{"id":77753,"date":"2025-07-06T18:49:22","date_gmt":"2025-07-06T16:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/?p=77753"},"modified":"2025-07-06T18:49:22","modified_gmt":"2025-07-06T16:49:22","slug":"bfh-beschluss-vom-28-april-2025-v-b-27-24-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-28-04-2025-v-b-1-24-keine-hinreichende-darlegung-von-zulassungsgruenden-bei-inhaltsgleicher-uebernahme-von","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-beschluss-vom-28-april-2025-v-b-27-24-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-28-04-2025-v-b-1-24-keine-hinreichende-darlegung-von-zulassungsgruenden-bei-inhaltsgleicher-uebernahme-von\/","title":{"rendered":"BFH-Beschluss vom 28. April 2025, V B 27\/24: Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 28.04.2025 V B 1\/24 &#8211; Keine hinreichende Darlegung von Zulassungsgr\u00fcnden bei inhaltsgleicher \u00dcbernahme von Begr\u00fcndungen"},"content":{"rendered":"\n<p>ECLI:DE:BFH:2025:B.280425.VB27.24.0<\/p>\n\n\n\n<p>BFH V. Senat<\/p>\n\n\n\n<p>FGO \u00a7 116 Abs 3 S 3<\/p>\n\n\n\n<p>vorgehend Hessisches Finanzgericht , 16. Mai 2024, Az: 6 K 411\/23<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leits\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>NV: Ist die Beschwerdebegr\u00fcndung hinsichtlich der vorgebrachten Zulassungsgr\u00fcnde fast v\u00f6llig wortgleich mit der Beschwerdebegr\u00fcndung, die in einem anderen Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde vorgebracht wurde, in dem der Beschwerdef\u00fchrer mit demselben Finanzamt \u00fcber die Umsatzsteuerfestsetzung eines anderen Besteuerungszeitraums bez\u00fcglich eines anderen Streitgegenstandes streitet, reichen alleine die Ausf\u00fchrungen zur materiell-rechtlichen W\u00fcrdigung des Finanzgerichts nicht aus, um einen Zulassungsgrund im Sinne des \u00a7 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung dazulegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tenor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Beschwerde des Kl\u00e4gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 16.05.2024 &#8211; 6 K 411\/23 wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl\u00e4ger zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Beschwerde des Kl\u00e4gers und Beschwerdef\u00fchrers (Kl\u00e4ger) gegen die Nichtzulassung der Revision ist unzul\u00e4ssig und daher durch Beschluss zu verwerfen (\u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung \u2011\u2011FGO\u2011\u2011).<\/li><li>1. Der Kl\u00e4ger behauptet eine Vielzahl von Verfahrensfehlern (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO), wobei er vornehmlich eine Verletzung von \u00a7&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 sowie Abs.&nbsp;2, \u00a7&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2, \u00a7&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 und 3 FGO, Art.&nbsp;19, Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 und 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie \u00a7&nbsp;155 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. \u00a7&nbsp;251 Satz&nbsp;1 der Zivilprozessordnung geltend macht und hierf\u00fcr insbesondere anf\u00fchrt,-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das Finanzgericht (FG) habe \u00fcber seinen Antrag auf Zulassung der Revision nicht entschieden (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;5),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ihm sei das rechtliche Geh\u00f6r versagt worden (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;6 und 7, S.&nbsp;15 bis 17, S.&nbsp;19 und 23), wobei das FG ihm gegen\u00fcber verhindert habe, in einer anzuberaumenden m\u00fcndlichen Verhandlung vorzutragen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;8),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das FG habe sich mit dem Sachverhalt nicht auseinandergesetzt und die Klage mit nicht zutreffenden Gr\u00fcnden als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;6),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das FG habe trotz eines Verzichts auf m\u00fcndliche Verhandlung vom 12.06.2023 erst durch Urteil vom 16.05.2024 entschieden (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;6),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das FG habe den Sachverhalt nicht hinreichend aufgekl\u00e4rt (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;8 und 9), Umst\u00e4nde nicht ber\u00fccksichtigt, die in die Beweisw\u00fcrdigung h\u00e4tten einflie\u00dfen m\u00fcssen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;8), und einen ordnungsgem\u00e4\u00dfen Beweisantrag \u00fcbergangen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;9),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass in willk\u00fcrlicher Weise gegen den Gesch\u00e4ftsverteilungs- und gegen den Mitwirkungsplan versto\u00dfen worden sei und dass ein Besetzungsmangel vorliege (Beschwerdebegr\u00fcndung S.&nbsp;6, 9 und 10),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;der Sachverhalt sei falsch dargestellt worden, weiter zu pr\u00fcfen gewesen w\u00e4re, ob die beantragten Beweismittel aufgegriffen worden seien, dass ein nur unvollst\u00e4ndig ausermittelter Sachverhalt vorgelegen habe, das FG von sich aus h\u00e4tte Beweis erheben m\u00fcssen und dass es gegen die Hinweispflicht versto\u00dfen habe (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;10 bis 13 und 16),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das FG habe nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens ber\u00fccksichtigt und dass ein Versto\u00df gegen den klaren Inhalt der Akten vorliege (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;11, 13 bis 15 und 23),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass eine \u00fcberlange Verfahrensdauer und ein Versto\u00df gegen die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit vorliegen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;9, 16, 18 und 19),-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;der Beklagte und Beschwerdegegner (Finanzamt \u2011\u2011FA\u2011\u2011) habe nicht auf eine Abweichung zur Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hingewiesen (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;18 und 26) und-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass eine erforderliche Vorlage an den Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union unterblieben sei (Beschwerdebegr\u00fcndung, S.&nbsp;22).<\/li><li>Der Kl\u00e4ger begehrt dar\u00fcber hinaus die Zulassung der Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), zur Fortbildung des Rechts (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO), wegen Divergenz (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) und wegen eines qualifizierten Rechtsfehlers (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/li><li>2. Der Kl\u00e4ger hat die von ihm geltend gemachten Zulassungsgr\u00fcnde nicht hinreichend im Sinne des \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargelegt.<\/li><li>Die Beschwerdebegr\u00fcndung des Kl\u00e4gers ist im Streitfall hinsichtlich der als Verfahrensfehler (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) vorgebrachten Zulassungsgr\u00fcnde fast v\u00f6llig wortgleich mit der Beschwerdebegr\u00fcndung, die er im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde V&nbsp;B&nbsp;1\/24, in dem er mit demselben FA \u00fcber die Umsatzsteuerfestsetzung eines anderen Besteuerungszeitraums streitet, eingereicht hat. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen nur hinsichtlich des im vorliegenden Verfahren nicht gestellten Vertagungsantrags. Die verfahrensbezogenen Beschwerder\u00fcgen sind daher ebenso wie im Verfahren V&nbsp;B&nbsp;1\/24 unzul\u00e4ssig, wobei der Senat auf den in dieser Sache ergangenen Beschluss unter 1. verweist.<\/li><li>Auch in Bezug auf die weiteren Zulassungsgr\u00fcnde (\u00a7&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 sowie Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 und 2 FGO) sind die Darlegungsanforderungen des \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO wie im Verfahren V&nbsp;B&nbsp;1\/24 (BFH-Beschluss unter 2. bis 5.), auf den der Senat auch insoweit verweist, nicht erf\u00fcllt. Die auf den hier vorliegenden Streitfall bezogenen Ausf\u00fchrungen zur materiell-rechtlichen W\u00fcrdigung des FG reichen bei ansonsten inhaltsgleichen allgemeinen Ausf\u00fchrungen wie im Verfahren V&nbsp;B&nbsp;1\/24 nicht aus, um einen Zulassungsgrund darzulegen.<\/li><li>3. Von der Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr\u00fcndung sieht der Senat nach \u00a7&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/li><li>4. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECLI:DE:BFH:2025:B.280425.VB27.24.0 BFH V. Senat FGO \u00a7 116 Abs 3 S 3 vorgehend Hessisches Finanzgericht , 16. 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