{"id":8409,"date":"2012-12-05T04:10:00","date_gmt":"2012-12-05T02:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8409"},"modified":"2012-12-05T04:10:00","modified_gmt":"2012-12-05T02:10:00","slug":"x-b-59-11-verfahrensruegen-bei-mehreren-selbstaendig-tragenden-begruendungen-des-fg-urteils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-59-11-verfahrensruegen-bei-mehreren-selbstaendig-tragenden-begruendungen-des-fg-urteils\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;59\/11 &#8211; Verfahrensr&uuml;gen bei mehreren selbst&auml;ndig tragenden Begr&uuml;ndungen des FG-Urteils"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.4.2012, X B 59\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfahrensr&uuml;gen bei mehreren selbst&auml;ndig tragenden Begr&uuml;ndungen des FG-Urteils<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Klageverfahren stritten die Beteiligten &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit von Teilwertabschreibungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) war alleiniger Kommanditist einer KG, zu deren Betriebsverm&ouml;gen umfangreicher &#8211;&uuml;berwiegend in den neuen Bundesl&auml;ndern belegener&#8211; Grundbesitz geh&ouml;rte. Seit Beginn des Streitjahres 2001 verhandelte der Kl&auml;ger mit einem Interessenten &uuml;ber den Verkauf seiner Beteiligung. Der sp&auml;tere Erwerber der Beteiligung wollte nach dem &#8211;vom FG als richtig unterstellten&#8211; Vorbringen des Kl&auml;gers jedoch weder das mit dem Grundbesitz verbundene Risiko tragen noch einen Anteil an einer Gesellschaft &uuml;bernehmen, deren Eigenkapital durch eine Teilwertabschreibung gemindert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Herausnahme des Grundbesitzes aus der KG schloss diese mit dem Kl&auml;ger daher am 28. April 2001 einen notariell beurkundeten &quot;Vertrag zur Entnahme von Grundbesitz&quot;. Darin &uuml;bertrug die KG dem Kl&auml;ger zum 1. Mai 2001 ihren Grundbesitz. Als &#8211;im Vertrag so bezeichnete&#8211; &quot;Gegenleistung&quot; &uuml;bernahm der Kl&auml;ger s&auml;mtliche auf diesen Grundst&uuml;cken lastende Grundpfandrechte und Verbindlichkeiten &quot;zur vollst&auml;ndigen Entlastung&quot; der KG. Die bei der KG zuletzt angesetzten Buchwerte des Grundbesitzes betrugen 20.857.150 DM, die &uuml;bernommenen Verbindlichkeiten valutierten mit 15.322.171 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit diesen Grundst&uuml;cken er&ouml;ffnete der Kl&auml;ger anschlie&szlig;end ein Einzelunternehmen, als dessen Gegenstand er den gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel angab. In der Er&ouml;ffnungsbilanz setzte er die Buchwerte der KG an. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2001 nahm der Kl&auml;ger auf die Wertans&auml;tze des Grundbesitzes sodann eine Teilwertabschreibung in H&ouml;he von 8.890.460,95 DM vor, die das seinerzeit zust&auml;ndige Finanzamt (FA) X im angefochtenen Einkommensteuerbescheid 2001 vom 2. Dezember 2004 nicht ber&uuml;cksichtigte. W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Einspruchsverfahrens f&uuml;hrte das FA X eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durch, in deren Verlauf der Kl&auml;ger f&uuml;r zwei der insgesamt vier Objekte D und K Wertgutachten vorlegte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im nachfolgenden Unt&auml;tigkeitsklageverfahren sind die Teilwerte der beiden anderen Objekte zwischen dem Kl&auml;ger und dem zwischenzeitlich zust&auml;ndig gewordenen Beklagten und Beschwerdegegner (FA) unstreitig geworden. Die Teilwerte der Objekte D und K blieben hingegen streitig; das FA legte insoweit abweichende Wertgutachten seines Bausachverst&auml;ndigen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Eine Teilwertabschreibung sei schon deshalb nicht vorzunehmen gewesen, weil nicht feststellbar sei, dass eine etwaige Wertminderung &#8211;wie von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1, 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vorausgesetzt&#8211; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2001 als &quot;voraussichtlich dauernd&quot; anzusehen gewesen sei. Nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung sei dies bei Grundst&uuml;cken nur dann der Fall, wenn die Wertminderung mindestens w&auml;hrend der H&auml;lfte der Restnutzungsdauer andauere. Dies sei hier nicht feststellbar, weil der Kl&auml;ger weder die Verteilung der Gesamtwerte auf die Einzelwirtschaftsg&uuml;ter &quot;Grund und Boden&quot; einerseits bzw. &quot;Geb&auml;ude&quot; andererseits noch die Anschaffungszeitpunkte der Objekte mitgeteilt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hilfsweise w&auml;re die Klage auch beim unterstellten Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung unbegr&uuml;ndet, weil diese jedenfalls nicht beim Kl&auml;ger eingetreten w&auml;re. Eine &Uuml;bernahme der Buchwerte der KG durch den Kl&auml;ger h&auml;tte gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 1 EStG eine unentgeltliche &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke vorausgesetzt. In der &Uuml;bernahme der Verbindlichkeiten durch den Kl&auml;ger sei jedoch ein Entgelt zu sehen. Im Rahmen der Betriebser&ouml;ffnung h&auml;tte der Kl&auml;ger daher entweder dieses Entgelt oder aber gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 6 i.V.m. Nr. 5 EStG den bereits gesunkenen Teilwert ansetzen m&uuml;ssen. Eine Teilwertabschreibung zum 31. Dezember 2001 w&auml;re dann nicht mehr in Betracht gekommen. Denn aus allen vorliegenden Unterlagen gehe hervor, dass die Wertminderungen bereits vor Abschluss des Vertrages vom 28. April 2001 eingetreten seien, nicht aber in der Zeit zwischen dem 28. April und dem 31. Dezember 2001. Zudem gelte bei entgeltlichem Erwerb die Teilwertvermutung, wonach der Teilwert zum folgenden Bilanzstichtag den Anschaffungskosten entspreche. Zwar k&ouml;nne der Steuerpflichtige die Teilwertvermutung durch den Nachweis einer Fehlma&szlig;nahme widerlegen. Vorliegend sei der &uuml;berh&ouml;hte Preis jedoch aus pers&ouml;nlichen (betriebsfremden) Gr&uuml;nden gezahlt worden, um die Beteiligung an der KG ver&auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen. In diesem Zusammenhang nahm das FG auch eine eigene Wertermittlung des streitgegenst&auml;ndlichen Grundbesitzes vor, die im Ergebnis den vom FA vertretenen Werten entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Klageverfahren sei nicht &#8211;wie vom Kl&auml;ger hilfsweise beantragt&#8211; bis zum m&ouml;glichen Erlass eines ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids f&uuml;r die KG auszusetzen, weil es f&uuml;r die vom FG zu treffende Entscheidung nicht darauf ankomme, ob bei der &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke der Buchwert oder der Teilwert anzusetzen gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde r&uuml;gt der Kl&auml;ger Verfahrensm&auml;ngel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keiner der vom Kl&auml;ger geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel ist tats&auml;chlich gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat nicht gegen die Bindungswirkung des f&uuml;r die KG erlassenen Gewinnfeststellungsbescheids versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger bringt insoweit vor, im Feststellungsbescheid sei die &Uuml;bertragung des Grundbesitzes als unentgeltlich behandelt worden; daran sei das FG gebunden gewesen. Ein Sachverhalt, &uuml;ber den im Grundlagenbescheid entschieden worden sei, d&uuml;rfe im Verfahren &uuml;ber den Folgebescheid nicht in einem damit unvereinbaren Sinne anders beurteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese R&uuml;ge kann der Beschwerde schon deshalb nicht zum Erfolg verhelfen, weil sie sich allenfalls auf die Hilfsbegr&uuml;ndung des FG bezieht. In erster Linie &#8211;selbst&auml;ndig tragend&#8211; hat das FG die Klage aber mit der Begr&uuml;ndung abgewiesen, der Kl&auml;ger habe nicht nachgewiesen, dass die Wertminderung &quot;voraussichtlich dauernd&quot; sei. F&uuml;r diese Argumentation des FG kam es nicht darauf an, ob der &quot;Vertrag zur Entnahme von Grundbesitz&quot; zu einer entgeltlichen oder einer unentgeltlichen &Uuml;bertragung gef&uuml;hrt hat und wie dieser Vorgang im Gewinnfeststellungsbescheid beurteilt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die vom Kl&auml;ger erhobenen Geh&ouml;rsr&uuml;gen sind jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger bringt in diesem Zusammenhang zum einen vor, es stelle eine Verletzung seines Anspruchs auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs dar, dass das FG die von ihm vorgelegten Wertgutachten als ungeeignet beurteilt habe, obwohl sie alle notwendigen Feststellungen enthalten h&auml;tten. Das FG sei einseitig den Gutachten des Bausachverst&auml;ndigen des FA gefolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser R&uuml;ge wendet sich der Kl&auml;ger im Kern gegen die W&uuml;rdigung, die das FG in Bezug auf die Wertgutachten vorgenommen hat. Vermeintliche Fehler bei der Sachverhalts- oder Beweisw&uuml;rdigung w&auml;ren aber revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und k&ouml;nnen nicht im Wege einer Verfahrensr&uuml;ge zur Zulassung der Revision f&uuml;hren (vgl. Senatsbeschluss vom 19. Januar 2011 X B 68\/10, BFH\/NV 2011, 818, unter 1.b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Vorbringen des Kl&auml;gers gibt aber auch den tats&auml;chlichen Prozessverlauf nicht zutreffend wieder. Vielmehr hatte das FG in seinem ausf&uuml;hrlichen rechtlichen Hinweis vom 10. August 2010 hinsichtlich des Objekts D in zahlreichen Einzelpunkten Bedenken sowohl gegen das vom Kl&auml;ger als auch gegen das vom FA vorgelegte Gutachten vorgebracht. Das FA hat daraufhin ein erheblich ge&auml;ndertes Gutachten seines Bausachverst&auml;ndigen vorgelegt, in dem die vom FG vorgeschlagenen Modifikationen ber&uuml;cksichtigt worden sind. Der Kl&auml;ger hat hingegen kein neues Gutachten vorgelegt. Bei dieser Sachlage konnte der Kl&auml;ger nicht damit rechnen, dass das FG trotz der erteilten Hinweise dem unver&auml;nderten Gutachten des Kl&auml;gers folgen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ferner behauptet der Kl&auml;ger, in den von ihm vorgelegten Gutachten seien getrennte Ausf&uuml;hrungen zu den Werten der Wirtschaftsg&uuml;ter &quot;Grund und Boden&quot; einerseits bzw. &quot;Geb&auml;ude&quot; andererseits enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese R&uuml;ge ist schon deshalb unschl&uuml;ssig, weil der Kl&auml;ger die Gutachten, auf die er sich bezieht, nicht vorgelegt hat. Diese befinden sich auch nicht in den finanzgerichtlichen Akten. Bestandteil der Gerichtsakten ist lediglich ein (zweites) Wertgutachten zum Objekt K vom 30. Dezember 2010. Dort hat der Gutachter aber ausdr&uuml;cklich den Ertragswert des Gesamtobjekts angesetzt; eine Aufteilung dieses Gesamtwerts in Einzelwerte f&uuml;r die steuerlich ma&szlig;gebenden Wirtschaftsg&uuml;ter wurde nicht vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen hat das FG die voraussichtliche Dauerhaftigkeit der Wertminderung nicht allein wegen der fehlenden Angaben zu den Einzel-Teilwerten nicht feststellen k&ouml;nnen, sondern auch wegen der fehlenden Angaben zu den Anschaffungszeitpunkten und damit zur Restnutzungsdauer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unschl&uuml;ssig ist auch die R&uuml;ge, es stelle eine &Uuml;berraschungsentscheidung dar, dass das FG den Bodenrichtwert als ungeeignet f&uuml;r die Ableitung des Teilwerts eines unbebauten Grundst&uuml;cks angesehen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen hat das FG diese Aussage so nicht getroffen, sondern lediglich ausgef&uuml;hrt, der Verkehrswert k&ouml;nne dem Bodenrichtwert entsprechen, er k&ouml;nne aber auch durch andere Merkmale bestimmt werden. Zum anderen kann in diesem Zusammenhang schon deshalb keine &Uuml;berraschungsentscheidung angenommen werden, weil das FG f&uuml;r das unbebaute Grundst&uuml;ck letztlich den zwischen dem Kl&auml;ger und dem FA unstreitigen Wert von 1.626.468 DM angesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat auch nicht gegen den Grundsatz versto&szlig;en, dass eine eigene Wertermittlung durch das FG in F&auml;llen, in denen die Beteiligten einander widersprechende Sachverst&auml;ndigengutachten vorgelegt haben, nur in Betracht kommt, wenn das FG &uuml;ber hinreichende eigene Sachkunde verf&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige Verfahrensr&uuml;ge &#8211;die letztlich eine R&uuml;ge unterlassener Sachaufkl&auml;rung durch Nichterhebung von Beweisen von Amts wegen darstellt&#8211; kann nur erfolgreich sein, wenn die Beweiserhebung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (Senatsbeschl&uuml;sse vom 19. Oktober 2005 X B 86\/05, BFH\/NV 2006, 118, unter 2.a, und vom 18. Mai 2011 X B 124\/10, BFH\/NV 2011, 1838, unter II.2.d). Nach der materiell-rechtlichen Auffassung des FG kam es f&uuml;r die von ihm getroffene Entscheidung auf die tats&auml;chliche H&ouml;he des Teilwerts zum 31. Dezember 2001 aber nicht an. In der Hauptbegr&uuml;ndung stellt das FG vielmehr darauf ab, dass der Kl&auml;ger die voraussichtliche Dauerhaftigkeit einer etwaigen Wertminderung nicht nachgewiesen habe; die Hilfsbegr&uuml;ndung geht davon aus, dass eine etwaige Wertminderung jedenfalls nicht im Einzelunternehmen des Kl&auml;gers eingetreten w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.4.2012, X B 59\/11 Verfahrensr&uuml;gen bei mehreren selbst&auml;ndig tragenden Begr&uuml;ndungen des FG-Urteils Tatbestand 1&nbsp; I. Im Klageverfahren stritten die Beteiligten &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit von Teilwertabschreibungen. 2&nbsp; Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) war alleiniger Kommanditist einer KG, zu deren Betriebsverm&ouml;gen umfangreicher &#8211;&uuml;berwiegend in den neuen Bundesl&auml;ndern belegener&#8211; Grundbesitz geh&ouml;rte. Seit Beginn des Streitjahres &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-59-11-verfahrensruegen-bei-mehreren-selbstaendig-tragenden-begruendungen-des-fg-urteils\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;59\/11 &#8211; Verfahrensr&uuml;gen bei mehreren selbst&auml;ndig tragenden Begr&uuml;ndungen des FG-Urteils<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8409","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8409"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8409\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}