{"id":8425,"date":"2012-12-05T04:07:27","date_gmt":"2012-12-05T02:07:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8425"},"modified":"2012-12-05T04:07:27","modified_gmt":"2012-12-05T02:07:27","slug":"vi-r-21-11-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung-anforderung-an-den-nachweis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-21-11-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung-anforderung-an-den-nachweis\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;21\/11 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Anforderung an den Nachweis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.3.2012, VI R 21\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Anforderung an den Nachweis<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aufwendungen zur Beseitigung unzumutbarer Beeintr&auml;chtigungen, die von einem Gegenstand des existenznotwendigen Bedarfs ausgehen, k&ouml;nnen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig i.S. des &sect; 33 Abs. 2 EStG entstehen.<\/p>\n<p>2. Die Unzumutbarkeit ist anhand objektiver Kriterien zu bestimmen. Handelt es sich um Geruchsbel&auml;stigungen, ist das &Uuml;berschreiten von objektiv feststellbaren Geruchsschwellen erforderlich.<\/p>\n<p>3. Ein die Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit von Aufwendungen ausschlie&szlig;ender Baumangel liegt auch dann nicht vor, wenn der Einsatz mittlerweile verbotener schadstoffhaltiger Materialien noch zum Zeitpunkt der Errichtung des Geb&auml;udes erlaubt war und das Geb&auml;ude sp&auml;ter ver&auml;u&szlig;ert wird.<\/p>\n<p>4. Der Umstand, dass ein vor Durchf&uuml;hrung der Beseitigungs- bzw. Wiederherstellungsma&szlig;nahmen erstelltes amtliches technisches Gutachten nicht vorliegt, steht dem Abzug der durch unabwendbare Ereignisse veranlassten Aufwendungen nicht entgegen. Gleichwohl hat der Steuerpflichtige nachzuweisen, dass er sich den Aufwendungen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen konnte.<\/p>\n<p>5. Allgemeine Gebrauchsgegenst&auml;nde des t&auml;glichen Lebens i.S. von &sect; 33 Abs. 1 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch (&sect; 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. e EStDV i.d.F. des <noindex>StVereinfG<\/noindex> 2011) liegen bei dem Umbau eines Hauses oder Umgestaltungen des Wohnumfeldes nicht vor.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen zur Sanierung eines Fertighauses au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Sie erwarben im Kalenderjahr 2000 ein mit einem Fertighaus bebautes Grundst&uuml;ck. Das im Jahr 1973 errichtete Geb&auml;ude besteht im Wesentlichen aus Holz. Die tragenden Holzbauteile des Geb&auml;udes wurden mit einem im Zeitpunkt der Errichtung nicht verbotenen Holzschutzmittel impr&auml;gniert. Die Au&szlig;enfassade des Geb&auml;udes war teilweise mit asbesthaltigen Faserzementplatten verkleidet. Dahinter befanden sich formaldehydhaltige Spanplatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits bei dem Einzug in das Haus nahmen die Kl&auml;ger einen unangenehmen Geruch wahr. Die im Jahr 2003 geborene Tochter der Kl&auml;ger befand sich seit 2006 wegen einer Atemwegserkrankung regelm&auml;&szlig;ig in pneumologischer Behandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr 2008 wurde die Fassade des Geb&auml;udes &uuml;berwiegend saniert. Zur Entfernung des Holzschutzmittels wurde die bisherige Au&szlig;enfassade aus Asbestzement- und Spanplatten einschlie&szlig;lich der D&auml;mmung ausgebaut und entsorgt, das verbliebene Gefache ges&auml;ubert und versiegelt sowie eine neue D&auml;mmung und Fassade eingebaut. Die Au&szlig;enfensterb&auml;nke wurden gegen neue Aluminiumau&szlig;enfensterb&auml;nke ausgetauscht. Die daf&uuml;r im Streitjahr 2008 gezahlten Aufwendungen in H&ouml;he von 32.653,60 EUR machten die Kl&auml;ger in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend. Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) insoweit lediglich eine Tariferm&auml;&szlig;igung nach &sect; 35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 600 EUR ber&uuml;cksichtigte, legten die Kl&auml;ger Einspruch ein. Im Einspruchsverfahren reichten sie eine fach&auml;rztliche Bescheinigung ein, nach der die Sanierung ihres Fertighauses wegen einer Belastung durch atemwegssch&auml;dliche Substanzen erforderlich und gerade auch im Hinblick auf die Erkrankung ihrer Tochter notwendig gewesen sei. Zudem legten sie dem FA eine Liste vor, in der 24 Personen einen &quot;muffigen und modrigen&quot; Geruch best&auml;tigten. Sie h&auml;tten nach einem Besuch in dem Haus der Kl&auml;ger ihre Kleidung waschen bzw. f&uuml;r mehrere Stunden l&uuml;ften m&uuml;ssen. Dieser Geruch sei nach Meinung der Kl&auml;ger auf das bei Errichtung des Hauses eingesetzte Holzschutzmittel zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Der Einspruch wurde abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Die geltend gemachten Aufwendungen seien keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen. F&uuml;r Krankheitskosten fehle es an dem Nachweis einer Krankheit der Tochter, die konkret auf Holzschutzmittel zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Zudem l&auml;gen keine durch ein unabwendbares Ereignis veranlassten Aufwendungen zur Wiederbeschaffung existenznotwendiger Gegenst&auml;nde oder zur Beseitigung von Sch&auml;den an diesen vor. Denn die Anschaffung eines Grundst&uuml;ckes sei kein unabwendbares Ereignis. Die Aufwendungen seien auch nicht zur Beseitigung einer konkreten Gesundheitsgef&auml;hrdung entstanden. Es fehle an dem Nachweis konkret zu bef&uuml;rchtender Gesundheitssch&auml;den. In jedem Fall seien die Aufwendungen wegen des Vorliegens eines Baumangels nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich. Denn durch die Verwendung der Holzschutzmittel sei ein solcher gegeben. Insoweit sei darauf abzustellen, dass das Geb&auml;ude zum Zeitpunkt des Erwerbs mit verbotenen Holzschutzmitteln impr&auml;gniert gewesen sei. Irrelevant sei, dass die Verwendung zur Zeit der Errichtung des Geb&auml;udes erlaubt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG vom 17. Februar 2011&nbsp;&nbsp;14 K 425\/09 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 26. November 2009 aufzuheben und unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides vom 22. Mai 2009 und des Einkommensteuerbescheides vom 27. Juli 2009 als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung i.S. des &sect; 33 EStG 32.854,20 EUR steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen und die Einkommensteuer 2008 unter K&uuml;rzung der gew&auml;hrten Tariferm&auml;&szlig;igung in H&ouml;he von 600 EUR entsprechend herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 33 Abs. 1 EStG wird die Einkommensteuer auf Antrag erm&auml;&szlig;igt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung) erwachsen. Zwangsl&auml;ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect; 33 Abs. 2 Satz 1 EStG). Ziel des &sect; 33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des &sect; 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die &uuml;blichen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung, die in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11. November 2010 VI R 17\/09, BFHE 232, 40, BStBl II 2011, 969, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Gegenst&auml;nden des existenznotwendigen Bedarfs stehen, k&ouml;nnen au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gehen von einem Gegenstand des existenznotwendigen Bedarfs konkrete Gesundheitsgef&auml;hrdungen aus, entstehen die Aufwendungen zur Beseitigung dieser Gef&auml;hrdung dem Steuerpflichtigen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig (&sect; 33 Abs. 2 Satz 1 EStG) und sind deshalb grunds&auml;tzlich als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung abziehbar (BFH-Urteile vom 9. August 2001 III R 6\/01, BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240, Aufwendungen f&uuml;r die Asbestsanierung der Au&szlig;enfassade eines Wohnhauses; vom 23. Mai 2002 III R 52\/99, BFHE 199, 287, BStBl II 2002, 592, Aufwendungen f&uuml;r den Austausch mit Formaldehyd verseuchter M&ouml;bel, und vom 11. November 2010 VI R 16\/09, BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966, Aufwendungen f&uuml;r die medizinisch indizierte Anschaffung von Schlafzimmerm&ouml;beln und einer Couchgarnitur; zu den Aufwendungen zur Schadstoffbeseitigung vgl. auch Hettler, Der Betrieb 2002, 1848).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ferner sind Aufwendungen zur Wiederbeschaffung existenznotwendiger Gegenst&auml;nde oder zur Beseitigung von Sch&auml;den an diesen aus Anlass eines unausweichlichen Ereignisses wie Brand, Hochwasser, Kriegseinwirkung, Vertreibung oder politische Verfolgung als aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig anzusehen (BFH-Urteil in BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240, m.w.N.). In diesem Zusammenhang hat der BFH insbesondere auch die aus einer &quot;privaten Katastrophe&quot; folgenden Aufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen i.S. des &sect; 33 EStG angesehen (BFH-Urteil vom 6. Mai 1994 III R 27\/92, BFHE 175, 332, BStBl II 1995, 104, Wasserschaden durch R&uuml;ckstau in einer Drainage).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer solchen &quot;privaten Katastrophe&quot; kommt es gleich, wenn einem Steuerpflichtigen Aufwendungen erwachsen, weil er gezwungen ist, von einem Gegenstand des existenznotwendigen Bedarfs ausgehende unzumutbare Beeintr&auml;chtigungen zu beseitigen. Anders als die Beeintr&auml;chtigung der Nutzbarkeit existenznotwendiger Gegenst&auml;nde durch sinnlich nicht wahrnehmbare Schadstoffe (etwa Asbest oder Formaldehyd) ist der eingetretene Nachteil hier wie bei einem Brand oder bei Hochwasser unmittelbar ersichtlich. Um jedoch nur die den Umst&auml;nden nach notwendigen und angemessenen Aufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zum Abzug zuzulassen, ist die Unzumutbarkeit anhand objektiver Kriterien zu bestimmen. Handelt es sich &#8211;wie vorliegend&#8211; um Geruchsbel&auml;stigungen, ist das &Uuml;berschreiten von objektiv feststellbaren Geruchsschwellen erforderlich. Eine Veranlassung der Aufwendungen durch das subjektive Empfinden der Beteiligten gen&uuml;gt nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In den zuvor genannten F&auml;llen sind die Aufwendungen allerdings nur dann abziehbar, wenn den Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer kein Verschulden an der Belastung trifft, die Belastung f&uuml;r ihn zum Zeitpunkt des Grundst&uuml;ckserwerbs nicht erkennbar war, realisierbare Ersatzanspr&uuml;che gegen Dritte nicht gegeben sind (BFH-Urteile in BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240; vom 20. Dezember 2007 III R 56\/04, BFH\/NV 2008, 937; jeweils m.w.N.) und es sich nicht um &uuml;bliche Instandsetzungs- und Modernisierungsma&szlig;nahmen oder dem gew&ouml;hnlichen Wertverzehr geschuldete Bauma&szlig;nahmen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) &Uuml;berdies d&uuml;rfen die streitigen Aufwendungen nicht der Beseitigung von Baum&auml;ngeln dienen. Baum&auml;ngel sind keineswegs un&uuml;blich und nicht mit ungew&ouml;hnlichen Ereignissen wie etwa Hochwassersch&auml;den vergleichbar (BFH-Beschluss vom 11. Februar 2009 VI B 140\/08, BFH\/NV 2009, 762, m.w.N.). War der Einsatz mittlerweile verbotener schadstoffhaltiger Materialien zum Zeitpunkt der Errichtung des Geb&auml;udes erlaubt, liegt jedenfalls f&uuml;r das Jahr der Errichtung des Geb&auml;udes kein Baumangel vor (BFH-Urteil in BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240). Nichts anderes kann nach der Auffassung des Senats gelten, wenn ein solches Geb&auml;ude nach einem Verbot der Materialien an den Steuerpflichtigen ver&auml;u&szlig;ert wurde. Denn das Rechtsgesch&auml;ft der Ver&auml;u&szlig;erung hat die tats&auml;chliche Beschaffenheit des Geb&auml;udes nicht ver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der Umstand, dass ein vor Durchf&uuml;hrung der Beseitigungs- bzw. Wiederherstellungsma&szlig;nahmen erstelltes amtliches technisches Gutachten nicht vorliegt, steht dem Abzug der Aufwendungen in den vorgenannten F&auml;llen nicht entgegen. Gleichwohl hat der Steuerpflichtige nachzuweisen, dass er sich den Aufwendungen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen konnte. Dies hat der Senat bereits f&uuml;r Krankheitskosten entschieden (BFH-Urteile in BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966; in BFHE 232, 40, BStBl II 2011, 969). Entsprechendes gilt auch f&uuml;r solche Aufwendungen, die durch unabwendbare Ereignisse veranlasst sind. Denn auch insoweit ergeben sich gesteigerte Nachweispflichten nicht aus dem Gesetz und widersprechen dem in &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO geregelten Grundsatz der freien Beweisw&uuml;rdigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes folgt auch nicht aus den durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1. November 2011 (BGBl I 2011, 2131) ge&auml;nderten Anforderungen an den Nachweis au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Belastungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch &sect; 33 Abs. 4 EStG wird die Bundesregierung erm&auml;chtigt, mittels Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Einzelheiten des Nachweises von Aufwendungen nach &sect; 33 Abs. 1 EStG zu bestimmen. Hiervon hat sie in &sect; 64 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (EStDV) Gebrauch gemacht und in &sect; 84 Abs. 3f EStDV eine Anwendung f&uuml;r alle F&auml;lle bestimmt, in denen die Einkommensteuer noch nicht bestandskr&auml;ftig festgesetzt ist. Gem&auml;&szlig; &sect; 64 Abs. 1 EStDV hat der Steuerpflichtige den Nachweis der Zwangsl&auml;ufigkeit bei Aufwendungen im Krankheitsfall in den dort aufgez&auml;hlten F&auml;llen zu erbringen. Indes ist bei einer Sanierung von Geb&auml;uden zur Beseitigung von Schadstoffen keiner dieser F&auml;lle einschl&auml;gig. Insbesondere bedarf es vorliegend keines amts&auml;rztlichen Gutachtens oder einer &auml;rztlichen Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung f&uuml;r medizinische Hilfsmittel, die als allgemeine Gebrauchsgegenst&auml;nde des t&auml;glichen Lebens i.S. von &sect; 33 Abs. 1 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch anzusehen sind (&sect; 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. e EStDV). Denn dies sind nur solche technischen Hilfen, die getragen oder mit sich gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen, um sich im jeweiligen Umfeld zu bewegen, zurechtzufinden und die elementaren Grundbed&uuml;rfnisse des t&auml;glichen Lebens zu befriedigen. Folglich sind der Umbau eines Hauses oder Umgestaltungen des Wohnumfeldes keine Hilfsmittel in dem genannten Sinne (grundlegend: Urteil des Bundessozialgerichts vom 6. August 1998 B 3 KR 14\/97 R, Sozialrecht 3-2500 &sect; 33 Nr. 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat braucht daher nicht zu entscheiden, ob das gesetzlich verankerte formalisierte Nachweisverlangen gegen das verfassungsrechtliche R&uuml;ckwirkungsverbot verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung beruht auf einer anderen Rechtsauffassung und ist daher aufzuheben. Der Senat kann jedoch nicht durcherkennen, da die Sache nicht spruchreif ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat kann nicht beurteilen, ob die aus der Sanierung entstehende Belastung f&uuml;r die Kl&auml;ger im Zeitpunkt des Grundst&uuml;ckserwerbs erkennbar war. Es fehlen Feststellungen dazu, ob die Kl&auml;ger bereits bei Einzug in das Haus den Geruch wahrnahmen, der durch die Sanierung beseitigt worden sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Von seinem Standpunkt aus zu Recht hat das FG keine Feststellungen dazu getroffen, ob eine unzumutbare Geruchsbel&auml;stigung vorlag. Dies wird es ggf. nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat weist dar&uuml;ber hinaus darauf hin, dass es sich bei den Aufwendungen auch um Aufwendungen zur Beseitigung konkreter Gesundheitsgef&auml;hrdungen gehandelt haben k&ouml;nnte. Insoweit wird sich das FG zu vergegenw&auml;rtigen haben, dass sich die Kl&auml;ger den Sanierungsaufwendungen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden auch dann nicht entziehen konnten, wenn eine konkrete Gesundheitsgef&auml;hrdung f&uuml;r ihre Familie drohte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240). Deshalb kann &#8211;abweichend von der Vorentscheidung&#8211; auch der Umstand von Bedeutung sein, dass die Sanierung zugunsten der Tochter der Kl&auml;ger erforderlich gewesen sein k&ouml;nnte, weil die Holzschutzmittel f&uuml;r die Atemwegserkrankung der Tochter urs&auml;chlich waren. Eines Nachweises nach &sect; 64 Abs. 1 EStDV bedarf es dazu nicht. Denn es handelt sich bei der Sanierung des Geb&auml;udes nicht um Aufwendungen im Krankheitsfall i.S. des &sect; 64 Abs. 1 EStDV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die erforderlichen Feststellungen hat das FG nach dem Grundsatz der freien Beweisw&uuml;rdigung (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO) zu treffen. Es hat dabei zu ber&uuml;cksichtigen, dass ein von einem Beteiligten vorgelegtes Sachverst&auml;ndigengutachten im finanzgerichtlichen Verfahren lediglich als Privatgutachten zu behandeln und damit als urkundlich belegter Parteivortrag zu w&uuml;rdigen ist. Es kann daher nicht als Nachweis f&uuml;r die Richtigkeit des kl&auml;gerischen Vortrags gewertet werden (BFH-Urteil in BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966, m.w.N.). Da weder das FA noch das FG die Sachkunde besitzen, um die Zwangsl&auml;ufigkeit der den Aufwendungen zugrunde liegenden Ma&szlig;nahme zu beurteilen, ist das FG aufgrund seiner Verpflichtung zur Sachaufkl&auml;rung (&sect; 76 FGO) gehalten, gegebenenfalls von Amts wegen ein entsprechendes Gutachten einzuholen (BFH-Urteile in BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966; in BFHE 232, 40, BStBl II 2011, 969).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Gelingt den Kl&auml;gern im Streitfall der Nachweis, dass sie sich den Sanierungsaufwendungen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen konnten, wird der Abzug der Sanierungskosten auch nicht durch einen Gegenwert gehindert. Tauscht der Steuerpflichtige wegen einer aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden bestehenden Zwangslage Gegenst&auml;nde des existenznotwendigen Bedarfs aus, so steht die Gegenwertlehre dem Abzug der Aufwendungen nicht entgegen. Der sich aus der Erneuerung ergebende Vorteil ist jedoch anzurechnen (&quot;Neu f&uuml;r Alt&quot;). Dabei obliegt die Ermittlung des Vorteilsausgleichs dem FG als Tatsacheninstanz (BFH-Urteil in BFHE 232, 34, BStBl II 2011, 966, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird hinsichtlich der Feststellung der notwendigen Sanierungsma&szlig;nahmen schlie&szlig;lich auch sicherzustellen haben, dass in den Sanierungskosten keine wertsteigernden Aufwendungen enthalten sind. Da in den geltend gemachten Betr&auml;gen nach den Feststellungen des FG auch Aufwendungen f&uuml;r die vollst&auml;ndige Erneuerung der Au&szlig;enfassade einschlie&szlig;lich der D&auml;mmung sowie f&uuml;r den Einbau von Aluminiumau&szlig;enfensterb&auml;nken enthalten sind, liegt angesichts des Alters des im Jahr 1973 erbauten Hauses die Vermutung nahe, dass es sich jedenfalls insoweit um werterh&ouml;hende Ausgaben gehandelt haben k&ouml;nnte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 175, 332, BStBl II 1995, 104).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.3.2012, VI R 21\/11 Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Anforderung an den Nachweis Leits&auml;tze 1. Aufwendungen zur Beseitigung unzumutbarer Beeintr&auml;chtigungen, die von einem Gegenstand des existenznotwendigen Bedarfs ausgehen, k&ouml;nnen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig i.S. des &sect; 33 Abs. 2 EStG entstehen. 2. Die Unzumutbarkeit ist anhand objektiver &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-21-11-aufwendungen-fuer-die-sanierung-eines-gebaeudes-als-aussergewoehnliche-belastung-anforderung-an-den-nachweis\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;21\/11 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines Geb&auml;udes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Anforderung an den Nachweis<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8425","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8425"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8425\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}