{"id":8092,"date":"2012-12-04T14:47:02","date_gmt":"2012-12-04T12:47:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8092"},"modified":"2012-12-05T04:02:08","modified_gmt":"2012-12-05T02:02:08","slug":"i-b-42-10-korrektur-einer-fehlerhaften-dm-eroeffnungsbilanz-im-jahr-2001-einzelfallbezogene-beurteilung-des-gewaehlten-wertansatzes-von-finanzanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-42-10-korrektur-einer-fehlerhaften-dm-eroeffnungsbilanz-im-jahr-2001-einzelfallbezogene-beurteilung-des-gewaehlten-wertansatzes-von-finanzanlagen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;42\/10 &#8211; Korrektur einer fehlerhaften DM-Er&ouml;ffnungsbilanz im Jahr 2001 &#8211; Einzelfallbezogene Beurteilung des gew&auml;hlten Wertansatzes von Finanzanlagen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.8.2010, I B 42\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Korrektur einer fehlerhaften DM-Er&ouml;ffnungsbilanz im Jahr 2001 &#8211; Einzelfallbezogene Beurteilung des gew&auml;hlten Wertansatzes von Finanzanlagen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Rechtssache kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nach Ablauf der in &sect; 36 Abs. 4 Satz 2 des Gesetzes &uuml;ber die Er&ouml;ffnungsbilanz in Deutscher Mark und die Kapitalneufestsetzung (D-Markbilanzgesetz) &#8211;DMBilG&#8211; genannten Frist eine Bilanzberichtigung dahingehend erlaubt, dass eine Beteiligung erstmals gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 DMBilG bewertet wird, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. &sect; 36 DMBilG erm&ouml;glichte, in der Er&ouml;ffnungsbilanz nicht oder mit einem zu niedrigen Wert erfasste Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde in sp&auml;teren Bilanzen erstmals anzusetzen oder den Wertansatz zu berichtigen. Ferner konnten f&uuml;r die Er&ouml;ffnungsbilanz einger&auml;umte Wahlrechte nachtr&auml;glich abweichend ausge&uuml;bt werden. In diesen F&auml;llen galt die Er&ouml;ffnungsbilanz als ge&auml;ndert (&sect; 36 Abs. 4 Satz 1 DMBilG). Dies war letztmals in Jahresabschl&uuml;ssen f&uuml;r Gesch&auml;ftsjahre m&ouml;glich, die im Jahr 1994 endeten. Entspricht eine Bilanzposition den Vorgaben des D-Markbilanzgesetzes, ist die Bilanz nicht fehlerhaft und eine Bilanz&auml;nderung sp&auml;terer Jahresabschl&uuml;sse als die in &sect; 36 Abs. 4 Satz 2 DMBilG genannten nach &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG nicht m&ouml;glich. Es unterliegt jedoch keinem Zweifel, dass Bilanzans&auml;tze der DM-Er&ouml;ffnungsbilanz, die im Widerspruch zu den Vorschriften des D-Markbilanzgesetzes stehen, auch in Jahresabschl&uuml;ssen, die nach 1994 enden, berichtigt werden k&ouml;nnen. &sect; 36 DMBilG hat die M&ouml;glichkeiten einer Bilanzkorrektur gegen&uuml;ber &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG erweitern, nicht aber einschr&auml;nken wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Frage, ob im Rahmen des Bewertungswahlrechts nach &sect; 11 Abs. 1 DMBilG bei Nichtvorliegen des Ansatzes nach &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 DMBilG notwendig darauf geschlossen werden kann, dass der Verkehrswert gew&auml;hlt wurde, bedarf keiner Kl&auml;rung. Nach &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 DMBilG waren Beteiligungen an anderen Unternehmen, die am 1. Juli 1990 ihren Sitz in der Deutschen Demokratischen Republik hatten, in der Er&ouml;ffnungsbilanz grunds&auml;tzlich mit dem Betrag anzusetzen, der dem ausgewiesenen anteiligen Eigenkapital in der Er&ouml;ffnungsbilanz dieses Unternehmens entsprach (sog. Equity-Methode). Abweichend hiervon war auch eine Bewertung nach dem Verkehrswert m&ouml;glich (&sect; 11 Abs. 1 Satz 4 i.V.m. Satz 3 DMBilG). Selbst wenn der Umstand, dass eine Beteiligung nicht nach der Equity-Methode bewertet worden ist, im Regelfall den Schluss zulie&szlig;e, dass sie mit dem Verkehrswert bilanziert worden ist, w&auml;re es im Einzelfall denkbar, dass &#8211;wie es das Finanzgericht (FG) f&uuml;r den Streitfall angenommen hat&#8211; das Wahlrecht nicht ausge&uuml;bt, sondern ein Wert angesetzt worden ist, der weder der Equity-Methode noch dem Verkehrswert entsprach. Die Frage ist anhand der Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls zu beurteilen und entzieht sich einer allgemeing&uuml;ltigen Beantwortung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Frage, zu wessen Lasten die Nichterweislichkeit des Verkehrswerts der Beteiligung an einem anderen Unternehmen zum Stichtag der DM-Er&ouml;ffnungsbilanz geht, w&auml;re in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, da das FG keine Entscheidung nach Beweislastgrunds&auml;tzen getroffen hat. Es ist vielmehr davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin ihr Wahlrecht i.S. des &sect; 11 Abs. 1 DMBilG nicht ausge&uuml;bt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Urteil des FG weicht nicht vom Urteil des Th&uuml;ringer FG vom 2. Dezember 2004 II 742\/02 (juris; nachfolgend Senatsurteil vom 20. Dezember 2006 I R 81\/05, BFH\/NV 2007, 1287) ab (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO), weil nach Auffassung des Th&uuml;ringer FG das Wahlrecht gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 1 DMBilG &#8211;anders als nach Auffassung des FG im Streitfall&#8211; tats&auml;chlich ausge&uuml;bt worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.8.2010, I B 42\/10 Korrektur einer fehlerhaften DM-Er&ouml;ffnungsbilanz im Jahr 2001 &#8211; Einzelfallbezogene Beurteilung des gew&auml;hlten Wertansatzes von Finanzanlagen Gr&uuml;nde 1&nbsp; I. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; 1. 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