{"id":8465,"date":"2012-12-05T04:04:33","date_gmt":"2012-12-05T02:04:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8465"},"modified":"2012-12-05T04:04:33","modified_gmt":"2012-12-05T02:04:33","slug":"i-r-62-08-abzugsbeschraenkung-fuer-verluste-aus-stillen-beteiligungen-an-kapitalgesellschaften-im-veranlagungszeitraum-2003-verdeckte-regelungsluecke-unechte-rueckwirkung-verfassungskonforme-auslegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-62-08-abzugsbeschraenkung-fuer-verluste-aus-stillen-beteiligungen-an-kapitalgesellschaften-im-veranlagungszeitraum-2003-verdeckte-regelungsluecke-unechte-rueckwirkung-verfassungskonforme-auslegung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;62\/08 &#8211; Abzugsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften im Veranlagungszeitraum 2003 &#8211; Verdeckte Regelungsl&uuml;cke &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Verfassungskonforme Auslegung von &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 &#8211; Bilanzierung bei stiller Beteiligung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.3.2012, I R 62\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzugsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften im Veranlagungszeitraum 2003 &#8211; Verdeckte Regelungsl&uuml;cke &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Verfassungskonforme Auslegung von &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 &#8211; Bilanzierung bei stiller Beteiligung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Verluste aus typisch stillen Beteiligungen, die im Betriebsverm&ouml;gen gehalten werden, sind phasengleich zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p>\n<p>2. Die &Uuml;bergangsregelung des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002, nach der die Verlustverwertungsbeschr&auml;nkungen nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 i.d.F. des StVergAbG bereits ab dem Veranlagungszeitraum 2003 anzuwenden sind, ist verfassungskonform dahin auszulegen, dass die Regelungen bei vor dem 21. November 2002 geschlossenen stillen Gesellschaftsvertr&auml;gen dem Ausgleich des Verlusts aus der Beteiligung nicht entgegenstehen, der auf das erste nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG am 20. Mai 2003 im Jahr 2003 abgelaufene Wirtschaftsjahr, also auf das Wirtschaftsjahr 2003 oder das Wirtschaftsjahr 2002\/03, entf&auml;llt (Anschluss an den Senatsbeschluss vom 15. Februar 2012 I B 7\/11, BFHE 236, 444).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob das Einkommen der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH, f&uuml;r das Streitjahr (2003) um Verluste aus einer stillen Beteiligung zu vermindern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, deren Wirtschaftsjahr zum 30. Juni endete, gr&uuml;ndete im Februar 2002 zusammen mit A eine AG, die X-AG, an deren Grundkapital sie selbst und A zu je 50 % beteiligt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund des Gesellschaftsvertrags vom 21. Februar 2002 (GV) beteiligte sich die Kl&auml;gerin mit einer Einlage von 300.000 EUR als stille Gesellschafterin am Unternehmen der X-AG. Die Einlage wurde in der Folge auf Anforderung in Teilbetr&auml;gen eingezahlt. Der Kl&auml;gerin wurden die in &sect; 716 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs genannten Kontrollrechte einger&auml;umt (&sect; 7 GV); sie sollte &#8211;begrenzt auf 50 % ihrer Einlage&#8211; am Gewinn der X-AG mit 30 % teilnehmen. Am Verlust der X-AG war sie bis zur H&ouml;he ihrer Einlage beteiligt (&sect; 2 GV). Der Vertrag konnte von der Kl&auml;gerin &#8211;unbeschadet einer K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund&#8211; mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres gek&uuml;ndigt werden, fr&uuml;hestens jedoch zum 30. Juni 2003 (&sect; 8 Nr. 1 GV). Im Falle der Beendigung der stillen Gesellschaft stand ihr ein Abfindungsanspruch in H&ouml;he des Werts ihrer Beteiligung zu, der nach dem Saldo der vorgenannten Konten zu berechnen war; ein sich hierbei ergebender Verlustsaldo war von der Kl&auml;gerin nur auszugleichen, wenn er auf Belastungen des Verlustkontos beruhte (&sect; 8 Nrn. 2 bis 4 GV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X-AG, die ebenfalls ein abweichendes Wirtschaftsjahr hatte, erzielte in ihrem zum 30. Juni 2002 endenden Wirtschaftsjahr einen Verlust; auf die Kl&auml;gerin entfielen hiervon 95.000 EUR, die sie durch entsprechende Einlagen ausgeglichen hatte. Nach dem Jahresabschluss 2002\/03 der X-AG ergab sich f&uuml;r die Kl&auml;gerin zum 30. Juni 2003 ein weiterer Verlustanteil in H&ouml;he von 197.500 EUR. Auch dieser Verlustanteil wurde von der Kl&auml;gerin durch bis zum Bilanzstichtag (30. Juni 2003) geleistete Einlagen &uuml;bernommen und die stille Beteiligung in der auf den 30. Juni 2003 erstellten Bilanz der Kl&auml;gerin mit null EUR ausgewiesen. Im Jahre 2004 hat die Kl&auml;gerin ihren Anteil an der X-AG ver&auml;u&szlig;ert und auf ihre Rechte aus der stillen Beteiligung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte in den f&uuml;r das Streitjahr ergangenen Vorauszahlungsbescheiden zur K&ouml;rperschaftsteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag den auf das Wirtschaftsjahr 2002\/03 entfallenden Verlustanteil der Kl&auml;gerin aufgrund der durch das Gesetz zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen (Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz &#8211;StVergAbG&#8211;) vom 16. Mai 2003 (BGBl I 2003, 660) getroffenen Neuregelungen in &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002 n.F.) &#8211;i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002), &sect; 7 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 2002)&#8211; nicht an. Die Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg. W&auml;hrend des Klageverfahrens hat das FA sowohl die K&ouml;rperschaftsteuer 2003 als auch den Gewerbesteuermessbetrag 2003 festgesetzt und hierbei an seiner Auffassung zur Nichtber&uuml;cksichtigung des Verlusts festgehalten. Die Klage wurde vom Finanzgericht (FG) abgewiesen (FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 9. Juni 2008&nbsp;&nbsp;6 K 406\/04, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2009, 404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die angefochtenen Steuerbescheide dahin zu &auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer 2003 und der Gewerbesteuermessbetrag 2003 unter Ber&uuml;cksichtigung eines Verlusts aus der stillen Beteiligung in H&ouml;he von 197.500 EUR festgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Verfahren auf das entsprechende Ersuchen des erkennenden Senats durch Beschluss vom 20. Oktober 2010 I R 62\/08 (BFHE 231, 162, BStBl II 2011, 272) beigetreten und hat zu den ihm mit jenem Beschluss vorgelegten und die Regelungen des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. betreffenden Fragen Stellung genommen. Das BMF ist u.a. der Auffassung, dass &sect; 52 Abs. 1 i.V.m. &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. mit den Grunds&auml;tzen zum verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz vereinbar sei. Die Neuregelungen seien ohne weitere &Uuml;bergangsregelung ab Veranlagungszeitraum 2003 und somit auch f&uuml;r Verluste des Wirtschaftsjahres 2002\/03 anzuwenden. Bez&uuml;glich der Verluste des Wirtschaftsjahres 2002\/03 sei eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung zu beurteilen. Nicht gesch&uuml;tzt werde hierbei die allgemeine Erwartung, das geltende Recht bleibe im Hinblick auf die Verlustverwertung unver&auml;ndert; anderes gelte nur dann, wenn besondere Momente des Vertrauensschutzes hinzutr&auml;ten, d.h. konkret verfestigte Verm&ouml;genspositionen beeintr&auml;chtigt w&uuml;rden. Dies sei im Streitfall nicht gegeben; auch habe Anlass bestanden, dem Risiko ge&auml;nderter steuerlicher Rahmenbedingungen durch vertragliche Anpassungsklauseln zu begegnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das vorinstanzliche Urteil ist aufzuheben und der Klage in dem begehrten Umfang stattzugeben (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Neuregelungen in &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. waren im Streitjahr noch nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 2003 und des Gewerbesteuermessbetrags 2003 die zun&auml;chst angefochtenen Vorauszahlungsbescheide ersetzt haben und ohne Durchf&uuml;hrung eines weiteren Einspruchsverfahrens zum Gegenstand des Klageverfahrens geworden sind (&sect; 68 S&auml;tze 1 und 2 FGO; zur K&ouml;rperschaftsteuer s. Senatsurteil vom 27. Juni 1990 I R 166\/85, BFH\/NV 1991, 628, zu III.1; zur Gewerbesteuer s. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23. April 2009 IV R 73\/06, BFHE 225, 343, BStBl II 2010, 40, zu II.1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat ferner zu Recht davon abgesehen, das finanzgerichtliche Verfahren nach &sect; 74 FGO auszusetzen. Nach den tatrichterlichen Feststellungen, die den Senat binden (&sect; 118 Abs. 2 FGO), war die Kl&auml;gerin an der X-AG lediglich als typisch stille Gesellschafterin beteiligt. Der Senat hat keine Veranlassung, an dieser Einsch&auml;tzung, &uuml;ber die unter den Beteiligten auch kein Streit besteht, zu zweifeln. Weiterer Erw&auml;gungen bedarf es dazu deshalb nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Den Beteiligten ist darin beizupflichten, dass der auf die Kl&auml;gerin entfallende Anteil an dem von der X-AG im Wirtschaftsjahr 2002\/03 erlittenen Verlust bei ihr phasengleich, d.h. gleichfalls im Wirtschaftsjahr 2002\/03, zu erfassen ist. Er ist Teil des von der Kl&auml;gerin zum 30. Juni 2003 nach den Grunds&auml;tzen des Betriebsverm&ouml;gensvergleichs zu ermittelnden Gewinns (&sect; 4 und &sect; 5 Abs. 1 EStG 2002) und mindert damit im Streitjahr sowohl ihr Einkommen (&sect; 7 Abs. 4 Satz 2 KStG 2002) als auch ihren Gewerbeertrag (&sect; 7 Satz 1, &sect; 10 Abs. 2 GewStG 2002). Abweichend von der Stellungnahme des BMF ist es hierbei auch unerheblich, ob am Bilanzstichtag (30. Juni 2003) der Teilwert der stillen Beteiligung i.S. von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 voraussichtlich dauernd gemindert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Einlage des stillen Gesellschafters in das Verm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes &uuml;bergeht (&sect; 230 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;) und sich deshalb die mit einem solchen Innengesellschaftsverh&auml;ltnis verbundenen Verm&ouml;gensrechte des Stillen darauf beschr&auml;nken, dass er w&auml;hrend des Bestehens der Gesellschaft am Ergebnis des Unternehmens beteiligt ist und nach Aufl&ouml;sung der Gesellschaft sein Guthaben in Geld verlangen kann (&sect; 235 HGB), geht der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung davon aus, dass die typisch stille Beteiligung trotz ihres gesellschaftsrechtlichen Charakters &quot;wie eine Kapitalforderung&quot; zu behandeln und f&uuml;r Zwecke des Bewertungsrechts nach den Grunds&auml;tzen des &sect; 12 des Bewertungsgesetzes anzusetzen ist (BFH-Urteil vom 2. Februar 1973 III R 134\/70, BFHE 109, 57, BStBl II 1973, 472, m.w.N.). Hiermit &uuml;bereinstimmend hat der BFH die Verm&ouml;genseinlage des stillen Gesellschafters wirtschaftlich als einen &quot;qualifizierten Kredit&quot; angesehen, der in der Bilanz des Gesch&auml;ftsinhabers als Fremdkapital (&quot;sonstige Verbindlichkeit&quot;; &sect; 266 Abs. 3 C.8 HGB) zu passivieren ist (BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2003 XI R 24\/02, BFHE 202, 137, BStBl II 2003, 656). Nichts anderes kann f&uuml;r die Bilanz des stillen Gesellschafters gelten; auch dieser hat keine Beteiligung (vgl. &sect; 266 Abs. 2 A.III.2 HGB), sondern die Einlage als forderungs&auml;hnliche sonstige Ausleihung i.S. von &sect; 266 Abs. 2 A.III.6 HGB auszuweisen (gleicher Ansicht z.B. Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect; 5 EStG Rz 740 &quot;Stille Beteiligung&quot;; Kessler\/Reitsam, Deutsches Steuerrecht 2003, 269, 271).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Folge hiervon ist zum einen, dass ein auf den stillen Gesellschafter entfallender Gewinn nicht erst mit der Feststellung der Bilanz des Gesch&auml;ftsinhabers, sondern zum Ende des jeweiligen Gesch&auml;ftsjahres zu erfassen ist, f&uuml;r das der Gewinnanteil nach &sect; 232 Abs. 1 HGB berechnet werden muss. Letzteres hat der BFH bereits f&uuml;r Zwecke des Bewertungsrechts entschieden (BFH-Urteile vom 11. Oktober 1968 III 246\/64, BFHE 94, 261, BStBl II 1969, 123; vom 7. Mai 1971 III R 7\/69, BFHE 102, 407, BStBl II 1971, 642). Soweit er hierbei davon ausgeht, dass der Gewinnanspruch des Stillen mit Ablauf des Gesch&auml;ftsjahres und nicht erst im Zeitpunkt der Aufstellung der Bilanz entsteht, kann dies vorliegend offenbleiben, da in der f&uuml;r das Ertragsteuerrecht ma&szlig;geblichen Steuerbilanz auch ein rechtlich noch nicht entstandener, aber wirtschaftlich in der Vergangenheit verursachter und am Bilanzstichtag hinreichend sicherer k&uuml;nftiger Anspruch aktiviert werden muss (Senatsurteil vom 18. Dezember 2002 I R 11\/02, BFHE 201, 228, BStBl II 2003, 400, m.w.N.). Auch ist gekl&auml;rt, dass die &#8211;als Grundsatz ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung auch steuerrechtlich zu beachtende (&sect; 5 Abs. 1 EStG 2002 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 KStG 2002)&#8211; Regelung des &sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB, der zufolge alle am Bilanzstichtag eingetretenen und bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung zumindest erkennbar gewordenen &quot;Risiken&quot; und &quot;Verluste&quot; zu ber&uuml;cksichtigen sind, &uuml;ber den Gesetzeswortlaut hinaus steuererh&ouml;hende Umst&auml;nde (Senatsurteil vom 15. September 2004 I R 5\/04, BFHE 208, 116, BStBl II 2009, 100) erfasst und nicht nur bei der Bewertung der Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde (Wirtschaftsg&uuml;ter), sondern auch bei der Entscheidung &uuml;ber den Ansatz eines Wirtschaftsguts dem Grunde nach zu beachten ist (BFH-Urteil vom 28. M&auml;rz 2000 VIII R 77\/96, BFHE 191, 339, BStBl II 2002, 227). Demgem&auml;&szlig; sind nach der Rechtsprechung Aussch&uuml;ttungsanspr&uuml;che, die sich unmittelbar aus den Vertragsbedingungen ergeben, auch dann phasenkongruent zu aktivieren, wenn deren exakte H&ouml;he erst noch unter Aus&uuml;bung von Ermessens- und Beurteilungsspielr&auml;umen berechnet werden muss (Senatsurteil vom 18. Mai 1994 I R 59\/93, BFHE 175, 400, BStBl II 1995, 54; Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect; 5 EStG Rz 281). Nichts anderes kann f&uuml;r Gewinnanspr&uuml;che eines stillen Gesellschafters gelten, wenn diese &#8211;wie vorliegend in &sect; 2 Nr. 3 GV vorgesehen&#8211; im Einklang mit &sect; 232 Abs. 1 HGB auf den Schluss des Gesch&auml;ftsjahres berechnet und &#8211;vorbehaltlich des Ausgleichs eines negativen Kontos&#8211; von ihm entnommen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus dem forderungs&auml;hnlichen Charakter des stillen Gesellschaftsverh&auml;ltnisses ergibt sich zum anderen, dass &#8211;in F&auml;llen &uuml;bereinstimmender Wirtschaftsjahre&#8211; auch die auf den stillen Gesellschafter entfallenden Verlustanteile dessen Betriebsverm&ouml;gen phasengleich mindern. Auch insoweit kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Berechnung und Abbuchung des Verlusts an; ma&szlig;geblich ist vielmehr, dass gem&auml;&szlig; &sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB die zum Bilanzstichtag (rechtlich oder wirtschaftlich) entstandenen Verluste unter Ber&uuml;cksichtigung der bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen (wertaufhellenden) Umst&auml;nde im Abschluss des stillen Gesellschafters auszuweisen sind (vgl. Senatsurteil vom 20. August 2003 I R 49\/02, BFHE 203, 319, BStBl II 2003, 941, betreffend Forderungsbewertung). Die Kl&auml;gerin hat deshalb auch im Streitfall zu Recht den von der X-AG f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2002\/03 ermittelten Verlustanteil (197.500 EUR) in ihren auf den 30. Juni 2003 erstellten Abschluss &uuml;bernommen. Entgegen der Stellungnahme des BMF ist es f&uuml;r die phasengleiche &Uuml;bernahme des Verlustanteils ohne Bedeutung, ob der Wert der mitgliedschaftlichen Rechte des stillen Gesellschafters i.S. von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 infolge der zugewiesenen Verluste voraussichtlich dauernd gemindert wird (gleicher Ansicht z.B. Groh, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2004, 668; derselbe, Betriebs-Berater 1993, 1882; Schoor\/ Natschke, Die GmbH &#038; Still im Steuerrecht, 4. Aufl., Rz 308; Kempf\/Balgar in L&uuml;dicke\/Kempf\/Brink [Hrsg.], Verluste im Steuerrecht, S. 90; Schmidt\/Kulosa, EStG, 30. Aufl., &sect; 6 Rz 330 &quot;Stille Beteiligung&quot;). Denn ebenso wie ein f&uuml;r den stillen Gesellschafter berechneter Gewinnanteil nicht die Bewertung der bisherigen Forderung betrifft, sondern den Forderungsbestand aus dem kredit&auml;hnlichen Verh&auml;ltnis erh&ouml;ht, hat umgekehrt ein auf den stillen Gesellschafter entfallender Verlustanteil zur Folge, dass sich der Bestand seiner Forderung gegen&uuml;ber dem Gesch&auml;ftsinhaber mindert. Der Verlustanteil der Kl&auml;gerin ist deshalb &#8211;gleich dem Fall der teilweisen Tilgung eines auf Geld gerichteten Anspruchs&#8211; vom Buchwert des forderungs&auml;hnlichen Rechts abzusetzen (vgl. zur Forderungstilgung Senatsurteil vom 12. Oktober 1995 I R 179\/94, BFHE 180, 30, BStBl II 1996, 402; BFH-Urteil vom 1. Oktober 1996 VIII R 88\/94, BFHE 182, 320, BStBl II 1997, 424; FG M&uuml;nster, Urteil vom 11. November 2005&nbsp;&nbsp;9 K 6525\/01 K, Entscheidungen der Finanzgerichte 2006, 953).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Hiernach kann nicht fraglich sein, dass es sich &#8211;wovon auch die Beteiligten ausgehen&#8211; bei dem im anh&auml;ngigen Verfahren umstrittenen und von der Einlageforderung abzusetzenden Verlustanteil der Kl&auml;gerin um einen &quot;Anteil am Verlust des (vom Gesch&auml;ftsinhaber gef&uuml;hrten) Betriebs&quot; i.S. von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und Abs. 3 EStG 2002 a.F.\/n.F. (i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) handelt. Soweit &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 jedoch durch das StVergAbG um den Verweis auf &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 EStG 2002 n.F. erg&auml;nzt wurde, ist diese Neuregelung (&sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F.) aufgrund der verfassungsrechtlich gebotenen Reduktion des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. im Streitfall weder f&uuml;r Zwecke der Ermittlung des k&ouml;rperschaftsteuerlichen Einkommens (&sect; 8 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) noch zur Bestimmung des Gewerbeertrags (&sect; 7 GewStG 2002) anwendbar. Demgem&auml;&szlig; bedarf es im anh&auml;ngigen Verfahren auch keiner Er&ouml;rterung, ob die Verlustverwertungsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 EStG 2002 n.F. mit dem Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes) vereinbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die durch das StVergAbG in das EStG eingef&uuml;gten Steuerversch&auml;rfungen nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F., nach denen Verluste aus stillen Gesellschaften an Kapitalgesellschaften nur unter den Voraussetzungen des &sect; 10d (EStG 2002) mit Gewinnen aus derselben Innengesellschaft verrechenbar sind, sind nach dem Wortlaut des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. ab dem Veranlagungszeitraum 2003 und mithin auch f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen zu beachten, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; dem Einlagekonto des stillen Gesellschafters mit Ablauf des Wirtschaftsjahres 2002\/03 belastet wurden (&sect; 7 Abs. 4 Satz 2 KStG 2002; &sect; 10 Abs. 2 GewStG 2002). &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. ist jedoch im Wege der verfassungskonformen Auslegung dahin einzuschr&auml;nken, dass die Ausgleichs- und Abzugsverbote nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. f&uuml;r Verluste aus stillen Gesellschaften jedenfalls dann nicht anzuwenden sind, wenn der Gesellschaftsvertrag sp&auml;testens am Tag des Kabinettsbeschlusses zum &quot;Entwurf eines Gesetzes zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen&quot; (20. November 2002) rechtswirksam abgeschlossen worden ist und der in Frage stehende Verlust auf das erste nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG am 20. Mai 2003 (vgl. Ausgabe Nr. 19 des BGBl I 2003) im Jahr 2003 endende Wirtschaftsjahr (d.h. auf das Wirtschaftsjahr 2003 oder Wirtschaftsjahr 2002\/03) entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem steht nicht entgegen, dass es nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ausgeschlossen ist, ein Gesetz gegen seinen ausdr&uuml;cklichen Wortlaut und gegen den erkennbaren Willen des Gesetzgebers verfassungskonform auszulegen. Hiervon abzugrenzen sind zu weit geratene &#8211;und damit verdeckt l&uuml;ckenhafte&#8211; &Uuml;berleitungsbestimmungen, die auch Sachverhaltskonstellationen erfassen, f&uuml;r die der Gesetzgeber &#8211;h&auml;tte er sie bedacht&#8211; zur Vermeidung einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen R&uuml;ckwirkung eine besondere Anwendungsregelung getroffen h&auml;tte. Eine solche verdeckte Regelungsl&uuml;cke ist im Wege der erg&auml;nzenden Rechtsfortbildung dadurch zu schlie&szlig;en, dass die verfassungsrechtlich erforderlichen Einschr&auml;nkungen dem Gesetzeswortlaut hinzuzuf&uuml;gen sind (vgl. BFH-Urteile vom 12. Dezember 2000 VIII R 10\/99, BFHE 194, 135, BStBl II 2001, 282; vom 25. M&auml;rz 2004 IV R 2\/02, BFHE 206, 21, BStBl II 2004, 728; Senatsurteil vom 19. Oktober 2005 I R 34\/04, BFH\/NV 2006, 1099, jeweils zur echten R&uuml;ckwirkung, sowie BFH-Urteile vom 14. Dezember 2006 III R 27\/03, BFHE 215, 442, BStBl II 2007, 332; vom 23. M&auml;rz 2011 X R 28\/09, BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753, jeweils zur unechten R&uuml;ckwirkung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein solches einschr&auml;nkendes Gesetzesverst&auml;ndnis ist auch im Streitfall im Hinblick auf die Auslegung des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. i.V.m. &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Bestimmungen stehen im Zusammenhang damit, dass der Gesetzgeber mit dem StVergAbG &#8211;gleichfalls mit Wirkung f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2003 (&sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVergAbG &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211;)&#8211; die sog. Mehrm&uuml;tterorganschaft durch Streichung der erst mit dem Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz (UntStFG) vom 20. Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858) eingef&uuml;gten gesetzlichen Regelung des &sect; 14 Abs. 2 KStG 2002 (a.F.) nicht mehr anerkannt und zudem in &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KStG 2002 n.F. angeordnet hat, dass die Voraussetzungen des &sect; 14 Abs. 1 Nr. 1 KStG 2002, nach denen der Organtr&auml;ger vom Beginn des Wirtschaftsjahres der Organgesellschaft an dieser mehrheitlich beteiligt sein muss (sog. finanzielle Eingliederung), im Verh&auml;ltnis zur Organtr&auml;ger-Personengesellschaft erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen. Nach Einsch&auml;tzung des Gesetzgebers sollten die Neuregelungen in &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. die Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft absichern, da &quot;die mit sog. Mehrm&uuml;tterorganschaften verfolgten Ziele &#8230; faktisch auch durch Innengesellschaften &#8230; erreicht werden (k&ouml;nnten). Diese Umgehungsm&ouml;glichkeit (werde) durch die vorgeschlagenen k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Neuregelungen nicht hinreichend ausgeschlossen&quot; (BTDrucks 15\/119, S. 38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erkennende Senat hat in seinem Beschluss vom 15. Februar 2012 I B 7\/11 (BFHE 236, 444, DB 2012, 607) erl&auml;utert, dass der Gesetzgeber bei der Fassung des &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. offenkundig nicht ber&uuml;cksichtigt hat, dass die Neuregelung in &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. auf die mit dem StVergAbG nicht ver&auml;nderte Bestimmung des &sect; 14 Abs. 1 Nr. 1 KStG 2002 (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 n.F.) verweist und damit auch in sog. Altf&auml;llen &#8211;d.h. F&auml;llen, in denen der Mehrm&uuml;tterorganschaft ein bis zum Kabinettsbeschluss zum &quot;Entwurf eines Gesetzes zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen&quot; vom 20. November 2002 geschlossener Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag zugrunde liegt&#8211; f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2003 die versch&auml;rften Anforderungen der finanziellen Eingliederung bereits zu Beginn des Wirtschaftsjahres der Organgesellschaft &#8211;im Falle eines mit dem Kalenderjahr &uuml;bereinstimmenden Wirtschaftsjahres mithin bereits am 1. Januar 2003&#8211; erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen. Da dieses Erfordernis aber mit den bei einer sog. unechten R&uuml;ckwirkung zu beachtenden Grunds&auml;tzen des Vertrauensschutzes nicht vereinbar ist und nicht angenommen werden kann, dass der Gesetzgeber &#8211;w&auml;ren ihm diese Zusammenh&auml;nge bewusst gewesen&#8211; eine solche verfassungswidrige Anwendungsbestimmung hat treffen wollen, ist von einer verdeckten Regelungsl&uuml;cke auszugehen und diese im Wege der Rechtsfortbildung dahin zu schlie&szlig;en, dass es f&uuml;r die fortdauernde steuerliche Anerkennung von Organschaftsverh&auml;ltnissen in den vorbezeichneten Altf&auml;llen gen&uuml;gt, wenn die Voraussetzungen des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 n.F. bis zum Ablauf des ersten nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG im Jahr 2003 endenden Wirtschaftsjahres der Organgesellschaft (im Verfahren I B 7\/11, BFHE 236, 444 mithin zum 31. Dezember 2003) erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach diesen Grunds&auml;tzen enth&auml;lt auch die &Uuml;berleitungsbestimmung des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F., nach der &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. ab dem Veranlagungszeitraum 2003 anzuwenden sind, eine verdeckte Regelungsl&uuml;cke, die zur Wahrung des Rechtsstaatsprinzips im Wege einer den Normtext einschr&auml;nkenden Auslegung zu schlie&szlig;en ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Ebenso wie eine wortlautgem&auml;&szlig;e Auslegung des &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. (i.V.m. &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F.) nach Ma&szlig;gabe der vorstehenden Erl&auml;uterungen gegen die verfassungsrechtlichen Anforderungen des Vertrauensschutzes versto&szlig;en w&uuml;rde, so h&auml;tte ein solches Gesetzesverst&auml;ndnis unter den Voraussetzungen des Streitfalls zur Folge, dass auch &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. gegen das Rechtsstaatsprinzip versto&szlig;en w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Auszugehen ist hierbei davon, dass im Streitfall &uuml;ber eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung (tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung) zu entscheiden ist, da das StVergAbG am 20. Mai 2003 verk&uuml;ndet worden ist, seine belastenden Rechtsfolgen (hier: Verlustverwertungsbeschr&auml;nkungen gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F.) jedoch &#8211;unter R&uuml;ckgriff auf einen bereits zuvor ins Werk gesetzten Sachverhalt (hier: Begr&uuml;ndung der stillen Beteiligung am 21. Februar 2002)&#8211; erst im Zeitpunkt der Entstehung der K&ouml;rperschaftsteuer und Gewerbesteuer 2003, also am 31. Dezember 2003, eintreten (&sect; 30 Nr. 3 KStG 2002; &sect; 18 i.V.m. &sect; 14 GewStG 2002). Hierauf ist auch dann abzustellen, wenn &#8211;wie vorliegend&#8211; das Ergebnis eines abweichenden Wirtschaftsjahres (hier: Wirtschaftsjahr 2002\/03) in dem Kalenderjahr (Veranlagungszeitraum) zu erfassen ist, in dem das (abweichende) Wirtschaftsjahr endet (hier: 2003; vgl. &sect; 7 Abs. 4 Satz 2 KStG 2002; &sect; 10 Abs. 2 GewStG 2002) und in dessen Verlauf das den Steuerpflichtigen belastende Gesetz verk&uuml;ndet worden ist (hier: 20. Mai 2003; vgl. allgemein BFH-Urteil in BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753). Auch auf dem &quot;weiten und vielgestaltigen Feld unechter R&uuml;ckwirkungen&quot; muss der Normadressat eine Entt&auml;uschung seines Vertrauens allerdings nur hinnehmen, wenn die tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung zur F&ouml;rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw&auml;gung zwischen dem Gewicht des entt&auml;uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts&auml;nderung rechtfertigenden Gr&uuml;nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (vgl. Bundesverfassungsgericht, Beschl&uuml;sse vom 7. Juli 2010&nbsp;&nbsp;2 BvL 14\/02, 2 BvL 2\/04, 2 BvL 13\/05, BVerfGE 127, 1; 2 BvR 748\/05, 2 BvR 753\/05, 2 BvR 1738\/05, BVerfGE 127, 61; 2 BvL 1\/03, 2 BvL 57\/06, 2 BvL 58\/06, BVerfGE 127, 31; Senatsbeschl&uuml;sse vom 14. M&auml;rz 2011 I R 95\/04, BFH\/NV 2011, 1192, sowie vom 8. Oktober 2010 I R 95\/04, BFHE 223, 105).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Hiernach muss f&uuml;r den Streitfall angenommen werden, dass eine Anwendung der Neuregelung bereits im Veranlagungszeitraum 2003 das Vertrauensschutzinteresse der Kl&auml;gerin verletzen w&uuml;rde. Dies ergibt sich zum einen daraus, dass die Kl&auml;gerin deshalb in besonderem Ma&szlig;e schutzw&uuml;rdig war, weil sie ihre Beteiligung erstmals zum 30. Juni 2003 unter Wahrung einer Frist von sechs Monaten ordentlich h&auml;tte k&uuml;ndigen k&ouml;nnen (&sect; 8 Nr. 1 GV) und sie damit nach ihren gesellschaftsvertraglichen &#8211;mit der Regel des &sect; 132 HGB &uuml;bereinstimmenden&#8211; Bindungen keine M&ouml;glichkeit hatte, der steuerlichen Entwertung des im gesamten Wirtschaftsjahr 2002\/03 anfallenden Verlusts durch die bereits f&uuml;r den Veranlagungszeitraum bzw. Erhebungszeitraum 2003 anzuwendenden Rechtsversch&auml;rfungen des StVergAbG zu begegnen. Zum anderen ist nicht erkennbar, dass das &ouml;ffentliche Interesse an einer sofortigen Rechts&auml;nderung geeignet sein k&ouml;nnte, die Entt&auml;uschung dieses schutzw&uuml;rdigen Vertrauens der Kl&auml;gerin zu rechtfertigen. Eine solche Gewichtung verbietet sich nach Ansicht des erkennenden Senats nicht nur, weil der Gesetzgeber noch mit dem UntStFG die fr&uuml;here Rechtsprechung zur Mehrm&uuml;tterorganschaft gesetzlich festgeschrieben hat und somit auch nach seiner damaligen Einsch&auml;tzung keine Bedenken gegen die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten aus stillen Beteiligungen am Betrieb von Kapitalgesellschaften bestehen konnten. Demgem&auml;&szlig; ist auch nicht ersichtlich, weshalb es die Kl&auml;gerin unter Vertrauensschutzgesichtspunkten hinnehmen m&uuml;sste, dass ihr im Februar 2002 geschlossener Gesellschaftsvertrag bereits ab dem Veranlagungszeitraum bzw. Erhebungszeitraum 2003 den Verlustverwertungsbeschr&auml;nkungen nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. unterworfen wird. Hinzu kommt vor allem, dass die nach dem Wortlaut des &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. im Streitfall gegebene tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung (unechte R&uuml;ckwirkung) der Vorschriften im anh&auml;ngigen Verfahren nicht geeignet ist, deren Zweck zu f&ouml;rdern. Da dieser darin besteht, die Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft zu flankieren, die Tatbestandsvoraussetzungen der hierauf aufbauenden Neuregelung des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. zur finanziellen Eingliederung der Organgesellschaft in den eigenen Verm&ouml;genskreis der Organtr&auml;ger-Personengesellschaft aber aus Gr&uuml;nden des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes in sog. Altf&auml;llen entgegen dem Wortlaut des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. i.V.m. &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. erst zum Ende des ersten nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG im Jahre 2003 abgelaufenen Wirtschaftsjahres (Wirtschaftsjahr 2003 oder Wirtschaftsjahr 2002\/03) erf&uuml;llt sein mussten, ist nicht erkennbar, in welcher Weise in Altf&auml;llen (Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrags vor dem 21. November 2002) die r&uuml;ckwirkende (r&uuml;ckankn&uuml;pfende) Geltung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen, die auf diesen Anpassungs- und Karenzzeitraum (Wirtschaftsjahr 2003 oder Wirtschaftsjahr 2002\/03) entfallen, die Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft absichern k&ouml;nnte. Das gilt umso mehr, als ohnehin ausgeschlossen werden kann, dass die w&auml;hrend des Zeitraums der ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Zul&auml;ssigkeit der Mehrm&uuml;tterorganschaft vereinbarten stillen Gesellschaften das Ziel gehabt haben, die (nicht absehbare) Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft zu umgehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Ebenso wie zur Neuregelung des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. i.V.m. &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. erkannt (vgl. dazu Senatsbeschluss in DB 2012, 607), ist auch f&uuml;r die Bestimmungen des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. i.V.m. &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 n.F. von einer verdeckten Regelungsl&uuml;cke auszugehen, da angenommen werden muss, dass der Gesetzgeber &#8211;w&auml;ren ihm die aufgezeigten Zusammenh&auml;nge bewusst gewesen&#8211; nicht nur im Hinblick auf die k&ouml;rperschaftsteuerlichen Regelungen zur Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft, sondern auch im Hinblick auf die &#8211;nach seiner eigenen Einsch&auml;tzung flankierenden&#8211; Verlustverwertungsbeschr&auml;nkungen bei stillen Gesellschaften f&uuml;r einen verfassungsgem&auml;&szlig;en &Uuml;bergang gesorgt und dabei die berechtigten Belange der Betroffenen ber&uuml;cksichtigt h&auml;tte. Demnach sind bei Abschluss des stillen Gesellschaftsvertrags vor dem 21. November 2002 &sect; 15 Abs. 4 Satz 6, &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 n.F. jedenfalls f&uuml;r die Verluste nicht anzuwenden, die zum Ende des ersten nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG im Jahre 2003 abgelaufenen Wirtschaftsjahres (Wirtschaftsjahr 2003 oder Wirtschaftsjahr 2002\/03) entstanden sind. Sie stehen damit auch im Streitfall, der die im Wirtschaftsjahr 2002\/03 erwirtschafteten Verluste zum Gegenstand hat, einem Ausgleich mit den von der Kl&auml;gerin aus anderen Einkunftsquellen erzielten Gewinnen nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ob es verfassungsrechtlich geboten sein k&ouml;nnte, den Vertrauensschutz &#8211;beispielsweise mit R&uuml;cksicht auf die gesellschaftsvertraglichen und gesetzlich zu beachtenden Bindungen (&sect;&sect; 234, 132 HGB)&#8211; &uuml;ber das Wirtschaftsjahr 2002\/03 oder gar &uuml;ber das Wirtschaftsjahr 2003 hinaus auszudehnen, bedarf im anh&auml;ngigen Verfahren keiner Er&ouml;rterung und kann deshalb offenbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Vorinstanz hat im Ergebnis eine hiervon abweichende Rechtsauffassung vertreten. Ihr Urteil ist deswegen aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Zwischen den Beteiligten ist die H&ouml;he der der Kl&auml;gerin aus ihrer Beteiligung an der X-AG entstandenen Verluste (197.500 EUR) nicht streitig. Ebenso besteht Einvernehmen dar&uuml;ber, dass die Kl&auml;gerin ihren Verlustanteil durch bis zum Bilanzstichtag (30. Juni 2003) geleistete Einlagen ausgeglichen hat. Die K&ouml;rperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuermessbetrag sind demnach unter Ber&uuml;cksichtigung des von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Verlusts festzusetzen. Deren Berechnung wird gem&auml;&szlig; &sect; 100 Abs. 2 Satz 2 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.3.2012, I R 62\/08 Abzugsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften im Veranlagungszeitraum 2003 &#8211; Verdeckte Regelungsl&uuml;cke &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Verfassungskonforme Auslegung von &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 &#8211; Bilanzierung bei stiller Beteiligung Leits&auml;tze 1. Verluste aus typisch stillen Beteiligungen, die im Betriebsverm&ouml;gen gehalten werden, sind phasengleich zu ber&uuml;cksichtigen. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-62-08-abzugsbeschraenkung-fuer-verluste-aus-stillen-beteiligungen-an-kapitalgesellschaften-im-veranlagungszeitraum-2003-verdeckte-regelungsluecke-unechte-rueckwirkung-verfassungskonforme-auslegung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;62\/08 &#8211; Abzugsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Verluste aus stillen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften im Veranlagungszeitraum 2003 &#8211; Verdeckte Regelungsl&uuml;cke &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Verfassungskonforme Auslegung von &sect; 52 Abs. 1 EStG 2002 &#8211; Bilanzierung bei stiller Beteiligung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8465","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8465"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8465\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}