{"id":8369,"date":"2012-12-05T04:46:15","date_gmt":"2012-12-05T02:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8369"},"modified":"2012-12-05T04:46:15","modified_gmt":"2012-12-05T02:46:15","slug":"iv-b-51-11-zur-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-muendliche-verhandlung-in-abwesenheit-des-erkrankten-prozessbevollmaechtigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-51-11-zur-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-muendliche-verhandlung-in-abwesenheit-des-erkrankten-prozessbevollmaechtigten\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;51\/11 &#8211; Zur Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit des erkrankten Prozessbevollm&auml;chtigten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.5.2012, IV B 51\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit des erkrankten Prozessbevollm&auml;chtigten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) wendet sich gegen Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2006 und 2007 sowie des verrechenbaren Verlustes nach &sect; 15a des Einkommensteuergesetzes auf den 31. Dezember 2006 und 31. Dezember 2007, die auf gesch&auml;tzten Besteuerungsgrundlagen beruhen. Die Bescheide hatte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 13. M&auml;rz 2009 mit einfachem Brief zur Post gegeben. Dagegen legte die Kl&auml;gerin mit einem auf den 17. April 2009 datierten und am 20. April 2009 beim FA eingegangenen Schreiben Einspruch ein. Sie machte geltend, die Bescheide seien ihr erst am 19. M&auml;rz 2009 zugegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA verwarf die Einspr&uuml;che als unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin machte mit der Klage geltend, die angefochtenen Bescheide seien ausweislich der Posteingangsstempel sowie der Eintragung im Rechtsbehelfsbuch erst am 19. M&auml;rz 2009 ihrem Bevollm&auml;chtigten zugegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) &#8211;der Einzelrichter, dem das Verfahren zur Entscheidung &uuml;bertragen worden war&#8211; lud die Kl&auml;gerin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 14. Dezember 2010. Die Ladung wurde den Bevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin am 23. November 2010 zugestellt. Am Morgen des 14. Dezember 2010 teilte das B&uuml;ro der Bevollm&auml;chtigten fernm&uuml;ndlich mit, dass der Sachbearbeiter pl&ouml;tzlich an Grippe erkrankt sei und bat um Mitteilung, wie weiter verfahren werden k&ouml;nne. Der Richter wies darauf hin, dass Gr&uuml;nde f&uuml;r eine kurzfristige Termins&auml;nderung glaubhaft zu machen seien. Zur m&uuml;ndlichen Verhandlung erschien f&uuml;r die Kl&auml;gerin niemand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab. Soweit der Anruf am Morgen des Terminstages als Antrag auf Verlegung des Termins zu qualifizieren sein sollte, sei ihm nicht zu entsprechen, weil die geltend gemachten Gr&uuml;nde nicht glaubhaft gemacht worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage habe auch in der Sache keinen Erfolg. Das FA habe die Einspr&uuml;che zutreffend als unzul&auml;ssig verworfen. Die am 13. M&auml;rz 2009 zur Post gegebenen Bescheide w&uuml;rden nach &sect; 122 Abs. 2 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) mit Ablauf des 16. M&auml;rz 2009 als bekannt gegeben gelten. Die Kl&auml;gerin habe keine Umst&auml;nde dargetan, die diese Zugangsvermutung ersch&uuml;ttern k&ouml;nnten. Die vorgelegten, mit dem Posteingangsstempel &quot;19. MAR 2009&quot; versehenen Ablichtungen der Bescheide sowie die Ablichtung aus dem Rechtsbehelfsbuch seien daf&uuml;r ohne eine n&auml;here Erl&auml;uterung und Glaubhaftmachung des Gesch&auml;ftsablaufs ungeeignet. Hinzu komme, dass die in Ablichtung vorgelegte Liste augenscheinliche Fehler enthalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Nichtzulassung der Revision richtet sich die vorliegende Beschwerde, mit der die Kl&auml;gerin die Versagung des rechtlichen Geh&ouml;rs r&uuml;gt (&sect; 96 Abs. 2, &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3, &sect; 119 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG habe den begr&uuml;ndeten Antrag, den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 14. Dezember 2010 aufzuheben, trotz geltend gemachter Verhandlungsunf&auml;higkeit des f&uuml;r diesen Verhandlungstag betrauten Prozessbevollm&auml;chtigten abgelehnt. Dieser sei in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 2010 an einer fiebrigen Grippe erkrankt, so dass er diesen ganzen Tag an das Bett gefesselt geblieben sei. Angesichts des Fiebers und der winterlichen Verh&auml;ltnisse habe es sich verboten, noch am 14. Dezember 2010 einen Arzt aufzusuchen. Dies habe der Prozessbevollm&auml;chtigte nachgeholt, sobald er das Haus habe verlassen k&ouml;nnen. Im beigef&uuml;gten Attest vom 16. Dezember 2010 habe der Arzt die fehlende Verhandlungsf&auml;higkeit f&uuml;r den 14. Dezember 2010 best&auml;tigt. In einer f&uuml;r denselben Verhandlungstag anberaumten Verhandlung der Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin betreffend den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid f&uuml;r 2007 habe der zust&auml;ndige (andere) Senat des FG dem Vertagungsantrag entsprochen. In der sp&auml;teren m&uuml;ndlichen Verhandlung in jener Sache habe das Gericht von der rechtzeitigen Einlegung des Einspruchs &uuml;berzeugt werden k&ouml;nnen. Bei einer Vertagung w&auml;ren die angefochtenen Bescheide mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit zu Gunsten der Kl&auml;gerin ge&auml;ndert worden, weil die Jahressteuererkl&auml;rungen 2006 und 2007 dem FA seit dem 4. August 2010 vorgelegen h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 14. Dezember 2010 nach &sect; 116 Abs. 6 FGO aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde der Kl&auml;gerin hat keinen Erfolg. Das angefochtene Urteil beruht nicht auf dem ger&uuml;gten Verfahrensmangel, weil das FG das rechtliche Geh&ouml;r der Kl&auml;gerin nicht verletzt hat (&sect;&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3, 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;hrt das FG die m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit eines ordnungsgem&auml;&szlig; geladenen Beteiligten durch, kann darin eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs nach Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes i.V.m. &sect; 96 Abs. 2 FGO liegen, wenn vor dem Termin eine Terminsverlegung beantragt und dem Antrag nicht stattgegeben wurde. Denn das FG ist grunds&auml;tzlich verpflichtet, einen Verhandlungstermin zu verlegen, wenn hierf&uuml;r erhebliche Gr&uuml;nde i.S. des &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) vorliegen (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31. M&auml;rz 2006 IV B 138\/04, BFH\/NV 2006, 1490). Zu diesen erheblichen Gr&uuml;nden geh&ouml;rt auch die Erkrankung eines Prozessbevollm&auml;chtigten (vgl. BFH-Beschluss vom 7. Dezember 1990 III B 102\/90, BFHE 163, 115, BStBl II 1991, 240, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwar sind die erheblichen Gr&uuml;nde i.S. des &sect; 227 Abs. 1 ZPO nur &quot;auf Verlangen&quot; des Vorsitzenden glaubhaft zu machen (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 Abs. 2 ZPO). Eine Terminsverlegung kann daher nicht allein wegen eines fehlenden &auml;rztlichen Attestes verweigert werden, wenn das Gericht einige Tage Zeit zur Pr&uuml;fung eines dahin gehenden Antrags hatte und seinerseits die Glaubhaftmachung der Erkrankung nicht verlangt hat (BFH-Urteil vom 4. Mai 1994 XI R 104\/92, BFH\/NV 1995, 46). Aufgrund des Schweigens des Gerichts k&ouml;nnen die Beteiligten dann darauf vertrauen, dass ihre tats&auml;chlichen Angaben nicht bezweifelt werden. Das gilt aber nicht, wenn der Antrag auf Terminsverlegung &quot;in letzter Minute&quot; gestellt wird und dem Gericht keine Zeit f&uuml;r weitere Ma&szlig;nahmen verbleibt (BFH-Beschluss vom 10. M&auml;rz 2005 IX B 171\/03, BFH\/NV 2005, 1578). Dann m&uuml;ssen die Beteiligten mit einer Pr&uuml;fung ihres Antrags unter jedem in Frage kommenden Gesichtspunkt rechnen und von sich aus alles unternehmen, damit ihrem Vortrag ggf. auch in tats&auml;chlicher Hinsicht gefolgt werden kann (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2005, 1578). Notwendig ist in derartigen eiligen F&auml;llen daher entweder die Vorlage eines &auml;rztlichen Attestes, aus dem sich eindeutig die Verhandlungsunf&auml;higkeit des Beteiligten ergibt, oder zumindest eine so genaue Schilderung der Erkrankung samt Glaubhaftmachung, dass das Gericht selbst beurteilen kann, ob die Erkrankung so schwer ist, dass ein Erscheinen zum Termin nicht erwartet werden kann (BFH-Beschl&uuml;sse vom 26. August 1999 X B 58\/99, BFH\/NV 2000, 441; vom 9. Dezember 1998 IV B 90\/97, BFH\/NV 1999, 799).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Kann der Prozessbevollm&auml;chtigte wegen Krankheit einen Termin nicht wahrnehmen, so muss das Gericht den Termin gleichwohl nicht verlegen, wenn die Prozessvollmacht auf eine Soziet&auml;t ausgestellt ist und der Termin durch ein anderes Mitglied der Soziet&auml;t sachgerecht wahrgenommen werden kann (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2005, 1578; vom 26. Oktober 1998 I B 3\/98, BFH\/NV 1999, 626; vom 22. Dezember 1997 X B 23\/96, BFH\/NV 1998, 726). Hinderungsgr&uuml;nde f&uuml;r die Wahrnehmung des Termins durch ein anderes Mitglied der Soziet&auml;t m&uuml;ssen im Einzelnen vorgetragen werden, sofern sie nicht offenkundig sind (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 1998, 726; in BFH\/NV 1999, 626). Ohne einen solchen Vortrag darf das Gericht von dem Fehlen &quot;erheblicher Gr&uuml;nde&quot; f&uuml;r eine Terminsverlegung ausgehen (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2005, 1578; vom 7. April 2004 I B 111\/03, BFH\/NV 2004, 1282).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Streitfall hat danach die Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung trotz der telefonischen Mitteilung des B&uuml;ros der Bevollm&auml;chtigten, dass der Sachbearbeiter pl&ouml;tzlich an Grippe erkrankt sei, den Anspruch der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r nicht verletzt. Denn das FG war nicht verpflichtet, den Verhandlungstermin zu verlegen. Die Erkrankung des f&uuml;r diesen Verhandlungstag mit der Vertretung vor dem FG betrauten Sachbearbeiters der Prozessbevollm&auml;chtigten war kurzfristig am Morgen des Verhandlungstages mitgeteilt und trotz entsprechenden Hinweises des FG nicht (rechtzeitig) glaubhaft gemacht worden; das &auml;rztliche Attest wurde erst zwei Tage nach der m&uuml;ndlichen Verhandlung erstellt. Hinzu kommt, dass zur Frage der Terminswahrnehmung durch ein anderes Mitglied der bevollm&auml;chtigten Soziet&auml;t nichts vorgetragen wurde. Hinderungsgr&uuml;nde sind insoweit auch nicht offenkundig. Insbesondere ist nicht erkennbar, dass ein anderes Mitglied der Soziet&auml;t nicht in der Lage gewesen w&auml;re, zu dem (behaupteten) Zugang der angefochtenen Bescheide nach Ablauf der Frist des &sect; 122 Abs. 2 Nr. 1 AO und zur zwischenzeitlichen Vorlage der Steuererkl&auml;rungen vorzutragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.5.2012, IV B 51\/11 Zur Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit des erkrankten Prozessbevollm&auml;chtigten Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) wendet sich gegen Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2006 und 2007 sowie des verrechenbaren Verlustes nach &sect; 15a des Einkommensteuergesetzes auf den 31. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-51-11-zur-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-durch-muendliche-verhandlung-in-abwesenheit-des-erkrankten-prozessbevollmaechtigten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;B&nbsp;51\/11 &#8211; Zur Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit des erkrankten Prozessbevollm&auml;chtigten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8369","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8369"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8369\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}