil M&nbsp;GmbH.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20aczuz\u00fcglich Kaufpreiszahlungen 2011 ff.+&nbsp;815.819,00&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Kaufpreisr\u00fcckzahlung.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Gewerbesteuer auf erkl\u00e4rten Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Gewerbesteuer auf laufenden Gewinn.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Gewerbesteuer auf Erh\u00f6hung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns nach Pr\u00fcfung.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20acabz\u00fcglich Beratungskosten.\/.&nbsp;\u2026&nbsp;\u20acZwischensumme\u2026 \u20acabz\u00fcglich Kapital\u2026&nbsp;\u20acVer\u00e4u\u00dferungsgewinn816.838,80&nbsp;\u20ac<\/li><li>Dem folgend erlie\u00df das FA am 26.07.2016 f\u00fcr die Kl\u00e4gerin einen nach \u00a7&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge\u00e4nderten Gewinnfeststellungsbescheid f\u00fcr 2010, der Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb in H\u00f6he von insgesamt \u2026&nbsp;\u20ac auswies. Darin waren \u2011\u2011neben dem Gewinn aus Gesamthandsbilanz in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac\u2011\u2011 Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne der Beigeladenen in H\u00f6he von 833.936&nbsp;\u20ac (davon entfielen 816.838&nbsp;\u20ac auf die Ver\u00e4u\u00dferung des Kommanditanteils) enthalten. Den dagegen gerichteten Einspruch, mit dem die Kl\u00e4gerin geltend machte, die geleisteten &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; seien Kaufpreisraten, die erst mit Zufluss realisiert w\u00fcrden, wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 22.11.2017 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/li><li>W\u00e4hrend des nachfolgenden Klageverfahrens erlie\u00df das FA am 21.02.2019 (antragsgem\u00e4\u00df) einen nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO ge\u00e4nderten Gewinnfeststellungsbescheid f\u00fcr 2010, der Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb in H\u00f6he von insgesamt \u2026&nbsp;\u20ac auswies. Darin waren Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne der Beigeladenen in H\u00f6he von 531.686,80&nbsp;\u20ac (davon 514.588,80&nbsp;\u20ac auf die Ver\u00e4u\u00dferung des Kommanditanteils entfallend) enthalten. Bei der Ermittlung des den Kommanditanteil betreffenden Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns wurden eine im Jahr 2017 geleistete Kaufpreisr\u00fcckzahlung in H\u00f6he von 350.000&nbsp;\u20ac sowie eine (geminderte) Gewerbesteuer auf die Erh\u00f6hung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns in H\u00f6he von 45.050&nbsp;\u20ac ber\u00fccksichtigt. Dem liegt ein am 08.02.2017 geschlossener Prozessvergleich zwischen der R&nbsp;GmbH, die Schadenersatzanspr\u00fcche wegen verletzter Garantieversprechen geltend gemacht hatte, und der Kl\u00e4gerin zugrunde. Danach verpflichtete sich die Kl\u00e4gerin, 350.000&nbsp;\u20ac netto (unter Verrechnung mit einem &#8222;Earn-Out-Anspruch&#8220; in H\u00f6he von 50.000&nbsp;\u20ac netto) an die R&nbsp;GmbH zu zahlen.<\/li><li>Die Klage, mit welcher die Kl\u00e4gerin begehrte, einen Ver\u00e4u\u00dferungsverlust der Beigeladenen in H\u00f6he von 219.806,80&nbsp;\u20ac festzustellen, war in vollem Umfang erfolgreich. Mit Urteil vom 30.03.2021&nbsp;&#8211; 5&nbsp;K&nbsp;2442\/17 \u00e4nderte das Finanzgericht (FG) den Gewinnfeststellungsbescheid f\u00fcr 2010 vom 21.02.2019 dahingehend, dass es f\u00fcr die Beigeladene einen Ver\u00e4u\u00dferungsverlust in H\u00f6he von insgesamt 219.806,80&nbsp;\u20ac (Verlust aus der Ver\u00e4u\u00dferung des Kommanditanteils: 236.905,20&nbsp;\u20ac) feststellte. Das FA habe die in den Jahren 2011 bis 2013 zugeflossenen Kaufpreiszahlungen in H\u00f6he von insgesamt 815.819&nbsp;\u20ac zu Unrecht bei der Ermittlung des im Jahr 2010 angefallenen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns ber\u00fccksichtigt. Bei gewinn- und umsatzabh\u00e4ngigen Kaufpreisabreden mache die Rechtsprechung eine Ausnahme vom Grundsatz der stichtagsbezogenen Ermittlung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns auf den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt und stelle auf die Realisation des Ver\u00e4u\u00dferungsentgelts im Zeitpunkt des Zuflusses ab (Hinweis auf Urteil des Bundesfinanzhofs \u2011\u2011BFH\u2011\u2011 vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16, BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493). Bei dem mit Vertrag vom 05.10.2010 vereinbarten zus\u00e4tzlichen variablen Entgelt handele es sich um eine derartige umsatzabh\u00e4ngige Kaufpreisabrede. Das Entgelt sei von der erzielten Rohmarge abh\u00e4ngig gewesen. Dies gelte nicht nur f\u00fcr die Entstehung des Anspruchs dem Grunde nach, sondern auch f\u00fcr die H\u00f6he des Entgelts. Die m\u00f6gliche Entgeltspanne habe zwischen 0&nbsp;\u20ac und 533.000&nbsp;\u20ac je Gesch\u00e4ftsjahr gelegen. Damit sei die Entstehung eines zus\u00e4tzlichen Kaufpreisanspruchs im Zeitpunkt der Ver\u00e4u\u00dferung im Jahr 2010 weder dem Grunde noch der H\u00f6he nach &#8222;so gut wie sicher&#8220; gewesen, so dass eine Ber\u00fccksichtigung unter Beachtung des Realisationsprinzips nicht in Betracht komme.<\/li><li>Dagegen richtet sich die Revision des FA, mit der eine Verletzung materiellen Rechts (\u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO, \u00a7\u00a7&nbsp;16, 24 Nr.&nbsp;2 EStG) ger\u00fcgt wird. Die variablen Entgelte seien nicht als nachtr\u00e4gliche Eink\u00fcnfte im Sinne von \u00a7&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 i.V.m. \u00a7&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG im Jahr des Zuflusses zu versteuern, sondern als r\u00fcckwirkende Erh\u00f6hung des Kaufpreises nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO im Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt.<\/li><li>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 30.03.2021&nbsp;&#8211; 5&nbsp;K&nbsp;2442\/17 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/li><li>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Revision des FA ist unbegr\u00fcndet und daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung \u2011\u2011FGO\u2011\u2011). Das FG ist zutreffend (stillschweigend) von der Zul\u00e4ssigkeit der Klage ausgegangen (dazu 1.). Zudem hat es die variablen Kaufpreisbestandteile zu Recht nicht bei der Ermittlung des im Streitjahr angefallenen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns der Beigeladenen nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG ber\u00fccksichtigt (dazu 2.).<\/li><li>1. Die Klage, die sich gegen die H\u00f6he des in dem Gewinnfeststellungsbescheid f\u00fcr 2010 nach \u00a7&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, \u00a7&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO festgestellten Gewinns der Beigeladenen aus der Ver\u00e4u\u00dferung ihres Mitunternehmeranteils richtet (z.B. BFH-Urteil vom 21.12.2021&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;13\/19, Rz&nbsp;16, zur selbst\u00e4ndigen Anfechtbarkeit dieser Feststellung), ist zul\u00e4ssig. Wenngleich der Rechtsstreit eine selbst\u00e4ndige Feststellung betrifft, die allein die Beigeladene als ausgeschiedene Gesellschafterin pers\u00f6nlich angeht, ist die Kl\u00e4gerin nach \u00a7&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO klagebefugt (dazu ausf\u00fchrlich BFH-Urteil vom 10.09.2020&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;14\/18, BFHE 270, 363, BStBl II 2021, 367, Rz&nbsp;12&nbsp;ff.).<\/li><li>Nicht angegriffen ist der in diesem Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn enthaltene \u2011\u2011auf die Ver\u00e4u\u00dferung der Gesch\u00e4ftsanteile an der M&nbsp;GmbH entfallende\u2011\u2011 Gewinn in H\u00f6he von 17.098,40&nbsp;\u20ac, der unter \u00a7&nbsp;3 Nr.&nbsp;40, \u00a7&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG beziehungsweise \u00a7&nbsp;8b des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes (KStG) f\u00e4llt (z.B. BFH-Urteil vom 25.07.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/16, BFHE 265, 273, BStBl II 2020, 142, Rz&nbsp;12, 14, zur selbst\u00e4ndigen Anfechtbarkeit dieser Feststellung). Dieser festgestellte Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnbestandteil steht zwischen den Beteiligten nicht in Streit (zur Zul\u00e4ssigkeit der &#8222;Bruttofeststellung&#8220; vgl. BFH-Urteil vom 25.07.2019&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;47\/16, BFHE 265, 273, BStBl II 2020, 142, Rz&nbsp;23).<\/li><li>2. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die streitigen variablen Kaufpreisbestandteile den aus der Ver\u00e4u\u00dferung des gesamten Mitunternehmeranteils (\u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG zu ermittelnden Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn im Streitjahr nicht erh\u00f6hen.<\/li><li>a) Gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG geh\u00f6ren zu den Eink\u00fcnften aus Gewerbebetrieb Gewinne, die bei der Ver\u00e4u\u00dferung des gesamten Anteils eines Gesellschafters, der als Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs anzusehen ist (\u00a7&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG), erzielt werden. Im Streitfall hat die Beigeladene ihren Mitunternehmeranteil an der Kl\u00e4gerin im Jahr 2010 ver\u00e4u\u00dfert. Der Tatbestand der Ver\u00e4u\u00dferung des Mitunternehmeranteils ist mit der \u00dcbertragung der wirtschaftlichen Inhaberstellung auf den Erwerber verwirklicht (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH vom 19.07.1993&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.2.b; BFH-Urteil vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16, BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493, Rz&nbsp;20). Demnach hat das FA dem Grunde nach zutreffend einen Gewinn der Beigeladenen aus der Ver\u00e4u\u00dferung des Mitunternehmeranteils f\u00fcr 2010 gesondert und einheitlich festgestellt. Zu diesem Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn geh\u00f6rt auch der Gewinn aus der Ver\u00e4u\u00dferung der \u2011\u2011im Interesse der Kl\u00e4gerin gehaltenen und damit zum Sonderbetriebsverm\u00f6gen&nbsp;II der Beigeladenen geh\u00f6renden (vgl. nur BFH-Urteil vom 21.12.2021&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;15\/19, BFHE 275, 206, BStBl II 2022, 651, Rz&nbsp;33)\u2011\u2011 Beteiligung an der M&nbsp;GmbH als Komplement\u00e4rin (BFH-Urteil vom 03.12.2015&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;4\/13, BFHE 252, 441, BStBl II 2016, 544, Rz&nbsp;17, zur Aufgabe eines Mitunternehmeranteils). Letzteres ist \u2011\u2011wie vorstehend erw\u00e4hnt\u2011\u2011 zwischen den Beteiligten nicht streitig. Der erkennende Senat sieht insoweit von weiteren Ausf\u00fchrungen ab.<\/li><li>b) Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn im Sinne des \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 EStG ist nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG der Betrag, um den der Ver\u00e4u\u00dferungspreis nach Abzug der Ver\u00e4u\u00dferungskosten den Wert des Anteils am Betriebsverm\u00f6gen (\u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) \u00fcbersteigt. Der Wert des Anteils ist f\u00fcr den Zeitpunkt der Ver\u00e4u\u00dferung nach \u00a7&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder nach \u00a7&nbsp;5 EStG zu ermitteln. Zwischen den Beteiligten ist allein die H\u00f6he des Ver\u00e4u\u00dferungspreises f\u00fcr den Kommanditanteil der Beigeladenen streitig.<\/li><li>aa) Ver\u00e4u\u00dferungspreis im Sinne des \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist der tats\u00e4chlich erzielte Erl\u00f6s (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH vom 19.07.1993&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.2.; BFH-Urteil vom 31.08.2006&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;53\/04, BFHE 214, 550, BStBl II 2006, 906, unter B.II.2.a, zur Betriebsaufgabe). Dazu geh\u00f6ren alle Leistungen, die der Ver\u00e4u\u00dferer vom Erwerber f\u00fcr die \u00dcbertragung erh\u00e4lt, sowie Leistungen, die der Ver\u00e4u\u00dferer in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Ver\u00e4u\u00dferung vom Erwerber oder \u2011\u2011ohne dass dies der Erwerber veranlasst hat\u2011\u2011 von einem Dritten erlangt (st\u00e4ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 17.09.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;33\/11, BFHE 248, 121, BStBl II 2015, 717, Rz&nbsp;26; vom 27.10.2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;47\/12, BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600, Rz&nbsp;36). Das ist regelm\u00e4\u00dfig der vereinbarte Kaufpreis mit seinem Nennwert (BFH-Urteil vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16, BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493, Rz&nbsp;26).<\/li><li>(1) Der Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn entsteht grunds\u00e4tzlich im Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt, das hei\u00dft mit der \u00dcbertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den wesentlichen Betriebsgrundlagen, und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob der vereinbarte Kaufpreis sofort f\u00e4llig, in Raten zahlbar oder langfristig gestundet ist und wann der Verkaufserl\u00f6s dem Ver\u00e4u\u00dferer tats\u00e4chlich zuflie\u00dft. Der Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn ist damit regelm\u00e4\u00dfig stichtagsbezogen auf den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt zu ermitteln. Sp\u00e4ter eintretende Ver\u00e4nderungen beim urspr\u00fcnglich vereinbarten Ver\u00e4u\u00dferungspreis sind solange und soweit materiell-rechtlich auf den Zeitpunkt der Ver\u00e4u\u00dferung zur\u00fcckzubeziehen, als der Erwerber seine Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises noch nicht erf\u00fcllt hat. Dabei ist es unerheblich, welche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Minderung oder Erh\u00f6hung des Erl\u00f6ses ma\u00dfgebend waren (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH vom 19.07.1993&nbsp;&#8211; GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.2.b). Dies gilt auch f\u00fcr die Ver\u00e4u\u00dferung von Mitunternehmeranteilen (BFH-Urteil vom 19.03.2009&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;20\/08, BFHE 225, 292, BStBl II 2010, 528, unter II.2.d&nbsp;aa&nbsp;aaa).<\/li><li>(2) Ist die Gegenleistung indes bereits erbracht und die Anteilsver\u00e4u\u00dferung vollzogen, liegt eine materiell-rechtliche und deshalb nach \u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO auch verfahrensrechtliche R\u00fcckwirkung auf das abgeschlossene Rechtsgesch\u00e4ft nur vor, wenn der Rechtsgrund f\u00fcr die sp\u00e4ter geleistete Zahlung im urspr\u00fcnglichen Rechtsgesch\u00e4ft \u2011\u2011der Anteilsver\u00e4u\u00dferung\u2011\u2011 angelegt ist (vgl. BFH-Urteile vom 04.10.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;8\/15, BFHE 255, 436, BStBl II 2017, 316, Rz&nbsp;12; vom 04.02.2020&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;7\/18, Rz&nbsp;27; beide zum Tatbestand des \u00a7&nbsp;17 EStG, dem allerdings dieselben Grunds\u00e4tze zugrunde liegen wie \u00a7&nbsp;16 EStG; dazu BFH-Urteil vom 14.06.2005&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;14\/04, BFHE 210, 278, BStBl II 2006, 15, unter II.2.a). Ist die nach Vollziehung der Ver\u00e4u\u00dferung geleistete Zahlung jedoch Gegenstand eines selbst\u00e4ndigen Rechtsgesch\u00e4fts, das nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Anteilsver\u00e4u\u00dferung steht, wirkt diese nicht auf den Zeitpunkt des Entstehens des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns zur\u00fcck (BFH-Urteil vom 04.10.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;8\/15, BFHE 255, 436, BStBl II 2017, 316, Rz&nbsp;13; vom 04.02.2020&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;7\/18, Rz&nbsp;29).<\/li><li>(3) Eine Ausnahme gilt bei gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngigen Kaufpreisforderungen. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH ist in diesen F\u00e4llen auf die Realisation des Ver\u00e4u\u00dferungsentgelts abzustellen, da der Ver\u00e4u\u00dferer die Gewinne erst im Zuflusszeitpunkt erzielt. Eine stichtagsbezogene Betrachtung (R\u00fcckwirkung auf den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt) wird nicht angestellt. Dies liegt darin begr\u00fcndet, dass es sich bei gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngigen Kaufpreisforderungen um aufschiebend bedingte Kaufpreisanspr\u00fcche (\u00a7&nbsp;158 Abs.&nbsp;1 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs) handelt, bei denen im Zeitpunkt der Ver\u00e4u\u00dferung weder feststeht, ob rechtlich in einem der Folgejahre eine Kaufpreisforderung entsteht, noch, wie hoch diese sein wird (vgl. BFH-Urteile vom 06.05.2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, Rz&nbsp;29; vom 17.09.2014&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;33\/11, BFHE 248, 121, BStBl II 2015, 717, Rz&nbsp;42; vom 27.10.2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;47\/12, BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600, Rz&nbsp;36&nbsp;f., mit Hinweis auf BFH-Urteile vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532 und vom 17.07.2013&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883; vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16, BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493, Rz&nbsp;27; gleicher Ansicht H&nbsp;16&nbsp;(11) der Einkommensteuer-Richtlinien; Schmidt\/Wacker, EStG, 42.&nbsp;Aufl., \u00a7&nbsp;16 Rz&nbsp;250; Seer in Kirchhof\/Seer, EStG, 22.&nbsp;Aufl., \u00a7&nbsp;16 Rz&nbsp;69; Schiffers in Korn, \u00a7&nbsp;24 EStG Rz&nbsp;49; Ettinger\/Schmitz, GmbH-Rundschau \u2011\u2011GmbHR\u2011\u2011 2016, 966, 971; der Vorentscheidung zustimmend Kobor in Herrmann\/Heuer\/Raupach, \u00a7&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;446; Intemann, Neue Wirtschafts-Briefe 2021, 1776; vgl. auch Pung in D\u00f6tsch\/Pung\/M\u00f6hlenbrock \u2011\u2011D\/P\/M\u2011\u2011, Kommentar zum KStG, \u00a7&nbsp;8b Rz&nbsp;159, zu \u00a7&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG). Zudem steht bei gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngigen Kaufpreisforderungen eine stichtagsbezogene Ermittlung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns im Widerstreit zur Systematik der \u00a7\u00a7&nbsp;16, 34 EStG sowie zum Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit (dazu ausf\u00fchrlich BFH-Urteil vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, unter II.2.c&nbsp;aa&nbsp;bbb).<\/li><li>bb) In Anwendung dieser Grunds\u00e4tze ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass die von der Beigeladenen in den Jahren 2011 bis 2013 (&#8222;Earn-Out-Periode&#8220;) vereinnahmten variablen Entgelte den im Jahr 2010 erzielten Anteilsver\u00e4u\u00dferungsgewinn nach \u00a7&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG nicht erh\u00f6ht haben. Vielmehr sind sie im Zeitpunkt des Zuflusses als nachtr\u00e4gliche gewerbliche Betriebseinnahmen (\u00a7&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 i.V.m. \u00a7&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) zu versteuern.<\/li><li>(1) Bei den variablen Kaufpreisbestandteilen handelt es sich um Entgelte auf gewinnabh\u00e4ngige Kaufpreisforderungen, da sie von den in den drei Jahren nach der Anteilsver\u00e4u\u00dferung von der Kl\u00e4gerin erzielten Rohmargen (definiert als Nettoumsatz abz\u00fcglich Materialeinstandskosten) \u2011\u2011das hei\u00dft von dem Rohgewinn\u2011\u2011 abh\u00e4ngig waren. Das Entstehen der Kaufpreisforderungen war also sowohl dem Grunde als auch der H\u00f6he nach ungewiss (ebenso Feld, Finanz-Rundschau \u2011\u2011FR\u2011\u2011 2023, 647, 652: &#8222;stetige Earn-Out-Vereinbarung&#8220; mit Besonderheiten). Damit wirken diese variablen Kaufpreisbestandteile nicht auf den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt zur\u00fcck. Sie sind genauso zu behandeln wie (andere) gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngige Kaufpreisforderungen.<\/li><li>Der erkennende Senat folgt insoweit dem BFH-Urteil vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16 (BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493). Gr\u00fcnde f\u00fcr eine unterschiedliche Behandlung von gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngigen Kaufpreisforderungen im Allgemeinen und sogenannten Earn-Out-Zahlungen der hier vorliegenden Art im Besonderen sind nicht ersichtlich (anders dagegen Gosch KStG, 4.&nbsp;Aufl., \u00a7&nbsp;8b Rz&nbsp;195f, allerdings speziell zu \u00a7&nbsp;8b KStG; Bahns\/Vogel, Die Unternehmensbesteuerung \u2011\u2011Ubg\u2011\u2011 2015, 634, 636; kritisch auch Geiger\/Kurrle, Ubg 2019, 495). Denn auch bei &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; wie den im Streitfall vereinbarten handelt es sich um \u2011\u2011aufschiebend bedingte\u2011\u2011 Kaufpreisbestandteile, deren Entstehen im Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt sowohl dem Grunde als auch der H\u00f6he nach ungewiss ist; eine Sch\u00e4tzung ihres Kapitalwerts ist im Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt nicht m\u00f6glich (BFH-Urteil vom 17.07.2013&nbsp;&#8211; X&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, Rz&nbsp;30). Diese Unsicherheit rechtfertigt es, derartige &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; unter Ber\u00fccksichtigung des Grundsatzes der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit und in \u2011\u2011jedenfalls gedanklicher\u2011\u2011 Anlehnung an das Realisationsprinzip (\u00a7&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs; zur Verdr\u00e4ngung der Regeln der laufenden Bilanzierung durch die Bestimmungen des \u00a7&nbsp;16 EStG im Allgemeinen vgl. BFH-Urteil vom 31.08.2006&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;53\/04, BFHE 214, 550, BStBl II 2006, 906, unter B.II.3.a) von der stichtagsbezogenen Ermittlung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns nach \u00a7&nbsp;16 EStG auszunehmen. Die Entstehung derartiger Kaufpreisbestandteile ist im Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt noch nicht &#8222;so gut wie sicher&#8220; (vgl. BFH-Urteil vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532). Die dem Grunde und der H\u00f6he nach unsicheren &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; sind erst im Zeitpunkt des Zuflusses zu besteuern.<\/li><li>(2) Soweit teilweise eine materiell-rechtliche R\u00fcckwirkung \u2011\u2011mangels gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngiger Kaufpreisforderung\u2011\u2011 angenommen wird, wenn nur das Entstehen einer bereits betragsm\u00e4\u00dfig festgelegten Zahlung vom Gewinn oder Umsatz abh\u00e4ngig ist (Geiger\/Kurrle, Ubg 2019, 495, 498, unter Hinweis darauf, dies sei die in der Praxis weitaus h\u00e4ufiger anzutreffende Art von &#8222;Earn-Out-Klauseln&#8220;; Pung in D\/P\/M, \u00a7&nbsp;8b Rz&nbsp;159; anderer Ansicht Frey\/Wind, GmbHR 2021, 1122; Feld, FR 2023, 647, 653), kann der Senat offenlassen, ob er dem beitreten k\u00f6nnte. Denn vorliegend waren die Kaufpreisforderungen \u2011\u2011wie dargelegt\u2011\u2011 auch der H\u00f6he nach ungewiss. Wenngleich die Berechnungsparameter vertraglich fixiert waren, hing die H\u00f6he der zu leistenden variablen Kaufpreisbestandteile von der H\u00f6he der in den betreffenden Jahren erzielten Rohmargen ab.<\/li><li>cc) Die vom FA gegen die Besteuerung der variablen Kaufpreisbestandteile erst im Zeitpunkt ihres Zuflusses vorgetragenen Einw\u00e4nde greifen nicht durch.<\/li><li>(1) Der Hinweis des FA, der Streitfall unterscheide sich von den bislang von der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung entschiedenen F\u00e4llen, geht fehl. Im Streitfall sind die variablen Kaufpreisbestandteile wie diejenigen in den BFH-Urteilen vom 27.10.2015&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;47\/12 (BFHE 252, 80, BStBl II 2016, 600), vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01 (BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532) und vom 19.12.2018&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;71\/16 (BFHE 264, 115, BStBl II 2019, 493) \u2011\u2011wie vorstehend aufgezeigt\u2011\u2011 auch der H\u00f6he nach ungewiss.<\/li><li>Danach kann der erkennende Senat auch nicht der in der m\u00fcndlichen Verhandlung nochmals vorgetragenen Argumentation des FA folgen, wonach im Streitfall eine steuerliche R\u00fcckwirkung auf den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt (\u00a7&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) anzunehmen sei, weil ein fester \u2011\u2011die variablen Kaufpreisbestandteile enthaltender\u2011\u2011 Kaufpreis vereinbart worden und lediglich dessen Zahlung noch vom Eintritt bestimmter Bedingungen abh\u00e4ngig gewesen sei. Denn im Streitfall ist das Entstehen der variablen Kaufpreisbestandteile \u2011\u2011wie dargestellt\u2011\u2011 sowohl dem Grunde als auch der H\u00f6he nach ungewiss gewesen. Soweit die variablen Kaufpreisbestandteile betroffen sind, kann daher nicht von der Reduzierung eines fest vereinbarten Kaufpreises ausgegangen werden. Fest vereinbart war nur ein Kaufpreis in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac.<\/li><li>(2) Ebenso ist der Einwand nicht durchgreifend, die den BFH-Urteilen vom 04.10.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;8\/15 (BFHE 255, 436, BStBl II 2017, 316) und vom 04.02.2020&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;7\/18 zugrunde liegenden Sachverhalte seien mit dem Streitfall nicht vergleichbar. Zwar hat der BFH dort f\u00fcr ma\u00dfgebend erachtet, dass die nach Erf\u00fcllung des Erwerbsgesch\u00e4fts geleistete Zahlung Gegenstand eines selbst\u00e4ndigen Rechtsgesch\u00e4fts war, das nicht in sachlichem Zusammenhang mit der Anteilsver\u00e4u\u00dferung stand (BFH-Urteile vom 04.10.2016&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;8\/15, BFHE 255, 436, BStBl II 2017, 316, Rz&nbsp;13; vom 04.02.2020&nbsp;&#8211; IX&nbsp;R&nbsp;7\/18, Rz&nbsp;29). Dies schlie\u00dft es jedoch nicht aus, in den (Ausnahme-)F\u00e4llen gewinn- oder umsatzabh\u00e4ngiger Kaufpreisforderungen (ebenfalls) auf die Realisation des Ver\u00e4u\u00dferungsentgelts abzustellen.<\/li><li>dd) Auch aus dem BFH-Urteil vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01 (BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532) folgt f\u00fcr das Streitjahr keine andere Beurteilung. Nach dieser Entscheidung steht dem Steuerpflichtigen bei umsatz- oder gewinnabh\u00e4ngigen Ver\u00e4u\u00dferungsentgelten kein Wahlrecht zwischen der sofortigen Versteuerung eines Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns nach den \u00a7\u00a7&nbsp;16, 34 EStG und einer nicht tarifbeg\u00fcnstigten Besteuerung der nachtr\u00e4glichen Betriebseinnahmen im Jahr des Zuflusses zu. Vielmehr habe er das Entgelt zwingend als laufende nachtr\u00e4gliche Betriebseinnahme in der H\u00f6he zu versteuern, in der die Summe der Entgelte das \u2011\u2011gegebenenfalls um zus\u00e4tzliche Einmalleistungen gek\u00fcrzte\u2011\u2011 Schlusskapitalkonto zuz\u00fcglich der Ver\u00e4u\u00dferungskosten \u00fcberschreitet (BFH-Urteile vom 14.05.2002&nbsp;&#8211; VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, unter II.2.b; vom 06.05.2010&nbsp;&#8211; IV&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, Rz&nbsp;29). Dies betrifft jedoch die Besteuerung der Beigeladenen in den Jahren des Zuflusses der &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; (2011, 2012 und 2013). In diesen Jahren hat sie die Zahlungen (ohne Ber\u00fccksichtigung des Schlusskapitalkontos) in voller H\u00f6he zu versteuern. Hingegen gilt f\u00fcr den Ver\u00e4u\u00dferungszeitpunkt, das hei\u00dft das Streitjahr (2010), dass bei der Ermittlung des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns die (geminderte) Einmalzahlung dem Kapitalkonto und den Ver\u00e4u\u00dferungskosten gegen\u00fcberzustellen ist. Dies hat das FG beachtet.<\/li><li>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2, \u00a7&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECLI:DE:BFH:2023:U.091123.IVR9.21.0 BFH IV. Senat EStG \u00a7 2 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG \u00a7 16 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG \u00a7 24 Nr 2, EStG \u00a7 16 Abs 2 S 1, AO \u00a7 175 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG VZ 2010 , BGB \u00a7 158 Abs 1, HGB \u00a7 252 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/versteuerung-von-earn-out-zahlungen-im-zusammenhang-mit-der-veraeusserung-eines-mitunternehmeranteils-bfh-urteil-vom-09-november-2023-iv-r-9-21\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Versteuerung von &#8222;Earn-Out-Zahlungen&#8220; im Zusammenhang mit der Ver\u00e4u\u00dferung eines Mitunternehmeranteils &#8211; BFH-Urteil vom 09. November 2023, IV R 9\/21<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-76446","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76446\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}