{"id":8326,"date":"2012-12-05T04:08:49","date_gmt":"2012-12-05T02:08:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8326"},"modified":"2012-12-05T04:08:49","modified_gmt":"2012-12-05T02:08:49","slug":"x-r-29-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-14032012-x-r-24-10-behandlung-von-provisionen-fuer-die-eigene-zeichnung-von-fondsanteilen-durch-einen-gewerblichen-vermittler-sog-eigenprovis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-29-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-14032012-x-r-24-10-behandlung-von-provisionen-fuer-die-eigene-zeichnung-von-fondsanteilen-durch-einen-gewerblichen-vermittler-sog-eigenprovis\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;29\/11 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 14.03.2012 X R 24\/10 &#8211; Behandlung von Provisionen f&uuml;r die eigene Zeichnung von Fondsanteilen durch einen gewerblichen Vermittler &#8211; Sog. &quot;Eigenprovisionen&quot; als Betriebseinnahmen &#8211; Minderung der Anschaffungskosten bei Provisionsnachl&auml;ssen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, X R 29\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 14.03.2012 X R 24\/10 &#8211; Behandlung von Provisionen f&uuml;r die eigene Zeichnung von Fondsanteilen durch einen gewerblichen Vermittler &#8211; Sog. &quot;Eigenprovisionen&quot; als Betriebseinnahmen &#8211; Minderung der Anschaffungskosten bei Provisionsnachl&auml;ssen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren 1998 und 2001 ein gewerbliches Einzelunternehmen. Er ermittelte seinen Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich. Gegenstand des Betriebs war im Wesentlichen die Vermittlung von Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds, zumeist in der Rechtsform der GbR (im Folgenden: Fondsgesellschaften). Der Kl&auml;ger war dabei nicht unmittelbar f&uuml;r die Fondsgesellschaften t&auml;tig; er handelte vielmehr als Untervermittler der X-KG, die mit dem Vertrieb der Beteiligungen beauftragt war. Der Provisionsanspruch des Kl&auml;gers gegen die X-KG belief sich dabei grunds&auml;tzlich auf 5&nbsp;% des vermittelten Kapitals; bei Erreichen bestimmter Vermittlungsums&auml;tze wurden ihm zus&auml;tzliche Boni gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An zwei Fondsgesellschaften beteiligte sich der Kl&auml;ger selbst. Er berechnete der X-KG daf&uuml;r ebenfalls die vereinbarten Provisionen, und zwar in seiner Rechnung vom 31.&nbsp;Dezember 1998 gleichzeitig und einheitlich mit der Provision f&uuml;r die Vermittlung einer Beteiligung an einen Dritten. Die entsprechenden &quot;Eigenprovisionen&quot; in H&ouml;he von 119.000&nbsp;DM (5&nbsp;% regul&auml;re Provision zzgl. 2&nbsp;% Bonus) f&uuml;r das Jahr 1998 sowie 950&nbsp;DM f&uuml;r das Jahr 2001 behandelte der Kl&auml;ger in seinen Gewinnermittlungen als Einnahmen seines Gewerbebetriebs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &Auml;nderungsbescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 1998 sowie zur Einkommensteuer 2001 (jeweils vom 25.&nbsp;Oktober 2005) sowie zum Gewerbesteuermessbetrag 1998 (vom 18.&nbsp;November 2005). Die Vorbehalte der Nachpr&uuml;fung wurden jeweils aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erstmals im Einspruchsverfahren gegen diese Bescheide machte der Kl&auml;ger geltend, die Eigenprovisionen seien nicht als Betriebseinnahmen seines Einzelunternehmens, sondern als Minderung der Anschaffungskosten der von den Fondsgesellschaften erworbenen Wirtschaftsg&uuml;ter anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der nach dem insoweit erfolglosem Einspruchsverfahren erhobenen Klage statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2011, 2156). In der Sache selbst f&uuml;hrte es aus, die Anschaffungsvorg&auml;nge seien ma&szlig;gebender Anlass sowie &quot;conditio sine qua non&quot; der dem Kl&auml;ger von der X-KG gew&auml;hrten Zahlungen gewesen. Die Provisionsvereinbarung sei nur der Rechtsgrund gewesen, nicht aber der Anlass. Bei wertender Betrachtung handele es sich damit um eine Minderung der Anschaffungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sehe der Bundesfinanzhof (BFH) Verg&uuml;tungen, die ein Versicherungsvertreter auch f&uuml;r den Abschluss eigener privater Versicherungsvertr&auml;ge erhalte, als Betriebseinnahmen an (Senatsurteil vom 27.&nbsp;Mai 1998 X&nbsp;R&nbsp;17\/95, BFHE 186, 256, BStBl II 1998, 618). Dies sei aber auf die Vermittlung von Anteilen an Fondsgesellschaften nicht &uuml;bertragbar. Denn hier erwerbe der Anleger wirtschaftlich Anteile an den Wirtschaftsg&uuml;tern der Fondsgesellschaft, f&uuml;r die ihm Anschaffungskosten entst&uuml;nden. Eine Teilr&uuml;ckzahlung des investierten Kapitals mindere daher die Anschaffungskosten. Demgegen&uuml;ber schaffe der Versicherungsvertreter kein Wirtschaftsgut an, so dass es nicht zu einer Minderung von Anschaffungskosten kommen k&ouml;nne. Der gegenteiligen Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen FG (Urteil vom 23.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;215\/05, EFG 2011, 248, Rev.&nbsp;X&nbsp;R&nbsp;24\/10) sei nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision bringt das FA vor, der ma&szlig;gebende Anlass f&uuml;r die Zahlungen der X-KG an den Kl&auml;ger liege hier nicht in der Anschaffung, sondern in der Provisionsvereinbarung, die sich auch auf Eigengesch&auml;fte des Vermittlers erstreckt habe. Nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung seien R&uuml;ckfl&uuml;sse nicht als Minderung der Anschaffungskosten, sondern als Einnahme zu behandeln, wenn sie als Entgelt f&uuml;r eine Leistung des Empf&auml;ngers anzusehen seien. Dies sei hier der Fall, weil in der ma&szlig;gebenden Provisionsvereinbarung auch Eigengesch&auml;fte als provisionspflichtig und damit als Leistung angesehen worden seien. Im &Uuml;brigen sei die Auffassung des FG fehlerhaft, die Zuordnung der von der Fondsgesellschaft an die X-KG gezahlten Eigenkapitalvermittlungsprovisionen zu den Anschaffungskosten zwinge dazu, die von der X-KG an den Kl&auml;ger geleistete Zahlung als Minderung der Anschaffungskosten zu beurteilen. Denn der BFH habe ausdr&uuml;cklich entschieden, dass in derartigen F&auml;llen kein Korrespondenzprinzip existiere (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2002 IX&nbsp;R&nbsp;20\/98, BFHE 198, 425, BStBl II 2002, 796, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er h&auml;lt die Revision bereits f&uuml;r unzul&auml;ssig, weil die Revisionsbegr&uuml;ndung keine &Uuml;berpr&uuml;fung der vom FA bisher vertretenen Rechtsauffassung anhand des FG-Urteils erkennen lasse. Dar&uuml;ber hinaus sei die Revision auch unbegr&uuml;ndet. Die Provisionsvereinbarung k&ouml;nne schon deshalb nicht Ursache f&uuml;r die Zahlung sein, weil es denkbar sei, dass Eigenprovisionen auch ohne Provisionsvereinbarung gezahlt w&uuml;rden oder dass Dritte Rabatte erhielten. Die Zahlung habe keine besondere Leistung des Kl&auml;gers abgelten sollen. Es habe sich vielmehr um eine &quot;Verg&uuml;nstigung f&uuml;r den Vermittler&quot; gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist zul&auml;ssig. Insbesondere erf&uuml;llt die Revisionsbegr&uuml;ndungsschrift die Anforderungen des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 FGO. Sie ersch&ouml;pft sich nicht in einer blo&szlig;en Wiederholung des Vortrags aus dem finanzgerichtlichen Verfahren, sondern greift das angefochtene Urteil mit neuen Argumenten an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb bzw. den Gewerbeertrag um die Eigenprovisionen gemindert. Dabei handelt es sich um gewerbliche Betriebseinnahmen des Kl&auml;gers (dazu unten&nbsp;a); der Zusammenhang mit dem Betrieb wird auch nicht unter dem Gesichtspunkt einer Minderung der Anschaffungskosten der von den Fondsgesellschaften erworbenen Wirtschaftsg&uuml;ter aufgehoben (unten&nbsp;b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In dem Parallelverfahren X&nbsp;R&nbsp;24\/10, das Anlass f&uuml;r die Revisionszulassung durch das FG im vorliegenden Verfahren war, hat der Senat entschieden, dass Eigenprovisionen, die ein Vermittler von Anteilen an Schiffsfonds (geschlossene Fonds in der Rechtsform der GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KG, die origin&auml;re Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielen) erh&auml;lt, zu dessen Betriebseinnahmen im Rahmen seiner gewerblichen Vermittlungst&auml;tigkeit geh&ouml;ren. Wegen der n&auml;heren Einzelheiten der Begr&uuml;ndung verweist der Senat auf sein Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 X&nbsp;R&nbsp;24\/10, BFHE 236, 528, unter II.1.a (BFHE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes gilt auch im Streitfall, in dem der Kl&auml;ger im Rahmen seines Gewerbebetriebs Anteile an geschlossenen Immobilienfonds in der Rechtsform der GbR vermittelt hat, die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen. Auch hier hat der Kl&auml;ger unabh&auml;ngig davon, ob er Beteiligungen an Dritte vermittelt oder selbst gezeichnet hat, in identischer Weise &uuml;ber seinen Verg&uuml;tungsanspruch abgerechnet. Die Zugeh&ouml;rigkeit zu den Betriebseinnahmen aus der gewerblichen Vermittlungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers wird auch durch dessen Vorbringen belegt, die Zahlungen f&uuml;r die Zeichnung eigener Beteiligungen seien als &quot;Verg&uuml;nstigung f&uuml;r den Vermittler&quot; anzusehen (Bl.&nbsp;14 der Revisionserwiderung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers und des FG sind die Grunds&auml;tze des Senatsurteils in BFHE 186, 256, BStBl II 1998, 618 auch im Streitfall zu beachten. In beiden F&auml;llen war bzw. ist dar&uuml;ber zu entscheiden, ob die Einnahmen vorrangig dem bestehenden Gewerbebetrieb oder aber dem &quot;vermittelten&quot; Vertragsverh&auml;ltnis &#8211;sei es in Form einer Minderung der Anschaffungskosten oder einer Minderung der (privaten) Aufwendungen f&uuml;r Versicherungsbeitr&auml;ge&#8211; zuzuordnen war. Ob das Vertragsverh&auml;ltnis dem Erwerb eines Wirtschaftsguts dient oder nicht, ist f&uuml;r diese Zuordnungsentscheidung ohne Belang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Eigenprovisionen mindern auch nicht die Anschaffungskosten der in den GbR-Anteilen verk&ouml;rperten anteiligen Anschaffungskosten der von den Fondsgesellschaften erworbenen Wirtschaftsg&uuml;ter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach gefestigter Rechtsprechung des BFH sind bei geschlossenen Fonds, die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen, alle Aufwendungen, die Anleger leisten, die sich aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks beteiligen, als Anschaffungskosten der von der Fondsgesellschaft erworbenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu aktivieren (speziell zu Eigenkapitalvermittlungsprovisionen BFH-Urteil in BFHE 198, 425, BStBl II 2002, 796, unter II.2.a, m.w.N.). Die Finanzverwaltung vertritt diese Rechtsauffassung f&uuml;r Fondsgesellschaften, bei denen die Gesellschafter keine M&ouml;glichkeit haben, auf das vorformulierte Vertragswerk Einfluss zu nehmen, erst seit dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 20.&nbsp;Oktober 2003 (BStBl I 2003, 546, Rz&nbsp;38 i.V.m. Rz&nbsp;9). Aus Sicht der Finanzverwaltung gilt im Hinblick auf die zuvor gro&szlig;z&uuml;gigere Verwaltungsauffassung (vgl. BMF-Schreiben vom 31.&nbsp;August 1990, BStBl I 1990, 366, Tz.&nbsp;7.1, und vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1995, BStBl I 1995, 167) eine &#8211;f&uuml;r die im Streitfall ma&szlig;gebenden Beteiligungen noch einschl&auml;gige&#8211; &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r Fondsgesellschaften, bei denen der Au&szlig;envertrieb vor dem 1.&nbsp;September 2002 begonnen hat, sofern der Steuerpflichtige vor dem 1.&nbsp;Januar 2004 beitritt (BMF-Schreiben in BStBl I 2003, 546, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus folgt aber nicht zugleich, dass Provisionserl&ouml;se, die ein gewerblicher Vermittler f&uuml;r die Zeichnung eigener Anteile in gleicher Weise wie f&uuml;r die Vermittlung von Anteilen an Dritte erzielt, die Anschaffungskosten der in seiner Beteiligung verk&ouml;rperten Wirtschaftsg&uuml;ter mindern. Der BFH hat in st&auml;ndiger Rechtsprechung selbst f&uuml;r Fallgestaltungen, in denen die vom Gesellschafter erzielten Einnahmen als Sonderbetriebseinnahmen anzusehen waren &#8211;also einen wesentlich engeren Bezug zur Personengesellschaft aufwiesen als im Streitfall&#8211;, entschieden, dass die sofortige Besteuerung der Sonderbetriebseinnahmen beim leistungserbringenden Gesellschafter durch eine Aktivierung der korrespondierenden Aufwendungen bei der Personengesellschaft nicht ausgeschlossen wird (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Mai 1979 I&nbsp;R&nbsp;56\/77, BFHE 128, 505, BStBl II 1979, 763; vom 23.&nbsp;Mai 1979 I&nbsp;R&nbsp;85\/77, BFHE 128, 514, BStBl II 1979, 767, und vom 28.&nbsp;Juni 2001 IV&nbsp;R&nbsp;40\/97, BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717, unter 3.). Dies muss dann aber erst recht gelten, wenn der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen den Einnahmen und der Beteiligung an der Fondsgesellschaft &#8211;wie hier&#8211; so weit gel&ouml;st ist, dass die Einnahmen als Erl&ouml;se eines eigenen Gewerbebetriebs des Gesellschafters zu erfassen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Provisionsnachl&auml;sse, die eine Vermittlungsorganisation gew&auml;hrt, mindern vielmehr nur dann die anteiligen Anschaffungskosten der Wirtschaftsg&uuml;ter der Fondsgesellschaft, wenn diese Nachl&auml;sse keine besonderen Leistungen des Gesellschafters an die Fondsgesellschaft abgelten (BFH-Urteil in BFHE 198, 425, BStBl II 2002, 796, betr. Nachl&auml;sse zugunsten eines Zeichners, der keinen eigenen gewerblichen Vermittlungsbetrieb unterhielt). Davon kann in F&auml;llen, in denen bezogene Provisionen (und nicht etwa &#8211;wie in der vorgenannten BFH-Entscheidung&#8211; Provisionsnachl&auml;sse) als Betriebs- oder Sonderbetriebseinnahmen zu behandeln sind, keine Rede sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, X R 29\/11 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 14.03.2012 X R 24\/10 &#8211; Behandlung von Provisionen f&uuml;r die eigene Zeichnung von Fondsanteilen durch einen gewerblichen Vermittler &#8211; Sog. &quot;Eigenprovisionen&quot; als Betriebseinnahmen &#8211; Minderung der Anschaffungskosten bei Provisionsnachl&auml;ssen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-29-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-14032012-x-r-24-10-behandlung-von-provisionen-fuer-die-eigene-zeichnung-von-fondsanteilen-durch-einen-gewerblichen-vermittler-sog-eigenprovis\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;29\/11 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 14.03.2012 X R 24\/10 &#8211; Behandlung von Provisionen f&uuml;r die eigene Zeichnung von Fondsanteilen durch einen gewerblichen Vermittler &#8211; Sog. &quot;Eigenprovisionen&quot; als Betriebseinnahmen &#8211; Minderung der Anschaffungskosten bei Provisionsnachl&auml;ssen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}