{"id":8359,"date":"2012-12-05T04:29:49","date_gmt":"2012-12-05T02:29:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8359"},"modified":"2012-12-05T04:29:49","modified_gmt":"2012-12-05T02:29:49","slug":"vii-r-51-11-zigarettenschmuggel-einbeziehung-der-tabaksteuer-in-die-bemessungsgrundlage-der-einfuhrumsatzsteuer-auswahl-und-erschliessungsermessen-bei-einer-haftungsinanspruchnahme-empfaenger-unzulaes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-51-11-zigarettenschmuggel-einbeziehung-der-tabaksteuer-in-die-bemessungsgrundlage-der-einfuhrumsatzsteuer-auswahl-und-erschliessungsermessen-bei-einer-haftungsinanspruchnahme-empfaenger-unzulaes\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;51\/11 &#8211; Zigarettenschmuggel: Einbeziehung der Tabaksteuer in die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer &#8211; Auswahl- und Erschlie&szlig;ungsermessen bei einer Haftungsinanspruchnahme &#8211; &quot;Empf&auml;nger&quot; unzul&auml;ssig verbrachter Tabakwaren als Steuerschuldner"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2012, VII R 51\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Zigarettenschmuggel: Einbeziehung der Tabaksteuer in die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer &#8211; Auswahl- und Erschlie&szlig;ungsermessen bei einer Haftungsinanspruchnahme &#8211; &quot;Empf&auml;nger&quot; unzul&auml;ssig verbrachter Tabakwaren als Steuerschuldner<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wurden in der Bundesrepublik Deutschland sichergestellte in das Zollgebiet der Union geschmuggelte Zigaretten &uuml;ber einen nicht bekannten anderen Mitgliedstaat in das deutsche Steuergebiet verbracht, hat die deutsche Zollverwaltung neben dem auf die Tabakwaren entfallenden Zoll und der Tabaksteuer auch die Einfuhrumsatzsteuer festzusetzen.<\/p>\n<p>2. In diesem Fall ist die deutsche Einfuhrumsatzsteuer erst nach dem unzul&auml;ssigen Verbringen der Tabakwaren in das deutsche Steuergebiet entstanden mit der Folge, dass die entstandene Tabaksteuer der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Einfuhrumsatzsteuer hinzuzurechnen ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) mietete Ende 2004 einen Kleintransporter, mit dem ein weiterer Tatbeteiligter (S) aus der Ukraine eingeschmuggelte und sp&auml;ter nach Deutschland verbrachte 460.920 Zigaretten zum Zweck ihres Weiterverkaufs innerhalb Deutschlands transportieren wollte. Nachdem S die Zigaretten wie geplant mit dem Fahrzeug zu dem vereinbarten &Uuml;bergabeort transportiert hatte, der Weiterverkauf jedoch fehlgeschlagen und die angeblichen K&auml;ufer den Kleintransporter gewaltsam in ihren Besitz gebracht hatten, wurde dieser von der Polizei angehalten und die darin befindlichen Zigaretten sichergestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen S setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) die auf die Zigaretten entfallenden Einfuhrabgaben in H&ouml;he von 72.329,22 EUR (3.982,35 EUR Zoll, 10.930,07 EUR Einfuhrumsatzsteuer und 57.416,80 EUR Tabaksteuer) fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Kl&auml;ger, der wegen Beihilfe zur Steuerhehlerei zu einer zur Bew&auml;hrung ausgesetzten Freiheitsstrafe verurteilt wurde, nahm das HZA mit Steuerhaftungsbescheid vom 29. August 2006 f&uuml;r die vorgenannten Einfuhrabgaben als Haftenden in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen ab. Die Haftungssumme wurde lediglich um einen bereits entrichteten Betrag in H&ouml;he von 500 EUR reduziert. Die Zollschuld sei gem&auml;&szlig; Art. 202 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. a des Zollkodex (ZK) entstanden, weil die Zigaretten aus der Ukraine vorschriftswidrig in das Zollgebiet der Union verbracht worden seien. Da sie &uuml;ber einen unbekannten Mitgliedstaat nach Deutschland weitertransportiert worden seien, sei die deutsche Zollverwaltung gem&auml;&szlig; Art. 215 Abs. 1 Anstrich 2 ZK f&uuml;r die Erhebung des Zolls zust&auml;ndig. Dies gelte nach &sect; 13 Abs. 2 und &sect; 21 Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) auch f&uuml;r die Einfuhrumsatzsteuer. Die H&ouml;he der Einfuhrumsatzsteuer sei unter Ber&uuml;cksichtigung der Tabaksteuer zu ermitteln. Die Tabaksteuer sei nach &sect; 19 des Tabaksteuergesetzes in der seinerzeit geltenden Fassung (TabStG) mit dem Verbringen der Zigaretten in das deutsche Steuergebiet zu gewerblichen Zwecken ohne Verwendung von Steuerzeichen entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die entstandenen Einfuhrabgaben habe das HZA den Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect; 71 i.V.m. &sect; 191 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) zu Recht als Haftenden in Anspruch genommen, weil dieser Beihilfe zur Steuerhehlerei des S geleistet habe, indem er das f&uuml;r den Transport der geschmuggelten Zigaretten vorgesehene Fahrzeug gemietet und dabei auch gewusst habe, wof&uuml;r das Fahrzeug habe benutzt werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht der Kl&auml;ger geltend, die Haftungsinanspruchnahme sei ermessensfehlerhaft, weil das HZA es unterlassen habe, seine schwierigen Einkommensverh&auml;ltnisse sowie den nicht schwer wiegenden Schuldvorwurf und den geringen ihm aus der Tat erwachsenen Vorteil in die Ermessenserw&auml;gungen einzubeziehen. Er habe keine Vorteile aus der Tat gezogen und sei nach dem damaligen Tatplan auch nur geringf&uuml;gig beteiligt gewesen. Au&szlig;erdem sei die im Zeitpunkt des vorschriftswidrigen Verbringens der Zigaretten in das Zollgebiet noch nicht entstandene Tabaksteuer zu Unrecht in die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer einbezogen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Klage zu Recht abgewiesen. Der angefochtene Haftungsbescheid ist &#8211;soweit er Gegenstand des Revisionsverfahrens ist&#8211; rechtm&auml;&szlig;ig (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den vom FG getroffenen Feststellungen und der darauf beruhenden zutreffenden rechtlichen W&uuml;rdigung des FG hat der Kl&auml;ger Beihilfe zu einer Steuerhehlerei geleistet. Nach &sect; 71 AO haftet er daher f&uuml;r die verk&uuml;rzten Steuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat zu Recht entschieden, dass mit dem vorschriftswidrigen Verbringen der Zigaretten aus der Ukraine in das Zollgebiet der Union bzw. ihrem Weitertransport nach Deutschland die Zollschuld gem&auml;&szlig; Art. 202 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. a ZK sowie die Einfuhrumsatzsteuer in sinngem&auml;&szlig;er Anwendung dieser Vorschrift (&sect; 21 Abs. 2 UStG) und die Tabaksteuer nach &sect; 19 Satz 1 TabStG entstanden sind und die Berechtigung der deutschen Zollbeh&ouml;rden, den auf die geschmuggelten Zigaretten entfallenden Zoll und die Einfuhrumsatzsteuer zu erheben, aus Art. 215 Abs. 1 Anstrich 2 ZK (f&uuml;r die Einfuhrumsatzsteuer i.V.m. &sect; 21 Abs. 2 UStG) folgt, weil nicht festgestellt werden konnte, &uuml;ber welchen Mitgliedstaat die Zigaretten aus der Ukraine in das Zollgebiet der Union gelangt sind. Dies ist zwischen den Beteiligten nicht im Streit, weshalb insoweit auf die Ausf&uuml;hrungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die H&ouml;he des durch den Zigarettenschmuggel hinterzogenen Abgabenbetrags, f&uuml;r den der Kl&auml;ger haftet, ist richtig ermittelt worden. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Tabaksteuer in die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer einzubeziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 11 Abs. 3 Nr. 2 UStG sind die aufgrund der Einfuhr im Zeitpunkt des Entstehens der Einfuhrumsatzsteuer auf den Gegenstand entfallenden Betr&auml;ge an (u.a.) Verbrauchsteuern der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Einfuhrumsatzsteuer hinzuzurechnen. Da es sich hierbei um eine Vorschrift zur Bestimmung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die deutsche Einfuhrumsatzsteuer handelt, ist insoweit auch allein der Zeitpunkt des Entstehens der deutschen Einfuhrumsatzsteuer ma&szlig;geblich. Daher kommt nicht der davor liegende Zeitpunkt der Einfuhr der Zigaretten in einen anderen Mitgliedstaat (welcher dies im Streitfall war, hat sich nicht feststellen lassen) in Betracht (a.A. zu einem entsprechenden Fall: FG M&uuml;nchen, Urteil vom 28. Mai 2009&nbsp;&nbsp;14 K 335\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht). Trotz des vorschriftswidrigen Verbringens der Zigaretten &uuml;ber einen anderen Mitgliedstaat ist die Einfuhrumsatzsteuer im Streitfall nach Art. 215 Abs. 1 Anstrich 2 ZK i.V.m. &sect; 21 Abs. 2 UStG in Deutschland entstanden. Der Zeitpunkt des Entstehens der deutschen Einfuhrumsatzsteuer i.S. des &sect; 11 Abs. 3 Nr. 2 UStG ist somit der Zeitpunkt, in dem die Voraussetzungen des Art. 215 Abs. 1 Anstrich 2 ZK erf&uuml;llt waren, d.h. der Zeitpunkt, in dem die unversteuerten Zigaretten in Deutschland sichergestellt wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zigaretten bereits in das deutsche Steuergebiet eingef&uuml;hrt und damit die Tabaksteuer gem&auml;&szlig; &sect; 19 Satz 1 TabStG entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die hinsichtlich der Inanspruchnahme des Kl&auml;gers als Haftenden nach &sect; 191 Abs. 1 Satz 1 AO erforderliche Ermessensentscheidung ist &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; rechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des erkennenden Senats ist im Fall einer Beihilfe zur Steuerhinterziehung bzw. Steuerhehlerei eine Haftungsinanspruchnahme nach den &sect;&sect; 191, 71 AO auch ohne n&auml;here Darlegung der Ermessenserw&auml;gungen im Haftungsbescheid oder in der Einspruchsentscheidung als ermessensgerecht nach &sect; 102 FGO anzusehen (Senatsurteil vom 26. Februar 1991 VII R 3\/90, BFH\/NV 1991, 504; ebenso Urteil des Bundesfinanzhofs vom 8. September 2004 XI R 1\/03, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2005, 293). Eine solche Vorpr&auml;gung der Ermessensentscheidung im Fall einer vors&auml;tzlichen Steuerverk&uuml;rzung oder einer Beihilfe hierzu besteht nicht nur f&uuml;r die Inanspruchnahme dem Grunde nach, sondern auch f&uuml;r die Inanspruchnahme der H&ouml;he nach. Im Rahmen der Bet&auml;tigung des Auswahl- und Entschlie&szlig;ungsermessens gibt es daher &#8211;insbesondere im Hinblick auf den Schadensersatzcharakter der Haftungsnormen&#8211; keinen Grund, Gesichtspunkte zu ber&uuml;cksichtigen, die sich aus der Gr&ouml;&szlig;enordnung der Haftungsschuld im Vergleich zu den finanziellen M&ouml;glichkeiten des Haftungsschuldners ergeben (Senatsbeschluss vom 29. August 2001 VII B 54\/01, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern 2002, 55, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da der Kl&auml;ger als Haftungsschuldner in Anspruch genommen wird, bedarf es keiner Entscheidung, ob der vom Bundesgerichtshof (BGH) vertretenen Auffassung gefolgt werden kann, Schuldner der Tabaksteuer gem&auml;&szlig; &sect; 19 Satz 2 TabStG k&ouml;nne nur derjenige &quot;Empf&auml;nger&quot; der Tabakwaren sein, der den Besitz an diesen im Rahmen des Verbringungs- bzw. Versendungsvorgangs selbst erlangt habe (BGH-Urteil vom 2. Februar 2010&nbsp;&nbsp;1 StR 635\/09, Neue Zeitschrift f&uuml;r Strafrecht 2010, 644).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.5.2012, VII R 51\/11 Zigarettenschmuggel: Einbeziehung der Tabaksteuer in die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer &#8211; Auswahl- und Erschlie&szlig;ungsermessen bei einer Haftungsinanspruchnahme &#8211; &quot;Empf&auml;nger&quot; unzul&auml;ssig verbrachter Tabakwaren als Steuerschuldner Leits&auml;tze 1. 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