{"id":8391,"date":"2012-12-05T04:21:44","date_gmt":"2012-12-05T02:21:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8391"},"modified":"2012-12-05T04:21:44","modified_gmt":"2012-12-05T02:21:44","slug":"iv-r-24-09-anwendung-des-par-18-abs-4-satz-1-umwstg-1995-bei-zeitgleicher-verschmelzung-und-anteilsveraeusserung-zweckbestimmung-des-par-18-abs-4-umwstg-1995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-09-anwendung-des-par-18-abs-4-satz-1-umwstg-1995-bei-zeitgleicher-verschmelzung-und-anteilsveraeusserung-zweckbestimmung-des-par-18-abs-4-umwstg-1995\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;24\/09 &#8211; Anwendung des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 bei zeitgleicher Verschmelzung und Anteilsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Zweckbestimmung des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2012, IV R 24\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 bei zeitgleicher Verschmelzung und Anteilsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Zweckbestimmung des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Ver&auml;u&szlig;erung innerhalb von f&uuml;nf Jahren&nbsp;&nbsp;&nbsp;n a c h&nbsp;&nbsp;&nbsp;dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang (bzw. der Umwandlung) i.S. des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 (jetzt &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 2006) liegt auch dann vor, wenn ein Verschmelzungsvertrag und ein Vertrag &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an der aufnehmenden Personengesellschaft den Zeitpunkt des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs (bzw. der Umwandlung) und der Ver&auml;u&szlig;erung einheitlich bestimmen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte ist die X-GmbH &#038; Co. KG (KG). Sie firmierte urspr&uuml;nglich als Y-KG. Nach verschiedenen Umstrukturierungen war mit Wirkung vom 30. November 1998 A alleiniger Kommanditist der KG. Seit dem 20. November 1998 war die KG alleinige Anteilseignerin der A-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Unternehmenskaufvertrag vom 26. November 1998 ver&auml;u&szlig;erte A seine Beteiligung an der KG an die Z-GmbH &#038; Co. KG (KG 2) mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 1998 mit der Ma&szlig;gabe, dass zun&auml;chst nur Gesellschaftsbeteiligungen in H&ouml;he von 90 % abgetreten und die verbleibenden 10 % an der KG treuh&auml;nderisch von A als Treuh&auml;nder f&uuml;r die KG 2 als Treugeberin nach Ma&szlig;gabe eines gesondert abzuschlie&szlig;enden Treuhandvertrags gehalten werden sollten. Der Kaufpreis f&uuml;r die Gesellschaftsbeteiligung des A betrug &#8230; DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect; 1 des Unternehmenskaufvertrags vom 26. November 1998 ist ausgef&uuml;hrt, dass die Verschmelzung der A-GmbH mit der KG zum 31. Dezember 1998 erfolge. In &sect; 3 des Vertrags hei&szlig;t es:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&Uuml;bergabestichtag im Sinne dieses Vertrages ist der 31.12.1998, 24.00 Uhr. Die Vertragsparteien sind sich dar&uuml;ber einig, dass der &Uuml;bergang nicht zum 01.01.1999, sondern zum 31.12.1998 erfolgt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch notarielle Urkunde vom 15. Februar 1999 wurde die A-GmbH als &uuml;bertragender Rechtstr&auml;ger auf die KG als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;ger verschmolzen. Die KG &uuml;bernahm das gesamte Verm&ouml;gen und s&auml;mtliche Verbindlichkeiten der A-GmbH gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten. In &sect; 2 Abs. 4 des Verschmelzungsvertrags vom 15. Februar 1999 hei&szlig;t es:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Die Vertragsparteien weisen klarstellend nochmals darauf hin, dass die Verschmelzung nicht zum 01. Januar 1999, sondern zum 31. Dezember 1998 erfolgt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) lag der Umwandlung die Verschmelzungsbilanz &quot;der KG&quot; zum 31. Dezember 1998 zugrunde. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 18. M&auml;rz 1999.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 2001 f&uuml;hrte die Gro&szlig;betriebspr&uuml;fungsstelle des Finanzamts B (FA B) bei der KG f&uuml;r die Jahre 1996 bis 1998 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durch. Den &Uuml;bernahmegewinn aus der Verschmelzung der A-GmbH auf die KG berechnete der Pr&uuml;fer nach &sect; 4 Abs. 4 und Abs. 5 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) 1995 in seiner im Streitjahr (1998) g&uuml;ltigen Fassung (UmwStG 1995) &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung der Pr&uuml;fungsfeststellungen bei der A-GmbH&#8211; mit &#8230; DM. Dieser &Uuml;bernahmegewinn wurde nach Ma&szlig;gabe von &sect; 18 Abs. 2 UmwStG 1995 nicht der Gewerbesteuer unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der KG-Beteiligung des A an die KG 2 ermittelte der Pr&uuml;fer mit &#8230; DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Berechnung des gewerbesteuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns i.S. des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 ging der Pr&uuml;fer davon aus, dass sich die Gewerbesteuerpflicht nur auf das im Wege der Verschmelzung auf die Personengesellschaft &uuml;bergegangene Betriebsverm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft (A-GmbH) erstrecken k&ouml;nne. Den anteiligen gewerbesteuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn sch&auml;tzte der Pr&uuml;fer auf &#8230; DM. Unter gewinnmindernder Ber&uuml;cksichtigung einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung in H&ouml;he von &#8230; DM ermittelte er einen anteiligen gewerbesteuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach Gewerbesteuer in H&ouml;he von &#8230; DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer sah die Voraussetzungen des gewerbesteuerlichen Sondertatbestands des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 als erf&uuml;llt an, weil die Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung insbesondere aufgrund der zeitlichen Abfolge der &Uuml;bertragungsvorg&auml;nge und der vertraglichen Vereinbarungen &#8211;wie vom Gesetz vorausgesetzt&#8211; nach der Verschmelzung der A-GmbH auf die KG erfolgt sei. F&uuml;r diese zeitliche Abfolge spreche insbesondere die in &sect; 1 des Unternehmenskaufvertrags vom 26. November 1998 getroffene Vereinbarung, wonach dem Erwerber (KG 2) insbesondere zugesichert worden sei, dass die KG nach der Verschmelzung mit der A-GmbH mit einer voll eingezahlten Hafteinlage in H&ouml;he von 1 Mio. DM ausgestattet sei. Weiter spreche daf&uuml;r, dass die an Verschmelzung und Ver&auml;u&szlig;erung gleicherma&szlig;en beteiligten Vertragsparteien das steuerliche &Uuml;bernahmeergebnis aus dem Umwandlungs- bzw. Verschmelzungsvorgang noch dem ver&auml;u&szlig;ernden Gesellschafter (A) der aufnehmenden Personengesellschaft (KG) zugerechnet h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund eines Rechtsbehelfsverfahrens, das die A-GmbH wegen K&ouml;rperschaftsteuer und Gewerbesteuer 1996 bis 1998 beim FA B gef&uuml;hrt hatte, wurde am 29. Oktober 2002 (f&uuml;r interne Zwecke) ein ge&auml;nderter Betriebspr&uuml;fungsbericht erstellt. Danach wurde der &Uuml;bernahmegewinn des A mit &#8230; DM und der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn mit &#8230; DM ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung und erlie&szlig; am 6. September 2001 f&uuml;r die KG erstmalig einen Gewerbesteuermessbescheid 1998, in dem der vom Pr&uuml;fer festgestellte (anteilige gewerbesteuerpflichtige) Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von &#8230; DM der Besteuerung zu Grunde gelegt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den am 24. Juni 1999 unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 Abs. 1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) erlassenen Feststellungsbescheid 1998 &auml;nderte das FA aufgrund der Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung mit Bescheid vom 24. August 2001 nach &sect; 164 Abs. 2 AO dahin ab, dass Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230; DM festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den gegen den Gewerbesteuermessbescheid 1998 vom 6. September 2001 und den ge&auml;nderten Feststellungsbescheid 1998 vom 24. August 2001 eingelegten Einspruch der KG wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 18. Januar 2002 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage begehrte die KG zun&auml;chst die ersatzlose Aufhebung des Gewerbesteuermessbescheids 1998; hilfsweise beantragte sie, den Feststellungsbescheid 1998 dahin zu &auml;ndern, dass die Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung 1998 zu Lasten des laufenden Gewinns ber&uuml;cksichtigt wird, hilfsweise auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn die Erm&auml;&szlig;igung nach &sect; 32c des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu gew&auml;hren. Unter dem 20. Januar 2003 erging ein nach &sect; 172 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO ge&auml;nderter Feststellungsbescheid 1998. Erst mit Schriftsatz vom 18. April 2008 beantragte die KG au&szlig;erdem, den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn 1998 um weitere &#8230; DM (&#8230; EUR) &#8211;eine bei F&auml;lligkeit im August 2007 an die KG ausgezahlte Leistung aus einer im August 1995 zur Absicherung eines Investitionsdarlehens abgeschlossenen Kapitallebensversicherung&#8211; zu mindern, nachdem es das nach Verlegung des Gesch&auml;ftssitzes der KG f&uuml;r die Gewinnfeststellung zust&auml;ndige Finanzamt C mit Bescheid vom 18. M&auml;rz 2008 abgelehnt hatte, den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entsprechend zu &auml;ndern. Daraufhin hat das FG den Rechtsstreit in die Verfahren 8 K 399\/02 wegen Gewerbesteuermessbetrags 1998, gesonderter und einheitlicher Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb 1998 (Feststellung des laufenden Gewinns und Tariferm&auml;&szlig;igung), und das Verfahren 8 K 802\/09 wegen gesonderter und einheitlicher Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb 1998 (Feststellung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns) getrennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Verfahren 8 K 399\/02 hatte die Klage mit dem Hauptantrag Erfolg. Unter &Auml;nderung des Gewerbesteuermessbescheids 1998 vom 6. September 2001 und Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 18. Januar 2002 setzte das FG den Gewerbesteuermessbetrag aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1885 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden auf 0 DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es macht im Wesentlichen geltend, das FG sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen des gewerbesteuerlichen Sondertatbestands des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 nicht erf&uuml;llt seien. Die Vorschrift setze u.a. voraus, dass ein Anteil an einer Personengesellschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach deren Umwandlung ver&auml;u&szlig;ert werde. Im Streitfall habe das FG sowohl die Verschmelzung der A-GmbH auf die KG als auch die Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils des A an der KG zeitgleich auf den 31. Dezember 1998, 24:00 Uhr, festgestellt und folgere hieraus, dass keine Ver&auml;u&szlig;erung nach&nbsp;&nbsp;der Verschmelzung erfolgt sei. Bei Auslegung der genannten Norm stelle das FG entscheidend auf deren Wortlaut ab, w&auml;hrend es ma&szlig;geblich auf deren erkennbaren Sinn ankomme. Zweck der Vorschrift sei es, eine gewerbesteuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft durch vorherige Umwandlung der Kapital- in eine Personengesellschaft zu verhindern. Dem laufe es zuwider, wenn eine zeitgleiche Umwandlung einer K&ouml;rperschaft in eine Personengesellschaft und Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der Personengesellschaft von &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 ausgenommen werde. Auch sei f&uuml;r die Ermittlung eines &Uuml;bernahmegewinns oder -verlusts und dessen Zurechnung entscheidend, ob die Verschmelzung vor oder nach der Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils erfolgt sei. Bei Annahme der Gleichzeitigkeit von Verschmelzung und Ver&auml;u&szlig;erung k&ouml;nne keine Ermittlung und Zurechnung eines &Uuml;bernahmeergebnisses erfolgen. Auch wenn &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 keine Regelungsl&uuml;cke enthalte, so erfordere doch &sect; 4 Abs. 4 UmwStG 1995 die Annahme einer Geschehensabfolge. Au&szlig;erdem seien die Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls zu ber&uuml;cksichtigen, wobei im Streitfall der Wortlaut der Vertr&auml;ge erkennen lasse, dass zun&auml;chst die Umwandlung und dann die Ver&auml;u&szlig;erung habe erfolgen sollen; diese Abfolge ergebe sich auch aus den vorgenommenen Buchungen und Bilanzausweisen. Aus den Formulierungen im Unternehmenskaufvertrag vom 26. November 1998 und Verschmelzungsvertrag vom 15. Februar 1999 ergebe sich zudem, dass den Parteien daran gelegen gewesen sei, die Verschmelzung der Unternehmen&nbsp;&nbsp;&nbsp;vor&nbsp;&nbsp;dem Verkauf der Kommanditanteile durchzuf&uuml;hren; als Verschmelzungsstichtag und dem folgend als steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag sei zwingend der 31. Dezember 1998 anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>   Die KG beantragt, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;die Revision zur&uuml;ckzuweisen,  hilfsweise, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;die Sache wegen gesonderter und einheitlicher Feststellung &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1998 an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie schlie&szlig;t sich der Auffassung des FG an, dass bei zeitgleicher Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der KG und Verschmelzung der A-GmbH auf die KG die Vorschrift des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 nach ihrem eindeutigen Wortlaut nicht zur Anwendung gelange. Aus Sinn und Zweck der Norm ergebe sich nichts anderes, denn der Gesetzgeber habe nur ganz bestimmte, als missbr&auml;uchlich gewertete Gestaltungen erfassen wollen. Dem FA sei auch nicht darin zu folgen, dass f&uuml;r die Ermittlung und Zurechnung des &Uuml;bernahmegewinns oder -verlusts eine zeitliche Abfolge erforderlich sei; diese gelte nur f&uuml;r die Zurechnung, nicht hingegen f&uuml;r die Ermittlung des &Uuml;bernahmeergebnisses. Des Weiteren sei f&uuml;r den Beginn der F&uuml;nf-Jahres-Frist des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 nicht auf den Verschmelzungsstichtag, sondern &#8211;wie bei der Vorschrift des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG&#8211; auf den Abschluss der obligatorischen Vertr&auml;ge abzustellen. Sehe man mit dem FA eine zeitliche Abfolge als zwingend an, so ergebe sich aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. September 1999 II R 33\/97 (BFHE 189, 533, BStBl II 2000, 2), dass nach &sect; 2 Abs. 1 UmwStG 1995 ein fiktiver Verm&ouml;gens&uuml;bergang am Ende des ma&szlig;geblichen steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags erfolgen solle; damit ergebe sich im Streitfall, dass die Verschmelzung der Anteilsver&auml;u&szlig;erung nachfolge. Anders als das FA meine, habe die KG deshalb auch kein Wahlrecht hinsichtlich der Zurechnung des &Uuml;bernahmeergebnisses, das in Buchungen und Bilanzausweisen zum Ausdruck kommen k&ouml;nne. Zwar h&auml;tten die Vertragsparteien die Verlegung des Verschmelzungsvorgangs in das Kalenderjahr 1999 vermeiden wollen; entgegen der Ansicht des FA lasse sich aus den vorliegenden Vertr&auml;gen jedoch nicht folgern, dass sich die KG als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;ger bereits ab dem 31. Dezember 1998 Handlungen des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers (A-GmbH) zurechnen lassen m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich ihres Hilfsantrags tr&auml;gt die KG u.a. vor, dass das FA am 20. Januar 2003 einen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid 1998 erlassen habe, in dem auf Antrag der KG die streitbefangene Gewerbesteuer weder beim laufenden Gewinn noch beim Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn als Betriebsausgabe ber&uuml;cksichtigt worden sei. Der &Auml;nderungsbescheid, den das FG in der angefochtenen Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt habe, sei mit Schriftsatz vom 18. Februar 2003 zum Gegenstand des Verfahrens gemacht worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Unrecht hat das FG im Streitfall das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 verneint (II.1.). Unter Ber&uuml;cksichtigung dessen wird das FG nunmehr im zweiten Rechtsgang &uuml;ber die von der KG gestellten Hilfsantr&auml;ge zu entscheiden haben (II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 unterliegen u.a. Gewinne der Gewerbesteuer, die im Falle der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs der Personengesellschaft erzielt werden. Entsprechendes gilt nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG 1995, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Anteil an der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu diesen Gesetzesbestimmungen hat der BFH bereits mehrfach ausgef&uuml;hrt (BFH-Urteile vom 11. Dezember 2001 VIII R 23\/01, BFHE 197, 425, BStBl II 2004, 474; vom 16. November 2005 X R 6\/04, BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62; vom 20. November 2006 VIII R 45\/05, BFH\/NV 2007, 793), dass der Gesetzgeber mit dem UmwStG 1995 einerseits das Ziel einer m&ouml;glichst steuerneutralen Umwandlung der K&ouml;rperschaft (Kapitalgesellschaft) in eine Personengesellschaft verfolgt und hierbei durch das Recht zur Buchwertfortf&uuml;hrung (&sect;&sect; 3, 4 UmwStG 1995) sowie die Freistellung des &Uuml;bernahmegewinns (&sect; 18 Abs. 2 i.V.m. &sect; 4 Abs. 4, &sect; 5 Abs. 2 UmwStG 1995) von jeglicher gewerbesteuerlichen Belastung der Umwandlung abgesehen, andererseits jedoch den Grundsatz unber&uuml;hrt gelassen habe, nach dem Betriebsver&auml;u&szlig;erungsgewinne zwar bei der Kapitalgesellschaft (vgl. &sect; 2 Abs. 2 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&#8211;), hingegen nicht &#8211;bzw. nach Ma&szlig;gabe der nunmehr in &sect; 7 Satz 2 GewStG i.d.F. des Unternehmensteuerfortentwicklungsgesetzes vom 20. Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858, BStBl I 2002, 35) in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BFH-Urteil vom 22. Juli 2010 IV R 29\/07, BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511) bestimmten Ausnahmen&#8211; bei der Personengesellschaft der Gewerbesteuer unterliegen. Hierauf aufbauend wolle &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 &#8211;strukturell gleich den entsprechenden Vorg&auml;ngerbestimmungen der UmwStG 1969 und 1977&#8211; als spezialgesetzlicher und gegen&uuml;ber den &sect;&sect; 2 und 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand &#8211;d.h. innerhalb seiner tatbestandlichen Grenzen (u.a. F&uuml;nf-Jahres-Frist)&#8211; verhindern, dass die Gewerbesteuerpflicht der Kapitalgesellschaft dadurch unterlaufen werde, dass der Betrieb erst nach vollzogener Umwandlung von der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben und der hierbei erzielte Gewinn entsprechend den dargelegten allgemeinen Grunds&auml;tzen der Gewerbesteuer entzogen werde. Dieser Einsch&auml;tzung der Zweckbestimmung des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 hat sich der erkennende Senat schon in seiner fr&uuml;heren Rechtsprechung angeschlossen (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juni 2007 IV R 58\/06, BFHE 217, 162, BStBl II 2008, 73); er h&auml;lt hieran auch f&uuml;r den Streitfall fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der genannten Zielsetzung entspricht es, dass nach &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 nicht &#8211;wie zuvor&#8211; die im Zeitpunkt der Umwandlung im Betriebsverm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft ruhenden &#8211;historischen&#8211; stillen Reserven nachversteuert, sondern die aktuellen, im Zeitpunkt der Aufgabe bzw. Ver&auml;u&szlig;erung beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger vorhandenen stillen Reserven der Gewerbesteuer unterworfen werden (BFH-Urteil in BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62; zustimmend z.B. Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect; 18 UmwStG 2006 Rz 45). Demgem&auml;&szlig; ist in der Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe des Betriebs durch die Personengesellschaft innerhalb der f&uuml;nfj&auml;hrigen Sperrfrist auch das ausl&ouml;sende Moment f&uuml;r den Anfall der Gewerbesteuerbelastung der Personengesellschaft zu sehen (vgl. BFH-Urteil vom 16. Dezember 2009 IV R 22\/08, BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736). Die H&ouml;he des gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 anzusetzenden Gewerbeertrags bestimmt sich mithin nicht nach den stillen Reserven zum Umwandlungsstichtag, sondern nach dem tats&auml;chlich erzielten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn oder Aufgabegewinn (BFH-Urteil in BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736). Allerdings ist aus &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 nicht abzuleiten, dass der nach dieser Bestimmung der Gewerbesteuer unterliegende Betriebsver&auml;u&szlig;erungs- oder Betriebsaufgabegewinn auch diejenigen stillen Reserven beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger erfasst, die nicht aus dem &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gen der (umgewandelten) Kapitalgesellschaft stammen (BFH-Urteil in BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62); &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 beruht als spezialgesetzlicher und gegen&uuml;ber den &sect;&sect; 2 und 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand auf der Regelungsidee einer fortdauernden gewerbesteuerrechtlichen Verstrickung des Verm&ouml;gens der umgewandelten Kapitalgesellschaft (BFH-Beschluss vom 9. Januar 2009 IV B 27\/08, BFHE 224, 115, BStBl II 2011, 393). Diese Grunds&auml;tze gelten auch bei der in &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG 1995 genannten Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Personengesellschaft, also auch bei der hier streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erung eines (Kommandit-)Anteils an der KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben kommt es f&uuml;r die Frage, ob ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 der Gewerbesteuer unterliegt, entscheidend darauf an, ob hierin (auch) stille Reserven enthalten sind, die&nbsp;&nbsp;&nbsp;nicht&nbsp;&nbsp;in den Buchwertans&auml;tzen solchen Betriebsverm&ouml;gens ruhen, das bereits vor der Umwandlung (Verschmelzung) im Betrieb des aufnehmenden Rechtstr&auml;gers (hier KG) vorhanden war, sondern die &#8211;wenn auch nicht zu dem im Umwandlungsstichtag ma&szlig;geblichen Wert&#8211; dem von der Kapitalgesellschaft zur Personengesellschaft &uuml;bergangenen Betriebsverm&ouml;gen zuzuordnen sind. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn &#8211;wie hier&#8211; nach den das Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG ein Verschmelzungsvertrag und der Vertrag &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an der aufnehmenden Personengesellschaft den Zeitpunkt des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs und der Ver&auml;u&szlig;erung einheitlich &#8211;hier auf den 31. Dezember 1998, 24:00 Uhr&#8211; bestimmen. Deshalb ist auch in dieser Situation ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn insoweit der Gewerbesteuer zu unterwerfen, als er auf der Aufdeckung stiller Reserven beruht, die Wirtschaftsg&uuml;tern der ehemaligen Kapitalgesellschaft zuzuordnen sind. Die Vorschrift des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 offenbart bei dem vorgenannten Normenverst&auml;ndnis auch in der hier zu beurteilenden Fallkonstellation keine Regelungsl&uuml;cke; insoweit braucht der erkennende Senat nicht auf die Erw&auml;gungen des FG einzugehen, unter Anwendung welcher Rechtsprinzipien eine L&uuml;cke zu schlie&szlig;en w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine solche ma&szlig;geblich auch am genannten Gesetzeszweck orientierte Auslegung widerspricht &#8211;anders als das FG meint&#8211; nicht dem Wortlaut des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar unterliegt danach ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. dieser Vorschrift (nur) innerhalb von f&uuml;nf Jahren&nbsp;&nbsp;&nbsp;nach&nbsp;&nbsp;der Umwandlung der Gewerbesteuer. F&uuml;r den Beginn dieser (Sperr-)Frist ist jedoch auf den steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag (&sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995) abzustellen (vgl. z.B. Trossen in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, &sect; 18 Rz 68, m.w.N.). Aus der auch in &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 enthaltenen Formulierung &quot;mit Ablauf des Stichtages der Bilanz&quot; ergibt sich, dass der (fiktive) Verm&ouml;gens&uuml;bergang am Ende des ma&szlig;geblichen Stichtages erfolgen soll, auf den die Schlussbilanz des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers aufgestellt ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 533, BStBl II 2000, 2, dort f&uuml;r &sect; 2 Abs. 1 UmwStG 1977; ebenso f&uuml;r &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 BFH-Urteil vom 24. April 2008 IV R 69\/05, BFH\/NV 2008, 1550); nicht ma&szlig;gebend ist der Zeitpunkt des zivilrechtlichen Verm&ouml;gens&uuml;bergangs auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger (Zeitpunkt der Eintragung in das Handelsregister). Nach den auch insoweit bindenden Feststellungen des FG lag der Umwandlung die Verschmelzungsbilanz &quot;der KG&quot; zum 31. Dezember 1998 zugrunde. Soweit sich hieraus sowie aus den &uuml;brigen im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden schlie&szlig;en l&auml;sst, dass die (ma&szlig;gebliche) Schlussbilanz der &uuml;bertragenden A-GmbH zu diesem Stichtag erstellt worden ist, begann im Streitfall die Sperrfrist des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 mit Ablauf des 31. Dezember 1998. Verschmelzung und streitbefangene Ver&auml;u&szlig;erung fielen folglich im Zeitpunkt des Beginns dieser Frist zusammen. Auch aus dem Wortlaut des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 ist nicht ersichtlich, dass der Gewinn aus einer genau auf den Beginn der Sperrfrist fallenden Ver&auml;u&szlig;erung i.S. dieser Vorschrift (noch) nicht der Gewerbesteuer unterliegen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es kommt hinzu, dass das Tatbestandsmerkmal &quot;nach&quot; in &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG nicht ausschlie&szlig;lich in einem zeitlichen Sinne verstanden werden kann, wenn es nach dem Gesetzeszweck darauf ankommt, bei Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung an einer Personengesellschaft die den &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;tern einer ehemaligen, auf die Personengesellschaft verschmolzenen Kapitalgesellschaft zuzuordnenden stillen Reserven gewerbesteuerlich zu erfassen. Vielmehr kommt in dem Wort &quot;nach&quot; zum Ausdruck, dass der Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung an einer Personengesellschaft ein Verm&ouml;gens&uuml;bergang auf diese Gesellschaft vorausgegangen sein muss; andernfalls w&auml;ren n&auml;mlich bei der Personengesellschaft keine stillen Reserven vorhanden bzw. aufzudecken, die einem von einer Kapitalgesellschaft auf die Personengesellschaft &uuml;bergangenen Betriebsverm&ouml;gen zuzuordnen sind. Insoweit kommt in der vom Gesetzgeber gew&auml;hlten Formulierung nicht allein eine zeitliche, sondern (stets) zugleich auch eine logische Rangfolge zum Ausdruck. Dass diese logische Rangfolge von Verm&ouml;gens&uuml;bergang und Anteilsver&auml;u&szlig;erung im Streitfall eingehalten worden ist, best&auml;tigt u.a. auch der Umstand, dass &#8211;wie in dem vom FG festgestellten Wortlaut des &sect; 1 des Unternehmenskaufvertrags vom 26. November 1998 &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung der KG-Beteiligung des A zum Ausdruck kommt&#8211; bereits von einer Verschmelzung der A-GmbH auf die KG die Rede war, mithin also Folgerungen aus einer Verschmelzung gezogen worden sind, und dass dem A von den beteiligten Vertragsparteien der &Uuml;bernahmegewinn steuerlich zugerechnet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit ihrem Hauptantrag hat die Klage somit keinen Erfolg. Das dem Hauptantrag stattgebende vorinstanzliche Urteil war daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Im zweiten Rechtsgang wird das FG nunmehr &uuml;ber die Hilfsantr&auml;ge der KG zu entscheiden haben. Im &Uuml;brigen vermag der erkennende Senat aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG auch nicht zu beurteilen, ob die dem festzusetzenden Gewerbesteuermessbetrag und der im Rahmen der Gewinnfeststellung 1998 als Ver&auml;u&szlig;erungskosten zu ber&uuml;cksichtigenden Gewerbesteuer (vgl. BFH-Urteil in BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736) zugrunde liegenden Berechnungen des FA zutreffen. Zwar hat die KG die H&ouml;he der Gewinn mindernd zu ber&uuml;cksichtigenden Gewerbesteuer im Revisionsverfahren als unstreitig bezeichnet, jedoch insoweit verschiedene Zahlen genannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat weist au&szlig;erdem darauf hin, dass f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber den Gewinnfeststellungsbescheid 1998 der ehemalige Kommanditist A notwendig beizuladen w&auml;re. Denn A ist als ausgeschiedener Gesellschafter nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 3 FGO neben der KG klagebefugt (z.B. BFH-Urteil vom 19. Juli 2011 IV R 42\/10, BFHE 234, 226, BStBl II 2011, 878).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2012, IV R 24\/09 Anwendung des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 bei zeitgleicher Verschmelzung und Anteilsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Zweckbestimmung des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Leits&auml;tze Eine Ver&auml;u&szlig;erung innerhalb von f&uuml;nf Jahren&nbsp;&nbsp;&nbsp;n a c h&nbsp;&nbsp;&nbsp;dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang (bzw. der Umwandlung) i.S. des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-09-anwendung-des-par-18-abs-4-satz-1-umwstg-1995-bei-zeitgleicher-verschmelzung-und-anteilsveraeusserung-zweckbestimmung-des-par-18-abs-4-umwstg-1995\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;24\/09 &#8211; Anwendung des &sect; 18 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 bei zeitgleicher Verschmelzung und Anteilsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Zweckbestimmung des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8391","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8391","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8391"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8391\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}