{"id":8323,"date":"2012-12-05T04:08:47","date_gmt":"2012-12-05T02:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8323"},"modified":"2012-12-05T04:08:47","modified_gmt":"2012-12-05T02:08:47","slug":"xi-r-6-10-haftung-fuer-umsatzsteuer-voraussetzungen-der-inanspruchnahme-fuer-einen-umsatzsteuerrueckforderungsanspruch-massgeblichkeit-der-formellen-bescheidlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-6-10-haftung-fuer-umsatzsteuer-voraussetzungen-der-inanspruchnahme-fuer-einen-umsatzsteuerrueckforderungsanspruch-massgeblichkeit-der-formellen-bescheidlage\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;6\/10 &#8211; Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer &#8211; Voraussetzungen der Inanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der formellen Bescheidlage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 6\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer &#8211; Voraussetzungen der Inanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der formellen Bescheidlage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch wegen (angeblich) materiell-rechtlich zu Unrecht festgesetzter und ausgezahlter negativer Umsatzsteuer (Vorsteuer&uuml;bersch&uuml;sse) setzt voraus, dass aufgrund der formellen Bescheidlage (Aufhebung oder &Auml;nderung der Steuerfestsetzung) beim Steuerpflichtigen (Prim&auml;rschuldner) festgestellt wurde, dass der Umsatzsteuererstattungsanspruch bzw. Verg&uuml;tungsanspruch nicht bestanden hat. <\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es gen&uuml;gt nicht, dass materiell-rechtlich kein Anspruch auf Festsetzung der negativen Umsatzsteuer und die Auszahlung des &Uuml;berschusses bestand. Die Steuerfestsetzung gegen&uuml;ber dem Steuerpflichtigen (Prim&auml;rschuldner) muss zun&auml;chst entsprechend der materiellen Rechtslage korrigiert werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH f&uuml;r Umsatzsteuer der GmbH mit Haftungsbescheid zu Recht in Anspruch genommen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war seit dem 10.&nbsp;Juli 2003 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Y-GmbH (GmbH), die mit Gesellschaftsvertrag vom 1.&nbsp;Juni 2003 gegr&uuml;ndet wurde und deren Sitz im Inland lag. Gegenstand der GmbH war die Vermietung von Bauger&uuml;sten sowie der Alleinvertrieb von Y Bauger&uuml;sten in Griechenland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH machte in verschiedenen Umsatzsteuer-Voranmeldungen Vorsteuerbetr&auml;ge geltend, die ihr durch den Beklagten und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erstattet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung im Jahr 2004 stellte sich heraus, dass die GmbH ihr operatives Gesch&auml;ft bereits im Gr&uuml;ndungsjahr 2003 nach Griechenland verlegt hatte. Nach Ansicht des FA war die GmbH kein inl&auml;ndisches Unternehmen mehr, so dass ihr die Vorsteuern zu Unrecht erstattet worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Angaben des FA hob es die Umsatzsteuer-Voranmeldungen mit Bescheid vom 12.&nbsp;September 2005 auf und erteilte Abrechnungsbescheide &uuml;ber die zuviel erstattete Umsatzsteuer, die dem Bevollm&auml;chtigten der GmbH Dr.&nbsp;K zugesandt wurden. Der Kl&auml;ger bestritt den Zugang dieser Bescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA nahm den Kl&auml;ger mit Haftungsbescheid vom 11.&nbsp;Oktober 2006 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;191 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;69, 34 der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r Umsatzsteuerschulden der GmbH u.a. f&uuml;r die Voranmeldungszeitr&auml;ume Februar, April, Juni bis September und Dezember 2004 zuz&uuml;glich S&auml;umniszuschl&auml;gen in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR in Anspruch, da er als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH deren Steuern nicht abgef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2007 wies das FA den Einspruch insoweit als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der hiergegen erhobenen Klage statt. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, da die GmbH im Jahr 2004 im Inland nicht (mehr) t&auml;tig gewesen sei, habe sie im Jahr 2004 keinen Vorsteuererstattungsanspruch gehabt. Die vom FA &quot;bereits gezahlten Betr&auml;ge seien daher als R&uuml;ckforderungsanspruch gegen die GmbH nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO zu qualifizieren.&quot; Nachdem aber die Erstattungen aufgrund von Voranmeldungen und damit aufgrund von Steuerbescheiden erfolgt seien, m&uuml;ssten zun&auml;chst diese Bescheide ge&auml;ndert oder die Jahressteuer auf 0&nbsp;EUR festgesetzt werden. Davon k&ouml;nne im Streitfall nicht ausgegangen werden. Es sei nicht erwiesen, dass der Aufhebungsbescheid vom 12.&nbsp;September 2005 wirksam bekannt gegeben worden sei. Die Beweislast f&uuml;r den Zugang trage das FA. Folglich sei nicht &quot;von einer wirksamen Aufhebung der festgesetzten Vorsteuerbetr&auml;ge&quot; auszugehen. Ein R&uuml;ckforderungsanspruch aus &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO und damit ein Haftungsanspruch bestehe daher nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 938.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es f&uuml;hrt im Wesentlichen aus, nach &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO k&ouml;nne derjenige, der f&uuml;r eine Steuer hafte, durch Haftungsbescheid in Anspruch genommen werden. Ein Festsetzungserfordernis hinsichtlich der Steuerschuld (Prim&auml;rschuld) bestehe nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht. Entscheidend sei die materiell-rechtliche Existenz des Steueranspruchs. Es sei ausreichend, dass der Prim&auml;ranspruch entstanden sei und bei Erlass des Haftungsbescheids bzw. im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung noch bestehe. Dies gelte auch bei einem R&uuml;ckforderungsanspruch nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sei eine negative Umsatzsteuer angemeldet worden, so ergebe sich die R&uuml;ckleistungspflicht des Steuerschuldners zwar erst, wenn diese Festsetzung sp&auml;ter durch f&ouml;rmlichen Bescheid aufgehoben worden sei. Einer solchen Festsetzung gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner bed&uuml;rfe es jedoch nach der Rechtsprechung des BFH f&uuml;r die Inanspruchnahme eines anderen als Haftungsschuldner nicht. Der f&uuml;r die Haftung ma&szlig;gebliche R&uuml;ckforderungsanspruch nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO bestehe in H&ouml;he der materiell-rechtlich unberechtigt festgesetzten negativen Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat sich im Revisionsverfahren nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahingestellt bleiben, ob das FA die negative Umsatzsteuer zu Unrecht an die GmbH gezahlt hat. Denn solange die den Zahlungen zugrunde liegenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide &#8211;wie im Streitfall&#8211; Geltung haben, ist weder ein Erstattungsanspruch (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO) noch ein etwaiger Haftungsanspruch (&sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO) durchsetzbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wer kraft Gesetzes f&uuml;r eine Steuer haftet (Haftungsschuldner) &#8211;wie der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH unter den Voraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;34, 69 AO&#8211;, kann nach &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO durch Haftungsbescheid in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch f&uuml;r die Haftung f&uuml;r einen Erstattungsanspruch i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO (vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Oktober 1986 VII&nbsp;R&nbsp;157\/84, BFH\/NV 1987, 618, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist eine Steuer oder eine Steuerverg&uuml;tung ohne rechtlichen Grund gezahlt oder zur&uuml;ckgezahlt worden, so hat derjenige, auf dessen Rechnung die Zahlung bewirkt worden ist, nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO gegen den Leistungsempf&auml;nger einen Anspruch auf Erstattung des gezahlten oder zur&uuml;ckgezahlten Betrages. F&uuml;r die Finanzverwaltung ergibt sich aus dieser Vorschrift ein &ouml;ffentlich-rechtlicher R&uuml;ckforderungsanspruch, wenn der Rechtsgrund f&uuml;r eine Steuererstattung von Anfang an fehlt oder sp&auml;ter weggefallen ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Dezember 1988 VII&nbsp;R&nbsp;206\/83, BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; vom 14.&nbsp;Februar 1989 VII&nbsp;R&nbsp;55\/86, BFH\/NV 1989, 751, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zutreffend ausgef&uuml;hrt, dass die Voraussetzungen f&uuml;r einen Erstattungsanspruch des FA nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO nicht erf&uuml;llt sind. Denn die Vorsteuerbetr&auml;ge sind nicht ohne rechtlichen Grund an die GmbH gezahlt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob eine Steuer oder eine Steuerverg&uuml;tung i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO ohne rechtlichen Grund gezahlt worden ist, richtet sich regelm&auml;&szlig;ig nach den zugrunde liegenden Steuerbescheiden. Grundlage f&uuml;r die Verwirklichung von Anspr&uuml;chen aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis (&sect;&nbsp;37 AO) sind die Steuerbescheide; die Steueranmeldungen (&sect;&nbsp;168 AO) stehen den Steuerbescheiden gleich (&sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 AO; vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 1986 I&nbsp;R&nbsp;52\/83, BFHE 149, 440, BStBl II 1988, 521; vom 28.&nbsp;November 1990 V&nbsp;R&nbsp;117\/86, BFHE 163, 112, BStBl II 1991, 281).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist danach der rechtliche Grund f&uuml;r die Auszahlung der Umsatzsteuer (Vorsteuer&uuml;bersch&uuml;sse) an die GmbH deren Umsatzsteuer-Voranmeldungen f&uuml;r Februar, April, Juni bis September und Dezember 2004. Diese Steueranmeldungen (&sect;&nbsp;150 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO) stehen grunds&auml;tzlich jeweils einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich (&sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 AO). Da die Steueranmeldungen in den einzelnen streitbefangenen Voranmeldungszeitr&auml;umen jeweils zu Steuerverg&uuml;tungen f&uuml;hrten, trat diese Folge jeweils mit der Zustimmung des FA (vgl. &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;2 AO) ein, die sp&auml;testens konkludent in der Auszahlung der Erstattungsbetr&auml;ge zu sehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, die f&uuml;r den Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend sind, hat das FA diese Steuerbescheide nicht wirksam aufgehoben. In revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise hat sich das FG davon &uuml;berzeugt, dass der Zugang der Aufhebungsbescheide vom 12.&nbsp;September 2005 und der entsprechenden Abrechnungen nicht nachgewiesen ist. Die angebliche Bekanntgabe der Bescheide erfolgte mit einfachem Brief. Ein Empfangsnachweis liegt nicht vor. Der Kl&auml;ger hat den Zugang bestritten. Anhaltspunkte aus dem anderweitigen Schriftverkehr f&uuml;r den Erhalt des Schreibens sind nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aber auch soweit der VII. Senat des BFH im Rahmen der Beurteilung, ob i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO &quot;ohne rechtlichen Grund&quot; gezahlt wurde, auf das materielle Steuerrecht abstellt (vgl. auch Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;37 AO Rz&nbsp;27&nbsp;ff.; Ratschow in Klein, AO, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;37 Rz&nbsp;3&nbsp;ff.) rechtfertigt dies im Ergebnis keine abweichende rechtliche W&uuml;rdigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach ist der Steuererstattungsanspruch zwar bereits mit der Zahlung eines nach materiellem Recht nicht geschuldeten Betrages entstanden. F&uuml;r die Durchsetzung (Verwirklichung) des materiell bereits entstandenen Erstattungsanspruchs bedarf es jedoch auch nach dieser Auffassung der vorherigen &Auml;nderung einer bestehenden, dem materiellen Steuerrecht widersprechenden Steuerfestsetzung (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;April 1994 VII&nbsp;R&nbsp;109\/93, BFH\/NV 1994, 839; vom 15.&nbsp;Oktober 1997 II&nbsp;R&nbsp;56\/94, BFHE 184, 111, BStBl II 1997, 796; vom 29.&nbsp;Oktober 2002 VII&nbsp;R&nbsp;2\/02, BFHE 200, 88, BStBl II 2003, 43, unter II.2.b; vgl. ferner BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Januar 1991 VII&nbsp;R&nbsp;45\/90, BFH\/NV 1991, 791; vom 6.&nbsp;Februar 1996 VII&nbsp;R&nbsp;50\/95, BFHE 179, 556, BStBl II 1997, 112).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn unabh&auml;ngig von der Frage der Entstehung des Erstattungsanspruchs kommt eine R&uuml;ckforderung materiell zu viel entrichteter Steuer nur dann in Betracht, wenn eine entgegenstehende Steueranmeldung, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO einem Steuerbescheid gleichsteht, aufgehoben oder ge&auml;ndert worden ist. Dies ergibt sich aus &sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;1 AO (vgl. BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Februar 1990 VII&nbsp;R&nbsp;86\/88, BFHE 160, 108, BStBl II 1990, 523; in BFHE 184, 111, BStBl II 1997, 796). Der Steueranspruch entsteht zwar nach &sect;&nbsp;38 AO mit der Verwirklichung des Tatbestands, an den das Gesetz die Leistungspflicht kn&uuml;pft, durch den Steuerbescheid wird jedoch erst die Grundlage f&uuml;r die Verwirklichung des Steueranspruchs geschaffen (&sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;1 AO). Der &#8211;ggf. materiell unrichtige&#8211; Steuerbescheid beeinflusst zwar nicht die materielle H&ouml;he des Steuererstattungsanspruchs, solange er jedoch besteht, legt er fest, ob und in welcher H&ouml;he ein Erstattungsanspruch geltend gemacht werden kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 184, 111, BStBl II 1997, 796; in BFHE 200, 88, BStBl II 2003, 43, unter II.2.b). Dem Steuererstattungsanspruch des FA stehen daher die bestehenden &#8211;wenn auch ggf. materiell unrichtigen&#8211; Steueranmeldungen entgegen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 184, 111, BStBl II 1997, 796; in BFHE 200, 88, BStBl II 2003, 43, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus dem vom FA angef&uuml;hrten Beschluss des BFH vom 21.&nbsp;Mai 2004 V&nbsp;B&nbsp;212\/03 (BFH\/NV 2004, 1368), wonach die Inanspruchnahme des Haftungsschuldners nicht voraussetzt, dass die Steuerschuld gegen den Erstschuldner bereits festgesetzt wurde (vgl. auch &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 AO), ergibt sich keine abweichende Beurteilung, da dem Beschluss ein anderer Sachverhalt zugrunde lag. Dort sind wirksame &Auml;nderungsbescheide gegen&uuml;ber der Rechtsnachfolgerin der GbR ergangen &#8211;und entgegen der Auffassung des FA nicht (ebenfalls) aufgehoben worden&#8211;, woran es in dem hier zu entscheidenden Streitfall gerade fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ohne Erfolg beruft sich das FA ferner auf das BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Oktober 1999 VII&nbsp;R&nbsp;98\/98 (BFHE 190, 25, BStBl II 2000, 486).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesem Urteil kann der Haftungsschuldner auch nach Ergehen des Umsatzsteuer-Jahresbescheids gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner noch durch Haftungsbescheid f&uuml;r r&uuml;ckst&auml;ndige Umsatzsteuer-Vorauszahlungen in Anspruch genommen werden, wenn die Haftungsvoraussetzungen (nur) bez&uuml;glich der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen vorlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat unter II.2. der Urteilsgr&uuml;nde zwar u.a. ausgef&uuml;hrt, die Festsetzung des Steueranspruchs gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner sei f&uuml;r die Inanspruchnahme des Haftenden ohne Bedeutung; denn die Inanspruchnahme des Haftungsschuldners setze nicht voraus, dass die Steuerschuld gegen den Erstschuldner festgesetzt worden sei; ausreichend sei, dass der Prim&auml;ranspruch gegen die GmbH bei Erlass des Haftungsbescheids bzw. im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung &uuml;ber diesen noch bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Aussagen haben aber nicht die ihnen vom FA beigelegte Bedeutung f&uuml;r den hier gegebenen Sachverhalt, dass gegen einen Dritten ein Haftungsbescheid wegen einer Steuerschuld einer GmbH erlassen wurde, die nach Lage der gegen die GmbH ergangenen Steuerbescheide gar nicht bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der erkennende Senat ist nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan (GVPL) des BFH f&uuml;r die Entscheidung der Sache zust&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zust&auml;ndigkeit des XI.&nbsp;Senats des BFH ergibt sich aus der allgemeinen Senatszust&auml;ndigkeit f&uuml;r Fragen aus dem Rechtsgebiet der Umsatzsteuer f&uuml;r Steuerpflichtige mit den Anfangsbuchstaben L bis Z (Buchst.&nbsp;A, XI.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;1 GVPL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Haftungsf&auml;llen richtet sich die Zust&auml;ndigkeit nach II. Nr.&nbsp;7 der Erg&auml;nzenden Regelungen des GVPL nach dem Namen des Steuerschuldners, in dessen Person die Steueranspr&uuml;che entstanden sind. Tr&auml;gt die Firma des Steuerschuldners &#8211;wie hier&#8211; die Firma der GmbH einen Familiennamen, ist in entsprechender Anwendung des nach II. Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;a der Erg&auml;nzenden Regelungen des GVPL der erste Buchstabe des ersten Familiennamens ma&szlig;gebend, im Streitfall somit der Anfangsbuchstabe M des Familiennamens M&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zust&auml;ndigkeit des VII.&nbsp;Senats des BFH nach Buchst.&nbsp;A, VII.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b GVPL (Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer, wenn diese nicht auf dem Einzelsteuergesetz beruht und Grund oder H&ouml;he der Steuer nicht streitig ist) ist nicht gegeben. Denn der Kl&auml;ger hat bestritten, dass materiell-rechtlich ein R&uuml;ckforderungsanspruch des FA gegen die GmbH besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 6\/10 Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer &#8211; Voraussetzungen der Inanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der formellen Bescheidlage Leits&auml;tze 1. Die Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch wegen (angeblich) materiell-rechtlich zu Unrecht festgesetzter und ausgezahlter negativer Umsatzsteuer (Vorsteuer&uuml;bersch&uuml;sse) setzt voraus, dass aufgrund der formellen Bescheidlage (Aufhebung oder &Auml;nderung der Steuerfestsetzung) beim Steuerpflichtigen (Prim&auml;rschuldner) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-6-10-haftung-fuer-umsatzsteuer-voraussetzungen-der-inanspruchnahme-fuer-einen-umsatzsteuerrueckforderungsanspruch-massgeblichkeit-der-formellen-bescheidlage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;6\/10 &#8211; Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer &#8211; Voraussetzungen der Inanspruchnahme f&uuml;r einen Umsatzsteuerr&uuml;ckforderungsanspruch &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der formellen Bescheidlage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}