{"id":8417,"date":"2012-12-05T04:10:02","date_gmt":"2012-12-05T02:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8417"},"modified":"2012-12-05T04:10:02","modified_gmt":"2012-12-05T02:10:02","slug":"i-r-11-11-aberkennung-der-gemeinnuetzigkeit-wegen-extremistischer-bestrebungen-beweislast-zeitlicher-anwendungsbereich-von-par-51-abs-3-satz-2-ao-nf-bindung-an-die-wuerdigung-des-fg-kostenentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-11-11-aberkennung-der-gemeinnuetzigkeit-wegen-extremistischer-bestrebungen-beweislast-zeitlicher-anwendungsbereich-von-par-51-abs-3-satz-2-ao-nf-bindung-an-die-wuerdigung-des-fg-kostenentscheidung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;11\/11 &#8211; Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen extremistischer Bestrebungen &#8211; Beweislast &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &#8211; Bindung an die W&uuml;rdigung des FG &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensbeitritt des BMF"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2012, I R 11\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen extremistischer Bestrebungen &#8211; Beweislast &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &#8211; Bindung an die W&uuml;rdigung des FG &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensbeitritt des BMF<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die (widerlegbare) Vermutung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO i.d.F. des JStG 2009 setzt voraus, dass die betreffende K&ouml;rperschaft (hier: ein islamisch-salafistischer Verein) im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes f&uuml;r den zu beurteilenden Veranlagungszeitraum ausdr&uuml;cklich als extremistisch eingestuft wird.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitpunkt ist die Gemeinn&uuml;tzigkeit eines Vereins im Streitjahr 2008.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist ein seit 1995 im Vereinsregister eingetragener Verein. Er betreibt in der Stadt X eine Moschee. Nach seiner Satzung hat der Kl&auml;ger den Zweck der F&ouml;rderung der Religion und Kultur, der Hilfe f&uuml;r religi&ouml;s Verfolgte und Fl&uuml;chtlinge und der Volks- und Berufsbildung. Organe des Kl&auml;gers sind der aus einer Person bestehende Vorstand und die Mitgliederversammlung. Der Satzungszweck soll insbesondere durch folgende Ma&szlig;nahmen erreicht werden: Durchf&uuml;hrung der religi&ouml;s-kulturellen Handlungen und Gottesdienste; Informationen durch Durchf&uuml;hrung von Veranstaltungen, Vortr&auml;gen und Diskussionen; Integrationsarbeiten, z.B. Begleitung bei Beh&ouml;rdeng&auml;ngen und Veranstaltungen f&uuml;r die F&ouml;rderung der Integration; Zusammenarbeit mit anderen muslimischen Verb&auml;nden in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland); Einrichtung eines Archivs mit B&uuml;chern und audiovisuellen Medien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verfassungsschutzbericht des Landes Y f&uuml;r das Jahr 2008 finden sich im Kapitel &quot;Ausl&auml;nderextremismus&quot; folgende Ausf&uuml;hrungen im Zusammenhang mit dem Kl&auml;ger:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Eine zunehmende Rolle spielen salafistische Bestrebungen im Raum X. Diese islamistische Str&ouml;mung gewinnt nicht nur im Land Y und Deutschland zunehmend an Bedeutung, sondern auch europaweit. In Deutschland haben sich bereits salafistische Netzwerke herausgebildet, in die auch der (Kl&auml;ger) eingebunden ist. Dessen Aktivit&auml;ten strahlen auf das gesamte Bundesgebiet aus. Das salafistische Gedankengut, so wie es im (Kl&auml;ger) als politische Bestrebung verbreitet wird, ist in Teilen als demokratiefeindlich einzustufen. Von Menschen erdachte Konzepte, wie z.B. Demokratie, gelten als unvereinbar mit dem islamischen Glauben salafistischer Lesart. Ein wesentliches Glaubensfundament besteht beispielsweise darin, Gott als einzigen Gesetzgeber anzusehen. Die Akzeptanz und Ausf&uuml;hrung eines s&auml;kularen, also nicht auf g&ouml;ttlichem Gesetz basierenden Rechtsystems wird als &#8218;Akt des Unglaubens&#8216; bezeichnet und abgelehnt. Die salafistischen Bestrebungen sind dazu geeignet, einer Integration von Muslimen abtr&auml;glich zu sein und die Herausbildung und Festigung von Parallelgesellschaften zu f&ouml;rdern. So wird in frei zug&auml;nglichen Schriften und auf mit dem (Kl&auml;ger) in Verbindung stehenden Internetseiten dazu aufgerufen, sich von Juden und Christen, die insgesamt als Ungl&auml;ubige diffamiert werden, zu l&ouml;sen, sie zu hassen und Feindschaft gegen sie zu hegen. Freundschaft und Gehorsam ihnen gegen&uuml;ber w&uuml;rden einen Muslim des Glaubens abtr&uuml;nnig machen. Das verbreitete Gedankengut kann den N&auml;hrboden f&uuml;r eine islamische Radikalisierung und ggf. Rekrutierung bilden. Gleichwohl gibt es keine Belege f&uuml;r eine ausdr&uuml;ckliche Bef&uuml;rwortung von Gewalt. Der (Kl&auml;ger) verbreitet seine Sichtweisen z.B. &uuml;ber die bundesweite Durchf&uuml;hrung von Islamseminaren und Vortragsveranstaltungen sowie &uuml;ber w&ouml;chentliche Infost&auml;nde in der Innenstadt von X. Dort werden auch zahlreiche Publikationen salafistischen Inhalts verteilt. Dar&uuml;ber hinaus lassen sich einige Internetseiten salafistischer Ausrichtung mit dem (Kl&auml;ger) in Verbindung bringen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte den Kl&auml;ger f&uuml;r 2008 nicht als gemeinn&uuml;tzig an und setzte die K&ouml;rperschaftsteuer auf &#8230; EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die deswegen erhobene Klage hatte Erfolg. Das S&auml;chsische Finanzgericht (FG) hat den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid aufgehoben. Sein Urteil vom 11. Januar 2011&nbsp;&nbsp;2 K 1429\/10 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1675 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision des FA. W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist das Bundesministerium der Finanzen (BMF) dem Rechtsstreit gem&auml;&szlig; &sect; 122 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beigetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA und das BMF beantragen, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Die Annahme des FG, der Kl&auml;ger sei f&uuml;r das Streitjahr gem&auml;&szlig; &sect; 5 Abs. 1 Nr. 9 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG 2002 sind von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit K&ouml;rperschaften, Personenvereinigungen und Verm&ouml;gensmassen, die nach der Satzung, dem Stiftungsgesch&auml;ft oder der sonstigen Verfassung und nach ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ausschlie&szlig;lich und unmittelbar gemeinn&uuml;tzigen, mildt&auml;tigen oder kirchlichen Zwecken dienen (&sect;&sect; 51 bis 68 der Abgabenordnung in der f&uuml;r das Streitjahr ma&szlig;geblichen Fassung vor Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes &#8211;JStG&#8211; 2009 vom 19. Dezember 2008 [BGBl I 2008, 2794, BStBl I 2009, 74] &#8211;AO a.F.&#8211;). Voraussetzung f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigung ist, dass sich aus der Satzung, dem Stiftungsgesch&auml;ft oder der sonstigen Verfassung ergibt, welchen Zweck die K&ouml;rperschaft verfolgt, dass dieser Zweck den Anforderungen der &sect;&sect; 52 bis 55 AO a.F. entspricht und dass er ausschlie&szlig;lich und unmittelbar verfolgt wird (&sect; 59 AO a.F.). Die tats&auml;chliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der K&ouml;rperschaft muss auf die ausschlie&szlig;liche und unmittelbare Erf&uuml;llung der steuerbeg&uuml;nstigten Zwecke gerichtet sein und den Bestimmungen entsprechen, die die Satzung &uuml;ber die Voraussetzungen f&uuml;r Steuerverg&uuml;nstigungen enth&auml;lt (&sect; 63 Abs. 1 AO a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine K&ouml;rperschaft verfolgt gemeinn&uuml;tzige Zwecke, wenn ihre T&auml;tigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu f&ouml;rdern (&sect; 52 Abs. 1 Satz 1 AO a.F.). Unter diesen Voraussetzungen ist als F&ouml;rderung der Allgemeinheit auch die F&ouml;rderung der Religion anzuerkennen (&sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach den Feststellungen des FG, gegen die keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsgr&uuml;nde vorgebracht worden sind und an die der Senat deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden ist, betrieb der Kl&auml;ger im Streitjahr nach seiner Satzung und nach seiner tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die F&ouml;rderung der Religion i.S. von &sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO a.F. und verfolgte damit grunds&auml;tzlich einen gemeinn&uuml;tzigen Zweck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit das FA nunmehr r&uuml;gt, das FG habe sich nicht mit den Merkmalen der Ausschlie&szlig;lichkeit (&sect; 56 AO a.F.) und der Unmittelbarkeit (&sect; 57 AO a.F.) auseinandergesetzt, ist nicht zu ersehen, unter welchen Gesichtspunkten im Streitfall Zweifel an deren Vorliegen bestehen k&ouml;nnten. Das FA hat die Steuerverg&uuml;nstigung ausschlie&szlig;lich wegen der behaupteten extremistischen Tendenzen des Kl&auml;gers verweigert. Dar&uuml;ber hinaus sind weder den Feststellungen des FG noch dem Vorbringen des FA Anhaltspunkte daf&uuml;r zu entnehmen, dass der Kl&auml;ger neben seinen satzungsm&auml;&szlig;igen Zwecken noch andere Zwecke verfolgt (Gebot der Ausschlie&szlig;lichkeit) oder dass der Kl&auml;ger diese Zwecke nicht selbst in eigener Person verwirklicht (Gebot der Unmittelbarkeit).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise zu dem Ergebnis gelangt, dass das Merkmal der F&ouml;rderung der Allgemeinheit i.S. des &sect; 52 Abs. 1 Satz 1 AO a.F. nicht aufgrund verfassungsfeindlicher Bestrebungen des Kl&auml;gers im Streitjahr zu verneinen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; ist der Sinngehalt des unbestimmten Rechtsbegriffes &quot;F&ouml;rderung der Allgemeinheit&quot; in &sect; 52 Abs. 1 Satz 1 AO allerdings wesentlich gepr&auml;gt durch die objektive Wertordnung, wie sie insbesondere im Grundrechtskatalog der Art. 1 bis 19 des Grundgesetzes (GG) zum Ausdruck kommt. Eine T&auml;tigkeit, die mit diesen Wertvorstellungen nicht vereinbar ist, ist keine F&ouml;rderung der Allgemeinheit (Senatsurteile vom 13. Dezember 1978 I R 39\/78, BFHE 127, 330, BStBl II 1979, 482; vom 29. August 1984 I R 215\/81, BFHE 142, 243, BStBl II 1985, 106; vom 31. Mai 2005 I R 105\/04, BFH\/NV 2005, 1741, sowie Senatsbeschluss vom 16. Oktober 1991 I B 16\/91, BFH\/NV 1992, 505; ebenso Anwendungserlass zur Abgabenordnung &#8211;AEAO&#8211; i.d.F. des BMF-Schreibens vom 2. Januar 2008, BStBl I 2008, 26, Nr. 16 zu &sect; 52 AO). Als F&ouml;rderung der Allgemeinheit sind danach solche Bestrebungen nicht anzuerkennen, die sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung Deutschlands richten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entspricht der Sache nach die Regelung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 1 AO i.d.F. des JStG 2009 (AO n.F.), nach der eine Steuerverg&uuml;nstigung auch voraussetzt, dass die K&ouml;rperschaft nach ihrer Satzung und bei ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung keine Bestrebungen i.S. des &sect; 4 des Bundesverfassungsschutzgesetzes f&ouml;rdert und dem Gedanken der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung nicht zuwiderhandelt (zur &Uuml;bereinstimmung mit der bisherigen Praxis vgl. Begr&uuml;ndung des Regierungsentwurfs zum JStG 2009, BTDrucks 16\/10189, S. 79).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die objektive Feststellungslast f&uuml;r die Tatsachen, aus denen sich die Gemeinn&uuml;tzigkeit ergibt, tr&auml;gt grunds&auml;tzlich die K&ouml;rperschaft (Senatsbeschluss vom 28. Oktober 2004 I B 95\/04, BFH\/NV 2005, 160). Dass die K&ouml;rperschaft im Rahmen ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nicht gegen die Wertordnung des GG verst&ouml;&szlig;t, ist allerdings eine negative Tatsache, die von der K&ouml;rperschaft nur dann darzutun ist, wenn die Finanzbeh&ouml;rde konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r vortr&auml;gt, dass das nicht der Fall ist (zutreffend Jachmann\/Unger in Beermann\/Gosch, AO, &sect; 51 AO Rz 99). Als ein solcher Anhaltspunkt kommt die Erw&auml;hnung der K&ouml;rperschaft in einem Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des BMF ist die gesetzliche Vermutung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F., nach der bei K&ouml;rperschaften, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes als extremistische Organisation aufgef&uuml;hrt sind, widerlegbar davon auszugehen ist, dass die Voraussetzungen des &sect; 51 Abs. 3 Satz 1 AO n.F. nicht erf&uuml;llt sind, im Streitfall nicht einschl&auml;gig. Offenbleiben kann insoweit, ob die Vorschrift f&uuml;r das Streitjahr &uuml;berhaupt anwendbar ist. Gem&auml;&szlig; Art. 97 &sect; 1d Abs. 2 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zur Abgabenordnung (i.d.F. des JStG 2009) ist das zwar ab dem 1. Januar 2009 der Fall. Diese &Uuml;bergangsregelung l&auml;sst indessen nicht eindeutig erkennen, ob die Vermutung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &quot;r&uuml;ckwirkend&quot; auch f&uuml;r bereits abgelaufene Veranlagungszeitr&auml;ume gelten soll, solange die betreffenden Steuerfestsetzungen noch nicht bestandskr&auml;ftig geworden sind (so AEAO i.d.F. des BMF-Schreibens vom 17. Januar 2012, BStBl I 2012, 83 &#8211;AEAO n.F.&#8211; Nr. 10 Satz 1 zu &sect; 51 Abs. 3), oder ob die Vermutung nur f&uuml;r die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nicht beendeten Veranlagungszeitr&auml;ume Anwendung finden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage muss hier nicht entschieden werden, weil der Tatbestand des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. im Streitfall nicht gegeben ist. Dieser setzt voraus, dass die betreffende K&ouml;rperschaft in einem Verfassungsschutzbericht &quot;als extremistische Organisation aufgef&uuml;hrt&quot; ist, was nur der Fall ist, wenn sie dort ausdr&uuml;cklich als extremistisch bezeichnet wird, nicht aber wenn die K&ouml;rperschaft nur als Verdachtsfall oder sonst beil&auml;ufig Erw&auml;hnung findet (vgl. auch AEAO n.F. Nr. 10 Satz 2, Nr. 11 zu &sect; 51 Abs. 3). Wie das FG zutreffend angenommen hat, ist der Kl&auml;ger in dem Verfassungsschutzbericht des Landes Y f&uuml;r 2008 nicht ausdr&uuml;cklich als extremistisch bezeichnet worden. Die tats&auml;chlichen Hinweise in der oben zitierten Passage des Berichts sind derart pauschal und nicht konkret auf bestimmte Verhaltensweisen des Vorstands des Kl&auml;gers im Streitjahr bezogen, dass daraus allein eine Klassifikation der tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Kl&auml;gers im Streitjahr als &quot;extremistisch&quot; i.S. des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. nicht abgeleitet werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom BMF mit der Schaffung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. f&uuml;r geboten gehaltene ausdr&uuml;ckliche Unterscheidung der in den Verfassungsschutzberichten erw&auml;hnten Organisationen in belegbar extremistische Organisationen einerseits und blo&szlig;e Verdachtsf&auml;lle andererseits wird in dem streitbefangenen Bericht f&uuml;r das Jahr 2008 offenkundig noch nicht vollzogen. Deshalb hilft f&uuml;r den Streitfall auch der Verweis auf den Verfassungsschutzbericht des Bundes f&uuml;r das Jahr 2009 nicht weiter, in dem nach der Darstellung des BMF alle als extremistisch eingesch&auml;tzten Gruppierungen alphabetisch geordnet in einem Anhang aufgef&uuml;hrt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die fehlende Anwendbarkeit des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &auml;ndert indes nichts daran, dass der Verfassungsschutzbericht des Landes Y f&uuml;r 2008 f&uuml;r die Beurteilung der Aktivit&auml;ten des Kl&auml;gers im Streitjahr ausgewertet und zum Anlass f&uuml;r weitere Ermittlungen genommen werden durfte. Jedoch ergibt sich daraus nach der Beurteilung des FG kein hinreichend konkreter Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass die tats&auml;chliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Kl&auml;gers im Streitjahr auf die F&ouml;rderung extremistischer Bestrebungen ausgerichtet war. Hieran ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Feststellung, ob eine K&ouml;rperschaft im Rahmen ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung extremistische oder sonstige verfassungsfeindliche Bestrebungen f&ouml;rdert, obliegt im gerichtlichen Verfahren in erster Linie dem FG als Tatsachengericht. Dessen Wertung kann im Revisionsverfahren nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob sie in verfahrensfehlerhafter Weise zustande gekommen ist oder ob sie gegen Denkgesetze oder gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Vorinstanz hat insoweit ausgef&uuml;hrt, die im Streitfall vorliegenden Beweismittel belegten nicht zur vollen &Uuml;berzeugung des Senats, dass der Kl&auml;ger ein extremistischer Verein sei. Es komme in dem Verfassungsschutzbericht f&uuml;r 2008 nicht klar zum Ausdruck, dass der Kl&auml;ger selbst extremistisch sei. Es sei auch ein Verst&auml;ndnis des Berichts dahin m&ouml;glich, dass der Kl&auml;ger vom Verfassungsschutz beobachtet worden sei, weil seine Aktivit&auml;ten potenziell gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnten, er selbst aber kein extremistischer Verein sei. Die vom Kl&auml;ger vorgelegten Unterlagen belegten, dass seine Aktivit&auml;ten seiner Satzung entspr&auml;chen. Damit habe er die Aussagen im Verfassungsschutzbericht hinsichtlich seiner &Uuml;berzeugungen und seiner tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung widerlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen Link im Internet-Auftritt des Kl&auml;gers auf die Seite &quot;X.de&quot; hat das FG als f&uuml;r die Annahme einer satzungswidrigen tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nicht hinreichend bewertet. Denn zum einen habe der Kl&auml;ger auf der eigenen Internet-Seite ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass er f&uuml;r die Inhalte der verlinkten Seiten nicht verantwortlich sei. Zum anderen sei den verlinkten Inhalten jeweils vorangestellt, dass es sich um die Darstellung von gewissen Praktiken eines islamischen Staats mit islamischer Gesetzgebung handele, die im Widerspruch zur hiesigen Ordnung st&uuml;nden und dass die Darstellung solcher Inhalte keinesfalls als Aufruf zur Umsetzung, sondern nur als Aufkl&auml;rung &uuml;ber die islamische Sichtweise zu verstehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Beweisw&uuml;rdigung des FG ist m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze. Soweit FA und BMF in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat mit Blick auf Erkenntnisse aus einem zwischenzeitlich durchgef&uuml;hrten verwaltungsgerichtlichen Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes betreffend die Erw&auml;hnung des Kl&auml;gers in k&uuml;nftigen Verfassungsschutzberichten des Landes Y eine mangelnde Sachverhaltsaufkl&auml;rung durch das FG ger&uuml;gt haben, k&ouml;nnen sie damit schon deshalb keinen Erfolg haben, weil das FA ausweislich des Sitzungsprotokolls der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) durch das FG nicht ger&uuml;gt hat. Die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht geh&ouml;rt indes zu den &quot;verzichtbaren&quot; Verfahrensm&auml;ngeln, die nicht mehr mit Erfolg geltend gemacht werden k&ouml;nnen, wenn die Beteiligten sie nicht in der n&auml;chsten m&uuml;ndlichen Verhandlung r&uuml;gen (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 115 Rz 100 f., m.w.N.). Die Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge kann nicht dazu dienen, Beweisantr&auml;ge oder Fragen zu ersetzen, welche ein fachkundig vertretener Beteiligter &#8211;wie das FA&#8211; selbst in zumutbarer Weise h&auml;tte stellen k&ouml;nnen, jedoch im finanzgerichtlichen Verfahren zu stellen unterlassen hat (BFH-Beschluss vom 22. Oktober 2009 V B 108\/08, BFH\/NV 2010, 170, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Soweit das FA schlie&szlig;lich noch nachgetragen hat, der Kl&auml;ger werde in dem Verfassungsschutzbericht des Landes Y f&uuml;r das Jahr 2010 ausdr&uuml;cklich als &quot;extremistische Bestrebung&quot; bezeichnet, ist das zum einen als neues tats&auml;chliches Vorbringen in der Revisionsinstanz unbeachtlich. Zum anderen ist nicht ersichtlich, inwiefern sich diese Beurteilung bereits auf Verhaltensweisen des Kl&auml;gers aus dem Streitjahr 2008 st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect; 135 Abs. 2 FGO. Da das BMF durch den Verfahrensbeitritt &quot;Beteiligter&quot; des Revisionsverfahrens geworden ist (&sect; 57 Nr. 4 FGO) und es durch den gestellten Sachantrag seine Verfahrensstellung aktiv genutzt hat, tr&auml;gt es als unterlegener Beteiligter zusammen mit dem FA die Kostenlast (vgl. Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect; 135 Rz 8). Die BFH-Rechtsprechung, nach der eine Kostentragung des Beigeladenen im Rahmen des &sect; 135 Abs. 3 FGO ausscheidet, wenn dessen Antrag mit dem des unterlegenen Hauptbeteiligten &uuml;bereinstimmt (BFH-Urteile vom 23. Januar 1985 II R 2\/83, BFHE 143, 119, BStBl II 1985, 368; vom 8. November 2000 I R 1\/00, BFHE 194, 227, BStBl II 2001, 769; vom 11. November 2010 IV R 17\/08, BFHE 232, 28, BStBl II 2011, 716; BFH-Beschluss vom 25. Februar 2010 III S 7\/10, BFH\/NV 2010, 1285), ist hier nicht einschl&auml;gig, weil &sect; 135 Abs. 3 FGO f&uuml;r die nach &sect; 122 Abs. 2 FGO Beigetretenen nicht anwendbar ist (vgl. Senatsbeschluss vom 6. Februar 2007 I B 88\/05, BFH\/NV 2007, 1148).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2012, I R 11\/11 Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen extremistischer Bestrebungen &#8211; Beweislast &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &#8211; Bindung an die W&uuml;rdigung des FG &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensbeitritt des BMF Leits&auml;tze Die (widerlegbare) Vermutung des &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO i.d.F. des JStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-11-11-aberkennung-der-gemeinnuetzigkeit-wegen-extremistischer-bestrebungen-beweislast-zeitlicher-anwendungsbereich-von-par-51-abs-3-satz-2-ao-nf-bindung-an-die-wuerdigung-des-fg-kostenentscheidung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;11\/11 &#8211; Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit wegen extremistischer Bestrebungen &#8211; Beweislast &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 51 Abs. 3 Satz 2 AO n.F. &#8211; Bindung an die W&uuml;rdigung des FG &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensbeitritt des BMF<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8417","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8417"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8417\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}