{"id":8352,"date":"2012-12-05T04:46:14","date_gmt":"2012-12-05T02:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8352"},"modified":"2012-12-05T04:46:14","modified_gmt":"2012-12-05T02:46:14","slug":"iv-b-111-11-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-konkreten-rechtsfrage-die-ihrerseits-von-der-vorgreiflichen-klaerung-weiterer-rechtsfragen-abhaengt-bestimmung-des-teilwerts-eines-grundstuecks-bei-vorli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-111-11-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-konkreten-rechtsfrage-die-ihrerseits-von-der-vorgreiflichen-klaerung-weiterer-rechtsfragen-abhaengt-bestimmung-des-teilwerts-eines-grundstuecks-bei-vorli\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;111\/11 &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer konkreten Rechtsfrage, die ihrerseits von der vorgreiflichen Kl&auml;rung weiterer Rechtsfragen abh&auml;ngt &#8211; Bestimmung des Teilwerts eines Grundst&uuml;cks bei Vorliegen eines Einheimischen-Modell-Vertrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.5.2012, IV B 111\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer konkreten Rechtsfrage, die ihrerseits von der vorgreiflichen Kl&auml;rung weiterer Rechtsfragen abh&auml;ngt &#8211; Bestimmung des Teilwerts eines Grundst&uuml;cks bei Vorliegen eines Einheimischen-Modell-Vertrags<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) sind Ehegatten, zu deren Gesamtgut ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb geh&ouml;rt. Sie beantragten im April 2000 beim Landratsamt einen baurechtlichen Vorbescheid zur Errichtung von zwei Einfamilienh&auml;usern auf den bisher landwirtschaftlich genutzten Grundst&uuml;cken Flurst&uuml;ck &#8230; (im Weiteren: Grundst&uuml;cke). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Landratsamt empfahl den Kl&auml;gern mit Schreiben vom 14.&nbsp;Juni 2000, den Antrag auf Erteilung des Vorbescheids zur&uuml;ckzunehmen, da keine Aussicht auf eine positive Entscheidung best&uuml;nde. Das Bauvorhaben sei nicht privilegiert. Es liege im Au&szlig;enbereich und widerspreche den Darstellungen im Fl&auml;chennutzungsplan. Gleichzeitig empfahl es den Kl&auml;gern, sich mit der Gemeinde B zwecks &Auml;nderung des Fl&auml;chennutzungsplans und der Erweiterung des angrenzenden Bebauungsplans H ins Benehmen zu setzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der bereits zuvor stattgefundenen Gemeinderatssitzung beschloss die Gemeinde B, dass dem Antrag der Kl&auml;ger auf Erteilung des Vorbescheids unter der Voraussetzung zugestimmt werde, dass der Fl&auml;chennutzungsplan entsprechend ge&auml;ndert und der Bebauungsplan H entsprechend erweitert werde. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Gemeinderatssitzung vom 13.&nbsp;Juli 2000 leitete die Gemeinde B die &Auml;nderung des Fl&auml;chennutzungsplans und die Erweiterung des Bebauungsplans H ein. Mit Beschluss vom 14.&nbsp;September 2000 wurde die entsprechende &Auml;nderung des Fl&auml;chennutzungsplans beschlossen. Die &Auml;nderung des Fl&auml;chennutzungsplans und die Erweiterung des Bebauungsplans waren mit der Auflage verbunden, dass &uuml;ber die Grundst&uuml;cke ein Vertrag mit der Gemeinde&nbsp;B nach dem sog. Einheimischen-Modell abgeschlossen wird. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend diesen Vorgaben schlossen die Kl&auml;ger mit der Gemeinde&nbsp;B am 13.&nbsp;September 2001 einen Vertrag &uuml;ber die Einr&auml;umung eines Ankaufsrechts f&uuml;r die Grundst&uuml;cke ab (Einheimischen-Modell-Vertrag, im Weiteren: EM-Vertrag). In den einleitenden Erl&auml;uterungen zum EM-Vertrag wird unter anderem ausgef&uuml;hrt, dass die Ankaufsrechtsvereinbarung die landesplanerischen Zielvorstellungen der Gemeinde&nbsp;B sichere, wonach eine Baugebietsausweisung nur f&uuml;r den &ouml;rtlichen Bedarf (Eigenentwicklung) zul&auml;ssig sei. Im Weiteren verpflichteten sich die Kl&auml;ger, die Grundst&uuml;cke nur an Personen zu ver&auml;u&szlig;ern, die von der Gemeinde&nbsp;B benannt werden. F&uuml;r die Erwerber wurde eine Verpflichtung zur Bebauung der Grundst&uuml;cke nach Ma&szlig;gabe des Bebauungsplans vereinbart. Zudem r&auml;umten die Kl&auml;ger der Gemeinde&nbsp;B ein durch Vormerkung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;883 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs gesichertes Ankaufsrecht auf die Dauer von 15&nbsp;Jahren f&uuml;r die Grundst&uuml;cke nebst darauf errichteter Geb&auml;ude ein, das sich bei Verkauf bis zum Ablauf von zehn&nbsp;Jahren um weitere 15&nbsp;Jahre verl&auml;ngern sollte. Das Ankaufsrecht kann nach dem EM-Vertrag unter anderem ausge&uuml;bt werden, wenn die Grundst&uuml;cke an Personen verkauft werden, die nicht die im Vertrag im Einzelnen benannten Kriterien (z.B. mindestens zehnj&auml;hrige Ortsans&auml;ssigkeit und deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit) erf&uuml;llen, oder wenn die Grundst&uuml;cke zu einem Kaufpreis von h&ouml;her als 160&nbsp;DM\/m<sup>2<\/sup> verkauft werden. Der Kaufpreis bei Aus&uuml;bung des Ankaufsrechts wurde in Anlehnung an diese Klausel ebenfalls auf 160&nbsp;DM\/m<sup>2<\/sup> festgelegt. Die Aus&uuml;bung des Ankaufsrechts ist allerdings ausgeschlossen, wenn die Grundst&uuml;cke von dem Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer an den Ehegatten, an einen Abk&ouml;mmling und\/oder dessen Ehegatten ver&auml;u&szlig;ert werden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem am 1.&nbsp;M&auml;rz 2002 in Kraft getretenen Bebauungsplan, der die Grundst&uuml;cke sowie ein angrenzendes Nachbargrundst&uuml;ck umfasste, wurden die Fl&auml;chen als allgemeines Wohnbaugebiet ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 7.&nbsp;Mai 2002 &uuml;bertrugen die Kl&auml;ger die Grundst&uuml;cke unentgeltlich an zwei ihrer Kinder. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erfassten den Entnahmewert der Grundst&uuml;cke mit einem Bodenwert von 160&nbsp;DM\/m&sup2;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber ging der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in den Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2001 und 2002 von einem Entnahmewert f&uuml;r die Grundst&uuml;cke von 210&nbsp;EUR\/m&sup2; bzw. 220&nbsp;EUR\/m&sup2; aus. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Nichtzulassung der Revision wendet sich das FA mit der vorliegenden Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Sie ist teils unzul&auml;ssig, teils jedenfalls unbegr&uuml;ndet, so dass sie insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;Oktober 2010 VI&nbsp;B&nbsp;91\/10, BFH\/NV 2011, 280, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit das FA wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) eine h&ouml;chstrichterliche Entscheidung f&uuml;r erforderlich h&auml;lt, gen&uuml;gt die Beschwerde den Darlegungsanforderungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten abstrakten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich kl&auml;rbar und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Die Bedeutung der Rechtsfrage darf sich aber nicht nur auf den konkreten Einzelfall erstrecken, sondern muss eine Vielzahl gleichartiger F&auml;lle betreffen. Der Beschwerdef&uuml;hrer muss sich im Rahmen der Darlegung insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH und den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinandersetzen (BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;B&nbsp;57\/07, BFH\/NV 2008, 611). Zudem sind Ausf&uuml;hrungen erforderlich, aus denen sich ergibt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.&nbsp;August 2001 IV&nbsp;B&nbsp;79, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837, und vom 22.&nbsp;Januar 2008 X&nbsp;B&nbsp;185\/07, BFH\/NV 2008, 603).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen wird die Beschwerde nicht gerecht. Insoweit fehlt es bereits an der Darlegung einer hinreichend bestimmten und kl&auml;rbaren Rechtsfrage, die &uuml;ber den konkreten Einzelfall hinaus Bedeutung f&uuml;r eine Vielzahl vergleichbarer F&auml;lle haben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FA h&auml;lt die Rechtsfragen f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) ob bei der Ermittlung des im Entnahme-Zeitpunkt eines Wirtschaftsguts anzusetzenden Teilwertes vor der Entnahme vorgenommene, vertraglich eingegangene Beschr&auml;nkungen der Verkehrsf&auml;higkeit dieses Wirtschaftsguts wertmindernd auch dann zu ber&uuml;cksichtigen sind, wenn die wertmindernde Ma&szlig;nahme willk&uuml;rlich und vors&auml;tzlich getroffen worden ist (wobei die Aussage der willk&uuml;rlich und vors&auml;tzlich getroffenen Ma&szlig;nahme nach Auffassung des FA auch den Fall einschlie&szlig;t, dass diese Ma&szlig;nahme im Hinblick auf die beabsichtigte Verwendung des Wirtschaftsguts nach dessen Entnahme und damit aus privater Veranlassung und freiwillig getroffen worden ist) und &#8211;bejahendenfalls&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) ob es ein Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts i.S. von &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung ist, wenn eine Gemeinde und ein Land- und Forstwirt &uuml;ber zwei zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rende Grundst&uuml;cke, f&uuml;r die bereits ohne Bebauungsplan ein Baurecht besteht, einen Vertrag mit Beschr&auml;nkungen nach dem Einheimischen-Modell abschlie&szlig;en und anschlie&szlig;end die Gemeinde im Wesentlichen nur hinsichtlich dieser beiden Grundst&uuml;cke einen Bebauungsplan erstellt und der Land- und Forstwirt im Anschluss die Grundst&uuml;cke zum Zweck der Bebauung durch seine Kinder entnimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Den so formulierten Rechtsfragen fehlt es schon deshalb an der Kl&auml;rungsf&auml;higkeit, weil sie ihrerseits von der vorgreiflichen Kl&auml;rung weiterer Rechtsfragen abh&auml;ngen, die nur den vorliegenden konkreten Einzelfall betreffen. Zudem basieren die vom FA aufgeworfenen Rechtsfragen auf der Annahme von Tatsachen, die das Finanzgericht (FG) nicht festgestellt hat und gegen deren Nichtfeststellung keine zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Verfahrensr&uuml;ge erhoben worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So geht das FA in der unter (1) aufgeworfenen Rechtsfrage davon aus, dass die wertmindernde Ma&szlig;nahme &#8211;gemeint ist ersichtlich der Abschluss des EM-Vertrags&#8211; willk&uuml;rlich und vors&auml;tzlich getroffen worden sei. Dass der Vertragsabschluss willk&uuml;rlich erfolgt ist, hat das FG weder seiner rechtlichen Beurteilung zu Grunde gelegt, noch hat es dazu entsprechende Feststellungen getroffen. Die vom FA aufgeworfene Rechtsfrage w&auml;re daher nur dann in einem Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig, wenn seine Rechtsauffassung zum Vorliegen der Willk&uuml;r zutreffend w&auml;re. Die Rechtsfrage, ob ein willk&uuml;rliches Verhalten der Kl&auml;ger vorliegt, bezieht sich aber ersichtlich nur auf den konkreten Streitfall. Es ist daher nicht zu erkennen, inwieweit deren Kl&auml;rung &uuml;ber den Einzelfall hinaus Bedeutung haben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt f&uuml;r die unter (2) aufgeworfene Rechtsfrage. Diesbez&uuml;glich unterstellt das FA, dass die Grundst&uuml;cke bereits ohne Bebauungsplan bebaubar waren, es mithin des Abschlusses des EM-Vertrags mit der Gemeinde nicht bedurft h&auml;tte. Auf die Bebaubarkeit des Grundst&uuml;cks kam es indes nach der L&ouml;sung des FG nicht an, weshalb es auch diesbez&uuml;glich keinerlei Feststellungen getroffen hat. In Bezug auf die Feststellung dieses Sachverhaltes sind auch keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen erhoben worden. Letztlich kommt der Frage der Bebaubarkeit eines konkreten Grundst&uuml;cks ebenfalls keine &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im &Uuml;brigen weist der Senat angesichts der Besonderheiten des Streitfalls darauf hin, dass nach seiner Auffassung der Teilwert des entnommenen Grundst&uuml;cks unter Au&szlig;erachtlassung der im EM-Vertrag genannten Verkaufs- bzw. Ankaufswerte zu bestimmen w&auml;re, wenn nach dem vom FG tats&auml;chlich festgestellten Sachverhalt festst&uuml;nde, dass<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das entnommene Grundst&uuml;ck nach den einschl&auml;gigen &ouml;ffentlich-rechtlichen Bauvorschriften auch ohne Abschluss des EM-Vertrags bereits bebaubar war (was im Streitfall nach den in Bezug genommenen Bebauungspl&auml;nen nahe liegt), und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Kl&auml;ger sowie die zust&auml;ndige Baugenehmigungsbeh&ouml;rde davon auch sicher ausgegangen sind, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sich die Kl&auml;ger in der Annahme eines bestehenden Baurechts und im Zusammenwirken mit der Gemeinde gleichwohl zu dem Abschluss des EM-Vertrags entschlossen haben, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">beide Vertragsbeteiligten davon ausgegangen sind, dass das Ankaufs- bzw. Vorkaufsrecht de facto nicht ausge&uuml;bt wird oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; nach den Vertragsbedingungen bei der beabsichtigten &Uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks an nahe Angeh&ouml;rige ohnehin nicht ausge&uuml;bt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hier hat das FG aber insbesondere zu einem Zusammenwirken zwischen den Kl&auml;gern, der Baugenehmigungsbeh&ouml;rde und der Gemeinde&nbsp;B keine entsprechenden Feststellungen getroffen. Auch hat das FA diesbez&uuml;glich keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die vom FA ger&uuml;gte Abweichung der Vorentscheidung von den Urteilen des FG M&uuml;nchen vom 15.&nbsp;Dezember 2003&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;4189\/02 und vom 19.&nbsp;September 2005&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1592\/05 liegt nicht vor, weil es an dem gleichen bzw. vergleichbaren festgestellten Sachverhalt fehlt. Den beiden Divergenzentscheidungen liegt jeweils die Feststellung des FG zu Grunde, dass das dort streitgegenst&auml;ndliche Grundst&uuml;ck im Zeitpunkt des Abschlusses des EM-Vertrags bereits nach den &ouml;ffentlich-rechtlichen Bauvorschriften bebaubar war. Feststellungen zu der Bebaubarkeit des Grundst&uuml;cks in dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit der Gemeinde hat das FG im Streitfall jedoch nicht getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.5.2012, IV B 111\/11 Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer konkreten Rechtsfrage, die ihrerseits von der vorgreiflichen Kl&auml;rung weiterer Rechtsfragen abh&auml;ngt &#8211; Bestimmung des Teilwerts eines Grundst&uuml;cks bei Vorliegen eines Einheimischen-Modell-Vertrags Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) sind Ehegatten, zu deren Gesamtgut ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb geh&ouml;rt. Sie beantragten im April 2000 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-111-11-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-konkreten-rechtsfrage-die-ihrerseits-von-der-vorgreiflichen-klaerung-weiterer-rechtsfragen-abhaengt-bestimmung-des-teilwerts-eines-grundstuecks-bei-vorli\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;B&nbsp;111\/11 &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer konkreten Rechtsfrage, die ihrerseits von der vorgreiflichen Kl&auml;rung weiterer Rechtsfragen abh&auml;ngt &#8211; Bestimmung des Teilwerts eines Grundst&uuml;cks bei Vorliegen eines Einheimischen-Modell-Vertrags<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8352\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}