{"id":7834,"date":"2012-12-02T16:02:21","date_gmt":"2012-12-02T14:02:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7834"},"modified":"2012-12-02T16:02:21","modified_gmt":"2012-12-02T14:02:21","slug":"viii-r-4-07-zufluss-von-kapitaleinnahmen-aus-schneeballsystemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-4-07-zufluss-von-kapitaleinnahmen-aus-schneeballsystemen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;4\/07 &#8211; Zufluss von Kapitaleinnahmen aus Schneeballsystemen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.3.2010, VIII R 4\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Zufluss von Kapitaleinnahmen aus Schneeballsystemen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Gutschriften aus Schneeballsystemen f&uuml;hren zu Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen, wenn der Betreiber des Schneeballsystems bei entsprechendem Verlangen des Anlegers zur Auszahlung der gutgeschriebenen Betr&auml;ge leistungsbereit und leistungsf&auml;hig gewesen w&auml;re.<\/p>\n<p>2. An der Leistungsbereitschaft des Betreibers des Schneeballsystems kann es fehlen, wenn er auf einen Auszahlungswunsch des Anlegers hin eine sofortige Auszahlung ablehnt und stattdessen &uuml;ber anderweitige Zahlungsmodalit&auml;ten verhandelt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte zu 1. (Kl&auml;ger) sowie die Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagten zu 2. und 3. (Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3.) sind der Ehemann und die Rechtsnachfolger der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens verstorbenen Ehefrau des Kl&auml;gers zu 1. (Ehefrau). Die zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Eheleute lie&szlig;en sich bei der Verm&ouml;gensanlage von dem Bankkaufmann C (C), Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH (GmbH), den sie seit Ende der 60er Jahre pers&ouml;nlich kannten, beraten. Die GmbH vertrieb Finanzprodukte. Von 1992 bis 1999 wurden &uuml;ber 40 Anleger mit einem Anlagekapital von &uuml;ber 6 Mio. DM geworben. Das Anlagekapital wurde &uuml;ber fremde Dritte angelegt, wobei erhebliche Summen veruntreut wurden. Die Anleger wurden &uuml;ber die Verluste nicht informiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1992 schlossen der Kl&auml;ger und seine Ehefrau mit C zwei Vertr&auml;ge &uuml;ber die Anlage von 160.000 DM und 90.000 DM. Bis April 1994 &uuml;berwiesen sie 230.000 DM an C. Nach den Vertr&auml;gen beabsichtigten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau, eine Kapitalanlage zu t&auml;tigen, die von der GmbH vermittelt werden sollte. Das Kapital wurde C f&uuml;r 5 Jahre zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Anlage sollte gepoolt werden. Deshalb verzichteten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau unwiderruflich auf eine vorzeitige R&uuml;ckzahlung des Anlagebetrages. F&uuml;r seine T&auml;tigkeit sollte C eine Verg&uuml;tung von 5 % des Anlageertrages erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Anlage zu den Vertr&auml;gen sah vor, dass C als &quot;Anleger&quot; einen bestimmten Geldbetrag (&quot;Anlagekapital&quot;) bei noch nicht benannten &quot;Partnern&quot; anlegen sollte. Das Anlagekapital sollte durch Bankgarantie abgesichert und m&ouml;glichst mit 12 % p.a. verzinst werden. Zudem sollte ein &quot;Bonus&quot; von weiteren 12 % gezahlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C schickte dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau im Jahr 1992 eine erste Jahresabrechnung ihrer Kapitalanlage und erl&auml;uterte das Vorgehen wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&quot;Der auf dem Firmenbogen der abrechnenden Gesellschaft gedruckte Auszug ist Ihr offizieller Beleg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Firmenbogen ausgedruckte Bl&auml;tter sind nur zu Ihrer pers&ouml;nlichen Information bestimmt. (&#8230;)&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>(Hervorhebung im Original)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 7. Januar 1994 erhielten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau eine Abrechnung per 31. Dezember 1993, und auch in der Folgezeit erteilte C ihnen &uuml;ber Ertrags- und Bonusgutschriften auf ihrem Sonderkonto &quot;offizielle&quot; Abrechnungen (mit Firmenkopf der GK, einer in Liechtenstein ans&auml;ssigen Briefkastengesellschaft) und &quot;inoffizielle&quot; Abrechnungen (ohne Firmenkopf der GK &#8211; mit dem Stempelaufdruck &quot;nur zur pers&ouml;nlichen Information&quot;). Bei C fand die Steuerfahndung sp&auml;ter Blanko-Briefpapier mit dem Firmenkopf der GK.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auszahlungen in H&ouml;he von insgesamt 195.189,95 DM erfolgten auf zwei Konten, die der Kl&auml;ger und seine Ehefrau bei der SK-Bank (SK) in der Schweiz errichtet hatten. Ein Konto war als &quot;Kontokorrent&quot; bezeichnet. Das andere Konto errichteten sie als &quot;Kontokorrent Rubrik Separat&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab September 1994 wurden in zunehmender Zahl auf dem Konto bei der GK als Ertrag ausgewiesene Betr&auml;ge nicht mehr auf die Konten bei der SK &uuml;berwiesen, sondern als zus&auml;tzliches Anlagekapital dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau direkt wieder gutgeschrieben. Von September 1994 bis Ende 1997 schrieb C dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau insgesamt 176.960 DM gut. Der Kl&auml;ger und seine Ehefrau hatten der Verrechnung jeweils vorher zugestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C &uuml;berwies an den Kl&auml;ger und seine Ehefrau am 6. Juni 1997 letztmalig Betr&auml;ge auf die Konten bei der SK und schickte ihnen am 22. Dezember 1997 einen Scheck &uuml;ber 10.000 DM als Kapitalr&uuml;ckzahlung. Der Insolvenzantrag &uuml;ber sein Verm&ouml;gen wurde im Jahr 2000 gestellt. Insgesamt leistete C in den Streitjahren (1992 bis 1997) Zahlungen &uuml;ber 3,7 Mio. DM an die Anleger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen 1992 bis 1997 erkl&auml;rten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau aus den vorgenannten Vorg&auml;ngen als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen nur die Betr&auml;ge, f&uuml;r die eine &quot;offizielle&quot; Abrechnung erstellt worden war (insgesamt 51.208,50 DM). Soweit die offizielle Abrechnung eine Gutschrift bei der GK mit Wertstellung 31. Dezember vorsah, ordneten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau die Betr&auml;ge dem ausgewiesenen Jahr zu. Die tats&auml;chliche Auszahlung auf die Schweizer Konten erfolgte regelm&auml;&szlig;ig Mitte\/Ende Januar des Folgejahres. Die auf das als &quot;Kontokorrent Rubrik Separat&quot; bezeichnete Konto &uuml;berwiesenen Betr&auml;ge von insgesamt 143.981,45 DM, davon 22.553,50 DM im Jahr 1992 und 72.079,95 DM im Jahr 1993, deklarierten sie nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Einkommensteuerveranlagung folgte der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst den Angaben des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau. In den &Auml;nderungsbescheiden vom 27. Juni 2002 f&uuml;r die Einkommensteuer 1992 bis 1997 erfasste das FA indes zus&auml;tzlich sowohl die in den einzelnen Streitjahren &uuml;berwiesenen, aber nicht erkl&auml;rten Betr&auml;ge, als auch die lediglich gutgeschriebenen und wiederangelegten Ertr&auml;ge (insgesamt 372.149,95 DM) als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Es wies darauf hin, dass wegen Steuerhinterziehung des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau auch f&uuml;r die Streitjahre 1992 und 1993 eine &Auml;nderung m&ouml;glich sei, da die Verj&auml;hrungsfrist zehn Jahre betrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobenen Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 506 ver&ouml;ffentlichten Urteil hinsichtlich der einbehaltenen und wiederangelegten Betr&auml;ge in H&ouml;he von 176.960 DM statt und wies die Klage im &Uuml;brigen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt mit seiner die Streitjahre 1994 bis 1997 betreffenden Revision die Verletzung von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG, &sect; 11 Abs. 1 EStG. Das FG-Urteil entspreche nicht den vom Bundesfinanzhof (BFH) aufgestellten Rechtsgrunds&auml;tzen zur Besteuerung von Gutschriften aus betr&uuml;gerischen Schneeballsystemen. Die vom FG angef&uuml;hrten Kriterien, insbesondere die unterschiedliche Beurteilung von &quot;unredlichen Anlagepartnern&quot; und Instituten, die &quot;nach ordnungsgem&auml;&szlig;en Regeln des Bankgewerbes&quot; arbeiten, sei unpraktikabel und stehe der Wahrung der Rechtseinheit entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG des Saarlandes vom 6. Dezember 2006&nbsp;&nbsp;1 K 165\/03, soweit die Jahre 1994 bis 1997 betroffen sind, aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und die Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. beantragen, die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und die Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. haben f&uuml;r die Streitjahre 1992 und 1993 ebenfalls Revision eingelegt. Sie machen Verj&auml;hrung geltend und verlangen die Aufhebung der Einkommensteuerbescheide wegen Versto&szlig;es gegen &sect;&sect; 169, 170 der Abgabenordnung. Hinterziehungsabsicht habe nicht vorgelegen, da der Kl&auml;ger und seine Ehefrau &quot;offizielle&quot; Abrechnungen aus Liechtenstein in ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen ab 1994 vorgelegt h&auml;tten. Das FA h&auml;tte weitere Untersuchungen anstellen m&uuml;ssen. Materiell r&uuml;gen sie die Verletzung von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG. Es l&auml;gen keine Zinsen, sondern Kapitalr&uuml;ckzahlungen vor, da C nichts erwirtschaftet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und die Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>unter Aufhebung des Urteils des FG des Saarlandes vom 6. Dezember 2006&nbsp;&nbsp;1 K 165\/03 die Einkommensteuerbescheide 1992 und 1993 vom 27. Juni 2002 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 19. Mai 2003 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision des Kl&auml;gers und der Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung ist f&uuml;r die Streitjahre 1994 bis 1997 aufzuheben. Soweit die Streitjahre 1995 bis 1997 betroffen sind, ist das Verfahren zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Klage wird abgewiesen, soweit sie das Streitjahr 1994 betrifft (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO). Die die Streitjahre 1992 und 1993 betreffende Revision des Kl&auml;gers und der Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG die Steuerbarkeit der Gutschriften nach &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG f&uuml;r das Streitjahr 1994 verneint; hinsichtlich der Streitjahre 1995 bis 1997 reichen die bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG f&uuml;r die Beurteilung nicht aus, ob dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau die jeweils gutgeschriebenen Betr&auml;ge auch tats&auml;chlich zugeflossen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG z&auml;hlt zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen alle Zinsen aus Kapitalforderungen jeder Art.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wird Kapital gegen Entgelt &uuml;berlassen, so ist der Einkunftstatbestand des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG erf&uuml;llt. Anzusetzen sind alle Entgelte, die f&uuml;r eine Kapital&uuml;berlassung im weitesten Sinne zugeflossen sind. Es handelt sich entweder origin&auml;r um Zinsen i.S. von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG oder zumindest um Entgelt i.S. des &sect; 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG, d.h. eine Verm&ouml;gensmehrung, die bei wirtschaftlicher Betrachtung Entgelt f&uuml;r die Kapitalnutzung ist (BFH-Urteile vom 6. April 1993 VIII R 68\/90, BFHE 172, 25, BStBl II 1993, 825; vom 14. Dezember 2004 VIII R 5\/02, BFHE 209, 423, BStBl II 2005, 739, VIII R 81\/03, BFHE 209, 438, BStBl II 2005, 746).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Zuordnung der zugeflossenen Betr&auml;ge zu den Eink&uuml;nften i.S. von &sect; 2 Abs. 1 Nr. 5 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG ist ohne Belang, ob die Betr&auml;ge tats&auml;chlich erwirtschaftet waren und ob die Anleger einen zivilrechtlich durchsetzbaren Anspruch besa&szlig;en (vgl. BFH-Urteil vom 22. Juli 1997 VIII R 13\/96, BFHE 184, 46, BStBl II 1997, 767, unter II.2.c bb der Gr&uuml;nde zu &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Auch wenn Kapital zum Aufbau oder Erhalt eines &quot;Schneeballsystems&quot; verwendet wird und dem Anleger aus dem Kapital anderer get&auml;uschter Anleger (oder gar aus dem eigenen Kapital des Anlegers) eine &quot;Scheinrendite&quot; gezahlt wird, liegen Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen vor (BFH-Urteile in BFHE 209, 423, BStBl II 2005, 739; in BFHE 209, 438, BStBl II 2005, 746).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat rechtsfehlerfrei entschieden, dass die in den Streitjahren auf die Konten des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau bei der SK &uuml;berwiesenen Ertr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 195.189,95 DM (davon 27.920 DM im Jahr 1992 und 83.639,95 DM im Jahr 1993) Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. von &sect; 20 EStG sind und nicht etwa nicht steuerbare Kapitalr&uuml;ckzahlungen bilden. Dem Schuldner steht zivilrechtlich ein Leistungsbestimmungsrecht zu (&sect; 366 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Dieses Bestimmungsrecht hatte C ausge&uuml;bt, indem er die &uuml;berwiesenen Betr&auml;ge ausdr&uuml;cklich als Bonus und Ertrag bezeichnete. Dass der Kl&auml;ger und seine Ehefrau dies auch so verstanden haben, ergibt sich aus ihren Steuererkl&auml;rungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau waren die Anlageaktivit&auml;ten des C nicht aufgrund eines Treuhandverh&auml;ltnisses unmittelbar zuzurechnen. Der in den Vereinbarungen verwendete Begriff &quot;Treuhandvereinbarung&quot; &auml;ndert daran nichts. Die Voraussetzungen eines steuerrechtlich beachtlichen Treuhandverh&auml;ltnisses lagen nach den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Fraglich ist indes der Zufluss der Kapitaleinnahmen gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 1 i.V.m. &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Rechtsfehlerhaft hat das FG die gutgeschriebenen und wiederangelegten (Schein-)Renditen (insgesamt 176.960 DM) nicht als Kapitaleinnahmen beurteilt. Der Senat h&auml;lt daran fest, dass auch Gutschriften &uuml;ber wiederangelegte Renditen in Schneeballsystemen zu Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. von &sect; 20 EStG f&uuml;hren (vgl. BFH-Urteile in BFHE 209, 423, BStBl II 2005, 739; in BFHE 209, 438, BStBl II 2005, 746; vom 28. Oktober 2008 VIII R 36\/04, BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190 &#8211; Verfassungsbeschwerde nicht angenommen: Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 9. Juli 2009&nbsp;&nbsp;2 BvR 2525\/08), solange der Schuldner der Ertr&auml;ge leistungsbereit und leistungsf&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind Einnahmen (&sect; 8 Abs. 1 EStG) i.S. von &sect; 11 Abs. 1 EStG zugeflossen, sobald der Steuerpflichtige &uuml;ber sie wirtschaftlich verf&uuml;gen kann. Eine Gutschrift in den B&uuml;chern des Verpflichteten kann einen Zufluss bewirken, wenn in der Gutschrift nicht nur das buchm&auml;&szlig;ige Festhalten einer Schuld zu sehen ist, sondern dar&uuml;ber hinaus zum Ausdruck gebracht wird, dass der Betrag dem Berechtigten von nun an zur Verwendung zur Verf&uuml;gung steht. Allerdings muss der Gl&auml;ubiger in der Lage sein, den Leistungserfolg ohne weiteres Zutun des im &Uuml;brigen leistungsbereiten und leistungsf&auml;higen Schuldners herbeizuf&uuml;hren (BFH-Urteile vom 14. Februar 1984 VIII R 221\/80, BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480; vom 30. Oktober 2001 VIII R 15\/01, BFHE 197, 126, BStBl II 2002, 138; vom 18. Dezember 2001 IX R 74\/98, BFH\/NV 2002, 643). Ein Zufluss kann durch eine gesonderte Vereinbarung zwischen Schuldner und Gl&auml;ubiger bewirkt werden, dass der Betrag fortan aus einem anderen Rechtsgrund geschuldet sein soll. Von einem Zufluss des aufgrund der Altforderung geschuldeten Betrags i.S. von &sect; 11 Abs. 1 EStG kann in derartigen F&auml;llen der Schuldumwandlung (Novation) nach der Rechtsprechung des BFH allerdings nur dann ausgegangen werden, wenn sich die Novation als Folge der Aus&uuml;bung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht des Gl&auml;ubigers (Steuerpflichtigen) &uuml;ber den Gegenstand der Altforderung darstellt, also auf einem freien Entschluss des Gl&auml;ubigers beruht. F&uuml;r die Beantwortung der Frage, ob dies zutrifft, kommt auch dem Umstand Bedeutung zu, in wessen Interesse die Novation lag. Lag sie im alleinigen oder &uuml;berwiegenden Interesse des Gl&auml;ubigers, indiziert dies dessen Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber den Gegenstand der Altforderung (vgl. zuletzt BFH-Urteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190, m.w.N.). Bleibt die Schuld hingegen im Interesse des Schuldners bestehen, liegt wirtschaftlich gesehen trotz Novation lediglich eine Stundung der urspr&uuml;nglichen Schuld vor. Dem Gl&auml;ubiger, dem eher an einer Auszahlung gelegen w&auml;re, ist nichts zugeflossen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480, unter 2.c der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r den Zufluss ist schlie&szlig;lich die M&ouml;glichkeit, von der objektiven Bereicherung Kenntnis zu nehmen (Schmidt\/ Drenseck, EStG, 29. Aufl., &sect; 11 Rz 12, 30 &quot;Gutschrift&quot;). Diese M&ouml;glichkeit kann auch auf st&auml;ndiger &Uuml;bung beruhen (Birk\/Kister in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect; 11 EStG Rz 52, m.w.N.). Soweit eine Novation zum 1.1. des Folgejahres erfolgt, erweist sich die damit verbundene Zinsvereinbarung als Disposition &uuml;ber eine erwirtschaftete Einnahme (vgl. Trzaskalik, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 11 Rz B 55).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Auffassung des FG, der BFH habe seine Beurteilung in dem sog. &quot;Ambros&quot;-Urteil vom 10. Juli 2001 VIII R 35\/00 (BFHE 196, 112, BStBl II 2001, 646) &quot;aufgeweicht&quot;, trifft nicht zu. Auch im zitierten Urteil (unter II.2.a der Gr&uuml;nde) begr&uuml;ndet der Senat den Zufluss von Scheinrenditen mit der vorstehenden Pr&uuml;fungsfolge. Einnahmen sind danach i.S. von &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 EStG dem Steuerpflichtigen zugeflossen, sobald dieser &uuml;ber sie wirtschaftlich verf&uuml;gen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend ist, ob der Steuerpflichtige in seinem konkreten Fall eine Auszahlung h&auml;tte erreichen k&ouml;nnen. Auf eine hypothetische Zahlung an alle Anleger kann nicht abgestellt werden (vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect; 20 Rz 207; zum Zufluss bei hoher Renditeerwartung vgl. Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect; 11 EStG Rz 56). Erst bei Verf&uuml;gung &uuml;ber eine objektiv wertlose Forderung scheidet ein Zufluss definitiv aus (BFH-Urteil vom 21. Juli 1987 VIII R 211\/82, BFH\/NV 1988, 224). Dies ist mangels anderer Anhaltspunkte im Regelfall zu verneinen, so lange ein Antrag auf Er&ouml;ffnung des Konkurs- oder Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Schuldners noch nicht gestellt wurde (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zu Unrecht hat das FG die Gutschrift auf dem &quot;inoffiziellen&quot; Sonderkonto au&szlig;er Acht gelassen, weil es bei einer Briefkastengesellschaft gef&uuml;hrt wurde und C insgesamt ein &quot;unseri&ouml;ses Anlagesystem&quot; entwickelt habe, das dem Vergleich mit &quot;redlichen&quot; Banken und &quot;nach den ordnungsgem&auml;&szlig;en Regeln des Kreditgewerbes&quot; arbeitenden Instituten nicht standhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits nach &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG i.d.F. vom 25. Februar 1992 z&auml;hlten zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen ausdr&uuml;cklich alle Zinsen aus Kapitalforderungen jeder Art. Die Zinsen aus Einlagen und Guthaben bei Kreditinstituten wurden lediglich beispielhaft genannt. In den sp&auml;teren Gesetzesfassungen fehlt dann jeder Verweis auf Kreditinstitute. Damit bezweckt das Gesetz ersichtlich, nicht nur die Zinsen zu besteuern, die von Kreditinstituten, die dem Kreditwesengesetz unterliegen, ausgezahlt werden, sondern alle Ertr&auml;ge aus Kapitalverm&ouml;gen, und zwar unabh&auml;ngig von der Art des jeweiligen Anlagesystems.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dem Argument des FG, bei Scheinertr&auml;gen werde das Vorhandensein eines wirtschaftlichen Erfolges nur vorgespiegelt, es d&uuml;rften letztlich nur tats&auml;chliche Verm&ouml;gensmehrungen in Form von Auszahlungen besteuert werden und ein Zufluss sei erst zu bejahen, wenn der Empf&auml;nger das Geld tats&auml;chlich in dem Sinne besitze, dass er hiervon selbst Zahlungen bestreiten k&ouml;nne, vermag der Senat nicht zu folgen (vgl. vorstehend unter II.1.b aa und bb, sowie zuletzt BFH-Urteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190, m.w.N.; ebenso HHR\/Birk\/Kister, &sect; 11 EStG Rz 53; a.A. Marx, Finanz-Rundschau 2009, 515).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran &auml;ndert auch eine Diskrepanz zwischen den tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung stehenden finanziellen Mitteln und den tats&auml;chlich bestehenden Forderungen nichts. Daraus l&auml;sst sich f&uuml;r die Frage des Zuflusses von Ertr&auml;gen jedenfalls so lange nichts herleiten, wie das Schneeballsystem als solches funktioniert, d.h. die Auszahlungsverlangen der Anleger ohne Einschr&auml;nkung bedient werden. Dass Schneeballsysteme zusammenbrechen, wenn alle Anleger gleichzeitig die R&uuml;ckzahlung ihrer Gelder verlangen, sagt &uuml;ber den Abfluss bzw. Zufluss beim einzelnen Anleger nichts aus (vgl. schon BFH-Urteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Zuflussvoraussetzungen sind an Hand aller tats&auml;chlichen Umst&auml;nde des Einzelfalles zu pr&uuml;fen. Zu Unrecht will das FG f&uuml;r diese Beurteilung auf den Zeitpunkt der letzten m&uuml;ndlichen Verhandlung abstellen. Entscheidend ist die Sicht des Leistungsempf&auml;ngers\/Kapitalanlegers in dem Zeitpunkt, in dem er erstmals aus seiner Sicht die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Einnahme erlangt (vgl. BFH-Urteile in BFHE 209, 423, BStBl II 2005, 739; in BFHE 209, 438, BStBl II 2005, 746; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect; 20 Rz 207).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da das FG seiner Entscheidung eine abweichende Rechtsauffassung zugrunde gelegt hat, ist die Vorentscheidung f&uuml;r die Streitjahre 1994 bis 1997 aufzuheben. Die Sache ist nur zum Teil spruchreif. Nach den vorstehenden Ma&szlig;st&auml;ben ist ein Zufluss der gutgeschriebenen und wiederangelegten Betr&auml;ge im Streitjahr 1994 zu bejahen. F&uuml;r die Streitjahre 1995 bis 1997 fehlt es hingegen an ausreichenden tats&auml;chlichen Feststellungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau wurden 1994 Ertrags- und Bonusabrechnungen mitgeteilt und gutgeschrieben. Zu Unrecht meinen der Kl&auml;ger und die Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3., eine Gutschrift bei der GK sei keine Gutschrift auf einem Konto des Verpflichteten C. Damit verkennen sie, dass es sich nach den Feststellungen des FG bei der GK um eine Briefkastengesellschaft ohne eigene Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit handelte. Die Abrechnungen, die der Kl&auml;ger und seine Ehefrau erhielten, betrafen ihre Kapitalanlage bei C. C hatte den Kl&auml;ger und seine Ehefrau auf eine abrechnende Gesellschaft hingewiesen und mit dem Konto, das er als &quot;bei GK gef&uuml;hrt&quot; bezeichnete, unmissverst&auml;ndlich eine Trennung der geschuldeten Betr&auml;ge von seinem &uuml;brigen Verm&ouml;gen vorgenommen. Gutschriften auf einem solchen gesondert gef&uuml;hrten Konto begr&uuml;nden den Zufluss (vgl. BFH-Urteile in BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480; in BFHE 197, 126, BStBl II 2002, 138). Zwischen C und dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau bestand ferner eine jahrzehntelange Gesch&auml;ftsbeziehung. Daher gingen der Kl&auml;ger und seine Ehefrau auch von der Leistungsbereitschaft des C aus. 1994 kam C allen Auszahlungsverlagen nach, und im Schriftverkehr zwischen C und dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau ist von Problemen und Zahlungsschwierigkeiten nicht die Rede. Zudem versprach C f&uuml;r den Fall der Reinvestition eine hohe Rendite. Wenn sich der Kl&auml;ger und seine Ehefrau angesichts dieser Umst&auml;nde in Aus&uuml;bung ihrer Dispositionsbefugnis &uuml;ber die gutgeschriebenen und f&auml;lligen Geldbetr&auml;ge daf&uuml;r entschieden, auf die sofortige Auszahlung\/&Uuml;berweisung von insgesamt 40.000 DM zu verzichten und die Betr&auml;ge stattdessen zur ertragbringenden Wiederanlage zu verwenden, stellt dies einen Zufluss i.S. von &sect; 11 Abs. 1 EStG dar. In der Wahl einer solchen Wiederanlage liegt zivilrechtlich eine Novation. Die Wiederanlage erfolgte f&uuml;r einen Betrag von 20.000 DM zum 1. September 1994 und Ende 1994 f&uuml;r weitere 20.000 DM &quot;mit Wirkung vom&quot; 1. Januar 1995. Ohne Belang ist dabei, dass der Kl&auml;ger und seine Ehefrau diese Wahl nicht getroffen h&auml;tten, wenn ihnen die tats&auml;chlichen Verluste bekannt gewesen w&auml;ren. Hierbei handelt es sich um einen f&uuml;r die steuerrechtliche Wertung unbeachtlichen Motivirrtum (vgl. BFH-Urteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Streitjahre 1995 bis 1997 reichen die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen indes nicht aus, um den Zufluss zu beurteilen. Die Vorentscheidung hat die Frage des Zahlungswillens ausdr&uuml;cklich offengelassen, da es nach der Rechtsauffassung des FG ausschlie&szlig;lich auf die tats&auml;chliche Auszahlung auf die Schweizer Konten ankam. Der Kl&auml;gervertreter hatte jedoch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 6. Dezember 2006 schrifts&auml;tzlich vorgetragen und Beweis angeboten, dass der Kl&auml;ger und seine Ehefrau sich 1995 wegen eines gr&ouml;&szlig;eren Geldbedarfes an C mit der Bitte um Geldauszahlung gewandt h&auml;tten. Sie h&auml;tten am 20. Dezember 1995 mit C &uuml;ber diese Frage verhandelt. C habe Zahlungen abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie oben dargelegt, kann bei einer Novation ein Zufluss i.S. von &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 EStG nur dann angenommen werden, wenn die Gl&auml;ubiger (hier: der Kl&auml;ger und seine Ehefrau) tats&auml;chlich in der Lage gewesen w&auml;ren, den Leistungserfolg in Gestalt der Vereinnahmung des gutgeschriebenen Betrages ohne weiteres Zutun des leistungsbereiten und leistungsf&auml;higen Schuldners herbei zu f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob und zu welchen Zeitpunkten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau dies h&auml;tten erreichen k&ouml;nnen, hat das FG nicht festgestellt; im zweiten Rechtszug wird es dies anhand der gesamten Umst&auml;nde des Einzelfalles ermitteln und beurteilen m&uuml;ssen. F&uuml;r die Streitjahre ab 1995 fehlen ausreichende Feststellungen zur Leistungsbereitschaft des C. Dabei wird neben dem Beweisangebot auch der gesamte Schriftverkehr zu ber&uuml;cksichtigen sein, der jedenfalls teilweise Zweifel an der Leistungsbereitschaft des C aufkommen lassen kann. Dabei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass C dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau in den Folgejahren eine positive Kapitalentwicklung mitgeteilt hat und es daher m&ouml;glicherweise zu untersuchen ist, ob C wieder leistungsbereit wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte die Leistungsbereitschaft des C nicht festzustellen sein, gingen nicht behebbare Zweifel insoweit zu Lasten des FA, weil es sich um ein steuerbegr&uuml;ndendes Sachverhaltselement handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision des Kl&auml;gers und der Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie betrifft die auf das Konto &quot;Kontokorrent Rubrik Separat&quot; &uuml;berwiesenen Betr&auml;ge von 22.553,50 DM im Jahr 1992 und 72.079,95 DM im Jahr 1993, die der Kl&auml;ger und seine Ehefrau in den Steuererkl&auml;rungen nicht deklariert hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die erhobenen Verfahrensr&uuml;gen hat der Senat gepr&uuml;ft und nicht f&uuml;r durchgreifend erachtet. Er sieht gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 6 Satz 1 FGO von einer Begr&uuml;ndung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Versto&szlig; gegen das rechtliche Geh&ouml;r gem&auml;&szlig; &sect; 119 Nr. 3 FGO ist ebenfalls nicht gegeben. Ein solcher liegt nicht darin, dass das FG den Kl&auml;ger und seine Ehefrau nicht pers&ouml;nlich zur Steuerhinterziehungsabsicht befragt hat. Das FG ist nach &sect; 80 Abs. 1 Satz 1 FGO nicht verpflichtet, den anwaltlich ordnungsgem&auml;&szlig; vertretenen Kl&auml;ger pers&ouml;nlich zum Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung zu laden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 5. Dezember 2006 VIII B 4\/06, BFH\/NV 2007, 490; vom 14. Juni 2006 VIII B 153\/05, juris). Dem Kl&auml;gervertreter war es unbenommen, eine pers&ouml;nliche Anh&ouml;rung des Kl&auml;gers herbeizuf&uuml;hren oder eine Beteiligtenvernehmung nach &sect; 450 der Zivilprozessordnung i.V.m. &sect; 82 FGO zu beantragen (BFH-Beschluss vom 25. September 2003 XI B 11\/01, BFH\/NV 2004, 77).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG in den Entscheidungsgr&uuml;nden nicht auf das Vorliegen eines Verbotsirrtums eingegangen ist, bedeutet das nicht, dass es das entsprechende Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen und erwogen hat. Nach der Rechtsprechung des BVerfG ist das Gericht nach Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in der Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung ausdr&uuml;cklich zu befassen (Entscheidungen des BVerfG vom 27. Mai 1970&nbsp;&nbsp;2 BvR 578\/69, BVerfGE 28, 378; vom 15. April 1980 2 BvR 827\/79, BVerfGE 54, 86). Vielmehr ist grunds&auml;tzlich davon auszugehen, dass das Gericht das von ihm entgegengenommene Vorbringen eines Beteiligten tats&auml;chlich auch zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen hat (BVerfG-Beschluss vom 15. April 1980&nbsp;&nbsp;1 BvR 1365\/78, BVerfGE 54, 43). Anders ist die Situation nur, wenn besondere Umst&auml;nde des konkreten Falls auf einen solchen Versto&szlig; hindeuten (st&auml;ndige Rechtsprechung, BFH-Urteil vom 5. Oktober 1999 VII R 25\/98, BFH\/NV 2000, 235). Das ist hier nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Auskunft des C, es handle sich um steuerfreie Einnahmen, konnten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau schon deshalb nicht vertrauen, weil fr&uuml;her bereits gegen sie im Zusammenhang mit Gesch&auml;ften des C wegen Steuerhinterziehung ermittelt worden war und sie sich daher auf die Richtigkeit der von C vorgenommenen steuerrechtlichen Beurteilung nicht verlassen konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wie oben dargelegt, hat das FG zu Recht einen Zufluss der auf die Konten des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau bei der SK &uuml;berwiesenen Betr&auml;ge angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat auch in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise f&uuml;r die auf die nicht erkl&auml;rten Einzahlungen auf das Konto &quot;Kontokorrent Rubrik Separat&quot; entstandenen Steuern eine auf zehn Jahre verl&auml;ngerte Festsetzungsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 169 Abs. 2 Satz 2 AO zugrunde gelegt. Das FG hat seine W&uuml;rdigung, der Kl&auml;ger und seine Ehefrau h&auml;tten diese Betr&auml;ge bewusst der Steuerpflicht entziehen wollen, darauf gest&uuml;tzt, dass sich der Kl&auml;ger und seine Ehefrau auf die Konstruktion von &quot;offiziellen&quot; und &quot;inoffiziellen&quot; Mitteilungen sowie auf ein Konto f&uuml;r erkl&auml;rte und ein Konto f&uuml;r nicht erkl&auml;rte Einnahmen eingelassen h&auml;tten. Diese Schlussfolgerung ist m&ouml;glich und f&uuml;r das Revisionsgericht bindend (&sect; 118 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.3.2010, VIII R 4\/07 Zufluss von Kapitaleinnahmen aus Schneeballsystemen Leits&auml;tze 1. Gutschriften aus Schneeballsystemen f&uuml;hren zu Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen, wenn der Betreiber des Schneeballsystems bei entsprechendem Verlangen des Anlegers zur Auszahlung der gutgeschriebenen Betr&auml;ge leistungsbereit und leistungsf&auml;hig gewesen w&auml;re. 2. An der Leistungsbereitschaft des Betreibers des Schneeballsystems kann es fehlen, wenn er &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-4-07-zufluss-von-kapitaleinnahmen-aus-schneeballsystemen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;4\/07 &#8211; Zufluss von Kapitaleinnahmen aus Schneeballsystemen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-7834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7834"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7834\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}