{"id":7815,"date":"2012-12-02T16:02:31","date_gmt":"2012-12-02T14:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7815"},"modified":"2012-12-02T16:02:31","modified_gmt":"2012-12-02T14:02:31","slug":"v-r-44-08-verwendung-eines-grundstuecks-fuer-steuerpflichtige-und-steuerfreie-umsaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-44-08-verwendung-eines-grundstuecks-fuer-steuerpflichtige-und-steuerfreie-umsaetze\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;44\/08 &#8211; Verwendung eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r steuerpflichtige und steuerfreie Ums&auml;tze"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2010, V R 44\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Verwendung eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r steuerpflichtige und steuerfreie Ums&auml;tze<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Rechtsanwalts-GbR. Im Streitjahr (2000) sanierte die Kl&auml;gerin ihr Geb&auml;ude (K-Stra&szlig;e), in dem sie auch ihre Kanzlei unterhielt. Eine Wohnung in dem Geb&auml;ude war an ihren Gesellschafter, Rechtsanwalt R, vermietet. Mit diesem schloss die Kl&auml;gerin ab Oktober 2000 einen Mietvertrag, in dem sie die Umsatzsteuer gesondert auswies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte Umsatzsteuersonderpr&uuml;fung versagte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den vollen Vorsteuerabzug aus den das Geb&auml;ude K-Stra&szlig;e betreffenden Eingangsums&auml;tzen mit der Begr&uuml;ndung, zwischen Personengesellschaften und ihren Gesellschaftern sei ein Leistungsaustausch m&ouml;glich, daher sei die Vermietung an R steuerbar. Die Vermietung sei aber steuerfrei gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 12 Buchst. a des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) und insoweit der Vorsteuerabzug ausgeschlossen. Dem Verzicht auf die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 UStG stehe entgegen, dass R die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Aufteilung nach dem grunds&auml;tzlich sachgerechten Umsatzschl&uuml;ssel sei im Streitfall nicht m&ouml;glich, weil die Kl&auml;gerin keine Unterlagen eingereicht habe, die eine Aufteilung nach dem jeweiligen Umsatzschl&uuml;ssel erm&ouml;glichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen den Umsatzsteuerbescheid 2000 sowie den Abrechnungsbescheid 2000 erhobene Klage hatte Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, die K&uuml;rzung der Vorsteuern gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 4 UStG sei nicht zul&auml;ssig, weil die Kl&auml;gerin das gesamte Geb&auml;ude &#8211;auch den nichtunternehmerischen Bereich&#8211; ihrem Unternehmen zugeordnet habe. Dazu sei sie nach den Grunds&auml;tzen des sog. Seeling-Urteils des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (jetzt Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211;, Urteil vom 8. Mai 2003 C-269\/00, Seeling, Slg. 2003, I-4101, BStBl II 2004, 378) auch berechtigt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Zu Unrecht gehe das FG davon aus, dass &sect; 15 Abs. 4 UStG nur den Fall der teilweisen nichtunternehmerischen Verwendung von Eingangsums&auml;tzen betreffe; dieser Fall werde jedoch von &sect; 15 Abs. 1 UStG erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat die Revision, soweit sie den Abrechnungsbescheid 2000 betraf, gem&auml;&szlig; &sect; 125 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) am 28. Juli 2009 zur&uuml;ckgenommen. Der Senat hat deshalb das Verfahren mit Beschluss vom 18. M&auml;rz 2010 gem&auml;&szlig; &sect; 73 Abs. 1 Satz 2, &sect; 121 Satz 1 FGO abgetrennt und mit Beschluss vom 18. M&auml;rz 2010 (V R 13\/10) eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA wegen Umsatzsteuer 2000 ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO). Das FG geht zu Unrecht davon aus, die Kl&auml;gerin habe das Geb&auml;ude zum Teil f&uuml;r eine &quot;nichtunternehmerische&quot; Nutzung verwendet. Die Feststellungen des FG erlauben keine abschlie&szlig;ende Entscheidung zur Aufteilung der Vorsteuer nach &sect; 15 Abs. 4 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG kann der Unternehmer die Vorsteuerbetr&auml;ge f&uuml;r Leistungen abziehen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG geht im Ergebnis zu Recht davon aus, dass die Kl&auml;gerin das bebaute Grundst&uuml;ck insgesamt dem Unternehmen zuordnen konnte, die Leistungen zu dessen Sanierung f&uuml;r Zwecke ihres Unternehmens bezogen hat und daher jedenfalls grunds&auml;tzlich die Voraussetzungen f&uuml;r einen Vorsteuerabzug nach &sect; 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG erf&uuml;llt sind. Zu Unrecht st&uuml;tzt sich das FG allerdings insoweit auf die st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Anschluss an die Entscheidung des EuGH in der Rechtssache Seeling in Slg. 2003, I-4101, BStBl II 2004, 378 (z.B. BFH-Urteile vom 11. November 1993 V R 52\/91, BFHE 173, 239, BStBl II 1994, 335; zuletzt vom 23. September 2009 XI R 14\/08, BFHE 227, 218, BStBl II 2010, 243; vom 8. Oktober 2008 XI R 58\/07, BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394, m.w.N.), wonach der Unternehmer auch dann einen Gegenstand ganz seinem Unternehmen zuordnen kann, wenn er ihn nur teilweise f&uuml;r Zwecke seines Unternehmens, und im &Uuml;brigen f&uuml;r nichtunternehmerische Zwecke nutzt. Denn im Streitfall hat die Kl&auml;gerin, die GbR, das Geb&auml;ude insgesamt f&uuml;r ihr Unternehmen verwendet, zum einen f&uuml;r ihre Rechtsanwaltskanzlei, zum anderen durch Vermietung an einen ihrer Gesellschafter, Rechtsanwalt R.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect; 15 Abs. 2 Nr. 1 UStG ist der Vorsteuerabzug jedoch ausgeschlossen f&uuml;r die Lieferungen, die Einfuhr und den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenst&auml;nden sowie f&uuml;r die sonstigen Leistungen, die der Unternehmer zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Ums&auml;tze verwendet. Diese Voraussetzungen liegen vor, soweit die Kl&auml;gerin das Geb&auml;ude f&uuml;r die steuerfreien Vermietungsums&auml;tze an ihren Gesellschafter verwendet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) hat die Kl&auml;gerin eine Wohnung des Geb&auml;udes an ihren Gesellschafter, Rechtsanwalt R, zu nichtunternehmerischen Zwecken vermietet und daher nach &sect; 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a UStG steuerfreie Ums&auml;tze ausgef&uuml;hrt, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect; 9 Abs. 1 UStG kann allerdings der Unternehmer u.a. einen Umsatz, der nach &sect; 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a UStG steuerfrei ist, als steuerpflichtig behandeln, wenn der Umsatz an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen ausgef&uuml;hrt wird. Die Kl&auml;gerin hat zwar &uuml;ber diese Vermietungsums&auml;tze mit offen ausgewiesener Umsatzsteuer abgerechnet. Auch wenn darin die schl&uuml;ssige Erkl&auml;rung eines Verzichts auf die Steuerbefreiung (&sect; 9 Abs. 1 und Abs. 2 UStG) zu sehen sein kann (vgl. BFH-Urteil vom 16. Juli 1997 XI R 94\/96, BFHE 183, 301, BStBl II 1997, 670), liegen bei einer Vermietung zu Wohnzwecken &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Voraussetzungen f&uuml;r einen wirksamen Verzicht nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Verwendet der Unternehmer eine f&uuml;r sein Unternehmen bezogene Leistung nur zum Teil f&uuml;r Ums&auml;tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en &#8211;wie im Streitfall die Kl&auml;gerin mit der steuerfreien Vermietung an ihren Gesellschafter zu Wohnzwecken&#8211;, ist nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 1 UStG der Teil der jeweiligen Vorsteuerbetr&auml;ge nicht abziehbar, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f&uuml;hrenden Ums&auml;tzen wirtschaftlich zuzurechnen ist. Nach Satz 2 der Vorschrift ist der Unternehmer berechtigt, die nicht abziehbaren Teilbetr&auml;ge im Wege einer sachgerechten Sch&auml;tzung zu ermitteln. Hierzu erlauben die Feststellungen des FG keine abschlie&szlig;ende Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. Urteile vom 10. Dezember 2009 V R 13\/08, BFH\/NV 2010, 960; vom 25. M&auml;rz 2009 V R 9\/08, BFHE 225, 230, BFH\/NV 2009, 1337; vom 13. August 2008 XI R 53\/07, BFH\/NV 2009, 228; vom 22. November 2007 V R 43\/06, BFHE 219, 450, BStBl II 2008, 770; vom 28. September 2006 V R 43\/03, BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417), der sich die Finanzverwaltung angeschlossen hat (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. September 2008, BStBl I 2008, 896), ist bei Bauma&szlig;nahmen zwischen der Herstellung eines neuen Geb&auml;udes und Erhaltungsaufwendungen andererseits zu differenzieren. Liegen Herstellungskosten i.S. des &sect; 255 des Handelsgesetzbuches vor, ist f&uuml;r den Vorsteuerabzug unter Ber&uuml;cksichtigung von &sect; 15 Abs. 4 UStG auf die Verwendungsverh&auml;ltnisse des gesamten Geb&auml;udes abzustellen. F&uuml;r den Vorsteuerabzug aus Erhaltungsaufwendungen kommt es demgegen&uuml;ber darauf an, wie der Geb&auml;udeteil genutzt wird, f&uuml;r den die Erhaltungsaufwendungen entstehen. Ob die &quot;Sanierung&quot; des Geb&auml;udes durch die Kl&auml;gerin als Erhaltungs- oder als Herstellungsaufwendungen zu beurteilen sind, l&auml;sst sich den Feststellungen des FG nicht entnehmen. Die Sache geht deshalb zu deren Nachholung an das FG zur&uuml;ck. Der Senat verweist zur Abgrenzung insoweit auf die Grunds&auml;tze der zuvor zitierten Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge wird das FG bei seiner Entscheidung weiter zu beachten haben, dass nicht nur der Fl&auml;chenschl&uuml;ssel, sondern auch die Aufteilung der Vorsteuern im Verh&auml;ltnis der Ausgangsums&auml;tze grunds&auml;tzlich eine sachgerechte Sch&auml;tzung i.S. des &sect; 15 Abs. 4 UStG darstellt (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2009, 228; vom 17. August 2001 V R 1\/01, BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833; BFH-Beschluss vom 29. Juli 2003 V B 170\/02, BFH\/NV 2004, 234). Hat der Steuerpflichtige in einer Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr des Leistungsbezugs jedoch einen sachgerechten Ma&szlig;stab f&uuml;r die Aufteilung von Vorsteuern gew&auml;hlt und wird diese als Steuerfestsetzung formell bestandskr&auml;ftig, ist er sowohl f&uuml;r das Erstjahr als auch f&uuml;r die Folgejahre an diese Wahl gebunden (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2010, 960; vom 22. November 2007 V R 35\/06, BFH\/NV 2008, 628; vom 2. M&auml;rz 2006 V R 49\/05, BFHE 213, 249, BStBl II 2006, 729; in BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2010, V R 44\/08 Verwendung eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r steuerpflichtige und steuerfreie Ums&auml;tze Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Rechtsanwalts-GbR. Im Streitjahr (2000) sanierte die Kl&auml;gerin ihr Geb&auml;ude (K-Stra&szlig;e), in dem sie auch ihre Kanzlei unterhielt. Eine Wohnung in dem Geb&auml;ude war an ihren Gesellschafter, Rechtsanwalt R, vermietet. Mit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-44-08-verwendung-eines-grundstuecks-fuer-steuerpflichtige-und-steuerfreie-umsaetze\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;44\/08 &#8211; Verwendung eines Grundst&uuml;cks f&uuml;r steuerpflichtige und steuerfreie Ums&auml;tze<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-7815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7815\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}