{"id":8508,"date":"2012-12-05T04:04:34","date_gmt":"2012-12-05T02:04:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8508"},"modified":"2012-12-05T04:04:34","modified_gmt":"2012-12-05T02:04:34","slug":"viii-b-176-11-kostenentscheidung-nach-uebereinstimmenden-erledigungserklaerungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-176-11-kostenentscheidung-nach-uebereinstimmenden-erledigungserklaerungen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;176\/11 &#8211; Kostenentscheidung nach &uuml;bereinstimmenden Erledigungserkl&auml;rungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.3.2012, VIII B 176\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Kostenentscheidung nach &uuml;bereinstimmenden Erledigungserkl&auml;rungen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Beteiligten das Verfahren in der Hauptsache &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt haben, war nur noch &uuml;ber die Kosten zu entscheiden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens waren nach billigem Ermessen und unter Ber&uuml;cksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands der Antragstellerin und Beschwerdegegnerin (Antragstellerin) aufzuerlegen, weil die Beschwerde des Antragsgegners und Beschwerdef&uuml;hrers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) voraussichtlich Erfolg gehabt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des FA h&auml;tte jedenfalls insoweit Erfolg gehabt als die festgesetzte Einkommensteuer auf unstreitig an die Antragstellerin ausgezahlten Gutschriften beruhte. An der Steuerbarkeit der von X ausgezahlten Betr&auml;ge als Einnahmen aus einer stillen Beteiligung h&auml;lt der Senat fest (vgl. Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 VIII R 36\/04, BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190). Die Antragstellerin hat nicht dargelegt, dass sich die Vertragsgrundlagen oder die Abwicklung der Vertr&auml;ge in ihrem Fall wesentlich unterschieden von dem in tats&auml;chlicher Hinsicht gleich gelagerten Fall, der der Senatsentscheidung in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190 zugrunde lag. Es bestehen zudem keine Zweifel daran, dass tats&auml;chlich an die Anleger ausgezahlte Betr&auml;ge diesen mit steuerlicher Wirkung zugeflossen sind. Etwas anderes ergibt sich nicht aus dem Urteil des II. Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. September 2010 II R 62\/08 (BFH\/NV 2011, 7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aber auch im &Uuml;brigen h&auml;tte die Beschwerde des FA auf der Grundlage der Senatsrechtsprechung voraussichtlich Erfolg gehabt. Aussetzung der Vollziehung kann selbst bei Annahme einer unbilligen H&auml;rte nicht ohne Ber&uuml;cksichtigung der Erfolgsaussichten in der Hauptsache gew&auml;hrt werden (vgl. nur Gr&auml;ber\/ Koch, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 69 Rz 107). In der Rechtsprechung ist gekl&auml;rt, dass der Zufluss i.S. von &sect; 11 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes auch durch eine gesonderte Vereinbarung zwischen Schuldner und Gl&auml;ubiger bewirkt werden kann, dass der Betrag fortan aus einem anderen Rechtsgrund geschuldet sein soll. In dieser Schuldumwandlung (Novation) kann eine Verf&uuml;gung des Gl&auml;ubigers &uuml;ber seine bisherige Forderung liegen, die einkommensteuerlich so zu werten ist, als ob der Schuldner die Altschuld durch tats&auml;chliche Zahlung beglichen (= Zufluss beim Gl&auml;ubiger) und der Gl&auml;ubiger den vereinnahmten Betrag infolge des neu geschaffenen Verpflichtungsgrundes dem Schuldner sofort wieder zur Verf&uuml;gung gestellt h&auml;tte (= Wiederabfluss des Geldbetrages beim Gl&auml;ubiger). Der zuletzt beschriebene lange Leistungsweg wird durch die Novationsvereinbarung lediglich verk&uuml;rzt, indem auf den &uuml;berfl&uuml;ssigen Umweg der Aus- und R&uuml;ckzahlung des Geldbetrages verzichtet wird (Senatsurteil in BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190). Dies zugrunde gelegt, bestehen an der Richtigkeit der Steuerfestsetzung keine Zweifel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber hat das Finanzgericht (FG) die hinreichende Erfolgsaussicht bejaht und sich dar&uuml;ber zum einen auf die Kritik gest&uuml;tzt, die Wolff-Diepenbrock j&uuml;ngst (in Festschrift f&uuml;r Wolfgang Spindler 2011, S. 897) an der Rechtsprechung des Senats ge&auml;u&szlig;ert hat. Zweifel hat das FG zum anderen aus dem Umstand abgeleitet, dass der II. Senat des BFH mit seinem Urteil in BFH\/NV 2011, 7 nach der Auffassung des FG in entscheidungserheblicher Weise von der Rechtsprechung des Senats abgewichen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahinstehen, ob diese Erw&auml;gungen zutreffen, denn die sachliche &Uuml;berpr&uuml;fung w&uuml;rde einen Aufwand erfordern, der die Begr&uuml;ndung einer Kostenentscheidung &uuml;berspannt. Die im Rahmen von &sect; 138 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung gebotene Ber&uuml;cksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands dient nicht dazu, schwierige rechtliche Fragen, die in der Hauptsache zu entscheiden gewesen w&auml;ren, erstmals einer Pr&uuml;fung zu unterziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.3.2012, VIII B 176\/11 Kostenentscheidung nach &uuml;bereinstimmenden Erledigungserkl&auml;rungen Gr&uuml;nde 1&nbsp; Nachdem die Beteiligten das Verfahren in der Hauptsache &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt haben, war nur noch &uuml;ber die Kosten zu entscheiden. 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