{"id":8331,"date":"2012-12-05T04:08:50","date_gmt":"2012-12-05T02:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8331"},"modified":"2012-12-05T04:08:50","modified_gmt":"2012-12-05T02:08:50","slug":"xi-r-8-10-zum-vorsteuerabzug-einer-gemeinde-aus-der-errichtung-einer-stromleitung-keine-aufteilung-von-konzessionsabgaben-in-2003-gestattung-der-errichtung-und-des-betriebs-von-elektrischen-anlagen-au","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-8-10-zum-vorsteuerabzug-einer-gemeinde-aus-der-errichtung-einer-stromleitung-keine-aufteilung-von-konzessionsabgaben-in-2003-gestattung-der-errichtung-und-des-betriebs-von-elektrischen-anlagen-au\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;8\/10 &#8211; Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus der Errichtung einer Stromleitung &#8211; Keine Aufteilung von Konzessionsabgaben in 2003 &#8211; Gestattung der Errichtung und des Betriebs von elektrischen Anlagen auf Grundst&uuml;cksteilen &#8211; Wirtschaftliche T&auml;tigkeit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 8\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus der Errichtung einer Stromleitung &#8211; Keine Aufteilung von Konzessionsabgaben in 2003 &#8211; Gestattung der Errichtung und des Betriebs von elektrischen Anlagen auf Grundst&uuml;cksteilen &#8211; Wirtschaftliche T&auml;tigkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Gemeinde, begehrt f&uuml;r das Streitjahr 2003 den Vorsteuerabzug aus der Errichtung einer Stromleitung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Stadtrat der Kl&auml;gerin beschloss am 24.&nbsp;April 2002, alle &quot;Aufgaben im Zusammenhang mit der Investition &#8217;20&nbsp;kV-Kabel von A nach B&#8216; zur Sicherung der Elektroenergieversorgung im Ortsteil B&quot; auf die Stadtwerke X (Stadtwerke) zu &uuml;bertragen. Aus der Beschlussvorlage der Kl&auml;gerin vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2002 ergibt sich weiter, dass diese &quot;Investition &#8230; zur Sicherung der Elektroenergieversorgung f&uuml;r die Firma Y&quot; beabsichtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Zusage von &ouml;ffentlichen F&ouml;rdermitteln schlossen die als Eigenbetrieb der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrten Stadtwerke mit der Z AG (AG) am 9.\/11.&nbsp;Dezember 2002 einen &quot;Leistungsvertrag&quot; &uuml;ber die Errichtung einer 20&nbsp;kV-Leitungszuf&uuml;hrung (Stromleitung) von einem Umspannwerk in das Gemeindegebiet. Mit gleichfalls am 9.\/11.&nbsp;Dezember 2002 unterzeichnetem Vertrag r&auml;umte die Kl&auml;gerin der AG &quot;den unmittelbaren, unentgeltlichen Besitz&quot; an dieser noch zu errichtenden Stromleitung (&quot;Netz gem&auml;&szlig; Anlage&nbsp;1 zum Vertrag&quot;) ein (Besitz&uuml;berlassungsvertrag). Die AG verpflichtete sich, diese Stromleitung (&quot;das Netz&quot;) zur Versorgung von Kunden mit elektrischer Energie zu betreiben und alle Kosten des Besitzes und Betriebs, einschlie&szlig;lich Instandhaltung und Erweiterung zu tragen. Es war weiter vereinbart, dass die Kl&auml;gerin nach Beendigung der Besitz&uuml;berlassung, sp&auml;testens nach 15&nbsp;Jahren, die Leitung (&quot;das Netz&quot;) an die AG gegen ein Entgelt in H&ouml;he von &#8230; EUR verkaufen und &uuml;bereignen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, zugleich handelnd f&uuml;r die Stadtwerke, und die AG &auml;nderten mit Vertrag vom 15.&nbsp;Dezember 2004\/7.&nbsp;Januar 2005 (&Auml;nderungsvertrag) den &Uuml;berlassungsvertrag vom 9.\/11.&nbsp;Dezember 2002 u.a. dahingehend, dass jene &quot;f&uuml;r den gesamten Pachtzeitraum &uuml;ber die Dauer von 15&nbsp;Jahren &#8230; einmalig einen Betrag in H&ouml;he von &#8230; EUR zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230; EUR, also insgesamt &#8230; EUR brutto&quot; an die Stadtwerke zu zahlen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits 1991 hatte die Kl&auml;gerin mit der AG einen bis zum 31.&nbsp;Dezember 2010 laufenden &quot;Konzessionsvertrag&quot; abgeschlossen. Die AG war nach &sect;&nbsp;1 des Vertrags (&quot;Versorgungspflicht&quot;) verpflichtet, &quot;jedermann in der Gemeinde mit elektrischer Energie zu versorgen.&quot; Die Kl&auml;gerin r&auml;umte der AG in &sect;&nbsp;2 des Vertrags (&quot;Versorgungsrecht und Grundst&uuml;cksbenutzung&quot;) f&uuml;r die Dauer dieses Vertrags das ausschlie&szlig;liche Recht ein, alle im Gemeindegebiet gelegenen &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en, Wege und Pl&auml;tze, &uuml;ber die ihr das Verf&uuml;gungsrecht zustand, ober- und unterirdisch f&uuml;r die Errichtung und den Betrieb von elektrischen Anlagen zu benutzen. Nach &sect;&nbsp;10 des Vertrags (&quot;Vertragsabgabe&quot;) hatte die AG der Kl&auml;gerin &quot;f&uuml;r die einger&auml;umten Rechte&quot; eine verbrauchsabh&auml;ngige &quot;Vertragsabgabe&quot; (Konzessionsabgabe) zu entrichten. Die AG rechnete die Konzessionsabgabe f&uuml;r 2002 mit Gutschrift vom 24.&nbsp;April 2003 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ohne Ausweis von Umsatzsteuer ab. Die Kl&auml;gerin vereinnahmte hiernach im Streitjahr 2003 Konzessionsabgaben f&uuml;r 2002 in H&ouml;he von &#8230; EUR, die sie nicht der Umsatzsteuer unterwarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 8.&nbsp;Oktober 2003 stellte die AG den Stadtwerken f&uuml;r die Errichtung der Stromleitung &quot;auf der Grundlage des Leistungsvertrags vom 09.12.\/11.12.2002&quot; &#8230; EUR zzgl. Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230; EUR in Rechnung. Der Rechnungsbetrag wurde am 19.&nbsp;Dezember 2003 von der Kl&auml;gerin entrichtet. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Umsatzsteuer-Voranmeldung der Stadtwerke f&uuml;r Dezember 2003 brachte die Kl&auml;gerin u.a. Vorsteuern aus der Rechnung vom 8.&nbsp;Oktober 2003 in H&ouml;he von &#8230; EUR zum Abzug. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung versagte der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Dezember 2003 vom 24.&nbsp;Juni 2004 den Vorsteuerabzug aus der Rechnung vom 8.&nbsp;Oktober 2003. Hiergegen legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein. Die Umsatzsteuer 2003 wurde mit Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2005 auf &#8230; EUR festgesetzt und der Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;Oktober 2005 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zul&auml;ssige Klage war teilweise begr&uuml;ndet. Das Finanzgericht (FG) setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r 2003 auf &#8230; EUR herab und wies die Klage im &Uuml;brigen ab. Der Kl&auml;gerin stehe der Vorsteuerabzug aus der Errichtung der Stromleitung, die der Steigerung ihrer Konzessionsabgaben gedient habe, nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zur H&auml;lfte zu. Die Vergabe der Konzession stelle einen Betrieb gewerblicher Art (BgA) dar, mit dem die Kl&auml;gerin sowohl steuerfreie Ums&auml;tze (durch Duldung der Nutzung von Verkehrsfl&auml;chen) als auch steuerpflichtige Ums&auml;tze (durch Erlaubnis zur Elektrizit&auml;tsversorgung) erzielt habe. Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin die vereinnahmten Konzessionsabgaben (vollst&auml;ndig) nicht der Umsatzsteuer unterworfen habe, lasse den Schluss darauf zu, sie habe im Zeitpunkt des Leistungsbezugs hinsichtlich des Vermietungsanteils des Konzessionsvertrags (Duldung der Nutzung von Verkehrsfl&auml;chen) nicht die Absicht gehabt, zur Umsatzsteuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 UStG zu optieren. Insoweit sei der Vorsteuerabzug nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ausgeschlossen. Die Vorsteuer sei, da die Kl&auml;gerin keine Sch&auml;tzung i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG vorgenommen habe, entsprechend dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.&nbsp;M&auml;rz 1957 V&nbsp;206\/56&nbsp;U (BFHE 65, 583, BStBl III 1957, 456) sachgerecht h&auml;lftig auf die steuerpflichtigen und steuerfreien Ums&auml;tze aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beurteilung des Vorsteuerabzugs aus der 2003 bezogenen Eingangsleistung habe der &Auml;nderungsvertrag von 2004\/2005 au&szlig;er Betracht zu bleiben, da die Verwendungsabsicht im Zeitpunkt des Leistungsbezugs ma&szlig;geblich sei. Auch berechtige die Erwartung der Kl&auml;gerin, ihren steuerpflichtigen Wasser- und Fernw&auml;rmeabsatz durch die errichtete Stromleitung zu erh&ouml;hen, nicht zum Vorsteuerabzug aus der streitigen Eingangsleistung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der mit 50&nbsp;% der Gesamtleistung anzunehmende steuerpflichtige Teil der Konzessionsabgabe sei der Umsatzsteuer zu unterwerfen und f&uuml;r das Streitjahr 2003 nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine vom FG zugelassene Revision auf die Verletzung materiellen Rechts. Der im Zusammenhang mit der Errichtung der Stromleitung angefallene Vorsteuerbetrag k&ouml;nne nicht im Rahmen des BgA der Kl&auml;gerin abgezogen werden. Die Kl&auml;gerin sei nicht unternehmerisch t&auml;tig geworden. Die Vergabe von Konzessionen stelle nach dem Gesetz &uuml;ber die Elektrizit&auml;ts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz &#8211;EnWG&#8211;) eine &ouml;ffentlich-rechtliche Aufgabe der Kommunen dar. Die Gemeinden st&uuml;nden hinsichtlich der Konzessionsvergabe in keinem Wettbewerb mit privaten Unternehmern. Selbst wenn die Kl&auml;gerin unternehmerisch t&auml;tig gewesen w&auml;re, w&auml;ren die Konzessionsabgaben nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG vollst&auml;ndig als steuerfrei zu behandeln und der Vorsteuerabzug w&auml;re nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ausgeschlossen. Die Kl&auml;gerin habe im Streitjahr 2003 die Konzessionsabgaben nur noch f&uuml;r die Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung, nicht f&uuml;r das ausschlie&szlig;liche Recht zur Elektrizit&auml;tsversorgung erzielen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner sei die Stromleitung im Streitjahr 2003 nicht bezogen worden, um aus ihrer &Uuml;berlassung an die AG steuerpflichtige Pachteinnahmen zu erzielen oder den steuerpflichtigen Wasser- und Fernw&auml;rmeabsatz der Kl&auml;gerin zu steigern. Eine weite Kausalbeziehung vermittle keinen f&uuml;r den Vorsteuerabzug erforderlichen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Eingangs- und Ausgangsums&auml;tzen. Der &Auml;nderungsvertrag von 2004\/2005 lasse keinen R&uuml;ckschluss auf die innere Verwendungsabsicht der Kl&auml;gerin bei Leistungsbezug zu. Sie hatte mit dem &Uuml;berlassungsvertrag von 2002 bereits eine anderslautende Vereinbarung getroffen. F&uuml;r die Frage des Vorsteuerabzugs seien diese Erkenntnisse im Zeitpunkt des Leistungsbezugs zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Vorentscheidung aufzuheben, soweit das FG der Klage stattgegeben hat, und die Klage (insgesamt) abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/><\/br>die Vorentscheidung im Umfang der Klageabweisung aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2005 in Gestalt der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;Oktober 2005 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere Vorsteuern in H&ouml;he von &#8230; EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bringt im Wesentlichen vor, das FG verkenne, dass die Konzessionsabgabe im Streitjahr 2003 nicht mehr im Zusammenhang mit der Erlaubnis zur Elektrizit&auml;tsversorgung gestanden habe. Der Betreiber von Elektrizit&auml;tsversorgungsnetzen h&auml;tte nach &sect;&nbsp;6 EnWG i.d.F. des 1998 in Kraft getretenen Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts (BGBl I 1998, 730) kein Versorgungsmonopol mehr in den jeweiligen Gemeindegebieten gehabt. Die im Streitjahr 2003 entrichtete Konzessionsabgabe habe sich daher in dem Entgelt f&uuml;r die steuerfreie, den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;ende &Uuml;berlassung der &ouml;ffentlichen Wege und Stra&szlig;en im Gemeindegebiet zum Betrieb elektrischer Anlagen ersch&ouml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der geltend gemachte Vorsteuerabzug sei zu gew&auml;hren. Die Investition in die Stromleitung habe sich innerhalb des bereits bestehenden Eigenbetriebs Stadtwerke (&quot;BgA Versorgung&quot;) vollzogen und sei f&uuml;r diesen Voraussetzung f&uuml;r die Generierung neuer Kunden gewesen. Die Aufwendungen hierf&uuml;r seien in Form von Abschreibungen Teil der Kosten der zum Abzug berechtigenden steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tze gewesen und bei der Preisgestaltung bzw. Kalkulation f&uuml;r den Trinkwasser- und W&auml;rmeabsatz ber&uuml;cksichtigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorsteuerabzug sei aber auch dann gegeben, wenn man davon ausgehe, dass die Investition &quot;im Rahmen eines separaten Verpachtungs-BgA&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) ausgef&uuml;hrt wurde. F&uuml;r die Feststellung, ob eine Absicht zur Ausf&uuml;hrung steuerpflichtiger Ums&auml;tze bestanden habe, k&auml;men nicht nur solche Umst&auml;nde in Betracht, die im Zeitpunkt des Leistungsbezugs erkennbar seien. Vielmehr k&ouml;nnten auch nachtr&auml;glich Umst&auml;nde &#8211;wie die 2004\/2005 erfolgte &quot;Erg&auml;nzung, Ab&auml;nderung und Erweiterung&quot; des &Uuml;berlassungsvertrags von 2002&#8211; ber&uuml;cksichtigt werden, sofern sie R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die zuvor vorhandenen inneren Absichten des Steuerpflichtigen erlaubten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorsteuerabzug sei f&uuml;r die mit der Investition verbundenen Aufwendungen gegeben, weil sie diese dem Betriebsverm&ouml;gen ihrer Stadtwerke zugeordnet habe. Entgegen der Ansicht des FA sei die entgeltliche &Uuml;berlassung der Stromleitung an die AG von Anfang an gegeben gewesen. Die Absicht Einnahmen zu erzielen umfasse alle geldwerten Vorteile. Die vertraglich von Anfang an vereinbarte &Uuml;bernahme von Unterhaltungs- und Instandhaltungsaufwendungen durch die AG sowie die zu erwartenden h&ouml;heren Einnahmen aus dem Trinkwasser- und W&auml;rmeverkauf stellten geldwerte Vorteile dar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn eine Einordnung in einen BgA nicht m&ouml;glich w&auml;re, sei jedenfalls bei richtlinienkonformer Auslegung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UStG eine unternehmerische T&auml;tigkeit gegeben und der Vorsteuerabzug zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Auf die begr&uuml;ndete Revision des FA hin war die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage (insgesamt) abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Revision der Kl&auml;gerin ist hingegen im Ergebnis unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 und 4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Revision des FA hat Erfolg. Die Kl&auml;gerin war entgegen der Vorentscheidung nicht berechtigt, die H&auml;lfte der Vorsteuer aus der Rechnung vom 8.&nbsp;Oktober 2003 &uuml;ber die Errichtung der Stromleitung zum Abzug zu bringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG kann der Unternehmer die in Rechnungen i.S. des &sect;&nbsp;14 UStG gesondert ausgewiesene Steuer f&uuml;r Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuer abziehen. Die Aus&uuml;bung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine nach den &sect;&sect;&nbsp;14, 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt. Ausgeschlossen ist der Vorsteuerabzug nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG f&uuml;r Leistungen, die der Unternehmer f&uuml;r steuerfreie Ums&auml;tze verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Vorschriften beruhen auf Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG), wonach der Steuerpflichtige (Unternehmer), der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet, befugt ist, die im Inland geschuldete oder entrichtete Mehrwertsteuer f&uuml;r Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, die ihm von einem anderen Steuerpflichtigen geliefert oder erbracht werden, von der von ihm geschuldeten Steuer abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Unternehmer ist hiernach zum Vorsteuerabzug berechtigt, soweit er Leistungen f&uuml;r sein Unternehmen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG, Art.&nbsp;4 der Richtlinie 77\/388\/EWG) und damit f&uuml;r seine nachhaltigen T&auml;tigkeiten zur Erbringung entgeltlicher Leistungen zu verwenden beabsichtigt, die steuerpflichtig oder nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 UStG steuerfrei sind (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Dezember 2010 V&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 232, 243, BStBl II 2012, 53, unter II.1.b; vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 232, 261, BStBl II 2012, 61, unter II.1.b; vom 27.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;38\/09, BFHE 232, 278, BStBl II 2012, 68, unter II.2.b; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 V&nbsp;R&nbsp;23\/10, BFHE 233, 274, BStBl II 2012, 74, unter II.1.a, m.w.N. zur Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211;; vom 10.&nbsp;November 2011 V&nbsp;R&nbsp;41\/10, BFHE 235, 554, BFH\/NV 2012, 670, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2012, 348; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts &#8211;wie die Kl&auml;gerin&#8211; sind nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UStG nur im Rahmen ihrer BgA unternehmerisch und damit wirtschaftlich t&auml;tig. Bei diesen Betrieben handelt es sich nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. &sect;&nbsp;4 KStG um alle Einrichtungen, die einer nachhaltigen wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen dienen und die sich innerhalb der Gesamtbet&auml;tigung der juristischen Person wirtschaftlich herausheben. Die Absicht, Gewinn zu erzielen, und eine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr sind nicht erforderlich (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 KStG). Zu den BgA geh&ouml;ren auch Betriebe, die der Versorgung der Bev&ouml;lkerung u.a. mit Elektrizit&auml;t dienen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 KStG). Betriebe, die &uuml;berwiegend der Aus&uuml;bung der &ouml;ffentlichen Gewalt dienen (Hoheitsbetriebe), geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 KStG nicht hierzu. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorschriften sind unter Ber&uuml;cksichtigung von Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG richtlinienkonform auszulegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 XI&nbsp;R&nbsp;17\/08, BFHE 230, 466, BFH\/NV 2010, 2359, unter II.2.c; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;65\/07, BFHE 233, 264, BFH\/NV 2011, 1454, unter II.b; vom 1.&nbsp;Dezember 2011 V&nbsp;R&nbsp;1\/11, BFHE 236, 235, BFH\/NV 2012, 534, DStR 2012, 352, unter II.1.b; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach gelten Staaten, L&auml;nder, Gemeinden und sonstige Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts nicht als Steuerpflichtige, soweit sie die T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder Leistungen erbringen, die ihnen im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt obliegen, auch wenn sie im Zusammenhang mit diesen T&auml;tigkeiten oder Leistungen Z&ouml;lle, Geb&uuml;hren, Beitr&auml;ge oder sonstige Abgaben erheben. Falls sie jedoch solche T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder Leistungen erbringen, gelten sie hierf&uuml;r als Steuerpflichtige, sofern eine Behandlung als Nicht-Steuerpflichtige zu gr&ouml;&szlig;eren Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hren w&uuml;rde. Diese Einrichtungen gelten nach Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Unterabs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG als Steuerpflichtige in Bezug auf die in Anhang&nbsp;D der Richtlinie 77\/388\/EWG aufgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten, sofern ihr Umfang nicht unbedeutend ist. In Anhang&nbsp;D Nr.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG sind u.a. Lieferungen von Elektrizit&auml;t genannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es kann dahinstehen, ob die Kl&auml;gerin nach den vorstehenden Grunds&auml;tzen mit der Konzessionsvergabe &#8211;wie das FG entschied&#8211; mit einem BgA wirtschaftlich t&auml;tig war. Selbst wenn die Kl&auml;gerin insoweit als Unternehmerin t&auml;tig gewesen w&auml;re, h&auml;tte sie keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug aus der Rechnung der AG vom 8.&nbsp;Oktober 2003 &uuml;ber die Errichtung der Stromleitung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die im Streitjahr 2003 an die Kl&auml;gerin entrichtete Konzessionsabgabe stellt &#8211;wovon sowohl das FA als auch die Kl&auml;gerin zutreffend &uuml;bereinstimmend ausgehen&#8211; ein Entgelt lediglich f&uuml;r die Gestattung, alle im Gemeindegebiet gelegenen ihrem Verf&uuml;gungsrecht unterfallenden &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en, Wege und Pl&auml;tze ober- und unterirdisch f&uuml;r die Errichtung und den Betrieb elektrischer Anlagen zu nutzen, dar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem 1998 in Kraft getretenen und im Streitjahr 2003 geltenden &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EnWG hatten die Betreiber von Elektrizit&auml;tsversorgungsnetzen anderen Unternehmen das Versorgungsnetz f&uuml;r Durchleitungen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Die Versorgung des Gemeindegebiets mit elektrischer Energie war hiernach nicht mehr ausschlie&szlig;lich der insoweit von der Kl&auml;gerin durch den 1991 geschlossenen Vertrag konzessionierten AG vorbehalten. Die Kl&auml;gerin konnte der AG das ausschlie&szlig;liche Recht nicht mehr verschaffen, die Gemeinde mit Strom zu versorgen. Ein Leistungsaustausch lag insoweit nicht vor. Konzessionsabgaben sind in &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EnWG dementsprechend nunmehr als Entgelte definiert, &quot;die Energieversorgungsunternehmen f&uuml;r die Einr&auml;umung des Rechts zur Benutzung &ouml;ffentlicher Verkehrswege f&uuml;r die Verlegung und den Betrieb von Leitungen, die der unmittelbaren Versorgung von Letztverbrauchern im Gemeindegebiet mit Energie dienen, entrichten.&quot; Die Konzessionsabgabe kann daher &#8211;entgegen der Vorentscheidung&#8211; nicht auf die Einr&auml;umung eines ausschlie&szlig;lichen Rechts zur Energieversorgung einerseits und auf die Gestattung der Nutzung aller &ouml;ffentlichen Stra&szlig;en, Wege und Pl&auml;tze anderseits aufgeteilt werden. Das der Kl&auml;gerin im Streitjahr 2003 von der AG gezahlte Entgelt entf&auml;llt mithin in voller H&ouml;he auf die Gestattung der Nutzung der Gemeindefl&auml;chen. Die vom FG in diesem Zusammenhang genannte anderslautende fr&uuml;here Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. Urteil in BFHE 65, 583, BStBl III 1957, 456) erging zu einer anderen Rechtslage. Sie ist inzwischen obsolet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Einr&auml;umung des Rechts, Grundst&uuml;cksteile f&uuml;r die Errichtung und den Betrieb von elektrischen Anlagen zu nutzen, stellt eine nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG steuerfreie Vermietung von Grundst&uuml;cken dar (zur Einr&auml;umung des Rechts zur &Uuml;berspannung von Grundst&uuml;cken und der Gestattung der Aufstellung von Strommasten vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2004 V&nbsp;R&nbsp;30\/04, BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Vorsteuerabzug f&uuml;r Eingangsleistungen zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Vermietungsleistungen ist nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG ausgeschlossen. Das FG hat nicht festgestellt, dass die Kl&auml;gerin auf die Steuerbefreiung ihrer Vermietungsums&auml;tze gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 UStG verzichtet h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ein Recht auf Vorsteuerabzug aus der Rechnung der AG vom 8.&nbsp;Oktober 2003 &uuml;ber die Errichtung der Stromleitung steht der Kl&auml;gerin entgegen ihrer Auffassung nicht deshalb zu, weil die Investition in die Stromleitung als eine Investition innerhalb des bereits bestehenden BgA Versorgung darstelle. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin ist mit ihren Stadtwerken u.a. zur Trinkwasser- und W&auml;rmeversorgung nach den unter II.A.2. genannten Grunds&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 UStG mit einem BgA unternehmerisch t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwar hat die Kl&auml;gerin mit Beschluss des Stadtrats vom 24.&nbsp;April 2002 alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Errichtung der Stromleitung auf ihre als Eigenbetrieb gef&uuml;hrten Stadtwerke &uuml;bertragen. Selbst wenn man deshalb davon ausginge, dass die streitige Eingangsleistung von den Stadtwerken bezogen worden w&auml;re, st&uuml;nde der Kl&auml;gerin kein Vorsteuerabzug zu. Sie h&auml;tte diese Leistung nicht f&uuml;r Zwecke ihrer besteuerten Ums&auml;tze verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des EuGH erfordert das Recht auf Vorsteuerabzug gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;17 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &quot;dass grunds&auml;tzlich ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ums&auml;tzen der nachfolgenden Stufe, die zum Vorsteuerabzug berechtigen &#8230;&quot;, besteht (vgl. EuGH-Urteile vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-98\/98 &#8211;Midland Bank&#8211;, Slg. 2000, I-4177, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2000, 342, Rz&nbsp;24; vom 22.&nbsp;Februar 2001 C-408\/98 &#8211;Abbey National&#8211;, Slg. 2001, I-1361, BFH\/NV Beilage 2001, 48, Rz&nbsp;26; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005 C-32\/03 &#8211;Fini&nbsp;H&#8211;, Slg. 2005, I-1599, BFH\/NV Beilage 2005, 179, Rz&nbsp;26; ferner Senatsurteil vom 8.&nbsp;September 2010 XI&nbsp;R&nbsp;31\/08, BFHE 231, 335, BStBl II 2011, 197, unter II.1.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies setzt voraus, dass die f&uuml;r den Bezug der Leistungen get&auml;tigten Aufwendungen zu den Kostenelementen der besteuerten Ums&auml;tze geh&ouml;ren. Die Aufwendungen m&uuml;ssen somit Teil der Kosten der Ausgangsums&auml;tze sein, f&uuml;r die die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen verwendet werden (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2000, I-4177, UR 2000, 342, Rz&nbsp;30). Dies hat der EuGH bejaht f&uuml;r die allgemeinen Kosten der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit eines Steuerpflichtigen (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2001, I-1361, BFH\/NV Beilage 2001, 48, Rz&nbsp;39). Zu diesen Kosten z&auml;hlen Aufwendungen aber nur, soweit sie ihren ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund in den steuerpflichtigen T&auml;tigkeiten haben (EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;Februar 2007 C-435\/05 &#8211;Investrand&#8211;, Slg. 2007, I-1315, BFH\/NV Beilage 2007, 289, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Weiter kommt es f&uuml;r die Berechtigung des Abzugs von Vorsteuer nicht darauf an, ob die Kl&auml;gerin &#8211;wozu Feststellungen des FG fehlen (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO)&#8211; die Stromleitung dem Betriebsverm&ouml;gen ihrer Stadtwerke zugeordnet hat und ob die Aufwendungen der Investition in Form von Abschreibungen Kostenbestandteil ihrer von den Stadtwerken get&auml;tigten Ausgangsums&auml;tze wurden und Eingang in die Preisgestaltung bzw. Kalkulation f&uuml;r den Trinkwasser- und W&auml;rmeabsatz fanden. Denn trotz der kalkulatorischen Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen ist f&uuml;r den Bezug von Leistungen zu untersuchen, ob diese zu den allgemeinen Aufwendungen geh&ouml;ren, die mit der wirtschaftlichen Gesamtt&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen zusammenh&auml;ngen (vgl. EuGH-Urteil vom 29.&nbsp;Oktober 2009 C-29\/08 &#8211;AB&nbsp;SKF&#8211;, Slg. 2009, I-10413, BFH\/NV 2009, 2099, Rz&nbsp;60; ferner Senatsurteil in BFHE 231, 335, BStBl II 2011, 197, unter II.1.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Hiernach steht &#8211;wie das FG zutreffend entschieden hat&#8211; die Errichtung der Stromleitung in keinem direkten und unmittelbaren Zusammenhang mit den steuerbaren und steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tzen, die die Kl&auml;gerin mit ihren Stadtwerken ausf&uuml;hrte. Denn die Aufwendungen haben ihren ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund nicht in dieser wirtschaftlichen T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin. Sie k&ouml;nnen mithin als allgemeine Kosten der Ausgangsums&auml;tze der Stadtwerke keine Ber&uuml;cksichtigung finden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie sich aus der Beschlussvorlage f&uuml;r die Sitzung des Stadtrats vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2002 zur &Uuml;bertragung der Aufgaben im Zusammenhang mit der Errichtung der Stromleitung auf die Stadtwerke ergibt, sollte die Investition &quot;zur Sicherung der Elektroenergieversorgung f&uuml;r die Firma Y&quot; sowie &quot;zur Sicherung der Elektroenergieversorgung im Ortsteil B&quot; get&auml;tigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner hei&szlig;t es in &sect;&nbsp;1 des Leistungsvertrags vom<br \/><\/br>9.\/11.&nbsp;Dezember 2002, Gegenstand des Vertrags sei die Errichtung der Stromleitung &quot;auf der Basis&quot; der (n&auml;herbezeichneten) Richtlinie &quot;zur F&ouml;rderung der Wirtschaftlichen Infrastruktur&quot; im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe &quot;Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur&quot; in Verbindung mit dem &quot;F&ouml;rdermittelbescheid des Regierungspr&auml;sidiums C vom 28.10.2002 (Anlage&nbsp;2).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesem Bescheid ist der &quot;Zweck der Zuwendung &#8230; die Durchf&uuml;hrung des Vorhabens Energieversorgung mit der Herstellung von Elektroleitungen f&uuml;r die gewerbliche Wirtschaft insbesondere f&uuml;r die Fa. Y in B.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem wird in der Pr&auml;ambel des Besitz&uuml;berlassungsvertrags vom 9.\/11.&nbsp;Dezember 2002 u.a. ausgef&uuml;hrt, die Bereitstellung elektrischer Leitungen sei &quot;zur weiteren industriellen Erschlie&szlig;ung der Region D &#8230; unerl&auml;sslich.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wurde hiernach die Stromleitung &#8211;eindeutig&#8211; zur F&ouml;rderung eines in der Gemeinde ans&auml;ssigen Gewerbebetriebs und zur weiteren elektrischen Erschlie&szlig;ung des Gemeindegebiets errichtet, steht dies einem ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund in der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit der Wasser- und W&auml;rmeversorgung entgegen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Erwartung der Kl&auml;gerin, (auch) den steuerpflichtigen Wasser- und Fernw&auml;rmeabsatz durch die Ansiedelung potentieller neuer Kunden infolge der weiteren elektrischen Erschlie&szlig;ung des Gemeindegebiets zu f&ouml;rdern, stellt keinen unmittelbaren und direkten Zusammenhang mit den Aufwendungen zur Errichtung der Stromleitung dar. Dieser lediglich mittelbare Zusammenhang reicht f&uuml;r das Recht, Vorsteuer abziehen zu k&ouml;nnen, nicht aus (vgl. Senatsurteil vom 15.&nbsp;Oktober 2009 XI&nbsp;R&nbsp;82\/07, BFHE 227, 238, BStBl II 2010, 247, unter II.2.). Nach den vorliegenden schriftlichen Unterlagen war &#8211;wie dargelegt&#8211; eindeutiger und klar im Vordergrund stehender Zweck der Errichtung der Stromleitung die elektrische Erschlie&szlig;ung des Gemeindegebiets f&uuml;r (noch anzusiedelnde bzw. bereits vorhandene) Gewerbebetriebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kl&auml;gerin kann die streitige Vorsteuer entgegen ihrer Ansicht ferner nicht &quot;im Rahmen eines separaten Verpachtungs-BgA&quot; abziehen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Vorsteuerabzug setzt die durch objektive Anhaltspunkte belegte Absicht der Verwendung f&uuml;r steuerpflichtige Ums&auml;tze bei Leistungsbezug voraus. Die f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;gebliche Verwendungsabsicht bezieht sich darauf, dass der Unternehmer das Erbringen entgeltlicher Leistungen beabsichtigt, die objektiv zum Vorsteuerabzug berechtigen, ohne dass es dabei darauf ankommt, ob der Unternehmer seine Leistung subjektiv in rechtlicher Hinsicht zutreffend beurteilt (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 670, DStR 2012, 348, m.w.N. auch zur Rechtsprechung von EuGH und BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<br \/><\/br>Die Kl&auml;gerin hat in dem Besitz&uuml;berlassungsvertrag vom <br \/><\/br>9.\/11.&nbsp;Dezember 2002 der AG die Stromleitung unentgeltlich &uuml;berlassen; eine Absicht der Kl&auml;gerin, mit der Stromleitung entgeltliche Leistungen zu erbringen, kann deshalb im Zeitpunkt des Leistungsbezugs (2003) nicht angenommen werden, wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen dem Vorbringen der Kl&auml;gerin erlaubt die 2004\/2005 erfolgte nachtr&auml;gliche &Auml;nderung des &Uuml;berlassungsvertrags von 2002 keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf eine von Anfang an beabsichtigte entgeltliche Verpachtung der Stromleitung. Denn sie hatte &#8211;worauf das FA zutreffend hinweist&#8211; im Zeitpunkt des Leistungsbezugs mit dem &Uuml;berlassungsvertrag von 2002 ausdr&uuml;cklich eine anderslautende Vereinbarung getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Vorbringen der Kl&auml;gerin, eine entgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung liege deshalb vor, weil bereits 2002 die &Uuml;bernahme der Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten der Stromleitung durch die AG vereinbart worden sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH und des BFH werden Leistungen nach den &uuml;bereinstimmenden Regelungen in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG und in Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG gegen Entgelt erbracht, wenn zwischen dem Leistenden und dem Leistungsempf&auml;nger ein Rechtsverh&auml;ltnis besteht, das zwischen der Leistung und einem erhaltenen Gegenwert einen unmittelbaren Zusammenhang begr&uuml;ndet und die Verg&uuml;tung den Gegenwert f&uuml;r die Leistung bildet (vgl. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Dezember 2007 V&nbsp;R&nbsp;60\/05, BFHE 219, 455, BStBl II 2009, 486; in BFHE 230, 466, BFH\/NV 2010, 2359, unter II.2.b&nbsp;aa; jeweils m.w.N.). Das Entgelt richtet sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG nach den Aufwendungen des Leistungsempf&auml;ngers f&uuml;r den Erhalt der Leistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &sect;&nbsp;2 des Besitz&uuml;berlassungsvertrags von 2002 war die AG zwar verpflichtet, ab Beginn der Besitz&uuml;bernahme alle Kosten des Besitzes und Betriebs einschlie&szlig;lich der Instandhaltung und Erweiterung zu tragen. Diese Aufwendungen stehen aber im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Erhalt der Funktion dieser Stromleitung, an der die AG als Stromversorger ein eigenes Interesse hatte. Sie stehen hingegen nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einer von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistung. Die von der AG getragenen Unterhalts- und Instandhaltungsaufwendungen stellen mithin keinen Gegenwert f&uuml;r die &Uuml;berlassung des Besitzes an der Stromleitung dar. Gegen eine entgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung spricht ferner, dass die Nutzungs&uuml;berlassung im &Uuml;berlassungsvertrag von 2002 ausdr&uuml;cklich als &quot;unentgeltlich&quot; bezeichnet worden war, sowie der Umstand, dass die Kl&auml;gerin selbst diesen Vorgang nicht der Umsatzsteuer unterwarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Hiernach kann dahinstehen, ob &#8211;wie das FA vorbringt&#8211; das wirtschaftliche Eigentum an der Stromleitung auf die AG &uuml;bertragen wurde, sodass sie nicht Gegenstand einer Nutzungs&uuml;berlassung gewesen sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision der Kl&auml;gerin kann im Ergebnis keinen Erfolg haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG angenommen hat, die Konzessionsvergabe unterliege (in H&ouml;he von &#8230; EUR) der Umsatzbesteuerung (und dies im Wege der Saldierung ber&uuml;cksichtigt hat), ist dies nicht zutreffend, weil insoweit die Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG eingreift (vgl. unter II.A.3.a und b der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl hat die Revision der Kl&auml;gerin im Ergebnis keinen Erfolg, weil die Kl&auml;gerin &#8211;wie dargelegt&#8211; keinen Anspruch auf Abzug weiterer Vorsteuern in H&ouml;he von &#8230; EUR hat und deshalb der mit der Klage und ihrer Revision angefochtene Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2003 rechtm&auml;&szlig;ig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2012, XI R 8\/10 Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus der Errichtung einer Stromleitung &#8211; Keine Aufteilung von Konzessionsabgaben in 2003 &#8211; Gestattung der Errichtung und des Betriebs von elektrischen Anlagen auf Grundst&uuml;cksteilen &#8211; Wirtschaftliche T&auml;tigkeit Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Gemeinde, begehrt f&uuml;r das Streitjahr 2003 den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-8-10-zum-vorsteuerabzug-einer-gemeinde-aus-der-errichtung-einer-stromleitung-keine-aufteilung-von-konzessionsabgaben-in-2003-gestattung-der-errichtung-und-des-betriebs-von-elektrischen-anlagen-au\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;8\/10 &#8211; Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus der Errichtung einer Stromleitung &#8211; Keine Aufteilung von Konzessionsabgaben in 2003 &#8211; Gestattung der Errichtung und des Betriebs von elektrischen Anlagen auf Grundst&uuml;cksteilen &#8211; Wirtschaftliche T&auml;tigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8331","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8331","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8331"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8331\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8331"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}