{"id":7971,"date":"2012-12-03T17:25:16","date_gmt":"2012-12-03T15:25:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=7971"},"modified":"2012-12-03T17:25:16","modified_gmt":"2012-12-03T15:25:16","slug":"i-r-70-09-ansparabschreibung-betriebsgroessenmerkmal-bei-umwandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-70-09-ansparabschreibung-betriebsgroessenmerkmal-bei-umwandlung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;70\/09 &#8211; Ansparabschreibung: Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal bei Umwandlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.5.2010, I R 70\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Ansparabschreibung: Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal bei Umwandlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Anwendung des Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmals in &sect; 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a des Einkommensteuergesetzes 1997 und 2002 (EStG 1997\/2002) nach einer Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, wurde in 2000 &#8211;dem ersten der drei Streitjahre (2000 bis 2002)&#8211; errichtet. Die Stammeinlage in H&ouml;he von 146.687 DM (entsprechend 75.000 EUR) war im Rahmen einer Sacheinlage (Einbringung des bisherigen Einzelunternehmens des alleinigen Gesellschafters) mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2000 zu erbringen. Dazu hei&szlig;t es in der Einlagevereinbarung: &quot;Der Wert der Sacheinlage entspricht dem Buchwert des eingebrachten Betriebsverm&ouml;gens gem&auml;&szlig; der Bilanz zum 31.12.1999. Nach dieser Bilanz betr&auml;gt das Eigenkapital &#8230; DM 746.953,15 (entsprechend EUR 381.911,08). Hiervon wird ein Betrag von EUR 75.000 auf die Stammeinlage angerechnet. Der Betrag von EUR 306.911,08 mit dem der Buchwert der Sacheinlage die &uuml;bernommene Stammeinlage &uuml;bersteigt, wird der Gesellschaft als Gesellschafterdarlehen zur Verf&uuml;gung gestellt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einbringung erfolgte zu Buchwerten gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 2 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 (UmwStG 1995). Das &uuml;bertragene Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens mit einem Eigenkapital in H&ouml;he von 446.953 DM und einer sog. Ansparabschreibung i.S. des &sect; 7g Abs. 3 EStG 1997 (R&uuml;cklage) in H&ouml;he von 300.000 DM wurde in der Er&ouml;ffnungsbilanz der Kl&auml;gerin zum 1. Januar 2000 mit den Positionen &quot;Stammkapital&quot; (146.687 DM), &quot;Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g Abs. 3 EStG&quot; (300.000 DM) und &quot;Gesellschafterdarlehen&quot; (300.265 DM) erfasst. Im Bericht des Steuerberaters zur Er&ouml;ffnungsbilanz ist ausgef&uuml;hrt, dass der das Stammkapital &uuml;bersteigende Betrag (300.265 DM) der Kl&auml;gerin als Gesellschafterdarlehen zur Verf&uuml;gung gestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin l&ouml;ste im Streitjahr 2000 die in die Er&ouml;ffnungsbilanz &uuml;bernommene R&uuml;cklage erfolgswirksam auf, bildete aber zum 31. Dezember 2000 eine neue R&uuml;cklage in derselben H&ouml;he (Bestand zum 31. Dezember der Streitjahre jeweils 300.000 DM bzw. 154.000 EUR). Dar&uuml;ber hinaus nahm sie Sonderabschreibungen gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 1 EStG 1997\/2002 in Anspruch (2000: 224.448 DM; 2001: 308.727 DM; 2002: 187.971 EUR). Das Eigenkapital der Kl&auml;gerin betrug unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Ma&szlig;gaben 212.837 DM (zum 31. Dezember 2000) bzw. 202.389 DM (zum 31. Dezember 2001).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte in &Auml;nderungsbescheiden zur K&ouml;rperschaftsteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag die einkommensmindernden Sonder- und Ansparabschreibungen unter Hinweis auf &sect; 20 Abs. 2 und &sect; 22 Abs. 1 i.V.m. &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 nicht an. Die daf&uuml;r erforderlichen Voraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a und Abs. 3 Satz 3 Nr. 2 EStG 1997 seien nicht erf&uuml;llt, weil bei steuerrechtlicher Rechtsnachfolge die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale des Rechtsvorg&auml;ngers (hier: des Einzelunternehmens) ma&szlig;gebend seien; dieses Betriebsverm&ouml;gen (Eigenkapital von 446.953 DM) habe die H&ouml;chstgrenze von 400.000 DM &uuml;berschritten. Des Weiteren &uuml;berschreite das (um die unberechtigten Ansparabschreibungen erh&ouml;hte) Eigenkapital zu den Bilanzstichtagen 31. Dezember 2000 und 31. Dezember 2001 ebenfalls die Grenze des &sect; 7g Abs. 2 EStG 1997\/2002, so dass die Anspar- und Sonderabschreibungen f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002 zu versagen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens hatte die Kl&auml;gerin beim FA beantragt, die Er&ouml;ffnungsbilanz und die Bilanzen der Streitjahre zu berichtigen; das Gesellschafterdarlehen sei in H&ouml;he der Differenz zwischen Eigenkapital des Einzelunternehmens und Stammeinlage anzusetzen gewesen, so dass u.a. eine Ansparr&uuml;cklage in der Er&ouml;ffnungsbilanz nicht zu bilden und im Streitjahr 2000 nicht einkommenserh&ouml;hend aufzul&ouml;sen gewesen sei. Das FA lehnte dieses Begehren ab. Die Klage gegen die &Auml;nderungsbescheide blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 7. Juli 2009&nbsp;&nbsp;6 K 156\/06, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2009, 1848).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit ihrer Revision die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das angefochtene Urteil insoweit aufzuheben, als die von der Kl&auml;gerin in den Streitjahren gebildeten steuerlichen Sonderabschreibungen und Ansparr&uuml;cklagen nicht anerkannt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das angefochtene Urteil wird auf die Revision der Kl&auml;gerin hin aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckverwiesen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zwar den einkommens- (&sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes) und gewerbeertragswirksamen (&sect; 7 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes) Ansatz der Ansparabschreibungen (&sect; 7g Abs. 3 EStG 1997\/2002) wegen des &Uuml;berschreitens der Betriebsgr&ouml;&szlig;engrenze ohne Rechtsfehler versagt; der Rechtsstreit ist aber nicht entscheidungsreif, weil die Erfolgswirksamkeit der durch die Aufl&ouml;sung der Ansparabschreibung zum 31. Dezember 2000 ausgel&ouml;sten Einkommenserh&ouml;hung entscheidungserheblich ist und f&uuml;r diese Entscheidung erforderliche Feststellungen fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sonderabschreibungen gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 1 EStG 1997\/2002 f&uuml;r die Anschaffung oder Herstellung von neuen beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens bzw. eine R&uuml;cklagenbildung (sog. Ansparabschreibung) f&uuml;r eine entsprechende k&uuml;nftige Anschaffung oder Herstellung gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 EStG 1997\/2002 k&ouml;nnen insbesondere nur dann in Anspruch genommen werden, wenn das Betriebsverm&ouml;gen des Gewerbebetriebs zum Schluss des der Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsgutes vorangegangenen Wirtschaftsjahrs bzw. des Wirtschaftsjahres, das dem Wirtschaftsjahr der Bildung der R&uuml;cklage vorausgeht, nicht mehr als 400.000 DM bzw. 204.517 EUR betr&auml;gt (&sect; 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a und Abs. 3 Satz 3 Nr. 2 EStG 1997\/2002). Diese im Streitfall unter den Beteiligten allein streitige Tatbestandsvoraussetzung ist nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem eindeutigen Gesetzeswortlaut bezieht sich das Gr&ouml;&szlig;enmerkmal auf den Schluss des Wirtschaftsjahres, das dem Jahr der Anschaffung\/Herstellung bzw. der Bildung der R&uuml;cklage vorausgeht. Dieser Wortlaut ist jedoch &#8211;wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 21. Juli 1999 I R 57\/98 (BFHE 190, 103, BStBl II 2001, 127) zu &sect; 7g Abs. 2 Satz 2 EStG 1990 entschieden und der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) in seinem Beschluss vom 28. August 2001 VIII B 54\/01 (BFH\/NV 2002, 24) bzw. der IV. Senat in seinem Urteil vom 25. April 2002 IV R 30\/00 (BFHE 199, 170, BStBl II 2004, 182) f&uuml;r &sect; 7g Abs. 3 EStG 1990 best&auml;tigt hat&#8211; einschr&auml;nkend auszulegen, wenn in dem Wirtschaftsjahr, f&uuml;r das die Sonderabschreibung geltend gemacht bzw. die R&uuml;cklage gebildet wird, der Betrieb neu gegr&uuml;ndet worden ist. In diesem Fall &#8211;in dem es an einem Betriebsverm&ouml;gen zum Schluss des vorangegangenen Jahres fehlt&#8211; ist die Sonderabschreibung oder die Ansparabschreibung ohne ein Betriebsgr&ouml;&szlig;enkriterium zu gew&auml;hren (so auch Bundesministerium der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 1. Februar 2001, BStBl I 2001, 170).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine solche Betriebsneugr&uuml;ndung liegt allerdings dann nicht vor, wenn ein Betrieb im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auf einen Angeh&ouml;rigen &uuml;bertragen wird. So hat der BFH in seinem Beschluss in BFH\/NV 2002, 24 f&uuml;r die mit einer Verpflichtung zur Buchwertfortf&uuml;hrung verbundene Situation einer unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung unter Hinweis auf eine unver&auml;nderte Fortf&uuml;hrung des Betriebs in den H&auml;nden des Betriebs&uuml;bernehmers und den Zweck der F&ouml;rderregelung f&uuml;r das Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal auf die Vorjahresbilanz des Betriebs&uuml;bergebers verwiesen. Denn die Verpflichtung zur Buchwertfortf&uuml;hrung &#8211;damit die Bindung an die Buchwerte des Rechtsvorg&auml;ngers&#8211; beruht auf der Vorstellung des Gesetzgebers, dass der Betrieb durch diesen nicht beendet und durch den Rechtsnachfolger wiederer&ouml;ffnet, sondern dass er vom Rechtsnachfolger unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrt wird. Dementsprechend tritt der Erwerber im Anwendungsbereich des &sect; 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (a.F.; jetzt: &sect; 6 Abs. 3 EStG 2002) auch hinsichtlich aller weiteren betrieblichen Merkmale in die Rechtsposition des Rechtsvorg&auml;ngers ein; das gilt insbesondere auch f&uuml;r alle eine R&uuml;cklagenbildung betreffenden Umst&auml;nde, soweit sie an das Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bergegangenen Betriebs ankn&uuml;pfen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 24). Diese Eingrenzung des Begriffs der Betriebsneugr&uuml;ndung ist im Streitfall ebenfalls ma&szlig;gebend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar hat eine Verpflichtung zur Buchwertfortf&uuml;hrung (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 24) im Streitfall nicht bestanden. Die Umwandlung konnte sowohl zum Buchwert als auch zu einem Zwischenwert oder dem Teilwert erfolgen (&sect; 20 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 1995). Dar&uuml;ber hinaus handelt es sich bei der Einbringung nicht um ein unentgeltliches Gesch&auml;ft; vielmehr liegt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Senats insoweit ein entgeltliches (tausch&auml;hnliches) Gesch&auml;ft &#8211;&Uuml;bertragung\/Erwerb des Sachwerts gegen die Erlangung\/Begebung des Gesellschaftsanteils&#8211; vor (Senatsurteile vom 25. Januar 1984 I R 183\/81, BFHE 140, 538, BStBl II 1984, 422; vom 5. Juni 2002 I R 6\/01, BFH\/NV 2003, 88; vom 24. April 2007 I R 35\/05, BFHE 218, 97, BStBl II 2008, 253). Gleichwohl ist auch in dieser Konstellation davon auszugehen, dass der Betrieb unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrt wurde und dass es damit im Streitfall f&uuml;r das Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal auf das Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens zum 31. Dezember 1999 ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Rechtsfolge des &#8211;im Streitfall praktizierten&#8211; Buchwertansatzes bei der Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmender Kapitalgesellschaft ist nach &sect; 22 Abs. 1 UmwStG 1995, dass &sect; 4 Abs. 2 Satz 3 und &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 entsprechend gelten. Damit tritt die Kl&auml;gerin &quot;in die steuerliche Rechtsstellung&quot; des eingebrachten Einzelunternehmens ein, insbesondere bez&uuml;glich der Bewertung der &uuml;bernommenen Wirtschaftsg&uuml;ter, der Absetzungen f&uuml;r Abnutzung und der den steuerlichen Gewinn mindernden R&uuml;cklagen; dar&uuml;ber hinaus sind sog. Behaltefristen (betr. &sect; 7g EStG 1997 in &sect; 7g Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a EStG 1997, s. z.B. Pung in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 4 UmwStG [SEStEG] Rz 28) durch die Umwandlung nicht unterbrochen. Eine solche Rechtsnachfolge, die die grunds&auml;tzliche Qualifizierung der Einbringung als tausch&auml;hnliches Gesch&auml;ft unber&uuml;hrt l&auml;sst (z.B. Senatsurteil vom 17. September 2003 I R 97\/02, BFHE 203, 334, BStBl II 2004, 686), rechtfertigt ebenso wie bei einer Verpflichtung zur Buchwertfortf&uuml;hrung (s. insoweit BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 24) die Annahme, dass der Betrieb vom Rechtsnachfolger unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrt wird (&quot;betriebsbezogene Betrachtung&quot;; s. Kulosa in Schmidt, EStG, 29. Aufl., &sect; 7g Rz 52). Diese Rechtsnachfolge ist Ausgangspunkt daf&uuml;r, eine R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 EStG 1997 nach einer Umwandlung fortf&uuml;hren zu k&ouml;nnen (Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, &sect; 4 Rz 54; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 4 UmwStG Rz 909), so dass sie eben nicht &#8211;wie bei einer Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs (s. BMF-Schreiben vom 25. Februar 2004, BStBl I 2004, 337, Tz. 30)&#8211; zwangsweise aufzul&ouml;sen ist (insoweit &#8211;an die faktische Situation der Buchwertfortf&uuml;hrung ankn&uuml;pfend&#8211; auch BMF-Schreiben vom 8. Mai 2009, BStBl I 2009, 633, Tz. 59). Der Zusammenhang mit &quot;dem Betrieb&quot; wird damit durch die Sacheinbringung zu Buchwerten, die die Rechtsfolge des &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 nach sich zieht, nicht gel&ouml;st. Dann kommt es aber auch nicht in Betracht, von einer Neugr&uuml;ndung des Betriebs der Kl&auml;gerin auszugehen, die eine F&ouml;rderung der Kl&auml;gerin durch eine neu gebildete R&uuml;cklage im Streitjahr 2000 unabh&auml;ngig von einem Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal rechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da auf dieser Grundlage das Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal &#8211;bezogen auf das Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens&#8211; die Anwendung von &sect; 7g Abs. 3 EStG 1997 im Streitjahr 2000 und die Fortf&uuml;hrung der R&uuml;cklage in den beiden Folgejahren hindert, ist, was unter den Beteiligten mit Blick auf die H&ouml;he des Betriebsverm&ouml;gens der Kl&auml;gerin nach den bisher vorliegenden Jahresabschl&uuml;ssen nicht im Streit steht, der Ansatz von Sonderabschreibungen in den Streitjahren 2001 und 2002 ausgeschlossen. Eine abschlie&szlig;ende Entscheidung dieser Sache setzt jedoch voraus, dass sich die von der Kl&auml;gerin im Streitjahr 2000 vorgenommene Aufl&ouml;sung der in der Er&ouml;ffnungsbilanz angef&uuml;hrten Ansparabschreibung einkommenserh&ouml;hend ausgewirkt hat. Das FG hat insoweit keine Feststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Zuge der Sachgr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin und der damit verbundenen Einbringung des Einzelunternehmens zu Buchwerten ist in der Er&ouml;ffnungsbilanz zum 1. Januar 2000 ein Posten Ansparabschreibung (als R&uuml;cklagenposten) angesetzt worden. Dazu ist anerkannt, dass eine vor der Umwandlung gebildete R&uuml;cklage nach einer Umwandlung weitergef&uuml;hrt werden kann, selbst wenn der &Uuml;bernehmer nicht die Voraussetzungen des &sect; 7g Abs. 2 EStG 1997 erf&uuml;llt, da f&uuml;r den Fortbestand der R&uuml;cklage der sp&auml;tere Wegfall der betriebsbezogenen Voraussetzungen (z.B. durch das &Uuml;berschreiten der Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmale) unbeachtlich ist (s. z.B. Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect; 4 Rz 54; Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect; 4 UmwStG Rz 909).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine solche Fortf&uuml;hrung auf der Grundlage von &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 setzt aber voraus, dass die R&uuml;cklagenbildung im fr&uuml;heren Einzelunternehmen zu Recht erfolgt ist. Daran wiederum fehlt es, wenn im Augenblick der R&uuml;cklagenbildung im Einzelunternehmen mit Einreichen der Steuererkl&auml;rung beim Finanzamt das Investitionsvorhaben in diesem Einzelunternehmen nicht mehr realisiert werden konnte, weil die Umwandlung zu diesem Zeitpunkt bereits in Gang gesetzt war (s. insoweit FG M&uuml;nster, Urteil vom 25. Februar 2009&nbsp;&nbsp;7 K 5021\/07 E, G, EFG 2009, 1005). Bei dieser Sachlage w&auml;re die durch die Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage veranlasste Einkommenserh&ouml;hung (noch) im Einzelunternehmen anzusetzen und ein &Uuml;bergang einer R&uuml;cklage auf die Kl&auml;gerin nicht erfolgt, was die Einkommenserh&ouml;hung bei der Kl&auml;gerin im Streitjahr 2000 (mit Folgewirkungen auf das in den Streitjahren 2001 und 2002 f&uuml;r die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen zu ber&uuml;cksichtigende Betriebsverm&ouml;gen) ausgeschlossen h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat keine Feststellungen zum Zeitpunkt der Bildung der Ansparabschreibung im Einzelunternehmen getroffen. Dies ist im zweiten Rechtszug nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.5.2010, I R 70\/09 Ansparabschreibung: Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal bei Umwandlung Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist die Anwendung des Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmals in &sect; 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a des Einkommensteuergesetzes 1997 und 2002 (EStG 1997\/2002) nach einer Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, wurde in 2000 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-70-09-ansparabschreibung-betriebsgroessenmerkmal-bei-umwandlung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;70\/09 &#8211; Ansparabschreibung: Betriebsgr&ouml;&szlig;enmerkmal bei Umwandlung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-7971","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7971"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7971\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}