{"id":7818,"date":"2012-12-02T16:07:14","date_gmt":"2012-12-02T14:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7818"},"modified":"2012-12-02T16:07:14","modified_gmt":"2012-12-02T14:07:14","slug":"i-r-75-08-keine-anrechnung-zu-unrecht-erhobener-schweizer-quellensteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-75-08-keine-anrechnung-zu-unrecht-erhobener-schweizer-quellensteuer\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;75\/08 &#8211; Keine Anrechnung zu Unrecht erhobener Schweizer Quellensteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.3.2010, I R 75\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anrechnung zu Unrecht erhobener Schweizer Quellensteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob abkommenswidrig erhobene Steuern nach &sect; 34c Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte eines unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen abzuziehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr 2002 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Sie waren im Streitjahr im Inland ans&auml;ssig. Ihren Wohnsitz hatten sie ab April 2002 in X (Deutschland).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war im Streitjahr bei der P-GmbH mit Sitz in Y besch&auml;ftigt. Sie wurde von der P-GmbH bei verschiedenen Firmen eingesetzt, um dort den Einsatz der Software der P-GmbH beratend zu begleiten. Vom 10. Juni 2002 an war sie im Auftrag der P-GmbH bei der A in deren Betriebsr&auml;umen in Z\/Schweiz t&auml;tig. Die Kl&auml;gerin pendelte w&auml;hrend des Einsatzes bei der A t&auml;glich von X an ihren Arbeitsort nach Z; im Streitjahr &uuml;bernachtete sie nur an sieben Tagen in der Schweiz. W&auml;hrend ihrer T&auml;tigkeit in der Schweiz suchte sie an einzelnen Tagen die Zentrale der P-GmbH in Y auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Einsatz der Kl&auml;gerin bei der A lag eine Vereinbarung zwischen der A und der P-AG mit Sitz in der Schweiz, einer Schwestergesellschaft der P-GmbH, zugrunde. Da der P-AG f&uuml;r die vereinbarten Beratungsleistungen kein eigenes Personal zur Verf&uuml;gung stand, wurde die Kl&auml;gerin aufgrund einer internen Arbeitsvereinbarung (&quot;Internal Statement of Work&quot;) mit der P-GmbH f&uuml;r diese T&auml;tigkeit eingesetzt. Die Kosten f&uuml;r den Einsatz der Kl&auml;gerin stellte die P-AG der A in Rechnung. F&uuml;r den Arbeitseinsatz in der Schweiz wurde zwischen der Kl&auml;gerin und der P-GmbH ein befristeter internationaler Entsendevertrag abgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bruttoarbeitslohn der Kl&auml;gerin betrug im Streitjahr 92.821 EUR. Er wurde &#8211;nach Abzug der Lohnsteuer&#8211; w&auml;hrend des Einsatzes bei der A weiter von der P-GmbH ausgezahlt. Die Gehaltsaufwendungen f&uuml;r den Einsatz der Kl&auml;gerin bei der A stellte die P-GmbH der P-AG aufgrund einer internen Kostenbelastungsvereinbarung in Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von den auf die T&auml;tigkeit bei der A entfallenden Bruttoeink&uuml;nften in H&ouml;he von 73.213 CHF (49.785 EUR) wurde in der Schweiz Quellensteuer in H&ouml;he von 7.314 CHF in Abzug gebracht, die von der P-AG an das Kantonale Steueramt abgef&uuml;hrt wurde. Mit Schreiben vom 4. November 2007 beantragte die Kl&auml;gerin dort die Erstattung der Quellensteuer unter Hinweis darauf, dass die auf die T&auml;tigkeit in der Schweiz entfallenden Eink&uuml;nfte in Deutschland steuerpflichtig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bezog bei der Veranlagung der Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr die gesamten Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ein. Die in der Schweiz abgef&uuml;hrte Quellensteuer wurde vom FA bei der Steuerfestsetzung nicht ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer hiergegen erhobenen Klage machten die Kl&auml;ger geltend, dass der auf die T&auml;tigkeit in der Schweiz entfallende Arbeitslohn der Kl&auml;gerin in Deutschland steuerfrei sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, gab der Klage mit Urteil vom 5. Juni 2008&nbsp;&nbsp;3 K 147\/07, ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 1399, nur insoweit statt, als es die in der Schweiz abgef&uuml;hrte Quellensteuer gem&auml;&szlig; &sect; 34c Abs. 3 EStG 2002 bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte abzog.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Klageabweisung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass die auf die Eink&uuml;nfte aus der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin in der Schweiz entfallende Schweizer Quellensteuer nach &sect; 34c Abs. 3 EStG 2002 bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte abzuziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger waren im Streitjahr gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 EStG 2002 unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig; sie unterlagen daher mit allen im Streitjahr erzielten Eink&uuml;nften der Einkommensteuer. Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) hatten die Kl&auml;ger im Streitjahr einen Wohnsitz im Inland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zutreffend angenommen, dass die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz gem&auml;&szlig; Art. 15a des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11. August 1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) i.d.F. des Protokolls vom 21. Dezember 1992 (BGBl II 1993, 1888, BStBl I 1993, 928) &#8211;DBA-Schweiz 1992&#8211; der deutschen Steuer unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art. 15a Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 sind Geh&auml;lter, L&ouml;hne und &auml;hnliche Verg&uuml;tungen, die ein Grenzg&auml;nger aus unselbst&auml;ndiger Arbeit bezieht, in dem Vertragsstaat zu besteuern, in dem dieser ans&auml;ssig ist. Grenzg&auml;nger i.S. des Art. 15a Abs. 1 DBA-Schweiz 1992 ist jede in einem Vertragsstaat ans&auml;ssige Person, die im anderen Vertragsstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regelm&auml;&szlig;ig an ihren Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt (Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA-Schweiz 1992). Nach Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1992 entf&auml;llt bei einer in einem Vertragsstaat ans&auml;ssigen Person die Grenzg&auml;ngereigenschaft nur dann, wenn sie bei einer Besch&auml;ftigung im anderen Vertragsstaat w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsaus&uuml;bung nicht an ihren Wohnsitz zur&uuml;ckkehrt (sog. Nichtr&uuml;ckkehrtage).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist ein Arbeitnehmer nicht w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahres im anderen Vertragsstaat besch&auml;ftigt, so sind nach Nr. II.3. des Verhandlungsprotokolls zum &Auml;nderungsprotokoll vom 18. Dezember 1991 (BStBl I 1993, 929) die f&uuml;r die Grenzg&auml;ngereigenschaft unsch&auml;dlichen Nichtr&uuml;ckkehrtage in der Weise zu berechnen, dass f&uuml;r einen vollen Monat der Besch&auml;ftigung f&uuml;nf Tage und f&uuml;r jede volle Woche der Besch&auml;ftigung ein Tag anzusetzen sind. Diese Bestimmung enth&auml;lt eine verbindliche Vorgabe f&uuml;r die Auslegung des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1992 (Senatsurteile vom 16. Mai 2001 I R 100\/00, BFHE 195, 341, BStBl II 2001, 633; vom 27. August 2008 I R 10\/07, BFHE 222, 546, BStBl II 2009, 94, und I R 64\/07, BFHE 222, 553, BStBl II 2009, 97).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hat im Streitjahr aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz Verg&uuml;tungen aus unselbst&auml;ndiger Arbeit bezogen. Dies ist &#8211;ebenso wie die H&ouml;he dieser Verg&uuml;tungen&#8211; zwischen den Beteiligten unstreitig und bedarf keiner weiteren Erl&auml;uterung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin war ab dem 10. Juni 2002 Grenzg&auml;ngerin i.S. des Art. 15a DBA-Schweiz 1992. Nach den Feststellungen des FG war die Kl&auml;gerin im Inland ans&auml;ssig und ist sie bis zum Ende des Streitjahres von ihrem Arbeitsort in der Schweiz regelm&auml;&szlig;ig an ihren Wohnsitz zur&uuml;ckgekehrt. Das FG hat f&uuml;r die Bestimmung des Arbeitsortes i.S. des Art. 15a Abs. 1 DBA-Schweiz 1992 zutreffend darauf abgestellt, dass die Kl&auml;gerin ihre Arbeit in diesem Zeitraum tats&auml;chlich &#8211;ausschlie&szlig;lich&#8211; bei der A in der Schweiz verrichtet hat; auf den Ort der Ans&auml;ssigkeit des Arbeitgebers kommt es dagegen nicht an (Brandis in Debatin\/Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Schweiz Art. 15a Rz 30 und Art. 15 Rz 33; Kempermann in Flick\/Wassermeyer\/Kempermann, Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz, Art. 15a Rz 22 und Art. 15 Rz 28; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 19. September 1994, BStBl I 1994, 683 Tz. 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grenzg&auml;ngereigenschaft der Kl&auml;gerin steht Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1992 nicht entgegen. Denn die Kl&auml;gerin hat im Streitjahr nur an sieben Tagen in der Schweiz &uuml;bernachtet. Sie hat damit die f&uuml;r das Streitjahr (Arbeitseinsatz ab 10. Juni) ma&szlig;gebliche H&ouml;chstgrenze von 33 Nichtr&uuml;ckkehrtagen (vgl. Nr. II.3. des Verhandlungsprotokolls in BStBl I 1993, 929) nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat zu Recht angenommen, dass die von den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz erhobene Schweizer Quellensteuer nicht auf die Einkommensteuer anzurechnen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine &#8211;im Rahmen der Steuerfestsetzung vorzunehmende (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. M&auml;rz 1996 VIII R 15\/94, BFHE 180, 146, BStBl II 1996, 312, m.w.N.; Senatsurteil vom 1. Juli 2009 I R 113\/08, BFH\/NV 2009, 1992)&#8211; Anrechnung der Quellensteuer nach &sect; 34c Abs. 1 EStG 2002 kommt im Streitfall nicht in Betracht, da sie durch die insoweit vorrangige Grenzg&auml;ngerregelung in Art. 15a DBA-Schweiz 1992 ausgeschlossen wird (Senatsbeschluss vom 19. April 1999 I B 141\/98, BFH\/NV 1999, 1317).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 34c Abs. 1 Satz 1 EStG 2002 ist bei unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen, die mit ausl&auml;ndischen Eink&uuml;nften in dem Staat, aus dem die Eink&uuml;nfte stammen, zu einer der deutschen Einkommensteuer entsprechenden Steuer herangezogen werden, die festgesetzte und gezahlte und keinem Erm&auml;&szlig;igungsanspruch mehr unterliegende ausl&auml;ndische Steuer auf die deutsche Einkommensteuer anzurechnen, die auf die Eink&uuml;nfte aus diesem Staat entf&auml;llt. Die Vorschrift ist indessen nach &sect; 34c Abs. 6 Satz 1 EStG 2002 nicht anzuwenden, wenn die Eink&uuml;nfte aus einem ausl&auml;ndischen Staat stammen, mit dem ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) besteht. Eine Ausnahme hiervon besteht nach &sect; 34c Abs. 6 Satz 2 EStG 2002 nur f&uuml;r den Fall, dass das DBA selbst die Anrechnung der ausl&auml;ndischen Steuer vorsieht; &sect; 34c Abs. 1 EStG 2002 ist ferner entsprechend anzuwenden, wenn bei Eink&uuml;nften aus einem ausl&auml;ndischen Staat die Doppelbesteuerung nach den Vorschriften des DBA nicht beseitigt wird oder das DBA sich nicht auf eine Steuer vom Einkommen dieses Staates bezieht (&sect; 34c Abs. 6 Satz 3 EStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Anwendung des &sect; 34c Abs. 1 Satz 1 EStG 2002 ist im Streitfall aufgrund des DBA-Schweiz 1992 ausgeschlossen; die in &sect; 34c Abs. 6 Satz 2 und 3 EStG 2002 geregelten Ausnahmebestimmungen sind insoweit nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 24 Abs. 1 Nr. 2 DBA-Schweiz 1992 sieht zwar die Anrechnung der in der Schweiz erhobenen Quellensteuer vor. Die Anrechnung setzt jedoch voraus, dass die Quellensteuer in &Uuml;bereinstimmung mit dem Abkommen erhoben worden und nicht zu erstatten ist. Hieran fehlt es im Streitfall, da die Kl&auml;gerin als Grenzg&auml;ngerin nach Art. 15a Abs. 1 DBA-Schweiz 1992 mit den Eink&uuml;nften aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz nur in Deutschland besteuert werden kann. Die Schweiz kann danach lediglich eine Steuer im Abzugsweg erheben, deren H&ouml;he auf 4,5 % des Bruttobetrages der Verg&uuml;tungen begrenzt ist. Im Streitfall wurde von den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz keine Abzugssteuer i.S. des Art. 15a Abs. 1 DBA-Schweiz, sondern eine &#8211;die Abzugssteuer &uuml;bersteigende&#8211; Quellensteuer erhoben, die der Schweiz abkommensrechtlich nicht zusteht (Senatsurteil vom 15. M&auml;rz 1995 I R 98\/94, BFHE 177, 269, BStBl II 1995, 580).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in Art. 15a Abs. 3 Buchst. a DBA-Schweiz 1992 geregelte Anrechnung der Abzugssteuer auf die Einkommensteuer ist f&uuml;r die Ausnahmebestimmung des &sect; 34c Abs. 6 Satz 2 EStG 2002 unbeachtlich, da sie ausdr&uuml;cklich unter Ausschluss des &sect; 34c EStG 2002 vorzunehmen ist. Durch die Anrechnung nach Art. 15a Abs. 3 Buchst. a DBA-Schweiz wird zudem die Doppelbesteuerung der Verg&uuml;tungen von Grenzg&auml;ngern aus unselbst&auml;ndiger Arbeit abstrakt beseitigt; auf die konkrete Doppelbesteuerung durch die &#8211;abkommenswidrige&#8211; Erhebung der Quellensteuer kommt es f&uuml;r die Anwendung des &sect; 34c Abs. 6 Satz 3 EStG 2002 nicht an (Senatsurteile in BFHE 177, 269, BStBl II 1995, 580, m.w.N.; in BFH\/NV 2009, 1992; Gosch in Kirchhof, EStG, 8. Aufl., &sect; 34c Rz 16; Timmermans in Lademann, EStG, &sect; 34c Rz 195).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat kann offenlassen, ob die auf die Verg&uuml;tungen der Kl&auml;gerin aus der T&auml;tigkeit in der Schweiz erhobene Quellensteuer im Streitfall jedenfalls in H&ouml;he von 4,5 % des Bruttobetrages der Verg&uuml;tungen nach Art. 15a Abs. 3 Buchst. a DBA-Schweiz 1992 auf die Einkommensteuer anzurechnen ist. Denn die Steueranrechnung richtet sich in diesem Fall aufgrund des eindeutigen Wortlauts der Vorschrift nach &sect; 36 EStG 2002 (Vogelgesang in Gosch\/Kroppen\/Grotherr, DBA-Kommentar, Art. 15a DBA-Schweiz Rz 28). Die Steueranrechnung nach &sect; 36 EStG 2002 ist jedoch nicht Teil der angefochtenen Steuerfestsetzung, sondern wird &#8211;als Teil des Steuererhebungsverfahrens&#8211; durch einen hiervon getrennten besonderen Verwaltungsakt vorgenommen (Senatsurteil vom 28. April 1993 I R 123\/91, BFHE 170, 573, BStBl II 1994, 147; BFH-Urteile vom 15. April 1997 VII R 100\/96, BFHE 182, 506, BStBl II 1997, 787; vom 29. April 2008 VIII R 28\/07, BFHE 220, 332, BStBl II 2009, 842, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Gegensatz zur Auffassung des FG ist die in der Schweiz erhobene Quellensteuer bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin nicht nach &sect; 34c Abs. 3 EStG 2002 abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 34c Abs. 3 EStG 2002 ist bei unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen, bei denen eine ausl&auml;ndische Steuer vom Einkommen nicht nach &sect; 34c Abs. 1 EStG 2002 angerechnet werden kann, die festgesetzte und gezahlte und keinem Erm&auml;&szlig;igungsanspruch mehr unterliegende ausl&auml;ndische Steuer unter bestimmten Voraussetzungen bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte abzuziehen. Die Vorschrift ist nach &sect; 34c Abs. 6 Satz 4 EStG 2002 &#8211;wiederum unter bestimmten Voraussetzungen&#8211; auch bei Vorliegen eines DBA mit einem anderen Staat anzuwenden, wenn dieser Staat Eink&uuml;nfte besteuert, die nicht aus diesem Staat stammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Abzug der ausl&auml;ndischen Steuer nach &sect; 34c Abs. 3 EStG wird im Streitfall dadurch ausgeschlossen, dass die Voraussetzungen des &sect; 34c Abs. 6 Satz 4 EStG 2002 f&uuml;r die Anwendung dieser Vorschrift nicht erf&uuml;llt sind. Denn die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin, von denen die Schweizer Quellensteuer erhoben wurde, stammen aus der Schweiz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit eines im Inland unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen stammen nach dem Senatsurteil in BFH\/NV 2009, 1992 aus einem anderen Vertragsstaat, wenn die T&auml;tigkeit dort tats&auml;chlich ausge&uuml;bt wird und der die Bez&uuml;ge zahlende Arbeitgeber dort ans&auml;ssig ist. Der Senat hat sich damit nicht der vom FG vertretenen Auffassung angeschlossen, dass es hierf&uuml;r auf das jeweilige DBA und insbesondere ein darin zugewiesenes Quellenbesteuerungsrecht des anderen Vertragsstaats ankomme (vgl. hierzu Kuhn in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, EStG\/KStG, &sect; 34c EStG Rz 201; Timmermans in Lademann, a.a.O., &sect; 34c Rz 177). Hieran h&auml;lt der Senat fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat dagegen bislang offen gelassen (Senatsurteile vom 24. M&auml;rz 1998 I R 38\/97, BFHE 185, 464, BStBl II 1998, 471; in BFH\/NV 2009, 1992; Senatsbeschluss in BFH\/NV 1999, 1317), ob der Ursprungsstaat der Eink&uuml;nfte daneben anhand der in &sect; 34d EStG 2002 aufgestellten lokalen Ankn&uuml;pfungspunkte bestimmt werden kann (vgl. hierzu FG Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, Urteil vom 19. M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;3 K 171\/92, EFG 1997, 984; Wagner in Bl&uuml;mich, EStG\/KStG\/GewStG, &sect; 34c EStG Rz 134; Wassermeyer in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff, Au&szlig;ensteuerrecht, &sect; 34c EStG Rz 146). Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit stammen danach insbesondere dann aus dem anderen Vertragsstaat, wenn die Arbeit &#8211;wie im Streitfall&#8211; dort tats&auml;chlich ausge&uuml;bt wird (&sect; 34d Nr. 5 EStG 2002; Wassermeyer in Flick\/ Wassermeyer\/Baumhoff, a.a.O., &sect; 34c EStG Rz 150; vgl. Senatsurteil vom 19. M&auml;rz 2002 I R 15\/01, BFH\/NV 2002, 1411, unter II.B.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG hat die Kl&auml;gerin ihre T&auml;tigkeit im Auftrag der P-GmbH ab dem 10. Juni 2002 in den Betriebsr&auml;umen der A in der Schweiz verrichtet. Die Kl&auml;gerin erhielt ihr Gehalt zwar weiterhin von der im Inland ans&auml;ssigen P-GmbH; die Gehaltsaufwendungen f&uuml;r die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin in der Schweiz wurden jedoch infolge der Weiterbelastung durch die P-GmbH wirtschaftlich von der in der Schweiz ans&auml;ssigen P-AG getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die P-AG ist f&uuml;r den Einsatz der Kl&auml;gerin bei der A nach der &#8211;f&uuml;r die Bestimmung des Ursprungsstaates insoweit ma&szlig;geblichen (FG M&uuml;nchen, Urteil vom 22. April 2008&nbsp;&nbsp;1 K 5245\/04, EFG 2008, 1629; vgl. auch zum DBA-Spanien Senatsurteil vom 23. Februar 2005 I R 46\/03, BFHE 209, 241, BStBl II 2005, 547, unter II.6.)&#8211; wirtschaftlichen Betrachtungsweise als Arbeitgeberin anzusehen. &quot;Wirtschaftlicher&quot; Arbeitgeber ist danach jede nat&uuml;rliche oder juristische Person, die die Verg&uuml;tung f&uuml;r die ihr geleistete nichtselbst&auml;ndige T&auml;tigkeit wirtschaftlich tr&auml;gt. Bei einer konzerninternen Entsendung von Arbeitnehmern reicht hierf&uuml;r die Weiterbelastung der Verg&uuml;tung durch den zivilrechtlichen Arbeitgeber nicht aus; der betreffende Arbeitnehmer muss vielmehr auch f&uuml;r das aufnehmende Unternehmen t&auml;tig werden. Dies setzt voraus, dass der Einsatz des Arbeitnehmers im Interesse des aufnehmenden Unternehmens erfolgt und der Arbeitnehmer in dessen Arbeitsablauf eingebunden ist (Senatsurteile vom 21. August 1985 I R 63\/80, BFHE 144, 428, BStBl II 1986, 4; vom 15. M&auml;rz 2000 I R 28\/99, BFHE 191, 325, BStBl II 2002, 238; in BFHE 209, 241, BStBl II 2005, 547).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen &uuml;bte die Kl&auml;gerin die T&auml;tigkeit bei der A f&uuml;r die P-AG aus. Die Kl&auml;gerin wurde bei ihrem Einsatz im Interesse der P-AG t&auml;tig, da der P-AG f&uuml;r die aufgrund der Vereinbarung mit der A zu erbringenden Beratungsleistungen kein eigenes Personal zur Verf&uuml;gung stand. Aus dem Entsendevertrag zwischen der Kl&auml;gerin und der P-GmbH und der internen Arbeitsvereinbarung zwischen der P-GmbH und der P-AG ergibt sich, dass der Einsatz der Kl&auml;gerin nicht der Erbringung einer Beratungsleistung der P-GmbH gegen&uuml;ber der P-AG diente. Die Kl&auml;gerin wurde hierbei vielmehr unmittelbar f&uuml;r die P-AG t&auml;tig, da dieser von der P-GmbH die Besch&auml;ftigung der Kl&auml;gerin f&uuml;r den Einsatz bei der A &uuml;bertragen worden war; im Hinblick auf diesen Einsatz unterlag die Kl&auml;gerin damit den Weisungen der P-AG. Aufgrund der Vereinbarung mit der A &uuml;ber die Erbringung der Beratungsleistungen trug die P-AG auch die Verantwortung f&uuml;r die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin. Die Kl&auml;gerin war daher im Hinblick auf den Einsatz bei der A in den Arbeitsablauf der P-AG eingebunden (vgl. BMF-Schreiben vom 14. September 2006, BStBl I 2006, 532 Tz. 68). Hierf&uuml;r spricht schlie&szlig;lich auch die &#8211;mehr als dreimonatige&#8211; Dauer des Einsatzes (BMF-Schreiben in BStBl I 2006, 532 Tz. 74).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG ist von anderen rechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben ausgegangen; die Vorentscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Die in der Schweiz erhobene Quellensteuer ist bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin nicht abzuziehen. Die Klage war somit abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.3.2010, I R 75\/08 Keine Anrechnung zu Unrecht erhobener Schweizer Quellensteuer Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob abkommenswidrig erhobene Steuern nach &sect; 34c Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte eines unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen abzuziehen sind. 2&nbsp; Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr 2002 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-75-08-keine-anrechnung-zu-unrecht-erhobener-schweizer-quellensteuer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;75\/08 &#8211; Keine Anrechnung zu Unrecht erhobener Schweizer Quellensteuer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-7818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7818\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}