{"id":77022,"date":"2024-09-08T11:50:07","date_gmt":"2024-09-08T09:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=77022"},"modified":"2024-09-08T11:50:07","modified_gmt":"2024-09-08T09:50:07","slug":"antidumpingzoll-auf-die-einfuhren-von-schuhen-mit-oberteil-aus-leder-aus-der-volksrepublik-china-und-aus-der-sozialistischen-republik-vietnam-bfh-urteil-vom-20-februar-2024-vii-r-2-23-vii-r-15-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/antidumpingzoll-auf-die-einfuhren-von-schuhen-mit-oberteil-aus-leder-aus-der-volksrepublik-china-und-aus-der-sozialistischen-republik-vietnam-bfh-urteil-vom-20-februar-2024-vii-r-2-23-vii-r-15-16\/","title":{"rendered":"Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Schuhen mit Oberteil aus Leder aus der Volksrepublik China und aus der Sozialistischen Republik Vietnam &#8211; BFH-Urteil vom 20. Februar 2024, VII R 2\/23 (VII R 15\/16)"},"content":{"rendered":"\n<p>ECLI:DE:BFH:2024:U.200224.VIIR2.23.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH VII. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>ZK Art 236 Abs 1, EWGV 2913\/92 Art 236 Abs 1, EGV 1472\/2006 , EUV 1294\/2009 , EUV 2016\/1395 , EUV 2016\/1647 , EUV 2016\/1731 , EGV 384\/96 Art 2 Abs 7 Buchst b, EGV 384\/96 Art 9 Abs 5<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend FG M\u00fcnchen, 24. Oktober 2013, Az: 14 K 3714\/12<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>1. NV: Soweit die Verordnung (EG) Nr. 1472\/2006 (VO 1472\/2006) und die Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) Nr. 1294\/2009 (DVO 1294\/2009) durch den Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt wurden, weil die Kommission der Europ\u00e4ischen Union (EU) nicht \u00fcber die Antr\u00e4ge einzelner ausf\u00fchrender Hersteller auf Marktwirtschafts- und individuelle Behandlung entschieden hatte, war die EU-Kommission berechtigt, das Antidumpingverfahren wiederaufzunehmen, die Pr\u00fcfung der Antr\u00e4ge nachzuholen und neue Antidumpingzollverordnungen zu erlassen. Die aufgrund der VO 1472\/2006 und der DVO 1294\/2009 entrichteten Abgaben blieben daher gesetzlich geschuldet im Sinne von Art. 236 Abs. 1 des Zollkodex.<\/p>\n\n\n\n<p>2. NV: Eine nochmalige Mitteilung des festzusetzenden Antidumpingzolls ist nach Erlass der neuen Antidumpingzollverordnungen (Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1395, Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1647 und Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1731) nicht erforderlich, weil die Rechtsgrundlage f\u00fcr die Festsetzung des Antidumpingzolls nicht vollst\u00e4ndig entfallen war, die EU-Kommission gem\u00e4\u00df Art. 266 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union zur Umsetzung des EuGH-Urteils verpflichtet war und die H\u00f6he des Antidumpingzollsatzes auch nach nochmaliger Pr\u00fcfung durch die EU-Kommission unver\u00e4ndert geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M\u00fcnchen vom 25.04.2016 &#8211; 14 K 336\/16 aufgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl\u00e4gerin zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tatbestand<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Im Zeitraum vom 07.04.2006 bis zum 01.04.2011 f\u00fchrte die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China (China) und der Sozialistischen Republik Vietnam (Vietnam) in das Zollgebiet der Gemeinschaft ein und lie\u00df diese zum zollrechtlich freien Verkehr abfertigen. F\u00fcr diese Einfuhren entrichtete die Kl\u00e4gerin Antidumpingzoll in H\u00f6he von insgesamt \u2026&nbsp;\u20ac.<\/li><li>Im Rahmen des Antidumpingverfahrens wurde f\u00fcr einige ausf\u00fchrende Hersteller, unter anderem auch solche, die die Kl\u00e4gerin beliefert hatten, in China und in Vietnam ein Stichprobenverfahren durchgef\u00fchrt. Andere ebenfalls zur Kooperation bereite Zulieferer der Kl\u00e4gerin wurden bei der Stichprobenauswahl nicht ber\u00fccksichtigt. Folgende Fabrikanten hatten die Kl\u00e4gerin bei den streitgegenst\u00e4ndlichen Einfuhren beliefert und einen Antrag auf marktwirtschaftliche Behandlung (MWB) bei der Europ\u00e4ischen Kommission (Kommission) gestellt: \u2026<\/li><li>Die von der Kl\u00e4gerin beantragte Erstattung des Antidumpingzolls lehnte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (Hauptzollamt \u2011\u2011HZA\u2011\u2011) mit Bescheid vom 05.07.2012 ab, weil die Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1472\/2006 des Rates vom 05.10.2006 zur Einf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China und Vietnam \u2011\u2011VO 1472\/2006\u2011\u2011 (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union \u2011\u2011ABlEU\u2011\u2011 2006, Nr.&nbsp;L&nbsp;275, 1) durch das Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 02.02.2012&nbsp;&#8211; C-249\/10&nbsp;P, EU:C:2012:53 nur in Bezug auf bestimmte Hersteller f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt worden sei, von denen die Kl\u00e4gerin keine Schuhe importiert habe.<\/li><li>Im Einspruchsverfahren reduzierte die Kl\u00e4gerin die urspr\u00fcnglich h\u00f6here Summe der beantragten Erstattung auf Antidumpingzoll in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac. Mit Einspruchsentscheidung vom 13.11.2012 wies das HZA den Einspruch der Kl\u00e4gerin zur\u00fcck, wogegen diese Klage zum Finanzgericht M\u00fcnchen (FG) erhob (Az.&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;3714\/12).<\/li><li>Auf ein Vorabentscheidungsersuchen des FG (FG M\u00fcnchen, Beschluss vom 24.10.2013&nbsp;&#8211; 14&nbsp;K&nbsp;3714\/12, Zeitschrift f\u00fcr Z\u00f6lle und Verbrauchsteuern \u2011\u2011ZfZ\u2011\u2011 2014, Beilage 2014, Nr.&nbsp;4, 49) entschied der EuGH mit Urteil vom 04.02.2016&nbsp;&#8211; C-659\/13 und C-34\/14, EU:C:2016:74, die VO&nbsp;1472\/2006 sei ung\u00fcltig, soweit sie gegen Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;b und Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;384\/96 des Rates vom 22.12.1995 \u00fcber den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft geh\u00f6renden L\u00e4ndern \u2011\u2011GrundVO\u2011\u2011 (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften 1996, Nr.&nbsp;L&nbsp;56, 1) in der durch die Verordnung (EG) Nr.&nbsp;461\/2004 des Rates vom 08.03.2004 zur \u00c4nderung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;384\/96 \u00fcber den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft geh\u00f6renden L\u00e4ndern und der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;2026\/97 \u00fcber den Schutz gegen subventionierte Einfuhren aus nicht zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft geh\u00f6renden L\u00e4ndern (ABlEU 2004, Nr.&nbsp;L&nbsp;77, 12) ge\u00e4nderten Fassung versto\u00dfe. Weiterhin entschied der EuGH, dass die Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) Nr.&nbsp;1294\/2009 des Rates vom 22.12.2009 zur Einf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in Vietnam und in der Volksrepublik China, ausgeweitet auf aus der Sonderverwaltungsregion Macau versandte Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder, ob als Ursprungserzeugnisse der Sonderverwaltungsregion Macau angemeldet oder nicht, nach einer Auslauf\u00fcberpr\u00fcfung nach Artikel&nbsp;11 Absatz&nbsp;2 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;384\/96 des Rates \u2011\u2011DVO 1294\/2009\u2011\u2011 (ABlEU 2009, Nr.&nbsp;L&nbsp;352, 1) im gleichen Umfang ung\u00fcltig sei wie die VO 1472\/2006. Au\u00dferdem urteilte der EuGH, Art.&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 des Zollkodex (ZK) sei dahin auszulegen, dass die vollst\u00e4ndige oder teilweise Ung\u00fcltigerkl\u00e4rung einer Verordnung, mit der Antidumpingz\u00f6lle eingef\u00fchrt worden seien, durch den Richter der Europ\u00e4ischen Union (EU) weder ein unvorhersehbares Ereignis noch h\u00f6here Gewalt im Sinne dieser Bestimmung darstelle.<\/li><li>Daraufhin nahm das FG das Verfahren unter dem Aktenzeichen 14&nbsp;K&nbsp;336\/16 wieder auf. Auf die Anfrage des FG, ob das HZA unter diesen Umst\u00e4nden eine Erstattung des Antidumpingzolls in Betracht ziehe, beantragte das HZA mit Schreiben vom 17.03.2016 die Aussetzung des Verfahrens. Mit der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/223 der Kommission vom 17.02.2016 zur Einf\u00fchrung eines Verfahrens zur Pr\u00fcfung bestimmter, von ausf\u00fchrenden Herstellern aus China und Vietnam eingereichter Antr\u00e4ge auf Marktwirtschaftsbehandlung und individuelle Behandlung, und zur Durchf\u00fchrung des Urteils des Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-659\/13 und C-34\/14 \u2011\u2011DVO 2016\/223\u2011\u2011 (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;41, 3) habe die Kommission die nationalen Zollbeh\u00f6rden angewiesen, einen Erstattungsantrag nach Art.&nbsp;236 ZK an die Kommission weiterzuleiten, wenn er darauf basiere, dass ein nicht in die Stichprobe einbezogener ausf\u00fchrender Hersteller einen Antrag auf MWB oder individuelle Behandlung (IB) gestellt habe. Die nationalen Zollbeh\u00f6rden seien danach gehalten, die Ver\u00f6ffentlichung der einschl\u00e4gigen Durchf\u00fchrungsverordnung der Kommission zur Wiedereinf\u00fchrung der Z\u00f6lle abzuwarten, bevor sie \u00fcber den Antrag auf Erstattung oder Erlass von Antidumpingz\u00f6llen entschieden. Eine Erstattung von Antidumpingz\u00f6llen an die Kl\u00e4gerin sei daher nicht m\u00f6glich.<\/li><li>Unter Ber\u00fccksichtigung des EuGH-Urteils vom 04.02.2016&nbsp;&#8211; C-659\/13 und C-34\/14, EU:C:2016:74 beantragte die Kl\u00e4gerin in der m\u00fcndlichen Verhandlung zuletzt noch die Erstattung von Antidumpingzoll in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac. In inhaltlicher Hinsicht bezog sich der Erstattungsantrag nur auf die Einfuhren von den eingangs genannten Herstellern. Diese hatten einen MWB-Antrag gestellt und waren von dem Vorabentscheidungsersuchen des FG (FG M\u00fcnchen, Beschluss vom 24.10.2013&nbsp;&#8211; 14&nbsp;K&nbsp;3714\/12, ZfZ 2014, Beilage 2014, Nr.&nbsp;4, 49) erfasst.<\/li><li>Das FG verpflichtete das HZA in der hier angefochtenen Vorentscheidung (FG M\u00fcnchen, Urteil vom 25.04.2016&nbsp;&#8211; 14&nbsp;K&nbsp;336\/16) zur Erstattung von Antidumpingzoll in H\u00f6he von \u2026&nbsp;\u20ac und urteilte, das HZA habe zu Unrecht die Erstattung des Antidumpingzolls abgelehnt, weil der EuGH mit Urteil vom 04.02.2016&nbsp;&#8211; C-659\/13 und C-34\/14, EU:C:2016:74 die ma\u00dfgebende Antidumpingverordnung in Bezug auf diese Hersteller f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt habe und es dem urspr\u00fcnglichen Bescheid des HZA \u00fcber die Erhebung eines Antidumpingzolls daher an einer gesetzlichen Grundlage fehle. Eine andere Rechtsgrundlage f\u00fcr die Erhebung des Antidumpingzolls liege nicht vor. Es sei zwar m\u00f6glich, dass die Kommission nach der Feststellung der Rechtswidrigkeit einer Verordnung das Antidumpingverfahren als nicht abgeschlossen behandle und wiederaufnehmen k\u00f6nne, wenn der festgestellte Fehler nicht zur Nichtigkeit des gesamten Verfahrens f\u00fchre. Es sei jedoch zu beachten, dass es die Aufgabe der innerstaatlichen Stellen sei, f\u00fcr ihre Rechtsordnung die Konsequenzen aus einer Feststellung der Ung\u00fcltigkeit zu ziehen. Dies bedeute, dass das HZA verpflichtet sei, die streitgegenst\u00e4ndlichen Antidumpingz\u00f6lle unabh\u00e4ngig von weiteren von der Kommission zu ergreifenden Ma\u00dfnahmen (zun\u00e4chst) zu erstatten. Auch in einem Parallelverfahren seien den von der Ung\u00fcltigkeit der VO 1472\/2006 und der folgenden DVO 1294\/2009 betroffenen Importeuren die Z\u00f6lle erstattet worden. Zudem habe es der EU-Rat mit Durchf\u00fchrungsbeschluss des Rates vom 18.03.2014 zur Ablehnung des Vorschlags f\u00fcr eine Durchf\u00fchrungsverordnung des Rates zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China, die von Brosmann Footwear (HK) Ltd., Seasonable Footwear (Zhongshan) Ltd., Lung Pao Footwear (Guangzhou) Ltd, Risen Footwear (HK) Co. Ltd. und Zhejiang Aokang Shoes Co. Ltd. hergestellt werden \u2011\u2011Beschluss 2014\/149\/EU\u2011\u2011 (ABlEU 2014, Nr.&nbsp;L&nbsp;82, 27) abgelehnt, einem Vorschlag der Kommission zur Verabschiedung einer Durchf\u00fchrungsverordnung des Rates zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls in Bezug auf die genannten Hersteller zu folgen. W\u00fcrde ein bereits im Jahr 2011 ausgelaufenes Antidumpingverfahren mit der r\u00fcckwirkenden Wiedereinf\u00fchrung eines Antidumpingzolls wiederaufgenommen, w\u00e4re der jeweilige Importeur m\u00f6glichen Fehlern der Kommission nahezu schutzlos ausgeliefert. Die DVO 2016\/223 greife auch deshalb nicht ein, weil die nationalen Beh\u00f6rden im Streitfall bereits \u00fcber die Erstattung entschieden h\u00e4tten und ausschlie\u00dflich das nationale Gericht, das keinen Weisungen der Kommission unterliege, die Entscheidung der Beh\u00f6rde zu \u00fcberpr\u00fcfen habe. Schlie\u00dflich komme die vom HZA begehrte Aussetzung des Verfahrens nicht in Betracht.<\/li><li>Mit Beschluss vom 20.04.2016&nbsp;&#8211; 4&nbsp;K&nbsp;1099\/14&nbsp;Z richtete das Finanzgericht D\u00fcsseldorf ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH mit der Frage nach der G\u00fcltigkeit der DVO 2016\/223.<\/li><li>Mit der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1395 der Kommission vom 18.08.2016 zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China, die von Buckinghan Shoe Mfg Co. Ltd., Buildyet Shoes Mfg., DongGuan Elegant Top Shoes Co. Ltd., Dongguan Stella Footwear Co. Ltd., Dongguan Taiway Sports Goods Limited, Foshan City Nanhai Qun Rui Footwear Co., Jianle Footwear Industrial, Sihui Kingo Rubber Shoes Factory, Synfort Shoes Co. Ltd., Taicang Kotoni Shoes Co. Ltd., Wei Hao Shoe Co. Ltd., Wei Hua Shoe Co. Ltd. und Win Profile Industries Ltd. hergestellt werden, sowie zur Durchf\u00fchrung des Urteils des Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-659\/13 und C-34\/14 \u2011\u2011DVO 2016\/1395\u2011\u2011 (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;225, 52) wurde ein endg\u00fcltiger Antidumpingzoll eingef\u00fchrt auf die w\u00e4hrend der Geltungsdauer der VO 1472\/2006 und der DVO 1294\/2009 erfolgten Einfuhren von n\u00e4her bestimmten Schuhen mit Oberteil aus Leder (vgl. Art.&nbsp;1 und Anh.&nbsp;II).<\/li><li>Mit der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1647 der Kommission vom 13.09.2016 zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in Vietnam, die von Best Royal Co. Ltd., Lac Cuong Footwear Co., Ltd., Lac Ty Co., Ltd., Saoviet Joint Stock Company (Megastar Joint Stock Company), VMC Royal Co. Ltd., Freetrend Industrial Ltd. und dem mit ihm verbundenen Unternehmen Freetrend Industrial A (Vietnam) Co., Ltd., Fulgent Sun Footwear Co., Ltd., General Shoes Ltd, Golden Star Co., Ltd., Golden Top Company Co., Ltd., Kingmaker Footwear Co. Ltd., Tripos Enterprise Inc. und Vietnam Shoe Majesty Co., Ltd. hergestellt werden, sowie zur Durchf\u00fchrung des Urteils des Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-659\/13 und C-34\/14 \u2011\u2011DVO 2016\/1647\u2011\u2011 (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;245, 16) wurden die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder weiterer Hersteller in den Antidumpingzoll einbezogen.<\/li><li>Mit der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/1731 der Kommission vom 28.09.2016 zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China und Vietnam, die von General Footwear Ltd. (China), Diamond Vietnam Co. Ltd. und Ty Hung Footgearmex\/Footwear Co. Ltd. hergestellt werden, sowie zur Durchf\u00fchrung des Urteils des Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-659\/13 und C-34\/14 \u2011\u2011DVO 2016\/1731\u2011\u2011 (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;262, 4) wurden nochmals die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder weiterer Hersteller in den Antidumpingzoll einbezogen.<\/li><li>Das HZA f\u00fchrt zur Begr\u00fcndung seiner Revision aus, das angefochtene FG-Urteil verletze materielles EU-Recht, weil es \u2011\u2011das HZA\u2011\u2011 nach der DVO 2016\/223 verpflichtet sei, den streitigen Antidumpingzoll nicht zu erstatten. Es m\u00fcsse die Bewertung der MWB- und IB-Antr\u00e4ge durch die Kommission und gegebenenfalls die Wiedereinf\u00fchrung des Antidumpingzolls zum angemessenen Satz abwarten. Es sei zwar zutreffend, dass die streitgegenst\u00e4ndlichen Hersteller der Kl\u00e4gerin von dem Vorabentscheidungsersuchen des FG erfasst gewesen seien. Allerdings stehe nicht zweifelsfrei fest, ob diese Hersteller MWB- beziehungsweise IB-Antr\u00e4ge gestellt h\u00e4tten. Dar\u00fcber hinaus habe es noch nicht bestandskr\u00e4ftig \u00fcber die Erstattung entschieden. Die DVO 2016\/223 greife im Streitfall sehr wohl ein. Abgesehen davon habe das Finanzgericht D\u00fcsseldorf es \u2011\u2011das HZA\u2011\u2011 in einem gleich gelagerten Fall nicht zur Erstattung des Antidumpingzolls verpflichtet, sondern dem EuGH noch vor dem Erlass der Vorentscheidung ein Vorabentscheidungsersuchen vorgelegt. Die DVO 2016\/223 regle nicht nur solche F\u00e4lle, die von den nationalen Zollbeh\u00f6rden zu entscheiden seien, sondern auch solche Streitf\u00e4lle, die bereits bei einem Gericht anh\u00e4ngig seien. Die G\u00fcltigkeit der DVO 2016\/223 sei somit eine wesentliche rechtliche Vorfrage f\u00fcr die vom Gericht zu treffende Entscheidung im vorliegenden Rechtsstreit.<\/li><li>Das HZA beantragt sinngem\u00e4\u00df,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/li><li>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<br \/>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/li><li>Sie regt an, den EuGH um eine Vorabentscheidung zu ersuchen. Es sei Sache der nationalen Beh\u00f6rden und Gerichte, die Voraussetzungen der Erstattung zu pr\u00fcfen. Das HZA und das FG seien aufgrund dessen, dass die VO 1472\/2006 und die DVO 1294\/2009 f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt worden seien, befugt und verpflichtet gewesen, den Sachverhalt dahin zu pr\u00fcfen und zu entscheiden, ob ihre Lieferanten die MWB- beziehungsweise IB-Antr\u00e4ge gestellt h\u00e4tten oder nicht. Die Behauptung des HZA, es stehe nicht fest, ob die Hersteller MWB- beziehungsweise IB-Antr\u00e4ge gestellt h\u00e4tten, m\u00fcsse als unzul\u00e4ssiger Tatsachenvortrag im Revisionsverfahren zur\u00fcckgewiesen werden. Nachdem die Antidumpingverordnungen f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt worden seien, h\u00e4tte das HZA die zu Unrecht vereinnahmten Antidumpingz\u00f6lle zur\u00fcckerstatten m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus sei die DVO 2016\/223 an diejenigen Zollbeh\u00f6rden gerichtet, die \u00fcber R\u00fcckerstattungsantr\u00e4ge zu befinden h\u00e4tten. Im Streitfall habe das HZA jedoch den R\u00fcckerstattungsantrag mit der Entscheidung vom 05.07.2012 endg\u00fcltig abgelehnt. Diese Ablehnung sei Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens und habe nur durch ein Urteil f\u00fcr rechtswidrig oder rechtsg\u00fcltig erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Die in der DVO 2016\/223 den Zollbeh\u00f6rden auferlegte Pflicht, die rechtswidrigen Z\u00f6lle nicht zu erstatten, f\u00fchre zum Fortbestand der VO 1472\/2006, obwohl diese r\u00fcckwirkend f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt worden sei. Ein solches Vorgehen versto\u00dfe gegen prim\u00e4res EU-Recht. Die GrundVO sei ferner als sekund\u00e4res Recht dem ZK nicht \u00fcbergeordnet. Die Verordnungen, mit denen auf die Einfuhren ihrer Zulieferer r\u00fcckwirkend Antidumpingz\u00f6lle verh\u00e4ngt worden seien, seien ferner mit der DVO 2016\/223 untrennbar verbunden. Es sei erforderlich, die Frage nach der G\u00fcltigkeit dieser Verordnungen dem EuGH vorzulegen. Die GrundVO d\u00fcrfe die unmittelbaren Wirkungen einer ex tunc-Nichtigerkl\u00e4rung der VO 1472\/2006 hinsichtlich der R\u00fcckzahlung unrechtm\u00e4\u00dfiger Z\u00f6lle nicht verhindern. Ferner d\u00fcrfe die DVO 2016\/223 keine Bedingungen beziehungsweise Ausnahmen bez\u00fcglich der Anwendung von Art.&nbsp;236 ZK schaffen. Au\u00dferdem sei der Rat und nicht die Kommission f\u00fcr den Erlass der drei nachtr\u00e4glich erlassenen Antidumpingverordnungen zust\u00e4ndig gewesen. In den F\u00e4llen Brosmann Footwear (HK) Ltd. und Zhejiang Aokang Shoes Co. Ltd. habe der Rat den Vorschlag der Kommission zur Wiedereinf\u00fchrung von Z\u00f6llen abgelehnt. Sie k\u00f6nne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommission die drei Verordnungen ohne Zust\u00e4ndigkeit erlassen habe, um eine \u00e4hnliche Ablehnung zu vermeiden. Hinzu komme, dass die GrundVO &#8222;in der zum Zeitpunkt des Erlasses der VO 1472\/2006 im Jahre 2006 oder im Jahr 2016 geltenden Fassung&#8220; keine Vorschriften enthalten habe, die eine Wiederer\u00f6ffnung des abgeschlossenen Schuhverfahrens, die erneute Bewertung der MWB- und IB-Antr\u00e4ge und des r\u00fcckwirkenden Wiedererlasses von au\u00dfer Kraft getretenen Z\u00f6llen erlaubt h\u00e4tten. Die Untersuchung habe auch deshalb nicht wieder er\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, weil das Schuhverfahren mit Auslaufen der Z\u00f6lle am 31.03.2011 abgeschlossen gewesen sei. Die r\u00fcckwirkende Verl\u00e4ngerung von Antidumpingz\u00f6llen sei nicht erlaubt. Die Verordnungen h\u00e4tten au\u00dferdem R\u00fcckwirkung und verstie\u00dfen gegen die Grunds\u00e4tze des Vertrauensschutzes und der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit sowie der Nichtdiskriminierung. Die Kommission missbrauche ihr Ermessen.<\/li><li>Mit Urteil vom 15.03.2018&nbsp;&#8211; C-256\/16, EU:C:2018:187 hat der EuGH die G\u00fcltigkeit der DVO 2016\/223 best\u00e4tigt.<\/li><li>Daraufhin hat die Kl\u00e4gerin ihren Vortrag im Revisionsverfahren dahingehend erg\u00e4nzt, dass dieses EuGH-Urteil die DVO 2016\/223 und damit lediglich eine Verfahrensregelung betreffe. Die Wirksamkeit der streitgegenst\u00e4ndlichen Durchf\u00fchrungsverordnungen k\u00f6nne nicht fingiert werden.<\/li><li>Mit Beschluss vom 28.12.2018&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;15\/16 hat der erkennende Senat das Verfahren bis zur Entscheidung \u00fcber das Vorabentscheidungsersuchen Rechtssache C-612\/16 und die Nichtigkeitsklagen Rechtssachen T-781\/16, T-782\/16 und T-861\/16 ausgesetzt.<\/li><li>Nachdem der EuGH \u00fcber die Rechtssachen C-612\/16 mit Urteil vom 19.06.2019, EU:C:2019:508 und das Gericht der Europ\u00e4ischen Union \u00fcber die Rechtssache T-781\/16 mit Urteil vom 09.06.2021, EU:T:2021:328 (Entscheidung \u00fcber Rechtsmittel mit Urteil vom 08.09.2022&nbsp;&#8211; C-507\/21&nbsp;P, EU:C:2022:649) entschieden haben und die Rechtssache T-782\/16 und T-861\/16 durch L\u00f6schung aus dem Register erledigt worden ist, hat der erkennende Senat das vorliegende Verfahren unter dem neuen Aktenzeichen VII&nbsp;R&nbsp;2\/23 fortgef\u00fchrt.<\/li><li>Nach richterlichem Hinweis auf das Senatsurteil vom 13.12.2022&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;13\/20 (BFHE 279, 374) hat die Kl\u00e4gerin ihr bisheriges Vorbringen dahingehend erg\u00e4nzt, dass die Aussage des Senats, das HZA sei nach Erlass der DVO 2016\/1647 und der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) 2016\/2257 der Kommission vom 14.12.2016 zur Wiedereinf\u00fchrung eines endg\u00fcltigen Antidumpingzolls und zur endg\u00fcltigen Vereinnahmung des vorl\u00e4ufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China, die von Chengdu Sunshine Shoes Co. Ltd., Foshan Nanhai Shyang Yuu Footwear Ltd. und Fujian Sunshine Footwear Co. Ltd. hergestellt werden, sowie zur Durchf\u00fchrung des Urteils des Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-659\/13 und C-34\/14 (ABlEU 2016, Nr.&nbsp;L&nbsp;340, 1) nicht zu einer erneuten Festsetzung des Antidumpingzolls durch Erlass eines neuen Einfuhrabgabenbescheids verpflichtet gewesen, nach Erlass des EuGH-Urteils vom 08.09.2022&nbsp;&#8211; C-507\/21&nbsp;P, EU:C:2022:649 neu zu bewerten sei. Die Wiedereinf\u00fchrung der Antidumpingz\u00f6lle sei notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Festsetzung und Mitteilung der Zollschuld. Nach Wiedereinf\u00fchrung der Rechtsgrundlage auf EU-Ebene bed\u00fcrfe es der Berechnung und Mitteilung des Abgabenbetrags auf mitgliedstaatlicher Ebene. Es h\u00e4tte damit zwingend der neuerlichen buchm\u00e4\u00dfigen Erfassung nach Art.&nbsp;217 ZK und der Mitteilung an den Zollschuldner auf Grundlage von Art.&nbsp;221 Abs.&nbsp;1 ZK bedurft. Gegebenenfalls sei hierzu der EuGH anzurufen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Revision ist begr\u00fcndet (\u00a7&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung \u2011\u2011FGO\u2011\u2011). Die Vorentscheidung verletzt Bundesrecht (\u00a7&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Sie ist daher aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/li><li>Der Senat entscheidet nach \u00a7&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. \u00a7&nbsp;90a FGO durch Gerichtsbescheid.<\/li><li>1. Nach Art.&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 ZK werden Einfuhr- oder Ausfuhrabgaben insoweit erstattet, als nachgewiesen wird, dass der Betrag im Zeitpunkt der Zahlung nicht gesetzlich geschuldet war oder entgegen Art.&nbsp;220 Abs.&nbsp;2 ZK buchm\u00e4\u00dfig erfasst wurde. Die geltenden Zollvorschriften und somit auch Art.&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 ZK sind gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 VO 1472\/2006 beziehungsweise Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;5 DVO 1294\/2009 auf die in diesen Verordnungen festgelegten Antidumpingz\u00f6lle anzuwenden.<\/li><li>Im Streitfall schuldete die Kl\u00e4gerin den entrichteten Antidumpingzoll, weil die von ihr im noch betroffenen Zeitraum vom 21.12.2008 bis 31.03.2011 aus China und Vietnam eingef\u00fchrten und zum zollrechtlich freien Verkehr (vgl. Art.&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, Abs.&nbsp;2 ZK) angemeldeten Schuhe sowohl im Zeitpunkt der buchm\u00e4\u00dfigen Erfassung (Art.&nbsp;217 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 ZK) als auch \u2011\u2011in der \u00fcberwiegenden Zahl der F\u00e4lle\u2011\u2011 im Zeitpunkt der Zahlung einem Antidumpingzoll nach der VO&nbsp;1472\/2006, verl\u00e4ngert um einen Zeitraum von 15&nbsp;Monaten durch Art.&nbsp;2 DVO&nbsp;1294\/2009 bis 31.03.2011, unterlagen. Die Kl\u00e4gerin ist als Anmelderin nach Art.&nbsp;201 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 ZK Schuldnerin des Antidumpingzolls.<\/li><li>Das HZA hat der Berechnung des Antidumpingzolls zu Recht den allgemeinen Antidumpingzollsatz in H\u00f6he von 16,5&nbsp;% f\u00fcr die aus China eingef\u00fchrten Schuhe und in H\u00f6he von 10&nbsp;% f\u00fcr die aus Vietnam eingef\u00fchrten Schuhe auf den Nettopreis frei Grenze der Union, unverzollt, zugrunde gelegt (Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VO 1472\/2006, Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 DVO 1294\/2009). Ein unternehmensspezifischer Antidumpingzollsatz war f\u00fcr die hier betroffenen ausf\u00fchrenden Hersteller (\u2026) nicht vorgesehen, weil die Kommission f\u00fcr die nicht in die Stichprobe einbezogenen Ausf\u00fchrer keine individuelle Entscheidung \u00fcber MWB-Antr\u00e4ge gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;b GrundVO i.d.F. der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;2117\/2005 des Rates vom 21.12.2005 zur \u00c4nderung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;384\/96 \u00fcber den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft geh\u00f6renden L\u00e4ndern (ABlEU 2005, Nr.&nbsp;L&nbsp;340, 17) beziehungsweise der neueren Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1225\/2009 des Rates vom 30.11.2009 \u00fcber den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft geh\u00f6renden L\u00e4ndern \u2011\u2011kodifizierte Fassung\u2011\u2011 (ABlEU 2009, Nr.&nbsp;L&nbsp;343, 51) getroffen (Erw\u00e4gungsgr\u00fcnde 60&nbsp;ff. VO 1472\/2006) und auch keine IB nach Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 GrundVO gew\u00e4hrt hatte (Erw\u00e4gungsgr\u00fcnde 82&nbsp;ff. VO 1472\/2006).<\/li><li>Die Berechnung des Antidumpingzolls und die Tarifierung der eingef\u00fchrten Waren wurden von der Kl\u00e4gerin nicht in Frage gestellt, weshalb der Senat insoweit von weiteren Ausf\u00fchrungen absieht.<\/li><li>2. F\u00fcr die Entstehung des streitgegenst\u00e4ndlichen Antidumpingzolls besteht eine Rechtsgrundlage. Der Rechtsgrund f\u00fcr die buchm\u00e4\u00dfige Erfassung beziehungsweise Zahlung des Antidumpingzolls ist nicht infolge der Beanstandung der VO 1472\/2006 und der DVO 1294\/2009 durch den EuGH und der anschlie\u00dfenden Wiederaufnahme des Antidumpingverfahrens durch die Kommission nachtr\u00e4glich entfallen.<\/li><li>a) Mit Urteil vom 04.02.2016&nbsp;&#8211; C-659\/13 und C-34\/14, EU:C:2016:74 erkl\u00e4rte der EuGH die VO 1472\/2006 und die DVO 1294\/2009 zwar f\u00fcr ung\u00fcltig, soweit sie gegen Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;b und Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 GrundVO verstie\u00dfen, weil der Rat und die Kommission nicht \u00fcber die Antr\u00e4ge auf MWB und IB der nicht in die gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;17 GrundVO gebildete Stichprobe einbezogenen chinesischen und vietnamesischen ausf\u00fchrenden Hersteller entschieden hatten.<\/li><li>Infolgedessen nahm die Kommission entsprechend ihrer Verpflichtung aus Art.&nbsp;266 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union das Antidumpingverfahren in dem Stadium wieder auf, in dem die Regelwidrigkeit eingetreten war, und erlie\u00df die DVO 2016\/223. Diese Vorgehensweise h\u00e4lt der erkennende Senat f\u00fcr unionsrechtskonform, sodass zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Senatsurteil vom 13.12.2022&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;13\/20 (BFHE 279, 374, Rz&nbsp;29) verwiesen wird. Abgesehen davon hat der EuGH die G\u00fcltigkeit der DVO 2016\/223 mit Urteil vom 15.03.2018&nbsp;&#8211; C-256\/16, EU:C:2018:187 best\u00e4tigt (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 13.12.2022&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;13\/20, BFHE 279, 374, Rz&nbsp;30&nbsp;ff.; vgl. auch EuGH-Urteil vom 11.01.2024&nbsp;&#8211; C-517\/22&nbsp;P, EU:C:2024:9, Rz&nbsp;51 und 57).<\/li><li>Mit der DVO 2016\/1647 hat die Kommission u.a. f\u00fcr \u2026, und mit der DVO 2016\/1395 u.a. f\u00fcr \u2026, sowie mit DVO 2016\/1731 u.a. f\u00fcr \u2026, einen endg\u00fcltigen Antidumpingzoll in H\u00f6he von 10&nbsp;% (Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 DVO 2016\/1647 i.V.m. Anh.&nbsp;II zur DVO 2016\/1647; Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 DVO 2016\/1731) beziehungsweise 16,5&nbsp;% (Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 i.V.m. Anh.&nbsp;II zur DVO 2016\/1395) auf den Nettopreis frei Grenze der Union, unverzollt, eingef\u00fchrt. Im Ergebnis werden somit die streitgegenst\u00e4ndlichen Einfuhren von diesen drei nachtr\u00e4glich erlassenen Verordnungen erfasst. Die neu geregelten Zolls\u00e4tze entsprechen den Zolls\u00e4tzen, die mit den vom EuGH beanstandeten Antidumpingverordnungen VO 1472\/2006 und DVO 1294\/2009 festgesetzt worden waren. Mit dem Erlass der DVO 2016\/1647, der DVO 2016\/1395 und der DVO 2016\/1731 hat die Kommission die vom EuGH festgestellten M\u00e4ngel des Antidumpingverfahrens beseitigt und dieses endg\u00fcltig abgeschlossen.<\/li><li>Auf den Einwand des HZA, es sei nicht unstreitig, dass die hier betroffenen Ausf\u00fchrer einen MWB- oder IB-Antrag gestellt haben, kommt es daher im Ergebnis nicht mehr an.<\/li><li>b) Die vom EuGH beanstandeten Verordnungen wurden nicht in vollem Umfang f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt, sondern nur insoweit, als der Rat und die Kommission gegen die Vorgaben der GrundVO versto\u00dfen hatte.<\/li><li>Infolge des Erlasses der unionsrechtskonformen DVO 2016\/1647, DVO 2016\/1395 und DVO 2016\/1731 wurden die VO 1472\/2006 und die DVO 1294\/2009 insofern ersetzt, als ein endg\u00fcltiger Antidumpingzoll auf die w\u00e4hrend der Geltungsdauer jener Verordnungen erfolgten Einfuhren von bestimmten Schuhen wiedereingef\u00fchrt wurde und die vom EuGH beanstandeten Verfahrensfehler geheilt wurden. Somit beruhte die Entstehung der Antidumpingz\u00f6lle infolge der Annahme der Zollanmeldungen zum zollrechtlich freien Verkehr nach Art.&nbsp;201 Abs.&nbsp;2 ZK f\u00fcr die von der Kl\u00e4gerin eingef\u00fchrten Schuhe und die Festsetzung des Antidumpingzolls auf einer wirksamen Rechtsgrundlage, mit der Folge, dass der Antidumpingzoll im Sinne von Art.&nbsp;236 ZK gesetzlich geschuldet war.<\/li><li>Auch eine teilweise Erstattung kommt im Streitfall nicht in Betracht, weil die H\u00f6he der festgesetzten Antidumpingzolls\u00e4tze im Vergleich zur VO 1472\/2006 und der DVO 1294\/2009 unver\u00e4ndert geblieben ist.<\/li><li>Dass die Wiederaufnahme eines Verwaltungsverfahrens und die wirksame Wiedereinf\u00fchrung von Antidumpingz\u00f6llen nicht dazu f\u00fchren, dass die sofortige und vollst\u00e4ndige Erstattung zuvor entrichteter Antidumpingz\u00f6lle geboten ist, hat der EuGH schlie\u00dflich auch in seinem Urteil vom 11.01.2024&nbsp;&#8211; C-517\/22&nbsp;P, EU:C:2024:9, Rz&nbsp;58&nbsp;ff. best\u00e4tigt.<\/li><li>c) Die Wiedereinf\u00fchrung der Antidumpingz\u00f6lle verst\u00f6\u00dft weder gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes noch gegen das R\u00fcckwirkungsverbot. Insofern wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Senatsurteil vom 13.12.2022&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;13\/20 (BFHE 279, 374, Rz&nbsp;38&nbsp;ff.) verwiesen (vgl. auch EuGH-Urteil vom 11.01.2024&nbsp;&#8211; C-517\/22&nbsp;P, EU:C:2024:9, Rz&nbsp;62).<\/li><li>3. Das HZA war nach Erlass der DVO 2016\/1395, DVO 2016\/1647 und DVO 2016\/1731 nicht zu einer erneuten Festsetzung des Antidumpingzolls durch Erlass eines neuen Einfuhrabgabenbescheids gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin verpflichtet.<\/li><li>a) Gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;221 Abs.&nbsp;1 ZK ist der Abgabenbetrag dem Zollschuldner in geeigneter Form mitzuteilen, sobald der Betrag buchm\u00e4\u00dfig erfasst worden ist. Diese Mitteilung an den Zollschuldner darf gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;221 Abs.&nbsp;3 ZK nach Ablauf einer Frist von drei Jahren nach dem Zeitpunkt des Entstehens der Zollschuld nicht mehr erfolgen. Diese Frist ist w\u00e4hrend der Dauer eines Rechtsbehelfsverfahrens ausgesetzt.<\/li><li>Dass das HZA der Kl\u00e4gerin den Antidumpingzoll urspr\u00fcnglich nicht innerhalb der Frist nach Art.&nbsp;221 Abs.&nbsp;3 ZK mitgeteilt h\u00e4tte, hat die Kl\u00e4gerin nicht vorgebracht, sodass davon auszugehen ist, dass diese Frist eingehalten wurde.<\/li><li>Anhaltspunkte f\u00fcr eine Nichtigkeit der Einfuhrabgabenbescheide im Sinne von \u00a7&nbsp;125 der Abgabenordnung bestehen ebenfalls nicht.<\/li><li>b) Eine nochmalige Mitteilung des auf die Einfuhren der Kl\u00e4gerin entfallenden Antidumpingzolls war aufgrund der besonderen Umst\u00e4nde des vorliegenden Streitfalls (vgl. EuGH-Urteil vom 19.06.2019&nbsp;&#8211; C-612\/16, EU:C:2019:508, Rz&nbsp;84&nbsp;ff.) nach \u00dcberzeugung des erkennenden Senats nicht geboten.<\/li><li>aa) Dies ergibt sich bereits daraus, dass die Rechtsgrundlage f\u00fcr die Festsetzung des Antidumpingzolls dem Grunde nach nicht entfallen war (s. oben), weil die VO 1472\/2006 und die DVO 1294\/2009 \u2011\u2011abgesehen von den punktuellen Beanstandungen durch den EuGH\u2011\u2011 grunds\u00e4tzlich wirksam geblieben sind. Mit dem Erlass der DVO 2016\/1395, DVO 2016\/1647 und DVO 2016\/1731 hat die Kommission die vom EuGH festgestellten Verfahrensfehler beseitigt, aber keine inhaltlichen \u00c4nderungen an der VO 1472\/2006 beziehungsweise der DVO 1294\/2009 vorgenommen und insbesondere entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin keinen neuen Antidumpingzoll eingef\u00fchrt. Insbesondere hat die Kommission auch nach nochmaliger Pr\u00fcfung der MWB- und IB-Antr\u00e4ge der hier in Rede stehenden Ausf\u00fchrer keinen unternehmensspezifischen Antidumpingzollsatz f\u00fcr diese eingef\u00fchrt, sodass der Antidumpingzollsatz und dementsprechend die H\u00f6he des geschuldeten Antidumpingzolls unver\u00e4ndert geblieben sind. Somit kommt auch eine teilweise Erstattung \u2011\u2011unabh\u00e4ngig davon, ob diese \u00fcberhaupt zul\u00e4ssig w\u00e4re\u2011\u2011 nicht in Betracht.<\/li><li>bb) Abgesehen davon ist die Entstehung der Zollschuld von der Mitteilung ihres Betrages unabh\u00e4ngig; die Mitteilung hat keinen Einfluss auf die Existenz der Zollschuld. Der Betrag der Einfuhrabgaben bleibt daher im Sinne von Art.&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 ZK auch dann gesetzlich geschuldet, wenn er dem Zollschuldner nicht gem\u00e4\u00df Art.&nbsp;221 Abs.&nbsp;1 ZK mitgeteilt wurde (vgl. EuGH-Urteil vom 20.10.2005&nbsp;&#8211; C-247\/04, EU:C:2005:628, Rz&nbsp;26&nbsp;ff.).<\/li><li>c) Die teilweise Ung\u00fcltigerkl\u00e4rung der VO 1472\/2006 und der DVO 1294\/2009 begr\u00fcndete auch keine Verpflichtung der nationalen Zollbeh\u00f6rden zur vor\u00fcbergehenden Erstattung sowie zur erneuten Mitteilung des Antidumpingzolls. In dem EuGH-Urteil vom 04.02.2016&nbsp;&#8211; C-659\/13 und C-34\/14, EU:C:2016:74 wurde eine solche Verpflichtung nicht ausgesprochen. Vielmehr ergab sich aus dieser Entscheidung lediglich die Verpflichtung der Kommission, die zu Unrecht nicht ber\u00fccksichtigten MWB- und IB-Antr\u00e4ge nachtr\u00e4glich zu pr\u00fcfen und das Antidumpingverfahren an der Stelle wiederaufzunehmen, an welcher der Fehler aufgetreten war. Dar\u00fcber hinaus stand einer vor\u00fcbergehenden Erstattung die DVO 2016\/223 entgegen, deren G\u00fcltigkeit der EuGH \u2011\u2011wie bereits ausgef\u00fchrt\u2011\u2011 mit Urteil vom 15.03.2018&nbsp;&#8211; C-256\/16, EU:C:2018:187 best\u00e4tigt hat.<\/li><li>d) Da im Streitfall aufgrund der DVO 2016\/223 der von der Kl\u00e4gerin gezahlte Antidumpingzoll nicht (vor\u00fcbergehend) erstattet wurde, liegt der Sachverhalt auch anders als in den EuGH-Urteilen vom 02.02.2012&nbsp;&#8211; C-249\/10&nbsp;P, EU:C:2012:53 und vom 15.11.2012&nbsp;&#8211; C-247\/10&nbsp;P, EU:C:2012:710, in denen aufgrund der Nichtigerkl\u00e4rung der Antidumpingverordnungen im Hinblick auf diese Ausf\u00fchrer eine Erstattung erfolgt war (vgl. dazu Erw\u00e4gungsgrund&nbsp;10 DVO 2016\/223, mit Verweis auf Beschluss 2014\/149\/EU).<\/li><li>e) Entgegen den Ausf\u00fchrungen der Kl\u00e4gerin in ihrem Schriftsatz vom 03.08.2023 erfordert auch das EuGH-Urteil vom 08.09.2022&nbsp;&#8211; C-507\/21&nbsp;P, EU:C:2022:649 keine erneute Mitteilung des Antidumpingzolls an die Kl\u00e4gerin. Der EuGH weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass sich andere Einf\u00fchrer, denen der Antidumpingzoll erstattet wurde, in einer anderen Situation als die Kl\u00e4ger in dem Verfahren C-507\/21&nbsp;P befinden (Rz&nbsp;73), denen die gezahlten Abgaben aufgrund der Wiedereinf\u00fchrung der Antidumpingz\u00f6lle nicht erstattet werden konnten (Rz&nbsp;68). Im Ergebnis sind die Kl\u00e4ger dieses Verfahrens in derselben Situation wie die Einf\u00fchrer, denen die Antidumpingz\u00f6lle erstattet und sp\u00e4ter wieder auferlegt wurden (Rz&nbsp;79). Aus dieser Entscheidung geht somit hervor, dass der EuGH eine erneute Mitteilung der Abgaben nur dann in Betracht zieht, wenn der Antidumpingzoll zuvor erstattet wurde.<\/li><li>Die Antidumpingz\u00f6lle wurden im Streitfall buchm\u00e4\u00dfig erfasst und diese buchm\u00e4\u00dfige Erfassung wurde nicht aufgehoben. Eine nochmalige buchm\u00e4\u00dfige Erfassung kommt auch aus diesem Grund vorliegend nicht in Betracht.<\/li><li>4. Ein Anlass zur Einholung einer Vorabentscheidung des EuGH besteht \u2011\u2011wie bereits ausgef\u00fchrt\u2011\u2011 nicht, weil der erkennende Senat die hier zu beurteilenden Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Einf\u00fchrung und Erg\u00e4nzung der Antidumpingz\u00f6lle durch die oben genannten EuGH-Entscheidungen als gekl\u00e4rt ansieht (vgl. EuGH-Urteile vom 06.10.1982&nbsp;&#8211; 283\/81, EU:C:1982:335, Slg.&nbsp;1982, 3415, Rz&nbsp;16 und vom 06.10.2021&nbsp;&#8211; C-561\/19, EU:C:2021:799). Auch insoweit wird auf die Ausf\u00fchrungen des erkennenden Senats in seinem Urteil vom 13.12.2022&nbsp;&#8211; VII&nbsp;R&nbsp;13\/20 (BFHE 279, 374) verwiesen. Hinzu tritt der Umstand, dass auch das EuGH-Urteil vom 11.01.2024&nbsp;&#8211; C-517\/22&nbsp;P, EU:C:2024:9 \u2011\u2011und damit die j\u00fcngere Rechtsprechung des EuGH\u2011\u2011 diese Rechtsauffassung st\u00fctzt.<\/li><li>5. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECLI:DE:BFH:2024:U.200224.VIIR2.23.0 BFH VII. Senat ZK Art 236 Abs 1, EWGV 2913\/92 Art 236 Abs 1, EGV 1472\/2006 , EUV 1294\/2009 , EUV 2016\/1395 , EUV 2016\/1647 , EUV 2016\/1731 , EGV 384\/96 Art 2 Abs 7 Buchst b, EGV 384\/96 Art 9 Abs 5 vorgehend FG M\u00fcnchen, 24. Oktober 2013, Az: 14 K 3714\/12 Leits\u00e4tze &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/antidumpingzoll-auf-die-einfuhren-von-schuhen-mit-oberteil-aus-leder-aus-der-volksrepublik-china-und-aus-der-sozialistischen-republik-vietnam-bfh-urteil-vom-20-februar-2024-vii-r-2-23-vii-r-15-16\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Schuhen mit Oberteil aus Leder aus der Volksrepublik China und aus der Sozialistischen Republik Vietnam &#8211; BFH-Urteil vom 20. 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