{"id":8355,"date":"2012-12-05T04:21:46","date_gmt":"2012-12-05T02:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8355"},"modified":"2012-12-05T04:21:46","modified_gmt":"2012-12-05T02:21:46","slug":"x-b-26-11-d-markbilanzgesetz-auslegung-von-arbeitsanleitungen-im-rahmen-der-erstellung-einer-dm-eroeffnungsbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-26-11-d-markbilanzgesetz-auslegung-von-arbeitsanleitungen-im-rahmen-der-erstellung-einer-dm-eroeffnungsbilanz\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;26\/11 &#8211; D-Markbilanzgesetz: Auslegung von Arbeitsanleitungen im Rahmen der Erstellung einer DM-Er&ouml;ffnungsbilanz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.5.2012, X B 26\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">D-Markbilanzgesetz: Auslegung von Arbeitsanleitungen im Rahmen der Erstellung einer DM-Er&ouml;ffnungsbilanz<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die Revision ist weder wegen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch wegen der Notwendigkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) noch wegen eines Verfahrensmangels (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO, wenn eine f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Januar 2003 X&nbsp;B&nbsp;23\/02, BFH\/NV 2003, 504). Diese Voraussetzungen m&uuml;ssen in der Beschwerdeschrift dargelegt werden (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO). Dazu sind substantielle und konkrete Angaben dar&uuml;ber erforderlich, weshalb eine Entscheidung des Revisionsgerichts &uuml;ber eine bestimmte Rechtsfrage im Interesse der Allgemeinheit liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger sieht die Fragen als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig an, wovon der in der &quot;Arbeitsorientierung zur vorl&auml;ufigen Bewertung von Grund und Boden in der DM-Er&ouml;ffnungsbilanz&quot; (Arbeitsorientierung) angef&uuml;hrte Faktor der Gemeindegr&ouml;&szlig;enklasse abh&auml;ngig sei und ob f&uuml;r diesen Faktor neben der Einwohnerzahl der individuellen Gemeinde auch deren Lage oder gegebenenfalls Einbindung in einen gr&ouml;&szlig;eren Wirtschaftsraum Bedeutung habe. Die vom Kl&auml;ger aufgeworfenen Fragen betreffen die Auslegung der Arbeitsorientierung, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des D-Markbilanzgesetzes (DMBilG) bis zur Bildung von selbst&auml;ndigen und unabh&auml;ngigen Gutachteraussch&uuml;ssen f&uuml;r die Ermittlung der Grundst&uuml;ckswerte herangezogen werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es handelt sich um die Auslegung einer &Uuml;bergangsvorschrift, der regelm&auml;&szlig;ig die grunds&auml;tzliche Bedeutung fehlt, weil sie wie auslaufendes Recht ihrer Natur nach nur eine vor&uuml;bergehende Bedeutung hat, so dass ihre h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung weder zur Erhaltung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung noch zu einer bedeutsamen Weiterentwicklung des Rechts geboten erscheint (vgl. BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Juni 2003 V&nbsp;B&nbsp;66\/02, nicht ver&ouml;ffentlicht, juris; siehe auch Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.&nbsp;August 1994&nbsp;&nbsp;11&nbsp;B&nbsp;24\/94, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht 1995, 473; Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;178, Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem solchen Fall hat der Beschwerdef&uuml;hrer genau und im Einzelnen darzulegen, weshalb die Frage dennoch von grunds&auml;tzlicher Bedeutung ist, wobei insbesondere dargetan werden muss, dass sich die als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig angesehene Rechtsfrage in nicht absehbarer Zukunft weiterhin bei einem nicht &uuml;berschaubaren Personenkreis stellen kann (Lange in HHSp, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;178). Eine solche Darlegung fehlt im Streitfall. Der Kl&auml;ger hat lediglich ausgef&uuml;hrt, dass und warum nach seiner Auffassung die Stadt A als Teil des wirtschaftlichen Zentrums B angesehen werden m&uuml;sse, so dass die Entscheidung des Finanzgerichts (FG) materiell-rechtlich fehlerhaft sei. Damit allein kann die grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache jedoch nicht dargelegt werden (vgl. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Oktober 2011 X&nbsp;B&nbsp;14\/11, BFH\/NV 2012, 172, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine die einheitliche Rechtsprechung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO gef&auml;hrdende Divergenz liegt vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH, das Bundesverfassungsgericht (BVerfG), der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes FG (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;53, m.w.N.). Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zu Grunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;Juli 2011 X&nbsp;B&nbsp;117\/10, BFH\/NV 2011, 2075, m.w.N.). Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidungen sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen. Des Weiteren ist darzulegen, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;Oktober 2010 X&nbsp;B&nbsp;72\/10, BFH\/NV 2011, 273, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es kann dahingestellt bleiben, ob die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers diese Darlegungsanforderungen erf&uuml;llen, da eine Abweichung des finanzgerichtlichen Urteils vom BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2007 I&nbsp;R&nbsp;47\/06 (BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818) nicht vorliegt. Der BFH f&uuml;hrt in dieser Entscheidung aus, dass ein Bilanzansatz nicht nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ge&auml;ndert (&quot;berichtigt&quot;) werden k&ouml;nne, wenn und soweit er denjenigen Kenntnisstand widerspiegele, den der Kaufmann im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bei pflichtgem&auml;&szlig;er und gewissenhafter Pr&uuml;fung h&auml;tte haben k&ouml;nnen. Das gelte nicht nur insoweit, als es um die Einsch&auml;tzung tats&auml;chlicher Umst&auml;nde gehe, sondern ebenso im Hinblick auf die aus diesen Umst&auml;nden zu ziehenden rechtlichen Folgerungen. Die Richtigkeit eines Bilanzansatzes, der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung den Grunds&auml;tzen kaufm&auml;nnischer Sorgfalt entsprochen habe, werde durch eine sp&auml;ter eingetretene Ver&auml;nderung in der rechtlichen Beurteilung des betreffenden Vorgangs nicht ber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen waren im Streitfall nicht gegeben. In den Urteilsgr&uuml;nden hat das FG ausgef&uuml;hrt, der Wert des Grundst&uuml;cks sei in der DM-Er&ouml;ffnungsbilanz von Anfang an fehlerhaft angesetzt worden, weil die in der Arbeitsorientierung genannten Faktoren unzutreffend angewandt worden seien und der Kl&auml;ger zudem nicht ber&uuml;cksichtigt habe, dass dem Grundst&uuml;ck eine dinglich gesicherte Zufahrtsm&ouml;glichkeit gefehlt habe. Damit liegt nach Auffassung des FG die falsche Anwendung bestehender Bilanzierungsregelungen (im Streitfall &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 DMBilG i.V.m. der Arbeitsorientierung) vor und nicht eine Konstellation, bei der der Kl&auml;ger nach pflichtgem&auml;&szlig;er und gewissenhafter Pr&uuml;fung davon ausgehen durfte, er habe das Grundst&uuml;ck richtig bilanziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Anwendung der Regelung zur nachtr&auml;glichen Ab&auml;nderbarkeit einer DM-Er&ouml;ffnungsbilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;4 DMBilG kann ebenfalls nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren. Zum einen hat es der Kl&auml;ger unterlassen, die Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO zu erf&uuml;llen. Zum anderen verweist der angerufene Senat auf den BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;August 2010 I&nbsp;B&nbsp;42\/10 (BFH\/NV 2011, 25), in dem der I.&nbsp;Senat zu Recht ausf&uuml;hrt, dass es keinem Zweifel unterliege, dass Bilanzans&auml;tze der DM-Er&ouml;ffnungsbilanz, die im Widerspruch zu den Vorschriften des D-Markbilanzgesetzes stehen, auch in Jahresabschl&uuml;ssen, die nach 1994 enden, berichtigt werden k&ouml;nnen. &sect;&nbsp;36 DMBilG habe die M&ouml;glichkeiten einer Bilanzkorrektur gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erweitern, nicht aber einschr&auml;nken wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision kann auch wegen eines Verfahrensfehlers i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO nicht zugelassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen der Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs wegen der nur teilweisen Ber&uuml;cksichtigung des Inhalts des nachgereichten Schriftsatzes des Kl&auml;gers vom 24.&nbsp;Januar 2011 werden nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine R&uuml;ge der Verletzung des Rechts auf Geh&ouml;r erfordert sowohl, dass der Beschwerdef&uuml;hrer darlegt, was er bei (ausreichender) Gew&auml;hrung des rechtlichen Geh&ouml;rs noch vorgetragen h&auml;tte, als auch, inwieweit dieser Vortrag zu einer f&uuml;r ihn g&uuml;nstigeren Entscheidung des FG h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;B&nbsp;190\/09, BFH\/NV 2011, 291, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Daran fehlt es. Der Kl&auml;ger behauptet lediglich, der nicht verwertete Teil des Schriftsatzes sei von wesentlicher Bedeutung (Grundst&uuml;cksbewertung durch den Beklagten und Beschwerdegegner &#8211;das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gewesen, so dass nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nne, dass das Urteil auf der mangelnden Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs beruhen k&ouml;nne. Eine n&auml;here Begr&uuml;ndung bleibt er jedoch schuldig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Gegensatz zur Auffassung des Kl&auml;gers liegt keine &Uuml;berraschungsentscheidung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine &Uuml;berraschungsentscheidung kann gegeben sein, wenn der Spruchk&ouml;rper im Verlauf des Verfahrens einen rechtlichen Hinweis gibt und sp&auml;ter im Urteil entgegengesetzt entscheidet, ohne die Beteiligten zuvor auf diese abweichende Beurteilung hinzuweisen. Denn in einem solchen Fall werden die Grundrechte des fairen Verfahrens und des rechtlichen Geh&ouml;rs verletzt (BVerfG-Beschluss vom 15.&nbsp;August 1996&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2600\/95, Neue Juristische Wochenschrift 1996, 3202; BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2003 VIII&nbsp;B&nbsp;228\/02, BFH\/NV 2003, 1440). Anders ist es demgegen&uuml;ber, wenn der Vollsenat von einer Rechtsansicht abweicht, die der Berichterstatter zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt gegen&uuml;ber den Prozessbeteiligten ge&auml;u&szlig;ert hat. Denn ein rechtskundig vertretener Prozessbeteiligter kann im Allgemeinen nicht darauf vertrauen, der Spruchk&ouml;rper werde der Rechtsansicht des Berichterstatters folgen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;November 2006 X&nbsp;B&nbsp;160\/05, BFH\/NV 2007, 480, und vom 19.&nbsp;Mai 2010 IX&nbsp;B&nbsp;16\/10, BFH\/NV 2010, 1836).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In seinem Schreiben vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2010 hatte der Vorsitzende des zust&auml;ndigen Senats des FG nach Durchsicht der Akten zwar zun&auml;chst darauf hingewiesen, &quot;das Gericht&quot; gehe davon aus, es handele sich bei dem in der Er&ouml;ffnungsbilanz angesetzten Wert f&uuml;r das Grundst&uuml;ck um keinen Bilanzierungsfehler, woraus folge, dass jede der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung als richtig angesehen werden m&uuml;sse, wenn der Bilanzansatz im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung den Grunds&auml;tzen kaufm&auml;nnischer Sorgfalt entsprochen habe. Im Streitfall sei der Grundst&uuml;ckswert in der Er&ouml;ffnungsbilanz unter Verwendung der &quot;Arbeitsorientierung zur vorl&auml;ufigen Bewertung von Grund und Boden&quot; mit 1.023.937&nbsp;DM errechnet worden. W&ouml;rtlich f&uuml;hrte er zudem aus: &quot;Damit d&uuml;rfte eine der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung vorgelegen haben&quot;. Gleichzeitig forderte er aber in diesem Schreiben das FA auch auf, dem Gericht eine Abschrift der Arbeitsorientierung zu &uuml;bersenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es kann dahingestellt bleiben, ob der Inhalt des Schreibens vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2010 dem gesamten Spruchk&ouml;rper zuzurechnen ist oder ob es als Meinungs&auml;u&szlig;erung eines Berichterstatters anzusehen ist. Der Inhalt des Schreibens konnte jedenfalls nicht dazu f&uuml;hren, dass sich der Kl&auml;ger auf den Bestand dieser Aussagen verlassen durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Grundlage f&uuml;r die Aussagen im Vorsitzendenschreiben, auf die sich der Kl&auml;ger st&uuml;tzt, ist erkennbar die Annahme, dass der in der Er&ouml;ffnungsbilanz angesetzte Wert f&uuml;r das Grundst&uuml;ck im Einklang mit den Vorgaben der Arbeitsorientierung ermittelt worden sei. Bereits in dem Schriftsatz vom 31.&nbsp;Mai 2010 wies das FA jedoch ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass nach seiner Meinung die in der Er&ouml;ffnungsbilanz vorgenommene Bewertung des Grund und Bodens fehlerhaft sei, und begr&uuml;ndete dies detailliert. Die Frage der richtigen Auslegung und Anwendung der in der Arbeitsorientierung vorgegebenen Kriterien wurde zudem in den weiteren Schrifts&auml;tzen des Kl&auml;gers vom 30.&nbsp;August 2010 und vom 3.&nbsp;Dezember 2010 sowie des FA vom 25.&nbsp;Oktober 2010 kontrovers diskutiert. Vor diesem Hintergrund konnte der Kl&auml;ger nicht davon ausgehen, das FG werde weiterhin von der Pr&auml;misse ausgehen, der Grundst&uuml;ckswert sei in &Uuml;bereinstimmung mit der Arbeitsorientierung ermittelt worden, und die Auffassung vertreten, ein Bilanzierungsfehler sei nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.5.2012, X B 26\/11 D-Markbilanzgesetz: Auslegung von Arbeitsanleitungen im Rahmen der Erstellung einer DM-Er&ouml;ffnungsbilanz Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die Revision ist weder wegen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch wegen der Notwendigkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-26-11-d-markbilanzgesetz-auslegung-von-arbeitsanleitungen-im-rahmen-der-erstellung-einer-dm-eroeffnungsbilanz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;26\/11 &#8211; D-Markbilanzgesetz: Auslegung von Arbeitsanleitungen im Rahmen der Erstellung einer DM-Er&ouml;ffnungsbilanz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8355\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}