{"id":7813,"date":"2012-12-02T16:02:15","date_gmt":"2012-12-02T14:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7813"},"modified":"2012-12-02T16:02:15","modified_gmt":"2012-12-02T14:02:15","slug":"x-b-95-09-nichtzulassungsbeschwerde-verfahrensmaengel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-95-09-nichtzulassungsbeschwerde-verfahrensmaengel\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;95\/09 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Verfahrensm&auml;ngel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.3.2010, X B 95\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Verfahrensm&auml;ngel<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren die Zulassung der Revision gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) die Ber&uuml;cksichtigung eines Verlustes aus Gewerbebetrieb bei der Kl&auml;gerin abgelehnt hat, da es sich um Liebhaberei gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hatte f&uuml;r das Jahr 2000 eine Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g Abs. 3, 7 des Einkommensteuergesetzes in H&ouml;he von 350.000 DM gebildet und in derselben H&ouml;he einen Verlust aus Gewerbebetrieb erkl&auml;rt. Nach ihren Angaben wollte sie im Jahre 2002 ein neues Kleinflugzeug f&uuml;r voraussichtlich 700.000 DM erwerben und gewerblich vermieten. Tats&auml;chlich erwarb sie ein anderes, gebrauchtes Flugzeug. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) ber&uuml;cksichtigte den Verlust nicht, da eine verbindliche Bestellung des Flugzeugs nicht belegt sei. Nachdem die Kl&auml;ger im Klageverfahren Schriftst&uuml;cke zum Bestellvorgang vorgelegt hatten, hat das FG die Klage abgewiesen, da es der Kl&auml;gerin an der erforderlichen Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gefehlt habe. Mit ihrer Nichtzulassungsbeschwerde machen die Kl&auml;ger Verfahrensm&auml;ngel gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist teils unzul&auml;ssig, teils unbegr&uuml;ndet, so dass sie insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger r&uuml;gen Verst&ouml;&szlig;e gegen den klaren Inhalt der Akten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 96 Abs. 1 Satz 1&nbsp;&nbsp;1. Halbsatz FGO entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung. Zum Gesamtergebnis des Verfahrens geh&ouml;rt auch die Auswertung des Inhalts der dem Gericht vorliegenden Akten. Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten liegt vor, wenn das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht, oder wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat und die angefochtene Entscheidung darauf beruht (vgl. Senatsurteil vom 30. Juli 2003 X R 7\/99, BFHE 204, 419, BStBl II 2004, 408, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von der Sachverhaltsfeststellung zu unterscheiden ist die W&uuml;rdigung des festgestellten Sachverhalts. Wird diese angegriffen, so handelt es sich regelm&auml;&szlig;ig allenfalls um die R&uuml;ge eines materiell-rechtlichen Fehlers, die die Zulassung der Revision nicht rechtfertigt (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14. August 2006 III B 198\/05, BFH\/NV 2006, 2281, und vom 13. April 2007 V B 122\/05, BFH\/NV 2007, 1517).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;ger beanstanden, das FG habe zu Unrecht und unter Versto&szlig; gegen den klaren Akteninhalt verneint, dass ein &#8211;nach dem Akteninhalt feststehendes&#8211; schl&uuml;ssiges Betriebskonzept vorgelegen habe, ist die Beschwerde zumindest unbegr&uuml;ndet. Das FG ist nicht &uuml;ber den Akteninhalt hinweggegangen, sondern hat diesen anders gew&uuml;rdigt als es die Kl&auml;ger begehren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Sachverhalt, den das FG nach Meinung der Kl&auml;ger nicht ber&uuml;cksichtigt habe, hat das FG im Tatbestand seines Urteils wiedergegeben. Das betrifft sowohl die Vercharterung an mehrere Fluggesellschaften (Seite 4 unten des FG-Urteils) als auch die Vorteile des Dieselantriebs des zur Anschaffung vorgesehenen Flugzeugs (Seite 7 oben des FG-Urteils). Ob ein Vorhaben als &quot;schl&uuml;ssiges Betriebskonzept&quot; zu qualifizieren ist, ist f&uuml;r sich nicht Gegenstand der Tatsachenfeststellung. Es ist Ergebnis einer wertenden Betrachtung der festgestellten Tatsachen, die zur Tatsachenw&uuml;rdigung geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der R&uuml;gen betreffend die Ausf&uuml;hrungen des FG zu der verbindlichen Bestellung ist die Beschwerde unzul&auml;ssig. Es wird nicht deutlich, welche Feststellung inwiefern fehlerhaft sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Tatbestand zutreffend dargestellt, dass die Kl&auml;ger nicht im Verwaltungsverfahren, sondern erst mit Einreichung der Klageschrift Dokumente betreffend die verbindliche Bestellung des Flugzeugs vorgelegt hatten. Auf dieser Grundlage beruhen die von den Kl&auml;gern beanstandeten Ausf&uuml;hrungen auf Seite 12 des FG-Urteils, mit denen es den Umstand w&uuml;rdigte, dass die Kl&auml;ger zun&auml;chst &#8211;so hat das FG ausdr&uuml;cklich formuliert&#8211; eine verbindliche Bestellung nicht vorgelegt hatten. Das FG hat gerade nicht festgestellt, dass diese Dokumente nie vorgelegt worden w&auml;ren. Es hat mithin keine &Auml;u&szlig;erungen dazu getroffen, ob eine verbindliche Bestellung existierte, dies auch nicht verneint, sondern Schl&uuml;sse aus der Art gezogen, in der die Kl&auml;ger das Verfahren betrieben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Darstellung, die unterbliebene Vorlage dieser Unterlagen im au&szlig;ergerichtlichen Verfahren habe andere Gr&uuml;nde gehabt als das FG meint, greifen die Kl&auml;ger diese W&uuml;rdigung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ferner r&uuml;gen die Kl&auml;ger mangelnde Sachaufkl&auml;rung und damit ebenfalls Verfahrensfehler. Diesbez&uuml;glich ist die Beschwerde unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verletzung der aus &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO folgenden Sachaufkl&auml;rungspflicht ist ein verzichtbarer Verfahrensmangel (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 295 der Zivilprozessordnung), bei dem das R&uuml;gerecht nicht nur durch eine ausdr&uuml;ckliche oder konkludente Verzichtserkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem FG verloren geht, sondern auch durch das blo&szlig;e Unterlassen einer rechtzeitigen R&uuml;ge. Die Kl&auml;ger h&auml;tten deshalb vortragen m&uuml;ssen, dass sie den Versto&szlig; in der Vorinstanz ger&uuml;gt h&auml;tten bzw. aus welchen entschuldbaren Gr&uuml;nden sie an einer solchen R&uuml;ge vor dem FG gehindert gewesen seien (BFH-Beschluss vom 18. Juni 2008 V B 173\/07, BFH\/NV 2008, 1690).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist eine R&uuml;ge unterblieben, so kommt ein Versto&szlig; gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht nur in Betracht, wenn das FG eine konkrete M&ouml;glichkeit, den von seinem Rechtsstandpunkt aus entscheidungserheblichen Sachverhalt aufzukl&auml;ren, nicht genutzt hat, obwohl sich ihm die Notwendigkeit der weiteren Aufkl&auml;rung auch ohne Antrag nach Lage der Akten und dem Ergebnis der Verhandlung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 3. April 2007 I B 151, 152\/06, BFH\/NV 2007, 1671). Die Kl&auml;ger haben nicht dargelegt und es liegt nicht auf der Hand, welche weiteren Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen sich dem FG warum h&auml;tten aufdr&auml;ngen sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger meinen, das FG h&auml;tte zu den Unterschieden zwischen dem vormaligen Betrieb des Kl&auml;gers und dem streitigen Betrieb der Kl&auml;gerin weiter ermitteln sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum einen wenden die Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; ein, es habe wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Charterkunden gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, warum das FG von Amts wegen diesbez&uuml;glich h&auml;tte Ermittlungen anstellen sollen, ist bis heute nicht erkennbar, worin wesentliche Unterschiede bestanden haben sollen, die das FG nicht ber&uuml;cksichtigt h&auml;tte. Wenn die Kl&auml;ger ausf&uuml;hren, dass der Kl&auml;ger sein Flugzeug nur an einzelne Piloten bei Gelegenheit verchartert habe, w&auml;hrend die Kl&auml;gerin an andere Piloten\/Gesellschaften mit einer geplanten Auslastung von 100 % habe verchartern wollen, stellen sie lediglich dar, was das FG sinngem&auml;&szlig; bereits festgestellt hat. Zudem zeigen sie damit im Grunde keine Unterschiede auf. Zwischen &quot;andere Piloten&quot; und &quot;einzelnen Piloten&quot; besteht kein Unterschied. Die Bedeutung der Rechtsform des Charterers ist nicht erkennbar. Bei der Auslastung vergleichen die Kl&auml;ger Tatsachen (im Betrieb des Kl&auml;gers) mit Absichten (im Betrieb der Kl&auml;gerin), legen mithin unterschiedliche Ma&szlig;st&auml;be an, so dass der Vergleich ins Leere geht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zum anderen berufen sich die Kl&auml;ger auf den geplanten Einsatz eines dieselbetriebenen Flugzeugs. Dieses Vorhaben hat das FG festgestellt und gew&uuml;rdigt. Es erschlie&szlig;t sich nicht, was das FG hierzu noch h&auml;tte ermitteln sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chlich greifen die Kl&auml;ger mit beiden Einwendungen nicht die Sachaufkl&auml;rung, sondern wiederum die Sachverhaltsw&uuml;rdigung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;ger beanstanden weiter, das FG habe Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesbez&uuml;glich haben sie ihr R&uuml;gerecht durch Unterlassen rechtzeitiger R&uuml;ge verloren. Der Vortrag, sie h&auml;tten in der Verhandlung keine entsprechende R&uuml;ge erheben k&ouml;nnen, da das FG keine Hinweise auf die Entscheidungserheblichkeit dieses Punktes &#8211;gegen den Akteninhalt&#8211; gegeben habe, vielmehr im Er&ouml;rterungstermin noch davon ausgegangen sei, dass die sogenannte Liebhaberei f&uuml;r diesen Fall nicht entscheidungserheblich sei, ist nicht nachvollziehbar. Diese Frage war einer der Kernpunkte des finanzgerichtlichen Verfahrens. Ausweislich des Protokolls des Er&ouml;rterungstermins vom 28. September 2004 hatte der Berichterstatter die Beteiligten darauf hingewiesen, dass der Rechtsstreit in der Sache sicherlich um die Frage der Liebhaberei des Unternehmens der Kl&auml;gerin gehe (Seite 2 unten), um sodann einen Verst&auml;ndigungsvorschlag zu unterbreiten, nachdem &uuml;ber einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk diese Frage offen gehalten werden sollte. Ausweislich des Protokolls der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 17. M&auml;rz 2009 wurde die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht mit den Beteiligten eingehend diskutiert (Seite 2 oben). Einen Beweisantrag haben die Kl&auml;ger gleichwohl nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Warum sich dem FG eine Beweisaufnahme ohne Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen sollen, ferner, welche rechtlich relevanten Angaben zu bisher nicht festgestellten Tatsachen die Zeugen h&auml;tten machen sollen, haben die Kl&auml;ger nicht dargelegt. Sie meinen, die Zeugen h&auml;tten ein schl&uuml;ssiges Betriebskonzept best&auml;tigen k&ouml;nnen. Dies ist aus den unter 1.a dargestellten Gr&uuml;nden keine Tatsache, die in das Wissen eines Zeugen gestellt werden k&ouml;nnte, sondern Ergebnis einer Tatsachenw&uuml;rdigung, die nicht den Zeugen, sondern dem Gericht obliegt. Vor diesem Hintergrund geht auch der Vorwurf vorweggenommener Beweisw&uuml;rdigung fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.3.2010, X B 95\/09 Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Verfahrensm&auml;ngel Tatbestand 1&nbsp; I. 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