{"id":8423,"date":"2012-12-05T04:07:25","date_gmt":"2012-12-05T02:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8423"},"modified":"2012-12-05T04:07:25","modified_gmt":"2012-12-05T02:07:25","slug":"vi-r-70-10-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-mit-echtem-hausschwamm-befallenen-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-70-10-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-mit-echtem-hausschwamm-befallenen-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;70\/10 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.3.2012, VI R 70\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen zur Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes k&ouml;nnen im Einzelfall ein unabwendbares Ereignis sein, wenn der Befall unentdeckt bleibt, die konkrete Gefahr der Unbewohnbarkeit eines Geb&auml;udes droht und daraus eine aufwendige Sanierung folgt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob Aufwendungen zur Beseitigung Echten Hausschwamms au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) bewohnt eine von ihr im Jahr 2002 erworbene Eigentumswohnung. Diese befindet sich in einem in dem Jahr 1900 erbauten Haus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Eigentumswohnung der Kl&auml;gerin ist &#8211;wie eine andere Eigentumswohnung in dem Geb&auml;ude auch&#8211; mit Echtem Hausschwamm befallen. Der Echte Hausschwamm wuchs bereits mehrere Jahre im Fu&szlig;bodenaufbau dieser Wohnung. Da die Deckenbalkenk&ouml;pfe des Geb&auml;udes wegen des Befalls bereits abgesackt waren, empfahl ein von der Wohnungseigent&uuml;merversammlung eingesetzter Sachverst&auml;ndiger f&uuml;r Holz- und Bautenschutz eine umfassende Sanierung des Geb&auml;udes zur Bek&auml;mpfung des Echten Hausschwamms. Der auf die Kl&auml;gerin entfallende Anteil der Sanierungsaufwendungen betrug f&uuml;r das Streitjahr 2007&nbsp;&nbsp;10.490,22 EUR. Versicherungsleistungen oder Schadensersatzleistungen erhielt die Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin machte diese Aufwendungen in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2007 erfolglos als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend. In der Einspruchsentscheidung ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Aufwendungen als haushaltsnahe Dienstleistungen durch Erm&auml;&szlig;igung der tariflichen Einkommensteuer um 452 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der daraufhin erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 134 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden &uuml;berwiegend statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil des FG vom 17. August 2010&nbsp;&nbsp;12 K 10270\/09 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2007 dahingehend zu best&auml;tigen, dass die festgesetzte Einkommensteuer 2007&nbsp;&nbsp;11.389 EUR betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht die auf die Kl&auml;gerin entfallenden Aufwendungen zur Beseitigung des Echten Hausschwamms als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 33 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) wird die Einkommensteuer auf Antrag erm&auml;&szlig;igt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung) erwachsen. Zwangsl&auml;ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect; 33 Abs. 2 Satz 1 EStG). Ziel des &sect; 33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des &sect; 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die &uuml;blichen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung, die in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11. November 2010 VI R 17\/09, BFHE 232, 40, BStBl II 2011, 969, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH k&ouml;nnen auch Kosten zur Wiederherstellung der Bewohnbarkeit eines selbstgenutzten Geb&auml;udes, das durch ein von dem Steuerpflichtigen nicht beeinflussbares au&szlig;ergew&ouml;hnliches Ereignis besch&auml;digt wurde, Aufwendungen i.S. von &sect; 33 EStG sein (BFH-Urteil vom 6. Mai 1994 III R 27\/92, BFHE 175, 332, BStBl II 1995, 104, Wasserschaden durch R&uuml;ckstau in einer Drainage). Voraussetzung hierf&uuml;r ist, dass der Verm&ouml;gensgegenstand f&uuml;r den Steuerpflichtigen eine existentiell wichtige Bedeutung hat, keine Anhaltspunkte f&uuml;r ein Verschulden des Steuerpflichtigen erkennbar, realisierbare Ersatzanspr&uuml;che gegen Dritte nicht gegeben sind und die zerst&ouml;rten oder besch&auml;digten Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde in Gr&ouml;&szlig;e und Ausstattung nicht erheblich &uuml;ber das Notwendige und &Uuml;bliche hinausgehen (BFH-Urteil vom 26. Juni 2003 III R 36\/01, BFHE 203, 295, BStBl II 2004, 47, m.w.N.). Ein Verschulden des Steuerpflichtigen an dem eingetretenen Verm&ouml;gensschaden ist jedenfalls nach bisheriger Rechtsprechung des BFH auch bei dem Unterlassen des Abschlusses einer allgemein zug&auml;nglichen und &uuml;blichen Versicherung anzunehmen (BFH-Urteile vom 21. April 2010 VI R 62\/08, BFHE 230, 1, BStBl II 2010, 965; vom 3. M&auml;rz 2005 III R 12\/04, BFH\/NV 2005, 1287, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Indessen kann es an der Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit fehlen, wenn die Sanierungsaufwendungen infolge von Baum&auml;ngeln notwendig werden, denn Schadensbeseitigungskosten, die durch Baum&auml;ngel verursacht worden sind, sind nicht un&uuml;blich, da es sich hierbei erfahrungsgem&auml;&szlig; nicht um ein ungew&ouml;hnliches Ereignis handelt, das etwa mit einem Hochwasserschaden vergleichbar ist (BFH-Urteil vom 9. August 2001 III R 6\/01, BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240; BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. Juni 2006 III B 37\/05, BFH\/NV 2006, 2057; vom 11. Februar 2009 VI B 140\/08, BFH\/NV 2009, 762).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Tauscht der Steuerpflichtige gesundheitsgef&auml;hrdende Gegenst&auml;nde des existenznotwendigen Bedarfs aus, so steht die Gegenwertlehre dem Abzug der Aufwendungen nicht entgegen. Der sich aus der Erneuerung ergebende Vorteil ist jedoch anzurechnen (&quot;Neu f&uuml;r Alt&quot;). Dabei obliegt die Ermittlung des Vorteilsausgleichs dem FG als Tatsacheninstanz (BFH-Urteil vom 11. November 2010 VI R 16\/09, BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die vorinstanzliche Entscheidung zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den tats&auml;chlichen und das Revisionsgericht bindenden (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO) Feststellungen des FG ist der Befall mit Echtem Hausschwamm unentdeckt geblieben, hat die Statik des Geb&auml;udes gef&auml;hrdet und eine aufwendige Sanierung zur Folge gehabt. Die daraus folgende W&uuml;rdigung des FG, nicht der Befall des Geb&auml;udes mit Echtem Hausschwamm als solcher, sondern die aus der konkreten und unmittelbar bevorstehenden Unbewohnbarkeit des Geb&auml;udes folgende aufwendige Sanierung sei ein unabwendbares Ereignis, verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze, so dass sie f&uuml;r das Revisionsgericht nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von einem die Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit der Aufwendungen ausschlie&szlig;enden Baumangel ist nicht auszugehen. Denn der Befall mit Echtem Hausschwamm war nach den nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und den Senat daher auch insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG nicht davon abh&auml;ngig, ob das jeweilige Bauwerk entsprechend den allgemein anerkannten Regeln des Bauhandwerks errichtet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit das FG im &Uuml;brigen davon ausgegangen ist, dass der Wohnung der Kl&auml;gerin eine existentiell wichtige Bedeutung beizumessen ist, dass keine Anhaltspunkte f&uuml;r ein Verschulden der Kl&auml;gerin erkennbar sind, realisierbare Ersatzanspr&uuml;che gegen Dritte nicht gegeben sind, insbesondere dass eine allgemein zug&auml;ngliche und &uuml;bliche Versicherungsm&ouml;glichkeit nicht bestanden hat und dass der schadhafte Verm&ouml;gensgegenstand in Gr&ouml;&szlig;e und Ausstattung nicht erheblich &uuml;ber das Notwendige und &Uuml;bliche hinausgeht, ist dies zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig. Gleiches gilt f&uuml;r die dem FG als Tatsacheninstanz obliegende Ermittlung des Vorteilsausgleichs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der erkennende Senat sieht deshalb von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab. Namentlich kann er dahinstehen lassen, ob f&uuml;r die Abzugsf&auml;higkeit von Aufwendungen f&uuml;r Gegenst&auml;nde des existenznotwendigen Grundbedarfs an dem Erfordernis einer allgemein zug&auml;nglichen und &uuml;blichen Versicherungsm&ouml;glichkeit stets festzuhalten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.3.2012, VI R 70\/10 Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung Leits&auml;tze Aufwendungen zur Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes k&ouml;nnen im Einzelfall ein unabwendbares Ereignis sein, wenn der Befall unentdeckt bleibt, die konkrete Gefahr der Unbewohnbarkeit eines Geb&auml;udes droht und daraus eine aufwendige Sanierung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-70-10-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-mit-echtem-hausschwamm-befallenen-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;70\/10 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines mit Echtem Hausschwamm befallenen Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8423","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8423"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8423\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}