{"id":8324,"date":"2012-12-05T04:08:48","date_gmt":"2012-12-05T02:08:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8324"},"modified":"2012-12-05T04:08:48","modified_gmt":"2012-12-05T02:08:48","slug":"xi-r-23-10-vorsteuerabzug-bei-bezug-von-grundstueckssanierungsleistungen-wirtschaftliche-zurechnung-von-vorsteuerbetraegen-zu-verwendungsumsaetzen-entstehung-des-rechts-auf-vorsteuerabzug-bindung-an-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-23-10-vorsteuerabzug-bei-bezug-von-grundstueckssanierungsleistungen-wirtschaftliche-zurechnung-von-vorsteuerbetraegen-zu-verwendungsumsaetzen-entstehung-des-rechts-auf-vorsteuerabzug-bindung-an-d\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;23\/10 &#8211; Vorsteuerabzug bei Bezug von Grundst&uuml;ckssanierungsleistungen &#8211; Wirtschaftliche Zurechnung von Vorsteuerbetr&auml;gen zu Verwendungsums&auml;tzen &#8211; Entstehung des Rechts auf Vorsteuerabzug &#8211; Bindung an die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Aufgabe der Verwendungsabsicht kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis &#8211; Keine &Uuml;berraschungsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 23\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorsteuerabzug bei Bezug von Grundst&uuml;ckssanierungsleistungen &#8211; Wirtschaftliche Zurechnung von Vorsteuerbetr&auml;gen zu Verwendungsums&auml;tzen &#8211; Entstehung des Rechts auf Vorsteuerabzug &#8211; Bindung an die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Aufgabe der Verwendungsabsicht kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis &#8211; Keine &Uuml;berraschungsentscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Konkursverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der X GmbH (GmbH). Gegenstand der GmbH waren die Veredelung und F&auml;rberei von Rauchwaren. Aufgrund des Betriebs der &#8230;veredelung war das Betriebsgrundst&uuml;ck mit Schadstoffen belastet. Am 21.&nbsp;Februar 1992 erlie&szlig; der Landrat A aufgrund der von den Umweltbeh&ouml;rden getroffenen Feststellungen einen Bescheid zur Boden- und Grundwassersanierung, die den Abbruch der aufstehenden Geb&auml;ude erforderte. Da die GmbH zur Durchf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahmen finanziell nicht in der Lage war, wurde das Konkursverfahren er&ouml;ffnet und der Kl&auml;ger am 1.&nbsp;August 1996 zum Konkursverwalter bestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 1997 wurde der Gesch&auml;ftsbetrieb der GmbH eingestellt. Der Kl&auml;ger einigte sich im Jahr 1999 mit der zust&auml;ndigen Umweltbeh&ouml;rde &uuml;ber den Umfang der durchzuf&uuml;hrenden Sanierungsma&szlig;nahmen. Dem Konkursgericht stellte er mit Schreiben vom 24.&nbsp;Juni 1999 das Sanierungskonzept vor, das im Hinblick auf bislang erfolglos gebliebene Ver&auml;u&szlig;erungsversuche eine darlehensfinanzierte Altlastenbeseitigung und eine anschlie&szlig;ende Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks vorsah. Mit dem Abbruch der Geb&auml;ude wurde im M&auml;rz 2000 begonnen; gleichzeitig f&uuml;hrte der Kl&auml;ger Verhandlungen mit der Y KG (KG), die das Grundst&uuml;ck nur umsatzsteuerfrei erwerben wollte. Am 20.&nbsp;Juni 2000 schlossen der Kl&auml;ger und die KG einen Kaufvertrag &uuml;ber die umsatzsteuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks. Voraussetzung f&uuml;r die Kaufpreiszahlung waren die erfolgreiche Durchf&uuml;hrung der Grundwassersanierung und der Abbruch der Betriebsgeb&auml;ude bis 31.&nbsp;Dezember 2001. Da die Sanierung auch innerhalb der bis 31.&nbsp;Dezember 2002 verl&auml;ngerten Frist nicht abgeschlossen werden konnte, trat die KG am 20.&nbsp;Dezember 2002 vom Kaufvertrag zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juli 2003 beantragte der Kl&auml;ger beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eine verbindliche Auskunft dar&uuml;ber, ob eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks ohne Auswirkung auf den Vorsteuerabzug aus den f&uuml;r das Grundst&uuml;ck get&auml;tigten Sanierungsaufwendungen m&ouml;glich sei. Schlie&szlig;lich ver&auml;u&szlig;erte er nach Abschluss der Sanierungen und Aufhebung der Altlastenfeststellungen das Grundst&uuml;ck am 12.&nbsp;Juni 2009 unter Verzicht auf die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a des Umsatzsteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit den beim FA f&uuml;r die Streitjahre eingereichten Umsatzsteuererkl&auml;rungen machte der Kl&auml;ger ausschlie&szlig;lich Vorsteuerbetr&auml;ge geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA die Umsatzsteuer 2000 bis 2003 unter Hinweis auf eine beabsichtigte steuerfreie Verwendung unter Versagung des begehrten Vorsteuerabzugs jeweils auf 0&nbsp;EUR festgesetzt hatte, erkannte es im Rahmen der Einspruchsentscheidung Vorsteuerbetr&auml;ge an,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">die mit der Abwicklung des Unternehmens, jedoch nicht mit der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks zusammenhingen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">die mit vor dem 1.&nbsp;April 2000 bezogenen Abbruch- und Sanierungsleistungen zusammenhingen und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">die vor dem 1.&nbsp;April 2000 bezogene sonstige gemischte Leistungen betrafen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che im &Uuml;brigen wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die sich anschlie&szlig;ende Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, das FA habe den Vorsteuerabzug &#8211;soweit streitig geblieben&#8211; zu Recht versagt. Zwar bestehe ein mittelbarer Zusammenhang zwischen den Sanierungsaufwendungen und den fr&uuml;heren steuerpflichtigen Ums&auml;tzen der GmbH. Dieser mittelbare Zusammenhang trete jedoch hinter den unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen den Sanierungsaufwendungen und der vom Kl&auml;ger beabsichtigten Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung zur&uuml;ck. Durch Kaufvertrag mit der KG habe der Kl&auml;ger sich zur &Uuml;bergabe eines sanierten Grundst&uuml;cks verpflichtet und dieses steuerfrei verkauft. Aus dem Prinzip des Sofortabzugs der Umsatzsteuer folge, dass es f&uuml;r die Beurteilung des Rechts auf Vorsteuerabzug auf die durch objektive Anhaltspunkte belegte Verwendungsabsicht im Jahr des Leistungsbezugs ankomme und nicht auf eine sp&auml;tere, in einem anderen Besteuerungszeitraum liegende tats&auml;chliche Verwendung. In den Streitjahren habe der Kl&auml;ger auch nach R&uuml;cktritt der KG vom Kaufvertrag nicht die durch objektive Beweisanzeichen belegte Absicht gehabt, das Grundst&uuml;ck unbedingt unter Option zur Steuerpflicht zu ver&auml;u&szlig;ern. Der im Schrifttum (z.B. Forg&aacute;ch in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;378.2) vertretenen Auffassung, eine sp&auml;tere Verwendung f&uuml;r zum Vorsteuerabzug berechtigende Ums&auml;tze &#8211;wie im Streitfall&#8211; rechtfertige eine Berichtigung der Steuerfestsetzung des Besteuerungszeitraums des Leistungsbezugs, sei auch im Hinblick auf den Grundsatz der Neutralit&auml;t der Mehrwertsteuer nicht zu folgen, da &uuml;ber das Recht auf Vorsteuerabzug allein aufgrund der im Besteuerungszeitraum vorliegenden Verh&auml;ltnisse (tats&auml;chliche oder beabsichtigte Verwendung) abschlie&szlig;end zu entscheiden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 84 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger st&uuml;tzt seine Revision auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er ist der Auffassung, der Vorsteuerabzug sei nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG nur dann ausgeschlossen, wenn der Unternehmer die bezogenen Lieferungen und Leistungen zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Ums&auml;tze &quot;verwendet&quot;. Damit stelle das Gesetz auf die tats&auml;chliche Verwendung und nicht auf eine Verwendungsabsicht ab. Unter Berufung auf das Urteil des Gerichtshofes der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 8.&nbsp;Februar 2007 C-435\/05 &#8211;Investrand BV&#8211; (Slg. 2007, I-1315, BFH\/NV Beilage 2007, 289, Rz&nbsp;23) macht der Kl&auml;ger hierzu geltend, die Sanierungsaufwendungen geh&ouml;rten entgegen der Auffassung des FG zu den Kostenelementen der versteuerten, zum Abzug berechtigenden Ausgangsums&auml;tze der Vergangenheit. Denn der Aufwand sei im Rahmen der Bildung entsprechender R&uuml;ckstellungen der werbenden GmbH entstanden, wie auch bereits weit vor dem beabsichtigten Verkauf des Grundst&uuml;cks eine Verpflichtung zur Sanierung bestanden habe. Entgegen den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 10.&nbsp;April 1997 V&nbsp;R&nbsp;26\/96 (BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552) und vom 25.&nbsp;Juni 1998 V&nbsp;R&nbsp;25\/97 (BFH\/NV 1998, 1533) sei gerade nicht auf die Ums&auml;tze abzustellen, die nach Inanspruchnahme der vorsteuerbelasteten Leistungen ausgef&uuml;hrt werden, da es hinsichtlich der Verwendung auf den wirtschaftlichen und nicht auf den zeitlichen Zusammenhang ankomme, was &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG verdeutliche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Sanierungsma&szlig;nahmen dem im Jahre 2009 erfolgten steuerpflichtigen Verkauf des Grundst&uuml;cks zuzurechnen seien, rechtfertige dies eine Berichtigung der Steuerfestsetzung des Besteuerungszeitraums des Leistungsbezugs. Eine Berichtigung nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;2 UStG n.F. komme nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;11 UStG zwar nicht in Betracht, ein Anspruch auf Berichtigung ergebe sich jedoch unmittelbar aus Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG). Ansonsten w&uuml;rde der Grundsatz der Neutralit&auml;t der Mehrwertsteuer nicht gewahrt. Die Korrektur habe aufgrund der Formulierung &quot;Berichtigung des urspr&uuml;nglichen Vorsteuerabzugs&quot; im jeweiligen Streitjahr zu erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs r&uuml;ckwirkend nicht m&ouml;glich sein, m&uuml;sse jeder einzelne Eingangsumsatz im Hinblick auf die jeweilige Verwendungsabsicht beurteilt werden. Nur in der Zeit vom 20.&nbsp;Juni 2000 bis 20.&nbsp;Dezember 2002 habe er, der Kl&auml;ger, das Grundst&uuml;ck umsatzsteuerfrei ver&auml;u&szlig;ern wollen. Im &Uuml;brigen habe er bereits aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden und um sich vor etwaigen Schadensersatzanspr&uuml;chen zu sch&uuml;tzen den steuerpflichtigen Verkauf beabsichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit habe das FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) versto&szlig;en. Es habe &uuml;bersehen, dass er ausweislich seines Schreibens an das Konkursgericht vom 15.&nbsp;Juni 2000 aufgrund des steuerfreien Verkaufs an die KG von Mehrkosten ausgegangen sei, woraus objektiv erkennbar werde, dass er vor dem Abschluss des Kaufvertrags vom 20.&nbsp;Juni 2000 eine steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung beabsichtigt habe. Diese Absicht sei nach dem R&uuml;cktritt der KG wieder aufgelebt. Das FG h&auml;tte f&uuml;r jeden Besteuerungszeitraum der Jahre 2000 bis 2004 pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob eine steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks beabsichtigt gewesen sei oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe schlie&szlig;lich den Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) verletzt. Es habe nicht zu erkennen gegeben, dass die Absicht, das Grundst&uuml;ck f&uuml;r eine steuerpflichtige oder eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung zu verwenden, das ma&szlig;gebliche Kriterium f&uuml;r seine Entscheidung sei. Vielmehr habe der Berichterstatter in seinem Schreiben vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2010 mitgeteilt, dass seines Erachtens sp&auml;testens nach dem steuerpflichtigen Verkauf kein Raum mehr f&uuml;r die Auffassung sei, die Sanierungsleistungen st&uuml;nden mit einer beabsichtigten steuerfreien Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung in Zusammenhang; dies habe der Berichterstatter noch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/><\/br>die Vorentscheidung aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber Umsatzsteuer dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r 2000 auf<br \/><\/br>.\/. &#8230; EUR, f&uuml;r 2001 auf .\/. &#8230; EUR, f&uuml;r 2002 auf<br \/><\/br>.\/. &#8230; EUR, f&uuml;r 2003 auf .\/. &#8230; EUR und f&uuml;r 2004 auf<br \/><\/br>.\/. &#8230; EUR festgesetzt wird,<br \/><\/br>hilfsweise,<br \/><\/br>die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen,<br \/><\/br>weiter hilfsweise,<br \/><\/br>die Sache dem EuGH vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht habe das FG die Aufwendungen f&uuml;r die Altlastensanierung der beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks zugerechnet. Denn das Grundst&uuml;ck habe nur im sanierten Zustand ver&auml;u&szlig;ert werden k&ouml;nnen, wie der Kl&auml;ger bereits mit Schreiben vom 24.&nbsp;Juni 1999 dem Konkursgericht mitgeteilt habe. Nach dem EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-396\/98 &#8211;Schlossstrasse&#8211; (Slg. 2000, I-4279, BStBl II 2003, 446, Rz&nbsp;37) bestimme die tats&auml;chliche oder beabsichtigte Verwendung der Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen den Umfang des Vorsteuerabzugs. Es gebe keine objektiven Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger vor Vertragsschluss mit der KG oder nach deren R&uuml;cktritt vom Kaufvertrag die steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks beabsichtigt habe. Eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs in den Streitjahren komme nicht in Betracht, da Absichts&auml;nderungen nicht in den Zeitraum des Leistungsbezugs zur&uuml;ckwirkten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Fragen der wirtschaftlichen Zurechnung der Sanierungsaufwendungen und der Ma&szlig;geblichkeit der Verwendungsabsicht seien im Einspruchs- und Klageverfahren thematisiert worden. Der Kl&auml;ger habe weder Tatsachen und Beweismittel bezeichnet, die das FG au&szlig;er Acht gelassen habe, noch einen entsprechenden Verfahrensmangel vor dem FG ger&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zutreffend &#8211;und verfahrensfehlerfrei&#8211; entschieden, dass die streitige Steuer f&uuml;r vom Kl&auml;ger bezogene Sanierungsleistungen vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG kann der Unternehmer die in Rechnungen i.S. des &sect;&nbsp;14 UStG gesondert ausgewiesene Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen. Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ist aber die Steuer f&uuml;r die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die der Unternehmer zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Ums&auml;tze verwendet, vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;15 UStG beruht auf Art.&nbsp;17 der Richtlinie 77\/388\/EWG und ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH richtlinienkonform auszulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG entsteht das Recht auf Vorsteuerabzug, wenn der Anspruch auf die abziehbare Steuer entsteht. Dies ist nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG der Fall, sobald die Lieferung des Gegenstands oder die Dienstleistung an den vorsteuerabzugsberechtigten Steuerpflichtigen bewirkt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Steuerpflichtige ist nach Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG zum Vorsteuerabzug befugt, &quot;soweit die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses Recht gilt auch f&uuml;r den Abzug der geschuldeten oder entrichteten Steuer f&uuml;r Investitionen, die f&uuml;r die Zwecke der noch erst beabsichtigten, das Abzugsrecht er&ouml;ffnenden Ums&auml;tze get&auml;tigt werden (vgl. EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-400\/98 &#8211;Breitsohl&#8211;, Slg. 2000, I-4321, BStBl II 2003, 452, Rz&nbsp;34; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2001 V&nbsp;R&nbsp;24\/98, BFHE 194, 522, BStBl II 2003, 430), unter der Voraussetzung, dass die Erkl&auml;rung, zu besteuerten Ums&auml;tzen f&uuml;hrende wirtschaftliche T&auml;tigkeiten aufnehmen zu wollen, in gutem Glauben abgegeben worden ist und durch objektive Anhaltspunkte belegt wird (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2000, I-4279, BStBl II 2003, 446, Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Formulierung in Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG &quot;f&uuml;r &#8230; verwendet werden&quot; zeigt, dass das Recht auf Vorsteuerabzug nur entsteht, wenn die bezogenen Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen direkt und unmittelbar mit Ausgangsums&auml;tzen, die das Recht auf Vorsteuerabzug er&ouml;ffnen, zusammenh&auml;ngen, und dass der vom Steuerpflichtigen verfolgte endg&uuml;ltige Zweck unerheblich ist. Nach der Rechtsprechung des EuGH ist es Sache des nationalen Gerichts, das Kriterium des direkten und unmittelbaren Zusammenhangs auf den Sachverhalt des bei ihm anh&auml;ngigen Rechtsstreits anzuwenden und dabei alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, unter denen die betreffenden Ums&auml;tze ausgef&uuml;hrt worden sind (vgl. EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-98\/98 &#8211;Midland Bank&#8211;, Slg. 2000, I-4177, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2000, 342, Rz&nbsp;20, 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Recht auf Abzug der Steuer f&uuml;r die betreffenden Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen setzt voraus, dass die f&uuml;r den Bezug dieser Leistungen get&auml;tigten Aufwendungen zu den Kostenelementen der besteuerten Ums&auml;tze geh&ouml;ren. Die Aufwendungen m&uuml;ssen Teil der Kosten der Ausgangsums&auml;tze sein, f&uuml;r die die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen verwendet werden. Daher m&uuml;ssen die Kostenelemente in der Regel entstanden sein, bevor der Steuerpflichtige die besteuerten Ums&auml;tze ausf&uuml;hrt, denen sie zuzurechnen sind (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2000, I-4177, UR 2000, 342, Rz&nbsp;30; Wagner in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;582, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die tats&auml;chliche oder beabsichtigte Verwendung der Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen bestimmt den Umfang des Vorsteuererstabzugs, zu dem der Steuerpflichtige nach Art.&nbsp;17 der Richtlinie 77\/388\/EWG befugt ist, und den Umfang etwaiger Berichtigungen w&auml;hrend der darauffolgenden Zeitr&auml;ume, die unter den Voraussetzungen des Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. des &sect;&nbsp;15a UStG vorzunehmen sind (vgl. EuGH-Urteile vom 11.&nbsp;Juli 1991 C-97\/90 &#8211;Lennartz&#8211;, Slg. 1991, I-3795, Rz&nbsp;15; in Slg. 2000, I-4279, BStBl II 2003, 446, Rz&nbsp;37; BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2002 V&nbsp;R&nbsp;58\/00, BFHE 200, 434, BStBl II 2003, 435, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach den vorgenannten Grunds&auml;tzen kann der Kl&auml;ger die Steuern f&uuml;r die bezogenen Sanierungsleistungen nicht als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da das Recht auf Vorsteuerabzug mit dem jeweiligen Leistungsbezug &#8211;hier in den Streitjahren 2000 bis 2004&#8211; entsteht, und da sich auch der Umfang des Rechts nur nach der im jeweiligen Besteuerungszeitraum des Leistungsbezugs beabsichtigten oder ggf. bereits erfolgten tats&auml;chlichen Verwendung richtet, kommt es entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers nicht auf die steuerpflichtige (&sect;&nbsp;9 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG) Lieferung des sanierten Betriebsgrundst&uuml;cks im Jahr 2009 an (vgl. BFH-Urteil in BFHE 194, 522, BStBl II 2003, 430, unter II.1.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger t&auml;tigte nach den Feststellungen des FG, an die der erkennende Senat mangels zul&auml;ssiger und begr&uuml;ndeter Revisionsr&uuml;gen gebunden ist (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), die Aufwendungen zur Boden- und Grundwassersanierung im Hinblick auf eine beabsichtigte Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks. Denn wie er dem Konkursgericht bereits mit Schreiben vom 24.&nbsp;Juni 1999 mitgeteilt hatte, war eine freih&auml;ndige Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung aufgrund des Sanierungsbedarfs bislang nicht m&ouml;glich; mit Hilfe der Sanierungsma&szlig;nahmen sollte der dann zu erwartende Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s nicht nur die bisherigen dinglichen Belastungen und den noch aufzunehmenden Kredit von &#8211;zun&auml;chst&#8211; 1.300.000&nbsp;DM abdecken, sondern der Masse dar&uuml;ber hinaus ein mindestens sechsstelliger Betrag zuflie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beginn des Abbruchs der Geb&auml;ude im M&auml;rz 2000 f&uuml;hrte der Kl&auml;ger bereits Vertragsverhandlungen mit der KG, die das Grundst&uuml;ck nur umsatzsteuerfrei erwerben wollte. Nachdem sich der Kl&auml;ger mit Schreiben vom 15.&nbsp;Juni 2000 wegen der Genehmigung einer Kreditaufnahme von weiteren &#8230; DM und wegen der Zustimmung zu der beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebsgrundst&uuml;cks an die KG an das Konkursgericht gewandt hatte, schloss er mit der KG am 20.&nbsp;Juni 2000 einen Kaufvertrag &uuml;ber die umsatzsteuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks zu einem Preis von &#8230; DM. Bestandteil des Vertrags war die Verpflichtung des Kl&auml;gers zur erfolgreichen Grundwassersanierung zun&auml;chst bis zum 31.&nbsp;Dezember 2001, bevor diese Frist um ein Jahr verl&auml;ngert wurde und die KG schlie&szlig;lich am 20.&nbsp;Dezember 2002 vom Vertrag zur&uuml;cktrat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gegen&uuml;ber diesem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang der vom Kl&auml;ger bezogenen Sanierungsleistungen mit der beabsichtigten (steuerfreien) Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung tritt der (lediglich mittelbare) Zusammenhang der Boden- und Grundwassersanierung mit den fr&uuml;heren Ums&auml;tzen der GmbH (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG; BFH-Urteile in BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552, unter II.1.a; vom 2.&nbsp;September 2010 V&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 231, 321, BStBl II 2011, 991, unter II.1.a) zur&uuml;ck (vgl. auch BFH-Entscheidungen in BFH\/NV 1998, 1533, unter II.2.; vom 29.&nbsp;Mai 2008 V&nbsp;B&nbsp;224\/07, BFH\/NV 2008, 1545, unter II.1.a,&nbsp;b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufwendungen f&uuml;r die Sanierungsleistungen geh&ouml;ren &#8211;entgegen der Wertung des Kl&auml;gers&#8211; jedenfalls im Streitfall nicht zu den Kostenelementen der fr&uuml;heren Ausgangsums&auml;tze der &#8230;verarbeitenden GmbH (vgl. dazu EuGH-Urteil in Slg. 2000, I-4177, UR 2000, 342, Rz&nbsp;31). Denn eine solche Einordnung lie&szlig;e unber&uuml;cksichtigt, dass die Aufwendungen erst entstanden sind, nachdem der Betrieb der GmbH eingestellt worden war, und dass der Kl&auml;ger die streitigen Sanierungsleistungen von Beginn an im Hinblick auf die beabsichtigte (steuerfreie) Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung bezogen und sich im Kaufvertrag vom 20.&nbsp;Juni 2000 gegen&uuml;ber der KG zur Grundwassersanierung und zum Abbruch der Betriebsgeb&auml;ude verpflichtet hat (vgl. auch BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 1545, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen den im Streitfall durchgef&uuml;hrten Sanierungsleistungen (bzw. den daf&uuml;r aufgewendeten Kosten) und dem beabsichtigten (steuerfreien) Grundst&uuml;cksverkauf an die KG ergibt sich mit aller Deutlichkeit aus dem Schreiben des Kl&auml;gers vom 15.&nbsp;Juni 2000 an das Konkursgericht, in dem es u.a. hei&szlig;t: &quot;Da die Abbruch- und Sanierungskosten jedoch zum Zwecke der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebsgrundst&uuml;ckes aufgewendet werden, lassen die steuerrechtlichen Vorschriften insoweit den Vorsteuerabzug nicht zu&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb ist es entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers unerheblich, ob die GmbH f&uuml;r die Altlastenbeseitigung ggf. h&auml;tte R&uuml;ckstellungen bilden m&uuml;ssen oder gar gebildet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Eine andere als die Absicht des Kl&auml;gers, das Grundst&uuml;ck steuerfrei zu liefern, hat das FG den Streitzeitraum 2000 bis 2004 betreffend nicht festgestellt. Dies ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Feststellung, ob eine Absicht zur steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erung vorlag oder nicht, ist Sache der Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung durch das FG. Das Revisionsgericht kann die Feststellungen der Tatsacheninstanz nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en. Die Schlussfolgerungen des FG haben schon dann Bestand, wenn sie zwar nicht zwingend, aber m&ouml;glich sind (vgl. BFH-Entscheidungen vom 14.&nbsp;September 1994 IX&nbsp;R&nbsp;71\/93, BFHE 175, 416, BStBl II 1995, 116, zu I. a.E.; vom 9.&nbsp;Oktober 2002 V&nbsp;R&nbsp;24\/99, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Vorsteuern, die mit vor dem 1.&nbsp;April 2000 bezogenen Abbruch- und Sanierungsleistungen zusammenhingen, stehen nicht im Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts der festgestellten Vertragsverhandlungen des Kl&auml;gers mit der KG, die in den sp&auml;teren Vertragsschluss m&uuml;ndeten, ist das FG nachvollziehbar und rechtsfehlerfrei davon ausgegangen, dass sp&auml;testens mit Beginn des Voranmeldungszeitraums April 2000 die umsatzsteuerfreie Lieferung des Grundst&uuml;cks beabsichtigt war. Dass der Kl&auml;ger diese Absicht mit R&uuml;cktritt der KG vom Kaufvertrag im Voranmeldungszeitraum Dezember 2002 ge&auml;ndert habe, ist nicht zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der blo&szlig;e Vortrag des Kl&auml;gers, er habe nur in der Zeit vom 20.&nbsp;Juni 2000 bis 20.&nbsp;Dezember 2002 das Grundst&uuml;ck umsatzsteuerfrei liefern wollen, im &Uuml;brigen habe er bereits aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden und um sich vor etwaigen Schadensersatzanspr&uuml;chen zu sch&uuml;tzen die steuerpflichtige Lieferung beabsichtigt, ist nicht geeignet, eine solche Absicht objektiv zu belegen. Dies gilt zumal vor dem Hintergrund, dass der Kl&auml;ger im Juli 2003 beim FA eine verbindliche Auskunft dar&uuml;ber beantragt hatte, ob eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks ohne Auswirkung auf den Vorsteuerabzug aus den f&uuml;r das Grundst&uuml;ck get&auml;tigten Sanierungsaufwendungen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die vorhandene Absicht ist eine innere Tatsache, die nicht r&uuml;ckwirkend wegf&auml;llt, wenn sie sp&auml;ter aufgegeben wird. Die Aufgabe der Absicht, mit den Eingangsleistungen besteuerte Ums&auml;tze auszuf&uuml;hren, und die neue Absicht, sie f&uuml;r steuerfreie Ums&auml;tze zu verwenden, f&uuml;hrt nicht zum r&uuml;ckwirkenden Wegfall der Entstehung des Anspruchs auf Vorsteuerabzug (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2002 V&nbsp;R&nbsp;56\/00, BFHE 199, 37, BStBl II 2006, 725, unter II.2.c); entsprechendes gilt auch f&uuml;r den umgekehrten Fall, in dem die Eingangsleistungen zun&auml;chst f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung eines steuerfreien Umsatzes bestimmt waren, sp&auml;ter jedoch f&uuml;r die Zwecke einer der Umsatzsteuer unterliegenden T&auml;tigkeit verwendet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen stellt eine in einem Folgezeitraum erfolgte Absichts&auml;nderung keine Tatsache mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung dar, die nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 oder &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung zur &Auml;nderung der Steuerfestsetzung f&uuml;r den Besteuerungszeitraum der Entstehung des Vorsteuerabzugs berechtigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Die Frage einer etwaigen Vorsteuerberichtigung stellt sich f&uuml;r den Streitzeitraum, in dem der Kl&auml;ger die Sanierungsleistungen in der Absicht bezogen hat, eine steuerfreie Grundst&uuml;ckslieferung auszuf&uuml;hren, nicht (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 1991, I-3795, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Einer Vorlage an den EuGH bedarf es nicht. An der Auslegung des Unionsrechts bestehen keine &quot;vern&uuml;nftigen Zweifel&quot;. Durch die EuGH-Rechtsprechung ist gekl&auml;rt, dass f&uuml;r das Recht auf Vorsteuerabzug allein der Zeitpunkt des Leistungsbezugs ma&szlig;geblich ist und ein etwaiger Anspruch auf Berichtigung nur die nachfolgenden Besteuerungszeitr&auml;ume betrifft (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 2.&nbsp;Juni 2005 C-378\/02 &#8211;Waterschap Zeeuws Vlaanderen&#8211;, Slg. 2005, I-4685, UR 2005, 437, Rz&nbsp;37&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vom Kl&auml;ger ger&uuml;gten Verfahrensm&auml;ngel liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO hat das FG den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen. Mit der R&uuml;ge, das FG habe davon ausgehen m&uuml;ssen, dass der Kl&auml;ger bereits aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden und um sich vor etwaigen Schadensersatzanspr&uuml;chen zu sch&uuml;tzen den steuerpflichtigen Verkauf beabsichtigt habe, hat der Kl&auml;ger nicht bezeichnet, welche objektiven Belege einer bestimmten Verwendungsabsicht das FG unbeachtet gelassen und welche Beweismittel es nicht ausgesch&ouml;pft habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Kern wendet sich der Kl&auml;ger gegen die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung des FG, die &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht zu beanstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine &Uuml;berraschungsentscheidung liegt nicht vor. Der Kl&auml;ger selbst tr&auml;gt nicht vor, dass das FG seine Entscheidung auf einen Gesichtspunkt gest&uuml;tzt habe, mit dem kein Beteiligter habe rechnen m&uuml;ssen (vgl. dazu z.B. BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;September 2009 IV&nbsp;B&nbsp;140\/08, BFH\/NV 2010, 220). Im &Uuml;brigen kann bei einer Rechts&auml;u&szlig;erung nur eines Mitglieds des zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers regelm&auml;&szlig;ig nicht gefolgert werden, dass die Rechtsfrage eindeutig gekl&auml;rt sei und der Senat von der Rechtsauffassung nicht abweichen bzw. sie anders beurteilen k&ouml;nnte (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;April 2011 VI&nbsp;B&nbsp;120\/10, BFH\/NV 2011, 1185).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 23\/10 Vorsteuerabzug bei Bezug von Grundst&uuml;ckssanierungsleistungen &#8211; Wirtschaftliche Zurechnung von Vorsteuerbetr&auml;gen zu Verwendungsums&auml;tzen &#8211; Entstehung des Rechts auf Vorsteuerabzug &#8211; Bindung an die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Aufgabe der Verwendungsabsicht kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis &#8211; Keine &Uuml;berraschungsentscheidung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Konkursverwalter &uuml;ber das &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-23-10-vorsteuerabzug-bei-bezug-von-grundstueckssanierungsleistungen-wirtschaftliche-zurechnung-von-vorsteuerbetraegen-zu-verwendungsumsaetzen-entstehung-des-rechts-auf-vorsteuerabzug-bindung-an-d\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;23\/10 &#8211; Vorsteuerabzug bei Bezug von Grundst&uuml;ckssanierungsleistungen &#8211; Wirtschaftliche Zurechnung von Vorsteuerbetr&auml;gen zu Verwendungsums&auml;tzen &#8211; Entstehung des Rechts auf Vorsteuerabzug &#8211; Bindung an die Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Aufgabe der Verwendungsabsicht kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis &#8211; Keine &Uuml;berraschungsentscheidung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8324","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8324"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8324\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}