{"id":77580,"date":"2025-04-25T11:29:28","date_gmt":"2025-04-25T09:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=77580"},"modified":"2025-04-25T11:29:28","modified_gmt":"2025-04-25T09:29:28","slug":"bfh-urteil-vom-12-dezember-2024-vi-r-25-22-keine-arbeitgebereigenschaft-einer-betriebsstaette-nach-abkommensrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-12-dezember-2024-vi-r-25-22-keine-arbeitgebereigenschaft-einer-betriebsstaette-nach-abkommensrecht\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 12. Dezember 2024, VI R 25\/22: Keine Arbeitgebereigenschaft einer Betriebsst\u00e4tte nach Abkommensrecht"},"content":{"rendered":"\n<p>ECLI:DE:BFH:2024:U.121224.VIR25.22.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH VI. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>EStG \u00a7 19, EStG \u00a7 38, EStG \u00a7 41a, EStG \u00a7 49, GG Art 3 Abs 1, AEUV Art 49, AEUV Art 54, AEUV Art 45, EWRAbk Art 1, EWRAbk Art 2, EWRAbk Art 28, EWRAbk Art 31, EWRAbk Art 34, VtrRKonv Art 31, OECDMustAbk Art 7, DBA NLD 2012 Art 3, DBA NLD 2012 Art 14 Abs 2, DBA NLD 2012 Art 14 Abs 1, DBA JPN 2015 Art 3, DBA JPN 2015 Art 14 Abs 1, DBA JPN 2015 Art 14 Abs 2, DBA ESP 2011 Art 3, DBA ESP 2011 Art 14 Abs 1, DBA ESP 2011 Art 14 Abs 2, DBA AUS 2015 Art 3, DBA AUS 2015 Art 14 Abs 1, DBA AUS 2015 Art 14 Abs 2, DBA IRL 2011 Art 3, DBA IRL 2011 Art 14 Abs 1, DBA IRL 2011 Art 14 Abs 2, DBA GBR 2010 Art 3, DBA GBR 2010 Art 14 Abs 1, DBA GBR 2010 Art 14 Abs 2, DBA BEL Art 3, DBA BEL Art 15 Abs 1, DBA BEL Art 15 Abs 2, DBA CHE 1971 Art 3, DBA CHE 1971 Art 15 Abs 1, DBA CHE 1971 Art 15 Abs 2, DBA ITA 1989 Art 3, DBA ITA 1989 Art 15 Abs 1, DBA ITA 1989 Art 15 Abs 2, DBA DNK 1995 Art 3, DBA DNK 1995 Art 15 Abs 1, DBA DNK 1995 Art 15 Abs 2, DBA CAN 2001 Art 3, DBA CAN 2001 Art 15 Abs 1, DBA CAN 2001 Art 15 Abs 2, DBA SGP 2004 Art 3, DBA SGP 2004 Art 15 Abs 1<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht , 16. Dezember 2021, Az: 11 K 14197\/20<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ausl\u00e4ndische Betriebsst\u00e4tte einer im Inland ans\u00e4ssigen rechtlich selbst\u00e4ndigen Person kann nicht Arbeitgeber im Sinne der Art. 14 Abs. 2 Buchst. b DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art. 15 Abs. 2 Nr. 2 DBA-Belgien 1967\/2010; Art. 15 Abs. 2 Buchst. b DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art. XI Abs. 3 Buchst. b DBA-Griechenland 1966 und Art. 13 Abs. 4 Nr. 2 DBA-Frankreich 1959\/2015 sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Revision der Kl\u00e4gerin gegen das Urteil des Nieders\u00e4chsischen Finanzgerichts vom 16.12.2021 &#8211; 11 K 14197\/20 wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl\u00e4gerin zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tatbestand<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) betreibt in der Rechtsform einer Europ\u00e4ischen Aktiengesellschaft ein Unternehmen. Ihr Stammhaus befindet sich in X in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland). Sie unterh\u00e4lt zahlreiche Zweigniederlassungen im europ\u00e4ischen und au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland; unter anderem im K\u00f6nigreich der Niederlande, in Japan, in der Republik Frankreich, im Vereinigten K\u00f6nigreich Gro\u00dfbritannien und Nordirland, im K\u00f6nigreich Belgien, in der Schweizerischen Eidgenossenschaft, im K\u00f6nigreich Spanien, in der Italienischen Republik, in Australien, im K\u00f6nigreich D\u00e4nemark, in der Hellenischen Republik, in Kanada, in der Republik Singapur, in Irland und im K\u00f6nigreich Norwegen (Norwegen). Die dort t\u00e4tigen und auch im jeweiligen Besch\u00e4ftigungsstaat wohnhaften Arbeitnehmer sind zivilrechtlich bei der Kl\u00e4gerin angestellt.<\/li><li>Die Mitarbeiter der ausl\u00e4ndischen Zweigniederlassungen kommen in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden f\u00fcr kurzfristige Dienstreisen (beispielsweise f\u00fcr Schulungen, Seminare, Workshops, Projektarbeiten oder Managementforen) nach Deutschland. Sie halten sich nicht mehr als 183&nbsp;Tage im Steuer- beziehungsweise Kalenderjahr beziehungsweise innerhalb eines Zeitraums von zw\u00f6lf Monaten, der w\u00e4hrend des betreffenden Jahres beginnt oder endet, in Deutschland auf. Die Dienstreisen nehmen die Arbeitnehmer im Interesse der jeweiligen Auslandsniederlassung vor, welche neben der kompletten T\u00e4tigkeitsverg\u00fctung auch die Reisekosten tr\u00e4gt. Die gesamten mit der T\u00e4tigkeit dieser Mitarbeiter verbundenen Kosten erfasst die jeweilige Auslandszweigniederlassung in ihrer Buchf\u00fchrung. Das Stammhaus erstattet diese Kosten nicht.<\/li><li>In der Lohnsteuer-Anmeldung f\u00fcr Februar 2020 (Streitzeitraum) sch\u00e4tzte die Kl\u00e4gerin in \u00dcbereinstimmung mit einer vom Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt \u2011\u2011FA\u2011\u2011) erteilten Anrufungsauskunft die auf die Inlandsdienstreisen der Mitarbeiter der jeweiligen ausl\u00e4ndischen Zweigniederlassungen entfallenden Lohnsteuerbetr\u00e4ge.<\/li><li>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) ab.<\/li><li>Mit der Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/li><li>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des Nieders\u00e4chsischen FG vom 16.12.2021&nbsp;&#8211; 11&nbsp;K&nbsp;14197\/20 sowie die Einspruchsentscheidung vom 24.08.2020 aufzuheben und die Lohnsteuer-Anmeldung f\u00fcr Februar 2020 dahingehend zu \u00e4ndern, dass die Lohnsteuer insoweit herabgesetzt wird, als sie auf die Verg\u00fctungsanteile f\u00fcr Inlandsreisen der bei ausl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tten der Kl\u00e4gerin in DBA-Vertragsstaaten besch\u00e4ftigten Arbeitnehmer entf\u00e4llt.<\/li><li>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II.<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Revision ist unbegr\u00fcndet und zur\u00fcckzuweisen (\u00a7&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung \u2011\u2011FGO\u2011\u2011). Das FG hat zutreffend entschieden, dass die Kl\u00e4gerin die Lohnsteuer, die auf die Verg\u00fctungen ihrer Arbeitnehmer aus den ausl\u00e4ndischen Zweigniederlassungen f\u00fcr deren im Streitzeitraum durchgef\u00fchrte Inlandsdienstreisen entf\u00e4llt, zu Recht einbehalten und angemeldet hat.<\/li><li>1. Das FG ist zun\u00e4chst zutreffend (stillschweigend) davon ausgegangen, dass die Klage zul\u00e4ssig ist.<\/li><li>Die Lohnsteuer-Anmeldung ist eine Steuererkl\u00e4rung im Sinne von \u00a7&nbsp;150 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO), in der der Arbeitgeber die Steuer selbst zu berechnen hat. Sie steht einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung gleich (\u00a7\u00a7&nbsp;167, 168 AO). Da die Kl\u00e4gerin die Lohnsteuer-Anmeldung f\u00fcr rechtswidrig h\u00e4lt, kann sie diese, auch wenn die Steuerfestsetzung den eigenen Angaben folgt, anfechten.<\/li><li>2. Die in ihrem jeweiligen Besch\u00e4ftigungsstaat wohnhaften Arbeitnehmer der Kl\u00e4gerin sind in Deutschland mit dem f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit in Deutschland bezogenen Arbeitslohn beschr\u00e4nkt steuerpflichtig (\u00a7&nbsp;1 Abs.&nbsp;4, \u00a7&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 und \u00a7&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes \u2011\u2011EStG\u2011\u2011).<\/li><li>3. Die Kl\u00e4gerin ist, was zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig ist, nach dem nationalen (Lohn-)Steuerrecht als inl\u00e4ndische Arbeitgeberin (\u00a7&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) zum Einbehalt (\u00a7&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, \u00a7&nbsp;39b EStG) und zur Anmeldung der Lohnsteuer (\u00a7&nbsp;41a EStG) hinsichtlich der Verg\u00fctung verpflichtet, die auf die inl\u00e4ndischen Dienstreisen der im Ausland ans\u00e4ssigen Arbeitnehmer entf\u00e4llt.<\/li><li>Auch ist die H\u00f6he der Lohnsteuer zwischen den Beteiligten zu Recht unstreitig. Die Erfassung der Lohnsteuer in H\u00f6he einer gesch\u00e4tzten Abschlagszahlung entspricht zwar nicht der gesetzlichen Regelung des \u00a7&nbsp;41a EStG. Das FA hat der Kl\u00e4gerin allerdings eine Lohnsteuer-Anrufungsauskunft gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;42e EStG erteilt, nach der die vor\u00fcbergehende Sch\u00e4tzung der einzubehaltenden Lohnsteuer der ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer unter bestimmten, in der Anrufungsauskunft n\u00e4her festgelegten, Voraussetzungen zur Vereinfachung der unterj\u00e4hrigen Abwicklung der Besteuerung von entsandten Mitarbeitern zul\u00e4ssig ist. An diese Auskunft ist das FA gebunden (s. Senatsurteil vom 13.01.2011&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;61\/09, BFHE 232, 5, BStBl II 2011, 479, Rz&nbsp;24).<\/li><li>4. Die Kl\u00e4gerin durfte f\u00fcr den Streitzeitraum nach den im Streitfall einschl\u00e4gigen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) nicht von der Anmeldung der Lohnsteuer absehen. Denn das Besteuerungsrecht steht auch nach den ma\u00dfgeblichen DBA-Regelungen Deutschland als T\u00e4tigkeitsstaat zu.<\/li><li>a) Nach-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich der Niederlande zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen vom 12.04.2012 (BGBl II 2012, 1415, BStBl I 2016, 48) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 11.01.2016 (BGBl II 2016, 868, BStBl I 2017, 70) \u2011\u2011DBA-Niederlande 2012\/2016\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Japan zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und bestimmter anderer Steuern sowie zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung und -umgehung vom 17.12.2015 (BGBl II 2016, 958, BStBl I 2016, 1307) \u2011\u2011DBA-Japan 2015\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 und 4 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz\u00f6sischen Republik zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen und \u00fcber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern vom 21.07.1959 (BGBl II 1961, 398, BStBl I 1961, 343) i.d.F. des Zusatzabkommens vom 31.03.2015 (BGBl II 2015, 1335, BStBl I 2016, 518) \u2011\u2011DBA-Frankreich 1959\/2015\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten K\u00f6nigreich Gro\u00dfbritannien und Nordirland zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung und -umgehung vom 30.03.2010 (BGBl II 2010, 1334, BStBl I 2011, 470) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 17.03.2014 (BGBl II 2015, 1298, BStBl I 2016, 193) \u2011\u2011DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich Belgien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Regelung verschiedener anderer Fragen auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen einschlie\u00dflich der Gewerbesteuer und der Grundsteuern vom 11.04.1967 (BGBl II 1969, 18, BStBl I 1969, 39) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 21.01.2010 (BGBl II 2010, 1279) \u2011\u2011DBA-Belgien 1967\/2010\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 11.08.1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 27.10.2010 (BGBl II 2011, 1092, BStBl I 2012, 513) \u2011\u2011DBA-Schweiz 1971\/2010\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich Spanien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 03.02.2011 (BGBl II 2012, 19, BStBl I 2013, 350) \u2011\u2011DBA-Spanien 2011\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen und zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung vom 18.10.1989 (BGBl II 1990, 743, BStBl I 1990, 397) \u2011\u2011DBA-Italien 1989\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung und -umgehung vom 12.11.2015 (BGBl II 2016, 1116, BStBl I 2017, 122) \u2011\u2011DBA-Australien 2015\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich D\u00e4nemark zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei den Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie bei den Nachla\u00df-, Erbschaft- und Schenkungsteuern und zur Beistandsleistung in Steuersachen vom 22.11.1995 (BGBl II 1996, 2566, BStBl I 1966, 1220) \u2011\u2011DBA-D\u00e4nemark 1995\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;2 und 3 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich Griechenland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung bei den Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie bei der Gewerbesteuer vom 18.04.1966 (BGBl II 1967, 853, BStBl I 1967, 51) \u2011\u2011DBA-Griechenland 1966\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kanada zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und bestimmter anderer Steuern, zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung und zur Amtshilfe in Steuersachen vom 19.04.2001 (BGBl II 2002, 671, BStBl I 2002, 505) \u2011\u2011DBA-Kanada 2001\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Singapur zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 28.06.2004 (BGBl II 2006, 931, BStBl I 2007, 158) \u2011\u2011DBA-Singapur 2004\u2011\u2011,-&nbsp;Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk\u00fcrzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 30.03.2011 (BGBl II 2011, 1043, BStBl I 2013, 472) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 03.12.2014 (BGBl II 2015, 1323, BStBl I 2016, 197) \u2011\u2011DBA-Irland 2011\/2014\u2011\u2011 und-&nbsp;Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K\u00f6nigreich Norwegen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und \u00fcber gegenseitige Amtshilfe auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 04.10.1991 (BGBl II 1993, 972, BStBl I 1993, 656) i.d.F. des \u00c4nderungsprotokolls vom 24.06.2013 (BGBl II 2014, 907, BStBl I 2015, 246) \u2011\u2011DBA-Norwegen 1991\/2013\u2011\u2011steht \u2011\u2011mit Ausnahme des DBA-Frankreich 1959\/2015\u2011\u2011 das Besteuerungsrecht f\u00fcr Geh\u00e4lter, L\u00f6hne und \u00e4hnliche Verg\u00fctungen bei den Eink\u00fcnften aus unselbst\u00e4ndiger Arbeit grunds\u00e4tzlich dem Ans\u00e4ssigkeitsstaat der Person zu, die die entsprechenden Eink\u00fcnfte bezieht. Wird die Arbeit jedoch in dem anderen Vertragsstaat (hier also in Deutschland) ausge\u00fcbt, k\u00f6nnen die daf\u00fcr bezogenen Verg\u00fctungen auch im anderen Staat besteuert werden. Nach Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 DBA-Frankreich 1959\/2015 k\u00f6nnen Eink\u00fcnfte aus unselbst\u00e4ndiger Arbeit hingegen grunds\u00e4tzlich nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem die pers\u00f6nliche T\u00e4tigkeit, aus der die Eink\u00fcnfte herr\u00fchren, ausge\u00fcbt wird, im vorliegenden Fall also wiederum in Deutschland.<\/li><li>b) Das hiernach f\u00fcr die inl\u00e4ndische T\u00e4tigkeit der Arbeitnehmer grunds\u00e4tzlich bestehende Besteuerungsrecht Deutschlands wird im Streitfall auch nicht durch die sogenannte 183-Tage-Klausel, die s\u00e4mtliche einschl\u00e4gigen DBA enthalten (Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 DBA-Belgien 1967\/2010, DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 DBA-Griechenland 1966; Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 DBA-Frankreich 1959\/2015), beschr\u00e4nkt.<\/li><li>Danach wird das ausschlie\u00dfliche Besteuerungsrecht des Ans\u00e4ssigkeitsstaats wiederum dann begr\u00fcndet, wenn s\u00e4mtliche Voraussetzungen der Regelung kumulativ vorliegen. Dabei ist vorliegend einzig das in Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;2 DBA-Frankreich 1959\/2015 enthaltene Merkmal streitig, dass die Verg\u00fctungen von einem Arbeitgeber oder f\u00fcr einen Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht im anderen Vertragsstaat (hier Deutschland) ans\u00e4ssig ist.<\/li><li>An dieser Voraussetzung fehlt es im Streitfall. Denn die ausl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tten kommen, wie das FG zutreffend entschieden hat, nicht als Arbeitgeberinnen im Sinne des einschl\u00e4gigen Abkommensrechts in Betracht.<\/li><li>aa) Nach Art.&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 des Wiener \u00dcbereinkommens \u00fcber das Recht der Vertr\u00e4ge vom 23.05.1969 \u2011\u2011W\u00dcRV\u2011\u2011 (BGBl II 1985, 927), in innerstaatliches Recht transformiert seit Inkrafttreten des Zustimmungsgesetzes vom 03.08.1985 (BGBl II 1985, 926) am 20.08.1987 (BGBl II 1987, 757), ist ein v\u00f6lkerrechtlicher Vertrag &#8222;nach Treu und Glauben in \u00dcbereinstimmung mit der gew\u00f6hnlichen, seinen Bestimmungen in ihrem Zusammenhang zukommenden Bedeutung und im Lichte seines Zieles und Zweckes auszulegen&#8220;. Ma\u00dfgeblich sind insbesondere der Wortlaut des Vertrags (Art.&nbsp;31 Abs.&nbsp;2 W\u00dcRV) und die gew\u00f6hnliche Bedeutung der verwendeten Ausdr\u00fccke. Dementsprechend sind abkommensrechtliche Begriffe zun\u00e4chst nach dem Wortlaut und den Definitionen des Abkommens und sodann nach dem Sinn und dem Vorschriftenzusammenhang innerhalb des Abkommens auszulegen. Auf die Begriffsbestimmungen des innerstaatlichen Rechts ist grunds\u00e4tzlich erst auf einer nachgelagerten Pr\u00fcfungsebene zur\u00fcckzugreifen (Beschluss des Bundesfinanzhofs \u2011\u2011BFH\u2011\u2011 vom 13.07.2021&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;63\/17, BFHE 274, 18, BStBl II 2022, 250, Rz&nbsp;16, m.w.N.; BFH-Urteil vom 05.12.2023&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;42\/20, BFHE 283, 94, Rz&nbsp;36).<\/li><li>bb) (1) In Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014, DBA-Belgien 1967\/2010, DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;II Abs.&nbsp;1 DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 DBA-Frankreich 1959\/2015 findet sich keine Definition des Arbeitgeberbegriffs f\u00fcr Zwecke des Abkommens. Nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014, DBA-Belgien 1967\/2010, DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;II Abs.&nbsp;2 DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 DBA-Frankreich 1959\/2015 kann in einem solchen Fall, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, auf das Recht des Anwendungsstaats (hier Deutschland) zur\u00fcckgegriffen werden.<\/li><li>(2) Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH kann Arbeitgeber im Sinne des Abkommensrechts \u2011\u2011anders als grunds\u00e4tzlich im nationalen (Lohn-)Steuerrecht (s. BFH-Urteil vom 24.03.1999&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;64\/98, BFHE 190, 74, BStBl II 2000, 41)\u2011\u2011 nicht nur der zivilrechtliche Arbeitgeber, sondern auch eine andere nat\u00fcrliche oder juristische Person sein, die die Verg\u00fctung f\u00fcr die ihr geleistete nichtselbst\u00e4ndige Arbeit wirtschaftlich tr\u00e4gt (BFH-Urteile vom 29.01.1986&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;109\/85, BFHE 146, 141, BStBl II 1986, 442, betreffend DBA-Schweden 1992; vom 15.03.2000&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;28\/99, BFHE 191, 325, BStBl II 2002, 238, betreffend DBA-Belgien 1967 und vom 23.02.2005&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;46\/03, BFHE 209, 241, BStBl II 2005, 547, betreffend DBA-Spanien 1966).<\/li><li>Die ausl\u00e4ndischen Zweigniederlassungen der Kl\u00e4gerin sind jedoch keine (juristischen) Personen im Sinne von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013, DBA-Italien 1989, DBA-Schweiz 1971\/2010; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b DBA-Spanien 2011; Art.&nbsp;II Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b DBA-Frankreich 1959\/2015. Eine solche ist nach Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;2157\/2001 allein die Kl\u00e4gerin selbst.<\/li><li>Die ausl\u00e4ndischen Zweigniederlassungen sind lediglich Betriebsst\u00e4tten der Kl\u00e4gerin im Sinne von Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013, DBA-Italien 1989, DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;II Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;b DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb DBA-Frankreich 1959\/2015.<\/li><li>(3) Eine Betriebsst\u00e4tte kann aber, wie das FG zutreffend entschieden hat, bereits dem Grunde nach nicht Arbeitgeber im Sinne des Abkommensrechts sein.<\/li><li>Abkommensrechtlich kommt als Arbeitgeber nur eine Person in Betracht, die im Sinne des entsprechenden Abkommens die F\u00e4higkeit besitzt, in einem der beiden Vertragsstaaten ans\u00e4ssig zu sein. Eine Betriebsst\u00e4tte kann jedoch nicht ans\u00e4ssig sein, weshalb die inl\u00e4ndische Betriebsst\u00e4tte einer im Ausland ans\u00e4ssigen Person auch nicht Arbeitgeber sein kann (z.B. BFH-Urteile vom 29.01.1986&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;296\/82, BFHE 146, 136, BStBl II 1986, 513, unter II.4.a, betreffend DBA-Frankreich 1959; vom 29.01.1986&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;109\/85, BFHE 146, 141, BStBl II 1986, 442, unter II.5.b, betreffend DBA-Schweden 1959; Senatsurteil vom 16.05.2024&nbsp;&#8211; VI&nbsp;R&nbsp;31\/21, BStBl II 2024, 646, Rz&nbsp;29&nbsp;ff., betreffend DBA-Griechenland 1966).<\/li><li>(a) Dies folgt schon aus dem Wortlaut von Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;c DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 DBA-Frankreich 1959\/2015, der ausschlie\u00dft, den abkommensrechtlichen Arbeitgeberbegriff mit dem Begriff der Betriebsst\u00e4tte gleichzusetzen. Denn die dortige Formulierung, wonach die Verg\u00fctung von einer Betriebsst\u00e4tte getragen beziehungsweise von ihrem Gewinn abgezogen werden muss, die der Arbeitgeber im anderen Staat hat, macht hinreichend deutlich, dass zwischen dem Arbeitgeber und der Betriebsst\u00e4tte zu unterscheiden ist (\u00e4hnlich bereits BFH-Urteil vom 21.08.1985&nbsp;&#8211; I&nbsp;R&nbsp;63\/80, BFHE 144, 428, BStBl II 1986, 4).<\/li><li>(b) Anders als die Kl\u00e4gerin meint, kn\u00fcpfen Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004; Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;2 DBA-Frankreich 1959\/2015 f\u00fcr die Arbeitgebereigenschaft an die F\u00e4higkeit zur Ans\u00e4ssigkeit unbeschadet des Umstands an, dass die Ans\u00e4ssigkeit mit Ausnahme des DBA-Norwegen 1991\/2013 als negatives Tatbestandsmerkmal (&#8222;nicht im anderen Staat ans\u00e4ssig ist&#8220;) formuliert ist. Denn fehlt dem Arbeitgeber \u00fcberhaupt die F\u00e4higkeit, ans\u00e4ssig sein zu k\u00f6nnen, w\u00e4re der letzte Halbsatz der vorgenannten Bestimmungen obsolet, weil er immer erf\u00fcllt w\u00e4re. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass die Parteien einer Vielzahl von DBA, die insoweit auch Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b des Musterabkommens der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) zur Vermeidung der Doppelbesteuerung sowie der Steuerverk\u00fcrzung und -umgehung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Verm\u00f6gen 2017 (OECD-Musterabkommen \u2011\u2011OECD-MustAbk\u2011\u2011) entsprechen, eine von vornherein \u00fcberfl\u00fcssige Regelung vereinbart haben.<\/li><li>(c) Aus dem Begriff des wirtschaftlichen Arbeitgebers ergibt sich abkommensrechtlich insoweit nichts anderes. Denn die Kl\u00e4gerin ist als einzige Arbeitgeberin der im In- und im Ausland wohnhaften Arbeitnehmer nicht nur zivilrechtliche, sondern gleichzeitig auch wirtschaftliche Arbeitgeberin. Au\u00dfer der Kl\u00e4gerin gibt es keine (andere) Person, die den Arbeitslohn der in das Inland entsandten ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer wirtschaftlich tr\u00e4gt.<\/li><li>(d) Dieser Auslegung steht auch der sogenannte Authorised OECD Approach (AOA) nicht entgegen. Den AOA hat die OECD erstmals im OECD-Betriebsst\u00e4ttenbericht 2008 als Konzept zur Auslegung der Selbst\u00e4ndigkeitsfiktion der Betriebsst\u00e4tte f\u00fcr Zwecke der Gewinnabgrenzung eingef\u00fchrt und ab dem Jahr 2010 in das OECD-Musterabkommen \u00fcbernommen. Nach diesen Grunds\u00e4tzen wird die Betriebsst\u00e4tte (ausschlie\u00dflich) f\u00fcr Zwecke der Zurechnung von Unternehmensgewinnen im Sinne des Art.&nbsp;7 OECD-MustAbk fiktiv als selbst\u00e4ndiges und unabh\u00e4ngiges Unternehmen behandelt (Reinhold in: Gosch\/Kroppen\/Grotherr\/Kraft, DBA, Art.&nbsp;15 OECD-MA Rz&nbsp;194; Haase in: Haase, AStG\/DBA, Art.&nbsp;15 OECD-MA Rz&nbsp;182). Der AOA ist mithin ohne Einfluss auf die tats\u00e4chliche Arbeitgebereigenschaft. Daher ist es auch ohne Bedeutung, ob der AOA im entsprechenden Abkommen bereits umgesetzt wurde (so im Ergebnis auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 03.05.2018, BStBl I 2018, 643, Rz&nbsp;186).<\/li><li>(e) Auch soweit in Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und c DBA-Niederlande 2012\/2016, DBA-Japan 2015, DBA-Gro\u00dfbritannien 2010\/2014, DBA-Spanien 2011, DBA-Australien 2015, DBA-Irland 2011\/2014; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 und 3 DBA-Belgien 1967\/2010; Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und c DBA-Schweiz 1971\/2010, DBA-Italien 1989, DBA-D\u00e4nemark 1995, DBA-Kanada 2001, DBA-Singapur 2004, DBA-Norwegen 1991\/2013; Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b und c DBA-Griechenland 1966 und Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;2 und 3 DBA-Frankreich 1959\/2015 eine Korrespondenz zwischen der Minderung des Steuersubstrats im T\u00e4tigkeitsstaat durch den Abzug der L\u00f6hne als Betriebsausgaben und dem Besteuerungsrecht angelegt ist, gilt diese nicht absolut (Haase, Internationales Steuerrecht \u2011\u2011IStR\u2011\u2011 2014, 237&nbsp;f.; Dziurd\u017a, IStR 2014, 876, 877&nbsp;f.; Peter, IStR 1999, 456, 458; Vogel, Betriebs-Berater 1978, 1021, 1024&nbsp;f.; a.A. Vogler\/Nientimp, IStR 2014, 427, 433). Insbesondere h\u00e4ngt die grunds\u00e4tzliche Aufteilung des Besteuerungsrechts von L\u00f6hnen nicht von der Abzugsf\u00e4higkeit der L\u00f6hne ab. Auch im Wortlaut der einschl\u00e4gigen DBA hat dies keinen Niederschlag gefunden (Dziurd\u017a, IStR 2014, 876, 878; Haase, IStR 2014, 237&nbsp;f.).<\/li><li>Das DBA-Griechenland 1966 unterstreicht dieses Ergebnis. Denn in Art.&nbsp;XI Abs.&nbsp;3 wird das Korrespondenzprinzip ausdr\u00fccklich nur in Buchst.&nbsp;c erw\u00e4hnt, was deutlich macht, dass es in Buchst.&nbsp;b nicht gelten soll.<\/li><li>(f) Angesichts des eindeutigen Wortlauts und der Systematik der im Streitfall einschl\u00e4gigen DBA kommt auch keine Einschr\u00e4nkung der inl\u00e4ndischen Lohnbesteuerung aus Verwaltungsvereinfachungs- und Praktikabilit\u00e4tserw\u00e4gungen in Betracht (a.A. Ziesecke\/Riehle\/Muscheites, Deutsches Steuerrecht 2015, 969, 976).<\/li><li>5. Diese Auslegung des abkommensrechtlichen Arbeitgeberbegriffs verst\u00f6\u00dft nicht gegen Unionsrecht.<\/li><li>a) Ein Versto\u00df gegen die durch Art.&nbsp;49, 54 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union (AEUV) und \u00fcber Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und Art.&nbsp;31, 34 des Abkommens \u00fcber den Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum (EWRAbk) auch f\u00fcr Norwegen (Art.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EWRAbk) gew\u00e4hrleistete Niederlassungsfreiheit liegt nicht vor.<\/li><li>aa) Die Niederlassungsfreiheit erfasst nach Art.&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 AEUV auch die Gr\u00fcndung einer Zweigniederlassung, mithin einer Betriebsst\u00e4tte, im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats. Art.&nbsp;54 Abs.&nbsp;1 AEUV erweitert diesen Schutz auf nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats gegr\u00fcndete Gesellschaften.<\/li><li>bb) Eine Diskriminierung des grenz\u00fcberschreitenden Sachverhalts gegen\u00fcber dem reinen Inlandssachverhalt liegt nicht vor. Denn das Stammhaus m\u00fcsste auch f\u00fcr Arbeitnehmer einer inl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tte die Lohnsteuer berechnen und abf\u00fchren.<\/li><li>cc) Ein Versto\u00df gegen die von der Niederlassungsfreiheit erfassten Rechtsformwahlfreiheit liegt ebenfalls nicht vor.<\/li><li>(1) Ein solcher Versto\u00df kann nicht damit begr\u00fcndet werden, das Stammhaus sei nicht nur mit erh\u00f6htem administrativem Aufwand, sondern auch tats\u00e4chlich mit der Lohnsteuer belastet. Denn die Betriebsst\u00e4tte als Teil des Unternehmens bildet mit dem Stammhaus eine Einheit.<\/li><li>(2) Eine Verletzung der Rechtsformwahlfreiheit ist ebenfalls nicht darin zu sehen, dass es f\u00fcr eine inl\u00e4ndische Gesellschaft aufgrund des erh\u00f6hten Verwaltungsaufwands im Zusammenhang mit der Berechnung der Lohnsteuer f\u00fcr Mitarbeiter einer ausl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tte weniger attraktiv sei, \u00fcber eine solche anstatt \u00fcber eine ausl\u00e4ndische Tochtergesellschaft t\u00e4tig zu werden.<\/li><li>(a) Zwar hat der Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) entschieden, dass ein Mitgliedstaat es einer Gesellschaft zu erm\u00f6glichen hat, Zweigniederlassungen in einem anderen Mitgliedstaat zu er\u00f6ffnen, um ihre T\u00e4tigkeit dort unter den gleichen Bedingungen auszu\u00fcben, wie sie f\u00fcr Tochtergesellschaften gelten (EuGH-Urteile CLT-UFA vom 23.02.2006&nbsp;&#8211; C-253\/03, EU:C:2006:129, Rz&nbsp;14 und Philips Electronics UK vom 06.09.2012&nbsp;&#8211; C-18\/11, EU:C:2012:532, Rz&nbsp;14).<\/li><li>Ein Versto\u00df scheitert aber bereits daran, dass in einer Konstellation wie der vorliegenden (Personen-)Gesellschaften und Betriebsst\u00e4tten schon dem Grunde nach aufgrund der (Teil-)Rechtsf\u00e4higkeit der Gesellschaften nicht vergleichbar sind. So geht auch der EuGH nicht pauschal von einer Vergleichbarkeit von Betriebsst\u00e4tten und Gesellschaften aus (EuGH-Urteil Saint Gobain ZN vom 21.09.1999&nbsp;&#8211; C-307\/97, EU:C:1999:438, Rz&nbsp;48&nbsp;f.; \u00e4hnlich auch EuGH-Urteil Kommission\/Frankreich vom 28.01.1986&nbsp;&#8211; C-270\/83, EU:C:1986:37, Rz&nbsp;20). Vielmehr kommt es auf Sinn und Zweck der Regelung im jeweiligen Einzelfall an (EuGH-Urteil Philips Electronics UK vom 06.09.2012&nbsp;&#8211; C-18\/11, EU:C:2012:532, Rz&nbsp;17).<\/li><li>Insbesondere hat der EuGH im Fall X&nbsp;Holding ausgef\u00fchrt, dass sich ausl\u00e4ndische Betriebsst\u00e4tten und ausl\u00e4ndische Tochtergesellschaften im Hinblick auf die Aufteilung der Besteuerungsbefugnisse bez\u00fcglich der Unternehmensgewinne im Sinne des Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 DBA-Niederlande-Belgien 2001 nicht in einer vergleichbaren Situation befinden. Auch vor dem Hintergrund der grunds\u00e4tzlichen Rechtsformwahlfreiheit steht es den Mitgliedstaaten vielmehr frei, Bedingungen und H\u00f6he der Besteuerung verschiedener ausl\u00e4ndischer Niederlassungsformen von inl\u00e4ndischen Gesellschaften festzulegen, sofern es zu keiner Diskriminierung gegen\u00fcber vergleichbaren inl\u00e4ndischen Niederlassungen komme (EuGH-Urteil X&nbsp;Holding vom 25.02.2010&nbsp;&#8211; C-337\/08, EU:C:2010:89, Rz&nbsp;38 und 40).<\/li><li>Vor diesem Hintergrund liegt es im Ermessen der Mitgliedstaaten, ihre Besteuerungsbefugnisse \u2011\u2011auch durch entsprechende Auslegung des Arbeitgeberbegriffs\u2011\u2011 im Hinblick darauf aufzuteilen, ob es sich bei den Niederlassungsformen um selbst\u00e4ndige Rechtspersonen handelt oder nicht. F\u00fcr die Aufteilung der Besteuerungsrechte im Rahmen der nichtselbst\u00e4ndigen Eink\u00fcnfte kann dabei nichts anderes gelten als bei den Unternehmenseink\u00fcnften, zumal vorliegend keine Diskriminierung gegen\u00fcber inl\u00e4ndischen Niederlassungen erfolgt.<\/li><li>(b) Dem steht auch der Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 20.04.2005&nbsp;&#8211; 7&nbsp;ABR&nbsp;20\/04 (Der Betrieb 2005, 1855, unter B.I.) nicht entgegen. Denn dort ging es nicht um die grunds\u00e4tzliche Rechtsf\u00e4higkeit einer Zweigniederlassung beziehungsweise Betriebsst\u00e4tte, sondern darum, ob eine eingetragene Zweigniederlassung einer ausl\u00e4ndischen Gesellschaft im arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren beteiligtenf\u00e4hig ist.<\/li><li>(c) Hinzu kommt, dass der monierte Verwaltungsaufwand lediglich die T\u00e4tigkeitsaus\u00fcbung ber\u00fchrt. Anders als im Falle einer marktzugangsbeschr\u00e4nkenden Ma\u00dfnahme (EuGH-Urteile Kommission\/Italien vom 28.04.2009&nbsp;&#8211; C-518\/06, EU:C:2009:270, Rz&nbsp;64; Kommission\/Spanien vom 24.03.2011&nbsp;&#8211; C-400\/08, EU:C:2011:172, Rz&nbsp;64; Kommission\/Italien vom 29.03.2011&nbsp;&#8211; C-565\/08, EU:C:2011:188, Rz&nbsp;46 und DKV Belgium vom 07.03.2013&nbsp;&#8211; C-577\/11, EU:C:2013:146, Rz&nbsp;33) ist bei einer solchen marktverhaltensbezogenen Ma\u00dfnahme (Calliess\/Ruffert\/Korte, 6.&nbsp;Aufl. 2022, AEUV Art.&nbsp;49, Rz&nbsp;63), die weder die Gr\u00fcndung noch die sp\u00e4tere Niederlassung einer Gesellschaft betrifft (EuGH-Urteil Kornhaas vom 10.12.2015&nbsp;&#8211; C-594\/14, EU:C:2015:806, Rz&nbsp;28), nicht von einer Beschr\u00e4nkung auszugehen.<\/li><li>dd) Diese Ausf\u00fchrungen gelten nach Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und Art.&nbsp;31, 34 EWRAbk gleichfalls f\u00fcr die Betriebsst\u00e4tte in Norwegen (Art.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EWRAbk).<\/li><li>b) Auch ein Versto\u00df gegen die durch Art.&nbsp;45 AEUV und \u00fcber Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b und Art.&nbsp;28 EWRAbk auch f\u00fcr Norwegen (Art.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EWRAbk) gew\u00e4hrleistete Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit ist nicht ersichtlich.<\/li><li>Aus dem Vorbringen der Kl\u00e4gerin, es sei f\u00fcr Arbeitnehmer, die in einem anderen Mitgliedstaat bei einer Betriebsst\u00e4tte t\u00e4tig werden, weniger attraktiv, nach Deutschland zu reisen, als wenn sie bei einer Tochtergesellschaft der Kl\u00e4gerin im jeweiligen Mitgliedstaat t\u00e4tig w\u00e4ren, l\u00e4sst sich keine Beschr\u00e4nkung der Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit ableiten. Denn unabh\u00e4ngig davon, dass schon zweifelhaft ist, ob die Grunds\u00e4tze der Rechtsformwahlfreiheit \u00fcberhaupt im Rahmen der Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen, scheitert ein Versto\u00df \u2011\u2011wie vorstehend dargelegt\u2011\u2011 bereits an der mangelnden Vergleichbarkeit von Tochtergesellschaft und Betriebsst\u00e4tte.<\/li><li>6. Schlie\u00dflich liegt auch ein Versto\u00df gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) nicht vor.<\/li><li>Der allgemeine Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln (vgl. hierzu z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 22.09.2009&nbsp;&#8211; 2&nbsp;BvL&nbsp;3\/02, BVerfGE 124, 251, Rz&nbsp;34, m.w.N.). Die Situation einer inl\u00e4ndischen Gesellschaft mit ausl\u00e4ndischer Betriebsst\u00e4tte und einer solchen mit ausl\u00e4ndischer Tochtergesellschaft ist aus Sicht des nationalen Rechts aber bereits aus dem Grund nicht vergleichbar, da einer Betriebsst\u00e4tte keine selbst\u00e4ndige Rechtspers\u00f6nlichkeit zukommt und Eink\u00fcnfte einer Betriebsst\u00e4tte grunds\u00e4tzlich anders als solche von Tochtergesellschaften besteuert werden.<\/li><li>7. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECLI:DE:BFH:2024:U.121224.VIR25.22.0 BFH VI. Senat EStG \u00a7 19, EStG \u00a7 38, EStG \u00a7 41a, EStG \u00a7 49, GG Art 3 Abs 1, AEUV Art 49, AEUV Art 54, AEUV Art 45, EWRAbk Art 1, EWRAbk Art 2, EWRAbk Art 28, EWRAbk Art 31, EWRAbk Art 34, VtrRKonv Art 31, OECDMustAbk Art 7, DBA NLD 2012 Art &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-12-dezember-2024-vi-r-25-22-keine-arbeitgebereigenschaft-einer-betriebsstaette-nach-abkommensrecht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH-Urteil vom 12. 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