{"id":7807,"date":"2012-12-02T16:02:20","date_gmt":"2012-12-02T14:02:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7807"},"modified":"2012-12-02T16:02:20","modified_gmt":"2012-12-02T14:02:20","slug":"x-b-10-10-nichtzulassungsbeschwerde-anforderungen-an-die-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-oder-der-sicherung-der-einheitlichkeit-der-rechtsprechung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-10-10-nichtzulassungsbeschwerde-anforderungen-an-die-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-oder-der-sicherung-der-einheitlichkeit-der-rechtsprechung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;10\/10 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung oder der Sicherung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.3.2010, X B 10\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung oder der Sicherung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wird als unzul&auml;ssig verworfen. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung erf&uuml;llt nicht die sich aus &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ergebenden Anforderungen an die Darlegung der Zulassungsvoraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Um die Zulassung der Revision zu erreichen, muss der Beschwerdef&uuml;hrer in der von &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gebotenen Form darlegen, dass die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat, die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert oder ein Verfahrensmangel vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 FGO). Dieses ist den Kl&auml;gern nicht gelungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Macht der Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache geltend, so muss er u.a. substantiiert darauf eingehen, weshalb die von ihm aufgeworfene Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit muss er au&szlig;erdem begr&uuml;nden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und streitig ist. Dazu geh&ouml;rt auch, dass sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit der zu dieser Rechtsfrage bereits vorhandenen Rechtsprechung auseinandersetzt und substantiiert darlegt, weshalb nach seiner Ansicht diese Rechtsprechung keine Kl&auml;rung herbeigef&uuml;hrt habe (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 20. Juni 2007 X B 116\/06, BFH\/NV 2007, 1705, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen geltend, es seien &quot;im Einkommensteuergesetz sofort die gesetzlichen Vorschriften der &sect;&sect; 10f, 7h, 11a, 11 Abs. 2 EStG und der f&uuml;r alle so wichtigen Vorschriften der &sect;&sect; 2 Abs. 5 Satz 1, 12 EStG ersichtlich, nach der u.a. die Aufwendungen f&uuml;r das selbstgenutzte Einfamilienhaus &#8230; und (oder) der u.a. gesamte &#8218;warme&#8216; private Wohnbedarf einkommensteuerlich absetzbar ist&quot;. Diesem Vortrag ist ebenso wenig wie den umfangreichen Anlagen der Schrifts&auml;tze vom 29. Dezember 2009, 11. Januar 2010, 18. Januar 2010, 8. Februar 2010, 25. Februar 2010 sowie vom 10. M&auml;rz 2010, die eine Systematik nicht erkennen lassen (vgl. dazu auch BFH-Beschluss vom 13. November 2008 VII S 5\/08, BFH\/NV 2009, 597), eine substantiierte Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung ist erforderlich, wenn das Finanzgericht (FG) mit einem das angegriffene Urteil tragenden und entscheidungserheblichen abstrakten Rechtssatz von einem eben solchen Rechtssatz einer anderen Gerichtsentscheidung abgewichen ist. Das angefochtene FG-Urteil und die (vorgeblichen) Divergenzentscheidungen m&uuml;ssen dabei dieselbe Rechtsfrage betreffen und zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sein (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 48 und Rz 53, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An der Darlegung dieser Voraussetzungen fehlt es. Der Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger ist keine substantiierte Auseinandersetzung mit einem Urteil, von dessen Grunds&auml;tzen das FG abgewichen sein k&ouml;nnte, zu entnehmen. Sie verweisen lediglich auf den Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Dezember 2006&nbsp;&nbsp;2 BvR 2357\/06, 2 BvR 2389\/06 (BFH\/NV 2007, Beilage 4, 233), in dem die Verfassungsbeschwerden von Beschwerdef&uuml;hrern, die ebenfalls von dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;ger vertreten wurden, gegen fachgerichtliche Entscheidungen, mit denen die Erteilung einer Bescheinigung nach &sect; 7h des Einkommensteuergesetzes (EStG) und sodann die Anerkennung der Steuerminderungsm&ouml;glichkeit abgelehnt wurde, mangels Darlegung einer Verletzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten als offensichtlich erfolglos angesehen wurden. Der Hinweis auf das Senatsurteil vom 2. September 2008 X R 7\/07 (BFHE 224, 484, BStBl II 2009, 596) bezieht sich auf ein Verfahren, in dem der Umfang der Bindungswirkung einer Bescheinigung nach &sect; 7h Abs. 2 EStG sowie die F&ouml;rderung nach &sect; 10f EStG f&uuml;r ein neu errichtetes Geb&auml;ude, dessen historische Kellerw&auml;nde erhalten blieben, zur Entscheidung standen. Eine Divergenzr&uuml;ge in der von &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO geforderten Form ist darin nicht zu sehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Macht der Beschwerdef&uuml;hrer geltend, dass die Fortbildung des Rechts eine Entscheidung des BFH gebiete (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO), so muss er zun&auml;chst &#8211;ebenso wie bei einer auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) gest&uuml;tzten Nichtzulassungsbeschwerde&#8211; eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalles erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen. Des Weiteren muss er substantiiert darauf eingehen, weshalb die von ihm aufgeworfene Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit dieser Rechtsfrage muss er zudem begr&uuml;nden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und streitig ist (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 38 i.V.m. Rz 32, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH). Ein solches Vorbringen fehlt in den Schrifts&auml;tzen der Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Eine schl&uuml;ssige Verfahrensr&uuml;ge, die zur Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO f&uuml;hren k&ouml;nnte, ist dem kl&auml;gerischen Vorbringen ebenfalls nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.3.2010, X B 10\/10 Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung oder der Sicherung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wird als unzul&auml;ssig verworfen. 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